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Jntomologische Zeitung. 



Herausgegeben 



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76. Jalirajaus: 



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Stettin 1915. 

Druck von Oskar Bonde, Altenburg, S.-A. 



stettiner 

Entomologische Zeitung. 



Herausgegeben ^ 



vom 



Eiitomologischen Verein zu Stettin. 



76. Jahrgang. Heft I. 

(Preis für Nichtmitglieder 7,50 M.) 



Im Selbstverla«: des Vereins. 




Stettin 1915. 
Druck von Oskar Bonde, Altenburg, S.-A. 



Iiihaltsverzeiclinis. 

76. Jahrgang. Heft I. 



Seite 

Prof. L. Krüger, Stettin. Neuroptera. Eine historisch- 
systematische Übersicht. I. Neuroptera L. bis Neuroptera 
Erichs 3 

Dr. K. M. H e 1 1 e r , Dresden. Neue Oxycoryninae der Gattung 

Metrioxena Pasc. (Curculionidae) 52 

R. K 1 e i n e , Stettin. Kurze Bemerkung zur Brenthidengattung 

Elytracantha Kl 59 

Prof. L. Krüger, Stettin. Osmylidae. Beiträge zu einer 

Monographie der Neuropterenfamilie der Osmyliden. VIII. 

Anhang II . , 60 

Dr. F. h a u s , Berlin-Steglitz. XVII. Beitrag zur Kennt- 
nis der Ruteliden. (Col. lamell.) 88 

J. Moser, Berlin. Weitere neue Serica-Arten. (Col. ) . 144 

Vereinsnachrichten 203 



Stettiiier 

Eiitomologisclie Zeitung. 

Herausgegeben vom 

Entomologischen Verein zu Stettin. 

Redaktion: Prof. Leopold Krüger, Vorsitzender. 

1915. 76. Jahrgang. Heft I. 

IVeiiroptera. 

Eine historisch - systematische Übersicht 

von Professor Leopold Krüger, Stettin. 

I. Xeuropteva L. bis Neuroptera Ericlis. 

Die Neuropteren haben ihrer systematischen Abgrenzung und 
Durcharbeitung bis heute die größten Schwierigkeiten bereitet. 

Aristoteles. 

Schon bei Aristoteles beginnt die Vereinigung der echten 
Neuropteren mit ungleichen Gruppen und ihre Abgrenzung unter 
dem Namen Tetvaittev<( niajofa , der zugleich zeigt , wie die 
entomologische Forschung mit Zahl und Größe der Flügel noch 
in den bescheidensten Anfängen war, in denen sie solange weiter 
verharrte. 

Linne. 

Erst 2000 Jahre später stellte das Genie Liuue den Begriff 
und Namen Neu ropteva-HeXiMxglQY auf : für alle Zeiten , wenn 
auch der Umfang der Gruppe verfehlt war. Das von ihm im 
Anschluß an Aristoteles aufgestellte künstliche Flügelsystem der 
Insekten entfernte sich im Groben nicht allzuweit von der natür- 
lichen Verwandtschaft derselben , da in der Tat die richtig er- 
kannte Art und Beschaffenheit der Flügel für die Erkennung der 
großen natürlichen Gruppen, ja selbst der kleineren und kleinsten, 
fast die zuverlässigsten Führer sind. Dieser teilweisen Natürlich- 
keit verdankt sein System auch die andaueriide Beliebtheit , die 
bis in unsere Zeit in Schulbüchern, populären Schriften, selbst 
in wissenschaftlichen Werken noch seinen 7 Insektenordnungen zu- 
teil wird — aus Unwissenheit der Verfasser. 

„Ordines ab alis desumsi", sagt er selber in Systema naturae. 
Ed. X. T. I. 1758. p. 341 ; und die Neuroptera sondert er wie 
folgt ab : 

1* 



4 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

,,IV. Ordo. Xeai'opfeta. Alae 4, omnes membranaceat' 
ano mutico." 
und weiter p. 543 : 

„Alae IV. nudae, venis reticulatae." 
wodurch seine Neuroptera ahs „Netz- "flügler von allen anderen 
Ordnungen , besonders auch von den Hymenoptera unterschiede]! 
werden. 

Der Umfang seiner Ordnung allerdings zeigt , wie oberfläch- 
lich und künstlich seine Flügeluntersuchung und wie weit entfernt 
daher seine Ordnung Xenvopteva L. von der natürlichen Neuro- 
pteren- Ordnung war : 

Libellula, Ephemera, Phryganea, Hemerobius, Panorpa, EapJadia ; 
denn nur Hemerohhis und Eaphidia sind Neuroptere:! und nur 
Hemerohms gehört mit den meisten aufgezählten Arten zu deii 
echten Neuroptera in unserem von Handlirsch festgelegten Sinne. 

Es ist jedoch diese Oberflächlichkeit eine leicht erklärlichi' 
Folge seiner Großzügigkeit, die überall nach Einfachheit, damals 
nicht allzusehr zum Schaden des Ganzen, strebte, und seines Ver- 
suches, auf wenige und leicht kenntliche Merkmale ein künstlichem^ 
System zu gründen. Für ein natürliches System waren Zeit und 
Kenntnisse noch nicht reif. 

Geoffroy ging mit seinen Tetrapteres ä alles nues wieder auf 
Aristoteles und die Vereinigung mit Hymenoi^teren zurück in Hist. 
d. Ins. 1762, andere wie Sulzer und Scopol! folgten Linne. 

Fabricius. 

Die merkwürdigste Erscheinung in dieser Zeit ist Fabrieius, 
der ganz der Entomologie sich widmend diese in einer für jene 
Zeit unglaublichen Weise bereicherte. Einer der fleißigsten Ar- 
beiter , der gewissenhaftesten Forscher und von durchdringendem 
Verstände und peinlichstem Ordnungssinn war er doch kein Genie 
wie Linne, und sein System ist bis auf einzelne Namen verschollen, 
während seine Gattungsnamen überall nach Möglichkeit wieder 
eingesetzt Averden. 

In einer 1781 (Schriften d. Berl. Gesellsch. naturf. Freunde, 
2. Bd.) von ihm veröffentlichten „Betrachtung über die Systeme 
«ler Entomologie" hebt er die Vorzüge des Linneschen Systems, 
die Leichtigkeit und Deutlichkeit der Klassen hervor und zeigt 
seine wenigstens teilweise Natürlichkeit. Von den Neuroptera L. 
jedoch sagt er : „Die Neuropteren gehören in der natürlichen 
Ordnung garnicht zusammen. Libellula und Ephemera unterscheiden 
sich von den übrigen nicht allein durch die Struktur der Teile, 
durch die Nahrung, sondern auch völlig durch die Verwandlung, 
durch die Larven und Puppen." 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Seuroptera Erichs. 5 

Man sieht , hier liegen wohl erkannt , aber unbenutzt die 
Grundlagen des natürlichen Systems. Ähnlich sagt er schon 1763 
in seinen Prolegoiiiena : „Classes ab alis desumtae, quamvis primo 
intuito naturales videantur, saepius tarnen naturae vim inferunt." 

Andererseits tadelt er Linne , da dieser den dunklen Drang 
habe , ein natürliches System zu schaffen, Avährend er doch nach 
den von ihm in der Botanik aufgestellten und verteidigten Regeln 
ein künstliches System schaffen wollte. „Naturae nimis adhaerens" 
und „nimis naturam sequens" nennt er ihn. 

Daraus folgten nach ihm bei Linne Fehler und Verstöße 
gegen sein eigenes System. Er dürfte also z. B. nicht 2-flüglige 
Ephemeren zu den Neuropteren stellen , nicht die Hymenopteren 
von den Neuropteren trennen. Er tadelt, „daß er oft, um die 
natürlichen Ordnungen oder Klassen zu erhalten , die Charaktere 
seiner Klassen verließ und Insekten in einer Klasse einmischte, 
die den eigentlichen Charakteren widersprechen." Er zeigt seine 
eigene Stellung zu einem natürlichen System mit den Worten : 
„Er vergaß, daß sein System nicht das natürliche, sondern ein 
künstliches sei, und daß es noch weniger in der Entomologie als 
in der Botanik Zeit sei, die natürlichen Klassen auszuarbeiten.'" 

Aus allem zieht er den Schluß , daß der Einteilungsgrund 
Linnes : die Flügel , für die Aufstellung eines guten künstlichen 
Systems, das aber doch schließlich eine Annäherung an das natür- 
liche System sein soll, unzulänglich und falsch ist. „ — funda- 
mento ludicro inaedificans ülum ariadneum systematis saepius 
amisit iProlegomena)." 

Besonders sucht er auch die Begründung der Genera durch 
Linne anzugreifen , da ihre Charaktere entgegen dem Linneschen 
Prinzip nicht durchgängig von denselben Teilen hergenommen 
seien (Prolegomena). Dies führt er weiter aus in den (Jeuera 
lusectorum 1776, in der Plülosopliia Eutomologica 1778 und in 
der obengenannten Betrachtung 1781. 

Um den Standpunkt Fabricius völlig zu verstehen, muß man 
auch sehen , wie sehr er Linne tadelt wegen dessen häufiger Be- 
rücksichtigung anderer Merkmale, d. h. solcher, die nach Fabricius 
nicht zum Charakter gehören, wie äußerliches Ansehen, Verwand- 
lung und andere „Nebenumstände". Vor allem verwirft er fast 
unbedingt das äußerliche Ansehen , den Habitus in der Philo- 
sophia : „Habitus est conformitas quaedam insectorum affinium et 
congenerum in metamorphosi , alatione , pedatione , caudatione, 
pubescentia, tentaculatione, lucidatione, excretione. Habitus in- 
sectorum in conficiendis generibus occulte consulendus, ne genera 
naturalia frangantur ; nimis vero habitui adhaerere est stultitiam 
loco sapientiae invenire. Habitus saepius genus indicat, at nun- 



6 Stettiner Entomologisohe Zeitung. 76. 1915. 

quam demonstrat , cum habitus determinari aut describi haut 
possit." 

„Oft und viel habe ich mit dem Avürdigen Alten, dem Lehrer 
und Freunde meiner Jugend, über diese Materie geredet, und oft 
hat er mir angeraten, ein neues System anzufangen." Diesen Rat 
Linnes hat er denn auch befolgt. Schon 1763 und 1764 legte 
er den Grund zu seinem allerdings neuen , streng künstlichen 
System, das er 1775 als Systema Entomologiae veröffentlichte, 
„characteres et classium et generum ex instrumentis eibariis 
desumens" (Prolegomena). 

Fabricius gibt in seiner Philosophia Entomologica 1778 die 
Fundamente seiner Wissenschaft , im besonderen seines neuen 
Systems. Man muß sagen , daß in ihr auf kleinstem Raum das 
ganze wissenschaftliche Rüstzeug jener Zeit, vermehrt durch seine 
eigenen nach damaligen Hilfsmitteln erstaunlichen Forschungen 
aufgestapelt und zugleich bewertet und verwertet ist. 

Am eingehendsten und auf fast durchweg neuer , eigener 
Grundlage bespricht er die Instrumenta cibaria und gründet hierauf 
in der iJispositio sein neues System. 

Von seiner Begründung sagt er, daß sie künstlich sei ; zwar 
seien die Genera, Spezies und Varietäten natürlich, d. h. von der 
Natur gegeben, und es sei auch nicht zu bezweifeln, daß es natür- 
liche Insektenklassen gibt , aber diese auszuarbeiten sei es noch 
zu früh. Daher müßten künstliche an ihre Stelle treten , und 
man müßte sich hüten , „ne nimis imitando naturam systematis 
amittamus filum ariadneum". „Classis est generum plurium con- 
venientia secundum leges artis et systematis." 

„Dispositionem insectorum artificialem a solis instrumentis 
eibariis desumsimus. Mihi instrumenta cibaria sola characteres 
praebent sufficientes, constantes. Instrumenta cibaria ad distingu- 
enda genera insectorum iam detecta et adhuc detegenda abunde 
sufficiunt. " 

Durch die Mundteile begründet er nun allerdings in un- 
glaublich konsequenter Weise sein System, immer betonend, daß 
die Klassen fest sein müssen, und zwar, indem sie durchaus und 
nur von denselben Teilen hergenommen werden. „Classes si va- 
cillant, totum tandem ruit systema." 

Sein System ist nach unsern heutigen Begriffen eine Un- 
geheuerlichkeit , nicht so sehr nach der Einseitigkeit der Be- 
gründung durch die Mundteile an sich , als vielmehr nach der 
Verkennung und falschen Deutung der Mundteile und in der 
starren Konsequenz , mit der diese von ihm als Wahrheit an- 
genommene Begründung oft entgegen seiner besseren Einsicht 
durchgeführt ist. 



Krüger, Neuroptera. I. Nenroptera L. bis Neuroptera Erichs. 7 

Es soll ihm nicht so sehr angerechnet werden , daß er die 
Nichtinsekten wie Linne in sein System brachte , ist man doch 
heute noch nicht über ihre Beziehungen zu den Insekten im 
klaren , aber daß er sie mitten in die Insekten hineinsetzte 
[Aijonata) , ja sie sogar mit den Libellen verband {ünogata) , das 
ist nach Linne doch ein arger Rückschritt , der nur durch seine 
Idee, am liebsten die Klassen des ganzen Tierreichs auf die Mund- 
teile zu gründen, zu erklären ist. 

Wir wissen heute , daß seine Begründung durch die Mund- 
teile für „FAeuterata, Ulonata, Synistata, Agonata, Unogata" falsch 
ist , und zwar infolge seiner Unkenntnis der Homologien der 
Maxillen und Labien in den verschiedenen Gruppen. Seine Kenntnis 
der Mundteile war viel zu grob , zu oberflächlich und unwissen- 
schaftlich , um darauf ein so stolzes und sicheres Gebäude zu 
gründen, wie er gebaut zu haben glaubte. 

Linnes Xetn'optera verschwinden ganz richtig als Klasse 
und befinden sich in zwei Klassen : St/nfsfafa und Unogata. 

Zu den Unogata rechnet er mit den Libellen die Mijriopodeu 
xind Am chniden mit der Begründung: „Os maxillis palpisque duobus. 
Maxilla inferiore saepius unguiculata." 

In der Klasse der Si/tu'stafa befinden sich die übrigen 
Xeni'optei'a L. zusammen mit Poduva , Lepisma und mit den 
Hymeiioptem L. unter folgender Begründung: „Os maxillis palpis- 
que quattuor aut sex. Maxilla connata cum labio." 

Daß diese Zusammenstellung unnatürlich ist, war schon ihm 
ein Dorn, daß sie aber falsch ist, glaubte er nicht. In der Be- 
trachtung über die Systeme sagt er lobend: „Es ist auch 
kein Geschlecht , es ist keine Art , welche nicht völlig mit dem 
Kennzeichen der Klasse, unter welche es gehört, übereinkommt." 
Dagegen tadelt er bei den Synistata : „Die ersteren Geschlechter 
[Ephemera - Rhaphidia) scheinen nicht zu den übrigen (Hymeno- 
pteren L.) zu gehören. Ihr Aussehen ist verschieden, und die 
Verwandlung ist auch anders. Ich hätte sie auch gerne ab- 
gesondert, allein ich finde keinen Charakter (nämlich nach seinem 
Prinzip in den Mundteilen), der sie von den anderen {Hymenoptera L.) 
trennt." „Auch die Klasse Unogata,'^ sagt er, „scheint 3 ver- 
verschiedene natürliche Klassen zu enthalten. Libelhda, Aeshna, 
Agrion gehören zusammen. . . . Ich bin aber nicht imstande, 
Charaktere (wieder in den Mundteilen) zu finden, die sie (Libellen, 
Myriopoden , Arachniden) voneinander trennten und unter sich 
verbänden." 

Die Zahl seiner Neuroptera. L.-Oattiiugren ist etwas größer 
als bei Linne, aber nicht wesentlich : 

Libelhda, Aeshna, Agrion, Ephemera, Semblis, Phryganea, Hemerobitis, 



8 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

Myrmeleon, Ascalaplnis, Pamrpa, Ehaphidia, Termes {Manfis pagaua = 
Bhaphidia mantispae bei den ülouata: Mantissa 1787). 

1793 tat er den hier schon angedeuteten Schritt, indem er 
die Hijineiioptera L. als Piezata, die Libellen als Odonafa ab- 
trennte, auch wieder auf Grund der Mundwerkzeuge : 

Die Unoyfda löste er in folgende 3 Klassen auf: 
Odonata. Palpi duo braves. Maxilla Cornea, dentata. 
Libellula, Aeshna, Agrion. 
Mitosata. Palpi duo. Maxilla filiformis, niembranacea. 

Scolopendra, Julus, Oniscus. 
Unogata. Palpi duo porrecti. Maxilla Cornea, unguiculata. 

Die Synistata löste er in folgende 2 Klassen auf : 

Synisfata. Palpi quattuor. Maxilla connata cum labio. 

Ephemera, Phnjganea, Semhlis, Lepisma, Podura, liemerobins. 
Termes, Ehaphidia, Panorpa, Myrmeleon. 
Piezata. Palpi quattuor. Maxilla cornea , compressa , saepe 

elongata. 
Cynips, . . . Yespa, . . . Formica, . . . Apis, . . . 

Im Jahre 1798 änderte er die Charakteristik der Synislata 
wie folgt : 

Maxilla basi geniculata, connata cum labio. 
und fügte noch die Gattung Psocus hinzu. 

Somit enthalten seine Synistata zwar eine schon durch das 
Fehlen der Odonaten gegen Linne eingeschränkte , aber noch 
höchst unreine Neuropteren-Gemeinschaft. 

Degeer — Illiger — Scopoli. 

Beide Forscher hatten mit glücklichstem Griff gerade die- 
jenigen Werkzeuge gewählt, von denen jedes für sich, vollkommen 
erfaßt und gedeutet , bis zu hohem Grade die natürliche Ver- 
wandtschaft wenigstens zu deuten imstande ist, da beide einander 
und die ganze Lebensweise der betreffenden Insekten mehr oder 
weniger bedingen. Ihr Fehler ist in der geringen Vorarbeit jener 
Zeit und in ihrer persönlichen Befangenheit zu suchen. Am 
meisten litten darunter die Neiiroptei'a. 

Damit ist nun die Zeit der künstlichen Systeme vorüber. 
Schon 1778 stellte Desreer ein System auf natürlicher Grundlage 
auf, in dem er schon die Prinzipien beider, Linnes und Fabricius, 
vereinigte. Er unterschied : 

2. Klasse. Insekten mit 4 häutigen Flügeln und zahnlosem 
Munde (Zahn = Mandibel) : Elinyuia (so von Retzius genannt) 
mit Phryganea, Ephemera. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 9 

3. Klasse. Insekten mit 4 häutigen Flügeln und mit Zähnen 
bewehrtem Munde, zugleich mit netzförmigen Flügeln : Xcavopterd 
(so von Retzius genannt) mit LibeUula, Hemerohius, Myrmeho, Pseiido- 
phrygaiiea (Perla), Panorpa, Rhaphidia. 

Alle weiteren Systeme schließen sich ähnlich, wenigstens den 
Namen nach, an Linne an, der selber noch 1767 die Orthoptera, 
allerdings nicht als selbständige Gruppe , von den Coleoptera ab- 
löste. Flügel und Mundteile, auch schon andere Merkmale bilden 
die Grundlagen. Aber im allgemeinen ist kein wesentlicher Fort- 
schritt da , besonders auch nicht für die Neuropteren , welche 
nocli lange fast unverändert im Sinne und Umfange Linnes bleiben. 

Das System Fabricius findet keine Nachfolge, und seine Ver- 
wendung wdrd sowohl theoretisch als auch praktisch abgelehnt, 
hauptsächlich wegen der Schwierigkeit der Untersuchung der Mund- 
teile , was natürlich verfehlt und u.nwissenschaftlich war , dann 
aber auch , weil man schon bald die Fehler seiner Deutung der- 
selben erkannte. 

Im Jahre 1802 erschien im „Magazin für Insektenkunde'' 
I. Band, 3. u. 4. Heft von Illi^er ein Aufsatz : Über das Fabricius- 
sehe System , in dem auf alle Schwächen desselben hingewiesen 
und vor allem gefordert wird, daß ein vollkommenes System nicht 
ein künstliches, sondern ein natürliches sein müsse, das die wirk- 
liche Verwandtschaft der Arten zeige, an keinen Teil ausschließ- 
lich gebunden sei und alle Teile und ihre Eigenschaften einschließt. 
Es wird hier behauptet und wohl mit Recht , daß eigentlich 
niemand damals streng nach Fabricius System arbeitete, vielmehr 
jeder nur seine Art -Beschreibungen benutzte, sonst aber mit 
einem Worte ausgedrückt : nach dem Habitus verfuhr , ja , daß 
Fabricius selber so in Wirklichkeit arbeite. 

Im folgenden Jahre 1803 veröffentlichte Fabricius eine Yer- 
teidig-Hug seines Systems in demselben „Magazin", wobei sich 
herausstellte, daß er nach so langer Zeit seit der ersten Grund- 
lage seines Systems nicht einen einzigen Schritt weiter gegangen 
war. Die Zahl seiner Gattungen und Arten ist gewachsen, sein 
System und vor allem seine Begründung ist sich gleich geblieben, 
ja ! für die schon von Illiger vertretene vergleichende Morpho- 
logie und die Homologien der Mundteile hat er kein Verständnis. 
Und so klug und klar von seinem beschränkten Stand[)unkt seine 
Gründe erscheinen, so unzulänglich sind sie von dem nun immer 
mehr sich Geltung verschaffenden Standi»unkt eines natürlichen 
Systems. Wie weit er zurückgeblieben ist, zeigt sich z. B. darin, 
daß er sagt: „Lepisma und Podura kommen in der natürlichen 
Ordnung sicher den Phryganeis und Hemerohiis am nächsten , ob 
sie gleich keine Flügel haben," was in jener Zeit schon als un- 



IQ Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

haltbar betrachtet wurde. Auch jetzt noch nennt er das natür- 
liche System Avegwerfend „ex habitu". In einer Nachschrift 
weist dann Illigrer die Rückständigkeit des künstlichen Systems 
nach; er stellt mit Recht die Frage: „Warum sollen wir sie 
(andere Teile zur Gründung eines brauchbaren Systems) nicht jetzt 
schon suchen, wenn uns Gründe dazxi auffordern?" und zeigt die 
Berechtigung und Vorzüge eines natürlichen oder eklektischen 
Systems. Er beweist noch einmal, daß Fabricius die Mundwerk- 
zenge teilweise verkannt, nicht gesehen und falsch gedeutet und 
daher Fehler im System gemacht hat, was später noch viel gründ- 
licher besonders in bezug auf die Neuroptera L. geschehen ist. 
Schließlich wünscht er die Beseitigung des Ausdruckes Habitus 
für das natürliche System , da man gewöhnlich damit eine ober- 
flächliche Betrachtung verbinde , während doch das natürliche 
System, wofür er den Namen eklektisches System vorschlägt, 
strenge Angabe von Merkmalen verlangt , die nur eine genaue 
Prüfung aller Teile, die Mundteile nicht ausgeschlossen, gewährt. 

Ähnlich hatte auch Scopol! klar und deutlich die Grundlagen 
eines natürlichen Systems im Gegensatz zu Linne und Fabricius 
bereits 1777 (Introductio ad historiam naturalem, p. 401) ge- 
kennzeichnet : „ Classes et genera naturalia non sola instrumenta 
cibaria , non solae alae , nee solae antennae constituunt , sed 
structura totius ac cujusque vel minimi discriminis diligentissima 
observatio." 

Trotzdem war das Resultat bei der nun beginnenden Schaffung 
natürlicher Systeme ein recht unbedeutendes , da immer noch 
schematisch eine kleine Zahl von Merkmalen und Organen und 
nie die Gesamtorganisation, die Entwicklung und die noch völlig 
unbekannte Abstammung zugrunde gelegt wurde. 

Interessant ist es, daß schon damals sich jemand fand, der 
Geäder-Studien trieb und darauf ein System gründete. Preyßler 
veröffentlichte in Illigers Magazin f. Ins. I. Band, 8. und 4. Heft 
p. 467 im Jahre 1802 eine Schrift : Vorschlag eines neuen auf 
den Rippenverlauf der Flügel gebauten Systems. 

Für die Xeurojtferff bedeuten die Systeme jener Zeiten im 
allgemeinen keinen, im einzelnen nur geringen Fortschritt. 

Im allgemeinen nahmen sie als Gruppe nur Teil an den 
Verschiebungen , welche die Systemmacher mit den Ordnungen 
Linnes oder den Klassen Fabricius vornahmen , indem sie bald 
die Flügel als Haupt- und die Mundteile dazu als Nebenmerkmale, 
bald umgekehrt benutzten und so teils Linnes , teils Fabricius 
System für die Haupt- und Unterabteilungen benutzten. Ihre 
Charakteristik wurde hierbei nicht geändert oder doch kaum er- 
weitert. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neiiroptera Erichs. \\ 

Latreille. 

Der dritte bedeutende Entomologe der alten Zeit ist Latreille, 
der die sämtlichen Bestrebungen seiner Zeit nach einem natür- 
lichen System mit großen Kenntnissen , großer Gründlichkeit, 
sicherem Urteil und schöpferischer Gestaltungskraft zusammen- 
faßte. In seiner Histoire naturelle . , . des Criistaces et lusectes. 
T. II An X. p. 295 in dem Abschnitt: Exposition des Systenies 
entomolo^iques gibt er eine Übersicht über alle wichtigen Systeme. 
Er zeigt, auf welchen Grundlagen sie beruhen und wie die einzelnen 
Forscher zu den schon vorhandenen Grundlagen neue hinzufügen, 
und bespricht sie der Reihe nach vergleichend und bewertend. 
Nach und nach treten so in dieser Übersicht alle die Grundlagen 
auf, die er schließlich selber zusammenfassend zum Bau seines 
natürlichen Systems benutzt. 

Er zeigt , wie Aristoteles die Flügel benutzt , Swammerdaiii 
die Verwandlung und die Flügel, Linne 1748, 1768 die Flügel, 
Geoffroy 1762 Flügel, Mundbildung und Tarsen, Schaeffer 1766 

Flügel, 
Uegreer 1778 Flügel, Mundbildung, Tarsen, 
Fabriciiis 1775, 1792, 1798 die Mundteile (hier weist er die 

falsche Fabriciussche Auffassung der Mundteile nach, z. B. 

„Les synistates ne s'eloignent pas des coleopteres . . . 

quant ä l'adherence inferieure des mächoires avec la 

levre ; . . ."), 
Olivier 1789 Flügel, Mundteile, Tarsen: 

Neuropteres. Quatre alles decouvertes. Quatre ailes membraneuses, 

reticulees ; bouche munie de mandibules et de mächoires. 
Section 1. Trois articles aux tarses. Libellule. 

2. Quatre articles aux tarses. Raßdie. 

3. Cinq articles aux tarses. Frigane. 
Latreille 1795. 

Xeuropteres, neuroptera ; synistates F. 

Ailes. Quatre ailes ordinairement egales, reticulees, nues. 
Bouche munie de mandibules, de mächoires, de levres, etc. 
Levre inferieure plane, degagee dans le repos. 
t'nvier 1798 (Verwandlung, Mundteile: kauende und saugende, 
Flügel). 
Neiiropteres. (Mit Verwandlung.) Des mächoires ; quatre ailes 
reticulees. 

A. Les Libelles (später Odouates) : quatre grandes ailes 
non ployees ; ä mächoires pourvues dun palpe articule ; 
ä levre enveloppant toute la bouche , sans palpes. 
(Odonata Fab.) 
1 . Les demoiselles. 



12 Stettiuer Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

B. Les Perles (später Teetipeiiues) : alles se rejetant siir 
le dos dans le repos ; a mächoires et levre pourvues 
de palpes artic-ules ; ä bouche pourvue de mandibules. 
2. Les terinites ; 3. les hemerobes ; 4. les pauorpes ; 

5. les rapMdies. 

C. Les Agiiatlies : mächoires et levre pourvues de palpes 
articules, sans aucune mandibule. 

6. hes fi'iganes ; 7. les ephemeres. 

Clairville 1798—1806 (Flügel, Mundteile: Maudibulata und 
Haustellata, Flügel). 
Dictyoptora. Pteropliora, Mandibulata, ailes reticulees. 
Lamarok 1801 (Mmidteile, Flügel). 

Xeiiropteres. Des Mandibules et des mächoires ; quatre ailes 
nues, membraneuses, reticulees. 
Lamarck verbesserte und vervollständigte später sein System, 
wie aus den Neuropteren ersichtlich ist, 1809 : 

>'^enroi)teres. Broyeurs. Des mandibules et des mächoires, 
larve hexapode, diversite dans la metamorphose e. c. 

— nymphes agissantes : lihelhda , aeshna , ayrion , ephemeva, 
rapMdia — thermides, psocus, pauorpa. 

— nymphes inactives : myrmeleon, ascalaphus , hemerohms , pJiri/- 
ganea, nemura, perla. 

Noch später, 1818, teilt er wie folgt ein (nach einer deutschen 
Wiedergabe) : 

Xeuroptera. 1. Abteilung. Fühler lang. 

1 . P h r y g a n i d e n. 2 . T e r m i t i n e n. 3 . H e m e r o ):> i e n. 
4. My r mel eoniden. 5. Panorpaten. 

2. Abteilung. Fühler kurz. 
Ephemeva, Lihellula, Aeshna, Agrion. 

Die Systeme der bisher genannten Forscher zeigen sämtlich 
das Bestreben , die von ihnen für natürlich verwandt erachteten 
Ordnungen nach einigen Prinzipien zu trennen und zusammenzu- 
fassen , und das nannte man dann ein natürliches System. Da 
die Natur doch nur einen Gedanken bei der Schaffung dieser 
Ordnungen verfolgt haben konnte, so mußten alle diese Systeme 
einander widersprechen , und es blieb zweifelhaft , welches denn 
das richtige sei, da die einen mit Linne dem Flügelprinzip , die 
andern mit Fabricius dem Mundteilprinzip , beide mehr oder 
weniger in Verbindung mit der Verwandlung den Vorrang gaben. 
Und somit kamen die Neuropteren bald in die eine , bald in 
die andere Gruppe, während ihre Gesamtcharakteristik überall 
ziemlich dieselbe blieb , ebenso ihr Inhalt und dessen weitere 
Gliederung. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 13 

Im allgemeinen gab man jedoch wenigstens^ für die Bildung 
der Namen dem Flügelsystem den Vorzug. Ja! es galten die 
7 Ordnungen Linnes mit ihrem von ihm festgelegten Inhalt fast 
durchweg für die von der Natur gegebenen Gruppen , an denen 
nicht oder nur zaghaft gerüttelt wurde und gerüttelt werden 
durfte. 

Die Einzelkenntnisse und Einsichten wuchsen beständig, und 
trotzdem galten alle Neuroptera L. als gleichartige und nah ver- 
wandte Wesen, trotzdem galten ihre Flügel einfach als netzadrig, 
obwohl die größten Gegensätze bekannt waren , ihre Mundteile 
sollten gleichartig sein , und man wußte schon damals , daß sie 
äußerst verschieden sind , ihre Verwandlung war schon seit 
Swammerdam als völlig verschieden bekannt. 

Eine Durchsicht der oben angeführten Systeme zeigt dies 
alles ganz klar. 

Das merkwürdigste Beispiel für diese unglaubliche Befangen- 
heit jener Zeit ist der größte Entomologe derselben : Latreille, 
der dritte große Name neben Linne und Fabricius. Es Avird von 
ihm gesagt , daß er der Schöpfer des natürlichen Systems ist. 
Das ist er nicht. Er war genau so befangen und in jene engen 
Gedanken gebannt wie seine Vorgänger. Er benutzt dieselben 
Ideen wie diese und gibt in seinem System dasselbe wie andere, 
wenn auch die Zahl der Merkmale umfassender ist. Auch er 
stellt Betrachtungen darüber an , welches Merkmal vor anderen 
den Vorrang hat , ob Flügel , Mundteile usw. für Haupt- und 
Unterabteilungen in erster Linie in Betracht kommen. Und so 
kommt bei ihm schließlich ein System zustande, daß sozusagen 
eine vermehrte und verbesserte , kritisch zusammengefaßte neue 
Auflage sämtlicher anderen Systeme ist, d. h. ein so künstliches 
System wie alle andern vor ihm. Der von Illiger vorgeschlagene 
Name eklektisches System ist für dieses vor allem maßgebend. 
Es ist im Grunde nichts anderes als das , was wir heute eine 
Bestimmungstabelle nennen, und was auch heute noch den in der 
Entomologie am eifrigsten und einseitigsten tätigen Spezialisten 
als „System" gilt. 

Bei einer Übersicht des Latreilleschen Systems kann wohl 
wie überall von den Nichtinsekten hier abgesehen werden. 

Er nennt die Insekten Diceres (mit 2 Antennen), Hexapodes 
(mit 6 Beinen), Alles (geflügelt) und Apteres (ungeflügelt). 

Bei den Alles unterscheidet er die mit Flügeldecken ver- 
sehenen Coleopteres , Orthopteres und Hemipteres von den nicht 
mit Decken versehenen. 

Die letzteren haben entweder 2 Flügel : Dipteres oder 4 
solche. Unter diesen haben Schuppen und einen Saugrüssel die 



;[4 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Lepidopteres , während die übrigen nackte Flügel und Kauwerk- 
zeuge haben. 

Diese letzteren teilt er wieder nach den Flügeln in Hymeno- 
pteres und Neuropteres ein. 

Die Hymenopteres haben „alles veinees'^ und die Hinterflügel 
kleiner als die Vorderflügel. 

Die iVeiiroptores haben „alles reticulees" und alle Flügel 
gewöhnlich gleich. 

Nach einer tabellarischen Übersicht gibt Latreille in T. II 
für jede Ordnung eine kurze Zusammenfassung der Merkmale 
nebst einer kurzen Einteilung in Gruppen. Hierbei wird eine 
recht umfangreiche, über die Tabelle hinausgehende Charakteristik 
gegeben. Und es ist nur schade, daß sie für die Ordnung Neuro- 
ptera teils falsch ist, wie sämtliche älteren, teils nicht allgemein 
geltend ist , da die Neuroptera L. eben keine einheitliche Ord- 
nung sind. 

Ordre VI. Neuropteres, neuroptera. 

IV. Quatre alles membraneuses , nues , reticulees , ordinaire- 
ment egales ; bouche ä mächoires. 

Premier segment du corselet , fortement applique contre le 
seeond ou la poitrine ; dos souvent decouvert : metamorphoses 
variables ; larve a tete toujours ecailleuse , de figure constante ; 
antennes, alles et pattes distinctes dans la nymphe. 

1. Les carnassiers. 

A. Larve differant de l'insecte parfait. Nymphe fixe, 
myrmeleon. 

B. Larve ressemblant beaucoup ä l'insecte parfait. Nymphe 
ambulante, lihellula ^). 

2. Les roiig:eurs, termes, perla. 

3. Les edentes, phryganea, ephemera. 

Man sieht , wie Latreille hier unsicher und zaghaft infolge 
des Mangels wichtigster Kenntnisse umhertastet. 

In demselben Bande findet man noch eine : Division natu- 
relle . . . d'apres la consideration des organes de la vitalite, 
les metamorphoses et les Instruments nourriciers : 

Insectes, insecta. 
A. Les broyeiirs. 

a) Larve et nymphe presque semblables a l'insecte par- 
fait, a Texception des alles; nymphe agissante. 
Les orthopteres ; les oryptodoutes (libellules). 



^) 11 serait peutetre plus natural de commencer par les libellule-s. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neiü'optera Erichs. 15 

b) Larve et nymphe differentes de l'insecte parfait ; 
nymphe fixe. 

Les neuropteres ; les coleopteres ; les hyiueuopteres. 

Bei dieser Übersicht ist die völlige Loslösung der Odonaten 
als Cryptodonten (Mundteile hinter der Unterlippe verborgen) von 
den Neuropteren und die Angliederung an die Orthopteren auf- 
fallend. Erst Brülle und Eiiclison taten mit Bewußtsein und 
eingehender Begründung denselben so äußerst wichtigen Schritt. 

Endlich gibt er in einer : „Division uoiirelle . . . d'apres ks 
organes de la manducation" als Ordnung IX, X, XI getrennt : 
Orthopteres, C'ryptodoutes, Neuropteres. 

IX. Orthopteres, ortlioptera. 

Deux mandibules decouvertes ; deux machoires reunies a leur 
base avec la levre inferieure , simples , decouvertes , surmontees 
d'une galete et de palpes ; levre inferieure degagee sur les cotes, 
palpigere. 

Observation. II faut y reunir les termes. 

X. C'ryptodoutes, cryptodonta ; les libellules. 

Deux mandibules et deux machoires simples ; surmontees 
d'un palpe galetiforme, entierement cachees les unes et les autres 
sous les deux levres ; levre inferieure sans palpe. 

XL Neuropteres, neuroptera. 

Deux mandibules ; deux machoires reunies ä leur base avec 
la levre inferieure, simples, planes; levre inferieure degagee sur 
les cotes, palpigere. 

Bei der Ausarbeitung der Familien und CJattungen T. III. 
An X. folgt er seiner ersten Einteilung , aber ohne Gruppierung 
der Familien unter Voranstellung der Libellen. Hier unterscheidet 
er klar und bestimmt nicht nur Gattungen , wie Linne und 
Fabricius , sondern große Fanülieu. Es ist nun vielleicht sein 
größtes Verdienst, diese Familien nicht nur aufgestellt, sondern 
vor allem sie ausführlich, nach allen ihm zugänglichen Merkmalen 
begründet zu haben , ebenso die Gattungen. Und insofern kann 
man sagen , daß er hierin tatsächlich nicht nur Vorarbeiten, 
sondern die ersten sicheren Grundlagen für ein natürliches System 
gelegt hat, nicht in seinen großen Gruppen. 

An dieser Stelle genügt es, die nun also zum erstenmal auf- 
tretenden Familien seiner (d. h. der Linneschen) Neuroptera zu 
nennen : 

1. Libellulines ; libellulinae. 

Lihellula, Aeshna, Ar/rion. 

2. Fonrniilious ; niyrnieleonides. 

Myvmeleo, Ascalaphus. 



IQ Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

3. Hemcrobins ; lioiiiorobiiii. 

Hemeroh'ms, Osmylus. 

4. 3Iegal<>|)teres; megaloptera. 

Chauliodes, Cor'jilahts, Sialis, llaphidia. 

5. Peilaires; perlariae. 

Xemura, Perla. 

6. Termitiiies ; termitiiia. 

Termes, Fsociis. 
1. Panorpates; pauorpatae. 

Bittacus, Panorpa, Nemoptera. 
8. Papilionacöes ; papilionaceae. 

Pliniijanea, Epltemera. 

In T. V. An XL greift er auf seine erste und Hauptein- 
teilung zurück , die er auch in seiner weiteren Betrachtung 
(Neuroptera in T. XII. und XIII.) beibehält. Hier in T. V gibt 
er eine „Exposition sominaire des caracteres göneriques . . ." 

(Sektionen, Familien, Gattungen), „afin que le commencant put 
s'introduire et marcher dans la carriere de Tentomologie", also 
für Anfänger , welchem Zwecke auch die vorher gegebenen Ein- 
teilungen dienen sollen. 

Die Dreiteilung der Neuroptera in Carnassiers, Rongeurs und 
Edentes gibt er auf, um sie durch 2 unbenannte Sektionen zu 
ersetzen. Die Reihenfolge der Familien ändert er in dieser Über- 
sicht ab, behält er aber bei der Betrachtung der Gattungen und 
ebenso in T. XII. und XIII. bei. 

Ordre IV. Neuropteres. 

Section 1. 

Des mandibules fort sensibles ; bouche distincte ; [)alpes 
maxillaires ne surpassant pas de beaueoup la longueur de la tete. 

Ailes toujours presque egales ou dont les inferieures ne 
sont pas plus petites , ni plissees ; les unes et les autres con- 
servant leur transparence, point d'ecailles ni de duvet sur elles; 
tarses n'ayant pas toujours cinq articles. 

Familien 1. — 7. (siehe vorher p. 15 — 16). 

Section 2. 

Point de mandibules bien sensibles; bouche tres-peu distincte, 
palpes maxillaires tres-longs. 

Ailes inferieures, ou tres-petites, ou plissees , et alors pres- 
que opaques, squameuses ou ayant un duvet, ainsi que les supe- 
rieures ; tarses toujours ä cinq articles. 

Familie 8. Phryyanides (papilionacees), enthsdtend Ephemera 
und Phryganea. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 17 

T. XII. und XIII. enthalten die ausführliche Beschreibung 
von Körper und Lebensweise für die Familien (hier von beson- 
derer Ausführlichkeit^ , die Gattungen und Arten , alles in der 
schon angegebenen Folge. 

Am Schlüsse dieser Ordnung treten Latreilles Bedenken auf 
und er gibt : 

Observations sur cet ordre. 

La methode que nous avons suivie est sous bien des points 
artificielle. II faudrait peut-etre , pour moins s'eloigner de la 
nature, disposer les faniilles dans cet ordre : 

* Larves et nymphes se rapprochant, quant aux formes, de 

l'insecte parfait, agiles, 
f Larves et nymphes vivant hors de Teau. 
{Termitines, panorpates.) 
ff Larves et nymphes vivant dans l'eau. 

(Libellulines ; le genre ephemere) 
** Larves et nymphes , differant souvent beaucoup de Tin- 

secte parfait ; nymphe fixe, non ambulante. 
f Larves et nymphes vivant hors de Teau. 
(Fourmillions, hemerohins. ) 
ff Larves vivant dans Teau. 

[Megalopteres, perlaires, et le genre frigane) 
Les termes ont de grands rapports avec les orthopteres ; les 
psoques ont les ailes des hymenopteres ; • . • 

Vergleicht man Latreilles verschiedene Versuche, seine oder 
vielmehr Linnes Neuroptera systematisch zu gruppieren , so sieht 
man viererlei : 

1 . Seine Grundlagen für seine Arbeit sind mit geringen 
Ausnahmen groß genug , um ein für jene Zeit hervorragendes 
System , ja vielleicht sogar schon das System B r u 1 1 e s und 
Erichsons zu schaffen , besonders wenn man seine recht ein- 
sichtige Beschreibung der Mundteile , wie sie sich in den Be- 
sprechungen der Familien und Gattungen findet, hinzunimmt. 

2. Hiermit wäre eine völlige Auflösung seiner Ordnung 
Neuroptera eingetreten , und an diese wagte er sich nicht heran, 
denn er kam nie wieder auf seine Ordnung Crypiodonta (Odonata) 
zurück. 

3. In seiner 1. Gruppe* (mit unvollkommener Verwandlung) 
braucht man in der ersten Abteilung f nur die Panorpaten 
zu streichen, von deren Larven Latreille überhaupt nichts wußte, 
und den Rest Termiten mit seinen Orthopteren zu ver- 
einigen , wie er es selber für richtig hält , und in der zweiten 
Abteilung ff mit Hinzunahme der P e r 1 i d e n , deren Verwand- 

Stettiner Entomologische Zeitung, Heft I. 2 



18 Stettiner Entoiuologische Zeitung. 76. 1915. 

lung er falsch beschreibt, entweder die Libellen als Crypto- 
d n t e n , die Ephemeren als E d e n t e s und die P e r 1 i d e n 
(auf Grund der von ihm in der Familiencharakteristik angegebenen 
Merkmale) als 3 Ordnungen aufzustellen , oder die Libellen 
und E p h e m 6 r i d e n tils eine Ordnung nach ihren kurzen Fühlern 
(man vergleiche unten SubuUcornia !) und die P e r 1 a r i e n als 
andere Ordnung zu betrachten , oder alle 3 Familien zusammen 
als 1 Ordnung (siehe später Pseudonmroptera Erichs. , Orthoptera 
amphibiotka Gerst.) aufzufassen, um eine reinliche Scheidung nach 
der Orthopteren-Seite zu erhalten. 

Ähnlich braucht man in seiner zweiten Gruppe ** (mit voll- 
kommener Verwandlung) nur noch die Gattung Phryganea (ohne 
Epliemera) als Edentes (aber mit anderem Namen) und Schmetter- 
lingsartige ( wie aus seiner Charakteristik folgt ; siehe auch 
später Trkhopteva Kirby) zu einer Ordnung zu machen, ebenso die in 
* fälschlich untergebrachten P a n o r p a t e n zu einer Ordnung zu 
machen , um auch nach der Lepidopteren-Seite Klarheit 
zu gewinnen. 

Dann bleiben als echte N e ii r o p t e r e n Founmllions, heme- 
robius , megalopteves (und die von Panorpa abzulösenden N e m o - 
p t e r e n , dazu die in den Orthopteren steckenden Mantispiden) 
übrig, d. h. die große Gruppe, die schon 1832 Brülle die 
wahren Neuropteren (siehe jedoch : Brülle p. 21 in dieser 
Arbeit) nannte und heute von Handlirsch als Unterklasse 
NeuropterokJea mit den 3 Ordnungen Megaloptera (Latr.) Hdl., 
RaphkUoklea Hdl. , Neuroptera Hdl. entwicklungsgeschichtlich ab- 
geleitet ist. 

4. Ihm fehlte für die Gewinnung dieser Gruppen die ge- 
nauere Kenntnis der Mundteile und ihrer Homologieen, völlig die 
Kenntnis des Geäders und seiner Homologieen und endlich alle 
und jede paläontologische Insektenkenntnis. Daraus folgt sein 
fortwährendes Tasten und Schwanken, denn er sah wohl ein, was 
fast bis heute allen Systemkünstlern eine verborgene Weisheit 
geblieben ist, daß man auf ein einziges Merkmal, es sei welches 
es sei, keine großen Gruppen, keine Klassen, Unterklassen, Ordnungen, 
ja auch nicht Familien, Unterfamilien gründen kann, auch nicht, 
wenn man allmählich immer neue andere Merkmale als einzige 
Trennungskriterien anwendet. Denn es ist denkbar, daß im Laufe 
der Entwicklung der Insektenwelt ein und dasselbe Merkmal un- 
abhängig mehrfach sich gebildet hat. Er führt selber in einem 
Avertissement in T. V. den berühmten oben bereits angeführten 
Ausspruch Scopolis als seine Richtschnur an. 

Im Jahre 1810 teilte er in Cousideratiou g-euerale sur I'ordre 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Xeuroj^tera Erichs. 19 

naturelle des Crustacees , des Araeliuides et de» luseetes seine 
Xeui'optera in 

Subnlicornes : libellulinae, ephemeridae. Filicomes : panorpatae, 
myrmelionides, hemerohini, megaloptera, mp/tidiae, termitinae, psoquillae, 
perlariae, phryganites. 

Und erst im Jahre 1831 veröffentlicht Latreille eine Drei- 
teilung seiner Xeiifopterci in SiibuUcovnia , Phtiiipenma und 
Flicipenuia , nachdem letztere schon 1813 von Kirby als be- 
sondere Ordnung Trlchopteva abgetrennt waren. 

Mit Latreille ist auf lange Zeit die Höhe der Entomologie 
erreicht. Nur 2 Gedanken sind es , die sich stärker als bisher 
oder ganz neu , Geltung zu verschaffen suchen. Der erste ist 
eine stärkere Betonung der Verwandlung, die schon von Swammerdam 
entdeckt , von Rösel und Degeer benutzt und auch von Latreille 
mit in Rechnung gestellt wurde. Besonders der Engländer Leach 
versuchte die Anwendung desselben 1817. Die Stellung und der 
Umfang der Neuropteren werden hierbei nicht geändert gegen 
Latreille und Kirby. Der zweite ist eine Art entwicklungs- 
geschichtlicher Gedanke von heute nicht mehr geteilter Vorstellung 
einer in Kreisen geordneten Verwandtschaft der Ordnungen und 
Familien ; diese ordnen sich in geschlossenen kleinen (Familien) 
und umschließenden großen (Ordnungen) Kreisen , die aber unter 
sich und mit andern Kreisen Berührungsgemeinschaften haben, so 
daß also schließlich alle Gruppen nebeneinander geordnet und 
untereinander an bestimmten Stellen durch kleine Vermittlungs- 
gruppen Verwandtschaften , unmittelbare oder vermittelte , haben. 
Der Vater dieser cyclischen Systeme ist Mac Leay (1819j. Sein 
System ist recht abenteuerlich , zeigt aber bei einer eingehenden 
Betrachtung mancherlei Überraschungen, auf die hier nicht näher 
eingegangen werden kann, auch für die Neuropteren. Ein Fortschritt 
ist für letztere nicht sichtbar. Seine Anschauungen wirkten noch 
bis in die Vorstellungen Gerstaeckers hinein nach. 

Brülle. 

Wenn man in der Geschichte der Entomologie im allgemeinen 
und der Neuropteren im besonderen selbst bei dem größten Forscher 
der Zeit nichts findet als Umordnen , d. h. Umstellen des alten 
Stoffes innerhalb der alten herkömmlichen Geleise, nur ein unsicheres 
Zweifeln und Tasten trotz eingehender Kenntnisse , so muß man 
wohl schließlich erkennen, daß alle diese Leute und auch Latreille 
keine eigentliche Urteilsfähigkeit und Entschlußkraft besaßen. 

Um so wohltuender berührt es, wenn man plötzlich und fast 
unerwartet auf einen Forscher trifft , der mit klarem Urteil und 



20 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

fester Hand gegen alle Autoritäten in die Systematik der Neuro- 
pteren eingreift und nach dem Stande der damaligen Kenntnisse 
eine mit einigen Ausnahmen treffliche Reinigung der Neuroptera 
L.-Latr. vornimmt. 

Dieser Mann ist Brülle. Seine Gedanken sind 1832 in 
seinem Werke: Expedition scieutiflque de Moree , T. III, 1. F., 
veröffentlicht, und zwar p. 98 unter der Überschrift : Dictyopteres. 
Observations snr cet ordre d'insectes et snr eeliii des Neuropteres, 
aux depens duquel il est forme .... und p. 275 unter der 
Überschrift : Neuropteres. 

Unmittelbar an seine Arbeit schließt sich die spätere gründ- 
lichere Arbeit Erichsons an, die von Brulles entschiedenem Vorgehen 
z. T. sogar ttbertroffen wird. Natürlich ist auch hier wieder 
zu beachten, daß Brülle dieselben Kenntnisse fehlten, dere;i Mangel 
bei Latreille festzustellen war und auch bei Erichson Avenigstens 
auf entwicklungsgeschichtlichem Gebiet noch vorhanden ist. 

Seine Gedanken sind z. T. so treffend ausgesprochen , daß 
man sie einfach wörtlich wiederholen muß : 

„L'ordre des Neuropteres, tel qu'il fut adopte jusqu'ä ce 
jour , se composait d"une suite de familles qui n'avaient pu etre 
groupees dans une meme coupe que par la reunion d'un grand 
nombre de caracteres , dont aucun n'etait commun ä toutes , si 
ce n'est celui d'avoir quatre alles nues ; reticulees ; il n'est pas 
besoin de faire sentir combien un tel caractere a peu de valeur, 
puisque plusieurs autres ordres d'insectes se trouvent dans le 
meme cas, c'est ä dire qu"il s'y voit egalement quatre ailes nues, 
parcourues par des nervures ; nous citerons pour exemple des 
Orthopteres , dont les ailes ressemblent quelquefois ä celles des 
Neuropteres. 

Si l'on examine les diverses familles de ce dernier ordre, 
et si l'on prend en consideration les differences frappantes qu'elles 
presentent ; principalement sous le rapport des metamorphoses, 
on sera difficilement de Favis de notre plus celebre entomologiste, 
qui s'exprime ainsi dans un de ses ouvrages : „Ces remarques sur 
la transformation des Neuropteres consolident l'etablissement et 
la suite des familles qui remplissent cet ordre". Malgre l'autorite 
d'un si grand maitre, et tout le respect que l'on doit avoir pour 
ses opinions, on ne peut s'empecher de regarder l'ordre des Neuro- 
pteres , tel qu'il l'adopta , comme un des moins naturels ; c'est 
ce que nous esperons prouver par l'examen des differentes familles 
qu'on y avait si confusement entassees". 

Er bespricht die Neuropteren bei Linne, Geoffroy, Fabricius 
und zeigt, wie Latreille auf Linne zurückgeht und als Charaktere 
die 4 nackten und meist gleichen Flügel aufstellt. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 21 

Brülle zeigt dann, wie die Neuroptera L. leicht und ungezwungen 
durch die wichtige und zu sehr vernachlässigte Verwandlung in 
2 natürliche Gruppen sich gliedern , wie gerade die Aufnahme 
von Tieren mit unvollkommener Verwandlung {Mwdispa und Ea- 
phidia : diese falsch von ihm beurteilt, Termes und Psocus) in die 
Familie Planipennia Latr. diese zu einer unnatürlichen Gruppe 
mit aus diesem Grunde unzulänglichen und falschen Merkmalen macht. 

Zunächst stellt er fest , daß die Suhiilicoruien , Libellen 
und Ephemeren, unter den Neuropteren mit unvollkommener 
Verwandlung durch ihre Lebensweise , wie schon Reaumur zeigte, 
eine scharf abgegrenzte eigene Gruppe bilden und sich durch ihre 
ganz besondere Art der Verwandlung sowohl von den übrigen 
Neuropteren, wie auch von den Orthopteren trennen. 

Er faßt sie als eigene Ordnung: Dictyopteres (1798 von 
Clairville für Neuroptera gebraucht) , also Netzflügler , zusammen. 
Er fügt ihnen noch die Familie der P e r 1 i d e n hinzu, da neuere 
Untersuchungen die Verwandlung der N e m u r e n als gleichartig 
mit derjenigen der Dictyopteren erkennen lassen. 

Damit zerfällt das System Latreilles, die S u b u 1 i c o r n i e n 
und Perliden bilden eine Ordnung , ähnlich wie Bnriueister 
1829 sie bildete , und etwa so wie Erichson sie als Pseado- 
ueuroptera, genauer Gerstaecker als Zunft OrfJiopteva aniphi- 
hiotica aufstellte. Die Planipennien sind ebenfalls schon be- 
schädigt. 

Weiter zeigt er, wie die Plauipeuuien eine unnatürliche Gruppe 
sind. Er reinigt sie teils durch die Entfernung der Perliden, 
teils durch die nun von ihm vorgenommene Ablösung der mit 
unvollkommener Verwandlung, eigenartiger Netzaderung der Flügel 
und den Mundteilen der Orthopteren ausgestatteten Termiten 
und E m b i d e n als neue Ordnung Isopteres , teils durch Ein- 
fügung der Psociden und von Mardispa und RapMdia (beides 
bekanntlich völlig verkehrt) in die Ordnung der Orthopteren. 

Endlich behält er nur die Panorpaten, deren Verwand- 
lung auch ihm noch unbekannt ist, die Myrmeleoniden und 
H e m e r b i d e n als echte Neuropteren , als Ordnung vrais 
Neu ropf eres (Brülle) übrig, da er auch die P 1 i c i p e n n i e n Latr. 
nach dem Vorgange von Kirby und Leach als Ordnung THcho- 
pteres abtrennt. 

Nach dieser Reinigung der Neuroptera L. gibt Brülle eine 
entsprechende Zusammenfassung und eine Charakteristik seiner 
Ordnung Dictyoptera. Endlich folgt bei Besprechung seiner echten 
Neuroptera eine etwas ausführlichere Diagnose dieser. Die Ordnung 
Trichoptera wird nicht weiter besprochen, ebensowenig die Ordnung 
Isoptera und die den Orthoptera zugesellten Gruppen. 



22 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Orcio Dictijoptera Bru. — Metamorphosis subincompleta : 
larva et pupa agiles , subsimiles , praedatores , aquaticae ; pupa 
alarum rndimenta gerens : imago a praecedentibus distincta, alata, 
terrestris, in liumidis locis victitans. Alae 4 membianaceae, nervis 
numerosis reticulatae, inter se saepissime aequales. Os mandibulis 
maxillisque ; maxillis latere externo galea instructis ; palpis inter- 
diim nuUis. 

ün retrouve dans quelques-uns (les Subulicornes) la galete 
des Orthopteres , et point de palpes ; la galete semble donc en 
remplir les fonctions. 

NB. Huius ordinis familiae sunt tres : LibeUulinae, Ephemerinae, 
Perlariae, Latr. 

Netiropteres. Insectes ä metamorphoses completes. Tous sont 
terrestres dans leiirs trois etats (au moins ceux dont on connait 
les transformations) ; leurs larves se nourrissent d'autres insectes, 
qu'elles saisissent par ruse (les Fourmilions), ou dont elles n'ont 
que la peine de semparer (les Hemerobesi, ayant ete , par une 
prevoyance toute particuliere de la mere, deposees ä Tetat d"oeuf 
au milieu meme de leur proie. II existe beaucoup danalogie 
entre la bouche des Fourmilions et celle des Hemerobes, et l'on 
doit regretter que les metamorphoses des Panorpes et des Asca- 
laphes soient encore ignorees ; car peut-etre ne se rapporteraient- 
elles pas si facilement ä celle des insectes aupres desquels on 
les place , quoique cependant ce soit l'opinion la plus probable. 
Dans tous les cas, les Fourmilions et les Hemerobes feront toujours 
partie du meme groupe , Tensemble de leur Organisation et de 
leurs habitudes les rapprochant beaucoup les uns des autres. 

La famille des Planipennes de M. Latreille , etant ainsi de- 
venue un ordre ä part, ne peut plus etre maintenue ; Tordre des 
Neuropteres pourra se subdiviser en familles qui correspondront 
aux sections etablies par ce savant dans les Planipennes. Ce 
seront : 

1. les Panot'pites , renfermant les genres Nemoptera (noch 
immer) , Bittacus et Panorpa (le genre Bcn-eus Latr. devant sans 
doute ä lui seul constituer une famille) ; 

2. les Mf/nneleonifes, composes des genres Mijrmdeo Fabr., 
Ascalaphus Fabr. 

3. les Hemei'ohites, genres Hemerohhis Linn., Osmylus Latr., 
Nymphes Leach. 

Alle anderen systematischen Versuche , die sich mit den 
Neuropteren beschäftigen, beschränken sich darauf, das, Avas 
Latreille geschaffen hatte, umzuformen, d. h. die Abteilungen der 
JSeuroptera L. in verschiedener Zusammenstellung zu ordnen, immer 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Nenroptei'a Erichs. 23 

nach diesem oder jenem bevorzugten oder für richtiger gehaltenen 
Einzelmerkmal. 

Der Grund für den auffallenden Stillstand der Entomologie 
jener Zeit , und leider so häufig auch in unserer Zeit , ist eine 
merkwürdige Oberflächlichkeit in der eigenen Untersuchung. Die 
Arbeiten von Fabricius und Latreille u. a. wurden immer wieder 
abgeschrieben, Buchweisheit trat an die Stelle des Naturstudiums. 
Und so konnten keine Fortschritte entstehen. Weder das Studium 
der Mundteile und des Flügelgeäders , noch das der inneren Or- 
ganisation, noch dasjenige der Metamorphose vertiefte sich. Die 
Gruppe der Neuropteren blieb vernachlässigt ; dem Studium der 
Insektenpaläontologie fehlte jegliche Grundlage. 

Burmeister. 

Ein wesentlicher Fortschritt, der aber doch mit einem ebenso 
wesentlichen Rückschritt verbunden war , tritt mit dem vierten 
großen Entomologen auf : Buriiieister , der ein Avissenschaftlicher 
Forscher von großer Gründlichkeit und umfassendem Wissen und 
ein Genie war, aber als ein Kind seiner Zeit dieser seinen Tribut 
zahlte und damit den weiteren Stillstand der Entomologie ver- 
schuldete. Allerdings rief sein System bald Gegner, neue Unter- 
suchungen und heftige Erörterungen, ein neues Studium der Neuro- 
pteren hervor. 

Burineister lebte in der Zeit der Naturphilosophie , welche 
das entwicklungsgeschichtliche Moment in ihrer Art spekulierend 
ohne eigentliche Vorkenntnisse behandelte. Man ha-tte keine Ahnung 
von Insektenpaläontologie und siichte entwicklungsgeschichtlich 
die Insektenordnungen voneinander in gerader Linie oder in sich 
berührenden Kreisen abzuleiten. Zugrunde legte man Gedanken, 
welche die Natur in den vorhandenen Formen hatte zur voll- 
endeten Ausführung bringen wollen. 

Diesen Ideen hatte sich Burmeister ganz verschrieben und 
in genialer Auffassung und Beherrschung des gesamten Stoffes 
schuf er nun ein auf dieser Entwicklung ruhendes natürliches 
System der Kerfe, indem er zugleich alle leitenden Gedanken der 
Natur aufdeckte und klarlegte. Entschlossen und konsequent 
führte er seine Arbeit, den Nachweis dieses angenommenen Natur- 
gedankens, selbst gegen seine früheren Ansichten und gegen seine 
bessere und richtige Erkenntnis durch. Es ist zugleich erfreulich, 
an der Hand eines so kundigen Führers die mannigfaltigen einzelnen 
Gruppen der Neuroptera L. zu durchwandern, und betrüblich, mit 
ihm und durch seine Schuld nicht nur die Neuropteren , sondern 
das ganze Insektensystem auf ein totes Geleise geschoben zu 



24 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

sehen, während er in der Tat ganz dazu berufen schien, wenigstens 
im Rahmen der damaligen Kenntnisse endlich ein natürliches 
System zu schaffen. 

Die entwicklungsgeschichtliche Idee der Naturphilosophie wird 
von Burmeister in seinem Haiulhiich der Entomologie IL Bd. 1. Abt. 
1835, p. 27 — 40 so eingehend erläutert , daß man ein ziemlich 
klares Bild von jener Vorstellung erhält , die er nun für die In- 
sekten konsequent ausbaut und somit doch zu einem Fortschritt 
in der Entomologie gestaltet. Denn hierdurch wurden einerseits 
die Entomologen in der Tat endlich von dem unfruchtbaren 
Kleben am Einzelmerkmal befreit und auf eine allgemeine Be- 
trachtung der Gesamtorganisation hingewiesen. Andererseits machte 
man sich mehr und mehr mit dem Gedanken einer Entwicklungs- 
geschichte der Insekten vertraut , wenn auch hier noch dauernd 
falsche Resultate entstanden infolge des Fehlens einer wirklichen 
paläontologischen Grundlage. 

„Zwiefach ist die tierische Wesenheit, insofern sie die Organe 
der Pflanze mit denen der Tiere in sich vereinigt. Hiernach 
zerfällt das Tier zunächst in einen vegetabilischen und einen 
animalischen Teil. Aber die animalen Funktionen sind wieder 
zwiefach, Bewegung und Empfindung, so daß man als den Charakter 
der tierischen Organisation die Zusammensetzung aus vegetabeln, 
Bewegungs- und Empfindungsorganen betrachten kann." 

Hieraus folgert er die Dreiteilung des Körpers in Rumpf, 
Gliedmaßen, Kopf und die dreifache stufenweise Entwicklung des 
Tierreiches in Rumpf tiere oder Bauchtiere Gastrozoa, Gliedmaßen- 
tiere oder Gliedertiere Arthrozoa und Kopftiere oder Rückgrat- 
oder Knochentiere Vertebrata s. Osteozoa. Und hieran knüpft 
er die Notwendigkeit der Verwandlung der Kerfe , „insofern der 
Entwicklungsgang des Individuums derselbe sein muß , wie der 
des Tierreiches bis zu der Stufe , auf welcher das Individuum 
steht; denn über beide walten ja gleiche Entwicklungsgesetze." 

In der Gruppe der Arthrozoen wird die Idee der Gliedmaßen- 
bildung, ausgehend von Kiemen, bis zur höchsten Vollendung bei den 
Kerfen oder Insekten in der Bildung der Füße und Flügel geführt. 
Das Streben der Natur ist, sich von der tieferen Stufe zur höheren 
zu erheben , doch lehnt sich die Natur gegen ihr eigenes Gesetz 
durch äußere Einflüsse wie Aufenthaltsort und Lebensweise auf, 
so daß infolge dieses Kampfes die gewollte Idee nicht oder nicht 
ganz erreicht wird in sogenannten Durchgangsformen mit einer 
gewissen Gesetzlosigkeit der Form. In diesen Durchgangsgruppen 
reißt sich gewöhnlich der tierische Organismus vom Wasser, dem 
Aufenthaltsorte niederer Formen , zum Land- und Luftleben los, 
in ihnen zeigt sich ein Schwanken der Organisation. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 25 

Somit müssen die Insekten eine Metamorphose durchmachen 
als Wiederholung der früheren Tierstufen, aber auch sie muß, da 
ja alle Organisation eine Sukzession von Entwicklungsstufen be- 
dingt, gradweise verschieden sein, und auf eine Gruppe mit un- 
vollkommener Verwandlung : Heuihnetahola muß eine höhere 
mit vollkommener Verwandlung: Holotnetabola folgen. Die Hemi- 
metabola haben zugleich einen netzförmigen Typus der Adern 
und entweder eine niedere Form der Mundteile: saugende, einen 
Schnabel : Ordnung lihynchota (Wanzen usw.) oder eine höhere, 
weil freie. Form: beißende: Ordnung Otpnuoguatlia (Ortho- 
pteren, N e u r p t e r e n) , beide Ordnungen mit homonomen 
oder heteronomen Flügeln. 

Die Holometabola haben zugleich einen einfach ästigen 
Typus der Flügeladern, entweder gleichartige Flügel mit vorzugs- 
weise saugenden Mundteilen und verwachsenem Thorax : AHtliftta 
(Fliege n) , Piezata d m m e n) , Glo.ssafa (Falte r ) oder un- 
gleichartige Flügel mit beißenden Mundteilen und getrenntem Fro- 
thorax : Elenthevala (Käfer). 

Überall soll sich die Idee der fortschreitenden Entwicklung 
aussprechen , und es ergibt sich somit , immer die Richtigkeit 
vorausgesetzt, in der Tat ein natürliches System, dessen leitende 
Idee sich innerhalb der Ordnungen wieder ausspricht. Besonderen 
Wert legt er auf die Einheitlichkeit der Ordnung Ginnnognaiha : 
alle Tiere derselben : Anoplura, Thysanura, Orthoptera, Xeuroptem, 
Dictyotopiera , Trichoptera verbindet ein gemeinsamer Grundtypus, 
was auch durch das Gleichgewicht der Zahl der Arten bestätigt 
wird (d. h. nach ihm). Dieser Grundtypus ist die Hemiinetabolie, 
d. h. die Homonomität der Verwandlungsstufen, die sämtlich gleich 
sind , insofern man in der Larve schon die Gestalt des voll- 
kommenen Insektes erkennt. Die letzten Zünfte der Gymuo^uatheu : 
Plfaripenitia und Tvichoplera haben zwar ein Puppenstadium, 
aber in der Larve erkennt er auch bei ihnen deutlich das Insekt ; 
und daher stehen diese Zünfte an der Grenze der Kerfe mit un- 
vollkommener und vollkommener Verwandlung, sie sind eben eine 
Durchgangsgruppe und für sein System eine notwendige Zwischen- 
oder Übergangsgruppe. Und da er den Unterschied zwischen den 
früher von ihm Dictyotoptera genannten Libellen usw. und den 
Neuroptera geiutina ganz genau kennt , so sieht er gerade in 
den Gyiiiuoguatheu eine in aufsteigender Linie sich 
vervollkommnende Ordnung, die untrennbar ist, 
die zwar weniger streng an eine typische Form, 
wohl aber ebenso bestimmt an die typische Idee 
gebunden ist. 

Um Burmeisters Ideengang richtig zu verstehen , muß man 



2ß Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

schließlich noch seine Vorstellung von unvollkommener und voll- 
kommener Verwandlung kennen. Er sagt darüber selber: „Das 
Wesen der Kerfe mit unvollkommener Verwandlung besteht in 
der Homonomität ihrer Metamorphosenstufen. Nicht die ruhende 
nahrungslose Puppe , welche man gemeiniglich als Charakter der 
Kerfe mit vollkommener Verwandlung anzuführen pflegt , ist es, 
die das physiologische wahrhaft natürliche ünterscheidungsmoment 
liefert , sondern vielmehr die durchgreifende Verschiedenheit der 
gesamten Organisation in den aufeinanderfolgenden Lebensperioden. 
Ein solcher Unterschied fällt bei den Kerfen der demnächst zu 
betrachtenden Gruppe fort." 

Eine genaue Betrachtung seiner neuen Ordnung und ihrer 
Begründung zeigt überall Widersprüche , Willkürlichkeiten neben 
vollkommen klarer Einsicht in die wahren Verhältnisse, die z. T. 
erst durch ihn erforscht oder doch aufgeklärt worden sind. 

Auch er hatte schon 1829 die Unhaltbarkeit der Ordnung 
Neuroptera L. erkannt und in seiner Schrift : „De insectoriiin 
systemate uaturali" eine Aufteilung (ähnlich wie Brülle) in 
2 Gruppen : Diclyotoptera und Xeiiropfera geunina vorge- 
nommen. Die naturphilosophischen Spekulationen machten ihn 
aber jedenfalls befangen , und da er die Homologieen der Mund- 
teile nicht kannte , im Studium des Geäders über einige , aller- 
dings, den Meister kennzeichnende, Anfangsbetrachtungen nicht 
hinaus kam, die Verwandlung der Neuropteren nicht genügend 
bekannt war, ließ er sich zu übereilten Schlüssen hinreißen, in- 
dem er die Verwandlung sämtlicher Neuropteren für hemimetabol, 
die Mundteile der Orthopteren und Neuropteren für gleichgebildet 
und das Geäder bei beiden unterschiedslos für netzförmig erklärte. 

So war ihm die Trennung der Gymnognathen in mehrere 
Ordnungen unmöglich. Er nennt ihre Charaktere „sehr bestimmt", 
■widerruft aber eigentlich diese Behauptung, wenn er sagt: „Die 
zweite (Gymnognatha) ist indes als eine Durchgangsgruppe weniger 
streng an eine typische Idee gebunden." (Siehe vorher S. 25.) 

Die Diagnose der Ordnung Gymnoguntlui ist wie folgt : 

„Metamorphosis incompleta; instrumenta cibaria libera, sae- 
pissime mordentia; maxillae basi connatae cum labio." „Unter 
dieser Definition vereinigen wir alle Insekten mit unvollkommener 
Verwandlung , deren Mundteile nicht in einen Schnabel um- 
gestaltet, und, mit Ausnahme einzelner Familien und Gattungen, 
mehr zum Beißen als zum Saugen bestimmt sind." „Wegen 
der bedeutenden Verschiedenheit der äußeren 
Formen kann die allgemeine Schilderung dieser 
Gruppe nur wenige Momente berühren." 



Krüger, Nenroptera. I. Neiiropfera L. bis Neuroptera Erichs. 27 

In der Kopfstellung und den Nebenaugen findet er 
keine a 1 1 g e.m eine Übereinstimmung, in den M u n d - 
teilen eine gewisse Schwankung, die sich von fast 
gänzlicher Verkümmerung i Phryganeen ) durch mehrere 
Stadien bis zur typischen Heuschrecken-Mund- 
b i 1 d u n g mit hornigen gezähnten Kiefern, mehrgliedrigen Tastern 
u^nd vollkommen 4-geteilter Unterlippe und andererseits bis zur 
typischen Planipennien -Mundbildung mit häutigen, 
zahnlosen, gewimperten Unterkiefern und — ungeteilter Unterlippe 
hinzieht. Beim Thorax ist nur die Absonderung des Prothorax 
gemeinsam. Von den Flügeln sagt er: „In diesen Organen 
herrscht eine so große Mannigfaltigkeit, daß es 
außer der gewöhnlich recht deutlich netzförmigen Verteilung der 
Adern kaum ein Merkmal gibt, das sich als allgemeines betrachten 
ließe ; eben deshalb kann auch nichts mehr von ihnen gesagt 
werden. Wollte man aber die Verschiedenheit ihres 
Baues zur Trennung dieser Gruppe in Ordnungen 
anwenden, so würde man so viele Ordnungen er- 
halten, als wir in der Folge Zünfte, denn deren 
Mitglieder allein haben in der Hauptsache gleiche 
F 1 ü g e 1 b i 1 d u n g. " 

In der Verlegenheit , gemeinsame Merkmale zu finden , führt 
er als Eigentümlichkeit seiner Ordnung das Auftreten von Sprung- 
beinen und Raubfüßen bei einzelnen Gruppen an. Auch die 
T arsenzahl ist überall verschieden. Das Vorhanden- 
sein von Hinterleibsan hängen ist ebenfalls ungleich. 
Und endlich zeigen die inneren Organe wieder, so weit ihm 
bekannt war , die größten Unterschiede, besonders in 
den Gallengefäßen: .,Was diese betrifft, so gibt es keine 
Insektenordnung, welche so viele Verschieden- 
heiten an ihnen darböte, als die vorliegende . . . 
Vier haben die Mallophagen, Thysanuren, Nagerkerfe und Tricho- 
pteren. Acht Gallengefäße haben, so weit die Beobachtung reicht, 
einige, vielleicht alle Planipennien. Zahlreiche kurze Gallengefäße 
kommen den Orthopteren , Dermatopteren , Subulicornien und 
Sembloden zu." Ähnliches findet er in Mangel oder Vorhanden- 
sein des Kaumagens. Auch in der Lebensweise weiß er 
nichts Übereinstimmendes zu berichten. 

Uiul welchen Schluß zieht er aus so viel Lustiiumig-keiten! 
Die Antwort liegt in folgender Betrachtung Burmeisters: „Kommen 
wir nun zur Systematik dieser Ordnung , so sollte billig 
zuerst die Vereinigung aller beißenden Insekten 
mit unvollkommener Verwandlung in eine Haupt- 
gruppe, welche bisher von keinem Naturforscher versucht 



28 Stettiner Entoinoiogische Zeitung. 76. 1915. 

■worden ist , als notwendig nachgewiesen werden; 
ivir lassen indeß eine solche Erörtenmg- g-auz falleu, und fordern 
jeden, der au die Vereinigung nicht g-lauben will (!), hiermit auf, 
veruüuftig-e und haltbare Unterschiede anzudrehen , wodurch sich 
eine Trennung rechtfertigen ließe." Dies ist denn auch bald 
geschehen. 

In seiner Einteilung in Zünfte trennt er zunächst die Physo- 
poden ab und unterscheidet dann als Tiere , deren Pupa agilis 
und sifojiliaga ist : 

M a 1 1 o p h a g e n , T h y s a n u r e n ; — 

Orthopteren, Dermatopteren, mit heteronomen 
Flügeln (Vorderflügel lederartig) ; — 

C r r d e n t i e n , S u b u 1 i c o r n i e n , S e m b 1 o d e n , alle 
drei mit h o m o n o m e n , häutigen Flügeln — 
vxnd als Tiere, deren Pupa quiesceus und asitophagu (alae ima- 
ginum hovioiwmae) ist : 

Trichopteren, Planipennien. 

Die N e u r o p t e r a L i n u e s umfassen folgende Zünfte mit 
ihren Familien : 

Cor roden fift : Tevmitina, Emhklae, Coniopterygidae, Psocina. 
Siibitlicornia : Ephemerina, LiheUuluia. 
Ph'coptern : Semhlodea (Perliden). 
Trichopierfi : Phryganeodea. 

Phniipennia : Sialidae, Panorpina, Bhaphidiodea, Megaloptera (Heme- 
robidae, Myrmeeoleontidae) . 

Von ihnen stehen die C o r r o d e n t i e n nach Burmeister 
durch ihre Mundteile und Lebensweise (Larven Landbewohner, 
Puppe beweglich) den eigentlichen Orthopteren mit heteronomen 
Flügeln näher, wenn sie auch durch homonome Flügel von ihnen 
sich entfernen und den übrigen Zünften mit homonomen Flügeln 
sich anschließen. Die S u b u 1 i c o r n i e n und Plekopteren 
sind durch ihre bewegliche Puppe und ihre Mundteile eigentlich 
Orthopteren , aber ihre homonomen Flügel und amphibiotische 
Lebensweise machen sie zu dem geforderten Übergangsglied vom 
Orthopterentypus zum Neuropterentypus der Planipennien 
und Trichopteren. 

In einer Übersicht gibt er für diese Zünfte folgendes Bild : 

IL Os mandibulatum, tarsi unguiculati. 
A. Pupa agilis, sitophaga. 
b) Autotrophi omnes. 

ß) Imagines saepissime alatae, tarsi 3 — 5 articulati. 
b) alae homonomae, anteriores membranaceae. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 29 

aa) larvae pupaeque terrestres . 6. Corrodentia. 
ßß) „ „ aquaticae : 

* antennae imaginum brevissimae ; os palpis 

destitutum 7. Suhulicornia. 

** antennae imaginum elongatae ; os palpis in- 

structum 8. Semhlodea. 

B. Pupa quiescens , asitophaga. Alae imaginum homonomae. 

a) larvae pupaeque aquaticae 9. Trichoptera. 

b) „ „ terrestres 10. Planipennia. 

Eine zweite Übersicht ist insofern als „Supplement" zur 
vorigen zu betrachten , als sie „bloß e situ , numero et figura 
partium entnommen ist". Sie ist aus einer Verteidigung Bur- 
meisters gegen Erichson in Germars Zeitschrift für die Ento- 
mologie II. p. 19, 20. 1840 genommen. 
IL Oberkiefer allermeist hornig, Füße mit Krallen. 
B. Mit Flügeln. 

b) Flügel homonom. 

«) Unterkieferkaustück hornig und gezähnt. Helm taster- 
förmig, 2gliedrig. 3 — 4 Fußglieder. 
05«) Hinterflügel, wie die vorderen, aus einem Haupt- 
felde gebildet. 

0. Mit Tastern (4 — ögliedrigen) an dem Unter- 
kiefer. Fühler lang, vielgliedrig. 

6. Corrodentia. 

00. Ohne Taster an Unterkiefer und Unterlippe. 

Fühler kurz , fein , borstenförmig , 3 — 6- 

gliedrig 7. Subulkornia. 

ßß) Hinterflügel bestehen aus 2 Hauptfeldern , die vor- 
deren aus einem. Oberkiefer und Kaustück ziemlich 
weich, aber noch gezähnt. Unterkiefertaster ögliedrig, 
Unterlippentaster 3gliedrig. Fühler lang, vielgliedrig. 

8. Semhlodea. 

ß) Unterkieferkaustück häutig, ungezähnt, lappenförmig, 

am Rande gewimpert; ebenso der Helm. Stets 5 

• Fußglieder. 

aa) Oberkiefer verkümmert. Vorderflügel aus einem, 

Hinterflügel aus 2 Hauptfeldern gebildet. 

9. Trichoptera. 

bb) Oberkiefer stark , kräftig und hornig. Beide 

Flügel in der Regel aus 1 Hauptfelde gebildet 

(Sialiden ausgenommen) . . .10. Planipennia. 

In ausführlichen Zunft- und Familienbeschreibungen werden 
alle morphologischen und biologischen Verhältnisse so vollständig 



30 Stettiner Eutomologische Zeitung. 76. 1915. 

wie damals möglich betrachtet und die systematische Stellung 
vergleichend und eingehend gewürdigt. 

Für jede Zunft gibt Burmeister eine kurze Diagnose , die 
interessant ist durch das, was sie sagt, noch interessanter durch 
das, was als Gegensatz zu den übrigen jedesmal fortgelassen ist, 
am interessantesten aber durch das, was sie verschweigt. Denn 
das letztere enthält alle Unstimmigkeiten , die seine Zünfte als 
unnatürliche Gruppen kennzeichnen, die ihm allesamt wohlbekannt 
.sind, aber von ihm gerade als diejenigen Momente bewertet werden, 
welche die Zugehörigkeit zu seiner Ordnung Gynvtognatha einer- 
seits und die Übergänge zu und innere Verwandtschaft mit den 
benachbarten Zünften beweisen. 

C'oi'vodeutia Burm. Nagerkerfe. 

„Alae membranaceae, homonomae, venis transversis pauciori- 
bus vel nullis. Mandibulae magnae corneae, corrosivae ; maxil- 
larum mando Cornea, in apice dentata. Pedes ambulatorii, tarsis 
2 — 5 articulatis." 

„Die Mitglieder dieser Zunft zeigen große Verschiedenheiten 
in einzelnen wichtigen Organen und können daher nur dürftig im 
allgemeinen geschildert werden.'" 

Das heißt, sie gehören nicht zusammen. In der Tat unter- 
scheiden sich die Coniopterijgidae Burm. von allen übrigen der- 
artig nach den schon Burmeister bekannten Charakteren , daß es 
eigentlich rätselhaft ist , daß er sie nicht schon zu den Plani- 
penuieu gestellt hat. Nach ihm haben sie perlschnurförmige 
Fühler, ungezähnte Unterkiefer, ögliedrige Kiefertaster, Sgliedrige 
Lippentaster, ungeteilte (von ihm sogar hervorgehoben) 4 eckige 
Unterlippe , von mehr Adern durchzogene Flügel , die den Körper 
in der Ruhe dachförmig decken , ögliedrige Tarsen. Die Larve 
ist ein Blattlausfresser nach Haliday, was er allerdings bezweifelt. 
fSie sind echte Neuropteren, wie Westwood und später Erich- 
s n feststellten. 

Alle andern Corrodeutieu nähern sich den Orthopteren , von 
denen sie sich aber in anderer Hinsicht wesentlich unterscheiden. 

Siihalicovnkt Latr. Pfriemenhörner. 

„Alae homonomae membranaceae, venis transversis numero- 
sissimis reticulatae. Partes oris difformes , palpis vero nullis ; 
tarsi 3 — 4 articulati. Larvae aquaticae, branchiopneustae, nudae." 

„Diese Gruppe bildet ein passendes Übergaugsg-lied von den 
vorhergehenden Zünften zu den folgenden. Denn so wie sich 
zumal die Termiten und E m b i d e n innig durch ihre Mund- 
bildung an die Orthopteren anschließen, ja kaum von diesen 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 31 

darin abweichen , ebenso genau hängen die Subulicornen 
durch ihre Flügelbildung mit den vollkommensten der sogenannten 
Neuroptera zusammen (natürlich in Burmeisters Auffassung !). In- 
deß svürde dies nur analoge Verhältnis keine Verwandtschaft mit 
der Zunft der Nagerkerfe bedingen, wenn nicht die letzte Familie 
derselben (Psocina) durch den Mangel der Lippentaster so innig 
mit den Subulicornen, denen ja beide Tasterarten fehlen 
(Burmeisters Auffassung !) verbunden wäre. Dazu kommt noch, 
daß diejenigen Subulicornen , welche im vollendeten Lebensalter 
ausgebildete Mundteile behalten (die L i b e 1 1 u 1 i n e n), ebenfalls, 
gleich den Nagerkerfen und Gradflüglern , ein horniges stark- 
gezähntes Kaustück an den Unterkiefern und eine gespaltene Unter- 
lippe besitzen; Charaktere, die nach ihnen nur noch unvollkommen 
bei den S e m b 1 o d e n (Perliden) vorkommen , vielmehr sich bei 
den übrigen Zünften auf die Weise verändern, daß der 
Unterkiefer in einen häutigen, zahnlosen, am Rande gewimperten 
Lappen endet (nach Burmeisters unvollkommener Beobachtung !), 
und die Unterlippe eine ungeteilte Lamelle darstellt. Nur die 
zunächstfolgende Zunft der S e m b 1 o d e n zeigt noch ein etwas 
horniges, härteres Kaustück . . . Hiernach scheint es also hin- 
reichend begründet , wenn wir diese Zunft am bezeichneten Orte 
einschieben , und sie m i t der vorigen als die Durch- 
gangsabt eilung ansehen, in welcher die Modi- 
fikation desjenigen Gymnognathentypus, den 
die Orthopteren in seiner höchsten Entwicklung 
zeigen, und zu Avelchem als einleitende und auslaufende Formen 
die beiden Zünfte der Thysamwa und Dermatoptera noch gehören, 
in eine andere zweite Ha uptmodifikation, welche 
von den echten Neur opferen oder Planipennien 
dargestellt wird, übergeht; so daß beide Zünfte 
den auffallenden Sprung vermitteln helfen, w^el- 
clier beim unmittelbaren Über gange von den Or- 
thopteren zu d e n P 1 a n i p e n n i e n , denen wieder als ein- 
leitende Formen die Sembloden und Trichopteren beigesellt werden 
müssen , sich bemerkbar machen würde. Beide (Cor- 
rodentien und Subulicornien) schließen sich durch die Mund- 
bildung an den Orthopterentypus, durch die Flügelbildung an die 
Planipennien , doch so , daß die letztere bei den Subulicornen 
viel vollständiger ist , als bei den Corrodentien , bei welchen sie 
überhaupt keine große Bedeutung hat, wie der Mangel der Flügel 
bei vielen ihrer Mitglieder ausweist ... So glaube ich das Ver- 
hältnis , welches in der ganzen Ordnung der Gymnognathen die 
Mannigfaltigkeit der Organisation bedingt , zur Genüge ausge- 
drückt und den Ort bezeichnet zu haben, in welchem der eine 



32 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Untertypus in den andern übergeht ; dies ist also hier , auf der 
Grenze der Corrodenüa und Suhulicorma der Fall. — 

Damit h a t B ii r m e i s t e r , soweit es damals mög- 
lich war, in Wirklichkeit nachgewiesen, daß die 
Corrodentien nicht zu den Orthopteren gehören, 
auch nicht zu den Subulicornien, noch weniger 
zu den echten Neuropteren, ebenso auch die Sub- 
ulicornien zu keiner dieser Gruppen gehören, 
daß alle unvereinbar sind und nicht eine aus der 
andern entwicklungsgeschichtlich abgeleitet 
werden kann. Daß die Gruppen der Corrodentien und Sub- 
ulicornien auch innerlich nicht homogen sind, mag hier unerörtert 
bleiben , wird aber ebenfalls durch Burmeisters Untersuchungen 
bereits bewiesen. 

Plecopfera Burmeister. Umschlagsfalter. 
Semblodea. Afterfrühlingsfliegen. 

„Alae c^uatuor inaequales , posteriores dilatatae e basi pli- 
catae ; partes oris liberae , mandibulis maxillarumque mandinibus 
subcorneis , palpis max. 5-articulatis , labial. 3-articulatis ; tarsi 
3-articulati, plantula inter ungues instructi." 

„Diese kleine Gruppe schließt sich durch die Mundbildung 
an die vorige , durch die Flügelbildung an die folgende Zunft, 
und unterscheidet sich von beiden dennoch hinreichend. Sie 
ist rücksichtlich des Mundes der letzte Ausläufer 
des Orthopterentypus, insofern ihre Unterkiefer noch ein 
ziemlich horniges zweizähniges Kaustück besitzen, und ihre Unter- 
lippe wenigstens in der Mitte gespalten ist; hinsichtlich 
der Flügelbildung aber bringt sie mit der fol- 
genden Zunft {T rieh ptera) ein ebenfalls bei den 
Orthopteren schon dagewesenes Moment wieder 
auf die Bahn, nämlich die Entwicklung des Hinter- 
feldes der Hinter flu gel. Man könnte sich dadurch ver- 
sucht halten , beide Zünfte , nämlich diese und die folgende 
{Plecoptem und Tnchoptera) , wegen der großen typischen Überein- 
stimmung im Bau der Flügel , für eine einzige anzusehen , und 
auch ich würde dieser Meinung um so lieber beitreten , als jede 
von ihnen nur aus einer einzigen Familie bestellt ; aber die 
große Verschiedenheit zwischen beiden im Bau des 
Mundes und in der Metamorphose spricht dagegen. 
Man erkennt zugleich aus dieser Verschiedenheit, daßdiePleco- 
p t e r e n nach beiden Verhältnissen inniger mit den Ortho- 
pteren zusammenhängen , die Trichopteren mehr den 



Krüger, Neuroptera. I. Nenroptera L. bis Neuroiitera Erichs. 33 

Planipennien sich anschließen ; insofern jene (Plecoptera) ein 
noch etwas horniges gezähntes Kaustück und eine wachende 
Puppe besitzen, diese (Trichoptera) ein ungezähntes häutiges Kau- 
stück und eine lethargische Puppe. Daraus folgt aber, 
daß, wenn jemand die Gruppe der Gymnognathen 
in zwei auflösen wollte, derselbe ohne Frage die 
Grenze hierher zwischen die Sembio dea und Tri- 
chopter a legen m ü ß t e (!) , und so eine Verwandtschaft zer- 
reißen, die in gewisser Beziehung inniger ist, als die Verwandtschaften 
derjenigen Gruppen unter sich, welche jeder der beiden auf diese Weise 
gebildeten Abteilungen angehören würden (?). Dies beachtend, 
habe ich keinen Anstand genommen , die Gruppe der Gymno- 
gnathen aufzustellen, und sie, wegen der mannigfachen Unterschiede 
ihrer untergeordneten Glieder , für die Durchgangsgruppe in der 
Entwicklungsreihe der Kerfe zu erklären." 

Wieder tritt hierin, wie bei allen seinen 
allgemeinen Betrachtungen, Burme isters klare 
Durchdringung der Tatsachen seiner falschen 
Wertabschätzung gegenüber; seine Willkür beugt 
die schon erkannte halbe Wahrheit unter seine 
Idee der geradlinigen Entwicklung. 

Trichoptera Kirby. Pelzflügler. 
Phryganeodea. Frühlingsfliegen. 

„Alae quatuor inaequales hirtae s. lepidotae ; partes oris 
inter se connatae , mandibulis maxillarumque mandinibus obsole- 
tissimis , vel nullis ; tarsi 5-articulati , platula aroliisque inter 
ungues instructi," 

Burmeister betont die auffallende Ähnlich- 
keit der T r i c h p t e r e n mit den Schmetterlingen. 
„Indeß hat diese große Ähnlichkeit bloß die Be- 
deutung der Analogie und bezeichnet keineswegs ein ver- 
wandtschaftliches Verhältnis, sondern rechtfertigt vielmehr meine 
öfters ausgesprochene Behauptung , daß Analogien mehr für 
Finserzeige von nicht stattfindender Verwandtschaft , als für Be- 
weise einer innigen Verbrüderung der Gruppen angesehen werden 
müssen. Denn neben dieser allgemeinen Ähnlichkeit zeigen sich 
hinreichende wesentliche Differenzen , welche nicht bloß die ver- 
wandtschaftliche Annäherung an die Lepidopteren unmöglich 
machen , sondern auch die Entfernung der Trichopteren von der 
Stelle, wo sie hier stehen, verbieten." 

Die Mundteile, die Schuppenhaare, die um- 
fangreichen Hinterflügel der Trichopteren sind 

stettiner Entomologische Zeitung, Heft I. 3 



34 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

ihm ausreichende Gründe gegen die Vereinigung 
mit den Lepidopteren; wir denken heute anders darüber. 
Dazu l)ringt er Unterschiede der inneren Organi- 
sation und physiologische der Metamorphose, 
von denen er jedoch später selber fast das Gegenteil , nämlich 
eine so weitgehende Harmonie und so auffallende Übereinstimmung 
feststellt , „daß die Analogie beider Gruppen sich 
also l^is in die kleinsten Teile erstreckt und 
nirgends, an keinem Organ oder Organisations- 
moment, ganz vermißt wird (!). '" 

Die Gründe gegen die Vereinigung mit den 
Lepidopteren sind ihm natürlich ebensosehr 
Gründe für die Vereinigung mit den G y m n o g n a - 
t h e n , obwohl er auch hier gerade in diesen Momenten manche 
Abweichungen v o m T y p u s d e r G y m n o g n a t h e n sieht, 
die es ihm in Verl)indung mit der vollkommenen Meta- 
morphose erklärlich erscheinen lassen , „wie Naturforscher, 
denen es nicht darauf ankam , die Einheit der Idee und deren 
allmähliche Metamorphose in den verwandten Gruppen des Tier- 
reichs darzutun, die T r i c h o p t e r e n als besondere Gruppe 
aufstellen und sie als solche den übrigen Gymnognathen, nament- 
lich den Orthopteren auf der einen und den Neuropteren auf der 
andern Seite, gegenüberstellen konnten." 

„Offenbar liegt der Hauptunterschied (gegen die Gymno- 
gnathen) in der Bildung des Mundes , auf den die Definition der 
Gymnognathen : die instrumenta cibaria libera, nur noch teilweis 
anwendbar ist. Abgesehen davon , daß die Oberkiefer beinahe 
fehlen, so sind auch die Unterkiefer nicht mehr frei, sondern mit 
der Unterlippe verwachsen. Aber beide behalten ihre freien, ab- 
stehenden Taster und zeigen dadurch, daß hier noch jedes Organ 
eine gewisse Selbständigkeit behauptet und nicht (richtiger wäre 
es gewesen zu sagen : noch nicht , dann aber fiele Burmeisters 
Idee in sich zusammen) , wie bei den Rhynchoten , in ein ge- 
meinsames Werkzeug untergegangen ist. In dieser Be- 
ziehung sind also die Trichoptera noch (richtiger 
nicht mehr) wahre G y mno g n a th a , deren t y p i s c h e 
Wesenheit gerade in d e r S e 1 b s t ä n d i g k e i t d e r ein- 
zelnen M u n d t e i 1 e enthalten ist." Wieviel natürlicher 
wäre der Gej^euschliiß gewesen ! 

Dasselbe gilt für ihn wie heute f ü r u n s v o n 
den Flügeln. Er weiß sehr wohl, daß die Trichopteren mit 
sehr wenigen Queradern im Flügel sich so weit von Orthopteren, 
Libellen und Planipennien entfernen , aber sie haben dieselben 
Hauptstämme wie z. B. die Libellulinen : costa , radius , cubitus. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera"L. bis Xeuroptera Erichs. 35 

postcusta ! und dies (allen Insekten im Prinzip gemeinsame) Merkmal 
soll sie den Gymnognathen anfügen ! Einen großen Wert legt 
er mit Recht auf die Entwicklung des Hinterfeldes dos Hinter- 
flügels, „eine Eigenheit, die allen Schmetterlingen fehlt und über- 
haupt nur bei den schon bekannten Gymnognathen-Gruppen der 
Orthoptera und Plecoptera als typischer Charakter anzusehen ist ; 
da dieselbe auch bei den Planipennien in der Familie der Sialiden 
wieder vorkommt , und bei den Trichopteren keine allgemeine 
Eigenschaft sämtlicher Mitglieder abgibt". Daraus schließt er 
wieder die Verwandtschaft mit den Gymnognathen ; die heutige 
Erklärung für diese allerdings auffällige, für ihn doppelt auffällige 
Erscheinung, konnte er nicht kennen und niemand in jener Zeit. 

Die Behaarung der Flügel findet er auch bei anderen Gymno- 
gnathen und endlich auch die 5 Fußglieder bei den meisten 
Gymnognathenfamilien , was jedoch gegen seine eigenen Angaben 
spricht. An anderen Stellen sagt er das Gegenteil. 

Das Hinterfeld der Hinterflügel und die Mundteile sind es 
nun auch noch , die nach ihm den Trichopteren ihre 
Stellung zwischen den P 1 e c p t e r e n und Plani- 
pennien anweisen. Behaarung und Metamorphose würden die 
Trichopteren an das Ende der Gymnognathen , hinter die Plani- 
pennien stellen, „besonders da auch die formelle Übereinstimmung 
der Semblodea mit den Sialidis ungleich größer ist , als die der 
Trichoptera mit beiden". Doch stimmen nach ihm in 
W i rk 1 i c h k e i t die Trichopteren mit den übrigen 
Planipennien viel weniger ü b e r e i n , als mit den 
S e m b 1 d e n und Sialiden, „ Schon die Anwesenheit des 
Hinterfeldes an den Hinterflügeln spricht zu bestimmt für die 
Verwandtschaft dieser 3 Gruppen , als daß ein vorurteilsfreier 
Beobachter sie übersehen könnte. Dazu kommt, daß eine 
Verkümmerung der Oberkiefer wie auch des Kau- 
stückes der Unterkiefer schon bei Perla beginnt 
und nun bei den T r i c h p t e r i s allgemein wird; 
allein bei keinem Mitgliede der Planipennien in 
eben d e r W e i s e sichtbar ist, iveuiig-leicli die iuniarere 
VerAvachsuuii: der Unterkiefer mit der Unterlippe hier uus wieder 
l)ei den Pauorpaceeu beg'Cguet. Dieser Umstand scheint 
auch P i c t e t verleitet zu haben, die P a n r p a c e e n 
den Trichopteren zunächst zu stellen . . . ." 

Man sieht hier , wie umsichtig Burmeister alle damaligen 
Ansichten und alle Umstände berücksichtigt , wie er aber seiner 
Idee zuliebe allen Verhältnissen einen willkürlichen Wert beilegt, 
der sich olijektiv auch schon nach den damaligen Kenntnissen 
nicht rechtfertigen läßt. 



36 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Planipennia Latreille. Plattflügler. 

Alae quatuor planae. Mandibulae corneae, maxillarum mando 
membranacea lobifoimis ciliata : palpis maxill. 5 - articulatis, 
labialibus bi-vel triarticulatis ; tarsi 5-articulati. 

Für die Planipennien sucht Burni eiste r außer 
den in der Diagnose gegebenen etwas unbestimmten 
und wenig sagenden Merkmalen nicht nach einer 
einheitlichen Zusammenfassung. Ihre wesentlichsten 
Beziehungen zu den früheren Zünften hat er bei den Trichopteren 
erörtert. Er zeigt nur noch einmal seine Auffassung ihrer 
Stellung : ,d a ß sie sich formell freilich mehr 
an die Plekopteren anschließt, namentlich durch 
die Flügelbildung der Sialiden, daß sie aber 
wegen des häutigen Kaustückes der Unterkiefer, 
sich von ihnen entfernt, und daß der fast durch- 
gängige Mangel des Hinterfeldes an den Hinter- 
flügeln der Planipennien die Entfernung noch mehr 
vergrößert". Er wiederholt, daß die Trichopteren aus diesem 
Grunde (Hinterfeld der Hinterflügel) eine Zwischenstellung zwischen 
beiden einnehmen, und daß dies auch noch dadurch bestätigt wird, 
daß die wie Plecoptera und Trichoptera amphibiotischen Sialiden 
zugleich auch die einzigen Planipennien mit Hinterfeld der Hinter- 
flügel sind. 

Die Planipennien sind ihm die zweite typische 
Hauptform der Gymnognatha mit homonomen 
Flügeln, die im Gegensatz zur ersten , den amphibiotischen 
Subiüicornien , als höherstehende Form in der Hauptsache nur 
monobiotisch sein kann. 

„Übrigens bietet die Gruppe der Planipennien", 
so fügt er gewissermaßen entschuldigend hinzu, „wieder mehrere 
sehr konstant gesonderte Familien in sich dar, 
und kann weniger präzise im allgemeinen ge- 
schildert werden, als die vorige, nur die Bedeutung einer 
Familie behauptende Zunft." 

In der Tat ist er denn auch in der ausführlichen ttesamt- 
schilderuug überall gezwungen , für die einzelneu Gruppen , die 
eben nicht recht zusamnieiipasseu wollen , S«>uderbeschreibungen 
und Ausnahmen zu machen , die er wieder völlig klar und oft 
überraschend einsichtig sieht , aber wieder willkürlich bewertet. 

In folgender Tabelle gibt er die charakteristischen Unterschiede 
seiner 4 Familien der Planipennien. 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuropiera Erichs. 37 

I. Alae posticae in basi amplificatae, cum area postica instructae. 

1. Sialidne. 
IL Alae posticae vel anticis aequales, vel angustiores, omnes sine 
area postica. 

A. Os rostratum, maxillis cum labio toto comiatis, labio fisso, 
palpis labialibus biarticulatis . . . . 2. Ponorpiiia. 

B. Os brevius, maxillis liberis ; palpis labialibus triarticulatis. 

a) Alarum subcosta in costam abiens ; rami radiales venis 
paucioribus transversis conjuncti . .3. Eaphidioded. 

b) Alarum subcosta radio parallela, in apice cum eo con- 
juncta ; rami radiales crebriores , venis transversis plu- 
rimis conjuncti 4. Megalopteva. 

In dieser Tabelle zeigt sich der starke Wert der 
M u n d b i 1 d u n g der P a n o r p a t e n deutlich ausgesprochen ; 
sie wird aber nur zur Unterscheidung gegen Familie 3 und 4 
benutzt, nicht auch gegen Familie 1, obwohl sie in Wirklichkeit 
ein Unterschied auch gegen diese und sogar gegen die zweite 
Hälfte der Gymnognatha ist und andererseits die Panorpaten 
den Trichopteren anschließt, wie schon Pictet (siehe 
p. 35) richtig gesehen hat. 

Die unberechtigte, künstliche Einfügung der 
l'anorpen in diese Zunft ergibt sich weiter aus folgendem : 
Die Panorpen schließen sich nach ihm den Raphidien und Megalo- 
pteren durch das Fehlen des Analfeldes an , den Raphidien noch 
enger durch das Einsenken der Subcosta in die Costa (im weiteren 
Text enthalten) , und doch stellt er sie den Sialiden zunächst. 
Er gesteht zwar den Hemerobiden und Raphidien eine größere 
Ähnlichkeit mit den Sialiden zu, aber nur auf Grund einer Ana- 
logie , keiner Verwandtschaft , wie er sagt. Aber die Panorpen 
und Sialiden nähern sich (trotz Fehlen des Analfeldes) mehr im 
Verlauf der Flügeladern hinter dem Radius , als Sialiden und 
Raphidien , da diese sich auch noch durch Mantispn dem Flügel- 
typus von Hemerobius nähern. Wir wissen heute , daß Mantispa 
zu Burmeisters Megalopteren gehört und nicht zu den Raphidien. 
Es ist auffallend , daß es Burmeisters Scharfblick gelungen ist, 
gewisse Geäderähnlichkeiten im Flügel der Sialiden und Panorpen 
zu entdecken, aber man muß sich hier wieder sagen, daß er von 
S i a li s zu Hemerobius eine Brücke schlagen 
mußte, und daß er hierzu die Panorpen aus den 
benutzten Gründen gebrauchen konnte. 

Interessant ist auch die Kopfbilduu^ der Plauipenuien. 
Es ,,läßt sich der Kopf bei allen Mitgliedern als 
senkrecht gestellt angeben , wie er dies schon bei den 



38 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Trichopteren war , aber nicht bei den Plekopteren , wo seine 
Hauptrichtung wagrecht ist". Dagegen nennt er ihn bei den 
Sialiden schief nach vorn geneigt, bei den 
echten Raphi dia ziemlich flach, schief nach vorn 
und unten geneigt, beinahe hängend ; das heißt natürlich : 
nicht senkrecht gestellt. Bei Panorpa, Mantispa und 
den Megalopteren dagegen ist er senkrecht gestellt. 

Die Netzaugen nennt er groß, er muß aber auch hier 
wie vorher die Sialiden und Raphidien, und zwar wieder 
die echten Raphidien ausnehmen; Mantispa verhält sich wie 
die Megalopteren. Auch Panor pa hat kleine N e t z a u g e n. 

..Die Fülller stehen immer an der Stirn, zwischen 
den N e t z a u g e n und unter den N e b e n a u g e n. " Auch 
hier entsprechen seine besonderen Angaben nicht der allgemeinen 
Beschreibung ; denn bei den Sialiden steht -. ., F ü h I e r v o r 
den Netzaugen nach innen, dicht über dem Kopf- 
schilde eingelenkt". 

Bei der Beschreibung der Muudteile : hornige gezähnte Ober- 
kiefer , weiche fleischige Unterkiefer mit Helm , Kaustück und 
5gliedrigem Taster, fleischiger Unterlippe mit freiem Endlappen 
und 3 gliedrigem Taster , nimmt er sofort die Panorpen 
aus, deren eigentümlicher Bau ohne Unterlippen-End- 
lappen und mit nur 2 gliedrigem Lippentaster von ihm später 
genau geschildert wird. 

Auch hier weiß er bei ChauUodes und CoryäaUs unter den 
Sialiden und bei der echten Raphidia von dem Unterlippen- 
Lappen zu berichten, daß er a u s zwei konvergierenden 
Läppchen gebildet, in der Mitte zweiteilig, in 
2 Lappen gespalten zu sein scheint. 

Von großer Einsicht zeugt auch seine Betrachtung des 
Cieäders. Auch hier weiß er keine allgemeine Beschreibung 
zu geben, sondern nur Unterschiede in 3 G r u p p e n ; nach 
den Flügeln unterscheiden sich sogar nach ihm 
am leichtesten und sichersten die Familien. Darin 
hat er sogar mehr Recht , als er ahnte. Trotzdem erkennt er 
eine in der Hauptsache übereinstimmende Anlage ; und auch 
darin hat er nicht ganz Unrecht. Alle haben außer den 
Sialiden nur ein Vorderfeld, aber immer doch eine 
verästelte Postcosta. Der Costa läuft der Radius parallel, 
der der H a u p t a d e r s t a m m ist ; er bildet mit der vor ihm 
verlaufenden Subcosta ein scharf ausgeprägtes 
Radialfeld ohne Quer ädern. Hier ergibt sich nun fol- 
gender Unterschied: Bei Sialiden und Megalopteren 
laufen Subcosta und Radius in der Flügelspitze 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Xeurojitera Erichs. 39 

z u s a m m e n (nach ihm ! ), bei den Panorpen und Raphi- 
d i e n (Mantispa mitgerechnet !) geht die kurze Subcosta in 
die Costa zur Bildung des Pterostigma. Eine ähnliche Rolle 
wie der Radius spielt der C u b i t u s , da dieser ebenfalls m i t 
einer vor ihm verlaufenden Ader ein Feld, das Cubitalfeld, 
bildet , das aber mit Queradern versehen ist ; auch hier sind 
wieder Unterschiede: bei den Sialiden ist dies Feld 
undeutlich, ebenso bei den Panorpen und R a p h i - 
dien, um dann bei den M e g a 1 p t e r e n sich deutlich 
abzuschließen, aber hinten offen sich bis zum Flügelrande 
fortsetzt. So sollen die Panorpen ein Zwischenglied 
zwischen Sialiden und Megalopteren bilden. Auch 
soll die Zahl der Queradern bei den Panorpen geringer als sonst 
sein. Endlich sind die Flügel in der Ruhe dachförmig außer 
bei den Panorpen. 

Auf weitere Einzelheiten soll hier nicht eingegangen werden. 
Aber es läßt sich logisch schon aus diesen und einzelnen früheren 
Augraben Bnrmeisters der Schluß ziehen j daß die Planipennieu 
für sich allein, und ohne Panorpen, nur mit Hinzuziehung 
der Couiopterygideu eine völlig abgeschlossene (rruppe bilden, die 
mau nach unseren heutigen Anschauungen Neuroptera im engen 
Sinne nennen könnte : Sialiden, Raphidien, Megalopteren, 
alle etwa im Sinne Burmeister. Man sieht, Burmeister war von 
dem Ziele , das heute Handlirsch auf Grund weit umfassenderer 
Kenntnisse und früher fast völlig unbekannter (paläontologischer) 
Fundamente gewonnen hat , gar nicht so weit entfernt. Wir 
verehren in Burmeister einen unserer hervorragendsten Entomologen. 

Wenn man die vorzüglichen Zunft- und Familien- 
Beschreibungen Burmeisters liest , so wundert man 
sich, wie klar er alle Verhältnisse durchschaut, die eine richtige 
Ablösung und Begrenzung der Neuroptera genuina 
bedingen , wie scharf er bei den Plecoptera die Grenze zwischen 
Orthoptera und Neuroptera zieht und vorher schon bei den Sub- 
ulicornien als Charakter der Orthopteren im weiteren Sinne die 
gezähnten Kaustücke der Unterkiefer und die gespaltene Unter- 
lippe erkennt , die bei den echten Neuropteren „häutig, zahnlos, 
gewimpert" resp. „ungeteilt" sind. Er sucht den, wie er selber 
sagt, auffallenden Sprung von den Orthopteren zu 
den Neuropteren zu vermitteln, und zwar von den Cor- 
rodentien über die Subulicornien, Plekopteren 
zu denTrichopteren undPlanipennien. Lebensweise, 
Mundteile, Flügel und Geäder, alles leider von ihm teilweise ver- 
kannt oder nicht richtig bewertet , geben ihm die Gründe. Er 
sieht die besondere Stellung der Trichopteren voll- 



40 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

kommen klar , beschreibt ihre Annäherung an die Lepidopteren 
seitenlang , widerlegt aber die Gründe für diese Stellung durch 
seine spekulative Idee der Übergangsstufen , die rückwärts und 
vorwärts Anknüpfung haben müssen. Hierbei sind ihm die Un- 
stimmigkeiten gerade recht als Übergänge. Wichtig sind ihm 
nur die halben oder scheinbaren Übereinstimmungen mit Pleko- 
pteren und Planipennien. Für die Planipennien hat er so- 
gar die Bezeichnung : zweite typische Hauptform der 
G y m n g n a t h e n mit h o m o n o m e n Flügeln im Gegen- 
satz zu der ersten Hauptform mit amphibiotischer Lebensweise, 
den Subulicornien. 

Er kennt die völlige A 1) w e i c h u n g der Plani- 
pennien, aber sie gehören als Tiere mit vollkommener Ver- 
wandlung als höchste Stufe in seine Gruppe der Hevümetahola. 
Zwar weichen sie und die T r i c h o p t e r e n sogar im Larven- 
stadium völlig von den übrigen ab , insofern die Larven dem 
Imago nicht gleichen , aber sie gehören doch für ihn zu den 
Hemimetahola. 

Für seine Zunft Planipennia weiß er keine rechte 
G e s a m t s c h i 1 d e r u n g zu geben , da die zusammengefaßten 
Gruppen : Sidlidae , Panorpina , Kaphiiliodea , Megaloptera allerdings 
nicht recht zusammenpassen wollen. Glücklicher ist er in seinen 
Charakteren für diese Familien , wenn man von der Zusammen- 
stellung der Mantispiden mit den Raphidien absieht. 

Burmeisters systematische Bestrebungen sind ein merkwäirdiges 
Gemisch von klugen und unklugen Gedanken , beide gegründet 
auf seltene Kenntnis des Objekts, aber auch ebenso seltsame Ver- 
kennung des richtigen Wertes der Differenzen. Die ihm eigen- 
tümliche ideelle Betrachtung der geradlinigen Verwandtschaft, 
eines vorgefaßten Planes und bestimmter Absichten der Natur 
führt ihn auf verhängnisvolle L'rwege , denen er wohl hätte ent- 
gehen können, wenn er eine vollkommenere Einsicht in das Flügel- 
geäder der Insekten besessen hätte und seine Kenntnis der Mund- 
bildung, sowie der Metamorphose unbefangener gewesen wäre. 

Seine Ansichten über das natürliche System, über natürliche 
und schematische Systematik sind so wohl durchdacht , wie wir 
sie selbst heute nur bei wirklich ernst zu nehmenden Forschern 
finden und wofür uns Handlirsch ein so hervorragendes Vorbild 
gegeben hat. Ich möchte dazu noch seine schönen Ausführungen 
geben , die er in der S. 29 angegebenen Abhandlung im Kampfe 
gegen Erichson veröffentlicht hat. 

„Überhaupt sind die formellen Ähnlichkeiten bei Abwägung 
verwandtschaftlicher Verhältnisse der Organismen überall Nebensache, 
wenn man darauf ausgeht , eine Einsicht in die Natur dieser 



Krüger, Neuroptera. I. Xeuroptera L. bis Xeuroptera Erichs. 41 

Dinge zu gewinnen , und nicht bloß eine schematische Übersicht 
derselben zum Behuf des Aufsuchens und ßestimmens für die 
Jünger zu schaffen. Zu diesem letzteren Zwecke mag eine 
alleinige Berücksichtigung der toten Körper und ihrer Teile in 
situ , numero et figura genügen ; allein zu einer natürlichen 
Systematik gewiß nie. Wir verstehen nämlich unter einer solchen 
nicht ein bloßes Arten-Register, sondern den Nachweis des inneren 
Zusammenhanges der verschiedenen Formen unter sich und die 
Aufdeckung der Ursachen , deren Folge diese Formen und ihre 
Unterschiede sind.'" „Nur diejenigen Organe, welche innerhalb 
einer natürlichen Gruppe keinen wesentlichen, d. h. antithetischen 
Verschiedenheiten unterworfen sind, können mit in die typischen 
aufgenommen werden , und sie allein sind es , welche die Er- 
kennungszeichen , die sogenannten characteres artificiales , her- 
geben. Von diesen Charakteren aber alle Eigenschaften siehe 
unten^^ ausschließen zu wollen, ist ein Mißgriff, der konsequent 
verfolgt , die Aufstellung charakteristischer Merkmale unmöglich 
macht , denn alle diese sind ja Eigenschaften. Ich verstehe es 
nicht und kann es nicht begreifen, wie zwischen Eigenschaften 
und Formen in diesem Sinne ein Unterschied zu machen sei, denn 
jede Form ist ja , rationell genommen , auch eine Eigenschaft 
dessen, an dem die Form sichtbar wird. Ebenso ist dieser oder 
jener situs partium eine Eigenschaft des Besitzers , und nicht 
minder der numerus , und alle diejenigen Verhältnisse , welche 
e differentia in numero, situ et figura partium hervorgingen, sind 
ebenso wahre Eigenschaften, als diejenigen, welche Größe, d. h. 
auch die relative, Farbe, Gang, Lebensweise usw. (also auch die 
Metamorphose ! siehe unten) an die Hand geben. Wer nämlich 
möchte leugnen, daß mit der Lebensweise die figura partium sich 
I ändere, und daß diese beiden Verhältnisse, wenn auch nicht, wie 
I ich anzunehmen geneigt bin, auf die Weise einander subordiniert 
1 sind , daß aus der Lebensweise die figura partium erst hervor- 
; geht : dieselben doch gewiß einander coordiniert werden müssen, 
mithin das eine ebensoviel Ansprüche auf Beachtung hat, als das 
; andere. Es läßt sich deshalb im voraus gar nicht bestimmen, 
welche der verschiedenen Eigenschaften bei Aufstellung einer natür- 
lichen Gruppe die Charaktere hergeben müssen , und eben der 
Umstand , daß Linne sowohl als Fabricius dies taten , war ihr 
I Hauptfehler und nötigte sie zur Aufstellung unnatürlicher , un- 
I haltbarer Abteilungen." 

Diese so richtigen Ausführungen sind gegen Erichson ge- 
richtet , der in seiner Mantispa-Arbeit nach starken Merkmaleir 
für eine systematische Diagnose suchte und solche nur in numero, 
situ, figura fand und alle „Eigenschaften", wie z. B. die Ver- 



42 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Wandlung davon ausschließen wollte. Auch diese Ausführungen 
sind sehr schön und zeigen , wie sehr Burmeister seinen Gegner 
mißverstand. Erichson sagt : „Wir müssen in der Systematik 
immer Form und Wesen unterscheiden : so sehr es Aufgabe des 
natürlichen Systems ist, bei der Einteilung das ganze Wesen der 
Naturkörper vollständig aufzufassen , gehören die Charaktere des 
Systems nur der Form an , sie sollen als Diagnosen aufgestellt 
nicht die ganze Natur der bezeichneten Art oder Abteilung um- 
fassen , sondern sie sollen nur die Punkte auszeichnen , in denen 
sich der zu bezeichnende Gegenstand von den andern, die mit ihm 
in gleicher Reihe stehen , unabänderlich unterscheidet : nur um 
ihn daran erkennen zu können. Woraus kann man aber bei 
einem Insekt, das zur Untersuchung vorliegt, ersehen, ob es als 
Puppe herumlief oder still lag ? Will ich also die Verwandlungs- 
form von den Gattungscharakteren ausgeschlossen wissen, geschieht 
es nicht, weil ich sie für etwas Unwesentliches halte, im Gegen- 
teil, ich halte sie für etwas sehr Wesentliches." 

Auch hieraus spricht eine würdige und sachliche Auffassung 
von Systematik und ihrer Verwendung. 

Es soll nun noch einmal kurz Burmeisters Vorstellung vou 
seiner Ordnung Gffmuognatha und damit seiner Einreihung- der 
Nenropfera gegeben werden , denn hieran schließt sich in der 
Tat alle weitere Bemühung um die systematische Stellung und 
Abgrenzung der Neuropteren. Für Burmeister haben alle Gymno- 
gnathen ohne Ausnahme unvollkommene Verwandlung in seinem 
Sinn : Homonomität der Metamorphose und netzartige Flügel, 
beides in einer besonderen Reihe von Entwicklungen , endlich 
Gleichartigkeit im Typus der Mundteile , dessen Wesen in der 
freien Entwicklung derselben nebeneinander , ohne zu einem ge- 
meinsamen Organe verbunden zu sein, sich ausspricht. Auch in 
dieser Beziehung betrachtet er die Modifikationen nur als solche, 
welche innerhalb des Typus liegen. „Dadurch, daß sich hör n ige 
Unterkiefer mit he teronomen Flügeln verbinden, ent- 
stehen die Gruppen der Orthoptera und Fo rficnlina; da- 
durch, daß sich homonome Flügel mithäutigenKiefern 
verbinden , entstehen die P lanip ennia und T ric h o pter a ; 
dadurch endlich, daß sich homonome Flügel mit hornigem 
Kaustück verbinden, entstehen Ai^ Cor roden tia und Suh- 
ulicornia. Diese stehen also zwischen den zwei ersten Fällen 
in der Mitte und sind mithin eine Durchgangsgruppe." 

Alle drei Begründungen sind auch von seiner 
Kenntnis aus falsch; z.T. gegen sein besseres Wissen, das 
bei jeder Familiencharakteristik zum Vorschein kommt ; allen 
dreien stehen in seiner eigenen Arbeit Gründe entgegen , die 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neurojitera Erichs. 43 

gerade das Gegenteil unwiderleglich beweisen. 
Diese werden aber von Burmeister bei allgemeinen systematischen 
Betrachtungen entweder völlig ignoriert oder als nebensächlich 
bewertet, so die wirkliche Organisation der Larven, das Puppen- 
stadium, das Geäder , die Bildung der Unterkiefer, die Bildung 
des Labiums , wozu als wesentlich noch hinzukommt die ganze 
innere Organisation und der Bau der Tarsen. 

Erichsoll — Loew. 

Schon vor der Herausgabe des 2. Bandes seines Handbuches 
hatte ein Gegner seiner Ansichten einen teils ähnlichen , teils 
entgegengesetzten Versuch zur natürlichen Abgrenzung der Neuro- 
pteren unternommen. Im Jahre 1839 erschienen in Germars Zeit- 
schrift für die Entomologie I. Band, Seite 147 : „Beiträge zu einer 
Monographie ron 3Iantispa mit eiuleitendeu Betrachtuugeu über 
<lie Orduuugeu der Orthopteren und ]Veuropteren von Dr. W. F. 
Eriehsou." Hier wird die Neuropteren-Frage und damit für die 
Entomologie die objektive unbefangene Forschung im modernen 
Sinne wissenschaftlich begründet und dem Bereiche der Spekulation 
endgültig entzogen. Nicht mehr vorgefaßte Ideen über vorgebliche 
Arbeitspläne der Natur biegen und vergewaltigen von jetzt 
an die Tatsachen und ihre Konsequenzen, sondern die Tatsachen 
reden nun und bilden die Gründe , unbekümmert um die Kon- 
sequenzen. 

In dieser Abhandlung untersucht Erichson die systematische 
Stellung von JMautispa, die von Linne aAs Raphidia mantispa 
zu den N e u r p t e r e n , von Fabricius nach dem Habitus zu 
Mantis zu den Orthopteren gestellt, von Illiger als be- 
sondere r th p t e r e n g a 1 1 un g Mantis p a betrachtet und 
endlich von Lamark und Latreille neben Raphidia zu den 
Termiten gebracht wurde. 

Da es sich für ihn um die einfach festzustellende Tatsache 
handelt, ob Mantispa die Charaktere der Orthoptera odiQX Neuro- 
ptera besitzt , und die Form der Flügel (in der einfachen ober- 
flächlichen Betrachtung jener Zeit ohne Geäderstudium • ihm mit 
Recht kein hinreichendes Merkmal ist, die Form der Verwandlung 
aber in der damaligen Abgrenzung von Orthopteren und Neuro- 
pteren nicht entscheidend und für Mantispa überhaupt unbekannt 
war , so suchte er nach einem anderen Merkmal , das zunächst 
für die Trennung und den Inhalt der lieiden Ordnungen Ort/ioptera 
und Neuroptera maßgebend sein könnte. 

Dies höchst wichtige Merkmal ist die Mimdbildung , die ja 
Fabricius sogar allein genügend erschien als Ordnungscharakter. 



44 Stettiuer Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

Er sagt darüber, daß man sich seit Fabricius mehr damit begnügt 
habe , ihre allgemeine Form , je nachdem nämlich beißende Man- 
dibeln oder ein Saugrüssel vorhanden sei , zu bemerken , als die 
verschiedenen Verhältnisse der einzelnen Mundteile zueinander der 
Bestimmung der Ordnungen zugrunde zu legen. Dies letztere tut 
er nunmehr , so wie wir heute das Geäder mit gleich schönem 
Erfolge einer eingehenden Untersuchung unterziehen. 

,,Bei den Orthopteren finden wir eine große Übereinstimmung 
in der allgemeinen Gestalt der Mundteile : die äußere Lade der 
Maxillen hat beständig die Form , die Fabricius mit der Be- 
nennung galea bezeichnen wollte , während die innere mehr oder 
weniger scharf und gezähnt ist. Ebenso ist die Unterlippe von 
sehr eigentümlicher ausgezeichneter Bildung , wie sie bei Goleo- 
pteren und Hymenopteren nirgends vorkommt , aber der mancher 
Crustaceen , namentlich der Garneelen , sehr analog. Die Zunge 
ist nämlich vierteilig ; die äußeren Lappen , die den Faraglossen 
der Coleopteren und Hymenopteren entsprechen würden, sind ein- 
gelenkt, zuweilen den inneren an Größe gleich, häufiger aber be- 
deutend stärker entwickelt , so daß diese gegen sie in einigen 
Fällen fast ganz zu verschwinden scheinen : die mittlere Spaltung 
der Unterlippe aber ist fast bis zum Kinn herab fortgesetzt , so 
daß nirgends anschaulicher wird als hier, daß die Unterlippe der 
Insekten - — vielleicht mit Ausnahme des Kinnes — eigentlich 
aus zwei zusammengewachsenen Maxillen besteht.'" 

„Bei allen Familien und Formen der >'europtereu 
mit uuvollstäudig-er Yerwaudliiiig finden wir die oben beschriebene 
Gestalt der Mundteile der Orthopteren wieder." Er zeigt die 
Übereinstimmung im einzelnen bei Te rm e s , Per l a , Ps o c us 
und den Libellen und fährt dann fort : 

,,Bei dieser Übereinstimmung in der eigentümlichen Form 
der Mundteile der Neuropteren mit unvollständiger Verwandlung 
mit den Orthopteren liegt es sehr nahe , erstere von den Neuro- 
pteren mit vollständiger Verwandlung zu trennen, und nicht, wie 
es schon mehrfach geschehen , ihnen eine eigene Ordnung 
anzuweisen , sondern sie unmittelbar mit den Orthopteren zu 
vereinigen." 

Bei den Neuropteren mit vollstäudiger Yerwandlnug findet 
er. nie die obige Bildung, so daß daraus die Ablösung der 
^ Pseiidoneiiropte>'a^\ wie sie später hießen, von den echten Neuro- 
pteren gerechtfertigt erscheint. 

Objektiv und aufrichtig sagt er, daß bei den Neuropteren 
{Neuroptera genuina) die Bildung des Mundes nach den verschiedenen 
Familien sehr verschieden ist , was für die weitere Reinigung 
seiner Neuroptera später (und zum Teil schon früher) von größter 



Krüger, Neuroijtera. I. Neuroptera L. bis yeuroiJtera Erichs. 45 

Bedeutung ist. Auch bei Erichson zeigt sich sofort , daß auch 
der Rest Xeiiroptera Erichs, noch keine reine Gruppe ist , wenn 
auch die endgültige Ablösung der Pseiuloneuroptera schon ein großes 
Verdienst ist. 

„Unter den 3 Familien mit vollkommener Verwandlung finden 
wir bei den Hemerobien die einzelnen Mundteile immer frei , die 
Mandibeln immer vollkommen entwickelt , zuweilen sogar sehr 
groß, die Maxillen mit 2gliedriger, mehr oder weniger taster- 
förmiger äußerer Lade, die Unterlippe mit ebenso beständig vor- 
handener als einfacher , nicht einmal ausgerandeter Zunge , und 
mit Sgliedrigen Lippentastern, — bei den Panorpeu die in 
einen Schnabel vereinigten Mundteile an der Basis mehr oder 
weniger miteinander verwachsen , aber alle , namentlich auch die 
Mandibeln gleichmäßig entwickelt, und mindestens an der Spitze 
frei, die Maxillen mit einfacher, ungegliederter äußerer Lade, die 
Unterlippe ohne Zunge, die 2gliedrigen Lippentaster also an ihrer 
Spitze eingelenkt, — bei den Phrygaueeii endlich die Mandibeln 
verkümmert , Maxillen und ihre beiden Laden mit der Unterlippe 
in einen fleischigen Körper verwachsen , die beiden Tasterpaare 
sehr entwickelt." 

Aus dieser Nichtübereinstimmung der Mundbildung bei den 
3 Familien zieht auch Erichson schon den Schluß, daß die Neuro- 
pteren (d. h. also in seiner Auffassung) eigentlich keinen bestimmt 
ausgeprägten Charakter haben , dagegen bald in diesem , bald in 
jenem Punkte eine unverkennbare Hinneigung zu dem anderer 
Ordnungen. Und es ist nur bedauerlich , daß auch er dieser 
Erkenntnis nicht folgte , sondern auf halbem Wege stehen blieb. 

Da nun alle Familien und Formen der alten Neuro- 
p t e r e n mit unvollständiger Verwandlung die 
Mund teile der echten Orthopteren, diejenigen m i t 
vollständiger Verwandlung dagegen die der eigent- 
lichen Neur opferen haben , so folgt für Erichson daraus, 
daß die ersteren : Corrodentien , Subiilicoruieiii und Plekoptereu 
unmittelbar mit den Orthopteren zu vereinigen sind (auch nicht 
besondere Ordnungen für sich bilden, siehe Brülle) (später Pseudo- 
neuroptera genannt), während die letzteren : Hemerobieu, Panorpeu, 
Phryganeeu in dieser Beschränkung eine (nach ihm) geschlossene 
Ordnung bilden , die allerdings keinen bestimmt ausgeprägten 
Charakter hat , da sie in ihren Merkmalen zu verschiedenen 
Ordnungen hinneigt : Xeiiroptera Erichs, oder Xeuroptera genuina 
Eriohs. 

Nach seiner Untersuchung hat Mantispa die Mundbildung 
der Neuropteren, genauer die der H e m e r b i e n und daher stellt er 
sie in die Ordnung der Neuroptera (jenuina zurück, und zwar leider 



46 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

in die unmittelbare Nähe von Raphidia, was infolge der Analogie 
des Prothorax und infolge seiner Unkenntnis des Geäders von ihm 
irrtümlich geschehen ist , obwohl die Übereinstimmung mit dem 
viel näher stehenden Osivijlns sogar bildlich von ihm dar- 
gestellt wird. 

Als nun Burmeister seinen 2. Band herausgegeben hatte, 
wies Erichson in seinem Bericht für 1839 p. 220 die 
ünhaltbarkeit von Burmeisters Ansichten über Mundteile , be- 
sonders aber über die Form der Verwandlung nach. Inzwischen 
hatte Burmeister in Germars Zeitschrift IL Bd., 1. Heft 1840, 
in einem Vergleich von Audinet-Servilles histoire naturelle des 
Orthopteres mit seinem Handlnrch IL Bd. , 2. Abt. , 1. Hälfte, 
noch einmal ausführlich seinen Standpunkt begründet und , ohne 
Erichson zu nennen , gegen dessen Ansichten über die Grenze 
zwischen Orthoptera und Xe ?< ro;; i er« geschrieben. Aus 
diesem Aufsatze stammen die oben angeführten Worte Burmeisters. 
Erichson weist dann in demselben Bericht p. 265 auf Burmeisters 
Verteidigung und seine p. 220 gegebenen Gründe hin und erläutert 
im Bericht für 1840 p. 195 noch einmal die Bildung des Labiums 
der Orthopteren mit Einschluß der Neuropteren mit unvollkommener 
Verwandlung. 

Burmeister , der sein System , wie wir jetzt wissen , falsch 
begründet hat, glaubte gegen Erichson noch eine ganz besonders 
kräftige Waife zu haben. Er hatte das Bewußtsein , auf Grund 
der Gesamtorganisation der Insekten ein natürliches System ge- 
geben zu haben im Gegensatz zu Linue und Fabricius , die auf 
Grund eines einzigen Merkmales ein künstliches System schufen. 
Diesen letzteren Vorwurf erhebt er nun gegen Erichson , indem 
er dessen Abgrenzung auf den einen Grund der Mundbildung 
zurückführt. Dies ist ja nun zunächst nicht richtig, aber selbst 
wenn es richtig wäre , so wäre doch noch Erichsons Abgrenzung 
richtig und berechtigt , da er sie nicht wie Linne und Fabricius 
auf eine von unserm heutigen Standpunkt aus ungenaue und 
oberflächliche Beobachtung begründet , sondern auf eine höchst 
peinliche und genaue Untersuchung. Ähnlich sagt Loew, „daß 
auf genaue Beobachtungen und sorgsame Erwägungen begründete 
Einteilungen in ihren Hauptzügen zusammentreffen müssen , man 
möge das Einteilungsprinzip wählen, wie man wolle". Durch 
Loew fand Erichsons Abgrenzung der Orthopteren 
und Neuropteren eine wertvolle Bestätigung auf 
Grund seiner Untersuchungen über die innere Organisation der 
Orthoptera und Xeiiroptera im Sinne Erichsons, die er 1843 eben- 
falls in Germars Zeitschrift IV, p. 423 veröffentlichte: Bemerkunareu 
über die auatomischeu Verhältnisse der Neuropteren. Erichsons 



i 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 47 

Anordnung scheint ihm durch den inneren Bau dieser Insekten 
vollkommen gerechtfertigt. 

Interessant ist es , daß auch Loew hierbei 3 Abteilungen 
mit dem Typus Panorpa , Hemerobius (Sialis hiervon noch etwas 
abweichend) und Phryganea unterscheidet (siehe p. 45). 

KeHroi)teva Erielison. 

Seitdem durch Eriehsons genauere Untersuchungen der 
! Mundteile, seine Betonung des Gegensatzes in der Metamorphose 
'' (1839) und durch Loews Untersuchungen der inneren Organisation 
; (1843), die Neuroptera L. von den heterogensten Gruppen, 
i den Pse II do neuroptera Erichs, befreit waren, gal^ 
! d e Y R e s t N e u r p t e r a E Y i ch s. als eine gute Ordnung 

der en Homogen it ät aber schon durch früher inner-' 
|halb der alten Ordnung versuchte Spaltungen 
I zweifelhaft geworden war. 

Erichsous Xfin'optei'o umfassen dem Inhalte nach die 
I beiden Zünfte B u r m e i s t e r s : 

Planipennio (-]- Coniopferygidae) und Tviclioptera , von 
' denen die Planipeunien nach Burmeister folgende Familien ent- 
[ hielten : 

Sialidae, 

Panorpina (schon ohne Nemopteriden nach Klug), 

Rhaphidiodea (noch mit Mantispiden), 

Meijahptera (Myrmeleoniden und Hemerobiden , schon mit 
Nemopteriden). 

Eric h s n stellte jedoch schon für die P a n r p e n , die 
schon Rambur nur mit Bedenken in seinen Planipennes ließ , auf 
Grund ihrer Mundbildung eine 3. Zunft auf, 

trennte die M a n t i s p i d e n , die ebenfalls schon Rambur 
von den Raphidien zu seinen Planipennes gestellt hatte, 
von den Raphidien 

und forderte für die Sialiden auf Grund ihrer er- 
weiterten Hinterflügel eine besondere Gruppe. 

Der ursprünglich von Latreille stammende Name Planipennia 
fehlt bei Erichson, da er in den Systemen von Latreille, Pictet, 
Burmeister, Rambur mit jedesmal anderem Inhalt gebraucht wird 
und sich weder mit der Gesamtordnung Neuroptera Erichs, noch 
mit seiner größten Familie Hemerohidae Erichs, deckt. 

Den von Burmeister für die Myrmeleoniden und Hemerobiden 
verwendeten Familiennamen Megaloptera scheidet er ebenfalls aus, 
da dieser sehr passend schon von Latreille für die Sialiden (mit 



48 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Baphidia und Cor)/(lalis) gebraucht war , und ersetzt ihn durch 
den Familiennamen Hemerobidae Erichs. 

Somit umfassen die Nenvf^ptera Erichs, oder die Xeiifopfera 
geitiiiiia Erichs, (ein von Burmeister schon 1829 aber mit etwas 
anderem Inhalt gebrauchter Name) die Familien (oder Zünfte) : 

Sialiden, Raphidien, Hemer ob i den, Panor- 
p i d e n , P h r y g a n i d e n. 

In diesem Sinne haben die großen Neuropterologeu der 
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Hageu, Brauer, Mac Lachlan, 
zum Teil mit neuer Begründung , die Nenroptera Erichs, als 
Ordnung und die Pseudoneuroptera Erichs, als Unterordnung der 
Orthoptem betrachtet , wenn auch ihre Zusammenstellung mit den 
Fseudoneuroptera Erichs., sogar noch unter dem zusammenfassenden 
Namen Xeuroptera L. , bei ihnen gebraucht wurde. Auch werden 
von ihnen die Neuroptera genuina Erichs, in die Burmeisterschen 
Zünfte Planipennia und Triehoptera geteilt, wodurch der 
Name Planipennia (Latr.) Burm. von neuem eine allgemeine Be- 
deutung erhielt. Er entspricht natürlich weder unserm heutigen 
von Handlirsch festgelegten weiteren Begriif: Unterklasse Neuro- 
pteroidea Hl., noch dem engeren : Ordnung Neuroptera Hl., da er 
einerseits die ganz heterogenen Panorpen und anderseits Sialiden 
und Rhaphidien umschließt. 

Die so gewonnene Abgrenzung und Teilung des 
Neuro pteren-Rest es bedeutete nun gewiß einen großen 
Fortschritt für eine klarere Auffassung beider Ordnungen, 
aber im Grunde war auch hiermit weder für die eine 
noch die andere Ordnung ein ausreichender ge- 
meinschaftlicher r d n u n g s c h a r a k t e r gewonnen, wie 
er anderen Ordnungen, wie den Coleoptera, Lepidoplera, Diptera zu- 
kommt , aus dem einfachen Grunde , weil beide keine ge- 
schlossenen Ordnungen, sondern noch immer eine Summe 
von Einzelordnungen waren , die wie natürlich alle Insekten in 
einem Verwandtschaftsverhältnis stehen, aber nicht etwa in auf- 
steigender Linie vor einer untersten Stufe in ununterbrochener 
Folge mit vermittelnden Übergängen zu einer höchsten. 

Wenn auch diese Wahrheit damals noch nicht ausreifen 
konnte , so wurde sie doch schon angebahnt , mindestens durch 
die Erkenntnis , daß in beiden Ordnungen , auch noch in den 
Neuroptera Erichsons, noch sehr viel Heterogenes steckte, ein Ge- 
danke, der ja eigentlich schon in betreff der Triehoptera alt war. 
in betreff aller Gruppen von Burmeister wenn auch in anderer 
Auffassung durch die Aufstellung seiner Zünfte , in betreff der 
Planipennien durch seine Familien durchgeführt war. 

In dieselbe Zeit fällt Westwoods Introduction to 



Krüger, Neuroptera. I. ^Sleuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 49 

the modern Classification of Insects. Er trennt, 
wie schon vorher andere getan hatten , zunächst die Trichoptera 
als besondere Ordnung ab, um dann den Rest Neuropteren nach 
ihrer Verwandlung in Biomorphotica (Corrodentien und Subulicornien) 
und Subnecromorpliotka [Neuroptera Erichs, minus Phryganiden) zu 
trennen. 

Es sind hier noch die systematischen Einteilungen von 
Stephens, Pictet, Rambur und B 1 a n c h a r d zu er- 
Wtähnen , doch bedeutet ihre Abgrenzung im allgemeinen keinen 
Fortschritt , da sie die Neuropteren im Sinne Linnes auffassen 
und nur Verschiebungen der Familien enthalten. 

Walkers System bedeutet einen Rückschritt , da er noch 
1852 die Neuroptera ganz im Sinne Linnes auffaßt. 

Hagen. 

Hagen erkennt Erichsons Neuroptera durchaus an , aber bis 
zur ausführlichen Begründung derselben hält er es für angebracht 
die Ne uroptera im Sinne Linnes zu gebrauchen. Dies 
tat er zunächst von 1848 — 1852 in seiner Übersicht der 
neueren Literatur betreffend die Neuroptera 
Linnes. 

In anderen Arbeiten stellt er wenigstens die Pseudo- 
neuroptera Er. neben die N eur p ter a 'E.v. Letztere teilt er wie 
Burmeister in T r i c h p t e r e n und Planipennien, son- 
dert aber von diesen wie Erichson d i e P a n r p e n , und 
nennt ähnlich wie Erichson den Rest Hemerobiden im 
weitesten Sinne, die also dann etwa Burmeisters Megaloptera ent- 
sprechen , aber noch Sialiden und Raphidien enthalten. 
Entsprechend den Anregungen Erichsons ist auch Hagen für 
eine weitere Aiifteiliiug seiner Hemerobiden in zwei natürliche 
Gruppen : 

Sembliden mit Sialiden und Raphidien, deren Larven 

beißende Mundteile haben, 
und Hemerobiden Erichs, mit den übrigen G r u p p e n , deren 
Larven saugendeMundteile haben: Besprechung von Schneiders 
Synibolae ad Monogr. gen. Chrysopue in Ent. Zeit. Stettin 
XIIl. 1852. p. 36. 
In seiner Synopsis Henierobidarum synonytnica Ent. Zeit. 
Stettin XXVII. 1866 behandelt er die Hemerobiden im Sinne 
Ericlisons. 

Brauer. 

Brauer hat sich ebenfalls sehr um die Systematik der Neiiru- 
ptera bemüht. Er steht unbedingt auf dem Standpunlit Erichsons, 

stettiner Eutomologisohe Zeitung-. Heft I. 4 



50 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

rechnet die Pseudoneuroptera zu den Ortlioptem land trennt die 
Neuroptera Erichs, in die beiden Zünfte Burmeisters: 
Trichoptera und P lanip en n i a , wenn er auch aus all- 
gemeinen praktischen und faunistischen Gründen die Neiiroptera L. 
im ganzen zusammenläßt. 

Bei der Aufteilung der Planipennien scheint er die Ab- 
sonderung der Panorpen nicht zu billigen. 

1852 macht er in der Ent. Zeit. Stettin XIV, p. 71 — 77, 
den Versuch einer Gruppierung der Gattungen in 
der Zunft PI a ni p ennia mit 1) e s o n d e r e r Rücksicht 
auf die früheren Stände, wozu er besonders durch die 
Auffindung und Untersuchung der Larve von Mantispa angeregt wurde. 

Er teilt die Zunft in zwei Hauptfamilien : J 

Lepfophya mit Sialiden, Panorpiden, Raphidien ' 
(ohne Mantispa) , deren Larven kauende Mundteile haben 
und sich ohne Gespinst verpuppen, 
und Megaloptera mit N e m o p t e r i d e n , M a n t i s p i d e n 
und G 1 a p h y r p t e r i d e n , d. h. Myrmeleoniden und 
Hemerobiden, deren Larven saugende Mundteile haben und 
ein Gespinst verfertigen. 
1855 befolgt er dieselbe Einteilung, bildet aber bei den 
Megaloptera noch die besondere Abteilung Coniopterigidae. 

1857 stellt er in seinen Xetiropfera fUfstHacn, obwohl er 
sich in der Vorrede für Erichsons Einteilung ausspricht , die 
Pseudoneuroptera Erichsons und die iV'^ eur o pter a 
Erichsons nebeneinander. Bei letzteren hat er aber weder 
den Namen Trichoptera noch Planipennia noch Leptoploja , sondern 
schließt sich mehr der Auffassung Erichsons und Hagens an, 
indem er als Familien 

Panorpiden, Phryganiden, Sialiden, Megaloptera 
(diese mit Mantispiden, Hemerobiden, Myrmeleoniden) unter- S 
scheidet. ■ 

Später 1868 gibt er doch der Begründung durch 
Merkmale der I m a g i n e s den Vorzug und sondert in seiner 
Übersichts- oder Bestimmungstabelle die Sialiden mit Fühlern 
vor den Augen und die Panorpiden mit rüsselartigem Kopf ] 
von den Megalopteren, die frei entwickelte Mundteile an 
einem kurzen kegelförmigen Kopfe , die Fühler zwischen den 
Augen und die Flügel mit zahlreichen Queradern haben. 

Mae Lachlaii. 
Auch Mac Lachlau redet in A Mouograpli of tue British 
Neuroptera - Planipennia (Transactions of the Entomological 



Krüger, Neuroptera. I. Neuroptera L. bis Neuroptera Erichs. 51 

Society of London 1868, p. 145) von den Abteilungen- der 
Xetfi'opfei'ft Linnes : 

I'seudouein'optet'a, THchopteva und Planipenuio, welche 
letzteren er auch die wahren Neuroptera nennt. 

Bei den Plauipennien unterscheidet er Stalin a, Hern er o- 
h i i )i a und P a n o r p i n a. 

1870 befolgt er in A Citalogue of British Neuroptera die- 
selbe Dreiteilung ; 

Pseifdo-Xeiiropfera, Xenropfera- Plant pennifi, Trichoptera, 
und unterscheidet bei den Plauipennien nur gleichgeordnete 
Familien: 

Sialid ae, Raphi d ii dae , smy lida e , Heiner o b ii da e , 
Ch r y so p i d ae , C g nio p teryg idae (M y r m e 1 e o n i d e n 
in England fehlend) , P anor pidae , ähnlich wie dies 
letztere auch früher schon die Engländer getan hatten. 

Gerstaecker. 

Gerstaet'ker läßt 1863 in seinem Handbuch der Zoologie. II. 

Arthropoden keinen Zweifel an seiner Auffassung der Xetiropfera 
Erichs, als Ordnung. Er teilt sie in die beiden Zünfte 
Planipeniiia und TrfcJtoptera ; 

leider hängt er noch die Strepsiptera als dritte Zunft an. 
Die Plauipennien teilt er in 
Megaloptera (Myrmeleoniden, Hemerobiden), Siali d e n mit 
R a p h id i e n , Pa n o r p i d e n. 

Somit haben die auf rein morphologischen und Inologischen 
Merkmalen beruhenden systematischen Untersuchungen unserer 
großen Neuropteren-Forscher zu einem recht annehmbaren Resultat 
geführt , zum Teil allerdings gegen ihren Willen. Es bedurfte 
nur eines konsequenten energischen Eingreifens, um die sicheren 
logischen Schlußfolgerungen zw. ziehen. Dies geschah nicht. Es 
mußten erst eingehendere Geäderstudien das Mittel bieten , auch 
die paläontologischen Funde in das System , das heißt in die 
natürlichen Entwicklungsreihen der Insekten einzubeziehen und 
das natürliche System auf die natürliche Entwicklung zu gründen, 
wie sie durch die in den geologischen Formationen gefundenen 
reichen Überreste sich dem Auge darbietet ohne Phantastereien. 



52 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Nene Oxycoryninae der Gattung Metrioxena Pasc. 

(Curciilionidae.) 

Von Dr. K. M. Heller, Dresden. 

(Mit 8 Textfiguren.) 

In dem Journ. Linn. Soc. X. London, 1870, p. 442, stellte 
Pascoe auf eine Art, serricollis, aus Celebes, die Gattung Metrioxena 
auf. Später beschrieb er noch zwei weitere Arten der Gattung, 
nämlich subi-ittata , ebenfalls aus Celebes , in derselben Zeitschrift 
XII, 1873, p. 27 und decisa, aus Ternate , in den Ann. Mus. 
Genova, 2. ser. II, 1885 p. 229. 

Gelegentlich der dankenswerten Erfüllung meiner Bitte um 
das Balaninusmaterial des Stettiner Museums sandte mir Herr 
Dr. Günther Enderlein auch eine Reihe von anderen Rüsselkäfern 
zur Bestimmung ein, die sich als zur Gattung Metrio.vena gehörend 
erwiesen. Der Umstand, daß die mir vorgelegten Stücke alle aus 
Sumatra , gesammelt von Dr. H. Dohrn , herrühren und 6 ver- 
schiedenen Arten angehören , läßt vermuten , daß die Anzahl der 
indo-malayischen Arten eine weit größere ist, als man bisher an- 
nehmen durfte. 

Pascoe gibt für seine Arten keine sekundären Geschlechts- 
unterschiede an ; vermutlich hat ihm von M. serricollis ein Weibchen, 
von subvittata ein Männchen vorgelegen , denn bei einer mir 
in mehreren Exemplaren beider Geschlechter vorliegenden Art : 
sumatrana sp. n. zeigt sich , daß nur die, im allgemeinen viel 
häufigeren Weibchen einen fadenförmigen Rüssel haben , während 
bei den Männchen (bei allen Arten ?) der Rüssel auf seinem 
Rücken jederseits eine feine Längsleiste, bei sumatrana und discoidalis 
außerdem unterseits eine bürstenartige Behaarung aufweist. Die 
letzterwähnte neue Art zeigt aber auch , daß in der Form des 
Halsschildes die beiden Geschlechter sehr verschieden sein können, 
wie weit dies auch für die anderen Arten zutrifft , kann nur ein 
größeres Material lehren. Auch über die Lebensweise der Gattung 
ist noch nichts bekannt. Die mir vorliegenden Arten waren meist 
mit einer unlöslichen und schwer zu entfernenden Schmutzschicht 
bedeckt, die auf den Aufenthalt in faulem Holz, oder in fleischigen 
Früchten schließen läßt , doch hat für den argentinischen O.vy- 
corymis hydnorae Pasc, der verdiente Leiter des Museums in La 
Plata , Carlos Bruch , festgestellt , daß er in den Blüten von 
Prosopanche hurmeisteri Du Bai^ lebt. 

Die weiter unten als neu beschriebenen Arten habe ich in 
folgender Tabelle mit den bereits bekannten übersichtlich zu- 
sammenzustellen versucht : 



Heller, Neue Oxycoryninae d. Gatt. J/e/r/o.rena Pasc. (Curculionidae). 53 

Ä' Flügeldecken am Ende der Naht je mit einem großen spitzen 
Dorn enderkhn sp. n. 

A Flügeldecken an der Nahtspitze ohne deutlichen Dorn. 

B' Stirn über den Augen mit je einem hinten steil abfallenden, 
vorn an der Rüsselwurzel sich gabelförmig vereinigenden 
kammartigen Längswulst. Halsschildseiten undeutlich ge- 
kerbt , die Seitenecken des Vorderrandes nicht zahnartig 
vorspringend. Flügeldecken braun , mit gelbbraunem , von 
der Schulter nach der Nahtspitze ziehendem Längsstreifen, 
2. Spatium nur an der Wurzel, das 4. und 7. der ganzen 
Länge nach erhaben subvittata Pasc. 



Fisr. 1 



Fiff. 3. 



Fiff. 4. 




Fig. 8. 



Halsschild von: Fig. 1 Metrio.rena enderleini (cf), Fig. 2 M. niorio (5), 
Fig. 3 discoidalis {(f), Fig. 4 discoidalis ($), Fig. 5 fulva (5), Fig. 6 sub- 
vittata ($), Fig. 7 sumatrana (cf) und Fig. 8 margineUa (5). 



B Stirn über den Augen ohne kammartigen Längswulst , die 
hinten durch eine Furche abgegrenzte Stirn flach, zuweilen 
in der Mitte ihres Hinterrandes mit Längsgrube. 

C" Flügeldecken ohne deutlich erhabene Längsstreifen. 

D' Hellbraun , Schultern und eine große Makel in der Mitte 
der an der Spitze winkeligen Decken (Pascoe : „apicibus 
angulatis") dunkel gelbbraun, letztere von der Naht geteilt 

decisa Pasc. 
Halsschild schwarz , Flügeldecken mit schwärzlicher Naht 
und breiter schwärzlicher Querbinde vor der Mitte 

discoidalis sp. n. 
Flügeldecken nur an der Wurzel des 2. und 4. Spatiums 
mit abgekürztem erhabenen Streifen ^). 



D 



r' 



54 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

E' Bräunlich gelb, Flügeldecken braun, jede mit einer großen, 
die hintere Deckenhälfte einnehmenden gelblichen, elliptischen 
Makel serricollis Pasc. 

E Rötlich gelbbraun, Halsschild, Schildchen, Naht und Seiten- 
rand der Decken , dieser breiter und nach innen zu ver- 
waschen schwärzlich marginella sp. n. 

C Flügeldecken mit wenigstens vor der Spitze leistenartig er- 
habenem 4. Spatium ^). 

F' Erstes Fühlerglied länger als die zwei folgenden zusammen, 
Halsschild ringsum kragenartig abgeschnürt , Schildchen so 
lang wie breit, 4. und 7. Spatium^) schwach erhaben 

flava sp. n. 

F Erstes Fühlerglied nicht länger als die beiden folgenden 
zusammen. 

G' Käfer ganz einfarbig schwarz. Vorderecken des Halsschildes 
nicht zahnartig vorspringend morio sp. n. 

G Käfer gelbbraun , Vorderecken des Halsschildes spitz zahn- 
artig vorspringend sumatrnna sp. 

Metrioxena enderleini sp. n. (cf.) 

Fulva, rostro, vertice. vitta thoracali mediana, scutello ely- 
trisque, macula basali triangulari fulva excepta, nigris ; antennis 
basi rufescentibus apicem versus nigricantibus ; prothorace cari- 
nulis spatioque extremo infuscatis, margine antico utrinque dentato- 
producto ; elytris sutura spina apicali longa subincurvata. | 

Long. 6, lat. 2 mm. 

Hab. : Sumatra, Bekantiang, legit Dr. H. Dohrn, unicum in 
Mus. Stettin. 

Bräunlich gelb, der Rüssel, die Stirn und der Scheitel, ein 
Mittelstreifen auf dem Thorax, das Schildchen und dTe Flügeldecken 
mit Ausnahme einer gemeinsamen dreieckigen gelben Basalmakel, 
deren Spitze fast bis zur Nahthälfte reicht, schwarz. Rüssel fast 
so lang wie die Halsschildmittellinie , sein Rücken jederseits mit 
äußerst fein gekerbter Längsleiste, zwischen den Leisten längs- 
streifig. Fühler in der Basalhälfte rötlich braun, in der Apical- 
hälfte schwarz. Erstes Glied länger als das zweite, dieses dicker 
als das eben so lange dritte, das sechste Glied das kürzeste, das j 
neunte etwas länger als das zweite. Halsschild wenig breiter [ 
als lang , größte Breite der welligen Seitenränder im basalen 
Drittel , Vorderrand breit abgeschnürt , die Ecken spitzwinklig 
vorgezogen, der dunkle Mittelstreifen so breit wie das Schildchen, 



') Pascoe zählt im Gegensatz zu Faust, dem ich folge, die Naht 
als 1. Spatium mit, daher sein 5. und 8. Spatium meinem 4. und 7. 
entspricht. 



Heller, Neue 0.vycori/ni7ute d. Gatt. Metrioxena Pasc. (Ciirculionidae). 55 

am Vorderende verbreitert, mit haarfeiner Mittelleiste, Zwischen- 
räume zwischen den Leisten mäßig dicht punktiert , der Grund 
schwach chagriniert. Schildchen dicht punktiert , etwas breiter 
als lang, fast rechteckig, der Hinterrand leicht gerundet. Flügel- 
decken mehr als l^/g mal so lang wie breit, die Punktreihen im 
Spitzendrittel verworren und feiner , der innen von gröberen 
Punkten begrenzte Seitenrand breit glatt , die äußere innerhalb 
der Schulter beginnende Längsleiste im Spitzendrittel abgekürzt. 
Unterseite einfarbig gelb, nur die Schenkelspitzen leicht gebräunt. 

Metrioxena discoidalis sp. n. (cf ?•) 

Nigra, elytris basi dimidiaque apicali, sutura nigra excepta, 
fulvis ; maris rostro supra et lateribus longitudinaliter subsulcato, 
subter barbato ; prothorace basi apiceque late constricto, carinula 
discali externa in dimidia parte postica abbreviata, interna aequa- 
liter distante, lateribus undulatis antrorsum convergentibus ; ely- 
tris subseriato-, lateribus confuse punctatis, haud carinulatis. 

Long. 3, lat, 1,2 mm. 

Hab. : Sumatra, Bekantiang, leg. Dr. H. Dohrn, in Mus. Stettin 
et Dresden. 

Schwarz, Wurzel der Decken, sowie deren Apicalhälfte, die 
schwarze Naht ausgenommen , gelbbraun. Rüssel des Männchens 
auf dem Rücken und an den Seiten längs gefurcht, unterseits fein 
bürstenartig behaart, die Seitenkanten äußerst feingekörnelt gekerbt. 
Fühler in der Basalhälfte rötlich , das zweite Glied etwas kürzer 
als das erste. Halsschild schwarz, Vorder- und Hinterrand breit 
abgeschnürt , Seitenrand wellig , nach vorn leicht konvergierend, 
vor der Vorderrandabschnürung beim Männchen rechtwinklig 
verrundet , beim Weibchen mit spitzem Zähnchen , in der Mittel- 
linie und beiderseits der Scheibe mit feinen Längsleisten , von 
welchen die äußere in der hinteren Hälfte abgekürzt ist. Zwischen- 
räume zwischen der Mittelleiste und den inneren Leisten ziemlich 
dicht und kräftig punktiert , zwischen der inneren und äußeren 
Leiste weitläufiger und etwas gereiht punktiert und fein chagriniert. 
Schildchen rundlich , kaum punktiert. Flügeldecken ohne deut- 
liche Längsleisten, nur das 4. Spatium so wie die Naht streifen- 
artig glatt , aber kaum erhöht. Unterseite schwarz , Schenkel 
bräunlich, Abdomen unpunktiert. 

M etrio x e n a vi ar g i n eil a sp. n. ( $.) 

Fusca , rostro , prothorace , scutello , elytrorum sutura mar- 

gineque laterali diffuse nigris ; rostro prothorace paulo longiore, 

distincte remote punctato ; antennis basi fulvescentibus , articulo 

secundo tertio aequilongo ; fronte rugosa , supra oculos elevata ; 



56 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

prothorace aiigulis aiiticis posticisque minute denticulato-productis, 
carinulis exterioribus postrorsum paulo divergentibus ; elytris in 
parte apicali haud, in dimidia parte basali subseriato - punctatis, 
subtiliter parceque setulosis, l)asi apiceque utrinque costulis duabus 
abbreviatis. 

Long. 2,5, lat. 1 mm. 

Hab. : Tenimber (Timorlaut) , ex Mus. Tring in coli. Faust, 
Mus. Dresden. Sumatra, Bekantiang, Mus. Stettin. 

Rotbraun, Halsscliild, Schildchen und die zufolge sehr feiner, 
kurzer spärlicher Behaarung matt erscheinenden Decken an der 
Naht und am Seitenrande, hier bis über die Humeralrippe hinaus 
schwärzlich. Rüssel etwas länger als der Halsschild , zerstreut 
punktiert. Stirn runzlig, über den Augen etwas wulstartig, die 
sie begrenzende Querfurche in der Mitte ohne Längsgrübchen. 
Halsschild mit nach vorn konvergierenden Seitenrändern , die 
Vorderecken mit kleinem, die Hinterecken mit sehr spitzem Zahn, 
zwischen den Leisten grob und ziemlich dicht punktiert. Schildchen 
rundlich, dicht punktiert. Flügeldecken nur an der Wurzel und 
an der Spitze mit je zwei deutlicheren Längsleisten, in der Basal- 
hälfte etwas gereiht punktiert, in der Apicalhälfte an den Seiten 
weiter nach vorn hin unpunktiert , Deckenwurzel , soweit die 
abgekürzten Leisten reichen , zwischen Naht und der zweiten 
Leiste mit 7, dahinter nur mit 5 Punktreihen. Die schwärzliche 
Seitenrandfärbung reicht bis über die Humeralleiste hinauf. Unter- 
seite bräunlich gelb. Die Exemplare aus Sumatra sind durch 
Verschmutzung sehr unkenntlich , gehören aber doch wohl dieser 
Art an. 

M et rio X e n a f u I v a sp. n. (?.) 

Unicolor fulva , solum metasterno , clava scutelloque nigri- 
cantibus ; rostro prothorace duplo longiore, vix punctato ; protho- 
race margine antico fortiter constricto, angulis anticis acute den- 
tatis, lateribus rotundatis ac undulatis, antrorsum subconvergen- 
tibus , angulis posticis rectis , basi truncata ; elytris subtiliter 
seriato-punctatis, costula subsuturali abbreviata, costula discoidali 
et humerali tenuibus, apice acutioribus. 

Long. 4, lat 1^2 i^"^- 

Hab. : Sumatra, Bekantiang, leg. Dr. H. Dohrn, in Mus. Stettin 
et Dresden. 

Einfarbig bräunlich gelb , nur die Rüsselspitze , die Hinter- 
brust und das Schildchen schwärzlich. Rüssel länger als der 
Halsschild, unpunktiert. Erstes Fühlerglied länger als die zwei fol- 
genden zusammen , das dritte deutlich kürzer als das vierte. 
Halsschild mit kragenartig abgeschnürtem Vorderrand , dessen 
Seitenecken als spitze Zähnchen vorspringen , Basis gerade ab- 



Heller, Neue Oxycoryninae d. Gatt. Metrio,re7>aF'a.sc. (CurcuUonidae). 57 

gestutzt , die Seiten gerundet , nach vorn konvergierend mit 
ungefähr fünf stumpfen Zähnen, Scheibe mit wenig divergierenden 
Längsleisten. Schildchen so lang wie breit , mit abgerundeter 
Spitze, jederseits mit Punktreihe. Flügeldecken am Ende einzeln 
stumpfwinklig zugespitzt , mit feinen Punktreihen und zwei 
schwachen , nur im Spitzenteil scharfen Längsleisten , eine von 
den Schultern ab, die andere in der Deckenmitte verlaufend, eine 
dritte, nur an der Wurzel deutliche , in der Mitte zwischen der 
erhabenen, relativ breiten Naht und der Mittelrippe. Decken am 
Ende einzeln spitzwinklig verrundet, die verkürzte Naht mit kaum 
wahrnehmbarem, kleinem Zähnchen. 

M e t r i x en a m orio sp. n. ( $. ) 

Aterrima, capite, prothorace subter, mesosterno antennisque 
basi subsanguineis , sulco frontali impressione mediana oblonga ; 
prothorace longitudine latiore , basi utrinque subsinuato , angulis 
anticis rectis , lateribus subundulatis , antrorsum convergentibus, 
in sexta parte basali sinuatis , angulis posticis acutis , spatiis 
inter carinulis dorsalibus concavis, minute sat remote punctatis ; 
elytris carinulis duabus integris , tertia , subsuturali abbreviata, 
spatiis usque ad apicem subseriato-punctulatis , epipleuris in di- 
midia parte basali planis, uni-seriato-punctatis, in dimidia parte 
apicali subconcavis. 

Long. 6, lat. 2 mm. 

Hab. : Sumatra , Bekantiang, leg. Dr. H. Dohrn , unicum in 
Mus. Stettin. 

Oberseits ganz schwarz, die Fühlerwurzel, der Kopf und die 
Unterseite des Halsschildes dunkel blutrot. Rüssel länger als 
der Halsschild, Stirn mit tiefer Längsgrube in der Mitte. Erstes 
Fühlerglied länger als das zweite, dieses so wie das dritte und vierte 
unter einander gleich lang , das fünfte kürzer als das vierte. 
Halsschild breiter als lang (7 : 6), die Seiten sehr schwach wellen- 
förmig, nach vorn konvergierend, im basalen Sechstel ausgebuchtet. 
Vorderecken des breit abgesetzten Vorderrandes rechteckig , die 
Hinterecken sehr spitz , Basalrand leicht zweibuchtig. Spatien 
zwischen den Thoraxleisten leicht konkav , mäßig dicht und fein 
punktiert. Schildchen ungefähr quadratisch , mit abgerundetem 
Hinterrand , fein punktiert. Decken doppelt so lang wie an den 
Schultern breit , nach hinten zu etwas bauchig erweitert , der 
ganzen Länge nach gereiht punktiert und mit scharfer Mittel- 
und Humeralleiste , zwischen ersterer und der Naht im ersten 
Achtel der Deckenlänge mit einer abgekürzten Leiste, Naht leicht 
erhaben , an beiden Rändern mit haarfeiner Leiste. Epipleuren 
in der vorderen Hälfte eben , mit einfacher Punktreihe , in der 



58 Stettiner Eiitomologische Zeitung. 76. 1915. 

hinteren Hälfte leicht konkav, Hinterbrust fein gelblich tomentiert, 
Seiten der Vorderbrust mit Punktschwarm. Hinterschenkel bis 
zur Mitte des dritten Bauchsternites nach hinten reichend. 

M etrio X ena sumatr a sp. n. (cf ?• ) 

Subrufescenti fulva, elytris lateribus plus minusve abdomine- 
que infuscatis ; maris rostro prothorace paulo breviore, dorso late 
sulcato , subter barbato , feminae prothorace longiore , filiforme, 
remote seriato-punctato ; fronte in niedio per totam longitudinem, 
in femina subtilius, sulcata ; prothorace transverso, maris latiore, 
lateribus quinquies subdentatis , angulis anticis po.sticisque pera- 
cutis, spatiis inter carinulis longitudinalibus coriariis ac sat for- 
titer punctatis ; scutello subtransverso ; elytris latitudine duplo 
longioribus , sutura apice abbreviata ac minutissime spinulosa, 
costulis tribus, subsuturali valde abbreviata, spatiis inter costulis 
basin versus fortius subseriato-punctatis ; metasterno seria sub- 
marginali, episternis seria postmediana remote rudeque punctatis ; 
abdoniine haud punctato. 

Long. 3 — 3,5, lat. 1,5 — 1,5 mm. 

Hab. : Sumatra, Bekantiang et Sinabong, sat frequenter legit 
Dr. H. Dohrn in Mus. Stettin et Dresden. 

Rötlich gelbbraun, dre Seiten der Decken zuweilen gebräunt. 
Rüssel des Männchens wenig , der des Weibchens deutlich länger 
als der Halsschild , bei ersterem oben breit gefurcht , unterseits 
fein greis bürstenartig behaart, bei letzterem fadenförmig. Stirn 
der ganzen Länge nach mit Mittelfurche. Viertes Fühlerglied 
deutlich kürzer als das dritte. Halsschild quer, beim Männchen 
wesentlich breiter als beim Weibchen und mit mehr gerundeten, 
stumpf fünfzähnigen Seitenrändern , Vorder- und Hinterecken in 
beiden Geschlechtern mit scharfem spitzen Zahn , die Zwischen- 
räume zwischen den Längsleisten lederartig gerunzelt und ziemlich 
grob punktiert. Schildchen quer, verrundet. Flügeldecken doppelt 
so lang wie breit , die erhabene Naht etwas verkürzt und mit 
sehr kleinem spitzen Zähnchen , das Spatium zwischen der Naht 
und der ersten ganzen Längsleiste an der Wurzel gröber als in 
der Spitzenhälfte pianktiert. Hinterbrust und Abdomen schwärzlich, 
erstere neben dem Seitenrande , die Hinterbrustepisternen in der 
hinteren Hälfte mit einer Reihe entfernter grober Punkte. Seiten 
der Vorderbrust, ein dreieckiger Kahlfleck, seitlich außen vor den 
Vorderhüften, ausgenommen, lederartig gerunzelt und dicht punktiert. 
Vorderrandfurche der Vorderbrust mit sehr groben Punkten. 



Kleine, Kurze Bemerkung z. Brenthidengattung Elythracantha Kl. 59 



Kurze Bemerkung 
zur Brenthidengattung Ehjtracantha Kl. 

Von K. Kleiue, Stettin. 

In dieser Zeitschrift, Jahrg. 1914, p. 233 ff., habe ich Ecto- 
eeniiis pogonocerus Fairm. ans der Gattnng Ectocemus herausgenommen 
nnd die Gattnng Elytracantha dafür begründet. Daß ich damit 
recht getan habe , ist mir von mehreren Seiten bestätigt. Herr 
Hofrat Heller, Dresden , dem ich schon soviel Unterstützung in 
meinen Brenthidenstndien verdanke , machte mich auf einige 
Irrtümer aufmerksam, die ich hiermit sofort berichtige. 

1. Der Autor ist nicht Fairmaire , sondern Montrousier , der 
die Art in den Ann. Soc. Lyon, 2. ser. 1855 T. VII, p. 37 
beschrieben hat. Das Zitat im Catal. Col. ist also falsch. 

2. Fairmaire beschreibt diese Art neben E. decermnaculatus in 
den Ann. Soc. Ent. Belg. XXVII, 1883, p. 42 und 43 
noch einmal und gibt selbst Montrousier als Autor an. 

3. Fairmaire scheint sich über den Umfang der Art nicht im 
klaren gewesen zu sein. Montrousiers Beschreibung ist 
aber so bestimmt, daß jeder Zweifel ausgeschlossen ist. 

4. Die Angabe 1887 in Zeile 1 ist natürlich ein Druckfehler, 
es muß heißen 1857 ; siehe auch die Fußnote. 

5. Das richtige Zitat über pogonocerus (die Jahreszahl muß 
1855 und nicht 1857 heißen) findet sich im Cat. Col., 
p. 26 bei Orychodes. Wie es überhaupt möglich ist , einen 
Ectocemus, oder gar den noch weiter entfernten Elytracantha 
hier unterzubringen, bleibt ein Rätsel. 

Der Cat. Col. wie auch die Genera Insectorum sind gefähr- 
liche Hilfsmittel. Am besten , man benutzt .sie überhaupt nicht, 
dann spart man sich Rückschläge und Zeitversäumnisse. 



ßO Stettin er Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Osmylidae. 

Beiträge zu einer Monographie der Neuropterenfamilie 
der Osmyliden. 

Von Professor Leopold Krüger, Stettin. 

VIII. Anhang II. 

Im Jahre 1913, ausgegeben den 26. August 1913, hat Bauks 
eine Schrift veröffentlicht , die auch einiges über Ö s ni y 1 i d e n 
enthält und leider von mir übersehen worden ist , obwohl sie im 
Besitz unseres Entomologischen Vereins zu Stettin war. 

1913. Banks. Sjnopses aud descriptions of exotic Xenroptera. 

Transactions of the American Entomo- 
logical Society. XXXIX. 1913. p. 201—242. 
Osmyliden p. 211 — 216. 

Er teilt hier seine Neuroptera in eine Anzahl Familien, und 
eine von diesen nennt er Henierohiidae im Gegensatz zu z. B. 
Chrijsopidae, Myrmeleonidae . Der Begriff Hemerobiden hat bekannt- 
lich eine lange geschichtliche Vergangenheit und einen höchst 
Wechsel vollen Inhalt. Banks teilt seine Familie Herne rohi hl ae in 
4 Unterfamilien: Dilarinae, Psychopsiiiae, Osmylinae, Hemerohiinae. Mit 
welcher Begründung sowohl die Vereinigung als auch die Gegenüber- 
stellung und Trennung der drei letzten erfolgt, ist mir recht schleier- 
haft geblieben, da eine Begründung in der Tat nicht gegeben wird. 
Jedenfalls habe ich, und wohl auch andere , hierül)er eine völlig 
abweichende Meinung. Ich bereite eine größere Arbeit über die 
Systematik der Neuroptereu vor, von der schon wesentliche Teile 
seit längerer Zeit fertig sind , und werde hierin meine Gründe 
genau auseinandersetzen. 

Seine ünterfamilie Osinijlinae entspricht nicht der von 
Handlirsch aufgestellten und von mir weiter durchgearbeiteten 
Familie Osmt/lidae, sondern ist bei ihm nur eine Unterfamilie, 
aber von viel größerem Umfange als diese. So rechnet er Poly- 
stoechotes, Beroiha, Sisp^a, Nymphes, Myiodacfylus, Gumilla, Osmylus usw. 
und andere allesamt in diese seine Unterfamilie , obwohl es doch 
wohl jedem Kenner klar sein muß, daß diese Gattungen in ihrem 
ganzen Körperbau, in Antennen, Tarsenbildung und besonders im 
Geäder so auffällige Unterschiede zeigen, daß es ein Unding ist, 
sie in den so engen Begriff Unterfamilie hineinzubringen. Wie 
weit diese Gattungen phylogenetisch auseinanderweichen , zeigt 
der Ableitungsversuch Handlirschs in seinem auf eingehenden 
Studien und mit höchst geübtem Scharfblick für das Wesentliche 
aufgestellten Stammbaum , dessen Wahrscheinlichkeit auch für 



Krüger, Osmylidae. VIII. Anhang II. 61 

mich sehr hochgradig ist, wenn sich auch natürlich durch neuere 
Erkenntnisse Abänderungen ergeben mögen. 

Aber Banks hat sich doch gezwungen gesehen, seine Unterfamilie 
noch in kleinere Gruppen auf -?'«?, Tribus, zu zerlegen. 

Nun wäre es ja im Grunde höchst gleichgültig, ob eine Ver- 
wandtschaftsgruppe mit Tribus, Unterfamilie , Familie oder Über- 
familie bezeichnet wird und auch die Benennung auf ini, inae, idae 
könnte uns kalt lassen. Aber bei den N e u r o p t e r e n als einer 
untergehenden Insektengruppe von sehr hohem Alter, von höherem 
Alter als andere heute in so zahlreichen Arten vertretene Oi;d- 
nungen , ist der Verwandtschaftsgrad bei den noch bestehenden 
Gattungen kein so naher , daß man ihrer viele in eine Tribus 
oder Unterfamilie stecken kann ; vielmehr ist die Zahl der aus- 
gestorbenen Zwischenglieder bereits so groß , daß vielfach nur 
noch einzelne Gattungen die so sehr zusammengeschrumpften 
Familien darstellen. 

Banks stellt daher ganz heterogene Elemente sogar zu Triben 
und Unterfamilien zusammen und übt durch diese Willkür einen 
Zwang und Druck aus , der das verwandtschaftliche Bild dieser 
Gattungen, sowie der Unterfamilien und Familien in unnatürlicher 
Weise verschiebt. 

Dies ist dann aber kein wissenschaftlich-systematisches, son- 
dern nur ein rohes , mechanisches Sammler - Verfahren , während 
doch ein wohlbegründetes System ein möglichst getreues Abbild 
der natürlichen Verwandtschaft sein soll. 

Noch schlimmer wird ein so übles Verfahren , wenn irgend- 
einem Grundmerkmal zuliebe , das gute Bestimmungstabellen 
gibt , eine Gattung aus ihrem natürlichen Verbände heraus- 
gerissen und einer anderen Gruppe von fremder Abkunft zu- 
gewiesen wird. Und dies geschieht bei Banks. 

Er stellt als Synopsis eine „Table of Genera of 
smy linae"' auf , worin nach dichotomischer Weise auf Grund 
einzelner Merkmale , die meist von Adern , geringwertigen und 
schwerwiegenden in buntem Wechsel , aber auch von Tarsen und 
Ocellen, auch in ungleicher Bewertung, genommen sind, die Triben 
und weiter die Genera gewonnen werden. 

Nun ist eine solche Tabelle ja ganz nett und bequem für 
den Sammler und oberflächlich nur bestimmend arbeitenden Ordner 
einer Sammlung. Aber nie und nimmer wird man uns einreden 
können , daß diese heute von. so vielen schematisch arbeitenden 
Vielschreibern gebrauchte Art als Ergebnis eine natürliche und 
ausreichende Begründung natürlich zusammenhängender Gruppen 
geben kann. Und mit diesem Anspruch tritt doch wohl die 
Banksche Tabelle auf, wenigstens wird sie so von dem Japaner 



Q2 stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

N a k a h a r a in einer Schrift , die ich nachher noch eingehend 
zu würdigen habe, aufgefaßt und gebraucht. 

Die Pohjstoechotini z. B. unterscheidet Banks von allen andern 
durch die ihnen zukommende zurücklaufende Ader. Als Tribus- 
Merkmal dürfte das wohl die denkbar kümmerlichste Begründung 
sein. Die von Banks noch als Ergänzung hinzugefügten Merk- 
male hat diese Abteilung nicht ausschließlich , während wesent- 
liche Merkmale fehlen. Ein Gesamtbild fehlt. 

Die Tribus Nymphiui und Osmylini zusammen werden von ihm 
durch folgende Merkmale charakterisiert : 

Ohne rücklaufende Ader (gegen Pohjstoechotini) ; Flügel mit 
vielen QuA außer den Stufenadern (gegen Berothini und Sisyrini)-, 
immer mit Härchen (nur gegen Sisyrini , z. T. auch gegen Pohj- 
stoechotini) ; das ist alles. 

Sie werden wie folgt voneinander unterschieden : 
Nymphini : HFl — Cu ohne parallelen Gabelast ; 
Osmylini : HFl — Cu mit langem parallelen Gabelast. 

Das ist wieder alles. 

Es kann wohl niemand behaupten, daß er nach dieser Kenn- 
zeichnung eine Vorstellung von einer dieser Gruppen hat , oder 
daß die Kennzeichen in einer auch nur annähernd erschöpfenden 
Weise gewürdigt sind. Banks hat eben nichts als eine mecha- 
nische Bestimmungstabelle : Synopsis = Übersicht auf Grund einiger 
augenfälligen Merkmale gegeben, ohne Rücksicht auf alle übrigen, 
aber kein System. 

Ich weise hier noch ausdrücklich darauf hin, daß Banks zur 
Gewinnung seiner Triben kaum andere als Geäderraerkmale be- 
nutzt, und daß auch zur Aufstellung der Unterfamilien und später 
der Gattungen in erster Linie Geädermerkmale benutzt werden, 
ebenso daß andere Merkmale (abgesehen von den Dilariden) nur 
untergeordneten und ungleichen Wert haben, sobald sie auftreten. 
Man vergleiche hierzu p. 68, 69 über Nakahara. 

Noch übler sieht es aus in dieser Synopsis in betreff der 
Auffassung des Inhalts dieser Triben. Aus der Tribus Osmylini 
nimmt Banks die Gattung Spilosmylus heraus und in die Tribus 
Nymphini hinein , und zwar dies einzig und allein auf Grund des 
kurzen 2. Cubitusastes im Hinterflügel: „Cup kurz" nach meiner 
Ausdrucksweise. Es ist mir ein Rätsel , wie jemand Spilosmylns 
und Verwandte, entsprechend dann natürlich auch Protosmylus und 
Verwandte , von den echten Osmylus-Arten trennen und sie mit 
den phylogenetisch und in ihrem ganzen Bau so fern stehenden 
Nymphes-Yevwsindten vereinigen kann. Die Spilosmyhts-Gvui)\w. ist 
eine echte s m y 1 i d e n - Gruppe und hat mit den N y m p h i d e n 



Krüger, Osmylidae. VIII. Anhang II. 63 

nur zufällig den kurzen Cup gemeinsam, während der Cua, eine 
Hauptader, sich bei Spilos7nylus genau wie bei den echten s m y - 
1 i d e n verhält und bei den echten N y m p h i d e n von ganz anderer 
Bildung ist. Eine derartig künstliche Gruppierung ist für unsere 
neuere Wissenschaft ein völliger Rückschlag in eine Zeit , die 
150 Jahre zurückliegt und durch die Namen Linne und Fabricius 
gestempelt ist. 

In einer Arbeit über die Familie Xijmphidae, die sich den 
Osmylidae anschließt, werde ich in kürzester Zeit den weiteren 
Beweis für meine Auffassung bringen , vor allem auch die voll- 
ständige Familiencharakteristik beider Gruppen. 

Die von Banks aufgestellte Nymphiden-Gattung Osmijlops mit 
placidus Gerst. war von mir schon 1912 als solche erkannt worden. 
Auch hatte ich eine ausführliche Beschreibung und einen Namen 
fertig. Da die Veröffentlichung leider erst in diesem Jahre er- 
folgen kann , ist mein Name natürlich nun hinfällig , während 
meine Beschreibung neben der höchst kümmerlichen von Banks 
wohl für die Charakterisierung maßgebend und grundlegend sein 
dürfte. Das letzte gilt von meinen Beschreibungen sämtlicher 
übrigen Nymphiden, soweit sie mir vorlagen. 

Zu den echten Osmyliden von Banks ist noch folgendes zu 
bemerken. Von dem reichen Geäder der echten Osmyliden , wie 
ich es in meiner Arbeit in eingehendster Weise behandelt habe, 
finden wir bei Banks außer den oben erwähnten Queradern, dem 
Hinterast des Cu im HFl nur die M des VFl und HFl und ihre 
Gabelung, dann noch die vielen Sc-QuA bei Porismus. Für die 
Osmyliden und ihre Verwandten ist jedoch das Geäder und seine 
überraschende Gesetzmäßigkeit so wesentlich wie für die Odo- 
naten , deren bewunderungswürdige Bearbeitung eben nur durch 
die aufmerksamsten und eingehendsten Geäderstudien von S e 1 y s , 
Hagen u. a. und neuerdings von N e e d h a m möglich wurde. 
Ein paar gelegentliche Bemerkungen über flüchtig , wenn auch, 
z. T. wenigstens , richtig gesehene • Aderbildungen , wie sie 
Banks auf einer Sommerstudienreise sammelte , entsprechen nicht 
dem Ernste eines solchen Studiums. 

Auch die übrigen Merkmale sind nach ihrer Anwendung 
und Bewertung ganz willkürlich gebraucht worden. Von einem 
System der Osmyliden , d. h. einer natürlichen Übersicht kann 
gar nicht die Rede sein , nur von einer mechanischen Zu- 
sammenstellung. Die von Banks hineingestellte Navassche Gattung 
Giimilla gehört ihrer langen Antennen und anderen Merkmale 
wegen nicht hierher , wie ich später zeigen werde und schon 
früher betont habe. 



64 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Um mein Urteil wenigstens z. T. schon hier zu begründen, 
gebe ich noch einmal den einzigen von Banks gegebenen Unter- 
schied zwischen seinen NijmpJihti und Ostnylini : 

Xf/mpliinf. In hind-wings the cubitus has no fork running 

parallel to it. 
Osmylini. In the hind-wing the cubitus has a long fork 
running parallel to it for a long distance. 

Dies ist tatsächlich die Begründung von Banks für die Auf- 
stellung seiner beiden Triben, Hätte er weitere Merkmale hier 
aufgestellt, so hätte er Spilosnujlus nicht von den echten Osmyliden 
trennen und zu den Nymphiden stellen können. Jedes fernere 
Merkmal hätte die echten Nymphiden von den Osmyliden 
weiter entfernt und zugleich Spilosmylus als echte Osmylide er- 
kennen lassen. Ein so wichtiges Merkmal, wie es die Länge 
des ersten Tarsengliedes ist, so wichtig für die Trennung 
von Nymphiden und Osmyliden, dient Banks nur zur Unterscheidung 
von 2 Gattungen : Osmylops und Spilosmyhis. Die Antennen 
werden überhaupt nicht berücksichtigt , und sie sind hier wie in 
den übrigen Neuropteren-Familien, ebenso wie in den anderen In- 
sektenordnungen, ein Merkmal ersten Ranges. 

Für die natürliche Gliederung seiner echten Osmylinen 
legt er die Gabelung der Media des Vorder flügels 
zugrunde. In der Tat ist sie ein recht starkes Merkmal, wenn 
keine stärkeren Merkmale vorhanden sind. Gegen solche muß 
sie aber zurücktreten, oder es ergeben sich unnatürliche Gruppen. 
Und diese erhält Banks tatsächlich. Durch die ganze 
Familie der Osmyliden geht eine Spalt u.ng in 
2 Gruppen, und ich war schon halb bereit , beide Gruppen 
als Familien zu betrachten ; so tief geht diese Spaltung. Aber 
die Übereinstimmung in einer großen Anzahl von Merkmalen 
sowohl im Körperbau im allgemeinen , wie in Einzelheiten von 
hervorragender Bedeutung : Mundteile, Antennen, Tarsen, Sexual- 
organe , wie auch eine weitgehende Übereinstimmung im Flügel- 
geäder ließen nur eine Trennung in 2 Divisionen A^o mos - 
mylidae und Anomo smy lidae gerechtfertigt erscheinen. Beide 
Divisionen haben aber für sich einen inneren Zusammenhang , so 
daß es unmöglich ist , Tiere aus einer derselben in die andere 
hinüberzustellen. 

Die Atutmosniyliden zeigen im Geäder eine noch nicht 
zum Gesetz erhobene Anordnung des Kleingeäders , welche auf 
eine uralte gemeinsame Abstammung und zugleich innewohnende 
Unlust zu Veränderungen (nämlich zu gesetzmäßigen Verein- 
fachungen : Spezialisierung) hinweist. Daß hierbei in der Gabelung 
der M des VFl trotzdem eine Änderung in einzelnen Gruppen 



Krüger, Osmylidae. VIII. Anhang II. 65 

dieser Abteilung eingetreten ist , erscheint dem gegenüber von 
geringerer Bedeutung. Weiter zeigen sie in der Gabelung der 
Haftlappen eine zweite wichtige Gemeinsamkeit, die sie sogar den 
Nymphiden nähert. Endlich zeigen sie in der Bildung der weib- 
lichen Genitalien wie auch der männlichen , trotz der Überein- 
stimmung mit den Nomosmyliden, eine innere Gemeinsamkeit, die 
sie als zusammengehörig erkennen läßt. Kalosniylus , Stenosmi/lus, 
Porismus und Verwandte sind voneinander untrennbar. 

Banks bringt nun Kalosmjlus Krgr. (syn. Kempynus Nav., Name 
ohne Typus und Beschreibung) und Osmyltnus Banks (eine dixdKalosmylus 
longipennis Walk, ohne eigentliche Beschreibung gegründete Gattung) 
in die nächste Nähe von Osmyhis , nur weil bei ihnen die M im 
VFl nahe dem Grunde gegabelt ist ! Alle die zahlreichen Geäder- 
unterschiede, die ich aufgefunden habe , abgesehen von den oben 
aufgezählten wesentlichen Unterschieden, bestehen für Banks nicht. 

Eine weitere Unbegreiflichkeit ist die Aufnahme von Gumilla 
Nav. in die echten Osmyliden. Die langen borstenförmigen An- 
tennen dieser Gattung schon zeigen, daß Gumilla völlig außerhalb 
der Familie der Osmyliden steht. Auch die Bildung der Geni- 
talien und die Anhänge deuten auf eine ganz selbständige Stellung 
hin , wozu nun noch die völlig abweichende Geäderbildung tritt. 

Alle diese Mißgriffe zeugen von einer Oberflächlichkeit , die 
bei einem so gewiegten Entomologen wie Banks unverzeihlich ist. 
Dergleichen darf sich nur Navas erlauben, der als erster Gumilla 
zu den Osmyliden stellte. 

Über die von Banks behandelten Gattungen und Arten von 
echten Osmyliden ist noch folgendes zu sagen. 

Er erkennt , daß Hyposmylus Mc L. und Dictyosmylus Nav. 
durch QuA verbundene Costaladern und dadurch dasselbe Gattungs- 
merkmal haben; er meint, daß Osmylus uubeculosus Nav. dasselbe 
ist wie Dictyosmylus lunatus Nav. Er behauptet , daß Parosmylus 
Needh. auf Grund des Hüfthakens an der Vorderhüfte als Gattung 
aufgestellt ist, was nicht ganz richtig ist, da Needham eine 
ganze Reihe von Merkmalen aufstellt, die allerdings, wie der 
Hüfthaken, z. T. Familien- und Unterfamilienmerkmale sind, z. T. 
aber auch die Gattung als solche begründen ; die letzteren sind dem 
Geäder entnommen usw. in ähnlicher Weise, wie es von mir ge- 
schehen ist , allerdings ohne die von mir gegebene Auffassung 
einer Gesetzmäßigkeit : 

Gradate cross-veins hardly differentiated , ihe cross-veins of 
the disc being numerous and irregulär in arrangement. 

Ich möchte an dieser Stelle noch bemerken, daß ich die von Need= 
ham gegebenen Abbildungen auf Tatel XXI, besonders die der Mund- 
teile, für ganz unzulänglich, ja in Einzelheiten für völlig falsch halte. 

5 



60 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Für Banks sind die Geädermerkmale für die Aufstellung 
dieser Gattungen nicht ausreichend , und da nun , wie er 
richtig erkennt , die $ dieser Osmyliden wie Osmylus chrysops L. 
[maeulatus F.) den Hüfthaken gemeinsam haben , verwirft er alle 
diese Gattungen zugunsten von Osmylus, wenigstens bis bessere 
Charaktere aufgestellt sind. Ich fürchte, die von mir aufgestellten 
auf Geäder begründeten Gattungsmerkmale sind für Banks auch 
nicht ausreichend. Doch das ist ja Ansichtssache ! Für mich 
und hoffentlich für viele andere sind sie vollgültig, da diese Gat- 
tungen dadurch ja nicht auseinanderfallen und ihre Zusammen- 
gehörigkeit durch ihre ünterfamilienmerkmale bindend und scharf 
genug gezeigt wird. 

Ich will noch hervorheben, daß Banks richtig erkennt, daß 
das $ , und nicht das cf , den Hüfthaken hat , wie schon Leon 
Dufour 1848 und Hagen 1852 , endlich ich 1912 gezeigt haben. 
Die Bemerkungen von Banks über Hyposmylus , Dictyosmyhis 
und Parosmylus sind auch in meiner Arbeit von 1913 bereits 
enthalten, aber weit ausführlicher und eingehend begründet. 
Seine Bemerkung über Osmylus (?) mibeculosus Nav. kann ich nicht 
nachprüfen, da ich, wie schon 1913 erwähnt, die Type nicht 
gesehen habe ; 0. nuheculosus Nav. bleibt also zweifelhaft. 

Banks beschreibt einen neuen Spilosmylus , nämlich tmeriatus 
Banks. Er gibt als Type für Spilosmylus die Art Kolbes : afrieanus 
an. Nun hatte Kolbe keine Type aufgestellt, und daher bestimmte 
Navas 1911 als solche tuber mlatus ^a\k., die älteste Art dieser 
Gruppe. Für Kolbes Art habe ich 1913 die neue Gattung 
Ripklosmylus abgetrennt. 1914 habe ich beide Gattungen weiter 
in Gattungen aufgelöst , und es ist daher fraglich , zu welcher 
von meinen Gattungen friseriatus gehört. Aus der Beschreibung 
von Banks vermute ich nach den 3fachen Linienflecken, nach der 
Zeichnung des Hinterrandflecks des VFl und nach den dunklen 
basalen QuA in der Mitte des Flügels , daß triseriatus zu Coiichyl- 
osmylus gehört. Type d' in Banks' Sammlung. Heimat Queens- 
land, also der erste der Gruppe Spilosmylus aus Australien, wenn 
nicht eine Verwechslung des Fundortes vorliegt. Conchylosmylus 
ist von den Obi-Inseln und Amboina. 

Die Gattung Lysmus Nav. ist nach Banks synonym zu Spil- 
osmylus , doch ist diese Frage durch Banks Angabe jedenfalls 
nicht entschieden, da hierzu eine genaue Geäderuntersuchung der 
Type harmnndinus Nav. erforderlich ist, die von Banks nicht be- 
richtet wird. Eine nackte Meinungsäußerung genügt wissen- 
schaftlich nicht , wenn sie den Anspruch auf Richtigkeit erhebt. 
Siehe zu Lysmus noch p. 74, 77, 79. 

Über die von Navas aufgestellte aber nicht begründete 



Krüger, Osmylidae. VIII. Anhang II. 67 

Gattung Kempumis Nav., die mit ihrem nach meiner Ansicht zu 
Recht bestehenden Namen Kalosmyliis Krüger heißt , sagt Banks 
nach Navasschem Muster: Geäder wie bei smylus. Eine 
größere Kurzsichtigkeit oder Oberflächlichkeit ist für einen Neuro- 
pterologen wohl nicht denkbar ! Über die systematische Stellung 
vergleiche oben p. 64, 65. Banks rechnet hierzu außer der Type 
incisus Mc L. noch citrinus Mc L. und stellae Mc L., welche letztere 
Art von mir als Gattung Euosmylns abgetrennt wurde. 

Die von mir zweifelhaft zu Kalosmulus gestellte Art longipennis 
Walk, hat Banks scheinbar gesehen ; er trennt sie von Stenosmylus 
Mc L. , macht sie zu einer besonderen Gattung , was schon Mac 
Lachlan gefordert hatte , und nennt sie Osmylimis. Name und 
Stellung in seiner Tabelle deuten zwar eine nahe Verwandtschaft 
mit Osmylus an ; jedoch schon das eine Merkmal der geteilten 
Haftlappen zeigt die Unhaltbarkeit dieser angenommenen Ver- 
wandtschaft. Das Merkmal : No ocelli dürfte noch sehr fraglich 
sein , worauf auch der weitere Text hinweist. Eine wirkliche 
Gattungsbeschreibung ist nicht vorhanden ; die wirklich vorhande- 
nen Merkmale deuten auf Kalosmyliis hin , und ich nehme noch 
heute mit einiger Sicherheit an , daß longipennis Walk, zu Kalos- 
myliis gehört. 

Richtiger als Navas stellt Banks die Art pulvenilentus Gerst. 
in die unmittelbare Nähe von Stenosmylus. Er macht daraus 
die neue Gattung : Austrosmyliis Banks. Doch ist dieser Name 
hinfällig, da ich schon früher: 1913, ausgegeben am 1. Juli 1913, 
im Manuskript bereits 1912, für pulvenilentus Gerst. die Gattung 
Isostenosmylus aufgestellt hatte. Damit ist Banks Name nur ein 
Synonym. Seine Gattungsbeschreibung ist dürftig , die von ihm 
gebrauchten Unterscheidungsmerkmale sind ungefähr dieselben, die 
ich anwende : Gabelung der M in VFl weit hinter der Mitte 
aber vor dem Randfelde (dies nach meiner Ausdrucksweise), Haft- 
lappen geteilt. Dazu habe ich noch einige Merkmale, die Banks 
nicht kennt , während Banks noch die einfachen Cu-äste angibt. 
Ich bemerke ausdrücklich , daß ich meine Gattungsbeschreibung 
1914 gegen 1913 noch vervollständigt habe, nachdem ich Stenos- 
mylus tenuis gesehen hatte. 

Zu Stenosmylus Mc L. rechnet Banks tenuis Walk. , stenoptenis 
Mc L. und Xymphes extraneus Walk. Über letztere Art vermag 
ich vorläufig nichts aus eigener Anschauung zu sagen, hoffe aber 
auch hierüber bald etwas Positives bring-en zu können. 



Im Jahre 1914 schickte mir Waro Nnkahara eine Arbeit über 
Japanische Osmyliden, die ich leider nicht mehr für 
meine Arbeit benutzen konnte. 

5* 



68 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

1914. AVaro Xakaliara. Ou tlie OsnujUnae of Japau. 

Annotationes Zoologie ae Japonenses. YIII. 
1914. p. 489—518. 
Über die japanischen Osmyliden bestand bis jetzt 
eine sehr bedauerliche Unsicherheit, da die Arbeit von Mac L a c h 1 a n 
veraltet und die von Navas schülerhaft oberflächlich ist. Ich 
selber konnte nur über wenige Arten Bestimmtes und über die 
meisten Arten nur Mutmaßungen und Fragen bringen. Um so 
dankenswerter ist die Arbeit von Nakahara , als ihm erstens ein 
umfangreiches Material zu Gebote stand und er zweitens mit dem 
wissenschaftlichen Ernst eines Forschers an seine Arbeit heran- 
trat , nachdem schon Okamoto über 2 Arten geschrieben hatte. 
Bedauerlich ist jedoch an seiner Arbeit mancherlei : 

1. die Annahme des Banksschen systematischen Versuches über 
Neuropteren, 

2. die geringe Bewertung der von mir gefundenen Gesetz- 
mäßigkeiten im Geäder der Osmyliden-Gruppen, 

3. die daraus folgende Verwerfung der von mir aufgestellten 
zahlreichen Gattungen, 

4. die fast völlige Unkenntnis des Kleingeäders, 

5. die völlige Unkenntnis der Arbeiten älterer Forscher und 
Nichtberücksichtigung der von mir teils berichteten , teils 
gefundenen Tatsachen, 

6. die übertriebene Wertschätzung eines nur schwach chiti- 
nisierten und daher in seiner Form wechselvollen Organs 
zur Unterscheidung von Arten. 

1. Er betrachtet mit Banks die Zusammenfassung von D i 1 a - 
r i d e n , P s y c h o p s i d e n , Osmyliden, H e m e r o b i d e n zu 
einer Familie Heniei'ohiidae als natürlich. In betreff der Dilariden 
muß er die Anklänge an S i a 1 i d e n und R a p h i d i e n , die 
schon Rambur aufgefallen waren, zugeben : Derartige Anklänge an 
Handlirschs Ordnungen dürften wohl kaum zum Anschluß der 
D i 1 a r i d e 21 als Unterfamilie einer großen Familie Hemerohidae 
berechtigen , ganz abgesehen von anderen Unstimmigkeiten. Sie 
sind sicher eine ganz alleinstehende Neuroptera-Gruppe. 

Die übrigen 3 Gruppen scheinen ihm einen ganz engen 
Ziisammenhang zu haben. Ich bin der Meinung, daß die überaus 
große Anzahl von wichtigen Unterschieden im Geäder und im 
ganzen Körperbau , den ich stets mit berücksichtige , auch ohne 
besondere Erwähnung , eine Trennung gebieterisch fordern , wie 
ich in Kürze zeigen werde. 

Er nennt das Bankssche System das natürlichere , ich halte 
es für völlig unnatürlich nach der heutigen Kenntnis dieser 
Tiere. Meine Auffassung und Einteilung der Familie Os^nylidae 



Krüger, Osmylidae. VIII. Anhang 11. 69 

„hauptsächlich auf Grund von Geäder-Charakteren'" verwirft er, 
da er meint, daß diese Charaktere individuell variireu. Das letz- 
tere ist nur bedingt und für gewisse Adern im Kleingeäder richtig 
und von mir selber betont und berücksichtigt worden. Im übrigen 
habe ich stets auch die übrige Körperbildung mit in betracht 
gezogen , auch wenn keine besondere Erwähnung erfolgt , da ich 
durchaus der Ansicht bin, daß Einzelmerkmale für sich allein ge- 
braucht keine größeren natürlichen Gruppen mit Sicherheit ergeben. 

Bei der Zusammenfassung der Gruppen geht er sogar noch 
einen Schritt weiter als Banks , indem er s m y 1 i d e n und 
N y m p h i d e n zu einer U n t e r f a m i 1 i e zusammenfaßt , sicher- 
lich ohne genaue Kenntnis beider Gruppen. Hierbei kommt we- 
nigstens das eine Gute heraus, daß von ihm die ganz unnatürliche 
Bankssche Abtrennung der S p i 1 o s m y 1 i n e n von den s m y - 
1 i d e n aufgehoben wird. 

2. und 3. Es ist im höchsten Grade bedauerlich, daß Nakahara 
meine Geäder-Untersuchungen so gering bewertet, daß er die aus 
ihnen folgenden Gesetzmäßigkeiten bei den Osmyliden als individuelle 
Variationen behandelt und für die Systematik verwirft. Entweder 
hat er sie nicht mit der nötigen Sorgfalt studiert, oder es fehlt 
ihm das Material dazu. In der Tat gibt es bei den Osmyliden 
kein einziges für alle Gruppen von den beiden großen Abteilungen 
(Divisionen) bis zu den Gattungen herab brauch bares Unterscheidungs- 
und Charakterisierungsmittel außer dem Geäder. Gewiß sind 
andere Merkmale für große Gruppen , wie Divisionen und Sub- 
familien, auch noch vorhanden und von mir auch benutzt worden, 
aber nur und einzig das Geäder gestattet eine sichere Unter- 
scheidung und verwandtschaftliche Gruppierung der Gattungen 
nach einem einheitlichen und daher natürlichen System. 

Außerdem ist die Charakterisierung durch das Geäder (immer 
in Verbindung mit den übrigen Körpereinrichtungen , soweit sie 
bekannt sind, gedacht) so eingehend, von so verschiedenen Punkten 
aus , so umsichtig wie nur irgend denkbar durchgeführt und in 
so zahlreichen Einzelheiten zur Anwendung gebracht worden, 
daß wohl füglich hier nicht mehr von der Verwendung eines 
Einzelmerkmals , das noch dazu durch individuelle Variation 
schwankt , die Rede sein kann , ebensowenig wie wohl bis jetzt 
Handlirsch bei der gleichen Verwendung des Geäders in seinem 
großen Werke ein wirklich begründeter Vorwurf gemacht worden ist. 

Und auch Nakahara ist wie Banks schließlich gezwungen, 
seine beiden Gattungen Osmylus und Spilosiiujhis durch : Geäder- 
merkmale zu trennen , und zwar durch ein einziges , nicht durch 
eine Summe von solchen , wie es eine natürliche Begründung 
verlangt, die von mir gegeben wurde. 



70 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Eine weitere Auflösung von Osmylus und Spilosmylus in Gat- 
tungen verwirft er, wie auch Banks, aber mit Unrecht, denn die 
von mir gefundenen Geädermerkmale gestatten gerade eine solche 
Auflösung in zufriedenstellender Weise. Eine andere Frage ist 
es, ob man die Gattungen als solche anerkennen will oder nicht. 
Das ist ja eine Ansichtssache , und meine Ansicht ist , daß die 
in einer Anzahl von Arten sich wiederholenden Gesetzmäßigkeiten 
die Zusammenfassung dieser Arten zu einer Gattung rechtfertigen. 
Im übrigen ist das Wesentliche hier die Unterfamilie als Einheit. 
Die von mir aufgestellten Gattungsmerkmale fallen bei einer Ver- 
werfung der Gattungsnamen natürlich nicht fort , sondern sind 
auch in diesem Falle wertvolle Merkmale zur Unterscheidung der 
Arten und nicht einfach als nicht vorhanden zu verwerfende 
., individirelle Variationen " . 

Die Gattungen sind zunächst nur bequeme Mittel, die Arten einer 
Unterfamilie zu gruppieren nach dem Grade der Spezialisierung 
eines in unserer geologischen Periode in der Variation begriffenen 
Teiles, erst in zweiter Linie so entstandene systematische Begriffe. 

4. Nach meiner sicherlich sehr mühsamen und gründlichen 
Bearbeitung des Osmyliden-Geäders , die eine auffallende Gesetz- 
mäßigkeit in der Ausgestaltung des Kleingeäders nachweist, muß 
es bei einem ernst zu nehmenden Forscher, und diesen Anspruch 
erhebt Nakahara doch, seltsam berühren, daß er in seiner Arbeit 
von den Ergebnissen meiner Untersuchung überhaupt keinen 
Gebrauch macht, ja nicht weiter davon Kenntnis nimmt, als daß 
er sie mit dem Ausdruck „something much subject to individual 
Variation" beiseite schiebt. Wie schade! denn eine wie dankbare 
Aufgabe und auch wie lohnende Aufgabe wäre es für Nakahara 
bei seinem Reichtum an japanischen Osmyliden gewesen , ihre 
systematische Stellung nach meinen Gattungen festzustellen, auch 
wenn er diese Gattungen nicht als solche betrachten wollte. 
Mindestens hätten ihm die Vergleiche mit meinen Gattungen als 
Gruppierungsmerkmale von Arten dienen können. Und so hätte 
er eine so große Lücke in meiner Arbeit ausgefüllt. Ich nehme 
an , daß er wohl nicht die nötige Mühe auf diese Aufgabe ver- 
wendet hat , sonst könnte er sich meinen Ergebnissen gegenüber 
nicht so ganz und gar ausschaltend verhalten. Andererseits war 
es seine Absicht , die Arbeiten von Mac Lachlan und Navas 
,,to Supplement in a way" ; und daher konnte man wohl etwas 
mehr erwarten , als diese beiden gegeben haben. Dies ist in 
betreff der echten Osmyliden leider nicht der Fall bis auf gewisse 
Punkte , die ich gleich besprechen werde. Seine Farben - Be- 
schreibungen und Gattungsdiagnosen gehen über Mac Lachlan 
und Navas nicht hinaus. 



A 



Krüger, OsmijUdae. VIII. Anhang II. 7j^ 

5. Nakahara beschreibt im Anschluß an die, von niir bereits 
Stett. Ent. Zeit. 75. 1914. p. 126 besprochene, Gattung Paros- 
mylus Needham einige Teile des Genitalapparates der Osmyliden 
als etwas ganz Neues, mindestens in der Deutung oder Begründung 
ganz Neues. Und doch hätte er aus meiner Arbeit über Osmy- 
liden sehen können , daß diese Organe und ihre Deutung schon 
seit Leon D u f o u r 1848 und Hagen 1852 genau bekannt 
sind, welche sowohl die inneren , als auch die äußeren Genital- 
organe und ihre Funktion untersucht, beschrieben und abgebildet 
haben. Er erklärt hier auch, daß Petersen und Banks diese 
Organe richtig gedeutet haben , was mir von Petersen auch be- 
kannt war und von Banks jetzt bekannt geworden ist. Es ist 
eine betrübende Tatsache, daß viele neuere entomologische Schrift- 
steller ohne eine gründliche Kenntnis oder vielmehr mit einer 
völligen Unkenntnis der einschlägigen Literatur , besonders der 
älteren , ihre Veröffentlichungen dem Urteil preisgeben , wie es 
überhaupt ein Zug der Zeit zu sein scheint , oberflächliche und 
unausgereifte Arbeiten entstehen zu lassen. Dies trifft hier leider 
auch Nakaharas Arbeit , die zunächst den Eindruck eines wert- 
vollen Werkes macht , aber in diesem Punkte nicht über den 
Durchschnittsarbeiten steht. Er hätte aus meiner Arbeit , die 
ihm nach seinen eigenen Angaben bis Teil IV , eingeschlossen, 
vorgelegen hat , sowohl die Tatsachen als auch die Literatur- 
Angaben entnehmen können. Doch scheint er meine Arbeit auch 
sonst wohl nicht sonderlich studiert zu haben. Er beschreibt nämlich 
für Osmijhis und bildet bei 0. decoratus '^^\. ab ein Paar „pecu- 
liar free sacs" oder ., two slender lobes (which are 
variable in size and shape,and appear to be slen- 
der free sacs of an unknown char acter) am Hinter- 
leibsende. Dies sind die von mir bei 0. chrysops L. entdeckten 
und 1913 in Teil IV. p. 255, 259—262 eingehend behandelten 
Glandulae Hageni , und es dürfte doch wohl richtiger sein, wenn 
Nakahara , auch bei selbständiger Auffindung derselben Organe 
auf meine Veröffentlichung hinwies und Bezug nahm , wie im 
umgekehrten Falle ich es sicher getan hätte. 

Noch in einem zweiten Falle befolgt Nakahara die gleiche 
Methode. Er benutzt bei seiner Gattung Osmyhis (etwa gleich 
meiner Unterfamilie Osmylinae) zur Unterscheidung der Arten die 
Anwesenheit und Form des Hüfthakens der ? u"d behauptet 
dabei von Coxa I: „which had never before been used 
for the System atic purpose by any entomologist 
except Needham, who utilized it for gener ic 
di s t in c t i n". In meiner Arbeit wird dieser Hüfthaken der $ 
als Merkmal der Unterfamilie Osmylinae und zwar für sämtliche von 



72 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

mir dahin gerechneten und untersuchten (d. h. gesehenen) Gattungen 
festgestellt , also als ein für systematischen Zweck vorzüglich 
anwendbares Merkmal gebraucht. Dies geschieht in Teil II, 
1913 und in Teil IV, 1913 an mehreren Stellen: p. 20, 38, 
229, 233, 239, 268, 269, 275, 282, 285, 290, 293; ich denke, 
das genügt wohl für die Auffindung dieser Tatsache und sollte 
eigentlich wohl ein Übersehen ausschließen. 

6. Dieses Merkmal wird von Nakahara nun zur Unter- 
scheidung der japanischen Ostni/Ius-S-pecies als Hauptmerkmal be- 
nutzt ; d. h. die Form , die Gestalt des Hüfthakens der $ wird 
in einer Bestimmungstabelle als ausschließliches und einziges 
Unterscheidungsmerkmal gebraucht. Da es an sich schon sehr 
mißlich ist, ein Merkmal als einziges zu gebrauchen, das noch 
dazu nur 1 Geschlecht zukommt , erweist sich dies Merkmal 
doppelt unglücklich gewählt , weil der Hüfthaken wenig stark 
chitinisiert ist und daher in seiner Form , besonders in getrock- 
netem Zustande, unzuverlässig ist : er schrumpft nämlich ein und 
nimmt verschiedene Gestalt an , wie ich es von 0. chnjsops L. 
weiß, nachdem ich zahlreiche ? untersucht habe. Es ist also 
sehr fraglich, ob der Hüfthaken außer durch sein 
Vorhandensein systematische Dienste leistet! 

I. Unterfamilie. Fvotosinfflinae Krüger. 

Die von Nakahara als Spilosmylus iiigricorms beschriebene Art 
ist weder ein Spilosniylus noch überhaupt eine Spilosmyline, 
sondern gehört den Protosmylinae an. Siehe hierzu noch p. 77. 

Diese bilden eine merkwürdige Gruppe mit den Merkmalen 
der Osmylinen, indem sie einen kurzen breiten Prothorax haben 
wie Osmylus , nicht den langen von Spilosmylus , im Geäder nicht 
die mehr rechtwinkligen Zellen von Spilosmylus, sondern die mehr 
länglich 6-eckigen von Osmylus und dazu die kleinere Zahl von 
Stufenadern und Langzellenreihen : 3 und 2, hier allerdings 1 
mehr als bei den übrigen Protosmylinae, 4 und 3. Auch die Zahl 
der QuA ist im allgemeinen gering, wenngleich sie hier die ent- 
sprechenden Zahlen der übrigen Protosmylinen übertrifft. Anderer- 
seits haben die Protosmylinen mit den S p i 1 o s m y 1 i n e n 
gemeinsam : die fast immer einfachen C-QuA , den kurzen Cup 
im Hinterflügel und den fehlenden Hüfthaken des $ am 1. Bein- 
paare. Dies alles trifft bei nigricornis zusammen, und ich zweifle 
nicht, daß diese Art zu den Protosmylinen gehört, besonders 
auch deshalb, weil alle S p i 1 o s m y 1 i n e n am Grunde der M im 
Hinterflügel eine Anhangsader haben , während nigricornis diese 
nicht hat, entsprechend den übrigen Protosmylinen. 



Krüger, Os>nylidae. YlII. Anhang II. 73 

Ich stelle nif/riconüs daher als neue Gattung Eososmi/his 
Krüger zu den I^rotosmi/Ihiffe, und zwar in die Gruppe a/J): 

a/ij Zahl der QuA etwa 10, 
worin ich das Merkmal „bis 10" in „etwa 10" verändere, da 
EososMi/lifs mehr QuA hat. Entsprechend ist dies auch als 
Unterfamilien -Merkmal in „kleiner als 10 oder etwa 10" zu 
ändern , wie auch die Zahl der Stufenader- und Langzellenreihen 
von 3 und 2 auf „oder 4 und 3'" zu erhöhen ist. 
Es muß also hier heißen : 

ß) Zahl der QuA etwa 10. 

f Nach der I. QuA von der M zum Cu wahrschein- 
lich keine Lücke .... 4. Olüjosmylus Krgr. 
ff Hier eine Lücke 4a. Eososmylus Krgr. 

4. a) Gattung Eososmylus n. g. Krüger. 

Name von E s = Morgenröte , hier genommen von dem 
Heimatslande Japan, dem Lande der aufgehenden Sonne. 

Typus : nigncornis Nakahara. Japan. 

Die Gattungsbeschreibung ist nach 1 Exemplar aus der 
Sammlung von Herrn Esben Petersen, Silkeburg, Dänemark, 
genommen, das als C t y p e von Nakahara stammt. 

C s t a 1 f e 1 d allmählich aber kräftig in konvexer Rundung 
erweitert, dann allmählich verschmälert. 

C - Q u A einfach (rechts 1 gegabelt), 40 vor, 14 in, (i nach 
dem Stigma. 

QuA zwischen R und RS vor dem Stigma 13, nach 
diesem 1. 

1. Ast des RS nahe dem Grunde dieses entspringend, bei 
der Gabelung der M; der Stamm des RS kurz, die 2. QuA oder 
1. nach dem 1. KF zwischen R-system und M vom 1. Ast des 
RS zur M gehend. 

Die M selber gleich nach dem 1. KF gegabelt. 

Basale Äste des RS 7 — 8, apicale 3. 

Unregelmäßiges Zellgefüge unmittelbar vor dem 1. Ast 
des RS mit 5 Zellen beginnend, worauf 2 und 1 Zellen bis zum 
4. Ast folgen, begrenzt von der 1. Stufenaderreihe mit 3 Adern. 
Dann 3 Langzellenreihen mit länglichen Zellen von 4 , 6 , 10 
Langzellen, mit im ganzen 4 Stufenaderreihen von 3 , 4 , (3 , 10 
Adern. Gabelzinken etwa ^,3 — ^/g der Randzellen. 

Kernflecke blaß, kaum sichtbar, in der gewöhnlichen Lage. 

QuA vom R-system zur M 6 — 10 , zwischen M a und 
Mp 8—10. 

QuA vom M-system zum Cu 11 — 13, zwischen der 
1. und 2. eine Lücke, die 2. geht von der Mp ab. 



74 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

QuA zwischen Cua und Cup 6 — 10. 

Im Hinterflügel QuA zwischen R und RS 11 — 13 und 
1, vom R-system zur M 7 — 8, von Ma zu Mp 10 — 11, vom 
M-system zum Cu 10, vom Cua zum Cup 3, der Cup sehr kurz. 
An der M nach hinten keine basale Anhangsader. 

Eososmylns uigricofiiis Nakahara. 

Japan. Provinz Kozuke. 

Arten von Eososmt/ltis Krüger sind zunächst sicher lügpi- 
covnis Nak. mit schwärzlichem Kopf und schwarzen bis braunen 
Antennen, dunklem Prothorax mit schwarzer mittlerer Längslinie , 
und jederseits 2 schwarzen Flecken. Die Struktur erinnert hier, ■ 
wie auch beim dunklen Meso- und Metathorax wieder an Osmyhis. 
Beine braungelb, Klauen gezähnt. Abdomen dunkel. Weibliche 
Scheide hier vorhanden. 

Das Geäder ist in den Längsadern und Qaeradern des RS- 
System vorwiegend dunkel , nur die vorderen etwa 6 QuA der 
3. Stufenaderreihe sind hell oder in der Mitte hell , ähnlich wie 
bei Osmylus chrysops L. u. a. Die M ist gleichmäßig abwechselnd 
gelb und dunkel. Sc und R sind vorwiegend gelb mit schwarzen, 
zum Teil paarig gestellten Linien, ähnlich wie bei Osmylus chrysops 
L., nicht wie bei Spilosmylus. Charakteristisch ist auch der Cu. 
Beide Äste sind vorwiegend gelb oder hell , aber an den meisten 
Stellen (3 — 4) , wo sie durch QuA verbunden sind , sind sie in 
kurzer Ausdehnung , wie auch die QuA , dunkel , wodurch eine 
Träger-Zeichnung I entsteht, die vielleicht hier und da bei anderen 
Exemplaren zu einem „black spot in a middle cubital cell" wird. 
Der Rand ist leicht getrübt. 

VFl 16 mm lang, 6 breit, HFl 14 und 4. 

Typen Nakaharas im Besitze dieses. 

Hier benutzte Cotype 1 $ Museum Petersen-Silkeborg. 

Eososftiyliis ? ? Harmnndinns Navas. 
Nakahara vergleicht immaculatus mit Harmniulimis und nigri- 
cornis , so daß man schließen könnte , alle 3 gehören zu einer 
Gattung. Die Beschreibungen , die Nakahara gibt , und die von 
Navas stimmen sogar soweit überein , daß man sogar alle 3 für 
synonym halten könnte. Dann wäre natürlich der Gattungsname 
Eososmylns hinfällig und Lysmus müßte an seine Stelle treten ; da 
aber die Gattung Lysmus (Typus Harmanähms) bis jetzt ohne 
Beschreibung ist , so könnte trotzdem Eososmylns bleiben. Ich 
zweifle aber, daß Harmaiidinus und immaculatus mit nigricornis syno- 
nym sind (Antennen gelb, Größe 17 — 21 mm VFl), sie werden 
wohl ein anderes Geäder haben s. p. 77, 79. 



Krüger, Osiiiylidae. VIII. Anhang II. 75 

Eososnnjlifs?? rmmf(citff(ft(s Nakahara. 
Japan. Provinz Kozuke. 
Siehe vorige Art. 
Type 1 $ Museum Nakahara. 

II. Unterfamilie. Osiuijlinae Krüger. 
Nakahara untersucht folgende Arten : 
tessellatus Me L. ohne Hüftsporn, 

Pryeri Mc L., hijalinatus Mc L., decoratus Nak., alle 3 mit Hüft- 
sporn, der bei Pryeri deutlich hakenförmig nach vorn oben 
(ähnlich oder ebenso chrysops L. ) , bei decoratus ein wenig 
so gekrümmt (not crooked , short , directed distinctly 
upward and dilated at apex) , bei hyalinatus nicht ge- 
krümmt ist. 
Diese Unterschiede sind wohl schwer abzuschätzen, und wenn 
man erst alle Arten der Unterfamilie Osmylinae untersucht hat, 
so dürften sie wohl als subjektiv und relativ bald unsicher und 
verdächtig werden. Zu bedenken ist hierbei noch , ob bei der 
Untersuchung das lebende oder tote Tier , das trocken oder in 
Spiritus aufbewahrte zugrunde gelegt ist oder zugrunde zu 
legen ist ; weiter ist zu berücksichtigen , ob ein mikroskopisches 
Präparat , ein trockenes , aufgeweichtes , behandeltes oder Dauer- 
präparat vorliegt. Ich würde jedenfalls sehr viel vorsichtiger in 
meinen Angaben sein als Nakahara. 

Somit sind leider die Erwartungen , die ich an die Arbeit 
von Nakahara knüpfte, nicht erfüllt worden. Seine Artbeschreibung 
in der Mac Lachlanschen Art ist dankenswert und recht auf- 
klärend über viele Punkte der Färbung, die ich nur im Anschluß 
an Mac Lachlan wiedergeben konnte ; ein wesentlicher Fortschritt 
ist jedoch nicht zu sehen. Wichtig ist jedoch , daß Nakahara 
eine Anzahl Arten als echte s m y 1 i n e n (Unterfamilie !) , bei 
ihm Osmylus, durch den Hüfthaken festgelegt hat : 
1. tessellatus Mc L. 
Da hier der Nachweis des Hüfthakens zweifelhaft bleibt wegen 
seiner geringen Größe : „coxa I without spur, but with 
a s m e Av h a t dilated p o r t i o n i n s t e a d " ist die Zu- 
gehörigkeit zu den Osmylinen immer noch zweifelhaft , um so 
zweifelhafter, da Nakahara selbst die Bemerkung macht, daß diese 
Art gewissen Spilosmylus-Arten mehr als die andern 3 Arten ähnelt. 
Eine Untersuchung des Geäders nach meinen Angaben hätte 
jeden Zweifel gehoben. Schade ! 

Nach Mac Lachlan hat der RS 15—16, nach Nakahara 10 
bis 16 Äste; C-QuA meist einfach (Mc L.), meist gegabelt (Nak.). 
Woher diese Widersprüche ? 



76 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

2. Pry(i'i Mc L. 

Diese Art ist also sicher eine Osmyline. Doch bleibt noch 
immer die Grattung (in meinem Sinne) ungewiß. RS nach Mac 
Lachlan mit etwa 13, nach Nakahara mit 10 Ästen; C-QuA meist 
einfach (Mc L.), meist gegabelt (Nak.). Woher diese Widersprüche? 

3. hyaliuatHs Mc L. 

Auch diese Art ist, wie ich bereits 1913 p. 275 festgestellt 
habe , mit Hüfthaken versehen , also eine Osmyline. Ihre 
Gattung PlefJiosmi/Iits Krgr. ist 1913 p. 43 aufgestellt und 
beschrieben ; ich hatte auch p. 280 — 287 keinen Grund , diese 
Gattung zugunsten von Hyposmylus Mc L. einzuziehen , als 
ich Dictyosmylus Nav. als synonym mit Hyposmulus Mc L. erkannte. 
Auf diesem Standpunkte stehe ich noch heute trotz Nakahara, 
der alle 3 Gattungen zu Osmylus stellt. 

Der Unterschied in der Färbung des Pronotums bei Nakahara 
und Mac Lachlan-Krüger klärt sich durch eine Schlußbemerkung 
Nakaharas auf. 

4. <lecorfttas Nakahara. 

Diese Art ist von Nakahara neu aufgestellt , er vergleicht 
sie besonders mit Injalvmtus (tessellatus kommt nicht in Betracht). 
Nach der Geäderbeschreibung gehört sie zu Plethosniyltts Krgr. 
und ist auch der Art hyalinaius ungemein nahestehend. Da sich 
aber herausgestellt hat, daß die Färbungen des Kopfes (des Pro- 
thorax nicht !) recht konstant sind, d. h. wenig oder garnicht variieren, 
so kann man wohl mit Nakahara annehmen , daß decoratus Nak. 
tatsächlich eine neue Art und zwar von PletJiosniylns ist mit 
folgenden sicheren Kennzeichen : 

Kopf gelb mit einem braunen X - Zeichen zwischen den An- 
tennen (nur gelb oder nur mit einem dunklen, vielleicht zufälligen 
Fleck hinten in der Mitte bei hyalinatus Mc L.) Ocellen dunkel- 
braun {hyalinatus gelb). 

Die Prothoraxfärbung dürfte schwankend sein. 

Die Gestalt des Hüfthakens halte ich nicht für entscheidend. 

Andere Unterschiede finde ich nach Nakaharas Beschreibung 
nicht. Die Angaben über Drüsen und Genitalien vergleiche p. 71. 

III. Unterfamilie. Sjulosun/linae Krüger. 

Nakahara untersucht folgende Arten : 
tuberculatus Walk, mit Flügel fleck, 
nigricorrtis Nak., flavicornis Mc L. , immaculatiis Nak., Harmandinus 

Nav., nikkoensis Nav., 
fawiiius Nav., alle ohne Flügelfleck, 
Japoiiirus Okam., nipponensis Okam., die er für tuberculatus Walk. 

und uikkoensis Nav. hält. 



Krüger, Osmylidae. VIII. Anhang IL 77 

Nigricorm.^ hat schwarzbraune Fühler , die folgenden gelbe ; 
flavicornis hat 3 im Dreieck gestellte schwarze Flecke auf dem 
Prothorax, die folgenden haben keine; immaculatus hat keine Flügel- 
zeichnungen , Harmandinus und nikkoensis haben viele solche und 
zwar Harmandinus 3 schwärzliche Flecke auf dem Cubitus des 
A^orderflügels, nikkoensis zahlreiche kleine braune Flecke am Grunde 
und jenseits der Mitte desselben ; faurinus hält er für synonym 
mit flavicornis Mc \i. 

Die fast gänzliche Vernachlässigung des Flügelgeäders ist 
besonders für die genannten Arten recht betrüblich. Nakahara 
hätte so schöne Feststellungen machen können , und so manche 
unsichere Art hätte ihren sicheren Platz erhalten können. Auch 
die Frage Lijsmus hätte endgültig entschieden werden können. 
So aber ist diese günstige Gelegenheit leider unbenutzt geblieben. 

Nakahara wollte die große Güte haben, mir von seinem 
Reichtum an japanischen Osmyliden einiges zu schicken. Leider 
hat der Krieg wohl die Sendung verhindert oder aufgehalten. Durch 
die Liebenswürdigkeit von Herrn Esben Petersen, Dänemark, 
bin ich in die glückliche Lage geraten , eine Anzahl Tiere teils 
aus Japan (wohl alle von Nakahara stammend) teils aus Formosa 
und eine ganze Reihe vorzüglichster Photographien von solchen 
Tieren eingehend untersuchen zu können. Die Resultate werfen 
einiges Licht auf die Arbeit Nakaharas. 

Ich will zunächst nigricomis Nak. vorweg nehmen, wovon ich 
eine Cotype von Petersen leihweise zur weiteren Benutzung habe. 
Hier kann kein Zweifel über die systematische Stellung bestehen: 
nigricomis ist kein Spilosmylus , sondern gehört der von mir auf- 
gestellten Unterfamilie der Protosmylinae an , die einen eigen- 
artigen Übergang zwischen s m y 1 i n e n und Spilosmylinen 
bildet. Er bildet eine besondere Gattung Eososniylus in der Nähe von 
OliyosniijUis und ihre genaue Behandlung befindet sich hier p. 72 — 75 
unter Protosmylitiae, 

Nakahara sagt, daß seine ebenfalls neue Art immaculatas Nak. 
dem Harmandinus Nav. und nigricomis Nak. ähnlich ist, ohne Ge- 
äderangaben zu machen. Es besteht also die Möglichkeit , daß 
auch inmiacidatus und Harmandinus dieser neuen Gattung Eosos- 
mylus angehören, und daß dann der Name Lysmus Nav. als viel- 
leicht geltender Gattungsname endlich seine richtige Stellung er- 
halten würde. Doch bezweifle ich dies sehr aus mehreren Gründen, 
s. p. 74, 79. 

Spifosmyliis fuberculatns Walker. 

Nakahara bestimmt seinen tubercidatus nach der Walkerschen 
Beschreibung, obw^ohl diese nach seiner eigenen Angabe kurz und 
unvollkommen ist. Sie ist so unvollkommen , daß Gerstaecker 



78 Stettiuer Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

seinen modestus nicht für tubermlatus glaubte halten zu dürfen. 
Ich bin in der Stettiner Entomologischen Zeitung 75. 1914. p. 57 — 70 
in meinen Artbeschreibungen vorläufig zu demselben Resultat ge- 
kommen, habe aber die Übereinstimmung beider Arten auf Grund 
der Zeichnung Navas von 1910 für möglich gehalten. Eine 
sichere Entscheidung kann aber erst durch eine genaue Ver- 
gleichung mit der Walkerschen Type oder wenigstens Tieren von 
Indien getroffen werden. Ich bin daher der Ansicht , daß die 
japanischen Tiere vorläufig für modestus Gerst. zu halten sind. 
Nakaharas Beschreibung stimmt mit der von Gerstaecker , be- 
sonders auch mit meiner Vervollständigung , siehe obiges Zitat 
p. 63 — 68, vollkommen überein bis auf die QuA „on the disk 
few in number", die ich für zahlreich halte. Auch er bestätigt, 
daß (f und § den Aderfleck am Hinterrande des Vorderflügels 
haben. Seine Ansicht , daß japonkus Okam. auch dieselbe Art 
ist, teile ich insofern, als ich. japonkus ebenfalls für modestus halte. 
Und hier liegt nun eine Abbildung Okamotos vor , die zwar 
ganz geringwertig ist, aber doch, wie ich 1. c. p. 19 schon gezeigt 
habe, den RS-stamm kurz, 1. QuA nach dem 1. KF vom 1. Ast 
des RS ausgehend hat. Aus dieser Abbildung schließe ich nun 
in Verbindung mit dem Aderfleck bei cf und $, daß Nakaharas Tiere 
wirklich modestus (nach ihm tuherculatus) sind. 

Ob das Tier, das Nakahara von Petersen aus F o r m o s a 
erhielt , und die von Petersen aus Formosa als tuherculatus be- 
stimmten Tiere wirklich hierher gehören, ist zweifelhaft. Schon 
Nakahara bezweifelt p. 505, daß das einzige ? von Formosa, das 
Petersen für tuhevcukitus IvÄli, viirkWch. tuhercukitus i^i^ und zwar 
deshalb , weil Petersen Lysmiis nikkoensis für wahrscheinlich zu 
tuherculatus gehörig hält. Dieses ? hat jedenfalls keinen Aderfleck, 
da Petersen von seinem tuhercidatus, den er auch nur mit Bedenken 
als solchen bestimmt hat , sagt : The species belongs to that 
group , in which the male has a tubercle on the hind border of 
the fore wing. Lysmus nikkoeusis Nav. hat nach Abbildung und 
Beschreibung ebenfalls keinen Fleck, jedenfalls wenigstens in dem 
einen Geschlecht, das von Navas nicht angegeben ist. Nakahara 
hält tuhercidatus und nikkoeusis wohl mit Recht für verschieden 
und rechnet Lysmus zu Spilosmylus als Synonym, mit Banks, während 
Petersen beide Gattungen 1910 noch zu Osmylus stellte. Wie 
ich von ihm brieflich erfahren habe, ist er jetzt anderer Ansicht. 
Es ist also wohl anzunehmen, daß die Tiere von Japan, die bei 
cf und ? den Fleck haben, tuherculatus oder modestus sind, während 
die Tiere von Formosa, die scheinbar nur im cf den Fleck haben, 
etwas anderes sind, aber wohl nicht nikkoeusis. Siehe hierzu später 
Osmylidue IX. Auliang III. 



Krüg-er, Osmylidae. VIII. Anhang II. 79 

(Lijsnins) '/ nihhoeusis Navas. 

Die Gattungszugehörigkeit dieser Art ist auch durch Naka- 
haras Untersuchung nicht gefördert worden. Es ist höchstens 
der Zweifel, daß harmawUnus, der Typus der Gattung Lysmus, und 
nikkoemis von gleicher Gattung sind, noch größer geworden. Wie 
p. 74, 77 gesagt wurde, ist harmamUmis vielleicht eine Protosmyline, 
während nikkoensis nach der Zeichnung von Navas doch vielleicht mehr 
den Charakter der S p i 1 o s m y 1 i n e n hat ; da der Hinterflügel 
noch unbekannt ist, kann diese Frage noch nicht entschieden werden. 

Für nikkoensis gilt nach wie vor die Beschreibung von Navas 
mit meiner Ergänzung nach Navas Abbildung. Ich möchte hier 
noch betonen, daß Navas die Hinterflügel „falcatae" nennt. Dies 
macht mir jetzt in Verbindung mit der geringen Zahl der QuA 
(nur 4 Stufenader- und 3 Langzellenreihen) die Wahrscheinlich- 
keit größer, daß nikkoensis auch zu den P r o t o s m y 1 i n e n gehört ; 
dann dürfte aber wohl die Zeichnung von Navas ungenau sein, 
was ja nicht merkwürdig wäre. 

Die Beschreibung von ^nikkoensis Nav.'' , welche Nakahara 

gibt, gehört hier nicht her, denn Nakaharas „nikkoensis Nav. '' 

ist gar kein nikkoensis, sondern ist : nipponensis Okam., und diese 
Art ist nicht, wie Nakahara am Schluß seiner Arbeit sagt, identisch 
mit nikkoensis Nav. , sondern in der Tat eine neue Art, die, 
soviel ich sehe , auch unter den übrigen fraglichen japanischen 
Arten von Navas nicht beschrieben ist, und eine andere Gattung. 
Siehe weiter nächste Art. 

Ich muß hier über die Unterbringung von Lysmus in meiner 
Arbeit: Osmylidae Va. Stett. Ent. Zeit. 75. 1914. p. 11 eine 
kleine Berichtigung geben. Dort steht 

„ . . Dazu vielleicht die fragliche Gattung Lysnnis." 
Die beiden Punkte sind versehentlich gedruckt worden und von 
mir leider in der Korrektur übersehen worden. Lysmus kann 
natürlich unmöglich in die Gruppe mit 7 Stufenaderreihen gebracht 
werden. Die Stellung sollte nur ganz allgemein als ungewiß 
angedeutet werden. 

Heliostnylus nipponensis Okamoto. 
Für die Beschreibung und Bestimmung dieser Art hatte ich 
1914 in meiner Arbeit Osmylidae Va. Stett. Ent. Zeit. 75. 1914. 
p. 36, 37; Vb. 1. c. p. 92, 93 nur die Beschreibung und Ab- 
bildung Okamotos (nur $) zur Verfügung. Inzwischen hatte 
Nakahara die Güte, mir seine Arbeit zu senden, in der „nikkoensis 
Nav." von ihm ausführlich icf und $), allerdings ohne Geäder, 
beschrieben wird. Dann hatte ich die Freude, daß mir Petersen 
eine schöne , klare , 3 — 4fach vergrößerte photographische Auf- 



80 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

nähme eines von Nakahara als „nikkoensis" bestimmten Exemplars 
und zuletzt auch dieses Exemplar selber leihweise zur Bearbeitung 
schickte. Ich bin somit in der Lage , hier wieder ganz sichere 
Angaben machen zu können. 

Das erste Resultat war nun , daß dies Exemplar unbedingt 
nipponensis Okam. ist, daß Nakahara diese Art als nikkoeiisis Nav. 
bestimmt und beschrieben hat, beide für identisch hält, aber sich 
in dieser Annahme geirrt und auch von dieser Art eine in einem 
wichtigen, entscheidenden Merkmal falsche Beschreibung gegeben 
hat. Okamotos nipponensis hat nämlich im Subcostalfeld zwischen 
Sc und R die den 2 dunklen Linien auf Sc und R entsprechende 
3. dunkle Linie, Avie in Okamotos Beschreibung mit einem kleinen 
Druckfehler steht: Vorderfiügel „an" der Subcostalzelle mit etwa 
10 schwarzen Streifen oder Punkten, s. p. 84 oben. Dies wichtige 
Merkmal erwähnt Nakahara nicht (er erwähnt nur die dunklen Linien 
auf Sc und R), obwohl es wenigstens bei dem von ihm selber mit 
„nikkoensis" bezeichneten Exemplar, das mir vorliegt, vollkommen 
deutlich sichtbar ist. Der echte nikkoensis Nav. hat aber weder 
nach der Beschreibung noch nach der Abbildung von Navas diese 
Linien, also keine Linien auf Sc und R und auch keine im Sub- 
costalfeld. Daraus folgt , daß Nakaharas Tiere nicht nikkoensis 
sind, sondern nipponensis, und letzterer eine andere Art ist, selbst 
wenn etwa cf und $ in dieser Hinsicht (3. Linie) verschieden 
sein sollten , was wohl ausgeschlossen ist , denn das mir vor- 
liegende Stück ist sicher ein cf, und die Tiere Okamotos sind 
nach seiner Angabe alle ?, was allerdings nicht besonders nach- 
gewiesen ist. Andere Merkmale kommen noch dazu. 

Die Geäderuntersuchung hat nun als zweites Resultat er- 
geben, daß nipponensis Okam. einer neuen Gattung angehört, die 
sich wesentlich von den übrigen Gattungen der Spilosmylinen 
unterscheidet. Dieser neuen Gattung gehören folgende 3 Arten an: 
nipponensis Okam., flavicornis Mc L. und Kriitjen Petersen , von 
denen ich Krügeri Pet. als Typus annehme, da mir diese 
Art als Cotype vorliegt, flavicornis Mc L. nur als ein 
von Nakahara bestimmtes Stück, nipponensis Okam. als ein 
von Nakahara als nikkoensis bestimmtes Stück. 

Heliosmylus Krüger, n. gen. 
Name von Helios = Sonne, hier nach dem Vaterlande der 
zugehörigen.Arten : Japan, Formosa, den Ländern der aufgehenden 
Sonne (ähnlich wie in Eososmylus) gebraucht. 
Typus : Krügeri Petersen, Formosa. 
Andere Arten : flavicornis Mac Lachlan, Japan, 
nipponensis Okamoto, Japan. 



Krüger, Osmi/lidae. VIII. Anhang IL gl 

Im vergangenen Jahr hatte Herr Esben Petersen die Freund- 
lichkeit , mit mir wegen seiner s m y 1 i d e n - Studien in Ver- 
bindung zu treten. Ich hatte dabei die Freude zu sehen , wie 
dieser gewissenhafte und höchst vorsichtige Forscher meine Ideen 
über Osmyliden sorgfältig durchdacht und wohl zum großen 
Teil anerkannt hat. Wir blieben in Gedankenaustausch , und er 
stellte mir sein schönes Material teils in schönen Photogrammen, 
teils in natura zur Verfügung, wie ich hervorheben will als eine 
Wissentliche Förderung meiner Studien und , wie ich hoffe , zum 
bleibenden Nutzen der Osmyliden-Forschung. 

Er beschrieb auch einen neuen Osmijliis , der durch seine 
Geäderbildung scheinbar auf meine Gattung Glenosmylus hinwies. 
Unter diesem vorläufigen Gattungsnamen hat er diesen Osmylus 
als Glenosmylus Krügeri Petersen veröffentlicht , wodurch er meine 
Arbeit in Osmyliden anerkennen wollte. Ich empfinde dies auch 
mit großer Freude, da ich in der Tat wohl eine reiche und müh- 
same und gewissenhafte Arbeit in meinen Osmylidae niedergelegt 
habe , und daher spreche ich Herrn Petersen an dieser Stelle 
meinen herzlichen Dank aus. 

Eine genauere Untersuchung Petersens brachte mir dann die 
Nachricht , daß die Geäderuntersuchung nicht stimmte , da die 
entscheidenden Queradern sich als „falsche Adern'', d. h. als dunkle 
Linien in Gestalt , Größe und Stellung von Queradern erwiesen. 
Somit konnte diese Art nicht zu Glenosmylus gehören, wie Petersen 
mir schrieb. Es blieb aber noch soviel merkwürdiges im Geäder 
übrig , daß Petersen die Überzeugung aussprach und auch ver- 
öffentlichte , daß .. i t AY i 1 1 p r b a b 1 y 1 a t e r o n b e f o u n d 
necessary to establish a new genus for it". 

Somit hat Petersen das Verdienst, diese neue Gattung heraus- 
gefunden zu haben. Noch mehr ! Er ist es auch, der mich auf 
die Ähnlichkeit mit flamcornis Mc L., d. h. mit einem von Nakahara 
so bestimmten Stück hinwies. Endlich hat er mir die weitere 
Bearbeitung überlassen, da er durch andere Studien in Anspruch 
genommen war. 

Die genaue Untersuchung hat nun die Richtigkeit seiner 
Funde bestätigt, wozu nun noch die Entdeckung kam, daß auch 
nipponensis Okam., d. h. ein von Nakahara als nikkoensis Nav. be- 
stimmtes Stück hierher gehört. 

Die neue Gattung zeichnet sich durch einige auffällige Merk- 
male aus. Zunächst ist das Costalfeld nicht allmählich aber 
deutlich in konvexer Rundung erweitert, sondern ziemlich gera-d 
linig , wenn auch etwas gebogen , in ähnlicher Weise wie bei 
Thyridosmylus. Durch diese Bildung zeichnet sich auch die Gattung 
HtigmotosmyJas aus, welche ich irrtümlicherweise in die Abteilung 

Stettiuer Entomologische Zeitung-. Heft I. 6 



32 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

mit konvexer Erweiterung gebracht habe. Sie ist also in der 
Abteilung der S p 11 o s m y 11 n e n ßl) zu streichen und in die 
Abteilung ß2) zusammen mit Tln/rfdosnit/ltfs und Heliosmyltis 
zu bringen. Über diese Gattung ist sonst noch einiges zu sagen, 
siehe später Osnitßlklae IX. Auhaug- III. 

Zweitens ist hier wie bei allen Gattungen der Abteilung ß) 
der RS-stamm lang, d. h. die 2. QuA zwischen R-system und M 
oder die 1. QuA nach dem 1. KF geht vom RS-stamm aus. Beide 
Gattungen : Hrliosmylns und Stigmatostujjlus zeigen aber eine 
neue Erscheinung , die allerdings auch bei Hetevosnii/lus unter 
den Protosmylinen schon vorkommt , aber von mir nicht 
betont ist : dieser Stamm des RS ist s e h r lang, d. h. die erste 
Gabelung ist viel weiter hinausgeschoben als sonst , wo sie ganz 
nahe oder doch nur in unauffälligem Abstände von der M-gabelung 
stattfindet. Hier befindet sie sich deutlich 2 — 3 Costalqueradern 
weiter als die M-gabelung, und dies will ich mit ,. RS-stamm sehr 
lang" bezeichnen. Dadurch zeichnet sich also außer Heliosniylus 
auch Sfif/mfffosmi/Itfs aus, was ich ^früher nicht so bewertet 
hatte. TIii/rf(fosnij/ftfs hat dagegen nur den langen RS-stamm. 
Drittens ergibt sich aus dem Geäder im Durchschnitt eine 
geringere Zahl der QuA , was sich sehr deutlich in der Zahl der 
Stufenaderreihen : 5 und der Langzellenreihen 4 ausspricht , im 
Gegensatz zu Stigtnatosmylns mit 6 und 5. 

Auffällig ist hier im Gegensatz zu Sfiffnifffosmylus , was 
schon bei dieser Gattung hervorgehoben wurde, die größere Zahl 
der QuA in der letzten Stufenaderreihe : 10 (bei SligmafosmyUis 
nur 6). 

Die Übersicht der Spifosmyfiiiae ist daher noch einmal zu 
ändern, wie folgt : 

a ß 2) Costalfeld allmählich, ziemlich gradlinig erweitert, 
t RS-stamm nur einfach lang. Ohne 
Aderfleck, mit starker, breiter, brauner Zeichnung 
und Fensterfleck . . 12. Th>/ridosmylus Krgr. 
tt R S - s t a m m sehr lang. Soweit bekannt 
ohne den Aderfleck in ^/.^ — ^/j der Flügellänge, 
ohne oder mit dunkler schmaler Zeichnung, ohne 
Fensterfleck. 
* Stufenaderreihen 5, Langzellenreihen 4. 

12 a. Heliosmylus Krgr. 
** Stufenaderreihen 6, Langzellenreihen 5. 

(11c.) 12 b. Sfigmatosmi/bis Krgr. 
Da die Kenntnis der S p i 1 o s m y 1 i n e n noch nicht ab- 
geschlossen ist , fürchte ich , daß noch weitere Abänderungen in 
dieser ünterfamilie notwendig sein werden. Die südöstliche bis 



Krüger, Osmylidae. VIII. Anhang II. 33 

südliche Natur scheint sehr reich in dieser Abteilung gearbeitet 
zu haben. 

Costalfeld allmählich gradlinig erweitert und dann all- 
mählich verschmälert. 

C-QuA einfach, etwa 46 vor, 15 in, 6 nach dem Stigma. 

QuA zwischen R und RS vor dem Stigma 12 — 13, nach diesem 1. 

1. Ast des RS nicht nahe dem Grunde dieses, nicht im 
Niveau der Gabelung der M entspringend , sondern erst etwa 
3—4 C-QüA nach der M-gabelung, bei der 13. C-QuA ; der Stamm 
des RS sehr lang (siehe p. 82) ; die 2. QuA zwischen R-system 
und M vom Stamm des RS ausgehend. 

Die M selber bald nach dem 1. Kernfleck gegabelt. 

Basale Äste des RS 6—7, apicale 3—5. 

Unregelmäßiges Zellgefüge unmittelbar vor dem 1. Ast 
des RS mit 3 — 4 Zellen beginnend , worauf 2 (3) und 1 Zellen 
folgen bis zum 4. Ast (bei ßavicorins hier 4 und 1, bis 3. Ast), 
begrenzt von der 1. Stufenaderreihe mit 3 (bei ßaviconiis hier 2) 
Adern. Dann folgen 4 Reihen von Langzellen von fast recht- 
eckiger Gestalt, begrenzt von noch 4 Stufenaderreihen von 3, 4, 
5, 10 (bei ßaviconns ebenso, bei nipponensis 3, 4 (5), 6 (7), 8 (10) ) 
Adern, im ganzen also von 5 Stufenaderreihen. Bei dieser Gattung 
ist die Stellung der QuA der letzten Stufenaderreihe sehr auffällig, 
indem die ersten 6 eine fortlaufende Reihe bilden und die fol- 
genden 4 (zwischen den Apicalästen) deutlich nach der Flügelspitze 
gerückt sind , eine Erscheinung , die allerdings auch sonst , aber 
nicht überall vorkommt. Gabelzinken etwa •^/3 der Randzellen. 
Der 2. KF befindet sich hinter der 1. Stufenaderreihe in der 
hintersten Zelle der 1. Langzellenreihe (jederseits in der nach 
vorn folgenden Zelle in dem vorliegenden Tier .nipponensis noch 
ein zweiter 2. KF). 

Beide K F also in der gewöhnlichen Lage. 

QuA vom R - s y s t e m z u r M 10, zwischen M a und M p 8, 
bei nipponensis hier 11 und 9. 

QuA vom M - s y s t e m zum C u 10 , zwischen der 1 . 
und 2. eine Lücke, die 2. geht von der Mp ab, bei nipponensis 12. 

QuA zwischen Cua und Cup 8 — 9, bei nipponensis 10. 

Ein Aderfleck ist nicht am Hinterrande vorhanden. 

Im Hinter flügel QuA vom R-system zur M8 — 11, von 
Ma zu Mp 10 — 11, vom M-system zum Cu 7 — 9, vom Cua zum 
Cup 2-3, der Cup sehr kurz. An der M nach hinten eine 
basale A n h a n g s a d e r. 

Heliosmylns nipponensis Okamoto. 

Japan. Moji, Hyuga, (Okamoto) ; Harima, Wakasa, Mt. Kinbo, 
Chikugo, Shinano, Yamato (Nakahara) ; Nikko (Nakahara). 

6* 



g4: Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Der von mir Osmjjlhlae Vb, Stett. Eni. Zeit. 75. 1914. 
p. 92, 93, im Auszug wiedergegebenen Art - Beschreibung von 
Okamoto ist nichts Wesentliches hinzuzusetzen; Cubitus und 
Posten bitus sind Cua und Cup. Die Zeichnung Okamotos 
ist in der Tat unzuverlässig , sogar darin , daß die dunklen 
Zwischenlinien im Subcostalfeld nicht gezeichnet sind. 

Nakaharas Beschreibung stimmt mit Ausnahme dieser Zwischen- 
linien im Sc-feld hiermit in befriedigender Weise überein. 

Navas Beschreibung von nikkoensis ist ganz abweichend hiervon. 

Type meiner Beschreibung i cf Museum Petersen. 

Heliosintjlns jinvivornis Mac Lachlan. 

Ich hatte in meiner Arbeit Osmi/lfdae II, 1913, p. 41 und 
IV, 1913, p. 271 schon aus der dürftigen Beschreibung Mac 
Lachlans geschlossen, da& ßavicorms wohl kaum zu Osrnt/fifs 
gehören konnte und daher mit ? ? versehen. Die Untersuchung 
Nakaharas brachte diese Art zu Sj^ifosmi/ltis , meine Geäder- 
untersuchung bringt sie in eine neue Spilosinylinen - Gattung-, 
Nach Nakahara soll faurinus Nav. mit flavkornis synonym sein, 
was ich leider nicht untersuchen kann, aber nach der Beschreibung 
für möglich halte. 

Die Beschreibung Nakaharas ist im wesentlichen mit der 
von Mac Lachlan übereinstimmend , entspricht aber nach dem 
mir vorliegenden Tier nicht in befriedigender Weise der Wirklichkeit, 
was zum Teil vielleicht an einem Druckfehler liegt. Der Kopf 
ist oben ausgesprochen gelb , auch die Ocellen ; aber er hat 
2 deutliche dunkle Zeichnungen , die bei der Beständigkeit der 
Kopffärbung bei Osmyliden sehr wichtig sind : am Hinterkopf 
läuft ein dunkler, in der Mitte etwas fleckartig erweiterter Streifen 
von Auge zu Auge ; vor ihm sind die gelben Ocellen dunkel 
umrandet (broadly margined Avith same (?) color) in der Weise, 
daß ein Rhombus entsteht, dessen links und rechts liegende Ecken 
fleckartig erweitert sind und dessen hintere Ecke an den Mittel- 
fleck der oben beschriebenen Querbinde heranreicht. 

Auch die Beschreibung des Prothorax bedarf einer kleinen 
Berichtigung. „Es heißt hier, wie schon bei Mac Lachlan: Prothorax 
yellow with three blackish spots placed in a triangle above." 
Er zeigt hier zunächst sehr deutlich die von mir schon mehrfach 
beschriebenen Querwülste, die auch Petersen bei Krügeri beschreibt, 
und dann folgende dunkle Zeichnung : 1. eine mittlere Längslinie, 
die über die Wülste hinüberläuft und unterbrochen ist , so daß 
sie in einen vorderen großen spitz nach vorn ausgezogenen Lanzen- 
spitzenfleck , einen mittleren kleinen Dreiecksfleck und einen 
hinteren ganz kleinen spitzen Punkifleck zerfällt. Neben dem 



Krüger, Usmijlidoe. VIII. Anhang II. 85 

mittleren Fleck befindet sich nun jederseits ein mittelgroßer Fleck 
von ähnlicher Form wie der vordere große ; diese 3 bilden ein 
Dreieck, die beiden seitlichen mit dem mittleren eine unterbrochene 
Querbinde, alle 5 ein Kreuz. Ich glaube, daß eine so charakteristische 
Zeichnung wohl einer genaueren Beschreibung wert ist. Übrigens 
sagt Nakahara selber, daß ßavkornis sehr variabel ist, sogar in den 
Zeichnungen des Prothorax , „which usually form a well fixed 
spezific character" , was nach meiner Erfahrung für Osmyliden 
vornehmlich vom Kopfe gilt, während die Zeichnung des Prothorax 
von einer völlig ausgebildeten , sozusagen normalen Form alle 
möglichen Abstufungen bilden kann. 

Auch die Schilderung der Flügelzeichnung kann bedeutend 
charakteristischer gegeben werden, wenn man wie ich dem Geäder 
folgend, bestimmte Felder oder Gegenden für die einzelnen Flecke, 
die natürlich verschieden vollkommen vorhanden sein können, 
zugrunde legt und angibt. 

Im Costalfeld sind die QuA gelb, zum Teil ganz oder halb 
dunkel. Im Subcostalfeld sind vor der QuA 2 dunkle Flecke, 
aber auch nach der QuA hat dieses Feld gelbbraune Stellen, die 
in unbestimmter Zahl , zum Teil linienartig zwischen Sc und R 
liegen, also ähnlich wie bei nipponensis, nur fehlen die entsprechenden 
Linienflecke auf dem Sc und R. Alle Längsadern sind hell, nur 
die apicalen Aeste des RS zum Teil dunkel. Die QuA sind fast 
sämtlich dunkel und fast alle noch mit einem hellbraunen Hof 
umrandet. Da nun einzelne stärker umrandet sind, entstehen da 
einzelne deutlichere Flecke ; außer diesen sind noch beide KF von 
einem braunen Hof umgeben und endlich sind noch einige braune 
Flecke vorhanden, denen keine QuA zugrunde liegen. Diese sind 
sehr gefährlich für die Geäderuntersuchung, da sie QuA vortäuschen, 
die nicht vorhanden sind (siehe Krihjeri Pet. p. 81, 87), also falsche 
QuA sind. Diese letzteren haben dazu noch eine Lage, die leicht 
zu dieser Verwechslung führt. Sie liegen nämlich in der Lücke 
zwischen der ersten (der fast einzigen hellen QuA) und der zweiten 
QuA von der M zum Cu in der Zahl etwa 5 , einer liegt ganz 
am Grunde noch vor der 1. QuA. In der Mitte des Feldes zwischen 
M und Cu laufen die Höfe von 2 QuA ziemlich ineinander zu 
einem mittelgroßen Fleck , an dem auch die dahinterliegenden 
QuA beteiligt sind. Endlich entsteht ein großer Fleck am Anfang 
der vorletzten Stufenaderreihe aus Höfen von QuA dieser Gegend ; 
hieran sind auch QuA zwischen Ma und Mp beteiligt und wieder 
einige falsche Adern. Die vorletzte und besonders die letzte 
Stufenaderreihe heben sich besonders deutlich durch ihre dunkle 
Farbe ab. Der ganze Hinterrand bis zur Flügelspitze ist gelb- 
braun wolkig getrübt. 



g(3 Stettiner Entomologiscbe Zeitung. 76. 1915. 

Die Hinterflügel sind einfach , zeigen aber Andeutungen der 
Zeichnung und Fleckung des VFl. 

Type meiner Beschreibung 1 ? Museum Petersen. 

Heliosmyliis? faurinus Navas. 

Nakahara hält diese Art möglicherweise für synonym mit 
daviconns Mc L. ; dem widerspricht die Beschreibung von Navas nicht. 



Ich habe damit versucht , Nakaharas Osinylideii mit meiner 
Arbeit in eine organische Verbindung zu bringen. Leider ist es 
nicht überall gelungen. Besonders bedauere ich dies in betreff 
des Spilosmylus tuherculatus. Im übrigen hoffe ich in dieser Arbeit 
objektiv gewesen zu sein, wie es in wissenschaftlichen Differenzen 
und ernsten Forschungen nötig ist. Vielleicht bemühen sich 
Nakahara und k a m o t o doch noch um das Studium des 
Geäders in meinem Sinne, wodurch sicher mindestens eine weitere 
Aufklärung der so sehr interessanten japanischen Osmy- 
liden-Gattungen und xVrten erreicht wird. Sie würden 
sich beide sicher ein großes Verdienst erwerben. 



Heliostnylus Krügeri Petersen. 

Formosa, Kosempo. 

Diese Art wurde von Petersen 1914, wie in meiner Arbeit 
Osmiflhlae VII. Auhaug* I. 1914. p. 130 schon angegeben, neu 
beschrieben , veröffentlicht und abgebildet. Er stellte sie vor- 
läufig zu GleHosmi/Iifs mit der Bekundung, daß sie einer anderen 
Gattung angehört. Ich habe im Einverständnis mit ihm diese 
neue Gattung Heliosniiflns aufgestellt und beschrieben und sie 
auf die Art Krügeri als Type gegründet. 

Der durch die schöne Abbildung ergänzten Beschreibung der 
Flügelzeichnung würde ich nichts hinzufügen , wenn ich nicht 
gerade auf das aufmerksam machen möchte , was Petersen und 
nach der Photographie auch mich zunächst veranlaßte , für die 
Gattung Glenosmi/lifs zu stimmen, obwohl Knhjeri nicht den 
Augenfleck hat, der den Namen (iirnosmtjlus ergab. 

Glenosmijlus, zu den Spilosmylinen gehörig, steht in der 
Gruppe b), die nach der I. QuA von der M zum Cu keine Lücke 
bis zur 1. QuA von der Mp zum Cu hat, sondern eine Anzahl 
QuA , dazu einen langen, sogar sehr langen RS-stamm und end- 
lich am RS-stamm 2 — 3 QuA vor der RS-gabelung. Der Augen- 
fleck wurde zunächst nicht in die Gattungsbeschreibung aufge- 
nommen als vielleicht ein Geschlechtscharakter. 



I 



Krüger, Osniylidae. Vlll. Anhang II. 87 

Alle diese 3 Merkmale schienen bei KriUjen vorzüglich zu 
stimmen, aber nachdem Petersen seine Type (Leyden-M useum ) und 
Cotype (Museixm Petersen) mit seinen 2 Stücken von flavkornis 
Mc L. genauer verglichen hatte , stellte sich die überraschende 
Ähnlichkeit beider Arten und die Tatsache heraus , daß die 
beiden oben genannten Gruppen von Qu A — falsche 
Adern sind, d. h. wie p. 81 , 85 schon erwähnt nur 
dunkle Flecke, welche QuA mit dunklem Hof vor- 
täuschen. Daher mußte nun von Glenosmylus abgesehen, aber 
die vorläufige Unterbringung darin gebraucht werden , bis die 
neue Gattung aufgestellt war. Diese Flecke sind also besonders 
zu beachten. Außerdem ist die Zahl der deutlicheren Flecke 
bedeutend größer , ebenso sind die beiden großen Flecke auch 
bedeutend zusammengesetzter und größer als bei flavkornis. A uch 
die Interlinearflecke im Subcostalraum sind stärker als bei ßmi- 
rornis. 

Die Cotype Petersens ist ein cf. 



Ich möchte noch einmal meiner Freude Ausdruck geben, daß 
es mir durch Petersens Hilfe gelungen ist , einige Fortschritte 
in der Kenntnis der Osmyliden zu machen. Dafür bin ich ihm 
zu herzlichstem Danke verpflichtet. Ich besitze noch einige sehr 
interessante Photogramme von Tieren seiner Sammlung , über 
welche ich in einem III. Anhange meiner Arbeit berichten werde 



88 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 

Von Dr. F. Oliaiis, Berlin-Steglitz. 
Mit 24 Textfiguren. 

Mimela Kirby. 
Wie ich schon in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1908, p. 634, 
auseinandergesetzt habe , ist als das charakteristische Merkmal, 
durch das sich diese Gattung von Anomala im weiteren Sinne 
unterscheidet, das Vorhandensein eines Fortsatzes des Prosternums 
zwischen den Vorderhüften zu betrachten ; die Form dieses Fort- 
satzes ist, wie ich ebenfalls a. a. 0. gezeigt habe, eine wechselnde, 
bei circumcincta z. B. kurz und breit mit gerundeten Ecken , bei 
testaceipes hakenförmig , hinten nur wenig vorspringend , die ge- 
krümmte Spitze zwischen die Vorderhüften gebogen, bei chinertsis, 
dem Typus der Gattung , lamellenfcirnüg mit gewöhnlich recht- 
winkliger hinterer unterer Ecke. Ich vereinige nun die Arten 
mit schwach entwickeltem , wenig vorspringendem Prosternal- 
fortsatz, die den Übergang zwischen Anomala und Mimela bilden, 
zur Untergattung 

P a r o m i m el a , 
als deren Typus ich die circumcincta Hope von Westafrika be- 
trachte ; hierher gehören außerdem die ostasiatischen resp. palä- 
arktischen Arten mit gewölbten primären Rippen : mimfa F., 
costata Hope, flavilahris Wat. , holosericen F., pekinensis Heyd. und 
testaceipes Motsch. Verleitet durch ein unrichtig bestimmtes Stück 
aus der Haroldschen Sammlung habe ich früher auch die difficilis 
Wat. zu Mimela gezogen , doch zeigt mir eine neuerliche Unter- 
suchung eines mit der Type selbst verglichenen Stückes dieser 
Art , daß sie eine echte Anomala ist , der jeglicher Fortsatz des 
Prosternums fehlt. 

Von den übrigen Mimelen, den Arten mit groi^em, weit vor- 
springendem lamellenförmigen Prosternalfortsatz , dessen hintere 
untere Ecke zumeist rechtwinklig und dessen untere Kante häufig 
etwas verdickt ist, bilden die Arten, die keinen die Mittelhüften 
überragenden Fortsatz der Mittelbrust besitzen, die Untergattung 
Mimela im engeren Sinne ; für die Arten mit einem die Mittel- 
hüften nach vorn überragenden Mesosternalfortsatz hat Reitter 
in den Verh. Ver. Brunn XLI , 1903, p. 52 die Untergattung 
Eriomela (mit Passerinü Hope als Typus) begründet. 

P a r a m i m e l a c i r c u m c i n c t a Hope 
ist im ganzen Küstengebiet von Guinea von Monrovia bis Gabun 
verbreitet und dringt durch den Kongostaat bis nach dem Victoria- 



Ohans, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 39 

See , Sesse-Inseln (Rob. Koch) und Uganda (Grauer) vor. Fast 
überall neben der Nominatform findet sich eine Varietät, die sich 
durch lebhafteren Glanz auszeichnet, 

var. nov. d e r u g a t a m. 
Häufig kleiner als die Nominatform, kürzer und breiter elliptisch, 
dann auch stärker gewölbt , der Grund auf der Oberseite viel 
weniger gerunzelt und weitläufiger punktiert , so daß die ver- 
einzelten größeren Punkte auf dem Vorderkörper und in den 
primären Punktreihen der Deckflügel stärker hervortreten und 
der Käfer viel glänzender erscheint. Reife Stücke sind gefärbt 
wie die Nominatform , bei unreifen sind zuweilen die ganzen 
Deckflügel l)räunlichgelb. 

cf $. Liberia. Cap Palmas. Togo. Kamerun : Bibundi, Isongo, 
Yaunde. Brit. Uganda. 

P. d e c l or a t a n, sp. 

P. rirrumcincta proxime affinis. Elliptica, sat oblonga, con- 
vexa , supra et subtus brunneo-testacea , polita , nitida , supra 
capite cum clipei parte posteriore, thoracis macula magna discali, 
scutelli basi et elytrorum margine angusto , subtus metasterni 
medio fiisco-nigris , tibiis tarsisque .cum antennis rufobrunneis. 
Clipeus cum. fronte rugulosus , vertex , thorax et scutellum sat 
dense haud grosse punctata , elytra seriato-punctata in fundo 
subtilissime punctulata , pygidium sat grosse confluenter umbili- 
cato-punctatum. Pygidium apice et pectus griseo-pilosa. 

Long. 18, lat. 10 mm. cf. Kongo. 

P. tvistieula n. sp. 

P. ch'cumcincta Hope affinis. Oblongo - ovalis sat convexa, 
supra obscure viridiaenea nitida, thoracis lateribus anguste flavo- 
pellucentibus, subtus fulva , viridi et cupreo splendore .suffasa, 
tibiis tarsisque obscurioribus, antennis fulvis. 

Long. 22. lat. 11^/.;, mm. ?. Kongo: Walicale. 

Gestreckter und spitzer oval als die P. circumdncta , oben 
dunkel erzgrün, nur der schmale Seitenrand des Halsschildes rot- 
gelb durchscheinend , die Unterseite und Schenkel schmutzig 
bräunlichgelb mit erzgrünen und kupfrigen Reflexen, die Schienen 
und Tarsen , sowie die Ränder dunkel erzgrün ; nur die After- 
öffnung und Brust spärlich rotgelb behaart. Kopfschild fast 
doppelt so breit als lang, mit leicht gerundeten Vorderecken und 
höher aufgebogenem Rand, schwarzbraun, dicht gerunzelt, matt. 
Stirnnaht scharf ausge))rägt, gerade. Kopf und Halsschild im 
Grunde äußerst dicht und fein runzlig punktiert, darüber mit 
vereinzelten gröberen Punkten ; die Randfurche des Halsschildes 



90 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

auch vor dem Schildchen nicht unterbrochen. Schildchen und 
Deckflügel im Grunde fast glatt und daher viel lebhafter glänzend, 
die primären Punktreihen regelmäßig , in allen Interstitien ver- 
einzelte unregelmäßige Punkte. Afterdecke mit sehr groben 
großen Augenpunkten , die vielfach zusammenfließen und schief 
eingestochen erscheinen^ so daß ihr Vorderrand leicht höckerartig 
vorspringt ; das Gewebe zwischen ihnen im Grunde äußerst fein 
gerunzelt. Bauchringe äußerst fein gerunzelt , lebhaft glänzend, 
mit spärlichen gröberen Punkten und der gewöhnlichen Quer- 
reihe von Borstenpunkten. Brust wie die Afterdecke mit groben 
Augenpunkten. Mesosternum mit feinem schmalen Längswulst 
zwischen den Mittelhüften ; Prosternalzapfen dick wulstig vor- 
springend. Vorderschienen zweizähnig, die Zähne kräftig, schwarz- 
braun. 

P. a u r ata F. 

Mir liegt diese Art in mehreren Stücken vom Olymp in 
Griechenland (aus dem Tring Museum) vor , neben der Nominat- 
form auch eine sehr hübsche Varietät 

var. nov. coerulea m. 

Oben sind Kopf, Vorderrücken, Schildchen und die Nahtrippe, 
unten Brust und Beine violettblau, die Deckflügel und der Bauch 
sind dunkelgrün mit blauen und kupfrigen Lichtern ; die Brust 
ist gelbgrau behaart, Fühler und Taster hell rotbraun. 

Länge 17^/3 mm. cf. 

Bei der von Erichson beschriebenen var. f u p r ea , die sich 
meines Wissens nur in Südtirol findet , ist das $ rein kupferrot, 
der (f kupferrot mit schwarzbraunen Deckflügeln , deren Naht- 
rippe kupferrot ist. 

P. e s t a t a Hope. 

Die Form , nach welcher Hope die Art beschrieben hat , die 
Nominatform , hat erzgrünen Vorderkörper und kupferrote Deck- 
flügel. Die Form, welche Hope bereits erwähnt und für ein un- 
reifes Stück hält , hat hellgelbe Deckflügel mit leichtem grünen 
Erzschiller und dunkelgrünem Randsaum, der neben dem Schild- 
chen etwas erweitert ist ; der Seitenrand des Thorax ist, wie bei 
der Nominatform , zuweilen gelb. Da diese Form regelmäßig 
neben der Nominatform bei ganz reifen Stücken vorkommt , be- 
nenne ich sie als 

var. nov. fl a v ip e n n i s m. 

Außerdem besitze ich noch ein ?, 1886 von Leech bei Sakai 
gesammelt , das entsprechend der v. ruprea der aiirata F. oben 
und unten leuchtend kupferrot ist ; oben bleibt jedoch Schildchen 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntni« der Ruteliden. (Col. lamell.) yi 

und Nahtrippe grün , unten schimmern die Schenkel gelb durch. 
Die Seiten des Thorax tragen, wie so viele Arten der japanisch- 
nordchinesischen Subregion , matte dunkle Flecken. Ich benenne 
diese Form var. nov. incuprata m. 

P. f l a V i l a b r i s Waterh. 

Auch von dieser Art gibt es eine kupferrote Varietät , die 
obevseits satt kupferrot ist mit schwachen grünlichen Lichtern, 
Kopfschild , Seiten des Halsschildes und Afterdecke hellgelb, 
Unterseite und Beine hellgelb , nur der Bauch ist schwarzgrün ; 
ich benenne sie var. nov. cuprifulgens m. 1 cf aus Japan: Gifu. 

var. nov. sculp ti colli s m. E. v. Harold erwähnt in der 
Deutschen Ent. Zeitschr. 1877 , p. 355 ein weibliches Stück der 
tiavüahris , das er irrtümlicher Weise als A. difficilis Waterh. be- 
stimmt hatte , bei welchem der ganze Thorax mit sehr groben 
Runzeln bedeckt ist, was er für eine individuelle Difformität hielt. 
Mir liegen von dieser Form einige Stücke vor , die der Deutsche 
Konsul Dr. Knappe im August 1902 in Chuzenji bei Nikko 
sammelte. Einige tragen nur feinere oder gröbere Runzeln auf 
dem Halsschild; ein $ von 16 mm Länge hat jedoch ganz gleich- 
mäßige, auffallend tiefe , dicht gewundene Furchen , die wie mit 
dem Grabstichel ausgestochen erscheinen. Der Beftind stellt ge- 
wissermaßen das Extrem einer Entwicklungsrichtung in der Thorax- 
skulptur dar , wie sie für sehr viele pleurosticte Lamellicornier 
der japanisch-nordostchinesischen Subregion eigentümlich ist. 

P. testaceipes Motsch. 
Von dieser Art liegen mir folgende Farbenvarietäten vor : 

1. var. nov. ochrochalcea m. Oberseite schön hellgelb mit 
leichtem grünen Erzschiller. Unterseite, Beine und Afterdecke 
hell scherbengelb. $. Japan : Hatima. 

2. var. nov. ochroptera m. Oben Kopf, Vorderrücken und 
Schildchen satt erzgrün, Vorderrand des Kopfschildes, Seiten- 
rand des Halsschildes und Deckflügel hellgelb mit schwachem 
grünen Erzschiller. Bauch und Hinterbrust braun mit Bronze- 
schiller , Beine und Hüften hellgelb mit grünem Erzschiller. 
cf $. Mandschurei: Askold Insel. Japan: Yokohama, Mukoda. 

3. N m i n a t f r m. Oberseite satt erzgrün, der schmale Seiten- 
rand des Thorax gelb , die Nahtrippe gewöhnlich kupfrig. 
Afterdecke , Unterseite und Beine bräunlichgelb , gewöhnlich 
mit dunkleren Flecken. Japan ; Korea. 

Bei Stücken, die ihre Puppenwiege verlassen, ehe sie voll 
ausgefärbt waren, hat das Grün der Oberseite auf dem Vorder- 
körper zuweilen einen blaugrünen oder bleigrauen , auf den 
Deckflüüeln einen bronzefarbenen Ton ; bei einem unreifen ? 



92 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

in. S. sind der Spitzenteil der Deckflügel und die primären 
Rippen, die sich zuletzt färben, hinten hell braungelb geblieben. 

4. var. nov. c )j prioptei' a m. Oben und unten satt erzgrün, 
die Deckflügel kupferrot , die Seiten des Halsschildes schmal, 
die Afterdecke , Epimeren und Episternen gelb , die gelben 
Beine mit dunkel erzgrünen Längsstreifen , die den Muskeln 
entsprechen, cf. Japan : Yokohama. 

5. var. nov. anocypria m. Oberseite schön kupferrot, nur 
der schmale Seitenrand des Halsschildes gelb. Unterseite 
bronzebraun , die gelben Beine mit dunklen Längsstreifen. 
?. Japan : Kobe. 

Die Fühler bleiben bei allen Varietäten stets hellgelb. 

P. p e k i n e n s i s Heyd. 

Außer der Nominatform und der von Reitter als var. violata -| 
beschriebenen einfarbig dunkelblauen Form liegen mir noch folgende 
Farbenvarietäten vor. 

var. nov. eupripennis m. Grundfarbe erzgrün mit Kupfer- 
schiller, die Deckflügel dunkel kupferrot, der Bauch schwarz mit 
Kujiferschiller. cf, 12 mm lang. Peking. 

var. nov. semi viridis m. Unterseite, Beine, Fühler und 
Afterdecke hell scherbengelb ohne deutlichen Metallschiller, Ober- 
seite blaugrün, das Kopfschild, der schmale Seitenrand des Hals- 
schildes, Schildchens und der Deckflügel rötlichgell). $, 17 'o mm. 
Peking (ex mus. Tring). 

Diese letzte Form erinnert stark an P. testaceipes , hat aber 
die grobe Skulptur des Vorderkörpers, die glatten, hochgewölbten 
Rippen und grob punktierten Interstitien der Deckflügel und die 
dicht behaarte Afterdecke der peldnensis, auch die ununterbrochene 
Randfurche des Halsschildes. 

P. Ii l s e r i c e a F. 

var. nov. holoc)jpria m. Gleichmäßig hell kupferrot, nur 
der Bauch dunkel bronzefarben. $. Wladiwostok. 

var. nov. carbonaria m. Oben und unten rein schwarz. 
Rußland, südwestl. Ural: Ufa. 

1 § von Herrn Adolf Schmidt zur Bestimmung erhalten. 

M i m ein s ii l c a t u In n. sp. 

^f. chinensis affinis. Elliptica , sat convexa , supra flavo- 
testacea, cum pygidio laeto viridi-aeneo splendore suffusa, subtus 
cum pedibus et antennis fulvotestacea haud metallica, tibiis tarsis- 
(jue posticis rufo-castaneis , supra elytrorum sutura vitta fusco- 
viridi ornata. 

Long. 14, lat. 8 mm. $. China : Hongkong. 



Ohau.s, XVII. Beitrag zur Kenntni« der Ruteliden. (Col. laraell.) 93 

Elliptisch, ziemlich gewölbt, oben hell scherbengelb mit 
grünem Metallschimmer , die Deckflügelnaht mit einer vorn und 
hinten spitz zulaufenden dunklen Längsbinde , Unterseite , Beine 
und Fühler rötlich scherbengelb ohne Metallschimmer, die Schienen 
und Füße der Hinterbeine rötlichbraun. Die ganze Oberseite ist 
dicht und ziemlich fein lederartig gerunzelt , der Glanz daher 
I seidenartig , die Runzelung etwas gröber und der Glanz daher 
I geringer als bei der chineusis. Kopfschild etwa doppelt so breit 
! als lang . mit gerundeten Ecken , der umgebogene Rand kupfrig 
mit feinem schwarzen Randsaum. Halsschild hochgewölbt ohne 
1 deutliche mittlere Längsfurche , die basale Randfurche auch in 
1 der Mitte nicht unterbrochen, die Seitengrübchen sehr schwach. 
Auf den Deckflügeln sind die primären Punktreihen fein gefurcht, 
die Rippen und Interstitien gleich hoch gewölbt , wodurch sich 
die Art von allen anderen der c/»'ne;i«5-Gruppe unterscheidet ; die 
3 diskalen Interstitien enthalten nur wenige unregelmäßige Punkte 
und einige Querrunzeln , die lateralen sind punktfrei. Pygidium 
weitläufig mit vereinzelten kurzen Querstrichen bedeckt , neben 
der Spitze, die kupfrig schimmert, jederseits ein größeres flaches 
Grübchen, Bauch und Brust fast kahl, spärlich punktiert. Meso- 
sternum ohne Fertsatz , der Prosternalfortsatz kräftig ; Vorder- 
schienen zweizähnig. 

M, sparsepilosa n. sp. 

M. trichopyga Ohs. proxime affinis. Eadem fere magnitudine et 
statura, fuscoviridis aenea nitida, pedibus plus minusve cuprascenti- 
bus ; supra glabra pygidio sparsim ac breviter piloso , subtus 
abdominis lateribus ac pectore sat dense et longe pilosa ; capite, 
thorace et scutello dense et fortiter, at non confluenter punctatis, 
elytra regulariter et profunde sulcato-punctata, pygidium dense et 
grosse confluenter punctatum et rugulosum , angulis anterioribus 
foveatuni et interdum in cf longitudinaliter sulcatum ; abdomen 
et pectus dense et profunde haud confluenter punctata. 

Long. 12 — 14, lat. 7 — 8^2 nim. cf ?. Neu-Kamerun : Sardi 
bei Dengdeng, 31. HL— 3. IV." 1914, Mildbraed S. Typen im 
-Kgl. Zoolog. Museum in Berlin und in meiner Sammlung. 

Der M. trichopyga Ohs. vom Ngoko-Fluß zunächst verwandt, 
aber in folgenden Punkten verschieden. Die Furchen auf den 
Deckflügeln sind tiefer und breiter, die Punkte darin gröber und 
deutlich quergestellt , der verkürzte Humeralstreifen deutlich ge- 
furcht , während er bei der tricltopyga fein und verloschen ist. 
Das Pygidium ist dichter und gröber skulptiert, mehr quer nadel- 
rissig mit kräftigen Grübchen in den Vorderecken und zuweilen 
einer Längsfurche beim cf ; es trägt nur einige vereinzelte gelbe 



94 



Stettiner Entomoloorisclie Zeitung'. 76. 1915. 



Härchen , während es bei der trichopyga gleichmäßig und dicht 
behaart ist. Von den Abdominalsterniten trägt nur das vorletzte 
die gewöhnliche Querreihe von Borsten , die übrigen sind in der 
Mitte kahl , nur an den Seiten gedrängt behaart. Mesosternuni 
ohne Fortsatz , Prosteriialzapfen nahezu rechtwinklig , an der 
hinteren Kante mit einem langen dichten Haarbüschel. Forceps- 
parameren schlanker als bei der trichopuga. 

M. c h i n ens i s Kirby. 

Als die Heimat dieser Art betrachte ich die Gebirge west- 
lich und südlich des Westflusses, Si-kiang , bei Kanton. Der 
Käfer kam früher häufig in den sogenannten chinesischen Kästen 
nach Europa , die außer einigen auffallenden Insekten , die mit 
Nähnadeln, deren Öhr abgebrochen war, gespießt waren, gewöhn- 
lich eine Porzellankrabbe und ein Seepferdchen enthielten und 
den Ostasienreisenden im Hafen von Kanton (vielleicht auch 
Hongkong) für 1 Schilling verkauft wurden. Er ist 
ausgezeichnet durch hellgelbes Propygidium und 
dunkel erzgrünes Pygidium, das entweder an der 
Spitze eine gelbe Makel in Form eines lateini- 
schen V oder eines Dreiecks hat; .seltener ist die 
ganze Spitze gelb , die basale Hälfte bleibt stets 
dunkel erzgrün. Von den Forcepsparameren, Fig. 1, 
ist die linke in eine feine , hakenförmig gebogene 
Spitze ausgezogen , die rechte stets kürzer als die 
linke, und stumpf , gleich als ob sie abgebrochen 
wäre. 

Als Synonym gehört hierzu die Mhnela (Melo- 
lontha) stilhophora Wiedem., wie ich durch Untersuchen der wohl- 
erhaltenen Type im Hamburger Museum feststellen konnte. Die 
Beschreibungen beider Arten wurden 1823 veröffentlicht ; da aber 
die der chvwisis von Abbildungen begleitet ist, hat sie nach der 
gebräuchlichen Auffassung den Vorrang vor der einfachen Text- 
beschreibung der stilhophora. 



M. specnlaris Ohs. 
aus Tonkin : Mauson Berge , steht der chviensis 
nahe , ist aber meistens kleiner , etwas lebhafter 
glänzend, mit einer mittleren Längsfurche iiuf dem 
Halsschild , die der chinensis fehlt. Ihr Pygidium 
ist kürzer, flacher, gleichmäßig gelbbraun mit 
grünem Erzschiller und einer mittleren Längsfurche, 
die der einneiisifi fehlt. Die Forcepsparameren, 
Fig. 2 , sind symmetrisch , die rechte so lang 






Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (C'ol. lamell.) 95 

wie die linke , ihre Spitzen viel kürzer als bei der cJii}>ensis, 
gernndet. 

M. f u s a n i a H. Bates 
ist beschrieben von Fusan, richtiger Fusanpo in Korea, geht aber 
weiter nördlich bis Gensan und südlich bis Kanton. Nach typischen 
Stücken aus dem Tring-Museura gehört zu ihr als Synonym die 
M. viriditiucta Fairm. von Kiukiang. Die als selbständige Art 
beschriebene M. pUcicoUis Arrow von Tientsin, von der 
ich mehrere typische cf ? besitze, ist nur eine Varie- 
tät der /!<5«?i?a ; die eigentümliche Runzelbildung auf 
dem Thorax ist bald stärker , bald schwächer aus- 
gebildet, manchmal fehlt sie auch ganz; sie findet sich 
besonders häufig bei den nordchinesischen Stücken ; 
bei denen aus Korea ist sie selten , bei südchine- 
sischen (Tschekiang und Kanton) scheint sie ganz 
zu fehlen. Die Kantonstücke sind größer als die 
von nördlicheren Fundorten und werden der specii- 
laris resp. chinensis recht ähnlich. Doch ist ihr Thorax 
flacher , stets mit kräftiger mittlerer Längsfurche 
und flachem Eindruck in den Hinterwinkeln ; ihr Pygidium ist 
dunkel erzgrün mit gelber Makel an der Spitze , wie bei der 
chinensis, aber gröber punktiert. Ihr Forceps, Fig. 3, ist ähnlich 
dem der specularis, aber — von der Seite gesehen — ohne den 
zahnartigen Vorsprung vor der Spitze an der unteren Kante der 
Pa ramer en. 

M. d e s p u m a tn n . sp. 

M. exdsipes Rttr. proxime affinis. Major, ovata , convexa, 
viridi-aurichalcea, polita, caput et thorax dense, at non profunde, 
hie illic confluenter punctata ; elytra punctato-seriata , punctis 
evanescentibus in disco praecipue vix perspicuis. Subtus cum 
pygidio dense umbilicato punctata, sparsim flavo-pilosa. 

Long. 18^0, lat. 11 mm. ?. Tonkin : Laokai, Chapa 1200 m. 
(Vitalis de Salvaza.) 

Eiförmig, ziemlich hochgewölbt , hell erzgrün mit messing- 
gelben und goldigen Reflexen, lebhaft glänzend , nur die Bauch- 
ringe und Brust seifen mit einigen gelben Haaren , sonst kahl ; 
Fühler erzgrün mit gelblicher Geißel. Kopfschild gut doppelt 
so breit als lang mit schwach gerundeten Ecken , dicht runzlig 
punktiert, Kopf und Halsschild dicht, aber nicht tief punktiert, 
die basale Randfurche des letzteren fast ganz verloschen. Schild- 
chen fein zerstreut punktiert. Auf den Deckflügeln sind die 
primären Punktreihen noch erkennbar, aber sehr fein, die Scheibe 
zumal wie abgeschliffen. Afterdecke und Unterseite dicht mit 
mehr oder weniger vollständigen Ringpunkten bedeckt. Die 



96 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

Hinterschenkel sind beim Knie lappenartig verbreitert , wie bei 
der excisipes ; der Mesosternalfortsatz ist spitzer, springt alier 
nicht über die Mittelhüften vor. Der Basalzahn der Yorder- 
schienen ist schwach, wenig vorspringend. 

M. splendens Gyll. var. nov. cyanicollis m. 
Vorderrttcken und Schildchen cyanblan, Kopf und Deckflügel 
dunkelgrün mit blauen Lichtern. ?. Korea : Chemulpo. 

M. r e p s i m oi d e s n. sp. 

Lata ovata, elliptica, modice convexa, supra prasina, nitida, 
capite , thorace scutelloque aureo splendore suffasa , elytrorum 
basi et sutura coeruleis ; subtus cum pedibus saturatius viridi- 
aenea pectoris medio , tibiarum marginibus interioribus , tarsis 
et segmentorum marginibus anterioribus coeruleis ; antennae fuscae. 
Supra glabra, subtus sparsim flavo-pilosa. 

Long. 20, lat. 12 mm. ?. Südost-China: Amoy. 

Breit elliptisch, mäßig gewölbt, grasgrün, glänzend })oliert, 
Koi)f, Thorax und Schildchen mit Goldschiller, die Basis und 
Naht der Deckflügel blau gesäumt, unten erzgrün , die Mitte der 
Brust , die Ränder der Bauchringe und der Schienen sowie die 
Tarsen blau. Ko})fschild trapezförmig mit schwach gerundeten 
Ecken und leicht aufgebogenem Rand , dicht runzlig punktiert : 
Stirn dicht, Scheitel zerstreuter und feiner punktiert ; Thorax an 
den Seiten dicht und grob , in der Mitte feiner und etwas zer- 
streuter punktiert, die Seiten in der Mitte erweitert , die recht- 
winkligen Hinterecken leicht gerundet , die spitzen Vorderecken 
weit vorgezogen , die Mitte der Basis stark nach hinten ge- 
schwungen. Schildchen punktfrei. Auf den Deckflügeln sind die 
primären Punktreihen regelmäßig , die Punkte fein , aber scharf 
eingestochen, das subsuturale Interstitinm unregelmäßig punktiert, 
die anderen mit einfacher Punktreihe , Schultern und Spitzen- 
buckel vorspringend. Pygidium kurz und breit zugerundet mit 
gewölbter Spitze, ziemlich dicht fein punktiert, kahl. Abdominal- 
sternite und Brustmitte fast glatt und kahl , die Seiten runzlig 
punktiert und spärlich gelb behaart. Mesosternum ohne Fort- 
satz ; der Fortsatz des Prosternums ist sehr groß , die hintere 
Ecke scharf rechtwinklig , die vordere Spitze weit zwischen die 
Yorderhüften ragend. An den Yorderschienen ist der Seitenzahn 
fast verloschen, der Spitzenzahn ragt mäßig weit vor. Die P'ühler 
sind braun. 

Diese Art steht der mir unbekannten M. (hdcissima H. Bts. 
aus Sze-chuen offenbar sehr nahe, unterscheidet sich aber durch 
die Skulptur des Thorax , der in der Mitte — abgesehen von 
einer verkürzten kahlen Mittellinie — dicht und fein , an den 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Kuteliden. (Col. lamell.) t)7 

Seiten grob und runzlig punktiert ist ; ebenso ist das Pygidium 
mit scharf ausgeprägten Hufeisenpunkten ziemlich dicht und 
einzeln , an den Seiten zusammenfließend und runzlig punktiert. 
Das Metasternum ist am Yorderrand schwach gewulstet , glatt 
und kahl, aber ohne jeglichen Fortsatz. 

Eriomela f l a v o m a r g i ii a t a n. sp. 

E. Passerinn Hope proxime affinis. Oblongo-elliptica, postice 
haud ampliata , convexa , supra saturate graminea , clipeo toto, 
thoracis et elytrorum lateribus sat latis flavis , pygidium cum 
propygidio laete viridiaeneum sericeum , abdomen cum pectore 
fuscocupreum , femora et antennae flava, tibiae rufocastaneae, 
tarsi fusci ; subtus pectore dense , abdomine et pygidio sparsius 
flavogriseo-pilosa. 

Long. 14 — 15, lat. 8 mm. cf ?. Sikkim: Darjiling, Mungfu. 

Aus der Verwandtschaft der Passerhm Hope, gestreckt ellip- 
tisch, mäßig gewölbt; oben satt grasgrün, das ganze Kopfschild 
und ein Streifen in der Breite des Kopfschildes an den Seiten 
des Halsschildes und der Ueckflügel hellgelb ; Afterdecke hell 
erzgrün, fein seidenartig glänzend, Unterseite kupferrot, zuweilen 
mit erzgrünen Lichtern , die Fühler und Schenkel hellgelb , die 
Schienen rotbraun, die Tarsen schwarzbraun. Die Brust ist dicht 
und lang, Bauch und Afterdecke spärlicher lang graugelb behaart. 
Kopfschild fast doppelt so breit als lang , die rechtwinkligen 
Ecken kaum gerundet, der Rand fein aufgebogen , die Oberfläche 
leicht runzlig. Stirn und Scheitel wie auch das Halsschild sind 
ziemlich dicht , aber fein punktiert , alle Punkte einzeln ; die 
basale Randfurche verloschen. Schildchen punktfrei. Auf den 
Deckflügeln sind die primären Punktreihen regelmäßig, aber selbst 
hinten nicht oder kaum vertieft , die Interstitien unregelmäßig 
ziemlich dicht punktiert, alle Punkte einzeln, fein aber ziemlich 
tief, die Ol^erfläche nicht gerunzelt. Propygidium und Pygidium 
äußerst dicht und fein gerunzelt , matt seidenartig schimmernd. 
Mesosternalfortsatz lang und spitz. 

Die biplagiata Ohs. ist etwa eben so groß , aber , abgesehen 
von der verschiedenen Färbung , hinten verbreitert und auf der 
Oberseite viel glatter ; die Passeriiui ist größer , eiförmig , und 
gröber, auf den Deckflügeln vielfach runzlig punktiert. 

E. cliscalis n. sp. 

E. laeviijata Arr. proxime affinis. Elliptica , convexa , viri- 

diaenea politissima , aurichalceo splendore suifusa et elytrorum 

lateribus indistincte cupreo-limbata ; su})ra capite toto, thoracis 

et elytrorum lateribus subdense haud profunde }tunctata, in disco 

stettiner Entomolog-ische Zeitung-. Heft I. 7 



93 Stettiner Entomologiscbe Zeitung. 76. 1915. 

politissima ; mesosterni processus parvus , coxas medias vix 
superans. 

Long. 11%, lat. 10 mm. $. Assam : Chandkira bei Sylhet. 

Gestreckt elliptisch , hinten nicht verbreitert , erzgrün mit 
messinggelben Reflexen, die Seiten der Deckflügel mit einem vorn 
schwachen, auf den Apicalbuckeln satt kupferroten Randstreifen. 
Kopfschild doppelt so breit als lang, die Ecken schwach gerundet, 
der Rand kräftig aufgeworfen, wie Stirn und Scheitel mäßig dicht 
punktiert, die Punkte ringförmig, seicht. Halsschild nicht ganz 
doppelt so breit als lang , die Mitte der Basis nur schwach 
nach hinten geschwungen, weniger, als bei der laevigata, die basale 
Randfurche nur eben vor dem Schildchen unterbrochen , sonst 
scharf eingerissen, nur an den Seiten mit einzelnen großen aber 
ziemlich flachen Ringpunkten , sonst überall mit äußerst feinen, 
auch unter der Lupe nur schwach sichtbaren Pünktchen. Schild- 
chen ganz punktfrei. Auf den Deckflügeln sind die primären 
Punktreihen vorhanden , das erste Interstitium unregelmäßig 
punktiert, die anderen mit einfachen Punktreihen, alle Punkte an 
den Seiten klein, aber scharf eingestochen, auf der Scheibe in 
breitem Umfang fast verloschen ; die Scheibe hat leichten Bronze- 
schimmer, die Naht ist grün, nicht blaugrün. Afterdecke glänzend 
poliert, nur ganz verloschen und zerstreut punktiert. Der Meso- 
sternalfortsatz ist klein und spitz , die Mittelhüften nur wenig 
überragend. Der Seitenzahn der Vorderschienen nur schwach an- 
gedeutet. 

Auch HorsfieUi hat gröbere und dichtere Punktierung und 
längeren Mesosternalfortsatz. 

Strigoderma elegans Nonfr. 
Nach der Type, die sich jetzt in meiner Sammlung befindet, 
ist diese Art synonym mit der Str. marginata Ol. Die Type trägt 
die Fundortsangabe : Mexico ; bei der Beschreibung ist Panama : 
Chiriqui als Fundort angegeben. 

Str. pilicollis Nonfr. 
Eine nochmalige Vergleichung der Type dieser Art mit typi- 
schen Stücken der Str. Sallaei H. Bates ergibt die Synonymie 
beider Arten ; die Batessche Art ist ebenso variabel in der Färbung 
wie die ihr zunächst verwandte vestita Burm. 

Str. aequatorialis Ohs. 
Auch diese von mir als eigene Art beschriebene Form ist 
nur eine Varietät der in Skulptur und Färbung überall in ihrem 
Verbreitungsgebiet so variablen snlcipeiniis Burm. 



I 



Ohau.s, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Rnteliden. (Col. lamell.) 99 

Str. floridana Ohs. 
Im Journ. New- York Ent. Soc. XV, 1907, p. 71 spricht 
Herr Schaeffer die Ansicht aus, daß er diese Art nicht von der 
Str. piigmaea F. unterscheiden könne. Da ich die Type der Str. 
jvjipnaea F. nicht kenne und auch nicht weiß, ob sie noch existiert 
und wo sie sich befindet, habe ich mich in der Deutung derselben 
H. W. Bates in seiner Bearbeitung der zentralamerikanischen 
Strigodermen in der Biologia Centrali-Americana, Col. II, 2, 1888, 
p. 253 angeschlossen. Darnach ist pi/</maea F. eine Varietät der 
Str. marginata Oliv, und wie diese auf Kopf und Halsschild haar- 
los, was auch Fabricius, der seine Art mit der Hoplia graminicola 
vergleicht, ausdrücklich hervorhebt mit den Worten : Thorax glaber. 
^lüinQ floridana ist dagegen, wie ich ausdrücklich bemerkte, auf 
Kopf und Halsschild behaart. Sie würde demnach mit den beiden 
behaarten zentralamerikanischen x\rten me.ricana Blanch. und proteaF. 
näher zu vergleichen sein. Die letztere kommt nicht in Betracht 
wegen ihrer feinen dichten Punktierung des Halsschildes , die 
ganz gleichmäßig ist , während bei der Type der floridana ver- 
einzelt, bei anderen Stücken, die ich seitdem gesehen, reichlicher 
grobe Punkte auf der Scheibe zwischen die feinen Punkte gemischt 
sind. Die Deckflügel sind innen neben den Schultern uiid hinter 
dem Schildchen, dessen Spitze gerundet ist, nicht eingedrückt, 
ihre Scheibe höher gewölbt als bei den 4 Arten der vmrginata- 
Gruppe, fein punktiert und leicht querrunzlig, auch spärlich fein 
behaart. Die tiefe Längsfurche und schiefen Eindrücke auf dem 
Halsschild, die die protea auszeichnen, fehlen bei floridana. 

Str. angulicollis n. sp. 

Str. heraldiea proxime affinis. Late elliptica, depressa, fusco- 
nigra, nitida, polita , thorax distincte laete flavo-marginatus, 
elytra vitta magna flava ornata. Supra pilis peipaucis brevibus 
flavis , subtus cum pygidio pilis longioribus flavis dense vestita. 

Long. 11^2' ^^^- 6V2 ™'^- ?• Costarica: San Carlos (Schildt 
und Burgdorf S.). 

Der Str. heraldiea Nonfr. aus dem Caucatal zunächst verwandt, 
breit elliptisch, abgeflacht, glänzend schwarzbraun. Kopfschild 
trapezförmig mit leicht gerundeten Ecken und kaum aufgebogenem 
Rand , $ , wie die Stirn dicht und mäßig fein runzlig , Scheitel 
weitläufiger einzeln punktiert. Halsschild nur wenig breiter als 
lang, ganz flach ohne Mittel- und Seitenfurchen , nur mit ganz 
schwachem Seitengrübchen , ziemlich weitläufig mit einzelnen 
Augenpunkten; die Seiten sind, wie bei der longicollis , vor der 
Mitte winklig erweitert , nach vorn gleichmäßig konvergierend, 
die spitzen Vorderecken weit vorspringend , nach hinten scharf 

7* 



100 stettiner Entomologische Zeitung. 7(5. 1915. 

nach innen geschwungen , die spitzwinkligen Hinterecken nach 
außen vorspringend ; der Hinterrand ist stark nach hinten ge- 
schwungen, vor dem Schildchen gerade abgestutzt; rings um den 
Rand verläuft ein etwa ^/g mm breiter satt gelber Saum , der 
sich von dem glänzend polierten schwarzbraunen Grund scharf 
abhebt. Schildchen feiner und dichter punktiert. Die Deckflügel 
sind breit elliptisch , abgeflacht , hinter dem Schildchen wie bei 
Popillia im Bogen eingedrückt, die Schultern springen sehr weit, 
die Spitzenbuckel kaum vor , die Scheibe trägt eine große , bei 
den Schultern erweiterte gelbe Makel , die leicht verschleiert ist 
und nur auf den beiden Nahtrippen vorn und hinten je ein 
Fleckchen schön hellgelb hervortreten läßt ; auf der Scheibe 
zwischen Schulter und Naht sind 6 Punktreihen, die 5 primären 
Punktreihen und eine regelmäßige einfache Punktreihe im sub- 
suturalen Interstitium , außerdem ein paar .Punkte im H. Inter- 
stitium ; an den Seiten sind die V. und VI. (Seitenrand) Rippe 
dick gewölbt , die erstere nach innen und außen von einer ver- 
doppelten Reihe von Ringpunkten begrenzt. Propygidium und 
Pygidium sind dicht mit zitronengelben Haaren bedeckt , das 
letztere mit einem kahlen glatt polierten runden Fleck in der 
Mitte des Vorderrandes, einer undeutlichen kahlen Mittellinie und 
schiefen Eindrücken bei den Vorderecken. Unterseite und Beine 
etwas spärlicher behaart ; Mesosternum breit, nicht vorspringend ; 
Vorderschienen zweizähnig mit breitgerundetem Spitzenzahn. 
Fühler bräunlich. 

S t r. c a t (i may a n. sp. 

Str. ßorieola Ohs. proxime affinis. Major, elliptica, sat con- 
vexa, seu flavo-testacea plus minusve fusco-variegata , seu tota 
fulvotestacea , supra capite, thorace scutelloque sparsim , subtus 
cum pygidio densius flavo-griseo hirsuta, elytris nudis nitidis. 

Long. 7 , lat. 4 mm. $. Süd-Ecuador : Catamayo 27. IX. 
1905 (Dr. F. Ohaus S.), Arenal (E. Witt S.). 

Ziemlich breit oval , mäßig gewölbt , entwedei' unten hell 
scherbengelb , oben rötlich scherbengelb , oder hell scherbengelb 
mit dunkelbraunen Flecken und schwarzbraunen Deckflügeln. Kopf- 
schild mit parallelen Seiten und kaum gerundeten Ecken , der 
Rand fein aufgebogen , die Oberfläche wie Kopf und Halsschild 
mit groben Ringpunkten dicht bedeckt , fast jeder Punkt mit 
einem graugelben Härchen ; Schildchen weitläufiger punktiert und 
behaart; Halsschild mit abgekürzter Mittelfurche und groben 
Seitengrübchen. Die Deckflügel sind kräftig gefurcht, die Rippen 
und Interstitien gleich hoch gewölbt, zwischen Schulter und Naht 
5 Furchen, die Schultern stark vorspringend, infolge davon die 
außen neben ihnen verlaufende IV. Rippe vorn ganz verschmälert 



Ühaus. XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 101 

und nur hinten dick gewölbt ; dafür ist die V. Rippe vorn dick 
gewölbt bis knapp zur Mitte ; weiterhin ist der Raum bis zum 
Seiten- und Hinterrand flach , vereinzelt punktiert , mit kurzen 
Querrunzeln , glänzend , nicht nadelrissig und matt , wie bei der 
floricola. Afterdecke und Unterseite mit flachen zusammenstoßen- 
den Ringpunkten dicht bekleidet , graugelb behaart. Fühler 
dunkelbraun. 

S t r. t r i c h a s p i s n. sp. 

Oblongo-elliptica, modice convexa, fuscoviridis aenea, nitida, 
fortiter punctata , elytra nigra ; supra glabra , subtus subdense 
griseopilosa. Scutellum magnum medio glabratum lateribus albo- 
pilosum. 

Long. 8, lat. 4 mm. §. Tonkin : Laos. 

Gestreckt elliptisch, mäßig gewölbt, satt erzgrün mit schwarzen 
Deckflügeln. Kopfschild trapezförmig mit ganz schwach konver- 
gierenden Seiten und kaum gerundeten Ecken, der schwarze Rand 
fein umgebogen, die Oberfläche dicht und ziemlich grob' runzlig, 
Stirn und Scheitel dicht und ziemlich grob zusammenfließend 
punktiert. Thorax fast so lang als ])reit , die Seiten w^eit vor 
der Mitte ein wenig, jedoch nicht winklig verbreitert, die spitzen 
Yorderecken kräftig vorgezogen, die stumpfen Hinterwinkel nicht 
gerundet , der Hinterrand nur wenig nach hinten geschwungen, 
fast geradlinig , die basale Randfurche auch in der Mitte vor- 
handen, die flach gewölbte Oberfläche ist mit großen Ringpunkten 
ziemlich dicht bedeckt bis auf eine ganz glatte Mittellinie ; Seiten- 
grübchen vorhanden , schiefe Seitengruben und mittlere Längs- 
furche fehlen. Das Schildchen ist verhältnismäßig groß , grob 
punktiert mit glatter Mittellinie, die Seiten dicht und kurz weiß 
behaart. Auf den Deckflügeln springen die Schultern und Spitzen- 
buckel stark vor, die Partie hinter den letzteren fällt senkrecht 
ab , die abgeflachte Scheibe trägt 6 leicht furchenartig vertiefte 
Punktreihen, die Punkte darin ringförmig, an den Seiten ist die 
V. Rijipe dick gewölbt , der Seitenrand ohne deutliche Epimeren 
und ohne Randschwiele. Afterdecke gut gewölbt , mit Grübchen 
in den Vorderecken, dicht und fein nadelrissig, matt, ganz spär- 
lich und kurz behaart. Die Abdominalsternite tragen wie bei 
Popillia eine Querleiste in der INlitte, von der dicht stehende weiß- 
graue Schuppenhaare entspringen. Hinterbrust und Beine mäßig 
dicht behaart ; Mittelbrust mit einem schwachen breiten behaarten 
Höcker, der die Mittelhüften nicht überragt. Die Epimeren der 
Mittelbrust sind stark vergrößert , auf ihrer oberen Seite quer 
gekielt und dicht behaart , und ragen vor den Schultern neben 
den Hinterwinkeln des Halsschildes weit vor. Vorderschienen mit 2 
kräftigen Zähnen. Fühlergeißel rotgelb mit kleiner schwarzer Keule. 



102 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

E p e ctinas pis M or eletiana Blanch . 
Herr Karl Riedel fing diese Art in großer Zahl auf Blumen, 
besonders auf blühenden Rosen auf einer Kaffeeplantage am Tum- 
l)ador in Guatemala, ca. 1000 m hoch gelegen, vom Januar bis 
September. Fast alle dort gesammelten Stücke, etwa 50, waren 
rein schwarz, nur wenige hatten rotgelbe Zeichnung ; umgekehrt 
hatte H. Bates unter allen Ausbeuten von 5 verschiedenen Fund- 
orten nur 1 Stück, das auf scherbengelben Deckflügeln schwarze 
Zeichnung zeigte. Blanchard hatte unter der Ausbeute Morelets 
von Tabasco rein schwarze Stücke und solche mit hell scherben- 
gelben Deckflügeln ; Nonfried betrachtete die letzteren als Nominat- 
form und benannte die ersteren als var. tristis ; ich kenne im 
ganzen folgende Farbenvarietäten : 
Loben und unten rein schwarz: var. tristis Nonfr. Mexico: 

Tabasco, Medellin im Staate Veracruz ; Guatemala : Tumbador, 

Quezaltenango, Coyotenango ; Nicaragua. 

2. var. 'nov. abdominalis m. Schwarz, nur der Hinterleili rotgelb. 
2 ?. Tumbador. 

3. var. nov. trifasciata m. Schwarz, ein feiner Querstrich zwischen 
Schulter und Schildchen , eine schmale zackige Binde hinter 
dem Schildchen und eine etwas breitere am Hinterrand rot- 
gelb. 2 cf vom Tumbador , 2 $ von Mexico : Medellin im 
Staate Veracruz. 

4. var. nov. basalis m. Schwarz, nur eine breite bis zur Mitte 
der Scheibe reichende Makel auf den Deckflügeln rotgelb. 
1 cf Guatemala (Hauptstadt). 

5. Nominatform. Schwarz mit rötlich- oder hellgelben Deck- 
flügeln, o^ ? Mexico : Tabasco; Guatemala: Coban; Nicaragua. 

6. var. nov. pallescens m. Oben rötlichgelb , nur der Kopf und 
eine eben so große Makel vorn auf der Scheibe des Hals- 
schildes schwarz. Unterseite hellbraun mit gelben Beinen. 
1 cf. Guatemala : Tumbador. 

Ep. pil sip e n u i s Ohs. 
Diese von mir in der Stettin. Ent. Zeit. 1897, p. 438 be- 
schriebene Art steht wohl besser in der Gattung Anomala neben 
villosella Blanch. 

Ep. chel if era H. Bates. 
Die Stücke, die Herr Nonfried in der Berliner Entom. Zeitschr. 
1893, p. 282 unter diesem Namen beschrieb, sind Anomala vidua 
Newm. 

E p. p i et i p e n n is H. Bates. 
Was Herr Nonfried 1. c. p. 281 unter diesem Namen be- 
schrieb, ist Anomala mitans H. Bates. 



OhavTS, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell,) 103 

E p. liondurae Nonfr. 
Diese Art ist eine Anomala aus der nächsten Verwandtschaft 
der ruatana H. Bates mit dreizähnigen Vorderschienen. 

Anomala Sam Spec. asiatic. 

Ano m a l a j a v a n a n. sp. 

A. Castelnaui Ohs. proxime affinis , eadem magnitudine et 
statura. Supra fusca, clipeo rufo , thoracis lateribus plus minus 
late flavis , subtus cum pygidio et pedibus flava , tarsis rufis. 
Caput cum clipeo dense et fortiter, hie illic rugulose punctatum. 
Thorax sat fortiter et dense punctatus , lateribus antice minus 
convergentibus, angulis anterioribus paulo productis. Elytra dense 
punctata in disco praecipue transversim rugulosa, epipleuris rufis 
margine superiore ciliatis, inferiore membranaceis. 

Long. 10 — 11, lat. 5 — 5^/., mm. cf. Java, Noesa Kemban- 
gan, XI. 1910 (J. C. Drescher S.). 

Der A. Castelnaui zunächst verwandt, aber unterschieden durch 
die schwarzbraune Färbung der Oberseite, die dichtere und gröbere 
Punktierung und die nach vorn weniger konvergierenden Seiten 
des Halsschildes , dessen Vorderecken auch stärker vorgezogen 
sind. Die Epipleuren sind hellbraun, am oberen Rand dicht und 
fein gewimpert, am unteren Rand mit dem gewöhnlichen häutigen 
Saum der Anomalinen. 

A. p h a l ae n a n. sp. 

Statura A. Castelnaui Ohs., supra et subtus pallide testacea 
capite rufescente, oculis permagnis nigris. Clipeus rectangularis 
longitudine paulo laterior, angulis anticis leviter rotundatis margine 
anteriore paulo elevato, disperse subtiliter punctulatus; sutura fron- 
talis recta, frons cum vertice sat grosse confluenter ac rugulose 
punctata, certo visu interdum aenescens. Thorax lateribus par- 
allelis ante medium abrupte antice angustatus angulis anticis leviter 
rotundatis , posticis subrectis paulo projectis ibique transversim 
impressis, basi ante scutellum flexuosus, tota superficie sat fortiter 
punctatus. Scutellum fortiter punctatum medio longitudinaliter 
impressum. Elytra dense punctata et transversim plicatula in- 
distincte striata et costulata, epipleuris crenulatis dense fimbriata 
et apice solum membranata. Pygidium sat dense transversim 
aciculatum margine et apice longe flavo-pilosum. Pectus dense, 
abdomen et pedes sparsius pilis longis flavis obtecta. Tibiae 
anteriores dente acuto laterali armatae. 

Long. 10 — 11 , Lat. 5 — 6 mm. Angeblich aus Slam ; aus 
der van de Pollschen Sammlung , von Herrn Hauptmann Moser 
erhalten. 



104 . Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76, 1915. 

Die wichtigsten Unterschiede gegenüber der zunächst ver- 
wandten Castehaui sind das kürzere, vorn stärker gerundete Kopf- 
schild, die dichte und grobe Punktierung des Kopfes, der leicht 
kupferigen und bei einigen Stücken sogar erzgrünen Schiller 
zeigt, die Form des Halsschildes, das weit vor der Mitte plötz- 
lich stark verengt ist mit gerundeten Vorderecken , während die 
nahezu rechtwinkligen Hinterecken leicht vorgezogen und durch 
einen scharf eingeprägten schiefen Eindruck von der Scheibe ab- 
getrennt erscheinen. Die primitive Skulptur der Flügeldecken 
wird durch die grobe Punktierung und vielen Querrunzeln ganz 
verdeckt ; ihr fein abgesetzter Seitenrand , die Epipleuren , sind 
dicht krenuliert , in jeder Kerbe ein Wimperhaar tragend ; nur 
am Hinterrand ist der häutige Randsaum noch erhalten. An den 
Vorderfüßen ist die innere Klaue wie ein Angelhaken umgebogen, 
in der Mitte schwach verdickt , an der oberen Kante vor der 
Spitze mit einem feinen Zähnchen , an den Mittel fußen ist die 
äußere Klaue ganz fein eingeschnitten , die Vorderschienen mit 
spitzem, braunem Seitenzahn. 

Während bei Castelnaui und jai-aim an den Mandibeln der 
Spitzenzahn stumpf gerundet , der basale Mahlzahn ohne Kau- 
leisten , die äußere Lade der Maxillen ganz zahnlos ist , tragen 
bei der phalaeiia die Mandibeln an der Spitze 2 stumpfe Zähne, 
am Mahlzahn einige Kauleisten und an der Außenlade der Maxillen 
ein basales Höckerchen , auf dem eine bewegliche dicke Borste 
aufsitzt. Durch diese , wenn auch geringe Bezahnung der Kiefer 
und der Vorderschienen bildet plialaena den Übergang zur macro- 
phthalma Ohs. von den Philippinen , die ebenfalls einen spitzen 
Seitenzahn an den Vorderschienen und an den Maxillen einige 
spitze feste Zähnchen besitzt. 

A n m a l a (Encldora) B r y a ii i n. sp. 

A. praematura Ohs. proxime affinis. Oblongo-ovalis , parum 
convexa, rufofusco-olivacea , elytrorum basi et sutura saturatius 
viridibus , nitida , supra glabra dense punctulata , subtus cum 
pygidio dense et breviter appresso-griseo-pilosa. 

Long. 18, lat. lO^/, mm. cf. W.-Borneo , Sungei River, 
S. Tengah, 11. X — 3. XL Von Herrn J. M. Bryan gesammelt 
und ihm gewidmet. Die typischen Stücke befinden sich im 
Museum Sarawak und in meiner Sammlung. 

Der E. praematura Ohs. von den Philippinen (Negros) zu- 
nächst verwandt, gestreckt oval, bräunlich olivengrün, der rot- 
braune Untergrund überall durchscheinend , nur die Basis und 
Naht der Deckflügel satter grasgrün. Kopfschild mäßig lang mit 
leicht gerundeten Vorderecken und fein aufgebogenem Vorderrand, 



Ohaus, XVTI. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 105 




wie die Stirn fein und dicht , der Scheitel etwas zerstreuter 
punktiert. Thorax hinter der Mitte an den Seiten erweitert, die 
Vorderecken stark , die leicht gerundeten stumpfen Hinterecken 
etwas weniger vorgezogen, die Mitte des Vorderrandes nach vorn, 
die Mitte des Hinterrandes breit nach hinten geschwungen , die 
basale Randfurche in der Mitte leicht unterbrochen , die Ober- 
fläche, dicht und fein , an den Seiten etwas gröber und leicht 
runzlig punktiert, hier mit einzelnen abstehenden Borsten. Schild- 
chen dicht punktiert. Deckflügel ebenfalls 
dicht punktiert, doch sind bei bestimmter 
Beleuchtung die primären Panktreihen deut- 
lich zu erkennen ; die Epipleuren sind 
sehr kurz und schmal, der häutige Rand- 
raum breit. Pygidium dicht und fein 
höckerig punktiert und dicht anliegend 
kurz behaart mit kahler Mittellinie. Sternite 
in der Mitte spärlich punktiert, nur mit 
der gewöhnlichen Querreihe gelber Borsten- 
punkte, an den Seiten dicht punktiert und 
kurz anliegend behaart. Brust und Hüft- 
platten dicht punktiert und dicht anliegend graugelb behaart. Beine 
kräftig und einfarbig, die Schenkel kaum heller als die Schienen, 
die Mittelschienen vor der Spitze leicht eingeschnürt , diese wie 
die Hinterschienen mit je 2 schiefen Stachelkanten. Die Fühler- 
keule so lang wie die Geißel , groß und breit. Die Form der 
Forcepsparameren zeigt Fig. 4. 

A. laetahilis n. sp. 

A. ovatula Ohs. proxime affinis. Major , postice magis am- 
pliata, fuscoviridis aenea , cupreo splendore suffusa , plus minus 
flavo-variegata , dense et hie illic confluenter punctulata, sub- 
nitida, elytris multicostulatis ; supra glabra, subtus sparsim flavo- 
pilosa. 

Long. 10-11, lat. 6 — ßi/, mm. d" $, Ins. Philippin., S. 
Luzon : Banahao (G. Boettcher und Baker S.). 

Der A. ovatula Ohs. zunächst verwandt , meist größer und 
hinten mehr verbreitert, eiförmig, ziemlich gewölbt. Die Färbung 
ist sehr veränderlich ; bei den hellsten Stücken ist die Grund- 
farbe gelb , unten nur die Schienen und Füße , oben der Kopf, 
die Scheibe des Halsschildes (ausgenommen einen gelben mittleren 
Längsstreifen ) und je ein Punkt auf dem Seitengrübchen , die 
Seiten des Schildchens und ein unscharf begrenzter Längswisch 
neben der Naht und am Seitenrand auf den Deckflügeln dunkel- 
braun mit Kupferschiller ; die dunkelsten Stücke sind dunkel 



106 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

erzgrün oder kupferbraun , nur die Scheibe der Afterdecke gelb- 
lich ; dazwischen gibt es vielerlei Übergänge. Die Punktierung 
i.st auf Kopf, Halsschild und Schildchen dichter, als bei der 
ovatula, die Punkte vielfach zusammenfließend, der Glanz geringer 
und mehr seidenartig ; auf dem Halsschild ist der Hinterrand in 
der Mitte stärker nach hinten geschwungen , die Randfurche in 
der Mitte nicht unterbrochen. Auf den Deckflügeln siad die 
primären Rippen und Interstitien gleich hoch gewölbt, die Punkt- 
reihen alle gefurcht, die Punkte kräftig, vielfach quer eingedrückt; 
im subsuturalen Interstitium stehen 2 sekundäre Rippen, die nahe 
der Basis leicht abgeflacht und durch eine unregelmäßige Punk- 
tierung breit getrennt sind ; erst im letzten Drittel ordnen sich 
die trennenden Punkte zu einer einfachen Reihe ; das H. und HI. 
Interstitium enthalten je zwei, das IV. und V. je eine sekundäre 
Rippe : die Schultern springen stark , die Spitzenbuckel weniger 
vor, die Basis ist durch eine Parallelfurche zwischen Schildchen 
und Schultern scharf abgesetzt. Afterdecke dicht und fein quer- 
nadelrissig , nur am Rand und an der Spitze spärlich behaart. 
Abdominalsternite mit großen Ring- und Hufeisenpunkten dicht 
bedeckt , ebenso Brust und Hinterhüften an den Seiten , in der 
Mitte weitläufiger. Vorderschienen scharf zweizähnig , die mitt- 
leren und hinteren kaum verdickt. Fühler stets bräunlichgelb 
mit hellgelbem erstem Glied. 

A. ei'holima n. sp. 

A. ovatula Ohs. proxime affinis. Eadem statura, tota fusco- 
viridis-aenea , nitida , elytra solum et abdomen-ultimo segmento 
excepto-rufa viridi-aeneo splendore suffusa. Caput , thorax et 
scutellum disperse sat profunde punctata: elytra indistinctius 
sulcatula transversim grossius punctata et plicatula. Pygidium 
disco discrete, lateribus confluenter annulato-punctatum. Antennae 
fulvae. 

Long. 10, lat. 5^/2 mm. cf. Luzon : Banahao (Baker S.). 

Elliptisch, ziemlich hoch gewölbt, gleichmäßig erzgrün, leb- 
haft glänzend , nur die Deckflügel und der Hinterleib (mit Aus- 
nahme des Aftersegmentes) hell rotbraun mit lebhaftem, grünem 
Erzschiller. Der Kopf ist dicht und vielfach runzlig, Halsschild 
und Schildchen weitläufiger und einzeln grob punktiert, die basale 
Randfurche des ersteren nicht unterbrochen. Die Deckflügel sind 
seicht gefurcht , Rippen und Interstitien flach gewölbt , das sub- 
suturale Interstitium gleichmäßig von vorn bis hinten grob 
punktiert , ohne Andeutung sekundärer Rippen , das H. und III. 
Interstitium mit je einer Punkt reihe, das IV. und V. ohne solche, 
die Punkte grob , quer eingedrückt , das Gewebe zwischen ihnen 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 107 

hier und da zu feinen Querrunzeln erhoben. Afterdecke mit 
braunrotem Basalstreifen, in der Mitte weitläufig, an Seiten und 
Spitze dicht und zusammenfließend mit groben Ringpunkten, leb- 
haft glänzend, nahe den Vorderecken mit flachen Grübchen, nur 
um die Afteröffnung mit einigen rotbraunen Borsten. Die ganze 
Unterseite dicht mit groben Ringpunkten, Brust spärlich graugelb 
behaart. Vorderschienen kräftig zweizähnig. Fühler rotbraun. 

A. caduca n. sp. 

A. ovatula Ohs. affinis. Oblonga, parallela , parum convexa, 
flavotestacea, nitida, fuscovariegata, viridiaeneo splendore levissimo 
suffusa. Caput cum clipeo dense , thorax et scutellum disperse 
sat grosse punctata ; elytra regulariter sulcata et in sulcis fortiter 
punctata. Subtus cum pygidio grosse confluenter punctata, spar- 
sim flavopilosa. Tibiae anticae bidentatae, antennae fulvae. 

Long. 7^,.,, lat. 3^/., mm. cT . Philippinen: Negros-Insel, 
Cuernos-Berge (Baker S.). 

Gestreckt oval , parallelseitig , flach gewölbt. Grundfarbe 
hell scherbengelb mit schwachem, grünem Erzschiller , oben der 
Kopf , 2 große Makeln auf dem Halsschild , die Umgebung des 
Schildchens und der Seitenrand der Deckflügel, unten die Spitzen 
der Schienen und die Füße dunkelbraun. Kopfschild und Stirn 
sind dicht und zusammenfließend, der Scheitel , Halsschild und 
Schildchen einzeln ziemlich grob punktiert, Halsschild mit feiner 
Längsfurche und Seitengrübchen. Die Deckflügel sind tief ge- 
furcht , die Funkte darin grob, ringförmig , im subsuturalen und 
zweiten Interstitium je 2 sekundäre Rippen , im humeralen ist 
die trennende Punktreihe nicht gefurcht, die Punkte einzeln, nahe 
dem Spitzen buckel verlöschend. Afterdecke und Unterseite grob 
punktiert. Vorderschienen mit 2 großen Zähnen. Fühler röt- 
lichgelb. 

A. humeralis Burm. var. nov. infuscata m. 

Die braune Färbung auf den Deckflügeln breitet sich von 
der Schulter- und Spitzenbuckelmakel so weit aus, daß nur eine 
schmale Zone an der Basis und neben dem Schildchen gelb bleibt. 
Luzon : Los Banos (Baker S.). 

A. aerea Blanch. 
Nachdem ich die Type im Pariser Museum untersucht , bin 
ich mit Blanch. der Ansicht , daß die Art nicht vom Kap der 
guten Hoffnung stammt, sondern von einer der Inseln nahe Neu- 
Guinea. Nach der Skulptur der Deckflügel und den ungezähnten 
Vorderschienen steht sie der A. ftiscoviridis und luguhris nahe. 



108 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

A. p Clin d i p e n u i s Blanch. 
Unter diesem Namen stecken in der Sammlung des Pariser 
Museums 2 Stücke ; bei dem ersten , einen gut erhaltenen cf 
von Samboangan auf Mindanao, ist der untere Zahn der Vorder- 
schienen schwach , wie dies bei den cf cf häufig ist ; das zweite 
Stück, ebenfalls ein cf , hat deutlichen unteren Zahn der Vorder- 
sclüenen , aber keine deutliche Schultermakel. Das Stück ist 
offenbar , wie sich aus der hellen Färbung ergibt , unausgefärbt 
und schlecht erhalten ; ob es wirklich von Bornoo stammt , er- 
scheint mir fraglich. Da beide Stücke sicher zu Jmmemlis ge- 
hören, wird der Name synonym. 

A. lucidula Guer. 
von Buru ist der humercdis zunächst verwandt , etwas breiter, 
hat hell scherbengelbe Deckflügel mit leichtem, grünem Erzschiller, 
auf welchem der Vorderrand zwischen Schildchen und Schultern 
ganz schmal, die Zone direkt vor und außen neben den Schultern 
etwas breiter dunkel erzgrün gefärbt sind. Die Vorderschienen 
haben beim $ einen kräftigen spitzen Seitenzahn hinter dem großen 
breiten Spitzenzahn ; cf cf habe ich von dieser Art noch nicht 
gesehen. Die Stücke von Amboina und Java , die Blanchard 
neben die Guerinsche Type gesteckt und in seinem Katalog er- 
wähnt hat, gehören nicht zu dieser Art. 

A. aen e i v en t r i s Fairm. 
hat ganz die Körperform und Färbung der humemlis , al^er in 
beiden Geschlechtern an der Außenseite ungezähnte Vorderschienen. 
Sie ist beschrieben von der äußersten östlichen Grenze ihres 
Verbreitungsgebietes , von der Insel Duke of York , geht aber 
westlich über die Salomons-Inseln und Luisiaden bis Neu-Guinea 
mit allen östlich davon liegenden Inseln, sowie Aru und Amboina ; 
2 Stücke m. S. stammen angeblich von der Insel Nusa. Wie 
bei der huvwalis kommen auch hier Stücke mit dunkeln Deck- 
flügeln vor : 

vär. nov. fuscipennis m. 

A. icltit eh ea d ia n a nom. nov. Ohs. 
Den Namen meiner im Philippin. Journ. Scienc. V, nr. 4, 
p. 243 im Oktober 1910 beschriebenen Aiiomala WMteheadi ändere 
ich wegen der im Juli 1910 in den Ann. Mag. Nat. Hist, (8) 
VI, p. 71 von Arrow beschriebenen A. Whiteheadi in obiger 
Weise um. 

A. a V g u l i p e )i n i s Ohs . 
In den Ann. Soc. Ent. Belg. LIV, 1910, p. 213 u. f. habe 
ich eine Anzahl Ruteliden, zumeist aus Borneo, beschrieben ; eben- 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 109 



falls aus Borneo beschrieb Herr Arrow vom British Museum in 
den Ann. Mag. Nat. Hist. (8) VI, 1910, p. 64 u. f. eine Anzahl 
Rudelidcn, darunter 4 Arten, die mit von mir beschriebenen über- 
einstimmen. Da das Heft der Belgischen Annalen , in dem 
meine Beschreibungen veröffentlicht wurden , das genaue Datum 
„1. Juli 1910" trägt, das Heft der Annales and Magasin of 
Natural History mit den Arrowschen Beschreibungen aber nur 
das Datum ,,Juli 1910", so haben nach einer Entscheidung der 
internationalen Nomenklaturkommission meine Beschreibungen den 
Vorrang. Die in Frage kommenden Arten sind : 

1. Anomala flatipes Arrow = ^. angulipennis Ohs. 

2. „ posticalis Arr. = A. parotidea Ohs. 

3. ,, matanga Arr. = Sp}iiaiW7ii<da bispinosa Ohs. 

4. ,, pulicaris Arr. = „ ^auspinosn Ohs. 

^4. e X e eil e n s Nonfr. 

Die Type dieser Art ist ein unausgefärbtes $, dessen kirsch- 
rote Deckflügel jedoch bei bestimmter Beleuchtung deutlichen 
blauen Schiller zeigen. Der Vergleich mit der spitzovalen pi/ropus 
und die Angabe: „elytris valde convexis" — sie sind in Wirk- 
lichkeit flach gewölbt — sowie der Umstand , daß über den 
mächtig entwickelten Mesosternalfortsatz jegliche Angabe fehlt, 
ließen mich die Art nach der Beschreibung nicht erkennen , so 
daß ich sie a. a. 0. p. 218 unter dem Namen Spilota cyanipennis 
neu beschrieb. Dieser Namen wird demnach synonym zu dem 
älteren Nonfriedschen. 

A. cuprascens Wied. 

Die A. aurkhalcca Burm. ist nicht kurzerhand 
als Synonym zu dieser Art zu stellen, sondern sie 
ist eine gut ausgeprägte Varietät, die nicht bloß 
hell erzgrün statt kupferbraun, sondern auch ge- 
wöhnlich etwas größer als die cuprascens ist. Die 
Art findet sich außer auf Java auch auf Sumatra : 
Deli, Manna, Palembang, Solok. Der Forceps zeigt 
keine wesentlichen Unterschiede der beiden Formen; 
nur die Spitze der Ventralplatte des Mittelstückes 
— Fig. 5 zeigt sie bei der Ansicht schief von der 
linken Seite — ist bald breiter, bald schmäler, 
bald einfach knopfförmig, bald mit einer mittleren 
Furche ; doch sind diese geringen Verschieden- 
heiten bei den 8 untersuchten cf cf rein individuell. 

A. ex a 7' ata Burm. 
Die Färbung ist auf der Oberseite ein helles bräunliches 
Gelb oder leicht schmutziges Scherbengelb mit hellem, erzgrünem 




IIQ Stettinei' Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Schiller, zuweilen mit leichten kupfrigeu Reflexen ; auf der Unter- 
seite ist sie etwas dunkler braun mit dunklerem, erzgrünem und 
kupfrigem Schiller. Die Afterdecke ist gleichmäßig hoch gewölbt, 
auch in der Mitte , ohne Spur einer mittleren Furche oder Ab- 
flachung, gleichmäßig ziemlich dicht gelblich behaart. Das Inter- 
stitium subsuturale ist oben hinter dem Schildchen leicht ab- 
geflacht und hier ist die Punktreihe , die das Interstitium in 
zwei sekundäre Rippen trennt, auf ^/g der Länge verdoppelt, die 
Punkte eine ganz regelmäßige einfache Reihe bildend, der Zwischen- 
raum zwischen dieser kurzen Doppelreihe ist flach, nicht rippen- 
artig gewölbt. Außer von Celebes besitze ich die Art in typischer 
Form auch von Amboina und Buru (Doherty S.). 

A, k ei a n a n. sp. 

A. exarata proxime affinis. Eadem fere magnitudine et 
statura , plerumque paulo major , supra cum pedibus fuscoviridis 
aenea, nitida, subtus pectore et abdomine rufofusca leviter aene- 
scens ; supra glabra , subtus pectore dense, abdominis lateribus 
fasciculatim flavo-griseo-pilosa ; pygidium subdeplanatum linea 
media impressa. 

Long. 14 — 15, lat. l-l^j.^ mm. cf ?. Lis. Kei (Staudinger); 
Little Kei (H. Kühn S.); Kei Toeal, I— IIL 1896 (H. C. Webster S.). 

Der A. exarata Burm. zunächst verwandt , aber gewöhnlich 
etwas größer und scheinbar etwas flacher, die Oberseite und 
Beine satt erzgrün, unten die Brust und der Bauch nebst After- 
decke rotbraun durchscheinend mit schwächerem, grünem Erz- 
schiller. Kopf und Vorderrücken sind dicht und kräftig punktiert, 
Kopfschild dicht runzlig, fast matt, die glatten Seiten und Spitze 
des Schildchens fein kupferrot gesäumt. Auf den Deckflügeln ist 
die Punktreihe im Interstitium subsuturale mindestens auf 2 Drittel 
der Länge doppelt , zuweilen bis nahe an den Hinterrand , der 
Raum zwischen dieser Doppelreihe jedoch flach, nicht rippenartig 
gewölbt, die Punkte einfach, nicht quer eingedrückt. Die After- 
decke ist kürzer und flacher, als bei der exarata, auch spärlicher 
und kürzer behaart, mit deutlicher mittlerer Längslinie. 

Bei unreifen Stücken sind die Deckflügel und der Bauch 
gelblichbraun durchscheinend und heller erzgrün glänzend , wo- 
durch sie der exarata noch ähnlicher werden. 

Von den mir vorliegenden 15 Stücken ist ein $ oben und 
unten leuchtend hell kupferrot mit hellgrünen Lichtern — var. 
cuprifulgens m. 

A. de cor ata Kirsch. 
Die Art findet sich außer auf Malacca unverändert (auch in 
der Forcepsform) auf Sumatra : Deli, Serdang ; auf Nias : Ombo- 



Ohau.s, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Rviteliden. (Col. lamell.) m 

lata ; auf Biliton und Borneo : Njabang. Unausgefärbte Stücke 
haben auf den gleichmäßig blaßgelben Deckflügeln nur 4 kleine 
hellbraune Fleckchen. Von Nias besitze ich einen cf , dessen 
glänzend schwarzbraune Deckflügel nur noch einige wenige rot- 
gelbe Fleckchen zeigen: var. nov. infuscata m. 

A. (Spilota) m a cu lata Guer. 
Die Art ist beschrieben von Java ; Burmeister gibt die Küste 
von Martaban in Hinterindien bei Besprechung der Art in seinem 
Handb. Ent. IV, 1, 1844, p. 535 an. Ich erhielt sie in größerer 
Anzahl von Kwala Kangsa in Perak (Grubauer S.) ; die Stücke 
schwanken in der Länge von 8^/2 (kleinster o^) — 12^/.j (größtes $) mm. 
Die Färbung ist ziemlich beständig ; die charakteristischen Flecken 
auf Scheitel , Halsschild , Deckflügeln und Afterdecke sind auch 
bei den hellsten Stücken stets vorhanden ; bei den dunklen werden 
sie größer und es verschmelzen solche , die nahe aneinander 
liegen, miteinander, so die mittleren Flecken auf dem Halsschild 
zu 2 Längsstreifen , die Flecken hinter dem Schildchen mit der 
mittleren und diese mit der hinteren Querbinde ; auch auf Brust, 
Hinterleib und Schenkeln treten schwarzbraune Flecken auf. Die 
Punktreihe im subsuturalen Interstitium reicht nur bei 1 von 11 
Stücken bis zur Mitte, sonst stets bis nahe an den Hinterrand 
der Deckflügel. Das Schildchen ist rein rötlichgelb bis schwarz- 
braun mit einem gelben Punkt an der Spitze. 

A. (Spilota^ stolidopyija n. sp. 

A. maculata Guer. proxime affinis. Oblongo - ovalis , sub- 
depressa, supra fulvoflava nigromaculata , polita , glabra , subtus 
flavotestacea leviter aenescens , sparsim griseopilosa. Pygidium 
dense ac rüde aciculatopunctatum subopacum. 

Long. 9^/2 — 11^/2) l^t. — 6\'2 mm. cf §. Borneo: Kinabalu 
Waterstraat S.). 

Gestreckt oval, flach gewölbt, oben rötlichgelb mit schwarz- 
braunen Flecken, glänzend poliert, kahl, unten hell scherbengelb 
mit kupfrigen und erzgrünen Lichtern , spärlich grau behaart. 
Kopfschild nicht ganz doppelt so breit als lang , die rechtwink- 
ligen Ecken kaum gerundet, der Rand fein aufgebogen, braun, die 
Oberfläche dicht netzartig gerunzelt ; Stirn dreiseitig abgeflacht, 
ebenfalls dicht mit zusammenfließenden Ringpunkten, beide wenig 
glänzend; Scheitel mit einzelnen kleineren und seichteren Punkten, 
daher mehr glänzend, beim d' leicht verdunkelt, beim ? hellgelb, 
ohne deutliche Makeln. Halsschild geformt wie bei der maculata, aber 
dichter und kräftiger punktiert, jederseits an der Seite mit einem 
schmalen, und neben der Mitte mit einem zumal hinten verbreiter- 
ten Streifen ; alle vier Streifen reichen bis nahe an die Rand- 



112 Stettiner Entomologiscbe Zeitung. 76. 1915. 

furchen, die mittleren stoßen zuweilen hinten zusammen. Schild- 
chen schwarzbraun mit hellem Spitzenpunkt, dicht kräftig punktiert. 
Auf den Deckflügeln sind die primären Punktreihen tief gefurcht, 
die Punkte kräftig, ring- oder hufeisenförmig, die Punktreihe im 
I. Interstitium bis an den Hinterrand reichend , die im IL er- 
lischt im letzten Drittel , die im III. gleich hinter der Schulter ; 
auf der Schulter steht jederseits ein großer Fleck , der bis zum 
Seitenrand reicht, dahinter zieht sich von Seitenrand zu Seiten- 
rand eine kräftige zackige Querbinde und dahinter eine noch 
breitere, die bis zum Hinterrand reicht und fast das ganze hintere 
Drittel der Deckflügel einnimmt. Afterdecke rötlich ohne dunkle 
Zeichnung, mit groben, in die Quere gezogenen Ringpunkten, die 
vielfach zusammenstoßen und deren Vorderrand oft höher ist, 
dicht bedeckt, am Rand und an der Spitze mit einzelnen längeren 
Borsten. Unterseite mit vereinzelten groben Ringpunkten ; Beine 
ohne Besonderheiten, die Schienenspitzen und Tarsen dunkler. 

A. (Spilota) Wa 1 1 an d i Cand. 
Die von Sumatra beschriebene Art findet sich auch auf Java : 
Kawie-Berg, und auf den Andamanen. 

A. [Spilot(t) picturata Cand. 

Diese ist eine der wenigen philippinischen Arten aus der 

Tribus Anomalini, die auch außerhalb der Philippinen vorkommen; 

sie wurde auch in W. Borneo : Kuching gefunden ; 1 ? erhielt 

ich von dem Händler Donckier mit der Fundortsangabe Penang. 

A. [Spilota) spinifera n. sp. 

A. picturata proxime affinis. Ovata , postice ampliata , sat 
depressa, supra rufoflava, viridiaeneo et cupreo splendore suffusa, 
polita, nigromaculata, subtus laete flava , leviter viridiaenescens ; 
supra glabra, subtus cum pygidio sparsim flavopilosa. Trochan- 
teres postici in spinam acutam producti. 

Long. 15, lat. TVo nim. ?. W.-Sumatra : Padang Pandjang. 

Eiförmig, nach hinten etwas verbreitert, ganz flach gewölbt. Der 
Kopf, Schildchen und Deckflügel sind rötlichgelb, Halsschild, Unter- 
seite und Beine blaßgelb, die ersteren mit vorwiegend kupfrigem, 
die letzteren mit hell erzgrünem Schiller, lebhaft glänzend. Kopf- 
schild fast doppelt so breit als lang, mit parallelen Seiten , die 
Ecken kaum gerundet , der Vorderrand kräftig aufgebogen , die 
Oberfläche mit einander berührenden Ringpunkten bedeckt , von 
denen viele einen mittleren Augenpunkt tragen. Stirnnaht gerade, 
scharf eingerissen ; Stirn dicht zusammenfließend , Scheitel weit- 
läufiger einzeln mit kleineren flacheren Ring])unkten bedeckt; der 
Scheitel mit 2 punktförmigen kleinen braunen Makeln. Halsschild 



I 
I 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Kuteliden. (Col. lamell.) 113 

an den Seiten in der Mitte breit gerundet erweitert , die recht- 
winkligen Vorderecken nicht vorgezogen , die Seiten vor den 
stumpfwinkligen, nicht gerundeten Hinterecken etwas nach innen 
geschwungen , Seitenrandfurche scharf ausgeprägt , Vorderrand in 
der Mitffe nach vorn geschwungen und hier die Randfurche er- 
loschen , mit breitem Hautsaum , Hinterrand kräftig nach hinten 
geschwungen, basale Randfurche an den Seiten durch eine Punkt- 
reihe angedeutet ; die Oberfläche ist an den Seiten mit kräftigen 
tiefen einzelnen Ringpunkten bedeckt , die nach der Mitte hin 
immer kleiner und seichter werden ; die Farbe ist ein reines 
helles Gelb mit hell kupfrigem und erzgrünem Schiller , von den 
Vorder- zu den Hinterecken verläuft ein gerader schwarzgrüner 
Streifen, auf der Mitte der Scheibe steht jederseits ein runder, und 
dahinter ein länglicher schwarzgrüner Fleck, der die Hinterrand- 
furche berührt. Schildchen rötlichgelb mit hellgrün schillernden 
Seiten und leicht gerundeter Spitze , zerstreut fein punktiert. 
Deckflügel flach gewölbt, Schultern und Spitzenbuckel kaum vor- 
springend, hinter dem Schildchen etwas eingedrückt, die primären 
Punktreihen alle gefurcht , die Punkte ringförmig , Rippen und 
Interstitien gleich hoch gewölbt , im I. und H. Interstitium je 
eine einfache nicht verkürzte Punktreihe, die im HI. ist auf der 
Schulter unregelmäßig und endigt beim letzten Drittel ; auf 
Schulter und außen neben dieser stehen je 1 länglicher rein 

j schwarzbrauner Fleck, etwas vor der Mitte der Naht stehen jeder- 
seits auf der Scheibe 2 kleine Flecke , dahinter eine gebogene 
Querreihe kleiner Flecke, die bei der Mitte des Seitenrandes be- 
ginnt , und schließlich parallel zvim Hinterrand eine über die 
Spitzenbuckel ziehende Querbinde. Afterdecke flachgewölbt, breit, 

: ziemlich spitz, schwarzgrün mit Kupferschiller, ein Mittelstreifen 
und die Spitze hellgelb, die Fläche weitläufig mit einzelnen großen 
Ringpunkten , der Rand und die Spitze mit einzelnen rotgelben 

I Borsten. Unterseite rein hellgelb mit hellem, grünem Erzschiller, 

i die Ränder der Sternite , die Mittelnaht und Seiten der Brust 
schwarzgrün , Seiten von Bauch und Brust mit großen Ring- 

! punkten, spärlich gelb behaart. Vorderschienen mit mäßig großem, 
spitzem Seitenzahn neben dem großen spateiförmigen »Spitzen- 
zahn ; an den Hinterbeinen ist der Trochanter in eine haarscharfe 
Spitze ausgezogen , der Schenkel mit braungrünem Fleck. Die 
Fühler sind hellgelb mit etwas dunklerer Keule. 

A. (^Spilota) Dresche vi n. sp. 
A. excellens Nonfr. et Moultoni Ohs. proxime affines. Elliptica 
sat deplanata , flava et castanea , leviter viridiaenescens ; supra 
glabra politissima , subtus pectore sparsim pilosa. Processus 

stettiner Entomologische Zeitung-, Heft I. 8 



114 Stettiner Entoniologische Zeitung. 76. 1915. 

raesosternalis validiis , altus , descendens , deinde ascendens apice 
rotundatus. 

Long. 15— I8V2, lat. 9— lO^/,, mm. cT 2- Java: Malang. 
Von Herrn F. C. Drescher in Tjilatjap erhalten und ihm gewidmet. 

Breit elliptisch, flach gewölbt. Kopf, Halsschild und Schild- 
chen sind hellgelb , die Scheibe des Halsschildes in unscharfer 
Begrenzung , selten auch das Schildchen gelbbraun mit leichtem, 
grünem Erzschiller , spiegelblank. Kopfschild trapezförmig mit 
leicht gerundeten Ecken mit aufgebogenem Rand, dicht mit groben, 
zusammenstoßenden Ringpunkten und äußerst feinen Pünktchen da- 
zwischen bedeckt ; Stirnnaht gerade, Stirn zerstreut grob, Scheitel 
sehr fein und zerstreut punktiert. Halsschild an der Basis doppelt 
so breit als in der Mitte lang, kräftig nach hinten geschwungen, 
die basale Randfurche nur in der Mitte unterbrochen, die Seiten 
in der Mitte fast garnicht erweitert , die spitzen Vorderecken 
kräftig vorgezogen, die rechtwinkligen Hinterecken nicht gerundet ; 
Seitengrübchen tief eingezogen ; Oberfläche mit winzigen zer- 
streuten Pünktchen an den Seiten, lebhaft spiegelnd. Schildchen 
ebenso. Die Deckflügel sind bei unreifen Stücken gelbbraun, bei 
reifen kastanienbraun mit leichtem Kupferschiller, lebhaft glänzend, 
flach , hinter dem Schildchen und neben den vorspringenden 
Schultern leicht eingedrückt, die primären Punktreihen sind regel- 
mäßig, nur hinten leicht gefurcht, die Punkte fein , einfach , im 
subsuturalen Interstitium eine Punkt reihe, die bis zur Mitte oder 
zum letzten Drittel unregelmäßig verdoppelt ist ; in den übrigen 
Interstitien stehen einfache , mehr oder weniger abgekürzte 
Punktreihen. Afterdecke mit einzelnen großen aber ziemlich 
flachen Ringpunkten, die beim cf ganz spärlich, beim ? ziemlich 
dicht stehen , an den Seiten und an der Spitze mit einzelnen 
langen gelben Borsten. Bauch braun , die Brust entweder ganz 
gelb oder in der Mitte braun, leicht erzgrün schillernd, ziemlich 
dicht punktiert und graugelb behaart. Mesosternalfortsatz sehr 
groß , hoch und dick , zuerst etwas nach unten gesenkt , dann 
winklig nach oben steigend mit leicht gerundeter Spitze. Beine 
stets hellgelb mit schwachem , grünem Schiller. Vorderschienen 
mit schwachem Seitenzahn , der Spitzenzahn beim ? auffallend 
groß, rechtwinklig viereckig mit kaum gerundeten Ecken, auf der 
inneren Kante dicht beborstet. 

A. [Sinlota) luhrica n. sp. 
Oblongo-ovalis , parum convexa , nigra nitida, supra glabra, 
subtus sparsim flavopilosa. 

d^ Elytris et abdomine rubris, $ tota nigra. 

Long. 14 — 17, lat. 7^/2 — 9 mm. Sumatra: Bandar Baroe. 



Oliau«, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 115 

j Gestreckt oval , nach hinten nicht verbreitert , einfarbig 

' glänzend schwarz , $ , oder schwarz mit roten Deckflügeln und 

Hinterleib, cf. Kopfschild nicht ganz doppelt so breit als lang, 

; rechtwinklig mit kaum gerundeten Ecken und leicht aufgebogenem 

Eande , wie die Stirn dicht und grob zusammenfließend , Scheitel 

weitläufiger und feiner punktiert ; Stirnnaht gerade. Halsschild 

f etwa doppelt so breit als lang , die Basis kräftig nach hinten 

j geschwungen, die basale Randfurche fast ganz fehlend, die Seiten 

i in der Mitte winklig verbreitert , von der Mitte nach hinten 

■ deutlich nach innen geschwungen, Vorder- und Hinterecken recht- 
winklig , etwas vorgezogen , die Seiten kräftig und dicht , die 

. Scheibe wie das Schildchen weitläufig und fein punktiert , an 
i Stelle der Seitengrübchen ein glatter Fleck. Die Deckflügel sind 
i von den vorspringenden Schultern innen schief zur Naht hin und 
i außen schief nach hinten eingedrückt ; beim cf sind die primären 

Punktreihen regelmäßig, ganz fein gefurcht, die primären Rippen 

auf der Scheibe ganz schwach gewölbt , im I. Interstitium un- 
l regelmäßige Punkte , im ü. und III. je eine einfache Punktreihe, 

die beiden seitlichen Interstitien punktfrei ; beim $ sind die 
; Rippen nicht gewölbt, die Punktreihen nicht gefurcht, die Punkte 
; vielfach verloschen. Afterdecke stark gewölbt , mit Grübchen 
' in den Vorderecken, zerstreut fein punktiert, an Seiten und Spitze 

fein gelb gewimpert. Bauch und Brust mit großen Ringpunkten, 

■ zerstreut kurz behaart. Mesosternalfortsatz ziemlich lang , an 
der Basis hoch, dann abgeflacht, leicht nach oben gekrümmt mit 
gerundeter Spitze. Seitenzahn der Vorderschienen kurz und spitz, 
Spitzenzahn auch beim $ schlank, gerundet. Fühler schwarz. 

Die ebenfalls rein schwarze Sj). mono Ohs. von W.-Borneo 

ist relativ breiter, hinter dem Schildchen stärker eingedrückt mit 

I gewölbten primären Rippen auch beim $, der Mesosternalfortsatz 

: ist hoch, seitlich zusammengedrückt , nicht von oben nach unten 

abgeflacht. 

A. (Spilota) sumptiiosa n. sp. 
Magnitudine et statura A. tigrinae Nonfr., flava fuscosignata, 
tota laeto viridiaeneo splendore suffusa nitidissima , glaberrima, 
pectore et femoribus solum sparsissime griseo-hirsuta. 
Long. 17, lat. 9 mm. cf $. Sumatra. 

In der allgemeinen Körperform und in der Zeichnung stimmt 
diese Art mit den 3 anderen der Gruppe, der irrorella, Burmeisteri 
. und thjrina überein. Ihre Grundfarbe ist ein schönes Hellgelb, 
Übergossen mit lebhaft spiegelndem , hellem Erzgrün , auch die 
dunkle Zeichnung ist oben und unten rein erzgrün , die Hinter- 
schienen, zuweilen auch die mittleren und vorderen Schienen und 
die Tarsen leuchtend kupferrot ; die Fühler sind gelblich mit 



116 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

etwas dunklerer Keule. Kopfschild gut doppelt so breit als lang, 
rechtwinklig mit kaum gerundeten Ecken und fein umgebogenem 
Rand , ebenso wie Stirn und Scheitel dicht und ziemlich kräftig 
punktiert. Halsschild ohne basale Randfurche, ohne mittlere 
Längsfurche, an den Seiten in der Mitte beim cf schwach , beim 
§ stärker verbreitert , die Seiten von der Mitte nach hinten 
kräftig nach innen geschwungen , die spitzwinkligen Hinterecken 
kräftig vorgezogen , die stumpfwinkligen Vorderecken kaum vor- 
springend, bei den Vorderecken ein Eindruck parallel zum Vorder- 
rand , ebenso schief zu den Hinterecken ein Eindruck , zwischen 
beiden einige grobe Punkte , sonst ist das Halsschild wie das 
Schildchen spiegelblank , punktfrei. Die Deckflügel sind hinter 
dem Schildchen eingedrückt, Schultern und Spitzenbuckel gewölbt, 
die primären Punktreihen sind regelmäßig, aber nur hinten leicht 
gefurcht, alle Punkte sehr fein. Afterdecke und Unterseite ziem- 
lich dicht und kräftig punktiert. Mesosternalfortsatz und Beine 
wie bei den anderen Arten der Gruppe. 

i 

A. [Euchlova] viridis F. * 

Wie mir Herr Arrow mitteilte, stammt diese Art ebenso wie 
die A. pallida F. aus Java; die irrige Fundortsangabe : „Kap der 
Guten Hoffnung" hat Fabricius selber schon in seinem Syst. 
Eleuth. berichtigt und dafür Ostindien — gemeint ist das hollän- 
dische — angegeben ; vielleicht hat er auch selber dazu bei- 
getragen , daß seine Beschreibung von späteren Autoren auf die 
gemeine E. cupripes Hope von Sttdchina (Kanton) gedeutet wurde; 
jedenfalls hat Mac Leay sie so aufgefaßt und die Art aus Java 
als E. Juvinii neu beschrieben. Die Art ist auf Java gemein, auf 
Sumatra und Bali seltener ; sie ist in der Größe und Färbung 
recht variabel ; meine kleinsten Stücke , von S. Leefmans bei 
Bendoredjo in Ostjava gesammelt, messen nur 17^/.^, die größten, 
von Fruhstorfer am Tjikorai gesammelten, 27 mm in der Länge. 
Die Färbung ist oben entweder ein reines Grasgrün , oder Grün 
mit ganz leichtem , gelblichem Schiller ; die Unterseite ist rein 
erzgvün, oder erzgrün mit goldiger Beimischung; selten ist der 
Rand der Bauchringe, noch seltener die ganze Unterseite kupfer- 
rot ; eher noch sind die Ränder blaugrün , wäe auch die Tarsen 
häufig blau sind. Ein kupferig goldiger Seitenrand des Hals- 
schildes und der Deckflügel fehlt immer. 

Eine hübsche Varietät, bei welcher das Grün der Oberseite 
in ein helles Braunrot übergeht, sammelten Fruhstorfer und Koller 
in Anzahl auf Java , ohne nähere Fundortsangabe ; 1 ? dieser 
Form sammelte Doherty in Ostjava, am Ardjoeno-Berg , in einer 
Höhe von 1200 — 1500 m im Mai 1891 ; ich benenne diese Form 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Rnteliden. (Col. lamell.) 117 

var. nov. ruf oh r iin it ea m. 
Auch die von Nonfried in der Berlin. Ent. Zeitschr. XXXVI, 
1891, p. 234 von Ostjava beschriebene E. nigra, die gleich- 
mäßig schwarz ist, ist nur eine Farbenvarietät der E. viridis F. Bei 
Bendoredjo sammelte Herr Leefmans eben so kleine Stücke , cf 
und $, dieser Varietät, wie von der grünen Form, darunter auch 
j ein $ , das oben und unten gleichmäßig rotbraun ist und damit 
den Übergang zwischen den beiden Farbenvarietäten bildet. Die 
Forcepsform habe ich in den Not. Leyden Mus. XXXVI, 1914, 
p. 89 f. 6 abgebildet. 

A. iEucJilora) suh c o eriil e a Hope. 
Die Farbe dieser Art ist oben rein veilchenblau, unten blau 
mit deutlichen erzgrünen Lichtern. In Größe und Körperform, 
in der Skulptur und in der charakteristischen Form des Forceps 
stimmt sie überein mit A. viridis F., mit der sie auch zusammen 
vorkommt. Ich halte auch diese blaue Form nur für eine Varietät, 
um so mehr , als auch bei anderen grünen Euchlom- Avten blaue 
Varietäten vorkommen. 

A. ov a li s Burm. 
Burmeister hatte bei Beschreibung dieser Art nur einen 
kleinen cf vor sich; meine Stücke schwanken von 13^/., bis 17 
in der Länge, in der Breite von 7^/3 bis 9 mm. Die rotgelbe 
Makel auf der Afterdecke kann so groß werden , daß nur eine 
schmale querovale Binde am Vorderrand der Afterdecke braun- 
grün bleibt, zuweilen wird sie ganz klein und es bleiben schließ- 
lich imr 2 kleine rotgelbe Punkte über der Spitze — var. nov. 
d i s f i (■ t a m. Die basale Randfurche des Halsschildes ist nur 
in der Mitte unterbrochen, an den Seiten deutlich eingeprägt. 

A. saopyga n. sp. 

A. ovalis Burm. proxime affinis. Ovata sat convexa , fusca 
leviter viridi-aenescens , supra glabra , subtus fulvopilosa ; caput, 
thorax et scutellum dense haud profunde punctata, nitida, elytra 
seriato-punctata apice solum sulcata undique densissime subtiliter 
punctulata, subnitida. Thorax basi non marginatus ; pygidium 
immaculatum. 

Long. 14\., — 17, lat. 8^., — 10 mm. d" ?• Java. Tengger 
Geb. 4000' (Fruhstorfer S.) ; Gedeh-Berg (Drescher S.) ; Passoe- 
roean. 

Der A. ovalis Burm. sehr ähnlich , aber durch die stets un- 
gefleckte Afterdecke und die fehlende Furche am Hinterrand des 
Halsschildes leicht zu unterscheiden. Eiförmig nach hinten ver- 
breitert , ziemlich hoch gewölbt , reife Stücke oben und unten 



11g stettiner Entomologische Zeitung. 7(3. 1915. 

schwarzbraun mit ganz geringem , grünem Erzschiller , unreife 
Stücke oben auf Kopf, Halsschild und Schildchen im Grunde 
braun mit lebhafterem, hellgrünem Erzschimmer, unten rotbraun. 
Kopfschild schwach trapezförmig mit fein aufgebogenem Rand, 
dicht runzlig punktiert ; Stirn ziemlich grob und zusammen- 
fließend, Scheitel und Halsschild dicht , aber fein und einzeln 
punktiert , lebhaft glänzend , das letztere ohne Mittellinie oder 
Furche. Schildchen nur am Vorderrand mit einzelnen feinen 
Pünktchen. Auf den Deckflügeln sind die primären Punktreihen 
ganz regelmäßig, die Punkte darin kräftig, die Reihen aber , zu- 
mal bei reifen Stücken , nur nahe dem Hinterrand furchenartig 
eingedrückt , die Rippen und Interstitien nur schwach gewölbt, 
die ganze Oberfläche mit feinen Pünktchen dicht überstreut, wenig 
glänzend. Afterdecke gleichmäßig und dicht fein runzlig, schwach 
glänzend , am Rand rotbraun beborstet. Bauchringe spärlich 
punktiert , nur mit einer Querreihe von Borstenpunkten , sonst 
kahl und glänzend. Brust dicht und langwollig rotgelb behaart. 
Vorderschienen mit 2 kräftigen spitzen Zähnen. Fühler rotgelb, 
die Keule beim cf kürzer als die Geißel. 

Ä. stictopuga n. sp. 

Ex affinibus ^4. paganae et spilopterae Burm. Oblongo-ovalis, 
modice convexa, fusco-viridis aenea, parum nitida, capite, thorace 
scutelloque dense punctatis leviter cuprascentibus ; elytra multi- 
costulata punctis minimis dense obsita, leviter sericea ; pygidium 
dense transversim aciculatum sericeum bifoveolatum et signaturis 
rufis , abdominis segmenta puncto rufo laterali ornata. Supra 
cum pygidio glabra, subtus haud dense flavo-pilosa. 

Long. 16, lat. 8 mm. c/' ?. Java: Kawie-Berg und Dessa 
Tjikidang (J. B. Ledru S.) ; Marbaboe, V. 1912 (Drescher S.). 

Gestreckt oval, hinten nicht verbreitert, flach gewölbt, bronze- 
farben , auf den Deckflügeln und Beinen mit grünlichem , sonst 
mehr kupferigem Schimmer oder umgekehrt , wenig glänzend. 
Kopfschild parallelseitig mit kaum gerundeten Ecken und ziem- 
lich kräftig aufgebogenem Rand , die Oberfläche wie die bogig 
eingedrückte Stirn dicht runzlig punktiert , Scheitel und Gegend 
neben den Augen sehr dicht und grob einzeln punktiert. Hals- 
schild sehr dicht, ziemlich tief und kräftig punktiert, die Punkte 
nur an den Seiten hier und da zusammenfließend, Seitengrübchen 
kaum angedeutet, die basale Randfurche ganz fehlend , die Mitte 
mit einem glatten, zumeist nicht vertieften Längsstreifen. Schild- 
chen dicht punktiert. Auf den Deckflügeln sind alle 13 Punkt- 
reihen furchenartig tief eingedrückt, Rippen und Interstitien gleich 
hoch gewölbt, die drei diskalen Literstitien enthalten je 2 sekund. 



( 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) ng 

Rippen , die beiden lateralen nur je eine abgekürzte und nicht 
vertiefte Punktreihe; die Schultern springen stark vor, wodurch 
die IV. Rippe etwas verkürzt wird ; die ganze Oberfläche ist mit 
feinen Pünktchen dicht überstreut , die Punkte in den Furchen 
vielfach verdoppelt und in die Quere gezogen. Afterdecke dicht 
und fein quernadelrissig , mit flachen Eindrücken in den Vorder- 
ecken , an beiden Seiten mit einer großen rotgelben Makel , die 
einen braungrünen runden Punkt umschließt ; bei einem $ sind 
diese auf 2 kleine runde Flecke auf der Scheibe nahe dem 
Vorderrand reduziert, bei einem anderen ? fehlen sie ganz ; Rand 
und Spitze sind rotgelb beborstet. Unterseite und Beine dicht 
mit ringförmigen Punkten bedeckt , die Bauchringe mit der ge- 
wöhnlichen Querreihe von Borstenpunkten , an den Seiten mit 
feinem Längskiel und je einem rotgelben Fleck , die Brustseiten 
mäßig dicht gelblich behaart. An den Vorderschienen ist der 
Spitzenzahn sehr lang , beim $ vorn gerundet , der Seitenzahn 
kurz, aber scharfAvinklig ; Mittel- und Hinterschienen schlank mit 
langen Spornen. Fühler rotgelb, die Keule auch beim $ fast so 
lang als die Geißel. Der Forceps ist bei dieser Art auf- 
fallend klein. 

A. p a g a n a Burm. 

Diese Art ist ungemein variabel in der Färbung , da aber 
alle Varianten untereinander vorkommen und nicht au^f einzelne 
Gebiete oder Höhenlagen beschränkt sind , sehe ich davon ab, 
sie zu benennen. Meine hellsten Stücke sind hell scherbengelb, 
Kopfschild rötlichbraun, Kopf, Mitte des Halsschildes und Schild- 
chen hell erzgrün, Deckflügel ohne alle Zeichnung, Afterdecke 
wie Unterseite und Beine hell scherbengelb. Diese Form ist der 
.1. aericollis Burm., ebenfalls von Java, sehr ähnlich, ist aber auf 
dem Halssehild grob punktiert , während diese glänzend poliert 
und mit kräftiger Längsfurche versehen ist. Die dunkelsten 
Stücke sind rein dunkel erzgrün mit schwarzbraunen Deckflügeln, 
die einige wenige rotgelbe Fleckchen zeigen. Die Art ist auf 
Java häufig ; 2 $ m. S., die ich mit der allgemeinen Fundorts- 
angabe „Sumatra" von einem Händler erwarb, und ein $ aus 
Borneo, Mt. Penrissen (Sarawak Museum) scheinen zu dieser Art 
zu gehören, weichen aber in einigen Punkten von ihr ab. 

Der Forceps gehört zu den auffälligsten in der ganzen Unter- 
familie der Eutelini. 

A. h et e V s f iy m a n. sp. 
A. pagana Burm. proxime affinis. Oblonge - ovalis , parum 
convexa , supra capite , thorace scutelloque viridi-aeneis politis 
leviter iridescentibus , elytra fulva postice et in costis interdum 



120 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

infuscata ; siibtus cum pedibus fulva , in pectore et abdomine 
interdum infuscata leviter aenescens. 

cf. Pygidium fulvoflavum maculis 3 parvis fuscis oinatum. 

$. Pygidium aut maeulis 3 magnis confluentibus ornatuni, 
aut totum fuscum. 

Long. 13 — 14^/2, lat. 7 — 8 mm. Borneo : Kinabula, Brunei, 
Trusan. 

Gestreckt oval, flach gewölbt, Kopf, Halsschild und Schild- 
chen hell erzgrün , selten leicht kupfrig , glänzend poliert und 
leicht irisierend , Deckflügel hell rotbraun , nach hinten zu und 
auf den Rippen zuweilen dunkelbraun, Unterseite und Beine hell 
rotbraun , zuweilen die Brust und der Bauch dunkler und dann 
erzgrün schimmernd ; ganz selten sind auch die Beine dunkel ; 
bei dunklen Stücken bleibt, stets an den Seiten der Bauchringe 
ein heller rotgelber Fleck ; die Fühler stets im ganzen hell rot- 
gelb. Kopfschild parallelseitig , doppelt so breit als lang , mit 
kaum gerundeten Ecken und aufgebogenem Vorderrand, die Fläche 
dicht und zusammenstoßend , Kopf , Halsschild und Schildchen 
dicht einzeln punktiert, die Punkte ringförmig, mäßig tief, Seiten- 
grübchen und Basalfurche des Halsschildes fehlend. Auf den 
Deckflügeln sind alle primären Punktreihen scharf gefurcht, pri- 
märe Rippen und Interstitien gleich hoch gewölbt, im subsuturalen 
Interstitium stehen 2 sekundäre Rippen, deren trennende Punkt- 
reihe resp. Furche zuweilen ganz am Anfang etwas abgeflacht 
oder unregelmäßig ist ; im H. Interstitium verläuft auf der sekun- 
dären Rippe eine Punktreihe, die bald hinter dem Beginn bis zum 
letzten Drittel unterbrochen ist ; das HI. zeigt nur einige Punkte 
auf Schulter und Spitzenbuckel ; die Punkte in den Furchen sind 
— von hinten gesehen — hufeisenförmig, dicht aneinandergereiht ; 
die ganze Oberfläche ist weitläufig fein punktiert. Afterdecke 
gut gewölbt , dicht nadelrissig , schwach glänzend , beim o^ hell 
rötlichgelb mit 3 schwarzbraunen Flecken, je einem kleinen runden 
in den Vorderecken und einem länglichen , trichterförmigen in 
der Mitte ; diese Zeichnung ist bei 5 cf die gleiche ; von den 
3 $ hat das eine einfarbig schwarzbraune Afterdecke , bei den 
beiden anderen sind die dunklen Flecken groß und stoßen hinten 
soweit zusammen, daß nur bei den Vorderecken jederseits 2 rot- 
gelbe Fleckchen übrig bleiben. Afterdecke am Rand und Brust- 
seiten spärlich behaart. 

A. pall i d a F. 

Wie Herr Arrow in den Trans. Ent. Soc. London 1899, 
p. 271 bereits mitgeteilt, stammt diese Art ebenso wie die A. 
viridis F. und hieolor F. nicht vom Kap der Guten . Hoffnung, 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 121 




sondern von Java ; es ist die Art , die Wiedemann später noch- 
mals als ypsilon beschrieb. Ich besitze die Art außer von Java 
auch von Siam : Muok Lek , 1000', 
Jan. (,H. Fruhstorfer S.) ; Celebes, 
Amboina und Banda (Staudinger). Am 
Forceps, Fig. 6, sind die beiden Para- 
meren miteinander bis zur Spitze ver- 
wachsen , auch von dem Mittelstück 
nicht scharf getrennt, beim Betrachten 
von der Seite springt unten ein recht- V . / ^• 

winkliges Stück vor , das sich dicht 
an das der anderen Seite anlegt, so daß die Parameren ein kurzes, 
vorn offenes Rohr bilden. 

A. h eh e s c e ii s n. sp. 

A. pallida F. proxime affinis. Eadem statura , minor , tota 
pallide testacea, elytrorum sutura solum anguste infuscata ; capite, 
thorace scutelloque minus dense punctatis, nitidis. 

Long. IIV2, Jat. 6 mm. cf. Java: G. Gedeh, IL 1913 (F. C. 
Drescher S.). 

var. conflata m. Clipei macula , occiput , thoracis discus 
sat latus et foveae laterales , elytrorum sutura post scutellum 
dilatata, pygidii discus, tibiarum posticarum apices et tarsi postici 
fusca. — cf. Java: Pengalongan, IX, 1909 (W. Roepke S.). 

Der A. jmllida F. sehr ähnlich , aber kleiner , auf Kopf, 
Halsschild und Schildchen viel feiner und zerstreuter punktiert 
und viel lebhafter glänzend. Das Kopfschild ist kürzer , seine 
Seiten stärker nach vorn konvergierend , der Vorderrand höher 
aufgeworfen, die Fühlerkeule relativ länger und die Augen stärker 
vorgequollen, die Stirn flacher. Die Vorder- . 

ecken des Halsschildes sind spitzer, nicht / \ \ 1 

nach oben abgebogen. Die Punktreihe, 
die die beiden sekundären Rippen im sub- 
sutiiralen Interstitium auf den Deckflügeln 
trennt, ist hier bis zum letzten Drittel 
doppelt , während sie bei der pallida nur ^ / 7 

mit wenigen (3 — 4) Punkten am Anfang 
verdoppelt ist ; die Seiten der Deckflügel sind stärker und länger 
gewimpert. Am Forceps , Fig. 7 , sind die beiden Parameren 
außen nicht gerundet, die Ventralplatte des Mittelstückes springt 
unten mit einer Spitze vor. 

A. Wi n d r a t h i Nonfr. 
In den Not. Leyden Mus. XXXVI, 1914, p. 85, fig. 2 habe 
ich den Forceps dieser Art abgebildet in linker Seiten- und 





122 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Rückenansicht , die letztere bei geschlossenen Paranieren. Ich 
habe nun den Forceps aufgeweicht , den Penis entfernt und die 
Parameren in klaffender Stellung präpariert, Fig. 8 ; dabei konnte 
ich feststellen , daß die beiden 
klappenartigen Fortsätze, die unter 
den Panameren beim Betrachten von 
der Seite sichtbar werden , doch 
diesen angehören, nicht der Ventral- 
platte des Mittel Stückes ; sie sind 
durch eine etwas dunkler pigmen- 
tierte , fein gekielte Leiste gegen 
die Parameren abgesetzt, aber fest 
mit ihnen verwachsen, während sie 
gegen die Ventralplatte des Mittelstückes beweglich sind. Es 
gibt nun eine Reihe von Arten aus der nächsten Verwandtschaft 
der Windrathi, die bei großer habitueller Ähnlichkeit nur geringe 
Unterschiede in der Färbung und Skulptur, aber ganz auffällige 
Unterschiede in der Forcepsbildung darbieten. 

A. a n a c a n t h a n. sp. 

Oblongo-ovata , postice leviter ampliata , modice convexa, 
supra prasina sat nitida , thoracis et elytrorum lateribus fiavo- 
marginata, subtus testacea laete viridiaenescens, pygidium, tibia- 
rum lateribus exterioribus et tarsis fusco-viridi-aeneis ; antennis 
flavis. Supra cum pygidio glabra , subtus sparsim flavo-griseo- 
pilosa. 

Long. 21 — 26, lat. 12 — ISVa mm- cf ?• Sumatra. Java. 

Länglich eiförmig, mäßig gewölbt, oben hell grasgrün, ziem- 
lich glänzend , die Seiten des Halsschildes und der Deckflügel 
schmal gelb gesäumt, Unterseite und Beine hell scherbengelb mit 
leichtem , grünem Metallschiller , die Außenseite der Schienen, 
die Tarsen und die Afterdecke dunkel erzgrün, die Fühler scherben- 
gelb ; Oberseite und Afterdecke kahl, Unterseite spärlich graugelb 
behaart. Kopfschild wohl doppelt so breit als lang , mit par- 
allelen Seiten und ziemlich gerundeten Ecken , ringsum fein ge- 
randet , dicht und fein runzlig punktiert ; Stirnnaht deutlich, 
gerade , Stirn wie das Kopfschild , Scheitel weitläufiger einzeln 
punktiert. Halsschild an den Seiten in der Mitte erweitert , die 
stumpfen Vorderecken nur wenig vorgezogen, die rechtwinkligen 
Hinterecken kaum gerundet, an den Seiten dicht und zusammen- 
fließend, in der Mitte einzeln punktiert, alle Punkte scharf ein- 
gestochen, ziemlich kräftig, ohne basale Randfurche und Grübchen. 
Schildchen in der vorderen Hälfte kräftig punktiert. Auf den 
Deckflügeln sind alle primären und sekundären Punktreihen regel- 



Ohau.s, XYII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (C'ol. lamell.) 123 

mäßig, mäßig tief gefurcht, mit kräftigen, dicht hintereinander 
stehenden ring- oder halbringförmigen Punkten, alle Rippen gleich 
hoch gewölbt ; im I. oder subsuturalen Interstitium stehen 2 
sekundäre Rippen und zwischen diesen 1 im ganzen Verlauf 
regelmäßige tertiäre , die stets an der Basis , zuweilen bis zur 
Mitte einzelne grobe Punkte trägt ; im II. Interstitium stehen 2 
sekundäre Rippen , zwischen die sich vom Spitzenbuckel bis zur 
Mitte etwa eine durch grobe Querpunkte undeutlich gemachte 
tertiäre schiebt ; auch im III. steht zwischen den beiden sekun- 
dären Rippen eine zumal auf der Schulter dicht punktierte tertiäre ; 
im IV. und V. an den Seiten « ) \ 1 

stehen nur mehr oder weniger \ i ]'■ \ I 

regelmäßige Punktreihen; die scharf \\^,. ,^^ /■ ^_-i / 

abgesetzten Epipleuren reichen bis \ ^^""7°"^'/^^ ,d^^-^ ^/ 
zum Hinterrand. Afterdecke dicht \ / i '■ // 

und fein nadelrissig, matt seiden- ) \ \ (l 

artig glänzend, bei dem cf ? aus [ V \ | 

Sumatra ganz gleichmäßig erz- j j I ^"""^ 

grün , bei dem ? aiis Java die v_^ / ^« / J 

Spitze schwach gelblich durch- ^--^ 

scheinend. Seiten der Brust fein aber sehr dicht und runzlig, 
Hüften und Bauch fein und weitläufig punktiert, lebhaft glänzend. 
Vorderschienen neben dem Spitzenzahn mit nur 1 Seitenzahn, 
der Spitzenzahn (Eizahn) beim $ lang , die gerundete , rotbraun 
durchscheinende Spitze etwas verbreitert. Dem Metasternum sitzt 
der Hinterrand des Mesosternums als ein mäßig breites kurzes 
Höckerchen auf, das — von der Seite gesehen — die Mittel- 
hüften nicht überragt. Dadurch unterscheidet sich die Art von 
den beiden ihr habituell recht ähnlichen Spüota insignis Lansb. 
und Ctirtisi Waterh. 

Am Forceps, Fig. 9, tragen die Parameren unten jederseits 
einen langen bogigen Lappen, deren untere Kanten einander nicht 
berühren, und kurz vor der gerundeten Spitze ein scharfes, gerade 
nach unten gerichtetes Zähnchen. 

A. b imar g i nata n. sp. 

Oblongo-ovata, postice sat fortiter ampliata, modice convexa, 
supra capite thoraceque fulvis leviter cuprascentibus , thorax 
lateribus flavo- et deinde distincte fuscoviridi-marginatus, scutellum 
obscure fuscoviride, elytra sordide testacea profunde .sulcatostriata, 
punctis striarum fuscoviridibus ; pygidium fulvocastaneum in- 
distincte fuscoviride marginatum ; subtus fulvotestacea , tibiis 
extus tarsisque fuscoviridibus ; antennae fulvae ; supra cum 
pygidio glabra, subtus pectore dense at breviter griseopilosa. 

Long. 25, lat. 14 mm. cf. Sumatra: Palembang. 



124 



Stettiner Entomolosrische Zeitun»-. 76. 1915. 



Länglich eiförmig , hinten ziemlich stark verbreitert , mäßig 
gewölbt. Kopfschild nicht ganz doppelt so breit als lang, parallel- 
seitig mit leicht gerundeten Ecken, der Vorderrand höher auf- 
geworfen , als die Seiten , die Fläche dicht nnd fein runzlig 
punktiert ; Stirnnaht scharf ausgeprägt , gerade , Stirn wie das 
Kopfschild , der Scheitel weitläufiger und einzeln punktiert , der 
ganze Kopf ziemlich glänzend mit kupfrigen , an den Rändern 
dunkler erzgrünen Lichtern. Halsschild ringsum gerandet , die 
Mitte des Hinterrandes kräftig nach hinten geschwungen , die 
Seiten etwas hinter der Mitte kräftig erweitert, nach vorn stark, 
nach hinten wenig konvergierend, die stumpfen Vorder- und die 
rechtwinkligen Hinterecken ganz schwach gerundet, Seitengrübchen 
klein und flach ; die Seiten tragen eine etwa 1 mm breite rotgelbe 
Randl)inde und daneben eine ebenso breite dunkelgrüne Längs- 
binde, beide scharf begrenzt, die Scheibe ist rötlich mit Kupfer- 
schimmer, die Oberfläche ziemlich dicht mit kräftigen ring- und 
halbringförmigen Punkten. Schildchen bis zum Hinterrand ebenso 
punktiert. Auf den Deckflügeln sind alle Punktreihen tief gefurcht, 
alle Rippen hochgewölbt, im L Interstitium 2 sekundäre Rippen, 
die nur im basalen Drittel durch 
eine tertiäre getrennt sind , im 
n. und HL je 2 regelmäßige se- 
kundäre Rippen, nur auf der vor- 
springenden Schulter die Skulptur 
etwas undeutlich; im IV. und 
V. Interstitium an den Seiten 
je 2 sekundäre Rippen , deren 
trennende Punktreihe nicht so 
tief gefurcht ist , als auf der 
Scheibe ; die Farbe ist ein 
schmutziges Scherbengelb , von 
dem sich die im Grunde schwarz- 
grün gefärbten Furchen scharf 
abheben. Afterdecke sehr dicht 

und fein nadelrissig , seidenartig schimmernd , mit je 2 flachen 
Eindrücken in den Vorderecken und neben der Mitte nahe dem 
Vorderrand ; nur am Seitenrand und an- der Spitze einige rötliche 
Borsten. Unterseite lebhafter glänzend, ganz spärlich und fein 
punktiert , Mittelbrust zwischen den Mittel hüften ganz schmal, 
ohne jeglichen Fortsatz. Vorderschienen mit 2 kräftigen spitzen 
Zähnen. Fühlerkeule kürzer als die Geißel. 

Am Forceps, Fig. 10 , erinnern die langen gewölbten Para- 
meren an die Schalen einer Muschel ; sie tragen an ihrer unteren 
Kante vorn und hinten je einen spitzen zahnartigen Fortsatz. 




Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 125 

Ä, p ont i c lila n. sp. 

Ovata, postice sat ampliata , niodice convexa, fulvotestacea, 
capite et thoracis disco fuscoviridibus , pygidio , tibiis extus et 
tarsis fuscoviridi-aeneis ; nitida, sat polita, supra glabra, subtus 
sparsim pilosa. 

Long. 21, lat. i2^j^ mm. Borneo : Sarawak. 

Die Art bildet den Übergang von der vorhergehenden zur 
Windrathi Nonfr. Eiförmig , hinten ziemlich stark verbreitert, 
mäßig gewölbt. Kopfschild doppelt so breit als lang , mit par- 
allelen Seiten, ringsum fein aufgebogenem Rand und kaum ge- 
rundeten Ecken , die Fläche kräftig und dicht , aber einzeln 
punktiert, rötlich, lebhaft glänzend, Stirnnaht deutlich , in der 
Mitte etwas nach hinten geschwungen, Stirn ganz schwach winklig 
eingedrückt , dicht einzeln , der Scheitel feiner und -weitläufiger 
punktiert , glänzend braungrün. Halsschild ringsum mit Rand- 
furche, die Seiten in der Mitte erweitert, die Ecken rechtwinklig, 
die vorderen ganz leicht vorge- 
zogen , die hinteren ebenso leicht 
gerundet , Seitengrübchen ganz 
schwach, die Oberfläche ziemlich 
dicht punktiert, der ziemlich breite 
Seitenrand rotgelb , daneben ein 
schmälerer schwarzgrüner Streifen, 
die Scheibe bräunlichgrün lebhaft 
glänzend. Schildchen kupferrot, 
glänzend , spärlich fein punktiert, 

fein dunkel gesäumt. Deckflügel glänzend hellbraun , alle 
Punktreihen fein gefurcht, die Punkte groß, ringförmig, nicht 
so dicht hintereinander stehend, wie bei den vorhergehenden Arten, 
im I. Interstitium zwischen den beiden sekundären Rippen eine 
tertiäre, die im ganzen Verlauf einzelne große Punkte trägt ; im 
IL Interstitium 2 sekundäre Rippen , deren trennende Punktreihe 
vorn und hinten unregelmäßig verdoppelt ist ; im III. ist nur auf 
der Schulter die trennende Punktreihe unregelmäßig ; das IV. 
und V. Interstitium an den Seiten mit je 1 verkürzten Punkt- 
reihe. Afterdecke in der Mitte dicht und fein nadelrissig , an 
den Seiten mit großen zusammenstoßenden und einzelnen Ring- 
punkten, mit großem, grübchenartigem Eindruck in den Vorder- 
ecken, erzgrün, an der Spitze und am Vorderrand ein rotgelber 
Fleck durchscheinend. Unterseite rötlich scherbengelb , lebhaft 
glänzend , die Schenkel hellgelb , die Schienen außen und die 
Tarsen satt erzgrün ; Mesosternum schmal, kielartig zwischen den 
Mittelhüften. Vorderschienen mit kurzem , scharfem Seiten- und 
Spitzenzahn. Fühlerkeule kürzer als die Geißel. 




126 Stettiner Entomoiogische Zeitung. 76. 1915. 

Der Forceps, Fig. 11, ist ähnlich dem der Windrathi , doch 
sind die unteren Fortsätze der Parameren größer, nicht so scharf 
nach oben abgesetzt , an der Grenze vorn mit zahnartigem 
Vorsprung. 

A. ph l ij c t e n p ij g a n. sp . 

Oblongo-ovalis, postice o^ non, $ perparum ampliata, modice 
convexa , supra capite , thorace, scutello et pygidio viridiaeneis 
nitidis, thoracis et pygidii latera sicut elytra flavotestacea, subtus 
testacea leviter viridiaenescens, femora flava, tibiis tarsisque totis 
laete viridiaeneis ; antennae fulvae ; supra glabra, subtus sparsim 
flavogriseo-pilosa. 

Long. 2OV2— 22, lat. 11\'2— 12 mm. cf $. Borneo. 
cf Schlank oval , $ leicht eiförmig , mäßig gewölbt ; Kopf, 
Vorderrücken, Schildchen und Afterdecke hell erzgrün , glänzend, 
der ziemlich breite Seitenrand des Halsschildes und der After- 
decke , sowie die Deckflügel hell scherbengelb ; Unterseite hell 
scherbengelb mit leichtem Erzschiller, die Schenkel hellgelb, die 
Schienen und Tarsen rein erzgrün ; Fühler rötlich. Kopfschild 
doppelt so breit als lang , rechtwinklig mit kaum gerundeten 
Ecken und fein aufgebogenem Rand , die Oberfläche mit großen 

groben zusammenstoßenden Ringpunk- 
f i / I I ^®^ bedeckt; Stirunaht deutlich, in 

V r-^—^ / x^:^-'^ (Jer Mitte etwas nach hinten ge- 
schwungen, Stirn dicht, Scheitel weit- 
läufiger mit einzelnen Ringpunkten. 
Halsschild dicht mit einzelnen ziem- 
lich kräftigen Ringpunkten , Seiten- 
grübchen fehlend, der Vorderrand nach 
^•->- ^^ vorn, der Hinterrand nach hinten 

geschwungen , die basale Randfurche in der Mitte breit unter- 
brochen. Schildchen feiner und zerstreuter punktiert. Auf den 
Deckflügeln sind alle Punktreihen gefurcht, die Rippen leicht ge- 
wölbt, im I. Interstitium zwischen den beiden sekundären Rippen 
eine tertiäre, die bis nahe an den Hinterrand reicht ; im H. Inter- 
stitium ist die die beiden sekundären Rippen trennende Punkt- 
reihe nur nahe dem Hinterrand , im HI. nur auf der Sclmlter 
verdoppelt ; im IV. steht eine einfache nicht vertiefte Punktreihe, 
im V. nur einige Punkte nahe der Schulter : die ganze Oberfläche 
ist mit sehr feinen Pünktchen weitläufig überstreut ; durch die 
helle Färbung scheint auf allen primären Rippen der geschlängelte 
Tracheenstamm durch. Afterdecke mit großen groben zusammen- 
stoßenden Ringpunkten dicht bedeckt , hell erzgrün mit gelbem 
Seitenrand, lebhaft glänzend, mit einzelnen rotgelben Borsten am 
Rand und an der Spitze. Unterseite weitläufig seicht punktiert; 




Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 127 

Rlesosternum mit kurzem , stumpfem Höckerchen zwischen den 
Mittelhüften, die es nicht überragt , Vorderschienen mit scharfem 
Seitenzahn. 

Am Forceps, Fig. 13, sind die Parameren symmetrisch, von 
oben nach unten ziemlich flach gedrückt , und tragen an ihrem 
Grunde jede einen nahezu kreisförmigen, senkrecht herabhängenden, 
dünnen Fortsatz , ähnlich wie die Hautlappen am Unterschnabel 
der Hühner. 

A. Jiamigera n. sp. 

Oblongo-ovalis, modice convexa, flavotestacea, nitida, capite, 
thorace, scutello et pygidio leviter fulvis , cuprascentibus , angu- 
stissime fuscoviridi-marginatis , femora flava , tibiae cum tarsis 
viridiaeneae , antennae fulvae ; supra glabra , subtus sparsissime 
griseopilosa. 

Long. 20, lat. ll^/g mm. cf. Sumatra. 

Vorderkörper und Afterdecke rötlich scherbengelb , schwach 
kupferig , Deckflügel hell scherbengelb. Kopfschild rechtwinklig, 
^der leicht aufgebogene Vorderrand und die gerade Stirnnaht ganz 
fein dunkel erzgrün , die Oberfläche dicht zusammenfließend , die 
Stirn dicht aber mehr einzeln, der Scheitel etwas weitläufiger und 
feiner punktiert. Halsschild dicht und ziemlich kräftig punktiert, 
Hinterrand kräftig nach hinten geschwungen, basale Randfurche in 
der Mitte unterbrochen, die Seiten etwas hinter der Mitte erweitert, 
nach vorn stark, nach hinten weniger konvergierend, die recht- 
winkligen Ecken ganz schwach gerundet , Seitengrübchen fehlend. 
Vorder- und Hinterrand ganz fein erzgrün. Schildchen feiner und 
weitläufiger als die Scheibe des Halsschildes punktiert, fein erzgrün 
gesäumt. Auf den Deckflügeln sind alle Punktreihen kräftig ge- 
furcht und die Rippen gut ge- 
wölbt, im I. Interstitium 2 1 1 '^ ^ I 

sekundäre Rippen, deren tren- v y -/ /^^' / 

nende Punktreihe bis nahe an \ / ,- [' ^/^^-^"""^ ^V,^-V 
den Hinterrand verdoppelt ist ; / / . ; ( : ^/ 

im n. und HI. stehen je 2 \ ■{ J \ i / 

regelmäßige sekundäre Rippen, \ \ ( 7/ / 

im IV. nur einzelne Punkte, 1 ' / i / 

im V. keine. Die Afterdecke l 1 1^. [ // 

ist fein und dicht nadelrissig, \j // 

leicht seidenartig schimmernd, 

gleichmäßig rötlich mit feinem , erzgrünem Randsaum. Unter- 
seite hell scherbengelb , Schenkel hellgelb , Schienen und Tarsen 
erzgrün, Unterseite fast kahl, nur die Brust spärlich behaart, die 
Mittelhüften eng zusammenstoßend, ohne Fortsatz ; Vorderschienen 
mit scharfem Seitenzahn. 



128 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Am Forceps, Fig. 12, sind die Parameren leicht asymme- 
trisch, die rechte ist etwas breiter und trägt an der Spitze einen 
nach unten hinten gerichteten hakenförmigen Fortsatz ; an ihrer 
Basis tragen beide unten einen längeren lappenförmigen Fortsatz. 

A. vellicaia n. sp. 

Oblongo-ovata , postice leviter ampliata , parum convexa, 
testacea , supra thoracis disco leviter , subtus abdomine cum 
pygidio obscure viridiaeneis , nitida , dense subtiliter punctulata, 
supra glabra, subtus flavo-griseo-pilosa. 

Long. 19, lat. 9^/« mm. $. Sumatra. 

Schlank gestreckt , hinten leicht verbreitert , flach gewölbt, 
leicht schmutzig scherbengelb, die Scheibe des Halsschildes schwach, 
der Hinterleib dunkel erzgrün. Kopfschild doppelt so breit als 
lang, leicht trapezförmig, der fein aufgebogene Rand ganz schmal 
dunkelgrün gesäiimt, die Stirnnaht gerade, die Fläche sehr dicht 
und kräftig , die Stirn ebenfalls dicht , aber etwas feiner , der 
Scheitel Aveitläufig fein punktiert. Halsschild an den Seiten in 
in der Mitte erweitert, die spitzen Vorderecken kräftig vorgezogen,' 
die rechtwinkligen Hinterecken nicht gerundet , Hinterraud fast 
gerade , die basale Randfurche in der Mitte unterbrochen , die 
Mitte der Scheibe mit einer Längsfurche , Seitengrübcheu kaum 
angedeutet, die ganze Oberfläche mit feinen Funkten dicht bedeckt. 
Schildchen etwas weitläufiger punktiert. Die Deckflügel sind 
neben den kräftig vorspringenden Schultern schief eingedrückt 
und hinten verbreitert , alle Punktreihen sind gefurcht und die 
Rippen gut gewölbt, im I. Interstitium sind die beiden primären 
Rippen vorn etwas abgeflacht und hier durch eine breite, wei+er- 
hin durch eine schmälere unregelmäßige Punktierung getrennt ; im 
H. und HL Interstitium stehen je 2 regelmäßige sekundäre Rippen, 
im IV. und V. nur unregelmäßige Punktreihen ; die ganze Ober- 
fläche ist wie mit feinen Nadelstichen dicht überdeckt. After- 
decke sehr dicht , Bauch etwas weitläufiger nadelrissig , wenig 
glänzend. Brust in der Mitte rötlich, an den Seiten braungrün, 
dicht punktiert und graugelb behaart , Mittelbrust schmal , ohne 
Fortsatz. Beine schlank , Schenkel gelb , Schienen und Tarsen 
leicht rötlich kupferig , Vorderschienen mit spitzem Seitenzahn 
und langem, rundem Endzahn. Fühler rotgelb. 

A. constricta n. sp. 
Oblongo-ovalis , parum convexa , rufocastanea nitida supra 
vertice, humeris et marginibus elytrorum infuscatis, subtus femori- 
bus Omnibus et tibiis 4 anterioribus rufotestaceis ; supra glabra, 
subtus sparsissime flavopilosa. 



Ohaus, XYII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col lamell.) 129 

Long. 18, lat 9 mm. ?. Boi'n(?o : Pontiaiiak, Sadong, V. 
1904 (ex mus. Sarawak). 

Gestreckt oval, nach hinten nicht verbreitert, flach gewölbt, hell 
kastanienbraun, glänzend, der Kopf, die Schultern und Ränder der 
Deckflügel schwarzbraun , unten alle Schenkel , die 4 vorderen 
Schienen und die Fühler rötlichgelb. Kopfschild ziemlich groii, 
doppelt so breit als lang, mit leicht aufgeworfenem Rand und kaum 
gerundeten Ecken , zerstreut fein punktiert , lebhaft glänzend ; 
Stirnnaht gerade , Stirn und Scheitel fein , aber dichter als das 
Kopfschild punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so breit als 
lang, flach gewölbt, an den Seiten in der Mitte erweitert, die 
Seiten von der Mitte nach vorn und nach hinten stark kon- 
vergierend, die stumpfen Vorder- und Hinterecken gerundet, der 
Hinterrand in der Mitte nur wenig nach hinten geschwungen, 
die basale Randfurche bis auf geringe Reste an den Seiten ver- 
loschen, die Oberfläche dicht mit kleineren, scharf eingestochenen 
Ringpunkten bedeckt , an Stelle der Seitengrül)chen ein dunkler 
Punkt. Schildchen dicht fein punktiert. Die Deckflügel sind 
neben den stark vorspringenden Schultern schief eingedrückt, alle 
Punktreihen sind gefurcht und die Rippen kräftig gewölbt , die 
Punkte halbringförmig dicht hintereinander gereiht , in den 3 
diskalen Interstitien stehen je 2 sekundäre Rippen , die sie tren- 
nende Punktreihe im I. (hinter dem Schildchen) und im HI. (auf 
der Schulter) etwas unregelmäßig verbreitert, das IV. und V. an 
den Seiten haben nur einige unregelmäßige Punkte. Der Hinter- 
leib überragt erheblich hinten und an den Seiten die Deckflfigel, 
so daß fast das ganze vorletzte Tergit und der umgebogene obere 
Teil der Abdominalsternite , der eine kräftige kielförmige Leiste 
trägt, sichtbar wird. Afterdecke fast so lang als breit, ziemlich 
gewölbt, mit schwachem Grübchen in den Vorderecken, dicht aber 
seicht quer nadelrissig , mit einigen gelben Borsten am Rande 
und auf der Spitze, etwas dunkler kastanienbraun mit 2 helleren 
durchscheinenden Makeln neben der Spitze. Brust, Bauch und 
Schenkel lebhaft glänzend, ziemlich dicht mit flachen Ringpunkten, 
spärlich gelb behaart. Mittelhüften eng aneinander gerückt, 
Mittelbrust ohne Fortsatz, Vorderschienen mit langem, gerundetem 
Spitzenzahn und spitzem Seitenzahn , Schienen und Tarsen der 
Hinterbeine dunkelbraun. Fühlerkeule fast so lang Avie die 
Geißel. 

Ä. r a p h i o e a u l a n. sp. 
Oblongo-ovata, postice sat ampliata , convexa , caput , scu- 
tellum et thorax olivacea , hie lateribus flavomarginatus , elytra 
sordide testacea anguste fuscomarginata , subtus cum pygidio 

stettiner Entomologisehe Zeitung, Heft I. 9 



130 



Stettiner Entomoloo'ische Zeituno-. 76. 1915. 



tarsis fuscoviridi- 



5 -7000 F. 



testacea plus minusve infuscata , tibiae cum 
aeneao, antennae fulvae clava obscuriore. 

Long. 16, lat. 9^/o mm. cf. Celebe.s : Bonthain 
X. 1893 (A. Everett S'). 

Gestreckt eiförmig , nach hinten ziemlich stark verbreitert 
und gewölbt, Kopf, Schildchen und Halsschild olivengrün, die 
Seiten des letzteren gelb. Kopfschild doppelt so breit als lang, 
mit schwach gerundeten Ecken und mäßig hoch aufgebogenem 
Vorderrand , Stirnnaht gerade , die Fläche wie der Kopf dicht 
runzlig punktiert, wenig glänzend, nur neben den Augen und auf 
dem Hinterhaupt einige einzelne Punkte. Halsschild doppelt so 
breit als lang mit fast geradem Hinterrand , die basale Rand- 
furche in der Mitte unterbrochen , die Seiten in der Mitte ver- 
breitert , die rechtwinkligen Vorderecken leicht vorgezogen , die 
stumpfen Hinterecken schwach gerundet , die Fläche dicht und 
kräftig punktiert mit glatter Mittellinie ; Seitengrübchen fehlen. 

Schildchen ziemlich dicht punktiert. Auf 
den Deckflügeln sind alle Punktreihen 
gefurcht und die Rippen kräftig gewölbt, 
von den beiden sekundären Rippen im 
I. Interstitium ist die innere in der 
basalen Hälfte abgeflacht und die tren- 
nende Punktreihe hier unregelmäßig ver- 
breitert, im II. und III. stehen 2 regel- 
mäßige sekundäre Rippen, im IV. und V. 
nur unregelmäßige Punkte; die Schultern 
springen kräftig vor, tragen einen schwai - 
zen Fleck und die Punktierung ist hier, wie gewöhnlich, etwas un- 
regelmäßig ; die schmutzig scherbengelbe Färbung zeigt in der 
hinteren Hälfte eine Anzahl dunklerer Fleckchen, die vielleicht durch 
Fäulnis verursacht sind. Afterdecke dicht und ziemlich grob nadel- 
rissig, glänzend, mit schwachen Grübchen an den Vorderecken, 
etwas stärkeren Eindrücken am Vorderrand und an den Seiten 
neben der Spitze. Bauchringe schwarzgrün , nur vorn die Mitte 
und die Seiten gelb durchscheinend , zerstreut kräftig punktiert , 
kahl. Brust in der Mitte glatt, an den Seiten netzartig punktiert 
(durch das Zusammenstoßen großer Ringpunkte) und graugelb 
behaart ; Mesosternum ohne Fortsatz. Vorderschienen undeutlich 
dreizähnig. Fühlerkeule kürzer als die Geißel. 

Am Forceps, Fig. 14, sind die Parameren symmetrisch, lang 
und gekrümmt , mit scharfer Spitze , auch der basale Lappen 
unten ist in eine scharfe Spitze ausgezogen 




Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 131 

A. p leuritic n n. sp. 

Elliptica , niodice convexa , fulvotestacea subnitida , capite 
thorace scutelloque infuscatis seu cupreis seu viridibus , tibiis 
tarsisque posticis viridiaeneis. 

Long. 15—16, lat. 8\'., — 9 mm. cf. Talaut : Sakibaba. 
Celebes: Toli-Toli, XI— XII, 1895 (H. Fruhstorfer S.)- 

Kopfschild doppelt so breit als lang, rechtwinklig mit kaum 
gerundeten Ecken und leicht aufgebogenem Vorderrand, dreht und 
fein runzlig punktiert ; Stirnnaht gerade , Stirn dicht , Scheitel 
weitläufiger punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so breit 
als lang , mit geradem Vorderrand , der Hinterrand kräftig nach 
hinten geschwungen, basale Randfurche ganz fehlend , die Seiten 
vor der Mitte stark erweitert , die rechtwinkligen Vorderecken 
kaum vorgezogen, die stumpfen Hinterecken nicht gerundet, ohne 
Seitengrübchen , die Fläche mit groben Punkten dicht bedeckt. 
Schildchen ziemlich grob und dicht punktiert. Auf den Deck- 
fiügeln sind die Punktreihen gefurcht und 
die Rippen gewölbt , von den primären 
Rippen auf der Scheibe sind die zweite in 
größerer , die dritte in geringerer Ausdeh- 
nung mit groben, narbenartigen Ringpunkten 
besetzt ; im I. Interstitium steht zwischen 
den beiden sekundären Rippen eine fast bis 
zum Hinterrand reichende schmälere tertiäre Rippe, in allen anderen 
Interstitien je 2 sekundäre Rippen ; die Schultern springen etwas vor 
und neben ihnen sind die Deckflügel etwas eingedrückt. Afterdecke 
dicht und sehr grob zusammenfließend punktiert, schwach glänzend, 
beim cf mit einer glatten Mittellinie , die dem $ fehlt. Unter- 
seite sehr dicht aber feiner punktiert, fast kahl , nur die Seiten 
der Brust spärlich behaart. Mittelbrust ohne Fortsatz. Vorder- 
schienen zweizähnig , der Seitenzahn klein * und spitz. Fühler 
rotgelb, die Keule bei cf und $ kürzer als die Geißel. 

Am Forceps, Fig. 15, sind die Parameren symmetrisch, kürzer 
als die dünnen, leicht wellig gebogenen basalen unteren Fortsätze. 

Die folgenden 5 Arten gehören in die Verwandtschaft der A. 
humemlis Burm. 

A. h r a chy c aiiln n. sp. 

Üblongo-ovalis , modice convexa , fusco viridis aenea , nitida, 
hie illic cuprascens, elytra testacea punctatosulcata ; supra glabra, 
subtus cum pygidio sat dense griseopilosa. 

Long. 14 — 161/.,, ij^t 8—9 mm. cf ?. N. Celebes: Toli- 
Toli, XI— XH. 1895" (H. Fruhstorfer S.). 

Gestreckt oval , mäßig gewölbt , erzgrün mit kupferigen 
Lichtern, die Deckflügel hell scherbengelb ; Oberseite kahl, Bauch 

9* 




132 



Stettiner Entomolosfische Zeitung-. 76. 1915. 




u nd Afterdecke dicht aber kurz, die Bnist dicht und länger grau- 
gelb behaart. Kopfschild etwa doppelt so breit als lang, recht- 
winklig mit nicht gerundeten Ecken, der Rand fein schwarzbraun 
gesäumt, die Fläche kräftig und dicht runzlig punktiert; Stirn - 
naht gerade , Stirn dicht und zusammenfließend , Scheitel dich t, 
aber mehr einzeln punktiert. Halsschild nicht ganz doppelt so 
breit als lang, Yorderrand gerade, Hinterrand mäßig stark nach 
hinten geschwungen, die basale Randfurche nur vor dem Schild- 
chen kurz unterbrochen , die Seiten etwas vor der Mitte stark, 
fast rechtwinklig verbreitert und hier leicht verdickt, die recht- 
winkligen Vorderecken etwas vorgezogen , die Seiten von der 
Mitte nach hinten deutlich nach innen geschwungen, die stumpf- 
winkligen Hinterecken nicht ge- 
rundet, Seitengrübchen vorhanden, 
außerdem zuweilen auch in den 
Hinterecken ein schiefer Eindruck; 
die Oberfläche ist kräftig und ziem- 
lich dicht einzeln punktiert. Schild- 
chen wie die Scheibe des Hals- 
schildes punktiert. Auf den Deck- 
flügeln sind die meisten Funktreihen 
gefurcht und die Rippen leicht gewölbt ; das I. Interstitium ist 
zwischen 2 sekundären Rippen unregelmäßig punktiert bis zur 
Mitte, von wo ab sich die Punkte zu 2 hinten zusammenstoßen- 
den Reihen ordnen ; im H. und HI. Interstitium stehen je 2 sekun- 
däre Rippen, im IV. und V. nur unregelmäßige Punktreihen. 
Afterdecke äußerst dicht und fein runzlig, matt, dicht anliegend 
behaart. Bauch weitläufiger mit aneinanderstoßenden Ringpunkten, 
daher glänzender und spärlicher behaart , die Haare an den 
Seiten büschelartig zusammengedrängt, etwas länger. Bri;st dicht 
skulptiert und dicht länger behaart. Mittelbrust ohne Fortsatz. 
Der Seitenzahn der Vorderschienen spitz, aber klein. Fühler rot- 
gelb mit etwas dunklerer Keule. 

Am Forceps , Fig. 16 , sind die symmetrischen Parameren 
sehr kurz , die Ventralplatte des Mittelstückes trägt eine nach 
vorn gekrümmte Spitze. 

Ä. b )' (te h y c au la Ohs. subspec. nov. saiKjirana m. 

Relativ etwas schlanker und gewölbter , rein erzgrün ohne 
kupfrige Lichter , das Halsschild mit glatter Mittellinie , an den 
Seiten weniger erweitert , die Seiten von der Mitte nach hinten 
nicht nach innen geschwungen sondern gerade , die basale Rand- 
furche breiter unterbrochen. Die Deckflügel haben ganz schwachen 
grünlichen Erzschiller , die II. primäre Rippe trägt vorn und 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 133 

hinten einzelne Punkte. Der Seitenzahn der Vorderschienen ist 
sehr kurz. 

Long. 15— 16^/o, lat. 8 — 8^,.^ "im- cf ?. Sangir. 

A. hrachycaula Ohs. subspec. nov. talautana m. 

Erzgrün mit schwach kupfrigen Rändern, die scherbengelben 
Deckfiügel mit schwachem, grünem Metallschiller. Das Halsschild 
mit abgekürzter glatter Mittellinie, ist an den Seiten verbreitert, 
wie bei der saiujirana , die Seiten nach hinten aber noch stärker 
konvergierend, die Hinterecken daher stumpfer, die basale Rand- 
furche breiter unterbrochen. Auf den Deckflügeln reicht die 
unregelmäßige Punktierung im I. oder subsuturalen Interstitium 
bis nahe an den Hinterrand und greift auch zuweilen durch quer- 
stehende Punkte auf die beiden sekundären Rippen über , so daß 
diese dann undeutlich werden. Die Afterdecke ist fast kahl, der 
Seitenzahn der Vorderschienen nahezu verloschen. 

Long. 17 — 18, lat. 9— O^'o mm. $. Talaut : Sakibaba. 

Es ist möglich , daß diese und die vorhergehende Unterart 
sich bei größerem Material als selbständige Arten erweisen. 

A. dj a m p ea n a n. sp. 

Oblongo-ovalis , sat convexa , fuscoaenea , nitida , elytra et 
abdomen fusconigra , supra glabra , subtus abdomine sparsim , 
pectore densius griseo-pilosa ; antennae fulvae. 

Long. I6V0 — 17, lat. 8^2 mm. cf. Djampea , XH. 1895 
(A. Everett S.).^ 

Der brachjcaula Ohs. und aerea Blanch. zunächst verwandt, 
gestreckt oval, etwas höher gewölbt, dunkel bronzefarben mit leichten 
grünen und kupfrigen Lichtern , die Deckflügel und der Bauch 
rein schwarzbraun. Kopfschild etwa doppelt so breit als lang, 
parallelseitig mit schwach gerundeten Ecken und fein umgeboge- 
nem Rand , dicht und fein runzlig punktiert. Stirnnaht ein 
feiner gerader Strich , Stirn dicht zusammenfließend , Scheitel 
weitläufiger und einzeln ziemlich fein punktiert. Halsschild etwas 
kräftiger einzeln punktiert mit abgekürzter glatter Mittellinie, 
der Hinterrand ziemlich flach nach hinten geschwungen, die Rand- 
furche nur in der Mitte des Schildchens unterbrochen oder hier 
durch 3 — 4 Punkte ersetzt , die Seiten etw\as vor der Mitte er- 
weitert und hier leicht verdickt , die rechtwinkligen Vorderecken 
leicht gerundet, nicht vorgezogen, die Seitenränder von der Mitte 
nach hinten konvergierend, gerade, nicht nach innen geschwungen, 
die stumpfen Hinterecken kaum gerundet ; Seitengrübchen scharf 
eingezogen. Schildchen weitläufig fein punktiert. Auf den Deck- 
flügeln sind die Punktreihen fein gefurcht und die Rippen leicht 



134 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

gewölbt, die II. und III. primäre Rippe tragen bald vollständige, 
bald unterbrochene Punktreihen, im I. Interstitium steht nur noch 
unregelmäßige Punktierung, keine sekundären Rippen mehr, wäh- 
rend diese im IL noch ganz , im III. hinter den unregelmäßig 
punktierten vorspringenden Schultern noch erhalten sind. After- 
decke dicht und fein nadelrissig , matt seidenartig schimmernd, 
kahl bis auf einige gelbe Borsten an Seiten und Spitze. Bauch- 
ringe mit einzelnen kurzen Bogenstrichen , den Resten von Ring- 
punkten, mit einer Aveitläufigen Qaerreihe gelber Borsten, an den 
Seiten mit scharf abgesetzten Büscheln weißer Haare ; Brust 
dicht graugelb behaart, ohne Fortsatz. Vorderschienen mit einem 
kurzen aber spitzen Seitenzahn. Der Forceps ist ähnlich dem 
der bmchycaula, die Ventralplatte des Mittelstückes jedoch l)reiter 
und deren Zahn größer, stärker zurückgebogen. 

A. s aleij ei'i ana n. sp. 

Praecedenti proxime affinis, minor, fuscocuprea nitida, elytra 
et abdomen fusconigra , supra cum pygidio glabra , subtus abdo- 
niinis lateribus fasciculatim, pectore dense flavo-griseo pilosis. 

Long. 15—16, lat. 8 mm. c/? Saleyer, XL 1895. (A. EverettS.). 

Der vorhergehenden Art zunächst verwandt und ihr sehr 
ähnlich, aber etwas kleiner und besonders durch die Skulptur der 
Deckflügel verschieden. Die Punktreihen sind kaum noch vertieft, 
die Rippen daher auch kaum noch gewölbt, die IL und III. primäre 
Rippe durch eine Längsreihe von Punkten undeutlich gemacht 
und im II. und III. Interstitium die Punkte quer eingedrückt, 
das Gewebe zwischen ihnen leicht runzelartig erhoben , so daß 
auch hierdurch die Übersicht über die Skulptur erschwert wird ; 
dagegen sind an den Seiten die IV. und V. Rippe deutlicher 
gewölbt und zumeist, besonders bei den $?, punktfrei. Die 
Vorderschienen haben beim ? einen spitzen deutlichen Seitenzahn, 
beim cf ist er kürzer, stumpfer. Am Forceps sind die Parameren 
noch stärker nach unten umgebogen , ihre untere Kante relativ 
länger, der zurückgebogene Zahn am vorderen Ende der Ventral- 
platte des Mittelstückes noch kräftiger. 

A. i n g u i n a l i s Ohs. 

Ovalis, parum convexa, fuscoviridis aenea, nitida, elytra te- 
stacea lateribus et postice anguste , sutura latius fuscoviridi- 
marginata ; supra glabra , pygidio sparsim , abdomine lineatim, 
pectore densius flavo - griseo - pilosa. Femora postica in utroque 
sexu lobato-dilatata. 

Long. 12 — 15, lat. 7 — 8^/2 mm. cf$. Sumatra: Tebing-tinggi, 
18. III. 1885 (Dr. Schultheiß S.); Palembang; Manna (M. Knappert S.). 
Java : Malang. Nias. 



I 



Ohaus, XVll. Beitrag zur Kenntnis der Kuteliden. (Col. lamell.) 135 

Oval, flach gewölbt, erzgrün, glänzend, selten mit kupfrigem 
Schiller auf dem Vorderkörper , Deckflügel scherbengelb mit 
schmalem , neben der Schulter zuweilen etwas breiterem Saum 
am Seiten- und Hinterrand und grüner Nahtrippe. Kopfschild 
doppelt so breit als lang, parallelseitig, ringsum ganz fein gesäumt, 
dicht runzlig punktiert. Stirnnaht gerade, Kopf, Halsschild und 
Schildchen sehr dicht und ziemlich fein punktiert. Halsschild 
an den Seiten in der Mitte erweitert, die rechtwinkligen Vorder- 
ecken nicht vorgezogen , die stumpfwinkligen Hinterecken kaum 
gerundet , Hinterrand breit nach hinten geschwungen , die basale 
Randfurche in der Mitte nicht unterbrochen, Seitengrübchen vor- 
handen , eine glatte Mittellinie angedeutet. Auf den Deckflügeln 
springen die Schultern ein wenig vor und hier ist die Skulptur 
etwas undeutlich , die Punktreihen sind fein gefurcht und die 
Rippen leicht gewölbt , im I. Interstitium ist die Punktreihe 
zwischen den 2 sekundären Rippen bis nahe an den Hinterrand 
unregelmäßig verdoppelt und umfaßt so eine unregelmäßige ver- 





kürzte tertiäre Rippe ; im H. und HL Interstitium stehen je 
2 sekundäre Rippen, im IV. und V. nur vereinzelte Punkte ; bei 
einigen Stücken trägt die H , bei anderen die HI. primäre Rippe 
hinten einige grobe Punkte. Die Afterdecke ist sehr dicht und 
fein runzlig punktiert , matt , vereinzelt spärlich behaart , mit 
j einem kleinen Grübchen in den Vorderecken. Banchringe weit- 
läufiger skulptiert , leicht glänzend , mit einer Querreihe gelber 
Borsten und an den Seiten mit schwachem Haarbüschel. Brust 
dichter skulptiert und dichter behaart , ohne Fortsatz. Vorder- 
1 schienen mit spitzem , kurzem Seitenzahn. Die Hinterschenkel 
1 sind in beiden Geschlechtern verbreitert und tragen neben dem 
I Trochanter einen lappenartigen V^orsprung , beim cf etwas länger 
] und schmäler, als beim $, Fig. 18. 

j Am Forceps, Fig. 17, sind die Parameren zumeist symme- 

\ trisch, die rechte gewöhnlich an der Seite etwas eingedrückt, und 
1 laufen in eine rundliche Spitze aus ; nur bei einem cf aus Java 
1 ist diese Spitze scharf, nach unten gekrümmt. 



IgQ Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

A. iilc e r a ta n. sp. 

Ovata , pai'um couvexa , fuscoviridis aenea , nitida , elytra 
tostacea sutura solum leviter infuscata. Tiliiae posticae intus 
glabratae politae , extus foveolis oblongis grossis setigeris dense 
obsitae. 

Long. 13—15, lat. 7\'., — 8 mm. cf$- W. Borneo : Sarawak 
(Hose S.) ; Baram, IX. 1907 ; Njabang. 

Etwas breiter oval, flach gewölbt, erzgrün, ziemlich glänzend, 
auf den hell scherbengelben Deckflügeln ist nur der äußerste 
Nahtrand leicht gebräunt oder erzgrün. Kopfschild gut doppelt 
so breit als lang, parallelseitig, der Rand ganz fein aufgebogen, 
die Fläche dicht zusammenfließend punktiert : Stirnnaht gerade, 
die Stirn dicht und zusammenstoßend, der Scheitel einzeln punktiert, 
die Punkte kräftig und ziemlich tief. Halsschild weniger als 
doppelt so breit wie lang , der Hinterrand breit nach hinten 
geschwungen, die basale Randfurche nur in der Mitte unterbrochen, 
die Seiten in der Mitte rundlich erweitert , beim $ stärker aU 
beim cf, die rechtwinkligen A\)rderecken nicht vorgezogen, di-- 
stumpfwinkligen Hinterecken nicht gerundet , die Oberfläche ist 
mit kräftigen Punkten , die an den Seiten vereinzelt zusammen- 
stoßen , dicht bedeckt ; Seitengrübchen kräftig eingezogen , die 
Mitte der Scheibe mit einem kurzen Stück einer Mittelfurche 
auf glattem Grunde. Schildchen mit einzelnen Punkten. Auf 
den Deckflügeln sind die Schultern leicht vorspringend , die 
Scheibe hinter dem Schildchen leicht abgeflacht, die Punktreihen 
sind gefurcht und die Rippen gewölbt, die beiden Interstitien an 
der Seite tragen nur vereinzelte Punkte , die 3 diskalen je 
2 sekundäre Rippen , von denen die im subsuturalen durch eine 
am Anfang (hinter dem Schildchen) unregelmäßige verdoppelte 
Punktreihe getrennt sind, die so eine am Anfang flache, weiterhin 
leicht gewölbte tertiäre Rippe umschließt. Die Afterdecke ist 
mit querverlaufenden groben Bogenstrichen und zwischen diesen 
mit groben Höckerchen bedeckt , ziemlich lebhaft glänzend , über 
die ganze Fläche zerstreut kurz behaart, ohne deutliche Grübchen 
in den Yorderecken , nur an den Seiten beim cf mit flachem 
Eindruck. Bauchringe vereinzelt, Brust dicht mit groben Punkten, 
die ersteren mit einer Querreihe von Borsten und schwachem 
seitlichen Haarbüschel , die letztere dicht graugelb behaart , ohne 
vorspringenden Fortsatz. Vorderschienen mit ganz kurzem, spitzem 
Seitenzahn , die Schienen der Hinterbeine sind gleich hinter dem 
Knie nach innen stark verbreitert und verdickt und hier glatt 
poliert ; sie haben nur eine quere Stachelkante und sind unter- 
halb und an der Außenkante auch oberhalb dieser mit langen, 



i 




Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 137 

furclienartigen oder verbreiterten Grübchen, die an Beingeschwüre 

erinnern , bedeckt , in deren Grund öfter 

eine kurze Borste steht. Fühler rotgelb. / „, — ^ 1 \;V 

Am Forceps , Fig. 19 , sind die Pa- 
rameren weit klaffend , symmetrisch , ohne 
Zähnchen an der Spitze und ohne Wider- 
haken an der Ventralplatte des Mittel- ^ 
Stückes. ■'■•^• 
A. tri e 1 )' e a n. sp. 

.4. decorata Kirsch, affinis. Minor, sat late ovalis , convexa, 
fuscoviridis leviter aenescens et laete flava, nitida, elytra sordide 
testacea maculis flavis fuscomarginatis ornata. Supra glabra, 
subtus sparsim griseo-pilosa. 

Long. 8 — 9 , lat. 4^/.-, — 5^2 ^"^^^- er'- Java : Tjerimai 
(Drescher S.). 

Breit oval, ziemlich gewölbt. Grundfarbe schwarzbraun mit 
ganz schwachem , grünem Bronzeschiller , mit hellgelben Makeln, 
die schmutzig scherbengelben Deckflügel mit schön hellgelben 
Makeln, die schwarzbraun umrandet sind. Kopf Schild trapezförmig 
mit leicht gerundeten Ecken , der Vorderrand aufgebogen , die 
Fläche mit großen zusammenstoßenden Ringpunkten , bei hellen 
Stücken rein hellgelb mit grünem oder kupfrigem Schiller , bei 
dunklen Stücken mit 2 kleinen Makeln, die hinten die Stirnnaht 
berühren ; diese ist etwas undeutlich , die Stirn ist mit großen 
Augenpunkten dicht , der Scheitel weitläufiger bedeckt, die Farbe 
entweder rotbraun oder schwarzbraun mit einem gelben Fleck in 
der Mitte der Stirnnaht. Halsschild doppelt so breit als lang, 
die Basis in der Mitte leicht nach hinten geschwungen , die ba- 
sale Randfurche auch in der Mitte vorhanden , die Seiten in der 
Mitte ein wenig erweitert , die rechtwinkligen Vorderecken ein 
wenig , die stumpfwinkligen Hinterecken nicht vorgezogen noch 
gerundet , die Oberfläche mit großen Ringpunkten ziemlich dicht 
bedeckt , an Stelle der Seitengrübchen ein dunkler Punkt , die 
Farbe gelb mit 2 kleineren braunen Makeln bei hellen, mit großen, 
den Hinterrand berührenden schwarzgrünen Makeln bei dunkeln 
Stücken. Schildchen gelb mit braunem oder schwarzgrünem, 
feinem Rand , wie das Halsschild punktiert. Die Deckflügel sind 
schmutzig scherbengelb und tragen gewöhnlich jede 6 hellgelbe 
Fleckchen, die ganz oder teilweise schwarzbraun umrandet sind, 
2 kleine an der Basis innen neben der Schulter , 1 neben der 
Mitte des Seitenrandes , 1 etwas vor dem Spitzenbuckel , 1 auf 
der HI. primären Rippe etwas vor der Mitte und schließlich eine 
große zackige Makel auf der Mitte der Scheibe , die innen bis 
zur Naht geht ; die dunkle Umrandung ist in den Längsverbin- 




138 Stettiner Entoaiologische Zeitung. 76. 1915. 

düngen gewöhnlich strichförmig, in den Breiteverbindungen fleckig 
verbreitert ; die primären Punktreihen sind vorhanden und fein 
gefurcht, aber nicht gerade, sondern geschwungen; im I. Inter- 
stitium steht eine unregelmäßige Doppelreihe , im II. und III. 
abgekürzte einfache Punktreihen ; die Nahtrippe ist schmal, 

die II. primäre Rippe auffallend breit, 
die III. vorn etwas, die IV. außen 
vor dem Spitzenbuckel auffällig ver- 
breitert. Afterdecke dicht mit vielfach 
zusammenstoßenden großen Ringpunk- 
ten , spärlich behaart an der Spitze, 
dunkel mit einer großen gelben Makel 
in der Mitte. Unterseite rötlich- oder 
schwarzbraun, wie die Afterdecke punk- 
tiert, Brust spärlich behaart. Schenke] stets hellgelb, die Schienen 
und Tarsen rötlich- oder schwarzbraun , kupfrig oder erzgrün, 
die mittleren stets heller als die vorderen und hinteren. Fühler 
gelb mit rötlicher Keule. 

Am Forceps, Fig. 20, sind die Parameren symmetrisch ; die 
Ventralplatte des Mittelstückes schiebt zwischen sie einen langen 
Fortsatz, wie eine zweizinkige Gabel. 

A. xanthopyga n. sp. 

A. trkoloreae Ohs. proxime affinis, dilfert clipeo semicirculari, 
thorace grossius punctato 6 maculato, basi nullo modo marginato, 
elytris fulvoflavis basi laete flavis , fascia albidoflava lacerata 
fuscomarginata ornatis, })unctatostriatis, punetis fuscis. ■ 

Long. 8^/.2 — 10, lat. 5 — ö^/.^ mm. cf $. Java. Sumatra. 
Medan, Doloc Barros. 

Oval, mäßig gewölbt, Unterseite dunkelbraun mit schwachem, 
grünem Erzschiller, oben Kopf, Schildchen und Halsschild hellgelb 
mit leichtem , grünem Erzschiller , das letztere mit 6 grünen 
Flecken , die rötlichgelben Deckflügel mit kleinen blaßgelben 
Fleckchen und einer Zackenbinde, die dunkelbraun eingefaßt sind. 
Kopfschild etwa halbkreisförmig , fein gerandet , wie der Kopf 
dicht und ziemlich kräftig punktiert , Stirnnaht deutlich , etwas 
nach hinten geschwungen. Halsschild ganz ohne Randfurche, 
wie der Kopf punktiert , mit 2 großen erzgrünen Makeln neben 
der Mittellinie , 1 kleinen Fleck an Stelle des Seitengrübchens 
und einem kleinen Fleck an der Basis. Schildchen gelb mit 
feinem, braunem Seitenrand, grob punktiert. Die Deckflügel sind 
rötlichgelb mit einem blaßgelben Basalstreifen , der sich um die 
Schulter herum nach der Seite zieht ; von ihm geht innen neben 
der Schulter eine zackige Binde aus , die zur Mitte der Naht 



1 



Ohau8. XVII. Beitrag zvu- Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) ] 39 

zieht ; im Verlauf der IV. primären Rippe steht immer hinter der 
Schulter , manchmal auch am Spitzenbuckel noch ein kleines 
Fleckchen ; die Fleckchen und Binden braun umrandet ; die Punkt- 
reihen verlaufen, wie bei der trkolorea, doch sind alle Punkte im 
Grunde braun gefärbt. Afterdecke gelb , nur die Ecken braun. 
Beine einschließlich der Hüften gelb , die hinteren Schienen und 
Tarsen allein rötlichbraun. Vorderschienen mit spitzem Seiten- 
zahn. 

Am Forceps sind die Parameren symmetrisch , die Ventral- 
platte des Mittelstückes ist ganz ohne Fortsatz. 

A. catochlora n. sp. 

Oblongo-ovalis, modice convexa, flavoviridis leviter aenescens, 
nitida glabra, capite et thoracis disco saturate viridibus , elytra 
flavobrunnea fasciis tribus fuscis dilaceratis ornata. 

Long. 11^0, lat. 6 mm. cf. Sumatra IV. 1911 (Drescher S.). 

Gestreckt oval , mäßig gewölbt , schön hell gelbgrün , mit 
leichtem, grünem Erzschiller, der Kopf und die breite Mittelbinde 
des Halsschildes satter grün , die gelbbraunen Deckflügel mit 3 
feinen Zackenbinden. Kopfschild trapezförmig mit leicht ge- 




rundeten Ecken und aufgebogenem Vorderrand , dicht runzlig 
punktiert ; Stirnnaht deutlich, etwas geschwungen ; Stirn kräftig 
und dicht, Scheitel nur weitläufig punktiert. Halsschild kräftig 
und ziemlich dicht punktiert , die basale Randfurche nur in der 
Glitte unterbrochen , Seitengrübchen vorhanden. Schildchen nur 
an der Basis mit einigen verloschenen Pünktchen. Auf den Deck- 
flügeln sind die Punktreihen ziemlich kräftig gefurcht und alle 
Rippen gewölbt, die IV. primäre Rippe etwas verbreitert und ver- 
dickt ; im I. Interstitium stehen 2 sekundäre Rippen , deren 
trennende Punktreihe im ersten Drittel ganz regelmäßig verdoppelt 



140 Stettiner Entoiuologische Zeitung. 76. 1915. 

ist ; im II. Interstitium verläuft eine regelmäßige , im III. eine 
in der Mitte unterbrochene Punktreihe , das IV. und V. an den 
Seiten haben einfache , regelmäßige, sekundäre Rippen. Propygi- 
dium fast ganz frei , wie das Pygidium mit seitlich aneinander- 
stoßenden großen Ringpunkten , hell gelbgrün mit je 2 großen 
grünen Makeln. Unterseite mit großen Ringpunkten , kahl , nur 
die Beine mit einigen gelben Haaren. Spitze der Hinterschienen 
kupfrig, die Tarsen braun. 

Am Forceps, Fig. 21, sind die Parameren asymmetrisch, 
unten mit einem basalen Fortsatz , die Ventralplatte des Mittel- 
stückes vorn mit einer zurückgebogenen Spitze. 

A. fulvofusca n. sp. 

Elliptica, convexa, fulvotestacea supra elytrorum apice, pygi- 
dio cum propygidio , subtus abdomine fuscis ; tibiae cum tarsis 
antennaeque fulvae ; supra glabra , subtus sparsim ac breviter 
fulvopilosa. 

Long. 7^/2 — 9^/.2, lat. 4 — 5 mm. cf. Borneo •. Kinabalu 
(Waterstraat S.). 

Gedrungen elliptisch, hoch gewölbt, rötlich scherbengelb mit 
schwarzbraunem Hinterleib und Deckflügelspitze. Kopfschild nicht 
ganz doppelt so breit als lang , rechtwinklig mit schwach ge- 
rundeten Ecken und hoch aufgeworfenem, schwarzbraun fein ge- 
säumtem Rand , die Fläche fein und flach netzartig gerunzelt ; 
Stirnnaht fein, gerade; Stirn wie das Kopfschild, Scheitel feiner 
zerstreut punktiert ; der ganze Kopf hell rotbraun. Halsschild 
doppelt so breit als lang , Hinterrand fast gerade , kaum in der 
Mitte nach hinten geschwungen , basale Randfurche vollständig, 
die Seiten in der Mitte breit erweitert, die Hinterecken gerundet, 
die rechtwinkligen Vorderecken kräftig vorgezogen, die Oberfläche 
ziemlich dicht und fein einzeln punktiert. Schildchen rötlichgelb 
mit feinem, braunem Saum, wie das Halsschild punktiert. Deck- 
flügel rötlichgelb mit brauner feiner Naht, Schultern und Spitzen- 
buckel, die Punktreihen kaum gefurcht, alle Punkte kräftig, ring- 
förmig , die Rippen nicht oder kaum gewölbt , die 3 Interstitiell 
auf der Scheibe mit je 1 Punktreihe , die hinter dem Schildchen 
wie gewöhnlich etwas unregelmäßig im Beginn. Propygidium fast 
ganz unbedeckt , wie das Pygidium lang und gut gewölbt , mit 
aneinanderstoßenden flachen Ringpunkten bedeckt , Propygidium 
fast matt , Pygidium glänzend schwarzbraun . die Umgebung 
des Afters rötlich mit einigen Borsten. Bauchringe und Brust 
wie die Afterdecke punktiert, die ersteren mit der gewöhnlichen 
Querreihe von Borsten , die letztere spärlich rötlich behaart. 
Mittelhüften dicht aneinandergerückt , ohne Fortsatz der Mittel- 




Ohau.'^, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell ) 141 

brüst. Vorderschienen mit 1 kräftigen Seitenzahn. Fühlerkeule 
verdickt , aber nicht verlängert. Spitzenteil der Mandibeln ver- 
kümmert , ohne alle Zähne, 
basaler Mahlzahn dagegen 
kräftig. Maxillen mit 6 langen 
spitzen Zähnen. 

Am Forceps , Fig. 22, 
sind die Panameren asymme- 
trisch, ihre Spitze verbreitert 
und rundlich verdickt ; die 
Ventralplatte des Mittelstückes 
hat unten eine doppelte kiel- 
artige Leiste, ihre Spitze ist 
scharf hakenförmig zurückge- 
bogen. 

^•1. p r is c a n. sp. 

Oblongo-ovalis , modice convexa . flavotestacea nitida fusco- 
signata. Supra glabra, subtus sparsim pilosa. 

Long. 8 , lat. 4 mm. cf . Borneo : Kinabalu (Waterstraat). 

Diese Art erinnert ganz auffällig an die nordamerikanische 
A. undidata resp. discoidea. Kopfschild etwa doppelt so breit als 
lang, trapezförmig mit gerundeten Ecken und aufgebogenem, fein 
schwarz gesäumtem Rand , scherbengelb mit 2 kleineu dunkeln 
Fleckchen an der geraden deutlichen Stirnnaht , fein runzlig 
punktiert ; Stirn schwach dreieckig eingedrückt , ziemlich dicht, 
der Scheitel ganz weitläufig punktiert , der Kopf schwarzbraun 
mit rötlichgelbem Querstreifen hinter der braunen Stirnnaht. Hals- 
schild etwa um die Hälfte breiter als lang , mit fast geradem 
Hinterrand und vollständiger Randfurche, die Seiten in der Mitte 
schwach erweitert , die rechtwinkligen Vorderecken kaum vor- 
gezogen, die stumpfwinkligen Hinterecken nicht gerundet, Seiten- 
grübchen und mittlere Längslinie schwach angedeutet , die Ober- 
fläche mit ziemlich großen , mäßig tiefen Ringpunkten ; Färbung 
hell scherbengelb mit einer großen schwarzbraunen Makel , die 
bis zum Vorderrand geht , die Seiten und einen Querstrich vor 
dem Schildchen freiläßt , mit ihren hinteren Ecken aber den 
Hinterrand berührt. Schildchen gelb mit feinem, schwarzem Saum, 
ziemlich dicht punktiert. Die Deckflügel sind hell scherbengelb 
mit schwarzen Apicalpunkten , alle Punktreiheu kräftig , fein ge- 
furcht, die Rippen kaum gewölbt, das L Interstitium unregelmäßig- 
punktiert , das n. und HI. mit je 1 einfachen Punktreihe. Pro- 
pygidium halbbedeckt, wie das Pygidium schwach quernadelrissig, 
glänzend , kahl , gelb mit 2 braunen Seitenmakeln und einigen 



142 Stettiner Elntomologische Zeitung. 76. 1915. 

Borsten an der Spitze. Bauch rötlichgelb mit zerstreuten Ring- 
punkten und Querreihen rötlicher Borsten. Hinterbrust und Hinter- 
hüften schwarzbraun , ziemlich dicht mit großen Ringpunkten 
bedeckt, kahl. Schenkel gelb , spärlich behaart , Schienen und 
Tarsen rötlich braun , die Vorderschienen mit einem kräftigen 
Seitenzahn. Fühler einfarbig braungelb. Forceps mit symmetri- 
schen Parameren ohne Besonderheiten. 

A. imperfecta n. sp. 

Oblongo-ovalis, sat convexa , flavotestacea leviter aenescens, 
thoracis disco interdum vage bimaculato, tarsis infuscatis ; supra 
et subtus glabra, ano et femoribus solum sparsim hirsutis. 

Long. 7— 7V2, lat. 3\'2 mm. ?. Nord-Celebes : Toli-Toli, 
XI— XH. 1895 (H. Fruhstorfer S.). 

Gestreckt oval , fast zylindrisch , ziemlich gewölbt , hell 
scherbengelb mit leichtem, grünem Erzschiller. Kopfschild doppelt 
so breit als lang , rechtwinklig mit kaum gerundeten Ecken und 
fein erhabenem, schwarzbraunem Rand , die Fläche wie der Kopf 
rötlich, fein runzlig; Stirnnaht gerade, Stirn und Scheitel ziem- 
lich dicht und grob einzeln punktiert. Halsschild doppelt so 
breit als lang, mit geradem Hinterrand und vollständiger Rand- 
furche , die Seiten in der Mitte erheblich erweitert , nach vorn 
und hinten gleichmäßig konvergierend , Vorder- und Hinterecken 
scharfwinklig , nicht gerundet , die Oberfläche ziemlich dicht und 
grob einzeln punktiert. Schildchen ebenso dicht und grob punk- 
tiert. Auf den Deckflügeln sind die Punktreihen gefurcht und 
die Rippen gewölbt, in dem I. Interstitium eine gefurchte Punkt- 
reihe, die nur etwas über die Mitte, im H. und Hl. je eine , die 
knapp bis zur Mitte reichen. Afterdecke und Unterseite dicht 
mit groben zusammenstoßenden Ringpunkten bedeckt ; die Brust 
kahl. Vorderschienen mit einem kräftigen Seitenzahn neben dem 
langen braunen Spitzenzahn. 

Mundteile kräftig ; Mandibeln mit den gewöhnlichen 3 Zähnen 
am Spitzenteil, Maxillen sechszähnig. 

Die Art steht der A. caduca Ohs. von Negros nahe, hat abei 
andere Halsschildform und keine eingedrückte Stirn. 

A. porovatula n. sp. 

A. ovatulae Ohs. ex Philippinis proxime aftinis, minor, differt 
praecipue elytris punctis minimis subdense obtectis. Ovata, 
postice leviter ampliata, modice convexa, fuscoviridis aenea flavo- 
variegata , sat fortiter ])unctata , supra glabra , subtus sparsim 
flavogriseo pilosa. 

Long. 7 — 8, lat. 4 — 5 mm. cf ?. Sumatra: Palembang ; 
Kl. V. Annai, IV. 1911 (Drescher S.i; Medan, Doloc Baros. 



Ohaus, XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 143 



Eiförmig, hinten leicht verbreitert, mäßig gewölbt , erzgrün 
mit gelber Zeichnung. Kopfschild trapezförmig mit gerundeten 
Ecken und leicht aufgebogenem Rand, gelb mit grünem Erzschiller, 
dicht und fein runzlig punktiert. Stirniiaht fein , gerade , Stirn 
dicht , Scheitel feiner einzeln punktiert , beide erzgrün. Hals- 
schild mit gelben Seiten und breiter erzgrüner Scheibe , die ge- 
wöhnlich hinten vor dem Schildchen 2 kleine gelbe Makeln, selten 
auch eine gelbe Mittellinie trägt, ziemlich kräftig dicht punktiert, 
ohne Seitengrübchen, mit vollständiger 
basaler Randfurche. Schildchen ki'äftig 
und dicht punktiert , gelb mit feinem, 
dunklem Saum. Auf den Deckflügeln sind 
alle Punktreihen gefurcht und die Rippen 
gewölbt, in den 3 diskalen Interstitien je 
2, in den beiden lateralen je 1 sekundäre 
Rippe . die ganze Oberfläche mit sehr 
feinen Pünktchen weitläufig überstreut ; die Färbung ist erzgrün 
mit einem gelben Querstreifen vor der Schulter und kurzen gelben 
Längsstrichen, die zumeist auf die IL, IlL, IV. und V primäre 
Rippe beschränkt sind. Afterdecke dicht zusammenfließend punk- 
tiert , aber nicht so grob höckerig , wie die ouatula , spärlich an 
der Spitze behaart , zumeist rein gelb , seltener mit erzgrünem 
Vorderrand. Unterseite und Schenkel gewöhnlich gelb, zuweilen 
mit dunkler Brust, die Schienen und Tarsen stets erzgrün, ziem- 
lich dicht punktiert, spärlich behaart. Die Forcepsparameren von 
der Seite zeigt Fig. 23 ; zum Vergleich die der ovatula Fig. 24. 




144 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Weitere neue S'enca-Arten. (Col.) 

Von .1. Moser, Berlin. 

^S' e r i c a c h i n e n sis n. sp. 

cf. S. serripedi Mos. affinis. Nigra opaca, opalescens. Capite, 
fronte parce punctata, clypeo medio convexo, sat crebre punctato, 
antrorsum angustato, margine antico sinuato ; antennis rufo-fxavis, 
9-articulatis, flabello in mare parvo ; prothorace mediocriter crebre 
punctato , lateribus ciliatis , paulo curvatis , angulis anticis por- 
rectis , angulis posticis obtusis , breviter rotundatis , margine 
antico medio parum producto ; elytris leviter sulcatis , sulcis 
irregulariter seriatim punctatis , interstitiis parce punctatis an 
impunctatis ; pygidio mediocriter dense' punctis obtecto. Subtus 
pectoris medio longitudiualiter sulcato et utrinque setoso , coxis 
posticis umbilicato- punctatis, juxta latera setas ferentibus : ab- 
doniinis segmentis seriatim transversim setosis, setis remote 
positis ; femoribus posticis parce punctatis, antice et postice setis 
raris instructis, margine postico subtiliter serrato ; tibiis posticis 
punctatis, haud longitudinaliter sulcatis. — Long. 8 mm. 

Hab. : China (Tsingtau). 

Die Art steht der S. sevripes Mos. durch die Bildung der 
Hinterschenkel nahe, indem auch bei ihr der Hinterrand derselben 
fein sägeförmig gekerbt ist. In der Beschreibung der S. serripes 
habe ich die Hinterschenkel als glänzend bezeichnet. Eine noch- 
malige Untersuchung der Type läßt die Möglichkeit zu , daß die 
Hinterschenkel ursprünglich tomentiert waren und die Toment- 
bekleidung durch die Unsitte der Händler, die Tiere zwecks Ver- 
bergung von Defekten aufzukleben, abgerieben ist. Auch bei der 
vorliegenden Art sind die Hinterschenkel glänzend, wahrscheinlich 
aber matt gewesen. Die Art ist etwas größer als serripes, schwarz, 
matt, leicht opalisierend. Bei den vorliegenden beiden Exemplaren 
zeigen zwar die Flügeldecken sehr starken Opalglanz , doch be- 
ruht dies wohl auf Abreibung der nur dünnen Tomentbekleidung. 
Die Stirn ist ziemlich weitläufig . der Clypeus dichter punktiert, 
in der Mitte gewölbt. Nach vorn ist der Clypeus verjüngt, sein 
Vorderrand ist ausgebuchtet , jedoch schwächer wie bei serripes, 
hinter dem Vorderrande stehen einige schwache Borsten. Die 
rotgelben Fühler sind wie bei serripes neungliedrig, doch ist der 
männliche Fühlerfücher kürzer. Während er bei serripes nicht 
ganz so lang wie der Stiel ist , ist er bei der vorliegenden Art 
höchstens so lang wie die sechs vorhergehenden Glieder des 
Stieles zusammen. Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert, die 
Seitenränder tragen einige Borsten und sind leicht gekrümmt. 



Moser, Weitere neue Serica- Arten. 145 

die Hinterecken sind stmni»fwinklig und kurz abgerundet , der 
Vorderrand ist in der Mitte schwach vorgezogen. Die Flügel- 
decken sind in den flachen Furchen unregelmäßig reihig punktiert, 
die Zwischenräume sind in der Nähe der Naht weitläufig mit 
Punkten besetzt , nach den Seitenrändern der Flügeldecken zu 
unpunktiert. Das Pygidium ist mit einer mäßig dichten Punk- 
tierung versehen. Die Mitte der Brust ist leicht längsgefurcht 
mit pfeilförmigem Eindruck und weitläufig beborstet. Die Borsten 
der Querreihen auf dem Abdomen sind nur schwach und weitläufig 
gestellt. Die Hinterschenkel sind zerstreut punktiert und hinten 
und vorn mit einigen Borsten besetzt. Die Hinterschienen sind 
punktiert und zeigen nicht wie bei serripes eine Längsfurche. 

Serica g r acili p e s n. sp. 

(f. Opaca, supra nigro-fusca, fronte nigra, subtus brunnea. 
Capite subtiliter punctato , clypeo levissime rugoso, raris setis 
obtecto, antrorsum parum modo attenuato, margine antico sinuato ; 
antennis rufo-flavis, 10-articulatis , flabello maris elongato , cur- 
vato ; prothorace longitudine duplo latiore , subtiliter punctato, 
punctis minutissime setosis, lateribus setis instructis, postice fere 
rectis, antice incurvatis, angulis anticis perparum modo porrectis, 
angulis posticis breviter rotundatis , margine antico niedio paulo 
producto ; elytris leviter sulcatis , sulcis punctatis , interstitiis 
fere impunctatis ; pygidio mediocriter crebre punctato , in poste- 
riore parte longitudinaliter subcarinato. Subtus pectoris medio 
sulcato et utrinque setoso, abdominis segmentis singulis una serie 
transversa setarum obtectis ; femoribus posticis angustis , opacis, 
antice et postice setas ferentibus, margine postico subtiliter den- 
sissime serrato ; tibiis posticis coriaceis , longitudinaliter leviter 
sulcatis. — Long. 7 mm. 

Hab. : Lidia (Madura). 

Auch bei dieser Art zeigt der Hinterrand der Hinterschenkel 
eine, wenn auch nur äußerst feine, sägeförmige Kerbung. Sie ist 
matt, die Oberseite ist dunkelbraun, die Unterseite hellbraun, die 
Stirn ist schwärzlich. Der Kopf ist schwach punktiert , der 
Clypeus fein gerunzelt und mit einzelnen Borsten besetzt. Nach 
vorn ist der Clypeus nur sehr wenig verjüngt , die Ränder sind 
stark erhaben , der Vorderrand ist deutlich ausgebuchtet. Die 
rotgelben Fühler sind zehngliedrig , der Fächer ist beim cf ge- 
bogen und um die Hälfte länger als der Stiel. Das Halsschild 
trägt eine schwache Punktierung und zeigen die Punkte ebenso 
wie die der Flügeldecken unter der Lupe winzige Börstchen. Die 
Seitenränder des Halsschildes sind beborstet , hinten fast gerade, 
vorn einwärts gebogen. Die Vorderecken sind rechtwinklig und 

.Stfttincr Entnmologisclip Zeitung-, Heft I. 10 



5^4:6 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

nur sehr wenig vorgestreckt, die Hinterecken sind stumpfwinklig 
und kurz abgerundet, der Vorderrand ist in der Mitte leicht vor- 
gezogen. Die Flügeldecken sind in den Streifen unregelmäßig 
reihig punktiert , die Zwischenräume sind fast punktfrei. Das 
Pygidium trägt eine mäßig dichte Punktierung und zeigt in der 
hinteren Hälfte die schwache Andeutung eines Längskiels. Die 
Brust ist längsgefurcht und fein beborstet. Die Hinterhüften sind 
ziemlich dicht mit winzig beborsteten Nabelpunkten bedeckt, an 
den Seiten stehen kräftigere Borsten. Die einzelnen Bauch- 
segmente sind mit einer Querreihe von Borsten versehen. Die 
Hinterschenkel sind schmal und vorn und hinten mit einer Borsten- 
reihe besetzt. Die fein lederartig gerunzelten Hinterschienen 
tragen eine flache Längsfurche. 

Serica lateritia n. sp. 

Brunnea, opaca, capite, prothorace scutelloque rufis. Capite, 
fronte opaca , subtiliter punctata , post suturam nitida , fortiter 
punctata, sutura frontali paulo elevata, clypeo medio longitudina- 
liter carinato, rugoso-punctato , antrorsum perparuin modo angu- 
stato , margine antico medio reflexo, sinuato ; antennis luridis, 
10-articulatis , flabello maris elongato , curvato , feminae stipite 
breviore ; prothorace mediocriter dense subtiliter punctato, punctis 
minutissime setosis , margine antico lateribusque ciliatis , illo 
medio paulo producto, lateribus postice levissime sinuatis, antice 
incurvatis , angulis anticis rectangulis , paulo porrectis , angulis 
posticis obtusis , breviter rotundatis ; elytris striato-punctatis, 
interstitiis remote punctis obtectis, punctis setas minimas ferenti- 
bus , juxta elytrorum latera raris setis majoribus intermixtis ; 
pygidio mediocriter crebre punctato. Corpore infra pectoris medio 
longitudinaliter sulcato et utrinque parce setoso ; coxis posticis 
umbilicato-punctatis, punctis minutissime setosis, juxta coxarum 
latera setas validas ferentibu.s ; abdomine seriatim transversim 
setoso ; femoribus posticis nitidis, parum dilatatis, parce punctatis, 
antice et postice setis raris instructis , margine postico dense 
subtiliter serrato ; tibiis posticis remote punctatis. — Long. 
8—9 mm. 

Hab. : Mangalore. Von Staudinger und Bang-Haas erhalten. 

Der Hinterrand der Hinterschenkel ist bei dieser Art gleich- 
falls, jedoch nur an der oberen Kante, dicht und fein gekerbt. 
Sie ist matt, braun, Kopf, Halsschild und Schildchen sind rot. 
Die nach hinten gebogene Stirnnaht ist etwas erhaben. Die Stirn 
ist unmittelbar hinter der Naht glänzend und kräftig punktiert, 
während der übrige Teil der Stirn matt und mit feinen Punkten 
besetzt ist. Der nach vorn nur sehr wenig verjüngte Clypeus 



Moser, Weitere neue Serica-Arten. 147 

ist runzlig punktiert und in der Mitte mit einem Längskiel ver- 
sehen , der ziemlich hohe Vorderrand ist in der Mitte etwas 
zurückgebogen. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig , der 
Fächer des cf ist um die Hälfte länger als der Stiel und ge- 
bogen , der Fächer des ? ist kürzer als der Stiel. Das Hals- 
schild ist fein punktiert , die Punkte sind winzig beborstet , die 
Seitenränder sind in der hinteren Hälfte schwach ausgebuchtet 
und vorn einwärts gekrümmt. Die ein wenig vorgestreckten 
Vorderecken sind rechtwinklig, die Hinterecken sind stumpfwinklig 
und kurz abgerundet, der Vorderrand ist in der Mitte leicht vor- 
gezogen. Die Flügeldecken tragen regelmäßige Punktreihen , die 
schwach gewölbten Zwischenräume sind weitläufig punktiert. Alle 
Punkte sind winzig beborstet, nur neben den Seitenrändern stehen 
einige größere Börstchen. Das Pygidium trägt eine mäßig dichte 
Punktierung. Die Mitte der Brust ist leicht längsgefurcht und 
weitläufig beborstet. Die Nabelpunkte der Hinterhüften zeigen 
kleine helle Börstchen, während neben den Seitenrändern kräftigere 
Borsten stehen. Die einzelnen Bauchsegmente sind mit einer 
Querreihe von Borsten besetzt. Die glänzenden Hinterschenkel 
sind ein wenig verbreitert , nach dem Ende zu verjüngt , weit- 
läufig punktiert, vorn und hinten mit einer Reihe feiner Borsten 
besetzt. Die Hinterschienen tragen auf der Fläche vereinzelt 
flache Punkte. 

Serica laminipes n. sp. 

Brunnea, sericea, opalescens. Capite, fronte parce punctata, 
clypeo raris setis obtecto , rugoso - punctato , antrorsum paulo 
angustato, margine antico reflexo, leviter sinuato ; antennis luri- 
dis, 10-articulatis, flabello maris elongato, parum curvato, flabello 
feminae stipite breviore ; prothorace mediocriter crebre punctato, 
punctis minutissime setosis, lateribus margineque antico ciliatis, 
Ulis leviter curvatis , angulis anticis paulo productis , angulis 
posticis rotundatis ; elytris leviter sulcatis, .sulcis punctatis, inter- 
stitiis anguste laevibus ; pygidio sat subtiliter punctato. Subtus 
pectoris medio longitudinaliter sulcato, juxta sulcum parce setoso ; 
coxis posticis subrugosis , sat crebre punctatis , punctis setis 
minutis, juxta coxarum latera setis validis instructis ; abdominis 
segmentis singulis una serie transversa setarum obtectis; femori- 
bus posticis parce punctatis, antice et postice setas raras ferenti- 
bus, margine postico in dimidia parte basali laminato , lamina 
dense subtiliter serrata ; tibiis posticis remote punctatis. — 
Long. 8 mm. 

Hab. : Bengalen. Von Staudinger und Bang-Haas erhalten. 

Eine durch die Bildung der Hinterschenkel ausgezeichnete 
Art. Sie ist hellbraun, opalisierend, seidenartig schimmernd. Der 

10* 



148 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

seidenartige Schimmer ist ■wahrscheinlich durch die Abreibung 
einer dünnen Tomentbekleidung entstanden. Die Stirn ist ziem- 
lich weitläufig mit Punkten bedeckt, der Clypeus vereinzelt be- 
borstet und runzlig punktiert. Nach vorn ist der Clypeus ein wenig 
verjüngt, sein Vorderrand ist erhaben und leicht ausgebuchtet. Die 
gelbbraunen Fühler sind, zehngliedrig , der Fächer ist beim cf 
leicht gebogen und um die Hälfte länger als der Stiel, während er 
beim $ kürzer als der Stiel ist. Das Halsschild ist mäßig dicht 
mit winzig beborsteten Punkten bedeckt , die leicht gebogenen 
Seitenränder und der Vorderrand sind abstehend bewimpert. Die 
Vorderecken sind etwas vorgezogen , die Hinterecken sind ab- 
gerundet. Die Flügeldecken sind in den Furchen ziemlich kräftig 
punktiert, die Z^vischenräume zeigen schmale unpunktierte Streifen, 
einige Punkte tragen kleine Börstchen. Das Pygidium ist mit 
schwachen Punkten besetzt. Die Mitte der Brust ist längsgefurcht t 
und zerstreut beborstet, die Hinterhüften sind schwach gerunzelt | 
und ziemlich dicht mit Nabelpunkten bedeckt, welche mit winzigen 
Börstchen , neben den Seitenrändern der Hüften dagegen mit 
kräftigen Borsten versehen sind. Das Abdomen ist mit Quer- '< 
reihen von Borstenpunkten bedeckt. Die Hinterschenkel sind > 
weitläufig punktiert und tragen vorn und hinten je eine Reihe 
weitläufig gestellter Borsten. In der Basalhälfte befindet sich am 
Hinterrande der Hinterschenkel eine schmale Lamina , die fein 
sägeförmig gekerbt ist. Die Hinterschienen zeigen auf ihrer Fläche 
einige schwache Punkte. 

Ser i c a c o stul ata n. sp. 

cf . Lurida, nitida. Clypeo subrugoso-punctato, medio paulo 
convexo, antrorsum haud attenuato, margine antico sinuato, fronte | 
haud crebre punctata ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello j 
maris elongato ; prothorace sat dense, sat fortiter punctato, late- I 
ribus setosis, post medium levissime sinuatis , antice incurvatis, | 
angulis anticis porrectis, angulis posticis fere rectangulis, breviter 
rotundatis ; elytris sulcatis, sulcis irregulariter seriatim punctatis, '■ 
interstitiis convexis, laevibus ; pygidio sat crebre punctato. Subtus 
pectoris medio leviter sulcato et parce setoso , coxis posticis 
umbilicato-punctatis , juxta latera setosis ; abdominis segmentis i' 
singulis una serie transversa setaruni obtectis ; femoribus posticis jj 
nitidis, sparsim subtiliter punctatis , antice et postice setis raris ' 
instructis , margine postico flavo-ciliato ; tibiis porticis remote 
punctatis. — Long. 7 mm. 

Hab. : Poo. Von Staudinger und Bang-Haas erhalten. 

Braungelb, glänzend. Die Stirn ist mäßig dicht, der Clypeus 
etwas runzlig punktiert. Letzterer ist in der Mitte schwach ge- 
wölbt, nach vorn nicht verjüngt, sein Vorderrand ist ausgebuchtet. 



Moser, Weitere neue Serica- Avien. 149 

die Vorderecken sind abgerundet. Die gelbbraunen Fühler sind 
zehngliedrig , der Fächer des cf ist länger als der Stiel und 
leicht gebogen. Das Halsschild ist ziemlich dicht und ziemlich 
kräftig punktiert, die beborsteten Seitenränder sind hinten leicht 
ausgebuchtet , vorn nach innen gebogen , die Vorderecken sind 
vorgezogen , die fast rechtwinkligen Hinterecken sind kurz ab- 
gerundet. Die Flügeldecken sind in den Streifen mit unregel- 
mäßigen Punktreihen besetzt, die Zwischenräume treten deutlich 
als glatte Rippen hervor. Das Pygidium zeigt bei dem vor- 
liegenden Exemplar eine ziemlich dichte Punktierung. Die Mitte 
der Brust ist leicht längsgefurcht und weitläufig beborstet , die 
Hinterhüften tragen Nabelpunkte und seitlich einige lange Borsten. 
Die einzelnen Bauchsegmente sind mit einer Querreihe von Borsten 
versehen. Die glänzenden Hinterschienen sind weitläufig und 
fein punktiert und tragen hinter dem Vorderrande und vor dem 
Hinterrande je eine Reihe weitläufig gestellter Borsten. Der 
Hinterrand der Hinterschenkel ist fein gelb bewimpert. Die 
Hinterschienen sind auf der Fläche mit weitläufig gestellten flachen 
Punkten versehen. 

Ein weibliches Exemplar von Murree gehört wohl sicher zu 
dieser Art. Bei diesem ist der Clypeus stärker gerunzelt , der 
Fühlerfächer ist etwas kürzer als der Stiel, auf dem Pygidium 
sind die Punkte , namentlich im hinteren Teile , viel weitläufiger 
gestellt. 

Alltoserica coxalis n. sp. 

A. implkatae Brsk. similis. Fusca , opaca. Capite , fronte 
parce punctata, clypeo sat dense subrugoso-punctato, medio parum 
convexo, antrorsum angustato, margine antico elevato, levissime 
sinuato, fronte clypeoque raris setis obtectis ; antennis brunneis, 
10-articulatis , flabello in utroque sexu stipite breviore ; protho- 
race transverso , lateribus paulo curvatis , in parte posteriore le- 
vissime sinuatis, angulis anticis porrectis, angulis posticis rotun- 
datis, disco sat crebre punctato, punctis setas minutas ferentibus; 
elytris leviter sulcatis, irregulariter punctatis, punctis minutissime 
setosis, costis fere irapunctatis; pygidio sat crebre umbilicato-punc- 
tato , ad latera versus setoso. Pectore medio leviter sulcato et 
utrinque setis obtecto, coxis posticis subrugosis, umbilicato-punc- 
tatis, juxta latera setosis, juxta marginem internum in mare dense 
flavido-squamosis , in femina breviter flavo-setosis ; abdomine se- 
riatim transversim setoso ; femoribus tibiisque posticis dilatatis, 
illis opacis , antice et postice una serie setarum instructis. — 
Long. 9,5 mm. 

Hab.: Ceylon (Wadduwa). J. Z. Kannegieter leg. 

In Färbung und Gestalt ist die Art der A. implicata Brsk., 



150 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

welche mir vom gleichen Fundort vorliegt , ähnlich , doch unter- 
scheidet sie sich schon dadurch leicht , daß die Vorderschienen 
nicht wie bei impUcafa dreizähnig sind. Die Färbung ist rotbraun, 
matt. Der Kopf ist vereinzelt beborstet , die Stirn weitläufig 
punktiert, während auf dem leicht gerunzelten Clypeus die Punkte 
ziemlich dicht stehen. Der Clypeus ist nach vorn verschmälert, 
der erhabene Vorderrand ist kaum merklich ausgebuchtet , die 
Mitte des Clypeus ist etwas gewölbt. Die braunen Fühler sind 
zehngliedrig , der Fächer ist in beiden Geschlechtern nur wenig 
länger als die 6 vorhergehenden Glieder des Stieles zusammen. 
Das Halsschild ist doppelt so breit wie lang , nach vorn etwas 
verjüngt, seine Ränder sind leicht gebogen, in der hinteren Hälfte 
ganz schwach ausgebuchtet , der Hinterrand ist ziemlich stark 
nach dem Schildchen , der Vorderrand dagegen kaum sichtbar 
vorgezogen. Die Vorderecken des Halsschildes springen etwas 
vor, die Hinterecken sind abgerundet, die Oberfläche ist ziemlich 
dicht mit Punkten besetzt , die kleine Börstchen tragen. Die 
Flügeldecken sind leicht gefurcht , die Zwischenräume schwach 
gewölbt, die unregelmäßig stehenden Punkte sind winzig beborstet, 
die Rippen sind fast unpunktiert. Das Pygidium ist ziemlich 
dicht mit Nabelpunkten bedeckt, neben den Seiten des Pygidiums 
stehen lange Borsten. Die Brust trägt in der Mitte eine schwache 
Längsfurche und ist beiderseits der Mitte abstehend beborstet. 
Die Hinterhüften sind ein wenig gerunzelt und mit Nabelpunkten 
besetzt, die neben den Seitenrändern der Hüften kräftige Borsten 
tragen. Am Innenrande sind die Hinterhüften gelappt und beim 
(f dicht filzartig gelb beschuppt, beim $ kurz und fein gelb be- 
borstet. Jedes Bauchsegment ist mit einer Querreihe kräftiger 
Borsten versehen. Die Hinterschenkel und Hinterschienen sind 
stark verbreitert. Erstere sind matt und tragen je eine Reihe 
Borsten am Vorderrande und vor dem Hinterrande. Außerdem 
sind noch feine, winzig beborstete Punkte bemerkbar. Die Hinter- 
schienen sind etwas verkürzt, fast unpunktiert. 

Autose r i c a m a d u r en s i s n. sp. 
A. implkatae Brsk. similis. Opaca, supra nigro-fusca, subtus 
fusca. Capite, fronte parce, clypeo, praecipue ad apicem versus, 
densius et fortius punctato, clypei basi opaca, clypei apice raris 
setis obtecto , margine antico reflexo , paulo sinuato ; antennis 
rufo-flavis, 10-articulatis, flabello in utroque sexu stipite breviore ; 
prothorace sat crebre subtiliter punctato , lateribus leviter cur- 
vatis, setosis, angulis anticis porrectis, angulis posticis rotundatis, 
margine antico medio parum producto; elytris leviter sulcatis, sulcis 
irregulariter punctatis , interstitiis fere impunctatis ; pygidio me- 



Moser, Weitere neue (S^r/ca-Arten. 151 

diocriter ciebre punctato. Pectoris niedio subsulcato et utrinque 
setis raris instructo , pectoris lateribus coxisqire posticis umbili- 
cato-punctatis, punctis setas minutas, juxta coxarum latera setas 
validas ferentibus ; abdominis segmentis singulis una serie trans- 
versa setarum obtectis, setis sat remote positis ; femoribus tibiisque 
posticis modice dilatatis , illis opacis , ante marginem posticum 
raris setis instructis ; tibiis posticis abbreviatis. — Long. 10 mm. 

Hab. : India (Madura ). 

Auch diese Art ist der A. implicata Brsk. ähnlich und durch 
die zweizähnigen Yorderschienen unterschieden. Sie ist matt, 
oben schwarzbraun , unten etwas heller. Die Stirn ist weitläufig 
und fein punktiert , auf dem Clypeus stehen die Punkte etwas 
enger und werden nach dem Vorderrande zu gröber. Die Basis 
des Clypeus ist matt , hinter dem leicht ausgebuchteten Vorder- 
rande stehen einige Borstenpunkte. Die gelbbraunen Fühler sind 
zehngliedrig, der Fächer ist in beiden Geschlechtern etwas kürzer 
als der Stiel. Das Halsschild ist fein, aber ziemlich dicht punktiert, 
die Seitenränder sind schwach gebogen und beborstet, die Vorder- 
ecken sind vorgestreckt , die Hinterecken sind abgerundet , der 
Vorderrand ist in der Mitte ein wenig vorgezogen. Die Flügel- 
decken sind in den Streifen dicht und unregelmäßig punktiert, 
die Zwischenräume sind fast punktfrei. Das Pygidium ist dreieckig 
mit kurz abgerundeter Spitze und mit einer mäßig dichten Punk- 
tierung bedeckt. Die Mitte der Brust trägt eine schwache Längs- 
furche und beiderseits derselben einige Borsten. Die Seiten der 
Brust und die leicht gerunzelten Hinterhüften tragen winzig be- 
borstete Nabelpunkte , neben den Seiten der Hinterhüften stehen 
kräftige Borsten. Die einzelnen Bauchsegmente zeigen eine Quer- 
reihe ziemlich weitläufig gestellter Borstenpunkte , die in der 
Mitte mehr oder weniger unterbrochen ist. Die Borsten dieser 
Punkte sind verhältnismäßig schwach. Hinterschenkel und Hinter- 
schienen sind mäßig verbreitert. Die Hinterschenkel sind matt 
und vor dem Hinterrande mit einigen Borsten besetzt. Die Hinter- 
schienen sind etwas verkürzt und in der Basalhälfte weitläufig 
mit schwachen Punkten versehen. 

Autoseri c a h as a / / s n . sp. 
d'. Statura A. pruiiiosae Burm. Opaca , supra nigro - fusca, 
subtus brunnea. Capite parce setoso , fronte sparsim punctata, 
punctis minutissime setosis, clypeo subrugoso-punctato, antrovsum 
angustato , marginibus elevatis , margine antico leviter sinuato ; 
antennis rufo-flavis , 10-articulatis , flabello maris stipite paulo 
breviore ; prothorace mediocriter dense punctato , punctis setas 
minutas ferentibus , lateribus setosis , postice fere rectis , antice 



3^52 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

incurvatis, angulis anticis porrectis, angulis posticis obtusis, bre- 
viter rotundatis, margine antico medio parum producto ; elytrorum 
costis fere planis, impunctatis, interstitiis punctatis, punctis mi- 
Dutissime setosis , setis raris paulo majoribus seriatim positis, 
elytrorum basi inter scutellum et humeros dense flavido - setoso, 
setis parvis , haud erectis ; pygidio umbilicato-punctato , punctis 
setas minutas, juxta pygidii latera setas validas ferentibus. Subtus 
pectoris medio linea impressa longitudinali et utrinque una serie 
setarum instructo, pectoris lateribus coxisque posticis umbilicato- 
puuctatis; abdoraine seriatim transversim setoso, setis validis, sat 
dense positis ; femoribus tibiisque posticis modice dilatatis , illis 
opacis , post marginem anticum et ante mavginem posticum se- 
tosis. — Long. 11 mm. 

Hab. : Bombay. 

Die Art hat in Färbung und Gestalt Ähnlichkeit mit A. prui- 
nosa Burm. vom Himalaya und ist an der Beborstung der Flügel- 
decken leicht zu erkennen. Sie ist matt , oben schwarzbraun, 
unten rotbraun. Stirn und Clypeus tragen vereinzelte abstehende 
Borsten, die erstere ist weitläufig mit winzig beborsteten Funkten 
besetzt. Der Clypeus ist runzlig punktiert, nach vorn verschmälert, 
die Ränder sind aufgebogen, der Vorderrand ist leicht ausgeblichtet. 
Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, der Fächer ist beim d^ 
etwas kürzer als der Stiel. Das Halsschild ist mäßig dicht mit 
feinen, kurz beborsteten Punkten besetzt. Die Seitenränder tragen 
kräftige Borsten , sind hinten fast gerade und vorn einwärts 
gebogen. Die Vorderecken sind vorgestreckt , die Hinterecken 
sind stumpfwinklig und kurz undeutlich abgerundet, der Vorder- 
rand ist in der Mitte ganz leicht vorgezogen. Das Schildchen 
ist mit Ausnahme der Mitte fein beborstet. Auf den Flügeldecken 
markieren sich die flachen Rippen dadurch, daß sie fast punktfrei 
sind. Die Zwischenräume sind punktiert, die Punkte tragen winzige 
Börstchen. Etwas größere Börstchen stehen in großen Abständen 
am äußeren Rande der Rippen. Die Basis der Flügeldecken ist 
zwischen Schildchen und Schultern dicht mit hellen anliegenden 
Börstchen besetzt. Das Pygidiura trägt winzig beborstete Nabel- 
punkte , neben den Seitenrändern kräftige Borsten. Die Mitte 
der Brust zeigt eine eingerissene Längslinie und beiderseits der- 
selben eine Reihe abstehender Borsten. Die Seiten der Brust 
und die Hinterhüften sind mit Nabelpunkten bedeckt, welche feine 
Börstchen, neben den Seitenrändern kräftigere Borsten tragen. Die 
einzelnen Bauchsegmente tragen eine Querreihe starker , ziemlich 
dicht gestellter Borsten. Die Hinterschenkel und Hinterschienen 
sind mäßig verbreitert. Die Hinterschenkel sind matt, ihr Hinter- 
rand ist leicht ausgeschweift , hinter dem Vorderrande und vor 



Moser, Weitere neue Serica-Arien. 153 

dem Hinterrande befindet sich je eine Reihe weitläufig stehender 
Borsten. Die Hinterschienen sind etwas verkürzt , im Basalteile 
undeutlich punktiert. 

Autos er ica distincta n. sp. 

(f. A. significanü Brsk. affinis. Nigro-fusca an rufa, opaca, 
pedibus nitidis. Capite, fronte parce punctata, punctis minutissime 
setosis , setis raris validis intermixtis , clypeo dense subrugoso- 
punctato , post apicem transversim setoso , antrorsura angustato, 
marginibus elevatis, niargine antico leviter sinuato ; antennis rufo- 
flavis , 10-articulatis , flabello maris stipite breviore ; prothorace 
sat crebre punctato , punctis setas minimas ferentibus , lateribus 
paulo curvatis , setosis , angulis anticis acutis porrectis , angulis 
posticis parum obtusis , breviter rotundatis ; elytris mediocriter 
dense punctatis, punctis setis parvis instructis, costis fere planis ; 
pygidio triangulari, apice breviter rotundato, umbilicato-punctato, 
ante apicem setoso. Subtus pectoris medio leviter sulcato et 
utrinque parce setoso, coxis posticis sat remote punctatis, punctis 
setas minutas , juxta coxarum latera setas validas ferentibus ; 
abdominis segmentis singulis una serie transversa setarum, medio 
interrupta, obtectis ; femoribus posticis dilatatis, antice et postice 
setosis ; tibiis posticis latis, abbreviatis. — Long. 10 mm. 

Hab. : Bombay. 

Brenske hat, Berl. Ent. Zeit. 1898, p. 249, eine mir unbekannte 
A. sigtüficans von Bombay sehr kurz beschrieben. Die Beschreibung 
würde auf die vorliegende Art passen, doch soll bei signißcans der 
Fühlerfächer — in welchem Geschlecht wird nicht angegeben — 
länger als der Stiel sein , was bei dieser Art nicht der Fall ist. 
Die Längenangabe 7 — 10 mm läßt vermuten, daß Brenske ver- 
schiedene Arten vor sich gehabt hat. 

Die vorliegende Art ist schwarzbraun oder rotbraun , matt. 
Die Stirn trägt vereinzelte Borsten und ist weitläufig mit winzig 
beborsteten Punkten bedeckt. Das Kopfschild ist dicht und runzlig 
punktiert, hinter dem Vorderrande mit einer Querreihe von Borsten 
versehen. Nach vorn ist das Kopfschild verjüngt , die Ränder 
sind aufgebogen , der Vorderrand ist schwach ausgebuchtet. Die 
rotgelben Fühler sind zehngliedrig , der Fächer des cf ist etwas 
kürzer als der Stiel. Das Halsschild ist ziemlich dicht mit winzig 
beborsteten Punkten besetzt, die Seitenränder, sowie der Vorder- 
rand neben den Vorderecken , sind abstehend beborstet. Die 
Seitenränder sind leicht gebogen , die spitzwinkligen Vorderecken 
sind vorgezogen, die Hinterecken sind schwach stumpfwinklig 
und kurz abgerundet. Die Flügeldecken tragen Punktreihen, die 
kaum merklich gewölbten Zwischenräume sind mäßig dicht punk- 
tiert, die Punkte sind kurz hell beborstet. Vereinzelt finden sich 



154 Stettiner Entomologi^che Zeitung. 76. 1915. 

etwas längere Börstchen. Das Pygidium trägt Nabelpunkte und 
vor dem Hinterrande einige Borsten. Die Mitte der Brust zeigt 
eine flache Längsfurche und beiderseits derselben zerstreut stehende 
Borsten. Die Hinterhüften sind ziemlich weitläufig mit Nabel- 
punkten besetzt, welche kurze, neben den Seitenrändern der Hüften 
längere Borsten tragen. Die einzelnen Bauchsegmente zeigen 
eine in der Mitte unterbrochene Querreihe von Borsten , welche 
verhältnismäßig schwach sind. Die Hinterschenkel sind glänzend 
und mäßig verbreitert. Vorn und hinten befindet sich eine Borsten- 
reihe und sind die Borsten in der vorderen Reihe enger gestellt. 
Die Hinterschienen sind breit und kurz. 

Alltoserica l o m h ohi a n a n . sp. 

(f . Sat robusta, convexa , opaca , supra nigro-fusca , subtus 
fusca. Capite longitudinaliter subcarinato , sat remote punctato, 
clypeo levissime rugoso , antrorsum paulo angustato , margine 
antico leviter sinuato ; antennis rufo-flavis 9-articulatis , flabello 
maris stipiti longitudine fere aequali ; prothorace longitudine 
duplo latiore , mediocriter crebre subtiliter punctato , lateribus 
setosis, leviter curvatis, angulis anticis acutis, porrectis, angulis 
posticis obtusis , breviter rotundatis ; elytris punctato-striatis, 
interstitiis perparum modo convexis, sat laxe punctatis ; pygidid 
leviter rugoso, umbilicato-punctato. Subtus pectore medio longi- 
tudinaliter sulcato et utrinquo raris setis obtecto, coxis posticis 
mediocriter dense punctatis, punctis minutissime setosis, juxta coxa- 
rum latera punctorum setis validis; abdominis segmentis transversim 
setosis, setis remote positis ; femoribus posticis parum modo di- 
latatis , opacis , antice et postice una seria setarum instructis, 
margine postico in parte apicali leviter sinuato ; tibiis posticis 
nitidis, modice dilatatis et paulo abbreviatis. — Long. 11 mm. 

Hab. : Lombok (Sapit). H. Fruhstorfer leg. 

Die Art, von der ein cf vorliegt, ist ziemlich robust, matt, 
oben schwarzbraun , unten rotbraun. Stirn und Clypeus tragen 
einen zwar nur sehr schwachen aber deutlich erkennbaren Längs- 
kiel. Sie sind ziemlich weitläufig punktiert , der Clypeus ist 
außerdem noch sehr schwach gerunzelt. Nach vorn ist der 
Clypeus ein wenig verjüngt, der Vorderrand ist leicht ausgebuchtet. 
Die gelbbraunen Fühler sind neungliedrig, der Fächer des d' ist 
fast so lang wie der Stiel. Das Halsschild ist doppelt so breit 
wie lang und auf der Fläche mäßig dicht mit feinen Punkten 
bedeckt. Die schwach gebogenen Seitenränder sind beborstet, 
die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgezogen , die stumpf- 
winkligen Hinterecken sind kurz abgerundet. Die Flügeldecken 
zeigen regelmäßige Punktstreifen , die Zwischenräume zwischen 



Moser, Weitere neue Serica-Avten. 155 

denselben sind flach und ziemlich weitläufig mit schwachen Punkten 
besetzt, die unter der Lupe äußerst winzige Börstchen erkennen 
lassen. Das Pygidium ist schwach gerunzelt, mäßig dicht punk- 
tiert und zeigt bei dem vorliegenden Exemplar in der hinteren 
Hälfte die Andeutung eines mittleren Längskieles. Die Mitte 
der Brust ist mit einer Längsfurche und beiderseits derselben 
mit einigen kräftigen Borsten versehen. Die Seiten der Brust 
und die Hinterhüften tragen winzig beborstete Nabelpunkte, 
neben den Seitenrändern stehen kräftige Borsten. Die einzelnen 
Bauchsegmente sind zwar mit einer Querreihe von Borsten be- 
setzt , doch sind die Borsten ziemlich weitläufig gestellt und im 
Vergleich zur Größe der Art nur schwach. Die matten Hinter- 
schenkel sind wenig verbreitert und tragen hinter dem Vorderrande 
und vor dem Hinterrande je eine Reihe von Borstenpunkten. Der 
Hinterrand der Hinterschenkel ist in der Apicalhälfte leicht aus- 
gebuchtet. Die glänzenden Hinterschienen sind mäßig verbreitert 
und etwas verkürzt, auf der Fläche glatt. 

A^itoserica rubida n. sp. 

A. inermi Brsk. similis. Rufa, opaca. Capite, fronte spar- 
sissime punctata, clypeo subrugoso-punctato, antrorsum angustato, 
marginibus elevatis, margine antico sinuato ; antennis rufo-flavis. 
10-articulatis , flabello maris stipiti longitudine fere aequali, 
feminae stipite breviore ; prothorace mediocriter dense punctato, 
punctis setas minimas ferentibus , lateribus setosis , postice fere 
rectis, antice incurvatis, angulis anticis porrectis, angulis posticis 
obtusis, breviter rotundatis, margine antico medio paulo producto ; 
elytris seriatim punctatis , interstitiis parum convexis , subtiliter 
punctatis, pimctis minutissime setosis, raris setis majoribus inter- 
mixtis ; pygidio medio parce , ad latera versus paulo densius 
punctato, ante apicera setoso. Subtus pectoris medio linea im- 
pressa longitudinali et utrinque setis raris instructo ; coxis 
posticis umbilicato-punctatis , punctis juxta coxarum latera setas 
ferentibus ; abdominis segmentis singulis una serie transversa 
setarum obtectis ; femoribus posticis opacis, valde dilatatis , post 
marginem anticum et' ante marginem posticum setis raris in- 
structis ; tibiis posticis latis et abbreviatis, in parte basali setis 
raris obtectis. — Long. 8 mm. 

Hab. : Pegu. Von Staudinger und Bang-Haas erhalten. 

Die Art ist der Ä. inermis Brsk. von Assam sehr ähnlich, 
unterscheidet sich aber leicht von dieser dadurch, daß die Seiten 
des Halsschildes hinten nicht ausgebuchtet sind. Die Färbung 
ist rotbraun, matt. Die Stirn läßt nur einige schwache Punkte 
erkennen, der Clypeus ist etwas runzlig punktiert , in der Mitte 



156 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

mit schwacher Erhabenheit, hinter dem Vorderrande mit einigen 
Borsten. Er ist nach vorn stärker als bei inermis verjüngt , die 
Ränder sind erhaben , der Vorderrand ist deutlich aiisgebuchtet. 
Die zehngliedrigen Fühler sind rotbraun, der Fächer ist beim (f 
fast so lang wie der Stiel , beim $ so lang wie die 6 vorher- 
gehenden Glieder des Stieles zusammen. Das Halsschild ist mäßig 
dicht mit winzig beborsteten Punkten bedeckt , die Seitenrändei' 
sind beborstet , hinten fast gerade, vorn einwärts gebogen , der 
seitlich bewimperte Vorderrand ist in der Mitte leicht vorgezogen, 
die Vorderecken sind vorgestreckt, die Hinterecken sind stumpf- 
winklig und kurz abgerundet. Die Flügeldecken tragen Punkt- 
reihen , die Zwischenräume zwischen denselben sind nur sehr 
schwach gewölbt und fein punktiert. Die Punkte tragen sehr 
kleine helle Börstchen, während vereinzelte, etwas größere Börst- 
chen in Längsreihen stehen. Das Pygidium ist in der Mitte 
weitläufig , nach den Seiten zu etwas enger punktiert , vor dem 
Hinterrande stehen einige Borsten. Die Mitte der Brust zeigt 
eine eingerissene Längslinie und beiderseits derselben einige 
Borsten. Die Hinterhüften sind mäßig dicht mit Nabelpunkten 
bedeckt und neben den Seitenrändern beborstet. Jedes Bauch - 
Segment trägt eine Querreihe von Borstenpunkten. Die matten 
Hinterschenkel sind stark verbreitert und hinter dem Vorderrande 
und vor dem Hinterrande mit einer Reihe weitläufig gestellter 
Borsten versehen. Die Hinterschienen sind gleichfalls ziemlich 
stark verbreitert und verkürzt. Sie sind in der Basalhälfte fein 
und weitläufig punktiert. 

Ant s er ic a stra m ine a n. sp. 

cf. A. spinosae Brsk. affinis. Flava, opaca, parum opalescens, 
Capite parce punctato , setis raris instructo , clypeo antrorsum 
paulo angustato , medio longitudinaliter subcarinato , marginibus 
elevatis, margine antico leviter sinuato ; antennis flavis, 10-arii- 
culatis, flabello maris stipiti longitudine fere aequali ; prothorace 
subtiliter punctato et setis raris obtecto lateribus margineque 
antico setosis, angulis anticis porrectis , angulis posticis obtusis, 
rotundatis ; elytris sparsissime setosis, leviter sulcatis , sulcis 
punctatis , interstitiis impunctatis ; pygidio mediocriter crebre 
punctato, juxta latera setas ferente. Subtus pectoris medio leviter 
sulcato et parce setoso ; coxis posticis umbilicato-punctatis, punctis 
juxta coxarum latera setosis ; abdominis segmentis singulis una 
serie transversa setarum obtectis ; femoribus posticis opacis, valde 
dilatatis, antice et postice setas raras ferentibus ; tibiis posticis 
modice dalatatis. — Long. 8 mm. 

Hab. : China (Kiukiang). Von Staudinger und Bang-Haas 
erhalten. 



Moser, Weitere neue Sei'ica- Artfri. 157 

Die Art ist der A. spinosa Brsk. von Java und der A. anna- 
mensis Mos. sehr ähnlich. Von ersterer unterscheidet sie sich 
durch die matten Hinterschenkel und durch die spärlichere Be- 
borstung der Oberseite , von letzterer durch die weniger breiten 
und etwas längeren Hinterschienen. Die Färbung ist wie bei 
spinosa goldgelb. Der Kopf ist weitläufig punktiert und mit 
vereinzelten Borsten besetzt. Der Clypeus ist nach vorn etwas 
verjüngt , der erhabene Vorderrand ist leicht ausgebuchtet , die 
Mitte des Clypeus zeigt die Andeutung eines Längskieles. Die 
gelben Fühler sind zehngliedrig , der Fächer ist beim cf nicht 
ganz so lang wie der Stiel. Das Halsschild ist fein punktiert, 
die Seitenränder und der Vorderrand sind beborstet , auf dem 
Discus befinden sich vereinzelte Borstenpunkte. Die Seitenränder 
des Halsschildes sind hinten fast gerade, vorn einwärts gebogen, 
die Vorderecken sind vorgezogen, die stumpfwinkligen Hinterecken 
sind abgerundet. Die Flügeldecken sind flach gefurcht und in 
den Furchen punktiert , während die Zwischenräume unpunktiert 
sind. Borsten finden sich auf den Flügeldecken im Gegensatz zu 
spinosa nur ganz vereinzelt. Das Pygidium ist mäßig dicht 
punktiert und neben den Seitenrändern mit langen abstehenden 
Borsten besetzt. Die Mitte der Brust trägt eine flache Längs- 
furche und daneben kräftige Borsten. Die Hinterhüften sind mit 
winzig beborsteten Nabelpunkten bedeckt , während neben den 
Seiten der Hüften längere Borsten stehen. Das Abdomen ist 
ebenso wie bei annamensis mit Querreihen von Borstenpunkten be- 
setzt, doch sind die Borsten nicht ganz so kräftig wie bei letz- 
terer Art. Die matten Hinterschenkel sind sehr stark verbreitert 
und tragen vorn und hinten einige Borsten. Die Hinterschienen 
sind mäßig verbreitert und etwas verkürzt, auf der Fläche glatt. 

Autoserica tristic^ila n. sp. 
cT- Opaca, supra nigra, subtus nigro-fusca. Capite, fronte 
subtiliter parce punctata , clypeo dense subrugoso-punctato , an- 
trorsum angustato, marginibus elevatis , margine antico sinuato ; 
antennis rufis 10-articulatis , flabello niaris stipiti longitudine 
aequali ; prothorace sat crebre punctato , punctis minutissime 
setosis , lateribus postice fere rectis , antice incurvatis , angulis 
anticis porrectis , angulis posticis obtusis , breviter rotundatis, 
margine antico medio leviter producto ; elytris punctato-striatis, 
interstitiis fere planis , remote punctatis , punctis setas minutas 
ferentibus ; pygidio mediocriter dense umbilicato-punctato. Subtus 
pectoris medio linea longitudinali impressa et utrinque una serie 
setarum instructo; coxis posticis sat remote punctatis, punctis 
juxta coxarum latera setosis ; abdomine seriatim transversim 



1^58 Stettiner Entoraologische Zeitung. 76. 1915. 

setoso; femoribus posticis fortiter dilatatis, opacis, post marginem 
anticum et ante marginem posticum setis raris obtectis ; tibiis 
posticis laevibus, paulo dilatatis et abbreviatis. — Long. 6,5 mm. 

Hab. : Madras. Von Staudinger und Bang-Haas erhalten. 

Kurz und dick, oben schwarz, stark tomentiert, unten schwarz- 
braun. Die Stirn läßt infolge der starken Tomentbekleidung eine 
Punktierung nur schwach erkennen. Der Clypeus ist dicht, 
schwach runzlig punktiert , nach vorn verjüngt , der Vorderrand 
ist deutlich ausgebuchtet. Die braunen Fühler sind zehngliedrig, 
der Fächer des cf ist so lang wie der Stiel. Das Halsschild ist 
ziemlich dicht mit winzig beborsteten Punkten bedeckt, die Seiten 
des Halsschildes sind in der hinteren Hälfte fast gerade , in der 
vorderen Hälfte einwärts gebogen. Die Vorderecken sind vor- 
gestreckt , die Hinterecken stumpfwinklig und kurz abgerundet, 
der Vorderrand ist in der Mitte leicht vorgezogen. Die Flügel- 
decken tragen Punktreihen, die flachen Zwischenräume sind ziem- 
lich weitläufig punktiert , die Punkte sind mit feinen Börstchen 
besetzt. Das Pygidium ist mäßig dicht mit Nabelpunkten bedeckt. 
Die Mitte der Brust zeigt eine eingerissene Längslinie und beider- 
seits derselben eine Reihe abstehender Borsten. Die Hinterhüften 
tragen ziemlich weitläufig stehende winzig beborstete Nabelpunkte, 
neben den Seiten stehen kräftige Borsten. Das Abdomen ist mit 
Querreihen von Borstenpunkten versehen. Die matten Hinter- 
schenkel sind stark verbreitert, unmittelbar hinter dem Vorderrande 
befindet sich eine Borstenreihe , vor dem Hinterrande stehen 5 
Borsten. Zwischen letzteren und dem Hinterrande sind noch sehr 
feine, äußerst winzig beborstete Punkte bemerkbar. Die Hinter- 
.sehienen sind mäßig verbreitert und etwas verkürzt , auf der 
Fläche glatt. 

Autos er ica celebensis n. sp. 

cf. A. floresinae Brsk. similis. Rufa , opaca , fronte nigro- 
fusca. Capite sat suhtiliter punctato , clypeo medio paulo con- 
vexo, raris setis obtecto, antrorsum angustato, marginibus elevatis, 
margine antico leviter sinuato; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, 
flabello maris stipite breviore ; prothorace sat crebre subtiliter 
punctato, punctis minutissime setosis, lateribus postice fere rectis, 
antice incurvatis , angulis anticis porrectis , angulis posticis ob- 
tusis, breviter rotundatis, margine antico medio paulo producto; 
elytris seriatim punctatis , interstitiis perparum modo convexis, 
parce punctatis, punctis setas minutas ferentibus ; pygidio medio- 
criter dense punctato , triangulari , apice breviter rotundato. 
Pectoris medio linea impressa et utrinque setis raris instructo ; 
coxis posticis umbilicato-punctatis , juxta latera setosis; abdo- 
minis segmentis singulis una serie transversa setarum obtectis ; 



Moser, Weitere neue Serica-Arten. 159 

femoribus posticis nitidis, valde dilatatis , aiitice et postice setis 
raris instructis ; tibiis posticis latis et abbreviatis. — Long. 
7 nun. 

Hab. : Celebes mer. (Bonthain). C. Ribbe leg. 

Die Art ist in Färbung und Gestalt der A. floresina Brsk. 
ähnlich , unterscheidet sich aber durch die stärker verbreiteten 
Hinterschenkel und Hinterschienen. Sie ist rotbraun , matt , die 
Stirn ist fast schwarz. Letztere ist fein und weitläufig punktiert, 
auf dem ganz leicht gerunzelten Clypeus sind die Punkte flach. 
In der Mitte läßt der Clypeus eine schwache Erhabenheit erkennen, 
vor welcher sich einige Borstenpunkte befinden. Nach vorn ist 
der Clypeus verjüngt, die Ränder sind aufgebogen, der Vorderrand 
ist schwach ausgebuchtet. Die gelbbraunen Fühler sind zehn- 
gliedrig , der Fächer ist beim cf kaum länger als die 6 vorher- 
gclienden Glieder des Stieles zusammen. Das Halsschild ist 
ziemlich dicht mit winzig beborsteten Punkten besetzt. Die 
Seitenränder sind hinten fast gerade, vorn gebogen , die Vorder- 
ecken sind vorgestreckt , die stumpfwinkligen Hinterecken sind 
kurz abgerundet , der Vorderrand ist in der Mitte schwach vor- 
gezogen. Die Flügeldecken tragen Punktreihen , die Zwischen- 
räume zwischen denselben sind nur sehr wenig gewölbt und 
ziemlich weitläufig mit Punkten bedeckt , die winzige Börstchen 
tragen. Das Pygidium ist mäßig dicht punktiert, dreieckig mit 
kurz abgerundeter Spitze. Die Mitte der Brust zeigt eine ein- 
gerissene Längslinie und beiderseits derselben einige abstehende 
Borsten. Die Hinterhüften sind mit Nabelpvmkten bedeckt, neben 
den Seitenrändern beborstet. Die einzelnen Bauchsegmente tragen 
eine Querreihe von Borsten. Die glänzenden Hinterschienen sind 
stark verbreitert und lassen am Vorderrande , sowie vor dem 
Hinterrande einige Borstenpunkte erkennen. Die Hinterschienen 
sind breit und verkürzt , auf der Fläche sind nur in der Basal- 
hälfte einige schwache Punkte sichtbar. 

Autos er ica Bakeri n. sp. 
A. stridulae Brsk. similis. Capite parce punctato , fronte 
juxta oculos raris setis instructa , clypeo medio subcarinato, 
antrorsum angustato , margine antico leviter sinuato ; antennis 
brunneis , 10-articulatis , flabello maris stipite paulo longiore, 
feminae paulo breviore ; prothorace mediocriter crebre punctato, 
punctis minutissime setosis , lateribus margineque antico ciliatis, 
illis leviter curvatis , angulis anticis porrectis , angulis posticis 
obtusis , breviter rotundatis , margine antico medio parum pro- 
ducto ; elytris seriatim punctatis , interstitiis perparum modo 
convexis, parce punctatis, punctis setas minimas ferentibus, setis 



IßO stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

majoriljus intermixtis ; pygidio sat dense punctato , juxta latera 
setoso. Pectoris medio longitudinaliter sulcato et fulvo-setoso ; 
coxis posticis umbilicato-punctatis, juxta latera setas ferentibus ; 
abdominis segmentis singulis una serie transversa setarum ob- 
tectis ; feraoribus posticis opacis, fortiter dilatatis, ante marginem 
posticum setis instructis ; tibiis posticis latis , valde abbreviatis, 
laevibus. — Long. 9 mm. 

Hab. : Palawan (P. Princesa). 

Die Art ist der A. stridula Brsk. von China sehr ähnlich, doch 
sind die Hinterschenkel und Hinterschienen noch stärker verbreitert, 
letztere auch stärker verkürzt. Der Kopf ist ziemlich weitläufig 
punktiert, auf der Stirn sind die Punkte infolge der dichten Toment- 
bekleidung nur sehr fein, neben den Augen stehen einige Borsten. 
Der Clypeus ist in der Mitte leicht längsgekielt, nach vorn verjüngt, 
seine Ränder sind aufgebogen, der Vorderrand ist schwach aus- 
gebuchtet. Die braunen Fühler sind zehngliedrig, der Fächer ist 
beim cf etwas länger, beim $ etwas kürzer als der Stiel. Das 
Halsschild ist doppelt so breit wie lang, mäßig dicht mit winzig 
beborsteten Punkten bedeckt , die Seitenränder sind ebenso wie 
der Vorderrand beborstet, die Vorderecken sind vorgestreckt, die 
stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet , der Vorder- 
rand ist in der Mitte schwach vorgezogen. Die Flügeldecken 
tragen regelmäßige Punktreihen. Die Zwischenräume sind sehr 
schwach gewölbt und weitläufig punktiert , die Punkte sind mit 
winzigen Börstchen, vereinzelt auch mit längeren Borsten besetzt. 
Das Pygidium trägt eine ziemlich dichte Punktierung und neben 
den Seitenrändern Borsten. Die Mitte der Brust zeigt eine breite 
flache Längsfurche und ist ziemlich dicht mit gelben haarförraigen 
Borsten bedeckt. Die Hinterhüften sind mit Nabelpunkten besetzt, 
seitlich beborstet. Die einzelnen Bauchsegmente tragen eine Quer- 
reihe kräftiger Borsten. Die Hinterschenkel sind matt und sehr 
stark verbreitert. Vor dem Hinterrande steht eine Reihe von 
Borsten, während sich hinter dem Vorderrande einige feine Börst- 
chen befinden. Die Hinterschienen sind sehr breit und sehr stark 
verkürzt, auf der Fläche glatt. 

Ich widme diese Art Herrn Professor C. F. Baker in Los 
Banos, der mir ein Pärchen übersandte. 

Alltoserica assamica n. sp. 
(f. A. teinzoanae Brsk. similis. Nigro-fusca, opaca. Capite, 
fronte parce punctata, clypeo subrugoso-punctato, antrorsum an- 
gustato, margine antico medio reflexo , angulis anticis breviter 
rotundatis ; antennis rufo - flavis , 10 - articulatis , fiabello maris 
parvo ; prothorace mediocriter dense punctato, lateribus curvatis. 



Moser, Weitere neue Sei'ica-Arien. 161 

angulis anticis porrectis, angiilis posticis rotundatis ; elytris punc- 
tato-striatis , interstitiis fere planis , irregulariter punctatis ; py- 
gidio brunneo, sat crebre punctato. Subtus pectoris medio leviter 
sulcato et setoso ; coxis posticis umbilicato - punctatis , punctis 
juxta coxarum latera setas ferentibus ; abdomine seriatim trans- 
versim setoso ; femoribus posticis nitidis , haud dilatatis , parce 
punctatis , ante marginem posticum setis raris instructis ; tibiis 
posticis parum dilatatis, paulo abbreviatis. — Long. 6 mm. 

Hab.: Assani. 

Die Art ist in Färbung und Gestalt der A. teimoana Brsk. 
ähnlich , unterscheidet sich aber schon durch die abweichende 
Bildung der Hinterbeine. Sie ist schwarzbraun , das Pygidium 
und das Abdomen sind bei dem vorliegenden Exemplar heller 
gefärbt. Die Stirn ist weitläufig , der Clypeus runzlig punktiert 
und in der Mitte leicht gewölbt. Nach vorn ist der Clypeus 
etwas verjüngt, die Vorderecken sind kurz abgerundet, der Vorder- 
rand ist in der Mitte ein wenig zurückgebogen und erscheint 
schwach dreizähnig. Die rotgelben Fühler sind zehngliedrig, der 
Fächer des cf ist nur so lang wie die 6 vorhergehenden Glieder 
des Stieles zusammen. Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert, 
die bewimperten Seitenränder sind leicht gebogen, die Vorderecken 
sind vorgezogen , die Hinterecken sind breit abgerundet. Auf 
den Flügeldecken sind die Zwischenräume zwischen den Punkt- 
streifen nur sehr schwach gewölbt und unregelmäßig punktiert. 
Das Pygidium ist ziemlich dicht mit Punkten bedeckt. Die Mitte 
der Brust ist abstehend beborstet und leicht längsgefurcht. Die 
Hinterhüften sind nabelartig punktiert und neben den Seiten- 
rändern beborstet. Die Bauchsegmente tragen je eine Borsten- 
reihe. Die glänzenden Hinterschenkel sind nicht verbreitert, weit- 
läufig und flach punktiert und vor dem Hinterrande mit einigen 
Borsten versehen. Die Hinterschienen sind nur wenig verbreitert 
und etwas verkürzt, auf der Fläche fast glatt. 

Autos er ica ornatipennis n. sp. 

Brevis, convexa, opaca, nigra, elytris, sutura marginibusque 
nigris exceptis, pygidio abdomineque rufis, pedibus fuscis. Variat: 
Prothorace , macula apicali nigra excepta , rufo , elytris nigris, 
2- an 4-rufo-maculatis, an ubique rufis. Capite setis raris instructo, 
fronte sat remote punctis obtecta, clypeo rugoso-punctato, margine 
antico , elevato , tridentato ; antennis rufo-flavis , 10 - articulatis, 
flabello in utroque sexu stipite breviore ; prothorace mediocriter 
crebre punctato, lateribus setosis, leviter curvatis, angulis anticis 
porrectis , angulis posticis rotundatis ; elytris punctato - striatis, 
interstitiis parce punctatis ; pygidii punctis sat dense positis. 

stettiner EntomoIogi?clie Zeitung-, Heft I. 11 



1(32 Stettiner Entoiiiologische Zeitung. 76. 1915. 

Pectore medio leviter sulcato et sparsim setoso , coxis posticis 
abdomineque sat remote umbilicato-punctatis, coxis posticis juxta 
latera setosis , abdominis segmentis singulis una serie transversa 
setaruni obtectis , setis sat brevibus ; fenioribus posticis nitidis, 
haud dilatatis, antice et postice setosis ; tibiis posticis paulo di- 
latatis et abbreviatis. — - Long. 7 mm. 

Hab. : Himalaja. 

Eine in der Färbung sehr variierende Art. Der Kopf und 
das Halsschild sind schwarz oder schwarzgrün, doch ist zuweilen 
das Halsschild, mit Ausnahme eines dunklen Fleckes am Vorder- 
rande , rot gefärbt. Die Flügeldecken sind rot mit schwarzer 
Naht und schwarzen Seitenrändern. Bei einem der vorliegenden 
Exemplare sind die Flügeldecken mit Ausnahme des schwarzen 
Hinterrandes ganz rot gefärbt , doch kann auch die schwarze 
Färbung überhand nehmen, so daß nur noch ein oder zwei Makel 
auf jeder Flügeldecke rot gefärbt sind. Der Kopf trägt einige 
Borsten , die Stirn ist ziemlich weitläufig , der Clypeus runzlig- 
punktiert. Nach vorn ist der Clypeus verjüngt, sein Vorderrand 
ist erhaben und schwach dreispitzig. Die rotgelben Fühler sind 
zehngliedrig , der Fächer ist beim cf nur wenig länger als die 
6 vorhergehenden Glieder des Stieles zusammen , beim $ so lang 
wie diese. Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert und zeigen 
die Punkte unter der Lupe , ebenso wie die Punkte der Flügel- 
decken und des Pygidiums, äußerst winzige Börstchen. Die Seiten- 
ränder des Halsschildes sind kräftig beborstet und leicht gebogen, 
die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgezogen , die Hinterecken 
sind ziemlich breit abgerundet. Die Flügeldecken sind in den 
Streifen unregelmäßig reihig punktiert , auf den Zwischenräumen 
stehen die Punkte weitläufig. Das Pygidium trägt eine mehr 
oder weniger dichte Punktierung. Die Mitte der Brust ist leicht 
längsgefurcht und zerstreut beborstet. Die Hinterhüften und das 
Abdomen sind ziemlich weitläufig mit Nabelpunkten bedeckt. Die 
Seiten der Hinterhüften sind beborstet, die einzelnen Bauchsegmente 
tragen eine Querreihe kurzer Borsten. Die glänzenden Hinter- 
schenkel sind nicht verbreitert, vorn und hinten mit einer Borsten- 
reihe versehen. Die Hinterschienen sind etwas verbreitert und 
verkürzt. 

A ut s e V i c a s u vi b a n a n. sp. 

cf. Parva, rufo-fusca , opaca , capite nigro, pedibus nitidis. 
Capite , fronte sparsim punctata , clypeo parce setoso , rugoso- 
punctato , antrorsum angustato , margine antico fere truncato ; 
antennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris stipite breviore ; 
prothorace mediocriter dense punctato, lateribus margineque antico 
setosis, illis paulo curvatis, angulis anticis acutis, porrectis, an- 



Moser, Weitere neue Serica- Arten. 1C3 

gulis posticis obtusis, breviter rotundatis ; elytris ad latera versus 
setis raris instructis, leviter sulcatis, sulcis punctatis, interstitiis 
laevibus ; pygidio mediocriter crebre punctis obtecto, ante apicem 
setoso. Subtus pectoris medio parce setoso , coxis posticis uiii- 
bilicato-punctatis , punctis setas minutas , juxta coxarum latera 
setas validas ferentibus ; abdomine seriatim transversim setoso ; 
femoribus posticis sat fortiter dilatatis , post marginem anticum 
et ante marginem posticum una serie setarum instructis ; tibiis 
posticis dilatatis et paulo abbreviatis. — Long. 5 mm. 

Hab. : Sumba. Doherty leg. 

Eine kleine rotbraune , matte Art , mit dunklem Kopfe und 
glänzenden Beinen. Die Stirn ist weitläufig, der Clypeus runzlig 
punktiert. Letzterer trägt einige Borsten und ist nach vorn 
verjüngt , sein Vorderrand ist fast gerade abgestutzt. Die gelb- 
braunen Fühler sind zehngliedrig , der männliche Fächer ist nur 
wenig länger als die 6 vorhergehenden Glieder des Stieles zusammen. 
Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert , der Vorderrand und 
die Seitenränder sind bewimpert. Letztere sind leicht gebogen, 
die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgezogen, die stumpfwinkligen 
Hinterecken sind ganz kurz abgerundet. Die Flügeldecken sind 
leicht gefurcht und in den Furchen mit unregelmäßigen Punkt- 
reihen besetzt , während die Zwischenräume unpunktiert sind. 
Nach den Seitenrändern der Flügeldecken zu stehen einzelne 
Borsten Die Mitte der Brust ist weitläufig mit Borsten besetzt. 
Die Hinterhüften tragen winzig beborstete Nabelpunkte und neben 
den Seitenrändern kräftige Borsten. Die einzelnen Bauchsegmente 
zeigen eine Querreihe beborsteter Punkte. Die Hinterschenkel 
sind ziemlich stark verbreitert und vorn und hinten mit einer 
Borstenreihe besetzt. Die Hinterschienen sind breit und etwas 
verkürzt, auf der Fläche unpunktiert. 

Autofterica nitidipes n. sp. 

cf. Nigra, opaca , pedibus fuscis , nitidis. Capite sparsim 
setoso , fronte parce subtiliter punctata , clypeo rugoso-punctato, 
antroisum angustato, marginibus elevatis, margine antico sinuato ; 
antennis brunneis , 10-articulatis , flabello maris stipite paruni 
breviore ; prothorace sat remote punctato , lateribus margineque 
antico setosis, illis paulo curvatis, angulis anticis porrectis, an- 
gulis posticis obtusis , breviter rotundatis ; elytiis raris setis in- 
structis , leviter sulcatis , sulcis seriatim punctatis , interstitiis 
impunctatis ; pygidio sat fortiter punctato , juxta latera setoso. 
Subtus pectoris medio levissime sulcato et utrinque parce setoso, 
coxis posticis sat sparsim umbilicato-punctatis, juxta latera setas 
ferentibus ; abdominis segmentis singulis una serie transversa se- 
il* 



164 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

tarum obtectis ; femoribus posticis sat fortiter dilatatis , antice 
et postice setosis ; tibiis posticis modice dilatatis, paulo abbreviatis, 
impunctatis. — Long. 5,5 mm. 

Hab. : Sumbawa. 

Eine kleine schwarze , matte Art , mit glänzenden dunkel- 
braunen Beinen. Der Kopf ist zerstreut beborstet , die Stirn 
weitläufig und fein , der Clypeus runzlig punktiert. Letzterer 
ist nach vorn verjüngt, der erhabene Vorderrand ist ausgebuchtet. 
Die braunen Fühler sind zehngliedrig und ist der männliche Fächer 
ein wenig kürzer als der Stiel. Das Halsschild ist ziemlich weit- 
läufig mit Punkten besetzt , welche winzige Börstchen tragen. 
Der Vorderrand und die Seitenränder sind beborstet, letztere sind 
schwach gebogen , die Vorderecken sind vorgezogen , die stumpf- 
winkligen Hinterecken sind kurz abgerundet. Die Flügeldecken 
sind leicht gefurcht und in den Furchen reihig punktiert , die 
Zwischenräume sind unpimktiert. Vereinzelte Punkte tragen lange, 
helle, abstehende Borsten, während die übrigen Punkte unter der 
Lupe äußerst winzige Börstchen erkennen lassen. Das Pygidium 
ist mit ziemlich groben Punkten bedeckt , neben den Seiten be- 
borstet. Die Mitte der Brust ist sehr leicht längsgefurcht und 
neben der Furche Aveitläufig mit Borsten besetzt. Die Nabel- 
punkte auf den Hinterhüften stehen wenig dicht und sind neben 
den Seitenrändern der Hüften beborstet. Jedes Bauchsegment 
trägt eine Querreihe kräftiger Borsten. Die Hinterschenkel sind 
ziemlich stark verbreitert und hinter dem Vorderrande sowie vor 
dem Hinterrande mit einer Borstenreihe versehen. Die Hinter- 
schienen sind mäßig verbreitert, etwas verkürzt, auf der Fläche glatt. 

Autoserica discrepans n. sp. 

cf. A. Hauseri Brsk. similis et affinis. Nigro-picea , nitida. 
Capite dense punctato, clypeo parum rugoso, antrorsum angustato, 
margine antico sinuato, post marginem anticum setis raris obtecto ; 
antennis rufo-fiavis, 10-articulatis, flabello maris stipite breviore ; 
prothorace dense punctato, lateribus setosis, post medium levissime 
sinuatis, ante medium incurvatis, angulis anticis porrectis, angulis 
posticis obtusis, breviter rotundatis ; elytris leviter sulcatis, irre- 
gulariter punctatis ; pygidio mediocriter crebre punctis obtecto. 
Pectore medio longitudinaliter sulcato , juxta sulcum raris setis 
instructo ; coxis posticis umbilicato-punctatis, juxta latera setosis; 
abdominis segmentis singulis una serie transversa setarum, medio 
late interrupta, obtectis ; femoribus tibiisque posticis parum modo 
dilatatis, illis nitidis, post marginem anticum et postice setis raris 
instructis. — Long. 5,5 — 6 mm. 

Hab. : India oc. (Nagpore). 



Moser, Weitere neue Se7-ica-Arten. 165 

Die Art ist der -.1. Hauseri Brsk. sehr ähnlich und wurde 
von Brenske mit dieser verwechselt. Von den 4 typischen Exem- 
plaren der Brenskeschen Sammlung gehören 2 zu Hauseri und 2 
zu dieser Art. Da Brenske als Länge der Hausen 7,5 mm an- 
gibt, so habe ich diesen Namen der größeren Art, welche diese 
Länge aufweist, gelassen. Die hier beschriebene Art ist bedeutend 
kleiner. Der Hauptunterschied zwischen beiden Arten liegt in 
der Bildung des männlichen Fühlerfächers. Derselbe ist bei Hauseri 
mindestens so lang wie der Stiel und leicht gebogen, bei diserepans 
dagegen ist er bedeutend kürzer , kaum länger als die 6 vorher- 
gehenden Glieder des Stieles zusammen. Die Färbung ist dunkel 
schwarzbraun, glänzend. Der Kopf ist dicht punktiert, der Clypeus 
ist schwach, aber doch etwas stärker als bei Hauseri, gerunzelt. 
Er ist nach vorn verjüngt, der Vorderrand ist deutlich ausgebuchtet, 
hinter dem Vorderrande stehen einige Borsten. Das Halsschild 
ist ähnlich gestaltet wie bei Hauseri, doch sind die Seitenränder 
hinten, wenn auch nur ganz schwach, ausgebuchtet. Die Vorder- 
ecken sind vorgezogen, die Hinterecken sind stumpfwinklig, kurz 
undeutlich abgerundet. Auf den Flügeldecken treten , im Gegen- 
satz zu Hauseri, die Zwischenräume nicht als schmale glatte Streifen 
hervor. Das Pygidium ist mit einer mäßig dichten Punktierung 
versehen. Die Mitte der Brust ist leicht längsgefurcht und zeigt 
beiderseits der Furche einige Borsten. Die Hinterhüften sind mit 
Nabelpunkten und neben den Seiten mit Borsten besetzt. Die 
Bauchsegmente zeigen nur an den Seiten Borstenpunkte. Die 
Hinterschenkel sind nur sehr wenig verbreitert und glänzend. Sie 
tragen einige Borsten hinter dem Vorderrande und vor dem Hinter- 
rande, außerdem vereinzelte unbeborstete Punkte. Auch die Hinter- 
schienen sind nur wenig verbreitert, ebenso wie bei Hauseri, von 
der in der Beschreibung die Hinterschienen fälschlich als stark 
verbreitert bezeichnet werden. Auf der Fläche zeigen die Hinter- 
schienen einige flache Punkte. 

Alltoserica curtipes n. sp. 
cf . Ex affinitate A. siünatrensis Brsk. Fusca , nitida. Ca- 
pite, fronte remote sat subtiliter punctata, clypeo fortius et paulo 
densius punctato, medio subconvexo, antrorsum parum angustato, 
margine antico elevato , levissime sinuato ; antennis rufo - flavis, 
10-articulatis , flabello maris stipite parum breviore ; prothorace 
mediocriter crebre punctato, lateribus setosis, post medium rectis, 
antice incurvatis, angulis anticis acutis, porrectis, angulis posticis 
obtusis , breviter rotundatis ; elytris punctato-striatis , interstitiis 
paulo convexis, remote punctatis ; pygidio mediocriter dense punctis 
obtecto , ante apiceni setoso. Subtus pectoris medio late longi- 



][ß6 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

tudinaliter sulcato et utrinque parce setoso ; coxis posticis sat 
remote umbilicato-punctatis , punctis juxta coxarum latera setas 
ferentibus ; abdomine seriatim transversim setoso ; femoribus posti- 
cis sat fortiter dilatatis , post marginem anticum et ante mar- 
ginem posticum una serie setarum instructis ; tibiis posticis latis 
et abbreviatis. — Long. 7,5 mm. 

Hab. : Sumbawa. 

Die Art gehört in die Verwandtschaft der A. sumafi'evsis Brsk., 
ist aber größer , dunkler gefärbt und durch andere Bildung der 
Hinterbeine unterschieden. Sie ist dunkelrotbraun, glänzend. Die 
Stirn ist ziemlich weitläufig , der Clypeus enger und kräftiger 
punktiert. Letzterer hat in der Mitte eine leichte Erhabenheit, 
ist nach vorn schwach verjüngt , sein erhabener Vorderrand ist 
kaum merklich ausgebuchtet. Die rotgelben Fühler sind zehn- 
gliedrig , der Fächer ist beim cf ein wenig kürzer als der Stiel. 
Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert, die beborsteten Seiten- 
ränder sind in der hinteren Hälfte gerade , vorn leicht einwärts 
gekrümmt, die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgezogen, die 
stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet. Der Vorder- 
rand ist in der Mitte nicht oder doch nur äußerst wenig vor- 
gezogen. Die Flügeldecken tragen Punktreihen, die Zwischenräume 
zwischen denselben sind schwach gewölbt und sehr weitläufig 
punktiert. Das Pygidium trägt eine mäßig dichte Punktierung 
und vor dem Hinterrande einige Borsten. Die Mitte der Brust 
zeigt eine breite Längsfurche und jederseits derselben einige ab- 
stehende Borsten. Die Hinterhüften sind ziemlich weitläufig mit 
Nabelpunkten bedeckt , neben den Seitenrändern beborstet. Das 
Abdomen trägt Querreihen langer aber verhältnismäßig schwacher 
Borsten. Die ziemlich stark verbreiterten Hinterschenkel zeigen 
hinter dem Vorderrande und vor dem Hinterrande eine Borsten- 
reihe. Die Hinterschienen sind kräftig verbreitert und verkürzt, 
in der Basalhälfte mit einigen Punkten auf der Fläche versehen. 

M ici'oserica m u l ti m a culnt a Brsk. = Auto s er ic a. 

Bei der Beschreibung dieser Art (Berl. Ent. Zeit. 1899, 
p. 165) hat sich Brenske im Geschlecht geirrt. Das Exemplar 
in der Brenskeschen Sammlung ist ein cf und gehört die Art, 
da der männliche Fühlerfächer dreiblättrig ist, in die Gattung 
Autoserica. Mir liegt auch ein cf der Art von Borneo (Sara- 
wak) vor. 

Neoserica sexfoliata n. sp. 

cf. Fusca, opaca, sericea. Capite sparsim setoso, fronte sat 
remote punctata , clypeo rugoso, antrorsum angustato , margine 
antico elevato, haud sinuato ; antennis brunneis, 10-articulatis, 



Moser, Weitere neue Serica-Avten. 167 

fiabello maris 6-avticulato, longitudine stipiti fere aequali ; pro- 
thorace mediocriter crebre punctato , lateribus margineque antico 
setosis , illis postice levissime sinuatis , antice parum modo in- 
curvatis , angulis anticis acutis , porrectis , angulis posticis fere 
rectangulis ; elytris leviter sulcatis , sulcis punctatis , punctis 
niinutissime setosis , interstitiis impunctatis ; pygidio sat remote 
piinctato, ante apicem setoso. Subtus pectoris medio parce setoso, 
haud sulcato ; coxis posticis umbilicato-punctatis , juxta latera 
fortiter setosis ; abdomine seriatini transversim setoso ; femoribus 
posticis opacis, sat fortiter dilatatis , antice et postice una serie 
setarum instructis , margine postico in parte apicali sinuato ; 
tibiis posticis sat latis et abbreviatis. — Long. 7,5 mm. 

Hab. : Ceylon (Wadduwa). J. Z. Kannegieter leg. 

Die Art ist an der Fühlerbildung des cf leicht zu erkennen. 
Sie ist rotbraun, matt mit schwachem Seidenschimmer. Der Kopf 
ist mit vereinzelten Borsten besetzt, die Stirn ist ziemlich weit- 
läufig punktiert , der Clypeus zeigt eine runzlige Punktierung. 
Nach vorn ist der Clypeus verjüngt, der erhabene Vorderrand ist 
nicht ausgebuchtet. Die braunen Fühler sind zehngliedrig , der 
Fächer ist beim cf sechsgliedrig und ein wenig kürzer als der 
Stiel. Das Halsschild trägt eine mäßig dichte Punktierung , der 
Vorderrand und die Seitenränder sind beborstet. Letztere sind 
im hinteren Teile kaum merklich ausgebuchtet , vorn nur wenig 
einwärts gekrümmt. Die spitzwinkligen Vorderecken sind stark 
vorgezogen, die Hinterecken sind fast rechtwinklig. Die Flügel- 
decken tragen in den Furchen unregelmäßige Punktreihen , die 
Zwischenräume sind fast punktfrei. Die Punkte zeigen unter der 
Lupe winzige Börstchen , während vereinzelte Punkte ein wenig 
größere Börstchen erkennen lassen. Die Mitte der Brust ist 
weitläufig beborstet , ohne Längsfurche. Die Hinterhüften sind 
mit Nabelpunkten bedeckt, an den Seiten kräftig beborstet. Die 
einzelnen Bauchsegmente sind mit einer Qiierreihe von Borsten- 
punkten versehen. Die Hinterschenkel sind matt, ziemlich stark 
verbreitert , hinter dem Vorderrande und vor dem Hinterrande 
steht je eine Reihe Borsten. Außerdem befinden sich noch einige 
Borsten dicht am Vorderrande. Der Hinterrand ist in der End- 
hälfte ausgebuchtet. Die Hinterschienen sind ziemlich l)reit und 
verkürzt. 

Neosei'ica ma dura na n. sp. 

cf ■ Opaca, supra fusca, subtus brunnea. Capite parce setoso, 
fronte subtiliter punctata, clypeo medio paulo convexo , rugoso- 
punctato, antrorsum parum angustato, marginibus elevatis, margine 
antico sub.sinuato ; antennis rufo-flavis , 10-articulatis , flabello 
maris 4 - articulato , stipite breviore , stipitis articulo ultimo 



168 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

spinoso ; prothorace mediocriter dense subtiliter punctato, punctis 
minutissime setosis, niargine antico lateribusque flavo-ciliatis, illo 
medio paulo producto , lateribus post medium levissime sinuatis, 
antice incurvatis, angulis anticis acutis porrectis, angulis posticis 
obtusis, breviter rotundatis ; elytris leviter sulcatis, sulcds punc- 
tatis , interstitiis fere impunctatis ; pygidio sat crebre punctato. 
Pectore medio linea impressa longitudinali et utrinque setis raris 
instructo ; coxis posticis subrugosis, umbilicato-punctatis , juxta 
latera setosis ; abdomine seriatim transversim setoso ; femoribus 
tibiisque posticis parum modo dilatatis , illis opacis , antice et 
postice una serie setarum instructis. ■ — Long. 7 mm. 

Hab. : India (Madura). 

Matt, oben dunkelrotbraun, unten hellbraun. Der Kopf ist 
zerstreut beborstet , die Stirn mit feinen Punkten bedeckt. Der 
runzlig punktierte Clypeus ist in der Mitte leicht gewölbt , nach 
vorn nur wenig verschmälert, der erhabene Vorderrand ist kaum 
merklich ausgebuchtet. Die rotgelben Fühler sind zehngliedrig, ' 
der männliche Fächer ist viergliedrig und kürzer als der Stiel, 
das letzte Glied des Stieles ist innen gedornt. Das Halsschild 
ist mit feinen , äußerst winzig beborsteten Punkten mäßig dicht 
bedeckt , der in der Mitte leicht vorgezogene Vorderrand , sowie 
die Seitenränder sind mit Borsten besetzt. Die Seitenränder sind 
hinter der Mitte sehr leicht ausgebuchtet , vorn nach innen ge- 
krümmt. Die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgezogen , die 
stumpfwinkligen Hinterecken ganz kurz abgerundet. Die Flügel- 
decken sind in den Streifen mit unregelmäßigen Punktreihen be- 
setzt, die schwach gewölbten Zwischenräume sind fast unpunktiert. 
Das Pygidium ist ziemlich dicht mit Punkten besetzt. Die 
Mitte der Brust trägt eine eingerissene Längslinie und zerstreut 
stehende Borsten. Die Hinterhüften sind schwach gerunzelt, mit 
Nabelpunkten bedeckt und seitlich beborstet. Das Abdomen ist 
mit Querreihen von Borstenpunkten versehen. Die Hinterschenkel 
und Hinterschienen sind nur wenig verbreitert. Erstere sind 
matt und tragen vorn und hinten je eine Borstenreihe. Die 
Hinterschienen sind ein wenig verkürzt und auf der Fläche fein 
und weitläufig punktiert. 

N eo s er i c a d iv er sip e n n is n. sp . 
cf . ^V. unicolori Nonfr. similis et affinis. Fusca, opaca, paulo 
sericea. Capite parce setoso, fronte sat remote punctata, clypeo 
paulo densius et fortius punctato, medio parum convexo, antror- 
sum angustato, margine antico leviter sinuato ; antennis brunneis 
10-articulatis, flabello maris 4-articulato , stipiti longitudine fere 
aequali; prothorace sat crebre subtiliter punctato, lateribus setosis. 



Moser, Weitere neue Serica-Arten. 169 

leviter curvatis , angulis anticis porrectis , breviter rotundatis, 
angulis posticis late rotuudatis ; elytris leviter sulcatis , sulcis 
irregulariter seriatim punctatis, interstitiis parce punctatis, punctis 
Omnibus niinutissime setosis ; pygidio sat remote punctato. Subtus 
pectoris medio sulcato , juxta sulcum una serie setarum obtecto ; 
coxis posticis umbilicato-punctatis , punctis setas minutas , juxta 
coxarum latera setas validas ferentibus ; abdominis segmentis 
seriatim transversim setosis ; femoribus posticis valde dilatatis, 
nitidis, tibiis posticis latis et fortiter a1)breviatis. — Long. 8 mm. 

Hab. : Malacca (Perak). Doherty leg. 

Die Art ist der N. unicolor Nonfr. von Sumatra sehr ähnlicli 
und wurde wahrscheinlich von Brenske mit dieser verwechselt. 
Sie ist jedoch von dieser durch die Skulptur der Flügeldecken 
unterschieden. Färbung und Gestalt sind genau wie bei unicolor. 
Der Kopf ist zerstreut beborstet , die Stirn ziemlich weitläufig, 
der Clypeus etwas dichter und gröber punktiert und in der Mitte 
leicht gewölbt. Nach vorn ist der Clypeus verjüngt, der Vorder- 
rand ist schwach ausgebuchtet. Die braunen Fühler sind zehn- 
gliedrig , der viergliedrige Fächer des cf ist annähernd so lang 
wie der Stiel. Das Halsschild ist ähnlich gestaltet und skulptiert 
wie bei unicolor, die Vorderecken sind jedoch bei dem vorliegenden 
Exemplar weniger spitz, die Hinterecken sind stärker abgerundet. 
Die Flügeldecken zeigen bei unicolor regelmäßige Punktreihen und 
nur sehr schwach gewölbte Zwischenräume. Bei diversipennis da- 
gegen sind deutliche , mit unregelmäßigen Punktreihen versehene 
Längsfurchen erkennbar , wodurch die weitläufig punktierten 
Zwischenräume als schwache Rippen hervortreten. Das Pygidium 
ist ziemlich zerstreut punktiert. Die Mitte der Brust zeigt eine 
flache Längsfurche und beiderseits derselben eine Reihe kräftiger 
Borsten. Die tlinterhüften sind mäßig dicht mit Nabelpankten 
bedeckt und neben den Seitenrändern beborstet. Die Borsten der 
Punktreihen auf den Bauchsegmenten sind kräftig. Die glänzenden 
Hinterschenkel sind wie bei unicolor nach dem Ende zu sehr stark 
verbreitert und zeigen nur vereinzelte Borsten. Die Hinterschienen 
sind breiter und kürzer als bei unicolor. 

Neoserica mak Hin gic a n. sp. 
cT. N. uncinatae Brsk, similis. Opaca , supra nigro-fusca. 
subtus rufo-brunnea. Capite , fronte subtiliter punctata , juxta 
oculos raris setis instructa , clypeo subrugoso-punctato , medio 
leviter convexo , antrorsum angustato , margine antico elevato, 
haud sinuato ; antennis rufis, 10-articulatis, flabello maris 4-arti- 
culato, stipiti longitudine aequali ; prothorace subtiliter punctato, 
lateribus setosis, curvatis, angulis anticis acutis, porrectis, angulis 



170 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

posticis rotundatis, margine antico medio producto ; elytris seria- 
tim punctatis , interstitiis perpanim modo convexis , parce punc- 
tatis, punctis niinutissime setosis ; pygidio sat sparsim pnnctato, 
ante apicem setoso. Subtus pectoris medio longitiidinaliter sul- 
cato et utrinque una serie setarum obtecto ; coxis posticis um- 
bilicato-punctatis , punctis setas minutas , juxta coxarum latera 
setas validas ferentibus ; abdomine parce pnnctato et seriatim 
transversim setoso ; femoribus posticis opacis , modice dilatatis, 
ante niarginem posticum setis raris instructis ; tibiis posticis 
paulo dilatatis et abbreviatis. — Long. 10 mm. 

Hab. : Luzon (Mt. Makiling). 

Die Art , von der ich einen cf von Herrn Professor C. F. 
Baker in Los Banos erhielt , ist der X. uncinata Brsk. sehr ähn- 
lich, unterscheidet sich aber durch das Fehlen des starken Bornes 
am Hinterrande der Hinterschenkel. Die Art ist genau wie un- 
cinata gefärbt, sehr dick tomentiert. Die Stirn ist fein punktiert 
und mit einigen Borsten neben den Augen besetzt. Der Clypeus 
zeigt eine leicht runzlige Punktierung , ist in der Mitte schwach 
gewölbt und nach vorn verjüngt. Der erhabene Vorderrand läßt 
kaum die Spur einer Ausbuchtung erkennen. Die rotbraunen 
Fühler sind zehngliedrig , der viergliedrige Fächer des cf ist so 
lang wie der Stiel , das erste Fächerglied ist ein wenig kürzer 
als die übrigen. Auf dem Halsschild ist infolge der dichten 
Tomentbekleidung eine Punktierung kaum sichtbar. Die Seiten des 
Halsschildes sind beborstet , leicht gekrümmt , die Vorderecken 
sind vorgestreckt , die Hinterecken sind breit abgerundet , die 
Mitte des Vorderrandes ist deutlich vorgezogen. Die Flügeldecken 
tragen Punktreihen, die Zwischenräume zwischen diesen sind flach 
und weitläufig mit winzig beborsteten Punkten besetzt. Das 
Pygidium ist wenig dicht punktiert, vor dem Hinterrande beborstet. 
Die Mitte der Brust zeigt eine Längsfurche und jederseits der- 
selben eine Borstenreihe. Die Nabelpunkte der Hinterhüften tragen 
feine Börstchen, neben den Seitenrändern kräftige Borsten. Das 
Abdomen ist weitläufig punktiert , die einzelnen Bauchsegmente 
tragen eine Querreihe von Borsten. Die Hinterschenkel sind matt, 
mäßig verbreitert, vor dem Hinterrande mit einigen Borsten be- 
setzt. Die Hinterschienen sind etwas verbreitert und verkürzt, 
auf der Fläche fast unpunktiert. 

Neoserica luzonica n. sp. 
cf. X. setiventris Mos. similis. Fusca , opaca. Capite sat 
remote subtiliter punctato, raris setis obtecto, clypeo antrorsum 
angustato, medio paulo convexo, marginibus elevatis, margine an- 
tico leviter sinuato: antennis brunneis 10-articulatis, flabello maris 



Moser, Weitere neue Serica- Arten. 171 

4-articulato , stipite paulo longiore ; prothorace sat crebre punc- 
tato , punctis setas minutas ferentibus , lateribus setosis , leviter 
curvatis , angiilis anticis porrectis , angulis posticis rotundatis, 
margine antico parum producto ; elytris levtssime sulcatis, sulcis 
irregulariter seriatim punctatis , interstitiis fere impimctatis ; 
pygidio sat remote punctato, ante apicem setoso. Pectore medio 
longitudinaliter sulcato, juxta sulcum iina serie setarum instracto; 
coxis posticis subrugosis, umbilicato-punctatis, juxta latera fortiter 
setosis ; abdomine seriatim transversim setoso ; femoribiis posticis 
subopacis , niodice dilatatis , ante marginem posticum setis raris 
instructis ; tibiis posticis perparum modo dilatatis , paulo ab- 
breviatis. — Long. 7,5 — 8 mm. 

Hab. : Luzon (Mt. Banahao). 

Die Art ist in Färbung und Gestalt der N. setiuenfris Mos. 
ähnlich, von der sie sich aber schon dadurch unterscheidet , daß 
jedes Bauchsegment nur eine Borstenreihe trägt. Der Kopf ist 
ziemlich weitläufig mit schwachen Punkten besetzt und trägt ver- 
einzelte Borsten. Der Clypeus ist in der Mitte leicht gewölbt, 
nach vorn verjüngt, die Ränder sind erhaben, der Vorderrand ist 
schwach ausgebuchtet. Die braunen Fühler sind zehngliedrig, 
der viergliedrige Fächer des cf ist etwas länger als der Stiel. 
Das Halsschild ist ziemlich dicht mit feinen Punkten bedeckt, 
die unter der Lupe , ebenso wie die Punkte der Flügeldecken, 
winzige Börstchen erkennen lassen. Die Seitenränder des Hals- 
schildes sind kräftig beborstet und leicht gebogen , die Vorder- 
ecken sind vorgestreckt , die Hinterecken sind abgerundet , der 
Vorderrand ist in der Mitte schwach vorgezogen. Die Flügel- 
decken sind ganz leicht längsgefurcht und in den Streifen mit 
unregelmäßigen Punktreihen besetzt , während die Zwischenräume 
fast punktfrei sind. Das Pygidium ist ziemlich weitläufig punktiert 
und vor dem Hinterrande beborstet. Die Mitte der Brust trägt 
eine Längsfurche und beiderseits derselben eine Reihe abstehender 
Borsten. Die Hinterhüften sind leicht gerunzelt, die Nabelpunkte 
sind neben den Seitenrändern der Hüften mit kräftigen Borsten 
besetzt. Die Hinterschenkel sind dünn tomentiert und mäßig 
verbreitert. Am Ende und vor dem Hinterrande befinden sich 
einige Borsten. Die Hinterschienen sind auf der Fläche mit 
flachen Punkten versehen , sehr wenig verbreitert und etwas 
verkürzt. 

Von Herrn Professor C. F. Baker in Los Banos erhalten. 

N eoser ica miniatula n. sp. 
cf. Opaca, supra rufa, subtus brunnea. Fronte subtilissime 
punctata , clypeo subrugoso-punctato , margine antico elevato. 



172 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

leviter sinuato ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris 
4-articulato , stipite paulo longiore, flabello feminae 3-articulato, 
stipite breviore ; prothorace subtilissime punctato, margine antico 
lateribusque setosis, illo inedio paulo producto, lateribus curvatis, 
angulis anticis porrectis, angulis posticis late rotundatis ; elytris 
leviter .sulcatis, sulcis irregulariter seriatim punctatis, interstitiis 
fere inipunctatis ; pygidio mediocriter crebre punctato, juxta latera 
setis raris obtecto. Subtus pectoris inedio longitudinaliter sulcato 
et utrinque uua serie setarum instructo ; coxi.s posticis subrugosis, 
umbilicato-punctatis , juxta latera setas ferentibus ; abdomine 
seriatim transversim setoso ; femoribus posticis opacis, sat fortiter 
dilatatis , ante marginem posticum setis raris obtectis ; tibiis 
posticis paulo dilatatis et abbreviatis. — Long. 8 mm. 

Hab.: Pegu (an Calcutta ?). Von Staudinger und Bang-Haas 
erhalten. 

Oben rot , sehr stark tomentiert , unten braun. Auf Kopf 
und Halsschild ist infolge der dichten Tomentbekleidung eine 
Punktierung kaum zu erkennen. Der Clypeus ist etwas runzlig 
punktiert , seine Mitte ist ganz schwach gewölbt , der erhabene 
Vorderrand ist leicht ausgebuchtet. Die gelbbraunen Fühler sind 
zehngliedrig, der Fächer des cf ist viergliedrig und ein wenig 
länger, der des $ dreigliedrig und kürzer als der Stiel. Der 
Vorderrand und die Seitenränder des Halsschildes sind beborstet. 
Der Vorderrand ist in der Mitte etwas vorgezogen , die Seiten- 
ränder sind gebogen, die Vorderecken sind vorgestreckt, die 
Hinterecken sind breit abgerundet. Die Flügeldecken sind in den 
Streifen mit unregelmäßigen Punktreihen versehen , die schwach 
gewölbten Zwischenräume sind fast punktfrei. Das Pygidium 
trägt eine mäßig dichte Punktierung und neben den Seitenrändern 
einzelne Borsten. Die Mitte der Brust zeigt eine flache Längs- 
furche und beiderseits derselben eine Borstenreihe. Die Hinter- 
hüften sind schwach gerunzelt, ziemlich dicht mit Nabelpunkten 
bedeckt und neben den Seiten beborstet. Die einzelnen Bauch- 
segmente tragen je eine Querreihe von Borstenpunkten. Die 
Hinterschenkel sind matt, ziemlich stark verbreitert und vor dem 
Hinterrande mit einer Reihe weitläufig gestellter Borsten besetzt. 
Die Hinterschienen sind nur sehr wenig verbreitert und verkürzt, 
auf der Fläche fast unpunktiert. 

Die Art muß der mir unbekannten i\^. satum Brsk. sehr nahe 
stehen , doch paßt die Beschreibung derselben nicht genau auf 
diese Art. Die vorliegenden Exemplare stammen aus der v. Waagen- 
schen Sammlung , welche viel Material von Pegu und Calcutta 
enthielt. Wahrscheinlich ist einer der beiden Fundorte durch 
die Firma Staudinger und Bang-Haas verwechselt. Der Fundort 



Moser, Weitere neue Serica- Arten. 173 

Pegu ist wegen der in Burma vorkommenden ähnliclien Arten 
wahrscheinlicher. 

Neoserica s qucnmili g er a n. sp. 

cf . Opaca, supra fusca, subtus brunnea. Capite, fronte sub- 
tiliter punctata, juxta oculos raris setis instructa , clypeo sub- 
rugoso-punctato , medio convexo , antrorsum angustato margine 
antico elevato , subsinuato ; antennis brunneis 10 - articulatis, 
flabello maris 4-articulato , stipite parum longiore ; prothorace 
mediocriter crebre subtiliter punctato , punctis setas minimas 
ferentibus, lateribus setosis, leviter curvatis, angulis anticis pro- 
ductis , angulis posticis obtusis , breviter rotundatis ; elytris le- 
vissime sulcatis , sulcis irregulariter seriatim punctatis punctis 
minutissime setosis , interstitiis fere impunctatis , alternis una 
Serie longitudinali sqamarum obtectis, sqnamis albis, valde remote 
positis ; pygidio subtiliter punctato, ante apicem setoso. Subtus 
pectoris medio leviter sulcato et utrinque parce setoso ; coxis 
posticis subrugosis , umbilicato-punctatis , juxta latera setosis ; 
abdominis segmentis singulis una serie transversa setarum obtectis ; 
femoribus posticis opacis, modice dilatatis, setis raris instructis, 
margine postico ciliato ; tibiis posticis haud dilatatis. — Long. 
7 mm. 

Hab. : Mindanao (Dapitan). 

Die Art ist durch die Schuppenreihen auf den Flügeldecken 
ausgezeichnet. Sie ist oben dunkelrotbraun , unten hellbraun. 
Die Stirn ist schwach punktiert und neben den Augen mit ein- 
zelnen Borsten versehen. Der Clypeus zeigt eine etwas runzlige 
Punktierung. Er ist mit einigen Borsten besetzt , in der Mitte 
schwach gewölbt , nach vorn verjüngt. Sein Vorderrand ist er- 
haben und schwach ausgebuchtet. Die braunen Fühler sind zehn- 
gliedrig, der Fächer des cf ist viergliedrig und kaum länger als 
der Stiel. Das Halsschild ist mäßig dicht mit winzig beborsteten 
Punkten bedeckt, die leicht gebogenen Seitenränder tragen einige 
kräftige Borsten , die Vorderecken sind vorgezogen , die Hinter- 
ecken sind stumpfwinklig und kurz abgerundet. Die Flügeldecken 
sind in den Streifen mit unregelmäßigen Punktreihen besetzt und 
lassen die Punkte winzige Börstchen erkennen. Die Zwischen- 
räume sind nur sehr wenig gewölbt und fast punktfrei , doch 
zeigen die abwechselnden Zwischenräume je eine Längsreihe weit- 
läufig gestellter weißer Schüppchen. Das Pygidium ist ziemlich 
schwach punktiert und vor dem Ende beborstet. Die Mitte der 
Brust trägt eine leichte Längsfurche und beiderseits derselben 
eine Borstenreihe. Die Hinterhüften sind schwach gerunzelt, 
neben den Rändern sind die Nabelpunkte beborstet. Die einzelnen 
Bauchsegmente sind mit einer Querreihe von Borstenpunkten be- 



]^74 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

setzt. Die Hinterschenkel sind matt und nur wenig verbreitert, 
am Ende und vor dem Hinterrande stehen vereinzelte Borsten, 
der Hinterrand ist gelb bewimpert. Die Hinterschienen sind nicht 
verbreitert, auf der Fläche fast unpunktiert. 

Von Herrn Professor C. F. Baker in Los Banos erhalten. 

N e s e ri ca flav oruf a n. sp. 

cf. Ex affinitate N. rufohrunneae Nonfr. Castanea , nitida, 
coxarum posticarum pectorisque lateribus opacis. Capite parce 
punctato , juxta oculos raris setis instructo , clypeo medio paulo 
convexo, antrorsum angustato, marginibus elevatis, margine antico 
sinuato ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, fiabello maris 4-arti- 
culato , stipiti longitudine aequali ; prothorace mediocriter dense 
punctato, margine antico medio produeto, lateribus setosis, leviter 
curvatis, angulis anticis porrectis, angulis posticis sat breviter 
rotundatis; elytris leviter sulcatis, sulcis irregulariter seriatim punc- 
tatis, interstitiis fere laevibus ; pygidio sparsim punctato, ante api- 
cera setoso. Subtus metasterni medio convexo, longitudinaliter sul- 
cato, juxta sulcum setis raris obtecto ; coxis posticis umbilicato- 
punctatis , punctis minutissime setosis , juxta coxarum latera et 
ante marginem posticum una serie setarum validarum instructis ; 
abdomine seriatim transversim setoso ; femoribus posticis sat 
fortiter dilatatis, postice raris setis obtectis, margine postico flavo- 
ciliato ; tibiis posticis modice dilatatis et abbreviatis, laevibus. — 
Long. 8,ö mm. 

Hab. : Borneo (Mahakam). 

Die Art gehört in die Verwandtschaft der N. rufohrunnea 
Nonfr. von Sumatra und unterscheidet sich von dieser und den 
verwandten Arten durch die fast unpunktierten Zwischenräume 
auf den Flügeldecken Sie ist gelbbraun , glänzend , die Seiten 
der Brust und der Hinterhüften sind matt. Der Kopf ist weit- 
läufig mit schwachen Punkten bedeckt , neben den Augen stehen 
einige Borsten. Der Clypeus ist in der Mitte leicht gewölbt, 
nach vorn verschmälert, seine Ränder sind erhaben , der Vorder- 
rand ist flach ausgebuchtet. Die Fühler sind zehngliedrig , der 
viergliedrige Fächer des cf ist so lang wie der Stiel. Das Hals- 
schild ist mäßig dicht punktiert, der Vorderrand ist in der Mitte 
vorgezogen, die Seitenränder sind leicht gebogen, die Vorderecken 
sind vorgestreckt, die Hinterecken sind ziemlich kurz abgerundet. 
Die Flügeldecken sind schwach gefurcht und in den Furchen mit 
unregelmäßigen Punktreihen besetzt. Die Zwischenräume tragen 
nur vereinzelte Punkte und treten namentlich nach den Seiten 
der Flügeldecken zu als flache glatte Rippen hervor. Das Pygi- 
dium ist weitläufig punktiert, vor dem Hinterrande beborstet. Die 



Moser, Weitere neue <Ser/ca-Arten. 175 

Brust ist in der Mitte gewölbt, längsgefurcht und beiderseits der 
Furche mit einer Reihe abstehender langer Borsten bekleidet. Die 
Hinterhüften sind mit Nabelpunkten bedeckt, die winzig beborstet 
sind. Neben den Seitenrändern und vor dem Hinterrande befindet 
sich eine Reihe kräftiger Borsten. Das Abdomen ist mit Quer- 
reihen beborsteter Punkte besetzt. Die Hinterschenkel sind ziem- 
lich stark verbreitert. Sie tragen hinter dem Vorderrande eine 
Reihe von Punkten und vor dem Hinterrande eine Reihe weit- 
läufig gestellter Borsten , während der Hinterrand selbst fein 
gelblich bewimpert ist. Die Hinterschienen sind etwas verbreitert 
und verkürzt, auf der Fläche glatt. 

Deroserica n. gen. 

Generi Neoserieae Brsk. affinis sed differt prothoracis angulis 
anticis haud porrectis. 

A genere Pachyserica Brsk. differt : prothorace elytrisque haud 
squamosis , femoribus tibiisque posticis dilatatis, antennarum fla- 
bello in mare 4-articulato. 

A gen. Gastroserica Brsk. diifert : prothoracis angulis posticis 
breviter rotundatis. 

A gen. AnomalophjUa Rtt. diifert : clypeo antrorsum angu- 
stato, lateribus haud curvatis. 

Es ist mir nicht möglich, die beiden nachstehend beschriebe- 
nen Arten in einer der bisher aufgestellten Gattungen unterzu- 
bringen und sehe ich mich daher gezwungen , auf diesen eine 
neue Gattung zu errichten. Dieselbe steht der Gattung Neoserka 
Brsk. sehr nahe, unterscheidet sich aber von diesen dadurch, daß 
die Vorderecken des Halsschildes nicht vorgezogen sind. Die 
übrigen Gattungen , bei denen das Halsschild gleichfalls keine 
vortretenden Vorderecken hat, unterscheiden sich folgendermaßen : 
Bei Pachyserica Brsk. ist die Oberseite beschuppt, die Hinterbeine 
sind schlank , der männliche Fühlerfächer ist dreigliedrig. Die 
Gattung Gastroserica Brsk. hat spitz hervortretende Hinterecken 
des Halsschildes, Anomalophylla Rtt. hat einen runden, vorn bogen- 
förmig ausgerandeten Clypeus und einen sehr langen männlichen 
Fühlerfächer. Die Gattung Calloserica Brsk. ist mir unbekannt 
und soll durch eine charakteristische Bildung der Oberlippe aus- 
gezeichnet sein. 

Die beiden vorliegenden Arten der Gattung Deroserica haben 
äußerlich eine große Ähnlichkeit mit den Arten der Gattung 
Homaloplia Steph., doch sind bei dieser die Vorderecken des Hals- 
schildes vorgezogen und die Hinterschenkel und Hinterschienen 
nicht verbreitert. Auch haben die Arten dieser Gattung neun- 
gliedrige .Fühler mit dreigliedrigem Fächer. 



176 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Deroserica pul ehr a n. sp. 

Opaca , supra sparsim flavo-setosa , capite , prothorace scu- 
telloque nigro-viridibus , elytris pygidioque rufis , corpore infra 
fusco. Capite, fronte sat crebre punctata, punetis inaequalibus, 
punctis majoribus setosis , clypeo dense rugoso-punetato , parce 
setoso, antrorsum paulo angustato, margine antico haud sinuato ; 
antennis 10 articulatis, stipite rufo, flabello nigrescente, in utro- 
que sexii 4 - articulato , flabello maris stipite parum longiore, 
flabello feminae stipite multo breviore ; prothorace transverso, 
mediocriter crebre punctato , raris setis instructo , marginibus 
longe setosis , margine antico medio haud producto , lateribus 
curvatis, angulis anticis et posticis obtusis , breviter rotundatis ; 
elytris parce setosis, seriatim punctatis, interstitiis convexis, fere 
impunctatis ; pygidio maris opaco, feminae nitido , remote punc- 
tato, juxta latera setoso. Subtus pectoris medio longitudinaliter 
leviter sulcato et utrinque flavido-piloso ; coxis posticis umbilicato- 
punctatis, punctis minutissime setosis, juxta coxarum latera longe 
piloso-setosis ; abdominis segmentis singulis una serie transversa 
setarum obtectis ; femoribus posticis nitidis, modice dilatatis, post 
marginem anticum et ante marginem posticum setas ferentibus ; 
tibiis posticis paulo dilatatis et parum abbreviatis. — Long. 
6 mm. 

Hai). : India (Madras). 

Die Art hat Ähnlichkeit mit liomaloplia rurkola Fab. Sie ist 
matt, auf der Oberseite weitläufig mit langen gelblichen Borsten 
besetzt, Kopf, Halsschild und Schildchen sind schwarzgrün , zu- 
weilen mit schwach bräunlichem Schimmer, die Flügeldecken und 
das Pygidium sind rot, die Unterseite ist schmutzig braun. Die 
Stirn ist ziemlich dicht mit Punkten von ungleicher Stärke be- 
setzt , von denen die gröberen beborstet sind. Der Clypeus ist 
dicht runzlig punktiert , zerstreut beborstet , nach vorn etwas 
verjüngt, der Vorderrand ist nicht ausgebuchtet. Die Unterlippe 
ist vorn abgeplattet. Die Fühler sind zehngliedrig, der Stiel ist 
rotbraun , der Fächer schwärzlich. Letzterer ist in beiden Ge- 
schlechtern viergliedrig , beim cf ein wenig länger als der Stiel, 
beim $ so lang wie die 5 vorhergehenden Glieder des Stieles 
zusammen. Das Halsschild ist an der Basis nicht ganz doppelt 
so breit wie lang. Der Vorderrand und die Seitenränder sind 
lang abstehend beborstet und ist auch die mäßig dicht punktierte 
Oberfläche namentlich in der vorderen Hälfte mit abstehenden 
Bor.sten besetzt. Der Vorderrand ist in der Mitte nicht vor- 
gezogen, die Seitenränder sind ziemlich stark gebogen, die Vorder- 
ecken und die Hinterecken sind stumpfwinklig und kurz ab- 
gerundet. Hinter den Vorderecken befinden sich einige sehr 



Moser, Weitere neue Serica-Avten. 177 

kräftige Borstenpunkte. Die Flügeldecken tragen Punktreihen, 
die Zwischenräume sind fast uupunktiert. Nach den Seiten der 
Flügeldecken zu werden die Zwisclienräume schmäler und sind 
stärker gewölbt als neben der Naht. Die Seitenränder sind be- 
wimpert und auch auf der Oberfläche befinden sich einige lange 
Borsten, namentlich an der hinteren Nahthälfte. Das Pygidium 
ist beim vorliegenden cf matt, beim $ glänzend, weitläufig punk- 
tiert und neben den Seiten beborstet. Die Brust ist zwischen 
den Mittelhüften breit, leicht längsgefurcht und abstehend behaart. 
Die Hinterhüften sind lang und tragen winzig beborstete Nabel- 
punkte. Neben den Seitenrändern der Hinterhüften stehen zw^ar 
lange aber haarförmige Borsten. Etwas hinter der Mitte liegen 
3 — 4 Borstenpunkte dicht nebeneinander. Die einzelnen Bauch- 
segmente sind mit einer Querreihe kräftiger Borsten besetzt. Die 
Hinterschenkel sind mäßig verbreitert und glänzend. Hinter dem 
Vorderrande und vor dem Hinterrande befindet sich je eine Reihe 
feiner langer Borsten. Die Hinterschienen sind etwas verbreitert 
und nur wenig verkürzt. Die Vorderschienen sind zweizähnig, 
die Tarsen sind schlank , die Krallen sind an der Spitze ge- 
spalten. 

Deroserica compvessicrus n. sp. 
cf . Nigra , opaca , pedibus nitidis , piceis. Capite setoso, 
fronte sat fortiter punctata , longitudinaliter subcarinata , carina 
impunctata, clypeo dense subrugoso-punctato, antrorsum angustato, 
margine antico elevato, haud sinuato ; antennis fulvis 10-articu- 
latis , flabello maris 4-articulato , parvo , stipite multo breviore ; 
prothorace mediocriter crebre punctato, punctis minutissime setosis, 
vitta media longitudinali impunctata , disco setis raris longis, 
praecipue post marginem anticum instructo, margine antico lateri- 
busque longe flavo-ciliatis , lateribus curvatis , angulis anticis 
obtusis, angulis posticis breviter rotundatis ; elytris leviter sul- 
catis, sulcis seriatim punctatis, punctis setas minutas ferentibus, 
raris setis majoribus intermixtis, interstitiis sparsissime punctatis ; 
pygidio mediocriter dense punctis obtecto , punctis minutissime 
setosis. Subtus pectoris medio longitudinaliter sulcato et utrin- 
que longe setoso , pectoris lateribus coxisque posticis umbilicato- 
punetatis, juxta latera piloso-setosis ; abdominis segmentis singulis 
una Serie transversa setarum obtectis ; femoribus posticis sat 
fortiter dilatatis , nitidis , post marginem anticum et ante mar- 
ginem posticum setis longis instructis ; tibiis posticis dilatatis 
et abbreviatis. — Long. 7 mm. 
Hab. : India (Madura). 

Die Art, von der nur ein cf vorliegt, ist in der Gestalt der 
D. pulchra ähnlich . jedoch ein wenig größer und ganz schwarz 

Stettiner Entomologische Zeitung'. Heft I. 12 



j^78 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. lyl5. 

gefärbt , hell beborstet. Der Kopf ist ziemlich dicht mit ab- 
stehenden Borsten besetzt. Die Stirn ist weitläufig mit kräftigen 
Punkten versehen, in der Mitte mit einem glatten flachen Längs- 
kiel. Der Clypeus ist dicht und etw:is runzlig punktiert , in der 
Mitte gewölbt, nach vorn verjüngt , der erhabene Vorderrand ist 
nicht ausgebuchtet. Die Unterlippe ist vorn deutlich abgeplattet. 
Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, der Fächer ist beim d' 
viergliedrig und nur so lang wie die 5 vorhergehenden Glieder 
des Stieles zusammen. Das Halsschild ist mäßig dicht mit winzig 
beborsteten Punkten besetzt , eine mittlere schmale Längsl)inde 
ist unpunktiert. Der Vorderrand und die Seitenränder sind lang 
abstehend bewimpert. Einige lange haarförmige Borsten befinden 
sich auch auf dem Discus des Halsschildes , namentlich hinter 
dem Vorderrande. Die Seitenränder des Halsschildes sind ge- 
bogen , die Vorder- und Hinterecken sind stumpfwinklig , die 
letzteren sind kurz abgerundet. Die Flügeldecken sind in den 
Streifen reihig punktiert , die Punkte tragen kleine helle Börst- 
chen. Vereinzelt finden sich auch, namentlich am hinteren Teile 
der Naht , längere Borsten. Die Zwischenräume sind nur sehr 
weitläufig punktiert und viel weniger gewöll)t wie bei pulchra. 
Das Pygidium trägt eine mäßig dichte , winzig beborstete Punk- 
tierung. Die Mitte der Brust ist neben der Längsfurche lang 
und fein beborstet , die Seiten der Brust und die Hinterhüften 
sind mit Nabelpunkten bedeckt. Neben den Seitenrändern der 
Brust und Hinterhüften stehen lange haarförmige Borsten. Jedes 
Bauchsegment zeigt eine Querreihe von Borsten. Die Hinter- 
schenkel sind glänzend und ziemlich stark verbreitert. Sie tragen 
am Vorder- und vor dem Hinterrande je eine Reihe langer Borsten. 
Die Hinterschienen sind ziemlich breit und verkürzt, auf der Fläche 
fast glatt. 

M i er s er i c a gl oh ul o s a n. sp. 
M. cjlohulae ßrsk. similis, minor. Opaca, supra nigra, sul)tus 
picea. Capite , fronte opaca , viridi-nigra , subtiliter punctata, 
clypeo parce setoso, subrugoso-punctato , medio leviter convexo, 
antrorsum angustato , margine antico elevato , sinuato ; antennis 
brunneis 10-articulatis, flabello maris 7-articulato , stipite parum 
longiore, .stipitis articulo tertio elongato, flabello feminae 3-arti- 
culato , stipite paulo breviore, stipitis articulo septimo spinoso ; 
prothorace mediocriter dense punctato , lateribus leviter curvatis, 
angulis anticis porrectis, angulis posticis obtusis, breviter rotun- 
datis ; elytris seriatim punctatis , interstitiis parum convexis, 
fere impunctatis ; pygidio mediocriter crebre punctis obtecto, ante 
apicem setoso. Pectore medio leviter sulcato et parce setoso ; 
(Oxis posticis umbilicato-punctatis, punctis setas minutas , juxta 



Moser, Weitere neue Sei-ica-Arien. 179 

coxai'um latera setas validas ferentibus ; abdominis sesmentis 
singulis una serie transversa setarum obtectis ; femoribus posticis 
opacis , sat fortiter dilatatis , parce punctatis , ante marginem 
posticum setis raris instruetis ; tibiis posticis paulo dilatatis et 
abbreviatis. — Long. 4 mm. 

Hab. : Rubi Miues, 

Die Art ist der M. globula Brsk. vom gleichen Fundort 
ähnlich , jedoch bedeutend kleiner und durch die Fühlerbildung 
unterschieden. Sie ist matt, oben schwarz, Kopf und Halsschild 
sind mehr oder weniger schwarzgrün, die Unterseite ist schwarz- 
braun. Die Stirn ist fein, der Clypeus schwach runzlig punktiert. 
Die Mitte des Clypeus ist leicht gewölbt und trägt einige helle 
Borsten. Nach vorn ist der Clypeus verjüngt , der Vorderrand 
ist deutlich ausgebuchtet. Die zehngliedrigen Fühler sind gelb- 
braun, der Fächer ist etwas dunkler als der Stiel. Beim cf ist 
der Fächer siebengliedrig und ein wenig länger wie der Stiel, 
das dritte Glied des Stieles ist stark verlängert. Bei ? ist der 
Fächer dreigliedrig und etwas kürzer als der Stiel. Das dritte 
Glied des Stieles ist etwas verlängert, das siebente innen gedornt. 
Das Halsschild ist mit einer feinen und mäßig dichten Punk- 
tierung besetzt und zeigen die Punkte ebenso wie die der Flügel- 
decken unter der Lupe äußerst winzige Börstchen. Die Vorderecken 
des Halsschildes sind vorgezogen , die Hinterecken sind stumpf- 
winklig und ganz kurz abgerundet. Die Flügeldecken sind in 
den Streifen punktiert , die schwach gewölbten Zwischenräume 
sind punktfrei oder doch nur sehr weitläufig mit Punkten besetzt. 
Das Pygidium ist mäßig dicht punktiert und vor der Spitze be- 
borstet. Die Mitte der Brust ist leicht längsgefurcht und weit- 
läufig mit Borsten besetzt. Die Nabelpunkte der Hinterhüften 
sind winzig beborstet, neben den Seitenrändern der Hüften stehen 
kräftige Borsten. Auf den Bauchsegmenten sind die Borsten 
der Reihen gleichfalls kräftig, wenn auch teilweise nur kurz. Die 
Hinterschenkel sind ziemlich stark verbreitert , in der Mitte am 
breitesten. Sie sind weitläufig mit Punkten bedeckt und vor dem 
Hinterrande mit einigen Borsten versehen. Die Hinterschienen 
sind ein wenig verbreitert und verkürzt. 

Microserica lugens n. sp. 

cf . M. glohulosae similis. Opaca, supra nigra , subtus picea. 
Capite sat subtiliter punctato, clypeo levissime rugoso, basi opaco, 
antrorsum paulo angustato, margine antico subsinuato ; antennis 
10-articulatis, rufo-flavis, flabello obscuriore, flabello niaris 4-arti- 
culato, stipiti longitudine aequali ; prothorace mediocriter crebre 
punctato, medio ante basin leviter sulcato, lateribus margineque 
antico setosis, illis postice fere rectis, antice incurvatis , angulis 

12* 



130 Stettiner Entomologische Zeitung. 7ö. 1915. 

anticis porrectis, angulis posticis obtusis ; elytris leviter sulcatis, 
sulcis punctatis,punctis minutissime setosis,interstitiis impunctatis ; 
pygidio sat remote punctato , juxta latera setoso. Metasterni 
medio linea longitudinali impressa et utrinque una serie setarum 
instructo ; coxis posticis umbilicato-punetatis, juxta latera setosis ; 
abdomine seriatim transversim setoso ; femoribus posticis dilatatis, 
postice setis raris obtectis ; tibiis posticis latis et abbreviatis. — 
Long. 4,5 mm. 

Hab. : Borneo (Kina Balu). 

Die Art ist der vorhergehend beschriebenen M. globulosa sehr 
ähnlich , unterscheidet sich aber schon durch den viergliedrigen 
männlichen Fühlerfächer. Sie ist matt , oben schwarz , unten 
schwarzbraun. Der Kopf ist ziemlich weitläufig punktiert , auf 
dem sehr schwach gerunzelten dunkelgrünen Clypeus sind die 
Punkte etwas kräftiger als auf der Stirn. In der leicht gewölbten 
Mitte trägt der Clypeus einige kräftige Punkte , die Avohl bei 
dem vorliegenden Exemplar ursprünglich beborstet waren. Die 
Basis des Clypeus ist matt. Nach vorn ist der Clypeus etwas 
verschmälert , die Ränder sind erhaben , der Vorderrand ist nur 
sehr schwach ausgebuchtet. Die Fühler sind zehngliedrig , der 
Stiel ist gelbbraun, der Fächer dunkler. Beim cf ist der Fächer 
viergliedrig und so lang Avie der Stiel. Das Halsschild ist mäßig 
dicht mit Punkten besetzt, die ebenso wie die Punkte der Flügel- 
decken winzig beborstet sind. Wo die Tomentbekleidung ab- 
gerieben ist , schimmert das Halsschild grün oder kupfrig. Der 
Vorderrand und die Seitenränder tragen einige Borsten. Letztere 
sind hinten fast gerade, vorn einwärts gebogen, die Vorderecken 
sind vorgezogen, die Hinterecken stumpfwinklig. Die Flügeldecken 
sind in den Streifen punktiert, die schwach gewölbten Zwischen- 
räume sind unpunktiert. Das Pygidium ist mäßig dicht mit 
Punkten besetzt, neben den Seiten mit einigen Borsten versehen. 
Die Mitte der Brust zeigt eine eingerissene Längslinie und beider- 
seits derselben eine Borstenreihe. Die Hinterhüften tragen Nabel- 
punkte und an den Seiten kräftige Borsten. Die einzelnen Bauch- 
segmente sind mit einer Querreihe von Borsten versehen. Die 
Hinterschenkel sind matt, nicht sehr stark verbreitert, vor dem 
Hinterrande mit einigen Borsten besetzt. Die Hinterschienen sind 
ziemlich breit und verkürzt. 

Wie aus der Bildung des Forceps hervorgeht , ist diese Art 
keine schwarze Varietät einer der bisher von Borneo beschriebenen 
kleinen Mkroserka-kvi&Ti . 

M i c r s er i c a l a t ef e m o r a t a n. sp. 

cf . Opaca , supra nigra , capite prothoraceque viridi-nigris, 
subtus picea. Capite , fronte subtiliter punctata , punctis minu- 



Moser, Weitere neue Serica-Arten. lÖl 

tissime setosis, clypeo basi opaco , parce setoso , punctis minutis 
inajoribusque obtecto , antrorsum angustato , marginibus elevatis, 
margine antico subsinuato ; anteiinis rufo-flavis , 10-articulatis, 
flabello maris 4-articulato , longitudine stipiti fere aequali ; pro- 
thorace mediocriter crebre punctis obtecto, punctis setas mininias 
ferentibus, margine antico lateribusque setosis , angulis anticis 
productis, angulis posticis fere rectangulis ; elytris levissime sul- 
catis, sulcis irregulariter punctatis , punctis brevissime setosis, 
interstitiis angustis impunctatis ; pygidio sat laxe punctato, 
ante apicem setoso. Pectore medio leviter sulcato et utrinque 
una Serie setarum obtecto ; coxis posticis umbilicato-punctatis, 
juxta latera setis instructis ; abdomine seriatim transversim 
setoso ; femoribus posticis subopacis , valde dilatatis , postice 
setis raris obtectis; tibiis posticis haud dilatatis, abbreviatis. — 
Long. 7 mm. 

Hab. : Borneo (Sarawak). 

Eine gleichfalls oberseits dunkel gefärbte Art , aber größer 
als J7. Iwjens und durch die sehr stark verbreiterten Hinterschenkel 
ausgezeichnet. Auch sie ist keine dunkle Varietät einer der bis- 
her von Borneo beschriebenen Arten. Kopf und Halsschild sind 
schwarzgrün , die Flügeldecken und das Pygidium sind schwarz, 
die Unterseite ist schwarzbraun , stellenweise grün schimmernd. 
Die Stirn ist fein punktiert, die Punkte sind winzig beborstet. 
Der Clypeus ist sehr schwach gerunzelt und trägt äußerst kleine 
und größere , etwas flache Punkte. Die Basis des Clypeus ist 
matt, in der Mitte stehen einige Borsten, der erhabene Vorder- 
rand ist kaum merklich ausgebuchtet. Die gelbbraunen Fühler 
sind zehngliedrig , der viergliedrige Fächer des cf ist fast so 
lang wie der Stiel. Das Halsschild ist mit einer mäßig dichten, 
feinen und winzig beborsteten Punktierung bedeckt. Der Vorder- 
rand und die Seitenränder tragen einige Borsten, die Vorderecken 
sind vorgezogen , die Hinterecken sind fast rechtwinklig. Die 
Flügeldecken sind in den Furchen mit unregelmäßig stehenden, 
sehr kurz beborsteten Punkten besetzt, die Zwischenräume zeigen 
einen schmalen unpunktierten Streifen. Das Pygidium ist ziem- 
lich weitläufig punktiert , vor der Spitze beborstet. Die Mitte 
der Brust ist leicht längsgefurcht und beiderseits der Furche mit 
einer Reihe Borsten versehen. Die Hinterhüften tragen Nabel- 
punkte und neben den Seitenrändern kräftige Borsten. Jedes 
Bauchsegment zeigt eine Querreihe beborsteter Punkte. Die 
Hinterschenkel sind sehr l>reit und verhältnismäßig kurz , vor 
dem Hinterrande stehen einige Borsten. Die verkürzten Hinter- 
schienen sind kaum ein wenig verbreitert. 



182 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

M i c rose v i r a kur s eo n g an a n. sp. 

cf . M. darjeeliiii/iae Brsk. similis. Subopaca, opalescens, fronte 
prothoraceque nigro-olivaceis, elytris nigris, singulis macula magna 
basali apicalique indistincta flavis , subtus nigro-fusca , pedibus 
fuscis. Fronte sat remote punctata, post sutiiram setosa, clypeo 
fortiter punctato, antice setis raris obtecto, antrorsum haud angu- 
stato, marginibus elevatis, margine antico sinuato ; antennis tlavis, 
flabello, basi excepta , nigro-fusco , maris 5-articulato , elongato, 
curvato ; protliorace mediocriter dense punctato , lateribus mar- 
gineque antico setosis, illis postice fere rectis , antice curvatis, 
angulis anticis porrectis , parum acutis , angulis posticis fere 
rectangulis ; elytris punctato-striatis, interstitiis parum convexis, 
laxe punctatis ; pygidio mediocriter crebre, sat fortiter punctato; 
abdominis segmentis singulis una serie transversa setarum in- 
structis ; femoribus posticis paulo dilatatis, antice et postice setis 
raris obtectis; tibiis posticis modice dilatatis, parum abbreviatis. — 
Long. 3,5 mm. 

Hab. : Kurseong. 

Die Art, von der nur ein männliches Exemplar vorliegt, ist 
der M. darjeelingia Brsk. in Färbung und Gestalt sehr ähnlich 
und wird wahrscheinlich auch in der Zeichnung der Flügeldecken 
ebenso variieren wie diese Art. Der d' bat gleichfalls einen 
fünfgliedrigen Fühlerfächer, doch ist derselbe bedeutend länger als 
bei darjeelingia und leicht gebogen. 

Die Art ist wenig matt , opalisierend , Stirn und Halsschild 
sind schwarzgrün , die Flügeldecken sind bei dem vorliegenden 
Exemplar schwarz mit großem , gelbem Basalmakel und einem 
undeutlichen gelben Fleck vor dem Hinterrande. Die Unterseite 
ist schwarzbraun, die beiden vorderen Beinpaare sind heller braun. 
Die Stirn ist ziemlich weitläufig punktiert und hinter der Naht 
mit einer Borstenreihe besetzt. Der schwarze, sehr leicht kupfrig 
schimmernde Clypeus trägt kräftige Punkte und hinter dem 
Vorderrande einige Borsten. Er ist nach vorn nicht verjüngt, 
die Ränder sind aufgebogen , der Vorderrand ist deutlich aus- 
gebuchtet. Die zehngliedrigen Fühler sind gelb, der Fächer ist, 
mit Ausnahme seiner Basis , angedunkelt. Das Halsschild ist 
mäßig dicht punktiert, der Vorderrand und die Seitenränder sind 
beborstet. Letztere sind hinten fast gerade, die Vorderecken sind 
vorgezogen aber nur wenig spitzwinklig , die Hinterecken sind 
fast rechtwinklig. Die Flügeldecken tragen regelmäßige Punkt- 
reihen , die Zwischenräume zwischen denselben sind nur sehr 
Avenig gewölbt und weitläufig punktiert. Das Pygidium ist mit 
ziemlich kräftigen Punkten bedeckt. Jedes Bauchsegment trägt 
eine Querreihe von Borstenpunkten. Die Hinterschenkel sind 



Moser, Weitere neue 6Vr/crt- Arten. X83 

etwas verbreitert und sowohl hinter dem Vorderrande wie vor 
dem Hinterrande mit einer Borstenreihe besetzt. Die hinteren 
Borsten sind zwar nicht sehr kräftig aber ziemlich lang. Die 
Hinterschienen sind mäßig verbreitert und etwas verkürzt. 

Die Art ist auch der M. simlana Brsk. sehr ähnlich , doch 
hat bei dieser der cf einen viergliedrigen Fühlerfächer. 

Microserica cribriceps n. sp. 

Sericea , opalescens, capite , prothorace scutelloque viridi- 
fuscis, elytris pygidioque rufis, corpore infra viridi-fusco, pedibus 
fuscis. Capite, fronte sat remote punctata, juxta oculos raris 
setis instructa , clypeo paulo convexo , parum cupreo - micante, 
crebre subrugoso-punctato, antrorsum modice angustato , margine 
antico sinuato ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris 
4-articulato, stipite parum longiore, flabello feminae 3-articulato, 
stipite breviore ; prothorace mediocriter dense punctato, lateribus 
setosis , postice fere rectis , angulis anticis porrectis , angulis 
posticis fere rectangulis ; elytris leviter sulcatis , sulcis seriatim 
punctatis , interstitiis impunctatis an sparsim punctis obtectis ; 
pygidio sat crebre punctato. Subtus pectoris medio parce setoso ; 
coxis posticis umbilicato-punctatis , punctis minutissime setosis, 
juxta coxarum latera setas validas ferentibus ; abdominis segmentis 
singulis una serie transversa setarum, medio plus minusve inter- 
rupta, obtectis , segmento penultimo maris medio ante marginem 
posticum dense breviter setoso ; femoribus posticis nitidis, modice 
dilatatis , parce punctatis , ante marginem posticum raris setis 
instructis, margine postico flavo-ciliato ; tibiis posticis sat fortiter 
dilatatis et abbreviatis. — Long. 6 mm. 

Hab. : Sikkim. 

Wenig matt , seidenglänzend , was wohl mehr oder weniger 
auf Abreibung der dünnen Tomentbekleidung beruht. Das Hals- 
schild schimmert grün und bräunlich, die Flügeldecken und das 
Pygidium sind rotbraun, die Unterseite ist grün, teilweise braun, 
die Beine sind braun. Die Stirn ist grün , ziemlich weitläufig 
punktiert und neben den Augen mit einigen Borsten besetzt. Der 
Clypeus schimmert kupfrig, ist in der Mitte leicht gewölbt, dicht 
und schwach runzlig punktiert. Nach vorn ist der Clypeus etwas 
verjüngt, der Vorderrand ist deutlich ausgebuchtet. Die Fühler 
sind rotgelb , der Fächer ist beim cf viergliedrig und ein wenig 
länger als der Stiel, beim $ ist er dreigliedrig und etwas länger 
als die 6 vorhergehenden Glieder des Stieles zusammen. Das 
Halsschild trägt eine mäßig dichte Punktierung, die beborsteten 
Seitenränder sind hinten fast gerade , die Vorderecken sind vor- 
gezogen, die Hinterecken sind nahezu rechtwinklig. Die Flügel- 



184 Stettiner Entomologische Zeitvmg. 76. 1915. 

decken sind flach gefurcht und in den Furchen reihig punktiert, 
die Zwischenräume tragen eine weitläufige Punktierung oder sind 
punktfrei. Das Pygidium ist ziemlich dicht mit Punkten bedeckt. 
Die Mitte der Brust ist weitläufig beborstet, die Nabelpunkte der 
Hiiiterhüften tragen winzige Börstchen , neben den Seitenrändern 
der Hüften kräftige Borsten. Die einzelnen Bauchsegmente zeigen 
zwar eine Querreihe von Borsten, doch ist dieselbe in der Mitte 
mehr oder weniger breit unterbrochen. Beim cf trägt das vor- 
letzte Bauchsegment in der Mitte am Hinterrande eine kurze 
Reihe sehr dicht stehender kurzer Borsten. Die Hinterschenkel 
sind mäßig verbreitert, weitläufig punktiert und vor dem Hinter- 
rande mit einigen Borsten besetzt. Die Hinterschienen sind ziem- 
lich breit und etwas verkürzt. 

Mi c roserica qii i » q u ef o l i a t a n. sp. 

M. reconditae Brsk. similis et affinis. Opaca, paulo opalescens, 
capite viridi , clypeo interdum rufo , prothorace viridi an plus 
minusve rufo , elytris flavis , sutura marginibusque nigro-fusci.s, 
pygidio nigro an rufo-flavo , corpore infra viridi-fusco. Capite, 
fronte subtiliter punctata, post suturam serie transversa setarum 
instructa , clypeo , basi anguste opaca , haud crebre punctato, 
punctis inaequalibus , majoribus setas ferentibus, margine antico 
leviter sinuato ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris 
5-articulato , stipiti longitudine fere aequali, flabello feminae 
3-articulato , stipite distinete breviore ; prothorace mediocriter 
crebre punctato , punctis minutissime setosis , lateribus ciliatis, 
post medium levissirae sinuatis, angulis anticis acutis , porrectis, 
angulis posticis rectangulis ; elytris seriatim punctatis , punctis 
setas miniraas ferentibus , interstitiis paulo convexis , fere im- 
punctatis ; pygidio haud dense punctato , ante apicem setoso. 
Subtus pectoris medio longitudinaliter sulcato et utrinque una 
Serie setarum instructo ; coxis posticis umbilicato-punctatis, juxta 
latera setosis ; abdomine seriatim transversim setoso ; femoribus 
posticis modice dilatatis, ante marginem posticum setis raris in- 
structis ; ti1)iis posticis paulo dilatatis et abbreviatis. — Long. 
4 mm. 

Hab. : Sumatra (Pangeralam). J. Z. Kannegieter leg. 

Die Art ist der M. recondita Brsk., bei der der männliche 
Fühlerfächer gleichfalls fünfgliedrig ist, sehr ähnlich, doch zeigen 
bei dieser die Flügeldecken breite Furchen und schmale erhabene 
Flippen. M. riridana Brsk. unterscheidet sich durch das auffallend 
verlängerte und verdickte dritte Fühlerglied. Die Färbung der 
vorliegenden Art ist sehr verschieden. Gewöhnlich sind Kopf 
und Halsschild grün, die Flügeldecken gelbbraun mit schwarzer 



Moser, Weitere neue Serica-Avten. 185 

Naht und schwarzbraunen Rändern, wobei die dunkle Seitenrand- 
binde in der INlitte mehr oder weniger erweitert ist. Das Pygidium 
ist schwarz oder rot, die Unterseite teils dunkelgrün, teils dunkel- 
braun. Zuweilen ist der Clypeus rot und das Halsschild mehr 
oder weniger rotgelb gefärbt. Auf den Flügeldecken kann die 
schwarze Färbung sich weiter ausdehnen und liegt mir auch ein 
Exemplar mit ganz schwarzen Flügeldecken vor. Die Stirn ist 
fein punktiert mit einer Borstenreihe hinter der Naht. Der Clypeus 
zeigt bei reinen Stücken einen schmalen matten Hinterrand. Er 
trägt feinere und gröbere Punkte und sind die letzteren beborstet. 
Nach vorn ist der Clypeus verjüngt, der erhabene Vorderrand ist 
schwach ausgebuchtet. Der männliche Fühlerfächer ist fünf- 
gliedrig und fast so lang wie der Stiel, der weibliche Fächer ist 
dreigliedrig und kaum so lang wie die 6 vorhergehenden Glieder 
des Stieles zusammen. Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert 
und tragen die Punkte ebenso wie die Flügeldecken winzige 
Börstchen. Die beborsteten Seitenränder sind hinter der Mitte 
ganz schwach ausgebuchtet , die Vorderecken sind spitzwinklig 
und vorgezogen , die Hinterecken sind rechtwinklig. Die Flügel- 
decken zeigen Punktreihen, die fast unpunktierten Zwischenräume 
sind im Gegensatz zu recondita nur schwach gewölbt. Das Pygi- 
dium ist mäßig dicht mit Punkten bedeckt und vor der Spitze 
beborstet. Die Mitte der Brust zeigt eine Längsfurche und beider- 
seits derselben eine Borstenreihe Die Hinterhüften sind mit 
Nabelpunkten bedeckt, an den Seiten beborstet. Jedes Bauch- 
segmente trägt eine Querreihe von Borstenpunkten. Die Hinter- 
schenkel sind mäßig verbreitert und vor dem Hinterrande mit 
einigen Borsten besetzt. Die Hinterschienen sind ein wenig ver- 
breitert und verkürzt, auf der Fläche glatt. 

Mi croseric a r uf o Int e a n. sp. 
cf. Rufo-lutea, opaca, pedibus nitidis. Capite, fronte parce 
subtiliter punctata, opaca, angulis anticis nitidis, clypeo leviter 
rugoso, setis raris obtecto, anti'orsum paulo angustato , margini- 
bus elevatis , margine antico subsinuato ; antennis rufo - flavis, 
flabello stipite paulo obscuriore, flabello maris 4-articulato, stipite 
longiore ; prothorace mediocriter dense punctato, lateribus setosis, 
leviter curvatis, angulis anticis porrectis, angulis posticis obtusis, 
breviter rotundatis, margine antico medio parum producto ; elytris 
seriatim punctatis, interstitiis parum modo convexis, parce punc- 
tatis , elytrorum lateribus setosis ; pygidio sat remote punctato. 
Subtus pectoris medio linea longitudinali impressa et utrinque 
una Serie setarum obtecto , coxis posticis umbilicato-punctatis, 
punctis juxta coxarum latera setis instructis ; abdomine seriatim 



186 Stettiner Entoraologische Zeitung. 76. 1915. 

transversim setoso , setis sat remote positis ; femoribus posticis 
paulo dilatatis , ante maiginem posticum setas raras ferentibus ; 
tibiis posticis angustis. — Long. 6 mm. 

Hab. : Philippinen (Paete). 

Die Art ist von rotgelber Färbung , stark tomentiert , die 
Beine sind glänzend. Die Stirn ist weitläufig und fein punktiert, 
matt, in den Vorderecken glänzend. Der Clypeus zeigt eine leichte 
Runzlung , ohne deutliche Punkte. Er läßt in der Mitte eine 
leichte Erhabenheit erkennen und trägt einige Borsten. Die 
Ränder sind erhaben , der Vorderrand ist schwach ausgebuchtet. 
Die rotgelben Fühler sind zehngliedrig, der etwas dunklere Fächer 
ist beim cf viergliedrig, ein wenig länger als der Stiel und leicht 
gebogen. Das Halsschild ist mit einer mäßig dichten Punktierung 
versehen , der Vorderrand ist in der Mitte schwach vorgezogen, 
die Seitenränder sind beborstet, die Vorderecken sind vorgestreckt, 
die stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet. Die Flügel- 
decken tragen Punktreihen , die Zwischenräume sind nur sehr 
schwach gewölbt und zerstreut punktiert. Das Pygidium ist mit 
einer ziemlich weitläufigen Punktierung bedeckt. Die Mitte der 
Brust zeigt eine eingerissene Längslinie und beiderseits derselben 
eine Borstenreihe. Die Hinterhüften sind wenig dicht mit Nabel- 
punkten bedeckt und seitlich beborstet. Die einzelnen Bauch- 
segmente tragen eine Querreihe ziemlich weitläufig stehender 
Borsten. Die Hinterschenkel sind nur wenig verbreitert und am 
Ende sowie vor dem Hinterrande mit je 2 Borsten besetzt. Die 
Hinterschienen sind weder verbreitert noch verkürzt. 

Ich verdanke die vorliegende Art Herrn Professor C. F. Baker 
in Los Banos. 

H ij p s e r i c a s i l v i c ola n. sp. 

cf. H. delectae Brsk. simillima. Opaca , paulo opalescens, 
supra nigro-fusca , subtus brunnea , pedibus nitidis. Capite sat 
remote punetato , raris setis instructo , fronte in parte anteriore 
nitida, clypeo lato, medio bulboso, antrorsum angustato, margine 
antico leviter sinuato ; antennis rufo-flavis, 9-articulatis, flabello 
maris stipiti longitudine aequali ; prothorace mediocriter crebre 
punetato , seti.s raris obtecto , margine antico medio parum pro- 
ducto, lateribus setosis, leviter curvatis, angulis anticis porrectis, 
angulis posticis rotundatis ; elytris irregulariter seriatim punctatis, 
sparsissime setosis, singulis 4 — 5 costis planis impunctatis in- 
structis ; pygidio leviter rugoso , mediocriter dense punetato. 
Pectore medio longitudinaliter sulcato, laevi ; coxis posticis um- 
bilicato-punctatis, juxta latera et ante marginem posticum setosis ] 
abdomine parce punetato , setis rarissimis instructo ; femoribus 
posticis gracilibus, ad apieem versus angustatis, antice et postice 



Moser, Weitere neue Serica-Arten. 187 

setis raris obtectis ; tibiis posticis haud dilatatis. — Long. 
8 mm. 

Hab. : Madagascar (Amboliimitom])o forest , Tanola). F. 
Major leg. 

Die Art ist der H. delecta Brsk. sehr ähnlich. Sie ist dicht 
tomentiert , die Oberseite ist schwarzbraun , seitlich betrachtet 
etwas olivengrün schimmernd, die Unterseite ist braun. Der Kopf 
ist etwas weitläufiger punktiert wie bei delecta, die Stirn ist gleich- 
falls im vorderen Teile glänzend. Der Kopf trägt vereinzelte 
Borsten, der Clypeus ist breit, nach vorn verschmälert, der Vorder- 
rand ist leicht ausgebuchtet , die Mitte des Clypeus zeigt eine 
rundliche Erhabenheit. Das Halsschild trägt eine infolge der 
dichten Tomentbekleidung schwer erkenntliche mäßig dichte Punk- 
tierung und einige wenige Borsten. Die beborsteten Seitenränder 
sind etwas stärker gekrümmt als bei delecta, die Vorderecken sind 
vorgezogen , die Hinterecken sind abgerundet. Die Skulptur der 
Flügeldecken ist ähnlich wie bei delecta. Sie tragen unregelmäßige 
Punktreihen und läßt jede Flügeldecke 4 — 5 schmale unpunktievte 
Streifen erkennen. Vereinzelt finden sich auf den Flügeldecken 
neben den Längsstreifen kleine helle Borsten. Das Pygidium ist 
schwach gerunzelt und mäßig dicht punktiert. Die Mitte der 
Brust ist etwas schwächer gewölbt wie bei delecta. Sie zeigt eine 
Längsfurche und ist glatt und glänzend. Die Seiten der Brust 
und die Hinterhüften sind mit Nabelpunkten bedeckt und sind 
letztere neben den Seiten und vor dem Hinterrande mit einer 
Borstenreihe versehen. Das Abdomen ist weitläufig punktiert und 
trägt ganz vereinzelte Borsten. Die Hinterschenkel sind glänzend 
und schmal, noch schmäler wie bei delecta, und stehen hinter dem 
Vorderrande und vor dem Hinterrande einige Borsten. Auch die 
Hinterschienen sind ein wenig schmäler und länger als bei delecta. 

Hy p s e r i c a fene r i v e n s i s n. sp. 
cf . H. delectae Brsk. similis. Opaca, nigro-fusca, supra viridi- 
aeneo-micans, pedibus fuscis. Capite, vertice opaco, impunctato, 
fronte clypeocjue nitidis, viridi-cupreis, sat remote punctatis, setis 
raris instructis, clypeo medio paulo convexo, antrorsum angustato, 
margine antico leviter sinuato ; antennis rufo-flavis, flaliello maris 
stipiti longitudine aequali ; prothorace mediocriter crebre punc- 
tato, lateribus leviter curvatis, angulis anticis porrectis, angulis 
posticis rotundatis ; elytris irregulariter seriatim punctatis, punctis 
raris setis parvis distinctis instructis. singulis elytris 5-costatis 
costis planis impunctatis; pygidii punctis mediocriter dense positis, 
raris punctis setosis. Subtus pectoris medio longitudinaliter sul- 
cato et sparsim punctato , coxis posticis umbilicato- punctatis. 



IQQ Stettiner Entoraologische Zeitung. 76. 1915. 

jnxta latera una serie setarum instructis ; abdomine subtiliter 
punctato, juxta latera seriatim setoso ; femoribus tibiisque posticis 
haud dilatatis, illis ad apicem versus paulo angustatis, sparsissime 
punctatis, ante marginem posticum setis raris instructis. — Long. 
8 mm. 

Hab. : Madagascar (Fenerive). E. Perrot leg. 

Die Art ist der H. delecta Brsk. ähnlich , aber durch eine 
abweichende Halsschildform unterschieden. Sie ist schwarzbraun, 
matt, oben mit schwachem grünlichen Erzschimmer, die glänzenden 
Beine sind braun. Der Scheitel ist matt, unpunktiert, die Stirn 
und der Clypeus sind glänzend, grünkupfrig, sehr leicht gerunzelt, 
ziemlich weitläufig und unregelmäßig punktiert, vereinzelt beborstet. 
Der Clypeus ist breit, nach vorn verschmälert, in der Mitte schwach 
gewölbt, sein Vorderrand ist ein wenig ausgebuchtet. Die Fühler 
sind gelbbraun , der Fächer des cf ist so lang wie der Stiel. 
Das Halsschild ist viel weniger kurz als bei delecta, der Vorder- 
rand ist in der Mitte kaum schwach vorgezogen. Die Punktierung 
des Halsschildes ist mäßig dicht, die Punkte sind viel deutlicher 
als bei delecta. Die beborsteten Seitenränder sind leicht gebogen, 
die Vorderecken sind vorgestreckt , die Hinterecken sind zwar 
abgerundet , aber weniger breit als bei delecta. Die Flügeldecken 
tragen unregelmäßige Punktreihen und jede 5 unpunktierte Längs- 
streifen , die von regelmäßigen Punktreihen eingefaßt werden. 
Einzelne Punkte tragen deutliche helle Börstchen. Das Pygidium 
ist mäßig dicht mit Punkten besetzt und mit vereinzelten Borsten 
versehen. Die Brust ist in der Mitte glänzend , längsgefurcht 
und weitläufig punktiert. Die Seiten der Brust und die Hinter- 
hüften tragen Nabelpunkte und befindet sich auf den letzteren neben 
dem Seitenrande eine Borstenreihe. Die Bauchsegmente sind 
schwach punktiert und tragen die einzelnen Segmente seitlich 
eine kurze Querreihe von Borsten. Die Hinterschenkel und Hinter- 
schienen sind nicht verbreitert. Erstere sind an der Basis etwas 
schmäler als bei delecta , nach dem Ende zu verschmälert , weit- 
läufig punktiert und vor dem Hinterrande mit einigen Borsten 
besetzt. 

H 1/ p s e r i c a h r u n n e i p e s n. sp. 

cf . H. Blanchardi Brsk. similis. Opaca , supra nigra , opa- 
lescens, subtus brunnea, pedibus nitidis. Capite sat remote punc- 
tato, clypeo medio leviter convexo, antrorsum angustato, margine 
antico elevato, siibsinuato ; antennis brunneis, flal)ello maris sti- 
pite breviore ; prothorace mediocriter dense punctato , lateribus 
paulo curvatis, angulis anticis prominulis, angulis posticis rotun- 
datis, margine antico medio producto ; elytris seriatim punctatis, 
costis indistinctis, angustis, impunctatis ; pygidio mediocriter crebre 



Moser, Weitere neue Serlca-Arten. 189 

punctis obtecto. Pectore medio fere laevi , longitudinaliter siil- 
cato , pectoris lateribus coxisque posticis umbilicato-punctatis, 
punctis juxta coxarum latera setosis ; abdomine haud seriatim 
setoso ; femoribus tibiisque posticis paulo dilatatis, illis ad apiceni 
versus paulo angustatis. — Long, ü mm. 

Hab. : Madagascar (Fianarantsoa). 

Die Art ist in Färbung und Gestalt der H. Blanchardi Brsk. 
sehr ähnlich. Sie unterscheidet sich durch den kürzeren Fühler- 
fächer und die etwas breiteren Hinterschenkel und Hinterschienen. 
Die Oberseite ist schwarz, etwas opalisierend , die Unterseite ist 
braun, die Beine sind glänzend. Der Kopf ist ziemlich weitläufig- 
punktiert , die Punkte sind groß alter flach. Der Clypeus ist 
nach vorn stärker verjüngt wie bei Blanchardi, in der Mitte mit 
schwacher Erhabenheit , der Vorderrand ist ganz schwach aus- 
gebuchtet. Die Fühler sind braun, der Fächer des cf ist deutlich 
kürzer als der Stiel. Das Halsschild trägt eine mäßig dichte 
Punktierung , der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen , die 
Seitenränder sind leicht gekrümmt , die Vorderecken treten vor, 
die Hinterecken sind abgerundet. Die Flügeldecken tragen Punkt- 
reihen , schmale unpunktierte Rippen markieren sich undeutlich. 
Das Pygidium ist mäßig dicht punktiert. Die Mitte der Brust 
ist fast glatt und längsgefurcht , die Seiten der Brust und die 
Hinterhüften sind mit Nabelpunkten bedeckt, die Hinterhüften sind 
neben den Seitenrändern beborstet. Die Bauchsegmente tragen 
keine Borstenreihen , sondern nur einige Borsten an den Seiten. 
Die Hinterschenkel und Hinterschienen sind ein wenig verbreitert, 
erstere sind nach dem Ende zu etwas verschmälert. Von den 
drei Zähnen der Vorderschienen ist der oberste beim cf nur sehr 
schwach. 

Hy p s e r i c a s e ;■ ic e o m i c an s n. sp. 

Oblongo-ovata, rufo-fusca , capite prothoraceque parum ob- 
scurioribus , supra sericea , opalescens , subtus , pectoris medio 
pedibusque exceptis, opaca. Capite, fronte remote , clypeo paulo 
densius punctato , setis raris obtecto , clypeo medio parum con- 
vexo, antrorsum angustato, margine antico elevato, haud sinuato ; 
antennis rufo-flavis, fiabello maris stipite paulo longiore, flabello 
feminae stipiti longitudine subaequali ; prothorace mediocriter 
crebre punctato, lateribus setosis, leviter curvatis, angulis anticis 
porrectis, angulis posticis rotundatis, margine antico medio pro- 
ducto ; elytris leviter sulcatis, sulcis irregulariter seriatim punc- 
tatis , interstitiis fere impunctatis ; pygidio opaco , haud crebre 
punctato , raris setis instructo. Subtus pectoris medio longi- 
tudinaliter sulcato et utrinque una serie setarum obtecto ; coxis 
posticis sat remote umbilicato-punctatis, punctis juxta coxarum 



]^90 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

latera setosis ; abdomine mediocriter dense punctato ; femoribus 
posticis haud dilatatis, ad apicem versus angustatis , sparsissime 
punctatis et setis raris instructis ; tibiis posticis angustis. — 
Long. 10,5 mm. 

Hab. : Madagascar (Diego Suarez). 

Länglich oval, rotbraun, Kopf und Halsschild etwas dunkler, 
oben seidenartig schimmernd und etwas opalisierend , unten mit 
Ausnahme der Brustmitte und der Beine matt. Die Stirn ist weit- 
läufig pvmktiert und hinter der Naht mit einigen Borsten besetzt. 
Auf dem Clypeus stehen die Punkte etwas enger. Die Mitte des 
nach vorn verjüngten Clypeus zeigt eine schwache Erhalienheit, 
der Vorderrand ist kaum schwach ausgebuchtet, hinter dem Vorder- 
rande steht eine Querreihe von Borstenpunkten. Die Fühler sind 
rotgelb, der Fächer ist beim cf etwas länger, beim $ annähernd 
so lang wie der Stiel. Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert, 
die Seitenränder sind beborstet und leicht gebogen , die Vorder- 
ecken sind vorgestreckt , die Hinterecken sind abgerundet , der 
Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen. Die Flügeldecken sind 
in den Streifen mit unregelmäßigen Punktreihen besetzt. Nach 
den Seiten der Flügeldecken zu markieren sich die Zwischenräume 
als schmale fast unpunktierte Rippen. Das Pygidium trägt eine 
nicht besonders dichte Punktierung und vereinzelte Borsten. Die 
Mitte der Brust zeigt eine Längsfurche und beiderseits derselben 
eine Borstenreihe. Die Hinterhüften sind mit Nabelpunkten be- 
deckt und an den Seiten beborstet. Das Abdomen ist mit einer 
mäßig dichten Punktierung versehen ohne beborstete Querreihen. 
Die Hinterschenkel sind nicht verbreitert , nach dem Ende zu 
etwas verschmälert und sehr weitläufig mit flachen Punkten be- 
deckt, von denen einige Borsten tragen. Die Hinterschienen sind 
schmal und nicht verkürzt. Von den drei Zähnen der Vorder- 
schienen sind die beiden unteren kräftig, der oberste ist nur klein. 

Hy p s er i c a t r u n c at i p e n n is n. sp . 
H. castanipedi Brsk. similis. Castanea, nitida. Capite setis 
raris instructo , fronte sat remote punctis obtecta , clypeo crebre 
punctato, antrorsum angustato, marginibus elevatis, niargine antico 
late rotundato ; antennis brunneis , flabello maris stipiti longi- 
tudine subaequali, flabello feminae stipite distincte breviore ; pro- 
thorace sat dense subtiliter punctato, margine antico lateribusque 
ciliatis, illo medio leviter producto , lateribus curvatis , angulis 
anticis porrectis , angulis posticis, rotundatis ; elytris sat dense 
irregulariter punctatis , parce seriatim setosis , postice truncatis, 
ante apicem transversim subcarinatis ; pygidio mediocriter crebre 
subtiliter punctato , ante marginem posticum setoso. Subtus 



Moser, Weitere neue Seriea- Arten. 191 

pectoris medio leviter sulcato et parce setoso, pectoris lateribus 
coxisque posticis umbilicato-punctatis , juxta latera setas ferenti- 
bus ; femoribus posticis paulo dilatatis , in parte apicali parum 
angustatis, antice et postice una serie setarum instructis ; til)iis 
posticis ad apicem versus paulo dilatatis. — Long. 8 — 9 mm. 

Hab. : Madagascar (Antongil Bai). 

Die Art ist der H. castanipes Brsk. sehr ähnlich und unter- 
scheidet sich von ihr dadurch, daß die Flügeldecken hinten gerade 
abgestutzt sind. Der Kopf ist vereinzelt beborstet, die Stirn ist 
mäßig dicht, der Clypeus ziemlich eng punktiert. Nach vorn ist 
der Clypeus verschmälert, der erhabene Vorderrand ist flach ge- 
rundet. Die Fühler sind braun , der Fächer ist beim cf nur 
wenig, beim $ dagegen deutlich kürzer als der Stiel. Das Hals- 
schild ist fein und ziemlich dicht punktiert. Am Vorderrande 
und auf den Seitenrändern stehen feine Borstenhaare und auch 
auf dem Discus sind solche vereinzelt bemerkbar. Die Basis des 
Halsschildes ist gerandet, der Vorderrand ist in der Mitte leicht 
vorgezogen , die Vorderecken sind vorgestreckt , die Hinterecken 
sind breit abgerundet. Die Flügeldecken sind ziemlich dicht, 
unregelmäßig punktiert und tragen Längsreihen weitläufig gestellter 
feiner Borsten. Schmale Rippen sind nur äußerst schwach an- 
gedeutet. Vor dem abgestutzten Hinterrande der Flügeldecken 
ist ein schwacher Querkiel bemerkbar. Das Pygidium ist mäßig- 
dicht mit feinen Punkten bedeckt und vor dem Hinterrande be- 
borstet. Die Mitte der Brust trägt eine leichte Längsfurche und 
einige Borsten , die Seiten der Brust und die Hinterhüften sind 
mit Nabelpunkten besetzt und an den Seiten beborstet. Jedes 
Bauchsegment zeigt eine Querreihe von Borsten. Die Hinter- 
schenkel sind ein wenig verbreitert , nach dem Ende zu etwas 
verschmälert , hinter dem Vorderrande und vor dem Hinterrande 
mit einer Borstenreihe versehen. Die Hinterschienen sind nach 
dem Ende zu schwach verbreitert, auf der Fläche flach punktiert. 
An den Vorderschienen ist der oberste der 3 Zähne nur klein. 

Hyposerica hiridipennis n. sp. 

cf. H. rufinae Burm. similis. Lurida, nitida, capite protho- 
raceque rufo-flavis. Clypeo rugoso-punctato, parce setoso, antror- 
sum angustato, marginibus elevatis, margine antico late rotundato, 
fronte remote punctata ; antennis rufo-flavis, flabello maris stipite 
paulo breviore ; prothorace sat sparsim subtiliter punctato , basi 
marginata, margine antico medio producto, lateribus leviter cur- 
vatis, angulis anticis prominulis, angulis posticis late rotundatis ; 
elytris irregulariter seriatim punctatis, ecostatis, elytrorum mar- 
gine postico subtruncato, membranaceo ; pygidio sat remote punc- 



\Q2 Stettinor Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

tato. Subtus pectoris medio longitudinaliter sulcato , pectoris 
lateribus coxisque posticis umbilicato - punetatis , juxta latera 
setosis ; abdomine transversim seriatim setoso, setis valde remote 
positis ; femoribus posticis perparum dilatatis , ad apicem versus 
angustatis , post marginem anticum et ante marginem posticum 
una serie punctorum instruetis ; tibiis posticis angustis. — Long. 
7 mm. 

Hab. : Madagascar (Tananarivo"". 

Die Art ist der H. mßua Burm. ähnlich. Sie unterscheidet 
sich durch eine andere Skulptur des Kopfes und durch den Haut- 
saum am Hinterrande der Flügeldecken. Sie ist glänzend , gelb, 
Kopf , Halsschild und Schildchen sind rotgelb. Die Stirn ist 
hinter der Naht weitläufig punktiert. Der Clypeus trägt eine 
runzlige Punktierung und ist mit einigen Borsten besetzt. Nach 
vorn ist er verschmälert, die Ränder sind erhaben, der Yorder- 
rand ist flach abgerundet. Die Fühler sind rotgelb, der Fächer 
ist beim cf ein wenig kürzer wie der Stiel. Das Halsschild ist 
ziemlich Aveitläufig und fein punktiert, die Basis ist gerandet, der 
Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen , die Seiten sind leicht 
gebogen, die Vorderecken sind vorgestreckt, die Hinterecken sind 
breit abgerundet. Am Vorderrande stehen seitlich einige Borsten. 
Die Flügeldecken tragen unregelmäßige Punktreihen, glatte Längs- 
streifen sind kaum bemerkbar. Der Hinterrand ist fast gerade 
abgestutzt und mit einem schmalen Hautsaum versehen. Das 
Pygidium ist weitläufig punktiert. Die Mitte der Brust zeigt 
eine Längsfurche , die Seiten der Brust und die Hinterhüften 
tragen Nabelpunkte und neben den Seitenrändern Borsten. In 
den Borstenreihen der Bauchsegmente sind die Borsten sehr weit- 
läufig gestellt. Die Hinterschenkel sind nur sehr wenig ver- 
breitert, nach dem Ende zu etwas verschmälert. Vorn und hinten 
befindet sich je eine Reihe kräftiger Punkte , die wahrscheinlich 
bei dem vorliegenden Exemplar ursprünglich beborstet waren. Die 
Hinterschienen sind schmal , an den Vorderschienen ist auch der 
oberste Zahn am Außenrande deutlich. 

Hl/ poseri c a p ice o n iij r a n. sp. 
Supra piceo-nigra, nitida, subtus fusca, pectoris medio pedi- 
busque exceptis, opaca. Capite, fronte sat remote fortiter punc- 
tata, clypeo raris setis instructo , subrugoso-punctato , antrorsum 
angustato , margine antico elevato , subsinuato ; antennis flavis, 
flabello maris stipiti longitudine fere aequali , flabello feminae 
stipite distincte breviore ; prothorace mediocriter crebre fortiter 
punctato , raris setis obtecto , margine antico medio paulo pro- 
ducto, lateribus leviter curvatis, angulis anticis porrectis, angulis 



Moser, Weitere neue Serica-Ai-ten. X93 

posticis rotundatis ; elytris leviter siilcatis, sulcis seriatim punc- 
tatis , interstitiis angustis , fere impunctatis ; pygidio sat dense 
punctato, ante apicera setoso. Subtus pectoris medio leviter sul- 
cato et utrinque setis raris obtecto , pectoris lateribus coxisque 
posticis umbilicato - punctatis , juxta latera setosis ; abdoniinis 
segmentis singulis una serie setarum instructis , setis valde , re- 
mote positis ; fenioribus posticis liaiid dilatatis, ad apicem versus 
paulo angustatis , antice et postice setis raris obtectis ; tibiis 
posticis angustis. — Long. 7 — 7,5 mm. 

Hab. : Madagascar (Tananarivo). Von Staudinger und Bang- 
Haas erhalten. 

Oben schwarzbraun , unten etwas heller gefärbt , glänzend, 
die Seiten der Brust , die Hinterhüften und das Abdomen matt. 
Die Stirn ist weitläufig mit kräftigen Punkten besetzt, der Clypeus 
trägt einige Borsten und ist runzlig punktiert. Nach vorn ist 
der Clypeus verjüngt , sein Vorderrand ist erhaben und kaum 
merklich ausgebuchtet. Die Fühler sind gelb, der Fächer ist 
beim cf fast so lang wie der Stiel , beim ? deutlich kürzer als 
derselbe. Das Halsschild ist mä'^ig dicht und kräftig punktiert, 
ganz vereinzelte Punkte der Oberfläche tragen Borsten. Die 
Seitenränder sind beborstet, leicht gerundet, die Vorderecken sind 
vorgezogen , die Hinterecken sind abgerundet , der Vorderrand 
springt in der INIitte schwach bogenförmig vor. Die Flügeldecken 
sind leicht längsgefurcht, die Furchen sind reihig punktiert , die 
Zwischenräume treten mehr oder weniger als schmale glatte Rippen 
hervor. Das Pygidium ist ziemlich dicht punktiert und vor der 
Spitze beborstet. Die Mitte der Brust trägt eine flache Längs- 
furche und beiderseits derselben einige Borsten. Die Seiten der 
Brust und die Hinterhüften sind mit Nabelpunkten besetzt und 
neben den Seitenrändern beborstet. In den Borstenreihen der 
Bauchsegmente sind die Borsten sehr weitläufig gestellt und ziem- 
lich fein. Die Hinterschenkel sind nicht verbreitert und nach 
dem Ende zu etwas verschmälert. Sie tragen vorn und hinten 
einige Borsten. Die Hinterschienen sind schmal , von den drei 
Zähnen am Außenrand der Vorderschienen ist der oberste klein 
aber deutlich. 

Comaserica sparsa n. sp. 

cf. C. Bouvieri Brsk. similis. Opaca , nigro-fusca , elytris 
fuscis, nigro-fusco-maculatis. Capite, fronte parce punctata, post 
suturara raris setis instructa , clypeo dense subrugoso - punctato, 
sparsim setoso , antrorsum perparum modo angustato , margine 
antico elevato , l.evissime sinuato ; antennis rufo - flavis , flabello 
niaris stipite parum longiore ; prothorace mediocriter crebre punc- 
tato, sparsissime setoso, lateribus curvatis, angulis anticis paulo 

Stettiuer Entomologische Zeitung, Heft I. Ig 



194 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

productis , breviter rotundatis , angulis posticis late rotundatis ; 
elyti'is leviter sulcatis , sulcis irregulariter seriatim punctatis, 
punctis minutissime setosis , interstitiis fere impunctatis , raiis 
setis sat validis praecipue juxta suturam et ante elytrorum apicem 
positis ; pygidio parce setoso, setis longitudine inaequalibus. Pec- 
tore medio levissime sulcato et utrinque setoso, pectoris lateribus 
coxisque posticis umbilicato-punctatis, punctis juxta coxarum la- 
tera longe setosis ; abdominis segmentis singulis duabus seriebus 
transversis irregularibus setarum instructis ; femoribus posticis 
opacis , in parte basali fortiter dilatatis , ad apicem versus an- 
gustatis, reniote punctatis, punctis setosis. — Long. 7 mm. 

Hab.: Madagascar. 

Die Art ist sowohl der C. Bouvieri Brsk. , als auch der 
C. Hildehrandti Brsk. ähnlich und unterscheidet sich von beiden 
durch den kürzeren Fühlerfächer und anders gebildete Hinter- 
schenkel. Sie ist schwarzbraun , die Flügeldecken sind braun 
und unregelmäßig dunkel gefleckt. Die Stirn ist weitläufig 
punktiert und trägt hinter der Naht eine Querreihe von Borsten, 
sowie einige Borsten neben den Augen und in der Mitte. Der 
Clypeus ist dicht runzlig punktiert und zerstreut beborstet. Er 
ist nach vorn nur wenig verjüngt , der erhabene Yorderrand ist 
kaum merklich ausgebuchtet. Die Fühler sind gelbbraun , der 
Fächer des cf ist nur wenig länger als der Stiel. Das Halsschild 
trägt eine mäßig dichte Punktierung und vereinzelte Borsten. 
Die etwas vorgezogenen Vorderecken sind kurz abgerundet , die 
Hinterecken sind breit abgerundet. Die Flügeldecken sind in den 
Streifen mit unregelmäßigen Punktreihen besetzt , während die 
schwach gewölbten Zwischenräume fast punktfrei sind. Die 
Punkte tragen ebenso wie die Punkte des Halsschildes winzige 
Börstchen , doch fiinden sich vereinzelt auch kräftige Borsten, 
namentlich neben der Naht und vor dem Hinterrande. Das 
Pygidium ist weitläufig beborstet und sind die Borsten von ver- 
schiedener Länge. Die Mitte der Brust zeigt nur eine sehr 
schwache Längsfurche und ist beiderseits derselben beborstet. Die 
Nabelpunkte an den Seiten der Hinterhüften sind mit sehr langen 
Borsten besetzt. Die einzelnen Bauchsegmente tragen außer zwei 
unregelmäßigen Querreihen von Borsten noch einige Borsten vor 
und hinter diesen Reihen. Die Hinterschenkel sind in der Basal- 
hälfte stark verbreitert , nach dem Ende zu verschmälert. Ihre 
Oberfläche ist ziemlich weitläufig mit beborsteten Punkten besetzt. 
C m a seri c a All u a u d i n. sp. 

C. Bouvieri Brsk. similis, minor. Opaca, nigro-fusca, elytris 
brunneis , nigro - fusco - maculatis, pinlibus fuscis. Capite , fronte 
parce punctata et setis raris instructa , clypeo dense subrugoso- 



Moser, Weitere neue »S'^r/co-Arten. 195 

punctato , medio convexo , sparsim setoso , antrorsum perparum 
modo angustato, margine antico elevato, leviter sinuato ; antennis 
rufo-flavis, flabello maris stipite parum longiore, flabello feminae 
stipite paulo breviore ; prothorace transverso, subtiliter punctato, 
parce setoso , margine antico medio paulo producto , lateribus 
curvatis , angulis anticis porrectis , angulis posticis rotundatis ; 
elytris leviter sulcatis , mediocriter crebre punctatis , setis nume- 
rosis instructis ; pygidio haud dense setoso , setis longitudine 
inaequalibus. Subtus pectore setoso, medio leviter sulcato ; coxis 
posticis umbilicato-punctatis, punctis minutissime setosis, ad co- 
xarum latera versus setas validas ferentibus ; abdomine ubique 
haud dense setoso ; femoribus posticis opacis , modice dilatatis, 
flavido-setosis, ad apicem versus paulo angustatis ; tibiis posticis 
punctatis, punctis setas tenues ferentibus. Long. 6 mm. 

Hab.: Madagascar (Diego Suarez). Ch. Alluaud leg. 1893. 

Kleiner als C. Bouvieri Brsk., die Flügeldecken heller gefärbt, 
der Fühlerfächer des cf kürzer. Die am gleichen Fundorte ge- 
sammelte C. granulipennis Frm. ist durch die Bildung des Hals- 
schildes unterschieden, indem bei ihr die Seiten des Hinterrandes 
sehr schräg nach vorn verlaufen. Die Färbung ist schwarzbraun, 
die Flügeldecken sind gelbbraun mit zahlreichen kleinen dunklen 
Makeln, die Beine sind braun. Die Stirn ist weitläufig punktiert 
und vereinzelt beborstet , der Clypeus trägt eine dichte , etwas 
runzlige Punktierung. Er ist weitläufig beborstet , seine Mitte 
zeigt eine leichte Erhabenheit. Nach vorn ist der Clypeus nur 
sehr wenig verschmälert , der erhabene Vorderrand ist schwach 
ausgebuchtet. Die Fühler sind gelbbraun , der Fächer ist beim 
cf kaum etwas länger wie der Stiel , beim ? etwas kürzer als 
derselbe. Das Halsschild ist doppelt so breit wie lang , fein 
punktiert , zerstreut beborstet. Die Basis ist mit Ausnahme der 
Mitte fein gerandet , der Vorderrand ist in der Mitte schwach 
vorgezogen , die Seitenränder sind gebogen, die Vorderecken sind 
vorgestreckt, die Hinterecken sind breit abgerundet. Die Flügel- 
decken sind leicht gerippt, mäßig dicht punktiert und bei frischen 
Exemplaren mit zahlreichen Borsten besetzt , die aus gröberen 
Punkten entspringen. Das Pygidium trägt Borsten von ungleicher 
Länge. Die Brust ist beborstet und in der Mitte leicht längs- 
gefurcht. Die Nabelpunkte der Hinterhüften tragen winzige 
Börstchen , der mit längeren Borsten besetzte Raum neben den 
Seitenrändern ist ziemlich breit. Das Abdomen ist überall be- 
borstet, doch stehen die Borsten nicht dicht. Die Hinterschenkel 
sind matt , mäßig verbreitert , nach dem Ende zu ein wenig ver- 
schmälert. Sie sind ebenso wie die Hinterschienen mit Punkten 
besetzt, die haarförmige helle Borsten tragen. 



196 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

C omas er ic a v ari e g at a n. sp. 

C. conspurcatae Blch. similis. Nigro - fusca , opaca , elytris 
pedibusque brunneis , illis nigro - fusco - maculatis. Capite fere 
impunctato , fronte post suturae medium duabus setis instructa, 
clypeo niedio bulboso , setis raris obtecto , antrorsum perparum 
modo angustato , margine antico liaud sinuato ; antennis rufo- 
flavis, flabello maris stipiti longitudine aequali , flabello feminae 
stipite distincte breviore ; prothorace subtiliter punctato, margine 
antico medio producto , lateribus setosis , angulis anticis paulo 
porrectis, angulis posticis late rotundatis ; elytris leviter sulcatis, 
sulcis irregulariter seriatim punctatis , punctis setas minimas 
ferentibus , setis raris majoribus intermixtis , interstitiis fere im- 
punctatis ; pygidio sparsim breviter setoso, ante apicem setis va- 
lidis insiructo. Subtus pectoris medio leviter longitudinaliter 
sulcato et utrinque sat dense setoso ; coxis posticis umbilicato- 
punctatis , raris punctis juxta coxarum latera setis instructis ; 
abdomine seriatim transversim setoso , setis validis ; femoribus 
posticis opacis , modice dilatatis, ad apicem versus paulo angu- 
statis , post marginem anticum et ante marginem posticum una 
Serie setarum obtectis ; tibiis posticis parce punctatis. • — 
Long. 7 mm. 

Hab.: Madagascar (Tananarivo). 

Die Art ist der C. conspurcata Blch. ähnlich , unterscheidet 
sich aber von ihr durch eine andere Skulptur des Kopfes und 
der Hinterschienen , sowie durch ein kürzeres Halsschild. Die 
Färbung ist schwarzbraun , die Flügeldecken und die Beine sind 
gelbbraun, auf ersteren sind die Rippen teilweise dunkel gefärbt, 
die Schultern sind stets ungefleckt. Der Kopf ist , abgesehen 
von den Borstenpunkten, fast unpunktiert. Auf der Stirn stehen 
2 Borstenpunkte hinter der Mitte der Naht , auf dem Clypeus 
4 Borsten im hinteren Teile , hinter dem Vorderrande befindet 
sich in der Mitte eine Erhabenheit. Nach vorn ist der Clypeus 
nur sehr wenig verjüngt, der Vorderrand ist nicht ausgebuchtet. 
Die Fühler sind braun , der Fächer ist beim d' kaum ein wenig 
länger als der Stiel , beim ? deutlich kürzer als derselbe. Das 
Halsschild ist fein punktiert , der Vorderrand ist in der Mitte 
schwach vorgezogen, die Seitenränder sind beborstet, die Vorder- 
ecken treten nur wenig vor, die Hinterecken sind breit abgerundet. 
Die Flügeldecken sind in den Streifen mit unregelmäßigen Reihen 
winzig beborsteter Punkte bedeckt , vereinzelte Punkte tragen 
kräftigere Börstchen. Die Zwischenräume sind fast punktfrei. 
Das Pygidium ist weitläufig kurz beborstet, vor dem Hinterrande 
stehen kräftige Borsten. Die Brust trägt eine sehr flache Längs- 
furche und ist beiderseits derselben ziemlich dicht mit Borsten 



Moser, Weitere neue Serica- Avten. 197 

besetzt. Auf den mit Nabelpnnkten besetzten Hinterhüften stehen 
nur wenige Borsten neben dem Seitenrande. Die einzelnen Bauch- 
segmente zeigen eine Querreihe kräftiger Borsten. Die Hinter- 
schenkel sind nur mäßig verbreitert und nach dem Ende zu etwas 
verjüngt. Vorn und hinten tragen sie je eine Borstenreihe. Die 
Hinterschienen sind nicht wie bei couspnreata rauh skulptiert, 
sondern weitläufig punktiert. 

Com a s e r i c a a ds p e r s a n. sp. 

C. tesselatae Klug, similis et affinis. Opaca, paulo opalescens, 
capite prothoraceque viridi-fuscis , elytris corporecjue infra brun- 
neis , illis nigro-maculatis. Capite setis raris instructo , clypeo 
subrugoso-punctato , medio parum convexo , antrorsum perparum 
modo angustato, margine antico elevato, levissime sinuato, fronte 
parce punctata ; antennis rufo - flavis , flabello maris stipite lon- 
giore, leviter curvato, flabello feminae stipite distincte breviore ; 
prothorace sat remote punctato , raris setis instructo , lateribus 
setosis, leviter curvatis, angulis anticis porrectis, angulis posticis 
late rotundatis ; scutello juxta latera albo - squamoso ; elytris 
sparsim setosis, leviter sulcatis, sulcis irregulariter seriatim punc- 
tatis , interstitiis fere impunctatis ; pygidio mediocriter crebre 
punctato , punctis setas minimas an setas majores ferentibus. 
Subtus pectore medio longitudinaliter sulcato et remote punctato, 
punctis ad pectoris latera versus densius positis ; coxis posticis 
umbilicato-punctatis, juxta latera setis instructis ; abdomine seria- 
tim transversim setoso ; femoribus posticis nitidis, tribus seriebus 
setarum obtectis, paulo dilatatis, ad apicem versus angustatis. — 
Long. 5 mm. 

Hab.: Madagascar (Maroantsetra). 

Die Art ist in Färbung und Gestalt der C. tesselafa Klug, 
sehr ähnlich, unterscheidet sich aber durch den deutlich kürzeren 
Fühlerfächer und etwas breitere Hinterschenkel. Der Kopf ist 
zerstreut beborstet, die Stirn ist weitläufig punktiert. Der Clypeus 
trägt eine etwas runzlige Punktierung , ist in der Mitte ganz 
leicht gewölbt, nach vorn nur sehr wenig verschmälert, mit kaum 
merklich ausgebuchtetem Vorderrande. Die Fühler sind braun, 
der Fächer ist angedunkelt , beim cf zwar deutlich länger als 
der Stiel, aber bei weitem nicht so lang wie bei tesselata. Auch 
der weibliche Fühlerfächer ist kürzer wie bei letzterer Art. Das 
Halsschild ist nur wenig quer , ziemlich weitläufig punktiert und 
mit vereinzelten Borsten besetzt. Der Vorderrand ist in der 
Mitte schwach vorgezogen , die vorgestreckten Vorderecken sind 
spitzwinklig, die Hinterecken sind breit abgerundet. Das Schild- 
chen ist neben den Seiten weiß beschuppt. Die Flügeldecken 



198 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

sind leicht gefurcht, die Furchen sind unregelmäßig reihig punktiert, 
die Zwischenräume sind fast punktfrei. Die Flügeldecken sind 
mit vereinzelten hellen Borsten besetzt , namentlich hinten neben 
der Naht und vor dem Hinterrande. Das Pygidium ist mäßig 
dicht punktiert , die Punkte tragen winzige Börstchen , doch ist 
eine größere oder geringere Anzahl auch mit längeren Borsten 
besetzt. Die Brust ist in der Mitte längsgefurcht und hier weit- 
läufig punktiert, während nach den Seiten der Brust zu die Punkte 
enger stehen. Die Hinterhüften tragen Nabelpunkte , neben den 
Seiten Borsten. Das Abdomen ist mit Querreihen von Borsten 
besetzt, und zwar befinden sich gewöhnlich zwei Reihen auf jedem 
Segment. Die Hinterschenkel sind glänzend, ein wenig verbreitert, 
nach dem Ende zu etwas verjüngt. Die Borsten auf denselben 
stehen in drei mehr oder weniger regelmäßigen Reihen, Die 
Hinterschienen sind ebenso gebildet wie bei tesselata. 

Comaserica macr ophth alma n. sp. 

cf. C. tesselatae Klug, similis. Nigro-fusca, supra numerosis 
setis flavis intructa , elytris brunneo-maculatis. Capite , fronte 
angusta, sat crebre punctata, oculis magnis, valde convexis, cly- 
peo dense rugoso-punctato, antrorsum paulo angustato, marginibus 
elevatis , margine antico haud sinuato ; antennis rufo-flavis , fla- 
bello maris stipite paulo longiore ; prothorace mediocriter crebre 
punctato , margine antico medio leviter producto , lateribus cur- 
vatis , setosis , angulis anticis porrectis , angulis posticis rotun- 
datis ; elytris leviter sulcatis , sulcis punctatis , punctis setas mi- 
nutas an setas validas ferentibus , interstitiis fere impunctatis ; 
pygidio parce punctato , punctis setosis. Subtus pectore medio 
levissime sulcato et remote punctato , punctis ad pectoris latera 
versus densius positis ; coxis posticis umbilicato-punctatis , juxta 
latera setosis ; abdomine seriebus transversis setarum obtecto ; 
femoribus posticis opacis, remote setosis, in parte basali fortiter 
dilatatis, ad apicem versus valde angustatis ; tibiis posticis vario- 
losis, setosis. — Long. 5 mm. 

Hab.: Madagascar (Amber Geb., Diego Suarez). 

Die Art ist der C. tesselata Klug, ähnlich und durch die 
großen , stark vorgequollenen Augen ausgezeichnet. Sie ist oben 
und unten schwarzbraun, auf den Flügeldecken befinden sich zahl- 
reiche kleine gelbbraune Sprenkel. Auch ist die Oberseite überall 
mit abstehenden gelben Borsten besetzt. Die Stirn ist hinter der 
Naht kräftig und dicht, hinten weitläufig punktiert. Der Clypeus 
trägt eine runzlige Punktierung, ist nach vorn ein wenig verjüngt, 
seine Ränder sind erhaben, der Vorderrand ist nicht ausgebuchtet. 
Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert , der Vorderrand ist in 



Moser, Weitere neue Sei'ica-Arten. 199 

der Mitte schwach vorgezogen, die Vorderecken sind vorgestreckt, 
die Hinterecken sind abgerundet. Die Flügeldecken sind in den 
Furchen punktiert und sind die Punkte von ungleicher Stärke. 
Die feineren Punkte tragen winzige helle Börstchen, die kräftigeren 
Punkte abstehende Borsten. Die schwachen Rippen sind fast 
punktfrei. Das Pygidiura ist weitläufig beborstet. Die Brust 
ist in der Mitte sehr leicht längsgefurcht und weitläufig punktiert, 
während nach den Seiten der Brust zu die Punkte enger stehen 
und teilweise feine Borsten tragen. Die Hinterhüften sind mit 
Nabelpunkten bedeckt und neben den Seiten beborstet. Das Ab- 
domen ist mit Querreihen von Borstenpunkten versehen. Die 
Hinterschenkel sind matt, in der Basalhälfte ziemlich breit, nach 
dem Ende zu stark verschmälert. Ihre Oberfläche ist Aveitläufig 
mit beborsteten Punkten besetzt. Die Hinterschienen sind rauh 
skulptiert und beborstet. 

Comaserica c o s tatip e nnis n. sp. 
(f. C. metallescenti Mos. similis. Fusca, sericea , paulo opa- 
lescens. Capite , fronte viridi-micante , parce punctata , clypeo 
medio paulo convexo , setis raris instracto , dense punctato , an- 
trorsum angustato , marginibus elevatis , margine antico leviter 
sinuato ; antennis , stipite rufo-flavo , flabello nigrescente, flabello 
maris stipite longiore ; prothorace sparsim punctato , margine 

' antico medio producto, lateribus setosis, leviter curvatis, angulis 
anticis porrectis , angulis posticis rotundatis ; elytris seriatim 
punctatis, interstitiis convexis, impunctatis ; pygidio mediocriter 
crebre punctato , ante apicem piloso. Subtus pectore sat crebre 
punctato , medio longitudinaliter sulcato , juxta sulcum piloso ; 

; coxis posticis sat sparsim umbilicato-punctatis , juxta latera se- 
tosis ; abdomine mediocriter dense punctato, punctis inaequalibas, 
punctis majoribus setosis ; femoribus posticis nitidis , haud dila- 
tatis, ad apicem versus paulo angustatis , antice et postice raris 

1 setis instructis ; tibiis posticis angustis. — Long. 6 mm. 

I Hab.: Madagascar (Tananarivo). 

Die Art ist der G. metallescens Mos. ähnlich , unterscheidet 
sich aber durch eine andere Bildung der Hinterbeine. Sie ist 
nur sehr dünn tomentiert und infolgedessen seidenschimmernd. 
Die Stirn schimmert grün und ist hinter der Naht weitläufig 
punktiert. Der Clypeus ist in der Mitte leicht gewölbt , dicht 
punktiert und vereinzelt beborstet. Nach vorn ist er verjüngt, 
die Ränder sind erhaben, der Vorderrand ist leicht ausgebuchtet. 
Die Fühler haben einen gelbbraunen Stiel und einen schwärzlichen 
Fächer. Letzterer ist beim cf etwas länger als der Stiel. Das 

j Halsschild trägt eine feine, weitläufige Punktierung, der Vorder- 



200 Stettiner Entomologif<che Zeitung. 76. 1915. 

rand ist in der Mitte deutlich vorgezogen, die beborsteten Seiten- 
ränder sind leicht gebogen, die Vorderecken sind etwas vorgezogen, 
die Hinterecken sind abgerundet. Die Flügeldecken tragen Punkt- 
reihen , die Punkte sind schv?ach , vereinzelte stärkere Punkte 
sind mit Borsten besetzt. Die Zwischenräume sind stark gewölbt 
und punktfrei. Das Pygidium ist mit einer mäßig dichten Punk- 
tierung bedeckt und vor dem Hinterrande behaart. Die Hinter- 
hüften sind zerstreut mit Nabelpunkten bedeckt und zeigen neben 
dem Seitenrande eine Borstenreihe. Das Abdomen ist mäßig 
dicht punktiert, die Punkte sind von ungleicher Stärke, die kräf- 
tigeren Punkte sind beborstet. Die Hinterschenkel sind glänzend 
und nicht verbreitert, nach dem Ende zu ein wenig verschmälert. 
Vorn und hinten tragen sie einige feine Borsten. Bei metallesceiis 
sind die Hinterschenkel in der Basalhälfte viel breiter und nach 
dem Ende zu stärker verschmälert. Die Hinterschienen sind 
schmal und mit einigen grubenförmigen Punkten bedeckt. Bei 
metallesceiis sind die Hinterschienen viel breiter, kürzer und dichter 
punktiert. 

Comaserica alt er na ns n. sp. 

cf. Supra lurida, opaca, clypeo nitido cupreo, fronte viridi, 
prothoracis medio maculis tribus viridibus ornato , elytris nigro- 
an fusco - maculatis , subtus nigro-fusca , pedibus flavis , tarsis 
fascis. Capite setis raris instructo , clypeo dense subrugoso- 
punctato , lateribus rotundatis , margine antico leviter sinuato, 
fronte sparsim punctata ; antennis brunneis, flabello maris stipite 
paulo longiore ; prothorace subtiliter punctato, parce flavido-setoso, 
lateribus curvatis , angulis anticis porrectis , angulis posticis ro- 
tundatis ; elytris remote setosis , seriatim punctatis , interstitiis 
impunctatis , alternis convexis ; pygidio parce setoso. Subtus 
pectoris medio longitudinaliter sulcato et utrinque setis raris 
instructo ; coxis posticis umbilicato-punctatis, juxta latera setosis ; 
abdomine seriebus transversis setarum obtecto ; femoribus posticis 
modice dilatatis, ad apicem versus angustatis , antice et postice 
setas ferentibus ; tibiis posticis haud dilatatis. — Long. 5 mm. 

Hab.: Madagascar (Amber-Geb.). 

Eine kleine, der C. pieticollis Frm. ähnliche Art, die an der 
Skulptur der Flügeldecken leicht erkennbar ist. Der Clypeus ist 
kupfrig, dicht, etwas runzlig punktiert und vereinzelt beborstet, 
die Seitenränder sind stark gebogen , der Vorderrand ist leicht 
ausgebuchtet. Die Stirn ist grün , weitläufig punktiert und mit 
einzelnen Borsten besetzt. Der Fühlerfächer des cf ist etwas 
länger als der Stiel. Das Halsschild ist gelbbraun und zeigt in 
der Mitte drei undeutlich begrenzte grüne Makel. Es trägt eine 
feine Punktierung und zerstreut stehende gelbe Borsten. Die 



Moser, Weitere neue Serica- Arien. 201 

Seitenränder sind leicht gebogen, die Vorderecken sind vorgezogen, 
die Hinterecken sind abgerundet. Die Flügeldecken sind gleich- 
falls gelbbraun und mit schwärzlichen oder bräunlichen Flecken 
bedeckt. Sie tragen Punktreihen und sind die unpunktierten 
Zwischenräume abwechselnd flach und gewölbt. Zahlreiche lange 
gelbe Borsten finden sich namentlich im hinteren Teile der Flügel- 
decken. Das Pygidium ist gelbbraun , dunkel gefleckt und weit- 
läufig beborstet. Die Unterseite ist mehr oder weniger schwärz- 
lich gefärbt, die Schenkel und Schienen sind gelb, die Enden der 
letzteren und die Tarsen sind rotbraun. Die Mitte der Brust 
zeigt eine Längsfurche und beiderseits derselben eine Borstenreihe. 
Die Hinterhüften tragen Nabelpunkte und an den Seiten kräftige 
Borsten. Das Abdomen ist mit Querreihen von Borsten besetzt. 
Die Hinterschenkel sind mäßig stark verbreitert, nach dem Ende 
zu verschmälert, vorn und hinten mit einer Borstenreihe versehen. 
Die Hinterschienen sind weder verbreitert noch verkürzt. 

Phylloserica gracilis n. sp. 

cf. Elongata, rufo-flava, nitida. Capite, fronte parce punc- 
tata , post suturam carinatam biimpressa , clypeo sat remote 
punctato, setis raris obtecto, antrorsum haud angustato, margine 
antico leviter sinuato ; antennis rufo-flavis, 10-articuiatis, stipitis 
articulo tertio in mare valde elongato , articulo quarto minuto, 
flabello 6-articulato , stipite longiore , paulo curvato ; prothorace 
mediocriter dense subtiliter punctato, basi marginata, margine an- 
tico lateribusque raris setis instructis, illo medio producto, lateribus 
curvatis angulis anticis paulo obtusis, parum prominulis, angulis 
posticis late rotuudatis ; elytris crebre punctatis, costis angustis, 
plus minusve distinctis, laevibus ; pygidio remote punctato , ante 
apicem setoso. Subtus pectoris medio leviter sulcato et utrinque 
una Serie semicirculari setarum instructo , setis longis et den- 
sissime positis ; pectoris lateribus coxisque posticis sat remote 
punctatis , juxta latera setosis ; abdomine seriebus transversis 
setarum obtecto; femoribus posticis medio dilatatis, post marginem 
anticum et ante marginem posticum setosis; tibiis posticis angustis. 
— Long. 7 mm. 

Hab. : Madagascar (Tananarivo). 

Eine längliche, schmale Art von rotgelber Färbung, die zwar 
in Anzahl , aber nur im männlichen Geschlecht vorliegt. Die 
Stirn ist weitläufig punktiert und hinter der gekielten Naht beider- 
seits der Mitte flach eingedrückt. Auch auf dem Clypeus, welcher 
vereinzelte Borsten trägt , stehen die Punkte ziemlich zerstreut. 
Der Clypeus ist nach vorn nicht verjüngt , der erhabene Vorder- 
rand ist leicht ausgebuchtet. Die gelbbraunen Fühler sind zehn- 

13* 



202 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

gliedrig , der Fächer ist beim d' sechsgliedrig , leicht gebogen, 
länger als der Stiel, jedoch nicht so lang wie bei macrophjlla Mos. 
Das dritte Glied des Stieles ist sehr stark verlängert, das vierte 
Glied ist sehr klein. Das Halsschild ist fein und mäßig dicht 
punktiert, die Basis ist fein gerandet, der Vorderrand ist in der 
Mitte leicht bogenförmig erweitert und ebenso wie die Seiten- 
ränder weitläufig mit Borsten besetzt. Die schwach stumpf- 
winkligen Vorderecken sind nur wenig vorgezogen, die Hinterecken 
sind breit abgerundet. Die Flügeldecken sind ziemlich dicht punk- 
tiert , mehr oder weniger deutlich treten schmale glatte Rippen 
hervor. Das Pygidium trägt eine Aveitläufige Punktierung und 
vor dem Hinterrande einige Borsten. Die Mitte der Brust zeigt 
eine schwache Längsfurche und beiderseits derselben einen Halb- 
kreis dicht gestellter langer Borsten. Die Seiten der Brust und 
die Hinterhüften sind ziemlich zerstreut punktiert land neben den 
Seitenrändern beborstet. Das Abdomen trägt Querreihen be- 
borsteter Punkte. Die Hinterschenkel sind in der Mitte verbreitert, 
nach dem Ende zu etwas verschmälert, vorn und hinten mit einer 
Borstenreihe besetzt. Die Hinterschienen sind schmal. 



Ausgegeben am 1. November 1915. 



Vereiiisuaclirkliteu. 

In der ordentlichen .1 ahresversammlung des Vorjalires 
am 1. November wurden die Jaliresversammlnngen in den 
Februar verlegt. 

Daher fand die neue Jahresversaranilimg am 28. Februar 
1915 statt. Entsprechend der neuen Satzung des Vereins 
wurde der Vorstand auf 5 Jahre gewählt, und zwar in der 
Zusammensetzung des Vorjahres : 

Vorsitzender Herr Prof. L. Krüger, 
Kassenwart Herr Rektor G. Schröder, 
Blicherwart Herr Sammlungswart E. Schmidt, 
Herr Stadtrat Dr. R a b b o w , 
Herr Stadtbaurat Meyer. 

Die Kassen führ ung wurde als richtig befunden und 
dem Kassenwart Entlastung erteilt. 

Der Schriftleitungs- Ausschuß besteht aus dem Vor- 
sitzenden , dem Kassenwart , dem Bücher wart und Herrn 
Oberlehrer Müller. 



In den geschäftlichen Sitzungen wurde beschlossen, 
die Zeitschrift in gleichem Umfange aber mit einem infolge 
engeren Satzes um ein Drittel erweiterten Inhalt heraus- 
zugeben. 

Die ordentlichen Mitglieder erhalten wie früher die 
Zeitschrift umsonst geliefert. Der Mitgliederbeitrag betj^ägt 
jährlich 10 M. Die Anträge auf Aufnahme ordentlicher 
Mitglieder in den Verein sind an den Vorstand zu richten, 
der über die Aufnahme entscheidet. 



204 Vereinsnacbrichten. 

Für Niclitmitglieder beträgt der Preis des Jahresbandes, 
der aus 2 Heften von zusammen 24 Bogen bestellt, 15 M. 
Altere Bände vom 2. bis 75. Jahrgang werden an Nicht- 
mitglieder für 12 M. abgegeben. 

Über die Benutzung der Vereinsbücherei erteilt der 
Bücherwart Auskunft. 



Das Vereinslebeii nahm einen erfreulichen Aufschwung. 
Eine Reihe von Vorträgen der Mitglieder fand bei den 
Vereinsmitgliedern , ihren Angehörigen und eingeladenen 
(lasten reichen Beifall , ebenso auch die Vorführungen von 
Büchern, Sammlungen und Präparaten. 

Als Mitglieder wurden neu aufgenommen : 

Herr Geheimrat Prof. Dr. J. Gr aß mann, Stettin, 
Herr Oberlehrer Prof. P. Fischer, Stettin. 

Am Schluß des IL Heftes wird ein Jahresbericht über 
die Tätigkeit des Vereins erscheinen. 

Stettin, den 1. Oktober 1915. 

Der Vorstand. 



Benachrichtigung. 



Briefe , Mitteilungen und Anfragen an den Entomolo- 
gischen Verein oder die Redaktion der Entomologisclien 
Zeitung sind zu richten an den Vorsitzenden des Vereins 

Herrn Prof. L. Krüger, 
Stettin, Naturhistorisehes Museum, Hakenterrasse. 



Alle Geldsendungen sind zu richten an den Kassenwart 
des Vereins 

Herrn Rektor Gustav Schroeder, 

Stettin, Birkenallee 15. 



Bücher und Zeitschriften sind zu senden an den Bücher- 
wart des Vereins 

Herrn Konservator E. Schmidt, 
Stettin, Naturhistorisches Museum, Hakenterrasse. 



Bücher zur Besprechung und Inserate sind an den Vor- 
sitzenden zu richten ; Adresse wie oben. 



Preis dieses Jahrganges 15 M. 
Altere Jahrgänge werden für 12 M. abgegeben. 



stettiner 



Eiitomologische Zeitung. 



H e r a u s ö e o- e b e n 



vom 



Eiitomologischen Verein zu Stettin. 



76. Jalirgaiig. Heft II. 

(Preis für Nichtmitgliecler 7,50 M.) 



Im Selbstverlaf!; des Ve 




Stettin 1915—1916. 
Druck von Oskar Bonde, Altenburg, S.-A. 



rnhaltsverzeiclinis. 

76. Jahrgang. Heft II. 



Al))ert Lüllwit z , Kösliii. Verzeichnis der im Regierungs- 
bezirk Köslin aufgefundenen Käfer 205 

Dr. Franz Spaeth, Wien. Neue Cassidinen. (Coleoptera) 265 

Dr. Max B e r n h a u e r , Hörn , Nieder - Österreich. Zur 

Staphyliniden - Fauna von Südamerika. (13. Beitrag) 291 

Dr. F. Ohaus, Berlin-Steglitz. Beitrag zur Kenntnis der 

paläarkt. Anomala-Arten. (Col. lamell. Rutelin.) . . 302 

J. Mos er ,. Berlin. Einige neue afrikanische Cetoniden . 332 

Dr. F. Ohaus, Berlin-Steglitz. III. Nachtrag zur Kenntnis 

der Philippin. Ruteliden. (Col. lamell.) 339 

Edmund Schmidt, Stettin. Die Dictyoitharinen des 

Stettiner Museums. (Hemiptera Homoptera) .... 345 

Edmund Schmidt, Stettin. Zur Kenntnis der Genera 
Saceseurus Breddin und Cylindrostethus Fieber. (Hemi- 
ptera Heteroptera) 359 

V e r e i n s n a c h r i c h t e n f ü r 1 9 1 5 365 



Stettin er 

Eiitomologisclie Zeitung. 

Herausgegeben vom 

Eiitomologischen Verein zu Stettin. 

Redaktion: Prof. Leopold Krüger, Vorsitzender. 

1915. 76. Jahrgang. Heft IL 



Verzeichnis 

der 

im Eegieruugsbezirk Köslin aufgefimdenen 

Käfer 

von 

Albert Lülhvitz. 



Köslin 19U. 



Im Abdruck als Sonderausgabe vom Entomologischen Verein 
zu Stettin im Selbstverlage herausgegeben. 



206 



Vorwort. 

Wir veröffentlichen hiermit das schon im Jahre 1914 von 
uns angekündigte Käfer-Verzeichnis von All)ert Lüllwitz, Köslin, 
das wohl für alle Teile Pommerns heute mehr oder Aveniger maß- 
gebend sein dürfte. 

Zum Geleite geben wir ihm die schöne Besprechung , die 
Herr Rektor G. Schroeder , Stettiner Entomologische Zeitung 75. 
1914, Seite 410 — 411 dem Werke seines Jugendfreundes widmete, 
mit auf den Weg. 

Mit dieser Herausgabe hoffen wir allen Käferfreunden Pommerns 
einen wesentlichen Dienst zu erweisen und ihnen ein gutes Hilfs- 
mittel für die Ordnung ihrer Sammlungen und für die weitere 
Erforschung der gewiß noch umfangreicheren Käferfauna Pommerns 
zu bieten. 

Wir beabsichtigen, später eine Erweiterung dieses Verzeich- 
nisses durch Ausdehnung avif die ganze Provinz Pommern vor- 
zunehmen. Zu diesem Zwecke bitten wir alle pommerschen 
Käfersammler, uns ihre Beobachtungen der hier aufgezählten und 
besonders etwa neu gefundenen Käfer Pommerns mitzuteilen. 

Daher veranstalten wir eine Sonderausgabe , die von allen ' 
Sammlern zu billigem Preise erworben werden kann. 

Stettin, den 1. Oktober 1915. 



Der Vorstand 

des Entomologischen Vereins 
zu Stettin. 



207 



Zum Geleite. 



Ostern ds. Js. besuchte ich während eines kurzen Aufent- 
haltes in Köslin meinen dort wohnenden verehrten Freund Herrn 
Albert L ü 1 1 w i t z. Beide mit der gleichen Liebe für die 
Natur erfüllt , unternahmen wir Ende der siebziger und Anfang 
der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts im Kösliner Re- 
gierungsbezirk häufig gemeinsame Ausflüge zur Beobachtung der 
heimischen Käferfauna. Während ich 1883 meinen Wohnsitz 
nach Stettin verlegte und mein Interesse auch anderen Insekten- 
gruppen zuwandte , blieb mein Freund seiner Heimat und den 
Käfern treu. So hat er etwa 36 Jahre lang im Kösliner Reg.- 
Bez. , besonders in der Umgegend von Köslin und S a 1 e s k e 
(bei Stolpmünde), mit unermüdlichem Fleiß und nie erlahmendem 
Interesse die dortige Käferwelt beobachtet. Durch Beschränkung 
auf ein verhältnismäßig kleines Sammelgebiet war es ihm mög- 
lich, dasselbe mit einer Gründlichkeit zu durchforschen, wie es 
in unserer Heimatprovinz bisher wohl kaum geschehen ist. 

Als ich bei dem erwähnten Besuch einen Blick in die 
reichhaltige und peinlich saubere Sammlung meines 
Freundes tat , äußerte ich den Wunsch , er möge doch ein Ver- 
zeichnis der von ihm in Pommern aufgefundenen Käfer anfertigen, 
um so die Ergebnisse seiner langjährigen Beobachtungen fest- 
zulegen und den Käferfreunden in Gegenwart und Zukunft zu- 
gänglich zu machen. Diesem Wunsche ist er bereitwilligst nach- 
gekommen , und er hat mir nun das haudsoliriftliche Verzeichnis 
— mit Gattungsregister versehen und sauber gebunden — zur 
beliebigen Verwendung zur Verfügung gestellt. 

Das Verzeichnis umfaßt 2178 Arten , Varietäten 
und Aberrationen und ist reich an Bemerkungen 
über Zeit und Ort des Vorkommens, über Futter- 
pflanzen usw. 

Ich habe dieses wertvolle Verzeichnis dem E n t o m o 1 o g i - 
sehen Verein zu Stettin überAviesen. Es ist der 

U* 



208 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



Vereinsbihliothek einverleibt worden und kann nun 
von Käferfreunden eingesehen werden. Der Vorstand des Entomol. 
Vereins behält sich vor, das Verzeichnis erforderlichenfalls in der 
Vereinszeitschrift zum Abdruck zu bringen. 

Meinem lieben Freunde aber spreche ich auch an dieser 
Stelle für die große Mühe , der er sich in seinem hohen Alter 
so bereitwillig unterzogen hat, herzlichen Dank aus. Den schön- 
sten Lohn aber wird er finden in dem Bewußtsein , zur Er- 
forschung der heimischen Tierwelt ein gutes Stück beigetragen 
zu haben. 



Stettin, den 20. Oktober 1914. 



Gustav Schroeder. 



Namen der Käfer nach dem „Catalogus Coleopteronim Europae etc." 
von L. v. Heyden, E. Reitter, J. Weise. Ed. II. 1906. 





Systematisches 


Verzeichnis der Familien. 


1. 


Cicindelidae. 


23. 


Erotylidae. 


45. 


Ptinidae. 


2. 


Carabidae. 


24. 


Pbalacridae. 


46. 


Anobiidae. 


3. 


Haliplidae. 


25. 


Lathridiidae. 


47. 


Oedemeridae. 


4. 


Dytiscidae. 


26. 


Mycetophagidae. 


48. 


Pythidae. 


5. 


Gyrinidae. 


27. 


Sphindidae. 


49. 


Pyrocbroidae. 


6. 


Stapbylinidae. 


28. 


Cisidae. 


50. 


Hylopbilidae. 


7. 


Pselaphidae. 


29. 


Colydiidae. 


51. 


Anthicidae. 


8. 


Scydmaenidae. 


30. 


Endoraychidae. 


52. 


Meloidae. 


9. 


Silphidae. 


31. 


Coccinellidae. 


53. 


Mordellidae. 


10. 


Liodidae. 


32. 


Helodidae. 


54. 


Melandryidae. 


11. 


Corylophidae. 


33. 


Dryopidae. 


55. 


Lagriidae. 


12. 


Trichopterygidae. 


34. 


Georyssidae. 


56. 


Alleculidae. 


13. 


Scaphidiidae. 


35. 


Heteroceridae. 


57. 


Tenebrionidae. 


14. 


Histeridae. 


36. 


Dermestidae. 


58. 


Cerambycidae. 


15. 


Hydrophilidae. 


37. 


Byrrhidae. 


59. 


Chrysomelidae. 


16. 


Cantharidae. 


38. 


Dascillidae. 


60. 


Lariidae. 


17. 


Cleridae. 


39. 


Elateridae. 


61. 


Anthribidae. 


18. 


Byturidae. 


40. 


Eucnemidae. 


62. 


Curculionidae. 


19. 


Ostomidae. 


41. 


Buprestidae. 


63. 


Nemon3^chidae 


20. 


Nitidulidae. 


42. 


Lymexylidae. 


64. 


Ipidae. 


21. 


Cucujidae. 


43. 


Bostrychidae. 


65. 


Lucanidae. 


22. 


Cryptophagidae. 


44. 


Lyctidae. 


66. 


Scarabaeidae. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefuud. Käfer. 209 



1. Ciciudelidae. 

Cicindela silvatiea L In Kiefernwäldern nicht selten. 

hybrida L An sandigen Orten häufig. 

^ ab. silvicola Curt. . . Ostseedünen bei Saleske unweit Stolpmünde 

in Gesellschaft der .Stammform nicht häufig. 
^ maritima Latr. . . . Auf der Dünenreihe unmittelbar am Ostsee- 

strande bei Köslin im Juni nicht selten. 
^ campestris L. ... Die Stammform im Frühjahr überall häufig; 

die Aberration seltener. 
ab. affinis Fisch. . . 



Cychrus rostratus L. 



Calosouia inquisitor L. 



2. Carabidae. 

. Im Gellen bei Köslin, bei .Saleske, bei Gr. 

Boschpol, Kreis Lauenburg i. Pom. nicht 

häufig. 
. Die Stammform im Buchwald bei Köslin nicht 

selten ; die Aberr. dort sehr vereinzelt. 



ab. nigrum Letzn. . . 
ab. viridimarginatum 

Letzn. 
sycophanta L. . . . 



Im Gellen bei Köslin; die Stammform 
nicht häufig, die Aberr. selten. 



„ ab. purpureo-aureum 

Letzn. „ „ „ 

., auropunctatum Hbst. . Bei Weitenhagen unweit Stolpmünde. 

„ reticulatum F. . . . Im Kreise Neustettin (Kl. Küddei und im 

Kreise Stolp (Wutzkow) nicht selten. 
Carahus coriaceus L In Wäldern überall nicht selten. 

„ violaceus L Überall häufig. 

. intricatus L Im Gollen und im Buchwalde bei Köslin. 

, convexus F Bei Köslin, Saleske, Gr. Boschpol. 

„ marginalis F Im Kreise Stolp an mehreren Orten ge- 

funden, u. a. bei Benzin. 

,, nitens L Auf sandigen Feldern, die Stammform 

meist nicht selten; die Aberr. habe ich 
vereinzelt bei Saleske gefunden. 



ab. subnitens Reitt. 
ab. fennicus Geh. . 
clathratus L. . . . 



ab. multipunctatus Kr. 

granulatus L 

ab. rubripes Geh. . 
cancellatus 111. . . . 



ab. femoralis Geh. 
arvensis Hrbst. . 
nemoralis Müll. . 
hortensis L. . 
glabratus Payk. . 



Auf dem Moor bei Saleske unter feuchtem 
Torf; die .Stammform nicht selten, die 
Aberr. sehr vereinzelt. 

Überall häufig. 

Die Stammform mit schwarzen Schenkeln 
hier bei Köslin sehr selten; die Aberr. 
häufig. 

Im Gollen bei Köslin nicht selten. 

Häufig. 

Bei Köslin und Saleske nicht selten. 

Im Gollen bei Köslin nicht häufig. 



210 



Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 



Le'istus ferrugineus L. . . 
,, rufescens F.. 

„ rufomarginatus Dft. 
Nebria livida L 



., var. lateralis F. . 
Notiop/tilus pusillus Waterb 

„ aquaticus L. 
, palustris Duft. . 
„ biguttatus F. . . 
Omoj)hro7i limbatum F. . 

Blethisa multipunctata L. 



Elaphrus uliginosus F 
„ cupreus Duft. 
„ riparius L. . 

Lorocera pilicornis L. 

Clivina fossor L. 
., collaris Hbst. 

Dyschirius arenosus St 



eph. 



obscursus Gylth. 

nitidus Dej. . . 

angustatus Ahr. 

aeneus Dej. . . 

salinus Schaum 
„ globosus Hbst. 
Broscus cephalotus L. . 
Miscodera arctica Payk 



Unter Steinen, Moos und Laub nicht häufig. 
Rei Köslin, Saleske, Gr. Boschpol unter 
altem Buchenlaub oft zahlreich. 

Bei Stolpmünde an einem ^^'asserdurchlaß 
in den Ostseedünen. 

^ r T 

V^om Lehrer Kniephof bei Velsow im Kreise 

Stolp in gröi3erer Anzahl gesammelt. 
Überall häufig. 



Am Lüptow. See bei Köslin und am Achter- 
see bei Saleske nicht häufig. 

Am Ufer des Lüptower und Jamunder Sees 
öfter zahlreich. 

Am Jamunder See bei Köslin nicht häufig. 

Überall häufig. 

Überall nicht selten. 

Überall häufig. 

Bei Köslin nicht häufig. 

Am Rande eines Sumpfes in den (3stsee- 

dünen bei Saleske nicht selten. 
Am Jamunder See bei Köslin selten. 
Am Ufer des Mühlenbaches bei Köslin. 
Köslin: am Jamunder .See selten. 



Überall häufig 



Asaphidion flavipes L. 



In Kiefenväldern unter Moos selten. Im 
Collen bei Köslin fand ich drei Exem- 
plare; ein Exempl. erhielt ich aus Polzin, 
in der Umgegend von Schlawe von Lehrer 
Ems in größerer Anzahl im Frühjahr aus 
Laub und Moos gesiebt. 
Häufig. 

Beiubldion velox L Am Ufer des Mühlenbaches bei Köslin, 

selten; auch bei Saleske je ein Exemidar. 

litorale Oliv „ „ „ 

lampros Hbst Überall häufig. 

var. properans Steph. . Bei Köslin sehr vereinzelt in Gesellschaft 
der .Stammform. 

punctulatum Draj). . . An der Patehn bei Saleske. 

pallidipenne lllig. . . Am Ostseestrande bei Köslin nicht häufig. 

dentellum Thbg. . . . Am Rande eines größeren .Sumpfes zwi- 
schen den Ostseedünen bei .Saleske un- 
weit Stolpmünde. 

varium Ol „ ^ ^ 

adustum Schaum. . . . „ . 

obliquum Strm. ... , „ ^ 

Andreae F Am Ufer des Mühlenbaches bei Köslin. 

var. femoratum Strm. . „ , „ 

ustulatum L 



LüUwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 211 



Bembi(Uo7i rupestre L. . . 

^ nitidulum Marsh . 

„ var. alpinum Dej. 

, laterale Dej. . . 

„ quadriguttatum F. 

^ quadrimaculatum L. 

fl Schüppeli Dej. 

„ Doris Gyllh. . . 



„ var. aquaticum Panz 
, articulatum Gjllh, 
, assimile Gyllh. 
, guttula F. . . . 
„ Mannerheimi Sahlbg, 
„ biguttatum F. . . 

Ocys quinquestriatus Gyllh. 

Tachys bistriatus Duft 

Tachyta nana Gyllh. . . 

Trechus niicros Hbst. . . 



„ quadristriatus Schrnk. 
Epaphius secalis Payk. . . 
Patrohus excavatus Payk. . 
Panagaens crux major L. 

,, bipustulatus F. . . 
Clilaeniiis vestitus Payk. . . 

, nigricornis Fabr. . 

y, var. melanocornis Dej. 
tristis Schall. . . . 



sulcicollis Payk. . . 
quadrisulcatus Payk. 
(= caelatus Weber) 



, costulatus Motsch. 

(= 4 sulcatus Illig 
Oodes helopioides Fabr. . 
Badister unipustulatus Bon. 
^ bipustulatus F. 
, sodalis Duft. . . 
peltatus Panz . . 
Op/ionus puncticoUis Payk. 
„ brevicollis Serv. . 



r, griseus Panz. . . 
„ pubescens Müll. . 
., calceatus Duft. 
Harpalus aeneuw F. . . 
fl var. confusus Dej. 
y, distinguendus Dft. 



Am Ufer des Mühlenbaches bei Köslia. 
Unter feuchtem Laube im Golleii bei Kös- 
lin, nicht häufig. 

Von Lehrer Kniephof an einem Wasser- 
tümpel in \'elso\v, Kreis Stolp, gefunden. 
Häufig. 

An einem Sumpfe zwischen den Ostsee- 
dünen beiSaleske drei Exempl. gesammelt. 

Die Stammform überall nicht selten, die 
var. vereinzelt bei Saleske. 

Häufig. 
Nicht selten. 



Bei Köslin, selten. 

Überall nicht selten. 

Bei Köslin unter Baumrinden, selten. 

Köslin, amLüptow-See unter Steinen, selten. 

.Saleske, unter Baumrinde, selten. 

Bei Saleske auf Moorboden unter Moos, 

selten. 
Häufig. 
An Sumjifräudern, nicht selten. 

Überall nicht selten. 

Bei Köslin ziemlich selten. 

Auf feuchten \Mesen nicht selten. 



Am Ufer des Lüptow- und Jamunder-Sees 
im Juni öfters zahlreich. 

Am Ostseestrande bei Köslin, aber selten. 

Bei Köslin sehr selten; ein Exemplar von 
meinem Freunde G. Schröder amLüptow- 
.See, ein vollständiges und ein sehr be- 
schädigtes Exemplar \'on mir am Ostsee- 
ufer erbeutet. 

Ebenfalls hier sehr selten: vier Exemplare 
von mir am Ostseestrande gefunden. 

An sumpfigen Orten nicht selten. 

-Selten, bei Köslin. 

Bei Köslin nicht selten. 

Bei Köslin und Saleske nicht häufig. 



Köslin, selten. 

Saleske, im Frühjahr unter Steinen 

selten. 
Häufig. 

Köslin nicht häufig. 
Überall häufig. 
Nicht selten. 



icht 



212 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



Harpalus smaragdinus Dt't. 



fuliginosus Duft, 
latus L. . . . 
rubripes Duft. . 
honestus Duft. . 



neglectus Serv. 
fuscipalpis Strm. . 
autuninalis Duft . 
hirtipes Panz. . . 
melancholicus Dej. 
servus Duft. . . 



, tardus Panz. . . 

„ anxius Duft. . . 

, serripes Quens. 

„ picipennis Duft. . 
Stenolophus teutonus Schrnk 

„ mixtus Herbst . . 

„ ab. Ziegleri Panz. 
Acupaljms flavicollis Strm 

„ brunnipes Strm. . 

^ meridianus L. . . 

, dorsalis F. . . . 



^ ab. notatus Muls. 

„ ab. maculatus Schaum 

„ exiguus Dej. 
Anthracus consputus Duft. 
Tetrapktti/pus similis Dej. 

Bradycellus collaris Payk. 

, harpalinus Serv. . 
Trichocellns placidus Gyllb. 
Diachromus srermanus L. 



Anisodactijlns binotatus F. 
var. spurcaticorni.s 
Amara plebeja Gyllb. . . 
similata Gyllb. 

,. ovata F 

^ communis Panz. . 

, lunicollis Schiödte 

aenea Degeer . . 

spreta Dej. . . . 



ab. nigra Letzn. 
famelica Zimm. 
eurynota Panz. 
familiaris Duft. 



Dej 



Nicht selten. 

Im Kreise Lauenburg auf sandigen Feldern 

im Juli nicht selten, unter Steinen. 
Köslin unter Steinen, selten. 
Im Collen bei Köslin häufig. 
Bei Köslin und .Saleske unter Steinen. 
Köslin, besonders am Ostseestrande nicht 

selten. 
Bei Köslin, selten. 



Am Ostseestrande bei Köslin selten. 

Am Lüptow-See bei Köslin im Frühjahr 

unter .Steinen oft zahlreich. 
Köslin und Saleske, nicht selten. 



Köslin, selten. 

Köslin, nicht häufig. 

.-Vn Sumpfrändern bei .Saleske ziemlich selten. 

Bei Köslin, selten. . ■ 

Überall häufig. 

An sumpfigen .Stellen in den Dünen bei 

.Saleske, die Stammform seltener als die 

Aberrationen. 



Bei .Saleske, selten. 

Bei Köslin, nicht häufig. 

Einmal am Ostseeufer bei Köslin in größerer 

Anzahl gefunden. 
In den bewaldeten Ostseedünen bei .Saleske 

öfter aus Laub und Moos gesiebt. 



Im Kreise Lauenburg auf sandigen Äckern 

unter Steinen, nicht häufig. 
Überall. 

Köslin, vereinzelt mit der .Stammform. 
Köslin, nicht selten. 
,, häufig, 
selten. 
„ nicht selten. 
, nicht häufig. 
Überall häufig. 

Am Lüptower See im Frühjahr oft zahl- 
reich; dort kommt auch die Aberration, 
aber selten, vor. 

Köslin, selten. 

,, nicht selten. 
Überall häufig:. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 213 



Amara lucida Duft. 

tibialis Payk. , 
silvicola Zimm. 



bifrons Gyllh. . 
brunnea Gyllh. 
apricaria Payk. 
,. fulva Deg. . . 
consularis Duft. 

aulica Panz. 

y, equestris Duft. 
Stomis pumicatus Panz. 
Pterostichus punctulatus Schall 

^ lepidus Leske . . . 



ab. niger Letzn. . 
ab. violaceus Letzn. 
cupreus L. . . . 



ab. viridis Letzn. 
ab. affinis Sturm 
coerulescens L. 
ab. subcyaneus Prell 
vernalis Panz. . 
aterrimus Herbst . 

oblongopunctatus F. 
angustatus Dft. 
niger Schall. . 
vulgaris L. . . 
nigritus F. . . 
anthracinus 111. 
gracilis Dej. 
minor Gyllh. 



strenuus Panz. 
., diligens Sturm. 
Sjjhodi'us leucophthalmus L. 
Laemostemis terricola Herbst. 
Calathiis fuscipes Goeze. . . 
erratus Sahlb. . . . 
,. ambiguus Payk. . . 
mollis Mar.sh. . 
melanocephalus L. . 
„ micropterus Duft. 

Dolichns halensis Schall. . . 



„ ab. flavicornis F. 
Synuchus nivalis Panz. 



Köslin, viel seltener als die vorige. 

.\m Ostseestrande im Frühjahr meist häufig. 

Auf den Ostseedünen; bei Köslin selten; 

zahlreich habe ich sie öfter bei Saleske 

gefunden. 
Im Lauenburger Kreise nicht selten. 
Im Collen bei Köslin unter Moos, selten. 
Häufig. 
Nicht selten. 
Auf sandigen Ackern unter Steinen nicht 

selten. 
Überall, nicht selten. 
Bei Köslin unter Steinen, nicht häufig. 
Überall, nicht selten. 
Bei Köslin, nicht häufig. 
Bei Köslin, nicht selten. Häufiger ist diese 

Art im Kreise Lauenburg auf sandigen 

Feldern unter Steinen ; dort kommen aucli 

die Aberrationen vor. 



Die Stammform überall gemein, die Aberr. 
seltener. 



Bei Köslin, et^vas seltener als die vorige Art. 

Überall nicht selten. 

Am Ostseestrande, auch im (yollen bei 

Köslin, aber selten. 
Im Collen bei Köslin, häufig. 
,, ., „ ., selten. 

Überall, häufig. 



Köslin und Saleske, nicht häufig. 
Bei Köslin und Saleske am Rande sump- 
figer Wiesen, nicht selten. 



In Kellern bei Köslin und Saleske. 

,y ^ ?« -^ 11 n 

Überall häufig. 



Ostseedünen bei Saleske, unter Moos, selten. 

Überall häufig. 

Köslin, im Collen unter Laub und Moos 

häufig. 
Einmal am Ostseestrande bei Köslin in 

größerer Anzahl gefunden, daiamter auch 

die Aberr. 

Auf Ackern bei Köslin u. ."^aleske im August. 



214 



Stettiner Entomologische Zeitung. 



76. 1915. 



OlistJiojJus rotundatus Payk. 

Agonum ruficorne Goeze . 

, obscurum Herbst . 

, assimile Payk. . . 

liven.s Gyllb. . . 



, sexpunctatum L. . 

, mai'ginatum L. 

!, Mülleri Herbst 

, lugens Duft. 

, versutum Gyllb . 

.. viduum Panz. . 

, var. moestuni Duft 

^ fuliginosuui Panz. 

, piceum L. . . . 

,, gracile Gyllb. . . 

„ dorsale Pontopp. . 
Masoreus Wetterbali Gyllb. 



ab. axillaris Küst. 
Lehia cblorocepbala Hoft'm. . 

Metahletus truncatellus L. . 

„ foveatus Geoft'r. . 
Mkrolestes uiinutulus Goeze 

maurus Sturm . 
Dromius linearis Ol. . 
, agilis F. . . . 
, marginellus F. . 
, fenestratus F. . 
fl quadrimaculatus L. 
„ quadrinotatus Panz. 
. , nigriventris Tboms. 



j, melanocepbalus Dej. 
Demetrias monostigma Sam. 
Cymindis angulari.s Gyllb. 



OdacanÜta uielanura L. 



Bei Grüuwalde, Kreis Xeustettin, von Lehrer 

Sabiiiski zahh'eich gesammelt. 
Überall, nicht selten. 



Im Buchwald bei Köslin unter der Rinde 
alter Baumstümpfe im ersten Frühjalir 
oft zahlreich, vereinzelt auch bei Saleske 
befunden. 

Häufig. 

Nicht selten. 

Überall, häufig. 

Im Gellen bei Köslin unter Moos, selten. 

Häufig. 

Bei Köslin und .Saleske, nic'.it häufig. 



Häufig. 

Am Ostseestrande bei Köslin und auf san- 
digen Ackern bei Rogzow unweit Köslin 
Stammform und Aberr. ; aber selten. 

Am Rande des Gollens unter .Sträuchern, 

selten. 
Bei Köslin und Saleske, nicht selten. 

Köslin, im Frühjahr unter Besenginster 
(Spartium scoparium). 

Köslin, unter Baumrinde, nicht häufig. 
.. „ ., nicht selten. 

.. , „ nicht häufig. 

unter Kiefernrinde, selten. 
,, häufig. 

„ unter Rinde, ziemlich selten. 
Köslin, am Rande des Gollen aus Laub 
und Moos gesiebt. 



Bei Saleske am Muddel-.See auf Rohr. 

In den Ostseedünen bei .Saleske mehrere 
Exemplare, bei Köslin ein Exemplar ge- 
sammelt. 

Am Muddel-.See bei .Saleske auf .Schilf. 



llaliplus obliquus F. . 
confinis Stepb. . 



variegatus Sturm 
fulvus F. . . . 
flavicollis Strm. 



3. Haliplidae. 

. Köslin und .Saleske, nicht selten. 

. Im ganzen selten; einmal fing ich in einem 

Wassertümpel am Lüptower See gegen 

200 Stück. 
. Köslin und .Saleske, nicht selten. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 215 

HaVq^liis laminatus Schall. . . Köslin, selten. 

^ ruficollis Deg Überall häufig. 

., V. Heydeni Wehnke . . In CTräben auf dem Salesker Moor, nicht 

selten. 

,, fulvicoUis Er Bei Köslin und besonders bei Saleske nicht 

selten, 
fluviatilis Aub. . . . ,, ^ „ 

^ striatus Wehnke . . . Bei Saleske nicht häufig. 
„ immaculatus Gerh. . . „ „ „ ,, 

, lineatocollis Marsh. . . Bei Köslin und Saleske ziemlich häufig. 
Cneniidotus impressus Panz. . Köslin und Saleske, nicht selten. 



Hyphydrus ovatus L 

Hygrotus inaequalis F. . . . 

^ versicolor Schall. . . . 

„ decoratus Gyllh. . . . 

Coelamhiis impressopunctatus 

Schall 

,, var. 5 lineellus Gyllh. . 

., confluens F 

Bidessus unistriatus lUig. . . 

,, ab.gro.ssepunctatusVorbr. 

„ geminus F 

y, hamulatus Gyllh. . . . 



4. Dytiscülae. 

. Überall häufig. 
. Köslin und Saleske, häufig. 
. Im Marsower See unweit Saleske, nicht ■•elten. 
. In einem Wassertümpel bei Köslin öfter in 
größerer Anzahl gefangen. 



ab.n.pomeranusKniephof 
T ab. n.pulchellusKniephof 
, ab. n. Hühni Kniephof 
Hydroporus latus Steph. . . 

^ depressus F. . . . 

„ pictus F 



ab. cruciatus Schils. 
granularis L. . . . 
ab. .suturalis Müll. . 
bilineatus Strm. . 
oblongus Steph. . . 
lineatus Deg. ... 
halensis Fabr. . . . 

dorsalis F 

erythrocephalus L. . 
var. $ deplanatus Gyllh 
rufifrons Duft. . . . 
angustatus Strm. . . 



Bei Köslin und Saleske häufig. 

Bei Köslin, ziemlich selten. 

Köslin und Saleske, nicht selten. 

Vereinzelt in Gesellschaft der Stammform. 

Überall, nicht selten. 

1 )ieser seltene, bis dahin nur aus .Schweden 
und Finnland bekannte Käfer wurde vor 
zwei Jahren von dem Lehrer J. Kniep- 
hof bei Kl. Carzenburg im Kreise Bublitz 
aufgefunden. Er veröffentlichte diesen 
Fund in der „r)eutschen Entomol. Zeit- 
schrift 1913, S. 103", wo er auch die 
neuen Aberrationen beschrieben hat. 



Im Mühlenbach bei Köslin mehimaK einige 

Exemplare gefangen. 
Im Mühlenbach bei Köslin, in manchen 

Jahren häufig. 
Die Stammform bei Köslin und Saleske 

nicht selten, die Aberr. vereinzelt. 

I )ie .Stammform häufig, die Aberr. selten. 

Bei Köslin, selten. 
Köslin und Saleske, ziemlich selten. 
Überall, nicht selten. 
Köslin und .Saleske, nicht selten. 
,, ^ ., nicht häufig. 

Überall, ziemlich häufig. 
Bei Saleske nicht selten. ' 

Köslin und Saleske, nicht häufig, 
nicht selten. 



216 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



Hijdrojwrus palustris L. 
„ striola Gyllh. . 
„ tristis Payk. 
notatus Sturm . 



umbrosus Gyllh. . 
elongatulus Strm. 
obscurus Strm. 
planus F. . . . 



, ab. pallescens Seidl, 

„ fuscipennis Schaum. 

„ discretus Fairm. . 

„ nigrita F. . . . 

„ memnonius Nicolai 

^ melanarius Strm. . 
Noterus crassicornis Müll. 

,, clavicornis Deg. . 
Laccophilus obscurus Panz. 

„ virescens Brahm . 
Agabits guttatus Payk. 

„ bipustulatus L. 
neglectus Er. . 
Erichsoni Gemgr. 

„ subtilis P]r. . . . 
„ chalconotus Panz. 

paludosus F. . . 

uliginosus L. . . 
,, femoralis Payk 

congener Payk. 
„ nebulosus Forster 
^ Sturmi Gyllh. . 
^ undulatus Schrank 

ab. interruptus Schils. 
Platainbii.'i maculatus L. . . 



,, ab. inaequalis Panz. 

, ab. inornatus Schils. 
Copelatus ruficollis Schall. 
Ilybius fenestratus F. . . 
similis Thoms. 



., fuliginosus F. . . 

,, subaeneus Er . . 

„ ater Degeer. . . 

,, obscurus Marsh. . 

., guttiger Gyllh. 

' ., aenescens Thoms. 
Rhantus Grapei Gyllh. 

,, punctatus Geoffr. . 



Überall, häufig. 
Saleske, selten. 

Köslin und Saleske, nicht selten. 
.Selten; bei Saleske zwei Exemplare ge- 
fangen. 
Köslin und Saleske, nicht selten. 

Saleske, Selten. 

Die .Stammform überall häufig, die Aberr. 
selten, bei Köslin. 

r n r 

Bei .Saleske, nicht häufig. 
„ „ selten. 

Bei Köslin und Saleske, nicht häufig. 



Überall, nicht selten. 

,, häufig. 
Überal häufig. 

In einem Sumpfe im Buchwalde bei Köslin. 
Überall, häufig. 
Bei Köslin, nicht häufig. 
Selten; bei .Saleske eiiunal drei .Stück ge- 
fangen. 
Bei .Saleske, ziemlich selten. 
Bei Köslin und Saleske, aber nicht häufig. 



Bei Köslin, selten. 
Köslin und Saleske, nicht häufig. 
r)ie Stammform bei Köslin häufig, die 
Aberr. sehr selten. 

I )ie .Stammform im Mühlenbacli bei Köslin 
häufig; ab. inaequalis nicht selten, ab. 
inornatus aber sehr vereinzelt. 



Köslin und Saleske, nicht selten. 

Bei Köslin und Saleske, nicht selten. 

Bei Köslin und Saleske ebenfalls nicht selten; 
oft in Gesellschaft von J. obscurus , mit 
dem er leicht venvechselt werden kann. 

Überall, meist häufig. 

Bei Köslin, nicht häufig. 

Überall, häufig. 

Köslin und -Saleske, nicht selten. 

,, selten. 

Überall, nicht selten. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 217 

RJiantus notaticollis Aube. . . In einem Wassertümpel zwischen den Ost- 
seedünen bei Saleske einmal im Sep- 
tember in größerer Anzahl gefangen. 
^ bistriatus Bergstr. . . Bei Köslin und Saleske, aber nicht häufig. 

, adspersus F Überall, nicht selten. 

^ exoletus Forster . . . Die Stammform bei Köslin und Saleske 

häufig, ab. insolutus nicht sehr selten; 
von var. melanopterus fing ich ein 
Exemplar bei Saleske. 
, var. melanopterus Zett. „ ,, „ 

, ab. insolutus Aub. . . „ „ „ 

C'olymbetes fuscus L Überall, nicht selten. 

, var. affinis Stein . . . Bei Köslin, selten. 

^ Paykulli Er Bei Köslin und Saleske, selten. 

, striatus L „ „ ,, „ ^ 

Hydaticus seminiger Deg. . . Bei Köslin und Saleske, niclit sehr selten. 

„ stagnalis F „ ., „ ,, ., „ 

, transversalis Pont. . . ,, ,, ., ., ., „ „ 

Graphoderes austriacus Strm. . Köslin und Saleske, selten. 
, bilineatus Deg. . . . ^ „ ,, „ 

, cinereus L Die Stammform häufiger, die Aberrationen 

selten. 
„ ab. intermedius Wsth. . „ „ „ 

„ ab. Simulator Wsth.. . ^ „ „ 

, zonatus Hoppe . . . Bei Köslin, nicht häufig. 

Acilhis sulcatus L Überall häufig. 

, canaliculatus Nicolai . Bei Köslin und Saleske, auch die Aberr. 

nicht selten. 
„ ab. Kotulae Ulanowsky ., „ „ 

Dytiscus latissimus L Im Alühlenbach bei Köslin, nicht häufig. 

, marginalis L Überall, häufig. 

_ var. 5 conformis Kunze ., ^ 

dimidiatus Bergstr. . . Bei Köslin und Saleske, nicht selten, 
punctulatus F. . . . „ ,, ,, 

„ circumcinctus Ahr. . . ,, ,, „ 

r, var. $ dubius Gyllh. . „ ., „ 

Cybister lateralimarginalis Deg. Bei Saleske einige Exemplare gefangen. 

5, Oyrinidae. 

GyrtmiS minutus F Bei Saleske, nicht selten. 

„ bicolor Payk Köslin, selten. 

, natator L Überall, häufig. 

var. Wankowiczi Reg. . Im Mühlenbach bei Köslin, nicht selten. 
„ var. natator Ahr. . . „ , „ 

„ marinus Gyllh. . . . Saleske, Moorgräben, nicht selten. 

Orectochilus viJlosus Müll. . . Einmal im Mühlenbach bei Köslin in 

gröi3erer Anzahl gefangen. 

6. Stapliylinidae. 

Micropephis caelatus Er. . . . Selten; bei Saleske ein Exem])lar gefangen. 



porcatus F 
Phloeoc/iaris subtilissima Mannh 
MegarthruH depressus Payk. 
. hemipterus Illig. . 



Überall, nicht selten. 

Köslin, unter Kiefernrinde. 

Köslin, aus Laub und Moos gesiebt. 



218 



Stettiner Entomolowische Zeitungr. 76. 1915. 



Protcinus macropterus Gy 
AntJwbiuui sorbi Gyllh. 

„ primulae Steph. 

, minutum F. . 
Phyllodrepa floralis Pavk 

„ Salicis Gyllh. . 



melanocephala F. 



Uh. 



„ ioptera Steph. . . 

„ vilis Er 

Omalium rivulare Payk. . 

„ caesum Grav. . 
Phloeonomus pusillus Grav 

, luinimus Er. 
Xylodronius concinnus Marsh 

„ depressus Grav. 
Lathrbnaeum melanocephalum 
111 

y, atrocephalum Gyllh. 

,, unicolor Marsh. . 
Olophrinn piceum Gyllh. . 

,, assimile Payk. . . 
^ consimile Gyllh. . 

Arpedhtni quadrum Grav. 
Acidota crenata F. . . . 
Lesteva longelytrata Goeze 
Anthophagiis abbreviatus F. 

„ caraboides L. . . 
Deleaster dichrous Grav. . 
Copro2)h'dus striatulus F. 
Trogophloeus arcuatus Steph 
bilineatus Steph. . 
rivularis Motsch. . 
memnonius Er. 
elongatulus Er. 
corticinus Grav. . 
Haptoderus caelatus Grav. 
O.Tytelits rugosus F. . . . 

„ rugifrons Hochh. . 

^ insecatus Grav. 

, fulvipes Er. . . . 

y, piceus L 

., sculptus Grav. . . 

, nitidulus Grav. 

„ complanatus Er. . 

y, tetracarinatus Block 
Platystethus arenarius Geofi'r 

„ cornutus Grav. 

, nodifrons Sahlb. . 
Bledius opacus Block. . . 

„ fracticornis Payk. 



Köslin, in Pilzen. 

Saleske, auf blühendem Weißdorn, häufig. 

Köslin, von Frühjahrspflanzen gekötschert. 

L'berall häufig. 

Überall nicht selten. 

Bei Saleske mehrere Male einige Exemjilare 
von Gebüsch, vielleicht Weiden, geköt- 
schert. 

Bei Saleske ein Exemj)lar unter Rinde ge- 
fangen. 

Saleske, nicht selten. 
,, selten. 

Überall nicht selten. 

Köslin, unter Kiefernrinde. 

,, ,, Eichenrinde, selten. 

.Saleske, selten. 

„ häufig. 

Köslin, nicht häufig. 

,, nicht selten. 

,, selten. 
Ostseedünen bei .Saleske aus Laub und 
Moos gesiebt. 

\'on J. Kniephof bei N'elsow, Kreis Stolp, 

gesamiuelt. 
Köslin. 

„ und Saleske, nicht häufig. 
Überall häufig. 
Köslin und Saleske. 

Köslin. 

und Saleske. 
Bei Köslin und .Saleske. 



Überall häufig. 

Köslin, selten. 

Bei Köslin und .Saleske. 



Köslin 



Köslin, am Jamunder .See. 



Lull witz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 219 



Bledius p3gmaeus Er. . 
^ talpa Gyllh. 
„ subterraneus Er 
„ arenarius Payk. 
Oxyporus rufus L. . . 
Stemis biguttatus L. . 
^ bipunctatus Er. 
, bimaculatus Gyllh 

Juno Payk. . . 
„ ater Mannh. 
,, clavicornis Scop 

providus Er. 

lustrator Er. 
,, buphtlialmus Grav 
y incrassatus Er. 
,, melanarius Steph 

atratulus Er. 
,. nanus Steph. 
„ circularis Grav 

cautuä Er. . 

fuscipes Grav. 

Argus Grav. 

humilis Er. . 
„ carbonarius Gyllh 
„ opticus Grav. . 
„ crassus Steph. . 
„ nigritulus Gyllh. 
^ brunnipes Steph. 

latifrons Er. 

fulvicornis Steph 
., tarsalis Ljungh. 
,, similis Herbst . 

cicindeloides Schall. 

fornicatus Steph. 
,. pubescens Steph. 
,. binotatus Ljungh. 

pallitarsis Steph 

picipes Steph. . 

foveicoUis Kr. . 
,. bifoveolatus Gyllh 

flavipes Steph. . 

geniculatus Grav. 
,, impressus Germ. 
,. pallipes Grav. . 
Euaesthetus bipunctatus Lj 
Astenus filiformis Latr. 

„ angustatus Payk. 
Paederus ruficollis F. . 

riparius L. . . 

fuscipes Gurt. . 
„ litoralis Grav. . 
Stilicus rufipes Germ. . 
„ similis Er. . . 
T, geniculatus Er. 
„ orbiculatus Payk. 



gh 



KösHii, um laniuuder .See. 



vöslin, in Pi 


zen. 


„ nicht 


sehen. 


11 r 


l 


„ häufig. 


„ nicht 


selten. 


„ nicht 


häufig- 


„ sehen 




„ häufig-. 


„ selten 




„ nicht 


häufig- 


„ nicht 


sehen. 


„ selten 




„ nicht 


selten. 


^ nicht 


häufig-. 


„ nicht 


selten. 


„ nicht 


häufig. 


„ selten 


'" 


nicht 


häufig. 



KösHn und Saleske, nicht häufig. 
C^berall häufig. 



Saleske, ziemlich selten. 

Überall, häufig. 

Bei Köslin und Saleske, aber meist selten. 



KösHn, selten. 
Köslin, nicht häufig. 

Köslin, selten. 
„ häufig. 



nicht häufig 



220 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



Scopaeus laevigatus Gyllli. . 
Litlwcharis ochracea Grav. . 
Medon castaneus Grav. . . 

„ melanoceplialus F. . 

„ obsoletus Nordm. . 
Lathrobiuni quadratum Payk 
terminatum Grav. 
rufipenne Gyllh. 
elongatum L. . 

., laevipenne Heer 

^ fulvipenne Grav 

, brunnipes F. 

, filiforme Grav. . 

„ longulum Grav. 
Cryptohiuni fracticorne Payk. 
Leptacinus bathyclirus Gyllh. 

y, var. linearis Grav. . 
Xantholhms punctulatus Payk 

„ angustatus Steph. 

„ glaber Nordm. . . . 

„ tricolor F 

,, linearis Oliv. . 

, var. longiventris Heer 
Nudobius lentus Grav. . . 
Gauropterus fulgidus F. . . 
Baptournis affinis Payk. . . 
Othius punctulatus Goeze 

^ melanocephalus Grav. 

^ myrmecophilus Kiesw. 
Actohius cinerascens Grav. . 
Neobisnins villosulus Steph. . 
Cafius xantholoma Grav. . . 
Philonihus splendens F. . . 

, laminatus Creutz . 

,, nitidus F 

, aeneus Rossi . . . 
chalceus Steph. . . 
cavbonarius Gyllh. . 
atratus Grav. . . . 



ebeninus Grav. 
coruscus Grav. . 
concinnus Grav. . . 
sanguinolentus Grav. 
immundus Gyllh. . 
debilis Grav. . . . 
decorus Grav. . . . 
fuscipennis Mannh. . 
Mannerheimi Fauv. . 

varius Gyll 

marginatus Stroem. . 
longicornis Steph. 
cruentatus Gmel. . . 
varians Payk. . . . 
var. agilis Payk. . . 



Köslin, nicht häufig. 

Küslin, sehen. 
Köslin, nicht häufig. 

Köslin und Saleske, niclit selten. 

Moor bei Saleske unter Moos, selten. 
Überall, nicht selten. 
Saleske, selten. 
ÜberaU, nicht selten. 

(iollen bei Köslin, aus Laub gesieVjt. 

Bei Köslin und Saleske, niclit selten. 
Köslin, nicht selten. 
Saleske, selten. 
Köslin, nicht selten. 

„ nicht häufig. 

Überall,, häufig. 
Köslin, selten. 



unter Kiefernrinde. 

nicht selten. 

seltener. 

selten. 

am Ufer des Mühlenbaches. 

am Ostseestrande, 
meist nicht selten. 



Die Arten sind fast alle bei Köslin nicht 
selten. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 221 



Philonthis fimetarius Grav. 

^ sordidus Grav. . 

^ umbratilis Grav. . 

,, corvinus Er. 

,, discoideus Grav. . 

.,, quisquiliarius Gyllli 

,, fuuiarins Grav. 

., nigrita Grav. . 

^ micans Grav. . 

., fulvipes F. . . . 

,, punctus Grav. . . 

,, tenuis F 

, vernalis Grav. . 

,, nigritulus Grav. . 

,, splendidulus Grav. 
St(q)fnjlinus pubescens Deg. 

,, fulvipes Scop. . . 

^ caesareus Cederb. 

^ erythropterus L. . 
similis F. . . . 

,,, brunnipes F. . . 

,, fuscatus Grav. . 
picipennis Grav. . 

,1 aeneocephalus Deg. 

y, ater Grav. . 

y, globulifer Geoffr. . 
Ontholestes tessellatus Geoffr 

„ murinus L. . . . 

Emus hirtus L 

Creoph'dus maxillosus L. . 
Qxiedhis brevis Er. . . . 



., lateralis Grav. . 

„ fulgidus F. . . . 

„ ab. depauperatus Woll 

, mesomelinus Marsh 

^ xantbopus Er. . 

„ cinctus Payk. . . 

^ fuliginosus Grav. . 

y, molochinus Grav. . 

, picipes Mannh. 

,, umbrinus Er. . ■ 

„ fumatus Steph. 

, lucidulus Er. . . 

fl semiaeneus Steph. 

„ picipennis Heer. . 

„ boops Grav. . . . 
Heterothops binotata Grav. 

, praevia Er. . . . 

fl quadripunctata Grav. 
Mycetoporiis splendidus Grav 



Die Arten sind fast alle bei Köslin nicht 
selten. 



Bei Köslin, nicht häufig. 
Köslin. 



„ nicht selten. 

, selten. 

„ nicht häufig. 

„ im Gollen häufig. 

„ nicht selten. 

„ selten. 

„ nicht häufig. 

„ nicht selten. 

„ selten. 
„ nicht häufig. 
Überall, nicht selten. 

Köslin, im Gollen unter Rindermist. 
Überall häufig. 

Köslin, unter feuchtem Laube, meist nicht 
selten. 



Stettiiier Entomologische Zeitung, Heft II. 



Köslin, selten. 

„ nicht selten. 
„ selten. 

\'on J. Kniephof bei Velsow, Kr. Stolp, 

gefangen. 
Köslin, nicht häufig. 

„ am Ostseestrande. 
Bei Köslin, nicht häufig. 

Köslin, unter abgefallenean Laube nicht 
selten. 

15 



222 



Stettiner Entomoloorische Zeituno-. 76. 1915. 



Mycetoporus brunneus Marsh. 



,, longulus Mannh. . 

„ ruficornis Kr. . . 

„ clavicornis Stepli. 
Bryopoi'us cernuus Grav. 
ßolitobhis trinotatus Er. . 

„ exoletus Er. . . 

„ thoracicus F. . . 
lunulatus L. . . 



Bryocharis cingulata Mannh 
,. analis Payk. . . 
„ inclinans Grav. 
„ formosa Grav. . . 



Conosoma littoreum L. 

„ pubescens Grav. . 

„ immaculatum Steph 

„ pedicularium Grav. 
Tachyporus nitidulus F. . 

„ macropterus Steph. 

^ pusillus Grav. . 

„ transversalis Grav 

, atriceps Steph. 

„ chrysomelinus L 

„ hypnorum F. . 

„ solutus Er. . . 

„ abdominalis F. 

„ obtusus L. . 
Tachinus flavipes F. 

„ humeralis Grav. 

, fimetarius Grav. 

y, rufipes Degeer. 

,. laticollis Grav. 

,. marginellus F. . 
collaris Grav. . 



Leucoparyp/ius silphoides L 
Hypocyphis longicornis Payk 

„ seminulum Er. . 
Hahrocerus capillaricornis Gr 
Gymnusa brevicollis Payk. 
Myllaena dubia Grav. . . 

„ intermedia Er. . . 

y, minuta Grav. . . 
Pronomaea rostrata Er. . 
Uygronoma dimidiata Grav 
Oligota granaria Er. . . 
Gyrophaena pulchella Heer 

„ aflinis Sahlb. . . 

„ nana Payk. . . . 

,. fasciata Marsh. 

,, laevipennis Kr. 

y. minima Er. . . 

„ polita Grav. . . 
Thectura cuspidata Er. . 



Köslin, unter abgefallenem Laube, nicht 

selten. 

Köslin, selten. 

„ Gellen, unter Laub und Moos, 
in Pilzen, nicht selten. 



.Saleske, ein Exemplar unter feuchtem Laub. 
Köslin, unter feuchtem Laube, selten. 



Köslin, nicht selten. 



an Sumpfrändern, nicht häufig, 
nicht häufio-. 



Häufig. 



Köslin, im Frühjahr unter Laub nicht häufig. 
„ häufig. 
^ nicht selten. 
,, seltener. 
„ häufig. 

,, nicht selten. 

„ nicht häufig. 

„ nicht selten. 
Saleske, in Pferdemist, ziemlich selten. 
,, unter morschen Baumrinden. 
^ wie vorige, aber seltener. 
Köslin, unter altem Laub, nicht häufig. 
Saleskes Moor, unter Moos, selten. 
Köslin, unter feuchtem Laube, selten. 

„ unter Laub, nicht selten. 

„ unter Moos, selten. 
Saleske, auf Schilf nicht häufig. 

„ in Kellern, selten. 
Köslin, in Pilzen, selten. 

nicht selten. 



„ ,, nicht häufig. 

in Baumschwämmen, selten, 
unter Kiefernrinde, nicht selten. 



Lüllwitz, Verzeichnis cl. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 223 



Lepiusa haemorrhoidalis Heer. 

, ruficollis Er. . . . 
Autalia impressa Ol. . . . 
Falagria sulcata Payk. . . 

y, nigra Grav 

„ oljscura Grav. . . . 
Tachyusa atra Grav. . . . 



, leucopus Marsh. 

, umbricata Er. . 

„ coarctata Er. . 

„ constricta Er. . 

Atheta gregaria Er. 

„ luridipennis Mannh. 

, melanocera Thoms. 

, elongatula Grav. . 

^ gemina Er. . . . 

„ punctulata J. Sahlb. 



angustula Gjllh. 
aequata Er. . 
brunnea F. . . 
palustris Kiesw. 
inquinula Grav. 



amicula Steph. 
coriaria Kr. . . . 
sodalis Er. . 
pallidicornis Thoms. 
nigritula Grav. 
crassicornis F. . . 
pilicornis Thoms. . 
trinotata Kr. . . 
castanoptera Mannh 
nitidula Kr. . . 
atramentaria Gyllh. 
picipennis Mannh. 
marcida Er. 
parvula Mannh. . 
zosterae Thoms. . 
longieornis Grav. . . 
sordida Marsh.. . 
pygmaea Grav. 
aterrima Grav. 
fungi Grav. . . . 
var. orbata Er. 
clientula Er. . . 
laticollis Steph. . 
analis Grav. 
exilis Er. . . 



Köslin, unter morscher Baumrinde, nicht 
häufig. 

Köslin, in Pilzen, selten. 

„ unter altem Laube, nicht selten. 



Köslin, aiii Ufer des Mühlenbaches, im 
Mai an sonnigen Tagen oft häufig, be- 
sonders auch var. leucoj)us 



Köslin, unter feuchtem Laube, nicht häufig. 



,, nicht selten. 

Diese in Deutscliland sehr selten vor- 
kommende Art fing ich vor Jahren in 
einigen Exemplaren am Ostseestrande 
bei Köslin; determiniert von Eppelsheim. 

Köslin, nicht häufig. 

Saleske, nicht häufig. 

Köslin, nicht selten. 

Bei Köslin, zum Teil am Ostseestrande aus 

Laub und Moos gesiebt; determiniert 

von Eppelsheim. 



Köslin u. .Saleske, aus Laub und Moos gesiebt. 



15* 



224 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



Sijyalia circellaris Grav. 

NototJiecta anceps Er. . 
Astilbus canaliculatus F 
Zyras collaris Payk. . 

., funestus Grav. . 
„ cognatus Mark. 
„ humeralis Grav. 

„ limbatus Payk. . 
Atemeies emarginatus Payk. 
Phloeopora testacea Mannh. 
Ilyobates nigricoUis Payk. 
Calodera aethiops Grav. . 

^ uliginosa Er. . . 
Ocalea picata Steph. . . 
Oxypoda lividipennis Mannh 

, opaca Grav. . . 

, vittata Mark. . . 

., umbrata Gyllh. 

., alternans Grav. 

„ planipennis Thoms. 

, togata Er. . . . 

„ abdominalis Mannh. 

„ formiceticola Mark. 

„ annularis Mannh. . 
Thiasoj)hila angulata Er. 
Microf]Jossa marginalis Grav 
Aleoc/iara curtula Goeze 

„ crassicornis Lac. 

,, brevipennis Grav 

„ intricata Mannh. 

„ tristis Grav. 

„ moesta Grav. . 

,, sparsa Heer. 

, lanuginosa Grav. 

,, fumata Grav. . 

„ laevigata Gyllh. 

„ bilineata Gyllh. 

^ verna Say. . 

„ bipustulata L. . 



Köslin und Saleske, aus Laub und Moos 
gesiebt. 

11 7! n 

Häufig. 
Köslin. 



.Saleske, unter Kiefernrinde. 
Köslin, unter Moos. 

„ unter feuchtem Laube, selten. 



nicht selten. 



selten. 



nicht selten. 

selten. 

an Aas, häufig. 

nicht selten. 



selten. 

nicht selten, 
selten, 
nicht selten. 



Saleske, am Ostseestrande nicht selten. 
Überall häufig. 



7. Pselapliidae. 



Bibloplectus ambiguus Reichb. . 

Trichonyx sulcicollis Reichb. 
Batrisodes venustus Reichb.. 
Brachygluta fossulata Reichb. 

, haematica Reichb. . 
Reichenbachia juncorum Leach 

„ impressa Panz. . . 
Bryaxis longicornis Leach. . 
Bythinus bulbifer Reichb. 

„ Burrelli Denny. . . 

„ puncticoUis Denny . 



Im Buchwalde und im Collen bei Köslin 
aus Laub und Moos gesiebt. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 225 

Tychus niger Payk Im Huchwakle und im Collen bei Köslin 

aus Laub und Moos gesiebt. 
Pselaphus Heisei Herbst ... „ ^ ^ 

dresdensis Hei-bst. . . 



8. Scj (liiiaeuidae. 



Neura])hes elongatulus Müll. 

Stenichnus scutellaris Müll. . 

., collaris Müll. . . . 
Euconnus Wetterhalli Gj-llh. 

., hirticollis 111. . . . 
Scychnaenus Hellwigi Herbst 



Im Buchwalde und im Collen bei Köslin 
aus Laub und Moos gesiebt. 



Choleva oblonga Latr. . . 

^ elongata Payk. . . 

„ cisteloides Fröl. . . 

Nargus Wilkini Spence . . 

anisotomoides Spence 

Catops fumatus Spence . . 



^ AVatsoni Spence . , 

„ fuscus Panz. 

„ nigricans Spence . , 

„ nigrita Er 

, morio F 

^ neglectus Kr. . . . ^ 

„ tristis Panz 

Ptomaphagus subvillosus Goeze 

, sericatus Chaud. . . 
Colon brunneum Latr. 
Necrophorus germanicus L. . 

y humator Goeze . . 

„ interruptus Steph. . 

, investigator Zett. 

,, ab. intermedius Reitt. 

„ sepultor Charp. . . 

„ vespilloides Hbst. 

^ vespillo L 

^ vestigator Herschel . 
Necrodes littoralis L. . . . 
T/ianatopJülus dispar Herbst 

„ sinuatus F 

^ rugosus L 

Oeceoptoma thoracicum L. . 
BUtophaya opaca L. . . . 

, undata Müll. . . . 
Xylodrepa 4-punctata Schreber 

Silpha obscura L 



9. Silpliidae. 

Köslin, im Buchwalde, selten. 
Bei Köslin und Saleske, nicht häufig. 
Einmal in .Saleske an einer toten Maus. 
Köslin, unter Laub. 

„ in einem Ameisennest. 
In -Saleske an ausgelegten kleinen Tier- 
kada\ern gefangen. 



Bei Saleske und Köslin, unter faulenden 
Pflanzenstoften. 

Auf einerW'aldwiese bei Saleske gekötschert. 
An größeren Tierleicheu bei Köslin und 

Saleske, nicht häufig. 
An Aas, nicht selten. 

Köslin und Saleske, nicht selten. 

, im Collen, selten. 

, und .Saleske, nicht häufig. 
In Wäldern überall häufig. 
Häufigste Art. 

Köslin und .Saleske, nicht häufig. 
An Aas, nicht selten. 
Köslin, nicht häufig. 
Iläufio'. 



Nicht selten. 

Häufig. 

Köslin, im Frühjahr 

Eichen. 
Iläufis". 



nicht selten auf 



226 



Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 



SilpJta granulata Tliunb. . 

Phosphuya atrata L. . . 

ab. brunnea Hbst. 



Bei Köslin, selten. 
Häufig. 



Hydnobius Perrisi Fairm. 



Liodes cinnamomea Panz. 
j Triepkei Schmidt . 

picea Illig . . . 

dubia Kugel . . 
,. var. obesa Schmidt 
. calcarata Er. . . 
. ciliaris Schmidt . 

badia Sturm . . 



Colenis immunda Strra. 



Cyrtma subtestacea Gyllh. , 

, pauxilla Schmidt . 
Anisotoma humeralis F. . 

, glabra Kugel . . 

. orbicularis Herbst 
Amphicyllifi globus F. . . 

,, ab. ferruginea Strm. 
Agathidhim nigripenne F. 



seminulum L. . 
laevigatum Er. 
margrinatum Strm. 



10, Liodidae. 

. Bei Köslin, sehr selten. Ich habe hier nur 
I Stück erbeutet; dasselbe griff ich des 
Abends mit der Hand im Fluge. Habe 
dasselbe an E. Reitter abgegeben. 

Köslin, im Herbst in Pilzen, selten. 

Bei Köslin, selten. Auf einer \\'aldwiese 
einige Exemplare gekötschert. 



Bei Saleske, nicht sehr selten. 



Ostseedünen bei Köslin, selten. 

Saleske, auf einer ^^'aldwiese öfter ge- 
kötschert. 

Bei Saleske auf einer sumpfigen Wiese am 
Rande des Buchwaldes in der Abend- 
dämmerungöfter einige Exempl. gefangen. 



Köslin, nicht häufig 



„ unter Laub, selten. 

■* ?^ v\ n 

Köslin, unter der Rinde alter Baumstümpfe, 
nicht häufig. 



11. Corylophidae. 



Serlcoclerus lateralis Gyllh. . 
Corylophus cassidoides Marsh. 
Orthoperus atomus Gyllh. 



Köslin, nicht häufig. 

Flog einmal im Juni an einem sonnigen 
Tage in der Nähe einer alten Scheune 
in Saleske in Mence umher. 



12. Trichopterygidae. 

Ptenidium pusillum Gyllh. . . Häufig unter Laub. 

„ punctatum Gyllh. . . Köslin: Ostseestrand, unter Algen. 
Tr<cÄoj9?er^.rgrandicollisMannh. Häufig. 

y, atomaria Deg 

sericans Heer 



13. Seapliidiidae. 

Scaphidium 4-niaculatum Ol. . Köslin, im Collen. 
Scaphosoma agaricinum L. . . ,. häufig, 
boleti Panz - seltener. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgcfiuid. Käfer. 227 



14. Histeridae. 



Platysoma frontale Payk. 
ab. rufum Schils. . 
compressum Herbst 
Uister quadrimaculatus L. 

„ unicolor L. . . . 

„ merdarius Hoffm. . 

, cadaverinus Hoft'm. 

, striola Sahlb. . . 

., terricola Germ. 

^ stercorarius Hoffm. 

^ bipustulatus Schrank 

,. purpurascens Herbst 
ab. niger Schmidt 

„ marginatus Er. 
neglectus Germ. . 

, ventralis Marsh. . 

„ carbonarius Hoffm. 

^ quadrinotatus Scriba 

, duodecimstriatus Schrk 

, bimacuhatus L. . . 

„ corvinus Germ. 
Dendrophilus punctatus Herbst 
Carcinops pumilio Er. . . 
Paro}Ho/«sparallelepipedusHbst 
Gnatlwnciis rotundatus Kugel 

^ punctulatus Thoms. . 
Saprinus semistriatus Scriba 

, aeneus F 

„ var. immundus Gyllh. 



, rufipes Payk. . . 

, rubripes Er. . . 

„ var. arenarius Mar^h 

, conjungens Payk.. 

„ rugiceps Duft. . . 

, metallicus Herbst 

^ rugifrons Payk. . 

Plegaderiis caesus Herbst 

Onthophilus sulcatus F. . 

, striatus Forster . 
Acritus nigricornis Hoffm. 



Köslin, unter Rinden, nicht selten. 

■n II -n selten. 

fl „ , häufig. 

„ nicht häufig. 

,, , selten. 

„ ^ häufig. 

Überall, häufig. 
Köslin, nicht häufig. 

., selten. 

„ und Saleske, nicht selten. 

^ ^ , nicht häufig. 

1 läufig. 

Mit der Stanmiforni zusammen, nicht häufig. 
Saleske, selten. 
Köslin und Saleske. 



Saleske, an alten Bäumen, selten. 
Köslin, nicht häufig. 

, unter Baumrinde. 
Köslin; in Saleske öfter an den Wänden 
eines Hühnerstalles gesammelt. 

)1 51 Tl 

1 läufig. 

Ostseedüuen bei Köslin und Saleske in 
Exkrementen, ziemlich selten. 



Ostseedünen bei Köslin und Saleske, nicht 

selten. 
Seltener als der vorige. 
1 läufig. 

.Saleske, in altem Holz, nicht häufig. 
Köslin, unter faulenden Pflanzenstotfen, 
nicht häufig. 



15. Hydrophilidae. 



JJeloji/torus nubilus F. . . 
^ tuberculatus Gyllh. 



I Exemplar unter See- 



Xicht selten. 

Köslin, sehr selten; 
tang gefunden. 

aquaticus L Häufig. 

var. aequalis Thoms. . Saleske, vereinzelt mit der -Stammform. 



228 



Stettiner Entomoloorische Zeituu». 76. 1915. 



Helophorus avernicus Muls. 

brevipalpis Bed. . 
,, griseus Herbst . . 
, granularis L. . . 
„ viridicollis Steph. 
^ strigifrons Thoms. 
„ pumilio Er. . 



^ nanus Sturm 

^ var. pallidulus Thoms. 
Hydrochus elongatns Schauer 

, carinatus Germ. . 

„ brevis Herbst . . . 
Ochthehms bicolon Germ. 

„ impressus Marsh. . . 
Uydraena palustris Er. . . 

„ riparia Kugel . . . 
Spercheus emarginatus Schall 
Berosus signaticollis Charp. . 

„ luridus L 

Ey droits piceus L 

„ aterrimus Eschsch. . 
Ilydrophilus caraboides L. . 

„ var. intermedius Muls. 
Limno.renns oblongus Herbst 
Hydrohiiis fuscipes L. . . . 



„ var. subrotundatusSteph 
Anacaena limbata F. . . . 

„ ab. ochracea Steph. . 

, ab. ovata Reiche . . 
P/iilydrus melanocephalus Ol. 

,, minutus F 

^ coarctatus Gredl. . . 

^ frontalis Er. 

„ fuscipennis Thoms. . 

„ 4-punctatus Herbst . 

, testaceus F. . . . 

„ var. lineatus Kuw. .. 
HeJochares griseus F. . . . 
Cymhlodyta marginella F. . 
Laccohius minutus L. . . . 

y, biguttatus Gerh. . . 

, nigriceps Thoms. . 

^ ab. maculiceps Rottb. 

„ scutellaris Motsch. . 

, alutaceus Thoms. 
Chaetarthria seminulum Hbst. 
Limnebius truncatellus Thunb. 

, papposus Muls. . . 

, nitidus Marsh. . . . 

„ aluta Bedel .... 
Coetostoma orbiculare F. . . 



Köslin, in einem Tümpel einmal 12 Stück 

gefangen. 
Häufig. 

.Saleske, nicht häufig. 
Überall häufig. 
Saleske, nicht selten. 

Bei Velsow, Kreis Stolp, von J. Kniephof 

gesammelt. 
.Stammform und Aberr. bei Köslin, aber selten. 

Häufig. 
Nicht selten. 



Köslin, selten. 

,, weniger selten. 

,, nicht häufig. 

„ „ selten. 

^ und Saleske, nicht selten. 
.Saleske, selten. 
Überall häufig. 
Nicht selten. 

Überall häufig. 
Köslin, selten. 
Neustettin, selten. 

Bei Köslin und Saleske; die var. häufiger 
als die .Stammform. 

I läufig. 



Köslin, selten. 
Überall häufig. 
Köslin, auch Saleske, nicht selten. 

:, ,. r häufig. 

^ „ „ nicht häufig 

1 läufiü'. 



Köslin, nicht selten. 

1 läufig. 

Von Herrn Kniejihof im Kreise Bublitz 

gefunden. 
Köslin und .Saleske nicht selten. 

\'on Herrn Kniephof gesammelt. 

.Saleske: Moorgräben, nicht selten. 

Nicht selten. 

Häufig. 

.Saleske, Köslin, nicht selten. 



selten. 



Häufii 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 229 



SphaerkUum scarabaeoides L. 
, var. striolatum Heer 
„ bipustulatum F. . 

ab. humerale Westh. 

ab. marginatum F. . 
Cercyon littoralis Gyllh. . . 
„ ustulatus Preyssl. 
, lugubris Oliv. . . . 
, impressus Sturm . . 
^ haemorrhoidalis F. . 
y ab. erythropterus Muls 
„ melanocephalus L. . 
^ marinus Thoms. . 
„ lateralis Marsh. . . 
, unipunctatus L. . . 
, quisquilius L. . . . 
„ lerminatus Marsh. . 

ab. separandus Rey. 

pj'gmaeus Illig. . 
, nigriceps Marsh. . 

, tristis Illig 

_ granarius Er. . . 
, convexiusculus Steph. 
- flavipes Thunbg. . 
Meqasternum boletophagum 

Mrsh 
Cryptnpleiirum minutum F. . 

crenatum Panz. . . 



Häufig. 
Köslin, selten. 
Häufig. 
Nicht selten. 

Köslin, am Ostseestraude, selten. 
Nicht selten. 
Köslin, nicht häufig. 

Häufig. 

Köslin, vereinzelt mit der Stammform. 

Köslin und Saleske, nicht selten. 

Am Ufer des Lüptower Sees unter Steinen. 

Köslin, nicht häufig. 

Häufig. 

Köslin, nicht häufig. 
,, selten. 
„ nicht selten, 
häufig:. 



selten. 



Häufig. 



Bei Velsow, Kreis Stol]), von J. Kniephof 
gesammelt. 



16. Caulliaridae. 



Dictynpterus Aurora Herbst. 
Pyropicrus affinis Payk. . 

Platycis minuta F 

Lygistopterus sanguineus L. 
Lampyris noctiluca L. . . 
Pliausis splendidula L. . . 
P}iOSj)Jiae}ms hemipterus Goeze 
Podabriis alpinus Payk. . . 



„ ab. annulatus Fisch. 
, ab. rubens F. . . 
Cantharis fusca L. . . . 
, rustica Fall. . . 
, obscura L. . . . 
„ nigricans Müll. 
„ ab. luteipes Schils 
, pellucida F. . . 

, livida L 

^ ab. rufipes Herbst 
, figurata Mannh. . 

- rufa L 

ab. liturata Fall. . 
pallida Goeze . . 



Köslin, im (Collen, nicht häufig. 



„ nicht selten. 

„ selten. 
Im Gellen bei Köslin und im Buchvvalde 
bei Saleske, nicht selten. 



Häufig. 



.Saleske auf Gebüsch nicht selten. 
.Nicht selten. 



230 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



Cant/iaris fulvicollis F. . . . Nicht selten. 

„ alj. flavilabris Fall. . . ^ „ 

fl ab. maculata Schils. . „ „ 

, bicolor Herbst .... Nicht häufig. 

„ lateralis L „ „ 

y, haemorrhoidalis F. . . „ ^ 
Rhagonycha lutea Müll. . . . Köslin, selten. 

, ab. Märkeli Kiesw. . . „ „ 

„ fulva Scop Häufig. 

, testacea L „ 

, limbata Thonis. ... „ 

_ lignosa Müll Nicht selten. 

^ elongata Fall ^ ^ 

suis nitidula F Ende Mai und Anfang Juni im Gellen bei 

Köslin auf Vaccinium myrtillus nicht 
selten, besonders die c/'c^. 
Köslin und Saleske, nicht selten. 



Malth'mus biguttulus Payk. 

„ flaveolus Payk. 
Malthodes marginatus Latr. 

., guttifer Kiesw. 

^ brevicollis Payk. . 

,, mininius L. . . . 

, maurus Gast. . . 

, var. misellus Kiesw. 

„ spathifer Kiesw. . 
Charopus flavipes Payk. . 
Ehaeiis pedicularius Schrnk. 
Axinotarsus pulicarius F. 
Malachius aeneus L. . . 

^ marginellus Ol. . 

„ bipustulatus L. 

^ viridis F. . . . 
Anthocomus bipunctatus Har 

y, fasciatus L. . . 
Dasyies niger L. . . . 

^ coeruleus Deg. 

„ plumbeus Müll. . 

„ fusculus Illig . 
Dolichosonia lineare Rossi 
Haplocnemus nigricornis F 
Danacaea pallipes Panz. . 
Phloeoplülus Edwardsi Steph 



I3ei Köslin und .Saleske gefangen. 



Auf Waldwiesen nicht selten. 



Häufig. 
Nicht selten. 



Häufig. 

Nicht selten. 

Häufig. 

Nicht selten. 
Köslin, nicht häufig. 

Köslin, unter Kiefernrinde, selten. 



Tillus elongatus L 

, ab. bimaculatus Don. 
Opilo domesticus Sturm . 

, mollis L 

Thanasinius rufipes Brahm 

„ formicarius L. . 
Cory7ietes coeruleus Deg. 

y, ab. ruficornis Strni. 
Necrobia violacea L. . . 
Opetiopalpus scutellaris Panz 



17. Cleridae. 

Saleske, in altem Holz, nicht selten. 
Köslin und Saleske, in Häusern. 



Köslin, im Gollen, selten. 
^ „ ., häufig. 

Häufig. 



Seltener. 
Köslin, selten. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Kegierungsbez. Köslin aufgefund. Hafer. 231 



Byturus fumatus F, 



18. Bytinidae. 

. Die Stamnifonnen häufig, die Aberr. etwas 
seltener. 



ab. bicolor Reitt. 
tomentosus F. . . . 
ab. flavescens Marsh. 



Trogosita mauritanicus L. 
Peltis oblongum L. . . . 



19. Ostomidac. 

. Köslin, nicht häufig. 

. Bei Saleske wiederholt gefangen. 



Cateretes pedicularius L. . 

„ ab. scutellaris Leinb 

„ var. pallens Rey. . 
Brachypterus glaber Steph. 

, urticae F. . . . 
Heterosiomus pulicarius L. 

, var. cinereus Heer. 

fl var. linariae Steph. 
Ämphoiis marginata F. . 

Soronia punctatissima Dl. 

„ grisea L 

Epuraea depressa Gyllh. 

, ab. bisignata Sturm 

, melina Er. . . . 

, deleta Er. . . . 

„ neglecta Heer . . 

, obsoleta F. . . . 

„ longula F. . . . 

, pygmaea Gyllh. . 

, pusilla niig . . 

, florea Er. . . . 
Omosiphora limbata Oliv. 

„ var. Skalitzkyi Reitt 
Omosita Colon L. . . , 



20. NitiduHdae. 

Auf Blüten, überall häufig. 

.Seltener. 

Bei Saleske nicht selten. 

Auf Nesseln bei Saleske, nicht selten. 

„ „ überall häufig. 

In Linaria-Blüten häufig. 



y, discoidea F. . . 

fl ab. cincta Heer . 

Nitklula bipunctata L. . 

„ rufipes L. . . . 

, carnaria Schall. . 
Pria dulcamarae Scop. 

MeVigethes aeneus F. . . 

„ ab. coeruleus Marsh 

„ ab. rubripennis Reitt 

^ viridescens F. . 

„ ab. azureus Heer . 

, ab. discolor Reitt. 

, gymphyti Heer 



Köslin, unter morscher Baumrinde bei 

Ameisen. 
Köslin, an Baumstämmen, selten. 
„ häufig. 

Häufig auf Blüten. 
Mit der Stamniform, aber seltener. 
Köslin, nicht häufig. 



Häufig. 

Köslin, nicht selten. 



^ unter Buchenlaub, ziemlich selten, 

Köslin, .Saleske, an alten Knochen, meist 
häufig. 



Saleske, in den Blüten von Solanum dul- 

camara. 
Nicht selten. 



232 



Stettiner Entomolosisclie Zeitimo-. 76. 1915. 



Meligethes picipes Sturm . 

„ flavipes Sturm . . 

^ ochropus Sturm . 

^ viduatus Sturm 

„ tristis Sturm . 
Thalycra fervida Oliv. 
Pocadius ferrugineus F. . 
Cychranms luteus F. . . 
Cyllodes ater Herbst . . 
Cryptarcha strigata F. 

„ imperialis F. . . 
Glischroc/iihis Olivieri Bedel 

y, 4-guttatus Oliv. . 

„ 4-pustulatus L. 
rityophagus ferrugineus L. 
PJäzophagus depressus F. 

, ferrugineus Payk. 

„ parallelocollis Gyllh 

^ nitidulus F. . . 

„ dispar Payk. . . 

„ bipustulatus F. 

„ politus Hellw. . 



Nicht selten. 



Saleske, selten; am W.ildrande gekötschert. 
Köslin, in Pilzen. 
Nicht selten auf Blüten. 
Köslin, im Collen. 
Saleske, an Eichen. 



Unter Baumrinde, nicht selten. 



Bei Köslin und Saleske. 



Monotomo conicicollis Guer. 

, picipes Herbst . . 

„ brevipennis Kunze 
Silvanus surinamensis L. . 

„ unidentatus F. 

„ fagi Guer. . . . 
Psanimoccus bipunctatus F 
Laemophloeus monilis F. . 

„ testaceus F. . . 

„ ferrugineus Steph. 
Pi'ostomis mandibularis F. 



21. Cucujidae. 

Köslin, im Gollen unter Laul>. 



Saleske, am Muddelsee unter .Schilf. 
Köslin, unter Baumrinde. 

Saleske, unter Kleie. 

Köslin, in vermodertem Holz. 



22. Cryptopliag'idae. 



TelinatophiluK caricis Oliv. . 

„ var. longicollis Reitt. . 

„ typhae Fall 

Paramecosoma melanocephalum 

Hei'bst 

Cryptopliagm scanicus L. 

y, saginatus Sturm . 

n dentatus Herbst . . 

„ dorsalis Sahlb. . . 

,, badius Sturm. . 

„ acutangulus Gyllh. . 

„ cellaris Scop. . . . 

lycoperdi Herbst . . 

Antherophagus nigricoi-nis F. 

, silaceus Herbst. . . 
„ paliens Oliv. . . . 



Köslin, auf nassen Wiesen, nicht häufig. 



., am Mühlenbach. 
Bei Köslin und .Saleske. 



Saleske, selten; weni; 
Blumen gekötschert. 



',Q E.Kemplare von 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 233 



Grobbenia fimetarii Herbst 
Atomaria umbrina Gyllh. 

, nigriventris Steph. 

^ linearis Steph. . . 

„ munda Er. ... 

, mesomelaena Herbst 

, atra Herbst . . . 

„ fuscata Scliönh. . 

, atricapilla Steph. 

„ pusilla Payk. . . 

, apicalis Er. . . . 

„ ruficornis Marsh. . 

^ analis Er. . . . 
Ootypus globosus Waltl. . 
Ephisteuius globulus Payk 



Köslin selten. 



Überall häufig. 



Saleske, selten. 
Nicht selten. 



23. Erotjlidae. 

Tritoma bipustulata F. . . . Nicht selten. 

Triplax russica L Köslin, in Baumschwämmen, nicht häufig. 

Dacne bipustulata Thunb. . . Köslin; die Stammform nicht selten; die 

Aberration vereinzelt. 
^ ab. Jekeli Reitt. ... „ , , 

DiplocoelliS fagi Chevr. . . . Köslin, unter Buchenrinde, selten. 



Phahicrus fimetarius Er. . 

, var. Humberti Rye 
^ ab. rufipes Tourn. 
„ ab. picipes Steph. 
, substriatus Gyllh. 
, caricis Sturm . . 
Olibrus aeneus F. . . . 
., millefolii Payk. . 
, corticalis Panz. 
, pygmaeus Sturm . 
bicolor F. . . . 



24. Phalacridae. 

. Köslin und Saleske, auf Blüten, die Stamm- 
form sehr häufig, die Aberr. seltener. 



■ , ab. apicatus Guilleb 
„ ab. oloscurus Guilleb 
^ bimaculatus Küst. 
Stilbus testaceus Panz. 
„ ab. unicolor Flach. 
, atomarius L. . . 
oblonffus Er. . . 



Köslin und Saleske, nicht häufig 
Auf Blüten, nicht selten. 



Die Stammform überall häufig, die Aberr. 
bei Köslin und Saleske seltener. 



Köslin, selten. 

nicht selten. 



selten. 



Lathridius lardarius Deg. 

T, angusticollis Gyllh. 
Enicmus minutus L. 

, trans versus Ol. 
Corticaria pubescens Gyllh. 



25. Latliridiidae. 

Köslin, nicht selten. 

51 11)1 

Häufig. 

Saleske, nicht selten. 



234 



Stettiner Entomologische Zeitunof. 76. 1915. 



Cortkarki fulva ComoUi . . . Saleske, nicht selten. 

^ serrata Payk „ „ , 

, ferruginea Marsh. . . ^ selten. 

Mekmophthatma transversalis 

Gyllh. Köslin und Saleske, nicht selten. 

„ gibbosa Herbst . . . ^ „ „ ^ „ 

„ fuscula Gyllh „ „ ^ „ ,. 

j, var. trifoveolata Redtb. „ „ „ „ „ 

26. Mycetoi>liagi<lae. 

Mycetuphagus 4-pustulatus L. . Köslin, nicht selten. 

, piceus F Im Kreise Lauenburg gesammelt. 

,, ab. histrio Sahlb. . . ,, „ „ „ 

,, ab. punctulatus Schils. . „ „ „ „ 

„ decempunctatus F. . . ,, „ „ 

, atomarius F „ ,, „ 

Litargus connexus Geoffr. . . Saleske, an Buchen, nicht häufig. 

Ti/jjJiaea stercorea L Häufig. 

27. Spliiudidae. 

Sphindus dubius Gyllh. . . . Köslin, in Pilzen, selten. 

Aspkliphorus orbiculatus Gyllh. Saleske, selten. 



Gis comptus Gyllh. . . . 

„ nitidus Herbst . . . 

,, var. Jacquemarti Meli. 

„ var. glabratus Meli. . 

^ boleti Scop 

., micans F 

^ hispidus Gyllh. . . . 
Ennearthron affine Gyllh. 
Octotemnus glabriculus Gyllh. 



28. Cisidae. 

Köslin, nicht häufig. 



nicht selten. 



In Baumschwämmen, nicht selten. 



29. Colydiidae. 



Ditoma crenata F 

Synchka humeralis F. . . . 
Cicones vai'iegatus Hellw. 
Orthocerus clavicornis L. . . 
Myrmecoxenus subterraueus 

Chevr 
Bothrideres contractus F. 
Cerylon histeroides F. . . . 
^ ferrugineus Steph. 



Häufig. 

Köslin, unter Baumrinde. 

„ Ostseedünen. 

Bei Köslin, gesammelt. 



30. Eudomychidae. 

Sphaerosoma globosum Sturm . Saleske, unter feuchtem Laube, selten. 
Mycetaea hirta Marsh. . . . Saleske, in einer Scheune unter altem Stroh, 

häufig. 
Endomyclms coccineus L. . . Köslin, unter alter Baumrinde. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 235 



31. Cocciiiellidae. 



Suhcoccinella 24-punctata L 
^ ab. limbata Moll. 
^ ab. 4-notata F. 

lliiypodauiia 13-punctata L. 

„ ab. spissa Ws. 
„ ab. c-nigrum Ws. 
„ 7-maculata Deg. . 

„ ab. axillaris Ws. . 

,, ab. lapponica Ws. 
Adonia variegata Goeze . 

,, ab. immaculata Gmel 

„ ab. inlionesta AVs. 

„ ab. o-maculata F. 

„ ab. constellata Laich 

„ ab. carpini (leoft'r. 

„ ab. neglecta Ws. . 
Anisosticta 19-punctata L. 
Aphidecta obliterata L. . 
Adalia bipunctata L. . . 

„ ab. semirubra Ws. 

„ ab. 6-pustulata L. 

„ . ab. 4-maculata Scop 

„ ab. Simoni Ws. 

„ ab. sublunata Ws. 
Coccinella 7-punctata L. . 

„ .5-punctata L. . . 

„ 11-punctata L. 

„ hieroglyphica L. . 

, 10-punctata L. 

„ ab. lutea Rossi. . 

„ ab. 6-punctata L. 

fl ab. 8-punctata Müll. 

^ ab. 13-maculata Forst. 

„ ab. centromaculata Ws 

^ ab. semifasciata Ws. 

„ ab. humeralis Schall 

„ ab. 10-pustulata L. 

„ 14-pustulata L. 

„ ab. calligata Ws. 

^ ab. cingulata Ws. 

„ conglobata L. . . 

^ ab. gemella Herbst 
Micraspis 1 6-punctata L. 

„ ab. 12-punctata L. 
Mysia oblongoguttata L. 
Anaiis ocellata L. . . . 

„ ab. biocellata Ws. 
Halyzia 16-guttata L. . . 
Myrrha 18-guttata L. . . 

, ab. silvicola Ws. . 
Thea '22-punctata L. . . 



Iläufio-. 



Die Stammform auf Wasserpflanzen überall 
häufig; die Aberrationen auch nicht selten. 



Auf feuchten Wiesen bei Köslin und .Saleske 
nicht sehr selten. 



Iläufio-, 



Auf sumpfigen Wiesen nicht selten. 
Saleske, unter Kiefernrinde. 
Stammform häufig; die Aberr. seUener. 

KösHn. 



Häufig. 

Köslin, sehen. 

und Saleske, nicht selten. 



Häufig. 

Köslin, selten. 

Die .Stammform selten; die Aberr. häufig. 

Köslin, am Ostseestrande, oft häufig. 
Kösbn und .Saleske, meist nicht selten. 



236 



Stettiner Entomologrische Zeitung. 76. 1915. 



Calvia 10-guttata L. . . . 

„ 14-guttata L. . . . 
Propylaea 14-punctata L. 
ab. suturalis Ws. 

^ ab. biflexuosa Ws. . 

„ ab. leopardina Ws. . 

^ ab. 12-pustulata Pont, 

„ ab. perlata Ws. . . 
Chilocorus renipustulatus Scriba 

„ bipustulatus L. . . 
Exochomus 4-pustulatus L. . 

, flavipes Thunb. . . 
Platynaspis luteorubra Goeze 
Hyperaspis reppensis Herbst 

„ campestris Herbst. . 

,, concolor Suffr. . . . 
Pullus haemorrhoidalis Herbst 

„ auritus Thunb. . . 

„ suturalis Thunb. . 

„ ab. limbatus Steph. . 

„ ater Kugelann. . . 
Scymmis nigrinus Kugel. . 

„ frontalis F 

„ ab. 4-pustulatus Herbst 

y, rubromaculatus (4oeze 
Nephus Redtenbacheri Muls. 
Rhizobius litura F. . . . 
Coccidnla scutellata Herbst 

„ ab. subrufa Ws. . 

„ ab. arquata Ws. . 
rufa Herbst . . . 



Köslin und Saleske, meist nicht selten. 



Kösliu, nicht häufig. 

Saleske und KösHn, auf Kiefern, selten. 

Köslin, selten. 

^ nicht häufig. 

Saleske, selten. 

Bei Köslin u. Saleske, die meisten nicht häufig 



Köslin, auf feuchten ^^'iesen, nicht häufig. 



An den Gräsern auf den Ostseedünen, häufig. 



32. 



Helodes minuta L. 



„ ab. laeta Panz. 

„ ab. testaceus Schils 
Microcara testacea L. . . 
Cyphon variabilis Thunb. 

, ab. pubescens F. . 

^ ochraceus Steph. . 

„ padi L 

y, coarctatus Payk . 

„ PaykuUi Guer. . . 
Scirtes hemisphaericus L. 
Eubria palustris Germ. 
Eucinetus haemorrhous Duft 



Helodidae. 

Auf Sumpfwiesen bei Köslin und Saleske 
nicht selten; die Aberr. testaceus nur 
einmal bei Saleske gefunden. 



Köslin und Saleske, nicht selten. 



Am Rande eines Sumpfes bei Saleske häufig. 

Saleske, auf Sumpfpflanzen, nicht häufig. 

An bewaldeten Stellen der Ostseedünen bei 
Köslin einmal im Frühjahr aus Laub 
und Moos gesiebt (3 Exemplare). 



Dryops auriculatus Geoft'i 
_ Ernesti Gozis . . 



33. Dryopidae. 

. Köslin, besonders letztere häufig. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 237 

34. Georyssidae. 

(ieoryssus crenulatus Rossi . . Köslin.am Rande von Gewässern, nicht häufig. 

35. Heteroceridae. 

Heterocerns obsoletns Gurt. . . Köslin, am Ufer des Jamunder Sees. 
„ fenestratus Thunb. . . „ 
, fusculus Kiesw. ... , 
„ hispidulus Kiesw. . . „ 



36. Dermestidae. 



DermestfS mustelinus Er 

, lardarius L. 
Attagemis Schäfferi Herbst 
piceus Oliv. . . 
, pellio Ij. . . . 
Megatoma undata L. . 
Hadrotoma corticalis Eichh. 
Trogodcrma nigrum Herbst 

Tiresias serra F 

Anthrenus scrophulariae L. 

„ ab. albidus Brülle 

verbasci L. . . . 

museorum L. . . 

., fuscus Oliv. . . . 

Trinodfs hirtus F. . . . 

ab. castaneus Torre 



Köslin, Ostseedünen bei Nest, selten. 

Überall häufig. 

Aus dem Neustettiner Kreise erhalten. 

Saleske, in Häusern. 

Häufig. 

Köslin und Saleske, in altem Holze. 

Saleske, in Häusern; auch bei Köslin. 

, auf Blüten. 
Köslin, unter Pappelrinde. 

_ und Saleske, in Häusern. 



Saleske, auf Blüten. 

Überall häufig. 

Saleske, auf Doldenblüten. 

, in einem alten (iebäude, häufig. 



37. Byrrhidae. 

Simplocaria semistriata F. . . Köslin, unter Steinen. 
Morychus aeneus F. . . 



Cytilus sericeus Forst. 
^ auricomus Duft. . 

Byrrhus fasciatus Forst. . 

, pustulatus Forst. . 

, pilula L 

Porcmolus murinus F. . . 

„ ab. transversalis Fleisch 
Syncalypta paleata Er. . . 



Köslin, am Ufer des Lüptower Sees und auf 
den Ostseedünen bei Saleske, nicht selten. 

Häufig. 

Von J. Kniephof bei Velsow, Kreis Stoip, 
gefunden. 

Köslin, im Collen. 



Im Gollen bei Köslin. 

« fl fl n 

Köslin, am MühlenVjach; selten. 



38. DascilHdae. 

Dascilhts cervinus L Köslin, am Ostseestrande. 



3^. Elateridae. 

Lacon murinus L. . . . 
Corymbites pectinicornis L 

, castaneus L. 

, tesselatus L. . . 

„ ab. assimilis Gyllh. 

„ ab. strigatus Gerh. 

stettiner Entoraologisehe Zeitung, Heft 11, 



Häufig. 

KösHn, im GoUen. 

it it n 

Häufig. 

Köslin, in Gesellschaft der Stammform, 



16 



238 



Stettiner Entomologische Zeitung-. 76. 1915. 



Diacanthus impressus F. . . 

„ ab. rufipes Schils. 

, aeneus L 

,, ab. germanus L. . . 

„ ab. coeruleus Schils. 

„ cruciatus L. . . . 
bipustulatus L. . . 

„ incanus Gyllh. ... 
Prosternon holosericeus Ol. . 
Serlcus brunneus L. . . . 
Dolopius marginatus L. . . 
Agriotes aterrimus L. . . . 

„ ustulatus Schall. . . 

. sputator L 

ab. rufulus Lac. . 
lineatus L 

obscurus L 

var. badius Müll. 

, var. cinnamomeiis Buyss 

Adrastus nitidulus Mrth. . . 

„ ab. lateralis Herbst . 

, ab. pallens Er. . . 

Cryptohiipiuts riparius F.. . 

Ilypnoidiis 4-piistulatus F. . 

, pulchellus L. . . . 



y, var. 4-lunatus Buyss. 

„ ab. bipunctatus Schils. 

„ ab. arenicola Boh. 
Cardiophortis ruficoUis L. 

, asellus Er 

y, musculus Er. 

y, cinereus Herbst . . 

y, equiseti Herbst . . 
Melanotits rufipes Herbst . . 

y, punctolineatus Pelerin. 
Elater cinnabarinus Esch. . 

„ sanguineus L. . . . 

^ praeustus F. ... 

y, var. aurilegulus Schauf 
pomonae Steph. . . 

y, sanguinolentus Schrank 

, ferrugatus Lac. 

y, balteatus L. . . . 

y, nigroflavus Goeze 

y, nigrinus Payk. . . 
Limonius pilosus Leske . . 

, aeruginosus Oliv. . 

„ minutus L 

„ parvulus Panz. . . 

Aihous ruf US Degeer . . . 

.y, hirtus Herbst . . . 



.Saleske, am Ufer der Ostsee, die .Staininform 
oft zahlreich, die Aberr. vereinzelt. 

» n » 

Häufig. 
Kösliii. 

im (iolleii. 



I Läufig. 

Im Buchwald bei Köslin. 

Häufig. 

Bei Köslin nicht selten. 



Überall häufig; die Aberr. des letzteren bei 
Köslin nicht selten. 



Köslin. 

„ am Ufer des Mühlenbaches. 
, .Saleske, auf Pflanzen. 
Ostseedünen bei Saleske und Köslin, oft 
zahlreich. 

tl n fl 

Ostseedünen, oft zahlreich. 
Köslin, nicht häufig. 

y, „ selten. 

Überall, nicht selten. 

Köslin, im (iollen, nicht häufig. 
Nicht selten. 

71 n 

Köslin, selten. 

, nicht selten. 

, ziemlich selten. 

.. 1 " " 

Überall, nicht selten. 



Aus dem Kreise Bublitz erhalten. 
Meist häufig; die Aberrationen vereinzelt 
bei Köslin. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierimgsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 239 



At/iOUS niger L Meist häufig; die Aberrationen vereinzelt 

hei Köshii. 
T, var. scrutator Herbst 

„ vittatus F 

„ ab. Stephens! Buyss. 

ab. filicti Buyss. . 

ab. dimidiatus Drap. 

haemorrhoidalis F. . 

„ ab. leucophaeus Lac. 

„ subfuscus Müll. . . 

<Campylus linearis L. . . . 

, ab. variabilis Deg. . 

ab. inesomelas L. 



Meiosis buprestoides L. . 

Isor/üpis melasoides Lap. 

ab. Ijicolor Reitt. 
Tri.ragiis dermestoides L. 

carinifrons Bonv. . 



40. Eiicneinidae. 

. In ahen Baunistünipfen bei Köslin, nicht 
häufig. 

• ■ n r B 

. Köslin, auf \\'aldoräsern. 



Chcdrophora mariana L. 
Anthax'ta morio F. . . 



, quadripunctata L. 

Agrilns angustulus 111. 
„ viridis L. . . , 
, ab. fagi Ratzb. 
laticornis Illig . . 

Trarhys minuta L. . . . 



41. Buprestidae, 

Köslin, mi Collen. 

Saleske, auf den mit Kiefern bestandenen 
Ostseedünen. 



Saleske, Buchwald auf Eichengesträuch. 
Köslin, auf jungen Eichentrieben. 

n V V T 

Ti n 1» fl 

nicht selten auf .Sträuchern. 



42. Lymexylidae. 

Hylecoettis dermestoides L. . . Im Buchwald bei Köslin an altem trocke- 



. var. cf Marci L. 
, var. <j^ morio F. 
Lyine.vylo}} navale L. . 



Bostrychus capucinus L. 



nen Holze. 



43. Bostrycliidae. 

. Im Buchwald bei Köslin an altem trocke- 
nen Holze. 



Lyctus linearis Goeze 



44. Lyctidae. 

. Im Buchwald bei Köslin an altem trocke- 
nen Holze. 



Xiptus hololeucus Falderm. 
Ftimis rufipes Oliv. . . 
, für L 



45. Ptinidae. 

. Köslin, in und an I.'äusern. 



16' 



240 



Stettiner Entomoloffische Zeituno'. 76. 1915. 



Ptinus latro F. . . . 
., pilosus Müll, 
dubius Sturm . 
variegatus Rossi 
, raptor Sturm . 



Köslin, iu und an Häusern. 



Saleske. 



46 



Hedohia imperialis L. . . 
Dryophüus pusillus Gyllh. 



Xestobium rufo-villosum Deg 
Ernohius nigrinus Sturm , 

„ ab. politus Recltb 

, angusticollis Rtzb 

„ abietis Er. . 

^ pini Sturm . 

„ moUis L. . . 
Anobium pertinax L. 

, striatum Oliv 

„ rufipes F. 

„ nitidum Herbst 

„ fulvicorne Sturm . 
Oligomerits brunneus Oliv. 
Sitodrepa panicea L. . . 
Triipopitys carpini Herbst 
PtUimis pectiuicollis L. . 

, fuscus Geoör. . . 
XyJetmus ater Panz. . . 

^ pectinatus F. . . 
Dorcaioma flavicornis F. . 
Caenocara bovistae Hoffm. 

, subglobosa Muls. . 



Aiiobiidae. 

Köslin, an Weißbuchen. 
Saleske, an den Zweigen der P'ichte (Rot- 
tanne) Picea \'ulgaris. 
Köslin, in altem Holze, nicht selten. 
, an Kiefern. 

71 n T» 

Von J. Kniephof im Kreise Stolp gesanunelt. 
Köslin, im Collen an Nadelhölzern. 



und Saleske, in Häusern. 



Saleske, in morschen Baumstämmen. 

„ in altem Brote. 

Köslin, in Häusern. 
Häufig. 

Köslin, an Weiden. 
„ nicht häufig. 

, in altem Eichenholze. 

, in Staubpilzen, nicht häufig. 

,. , , sehr selten. 



47. Oedemei'idae. 



Anoncodes melanura L. . . 
IscJmomera coerulea L. . . 
Chrysantliia viridis Schmidt 

„ ab. cupreomicansWesth 
Oedemera flavipes F. . . . 

, croceicollis Gjllh. 

, virescens L. ... 
lurida Marsh. . . . 



Köslin, am Ostseestrande. 
, im Buchwalde. 
^ auf Blüten. 

flu?) 

„ im Collen. 
Saleske, am Muddelsee, auf Rohr. 
Häufig. 



48. Pjthidae. 

Pytho depressus L Köslin, im Collen unter Kiefernrinde. 

Llssodetna 4-pustulatum Marsh. , an Schlehen (Prunus spinosa). 

Sp/iaeriestes castaneus Panz. . ^ „ „ „ , 

RhinoSimus ruficollis L. . . . , an dürren Asten von Laubhölzern 

„ planirostris F r „ r, j, n « 



Pyrochroa coccinea L. 



49. Pyrot'hroidae. 

. Köslin, in Buchenstubben. 



LüUwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 241 



Eugh'nes nigrinus Germ. 



50. Hjlophilidae. 

. Kösliii, auf .Sträuchern und Blüten. 



Notoxus monoceros L. . . . 

Anthicus floralis L 

„ var formicarius Goeze . 

gracilis Panz 

antherinus L 

flavipes Panz 

„ bimaculatus lUig . . . 

ab. Scbilskyi Pie . . . 

ab. pallescens Pic. . . 

sellatus Panz 



51. Autiücidae. 

. Köslin, auf Sträucliern und Blüten. 



Ostseedünen bei Köslin und Saleske. 



Köslin 



Meloi' proscavabaeus L. . 

violaceus Marsh. . 

variegatus Donow 

^ brevicoUis Panz. . 

^ scabriusculus Brandt 

Lytta vesicatoria L. . . 



52. Meloidae. 

IläufiiT. 



Köslin, nicht häufig 
auf Eschen. 



To)noxia biguttata Gyllh. 

Morch'Ua fasciata F. . . 
„ aculeata L. . . . 

MordcJlisiena parvula Gyllh 
^ pumila Gyllh. . . 

Anufipis frontalis L. . . 
,, thoracica L. . . 
,. ab. fuscescens Steph 
,, ab. Gei-hardti Schils 
, ruficoUis F. . . . 

flava L 

rufilabris Gyllh. . 



53. Mordellidae. 

Köslin, nicht häufig 
Häufig. 



Köslin. 

1 läufig. 

Saleske, nicht selten. 



Köslin, nicht häufig 
Häufig. 



Tetratoum fungorum F. . 

„ ancora F. ... 
Eusirophus dermestoides F 
llalloineinis. binotatus Quens 

, axillaris Illig . 
Orc/iesia micans Panz. 
Anisoxya fuscula Illig . 
Abdera flexuosa Payk. 
Xyliia buprestoides Payk 
Melandrya dubia Schall. 

, caraboides L. . 



54. Melaudi'jidae. 

Köslin, in Baunischwäninien, selten. 



Saleske, unter morscher Kiefernrinde, selten. 

Köslin, in Baumsclnvämnien, nicht häufig. 
Saleske, auf dürrem Gesträuch. 

öfter von .Sträuchern gekätschert. 
Köslin, unter Kiefernrinde. 

in morschen Baumstümjifen. 



Layr'ut hirta L. 



55. Lagriidae. 

. . 1 läufig. 



242 



Stettiner Entomologiscbe Zeitung. 76. 1915. 



AUecuJa moris F. . . . 
Prioni/chus ater F. . . . 
Gonodera ceramboides L. 

^ var. serrata Chevr. 

, luperiis Herbst 

„ niurina L. . . . 

^ ab. evonymi F. 

, ab. thoracica F. . 
Mycetochara bumeralis F. 

, linearis lllig . . 
Omophhis rufitarsis Leske 



56. Alleculidae. 

Köslin, in alten Eichen. 

^ in einem alten, hohlen Birnbaum« 
, im GoUen, selten. 

.Saleske, auf blühenden Kiefern. 



in morschem Holze. 



Köslin, auf Blüten. 



Blaj^s lethifera Marsh. 
„ mortisaga L. . . 
Olocrates gibbus F. 
Melanimon tibiale F. . 
Opatrum riparium Scrib. 

„ sabulosum L. . 
Cryptkus quisquilius L. 
Eledona agaricola Herbst 
Diaperis boleti L. . . 
Tenehrio obscurus F. . 

„ molitor L. . 
lIeloj)s quisquilius Sturm. 



57. Tenebriouidae. 

Köslin, in Kellern. 

T 11 Jl 

Ostseedünen bei Köslin, im Mai oft zahlreich. 
Köslin, nicht selten. 

^ auf sandigen Ackern, selten. 
Häufig. 

Köslin, in Baumscliwämmcn. 

„ selten. 

Häufig. 

P>ei Köslin nicht liäufiL;. 



Spiondi/lis buprestoides L. 
Frlonus coriarius L. . . 
Er gutes faber L. ... 
Rhagmm sycopbanta Schrnk 

, mordax Deg. . . 

„ bifasciatum F. . . 

, inquisitor L. 
O.ri/ndrus cursor L. . . 
Stenochorus meridianus L, 
Acmaenps coUaris L. . . 
Cortodera femorata F. 
Leiitura rufipes Schall 

„ 6-guttata F. . . 



5S. Cerambycidae. 

Nicht selten. 



ab. exclamationis F. 
ab. biguttata Muls. 
ab. atrata Schils. 

livida F 

uiaculicornis Deg. 
rubra L. . . . 
sanguinolenta L. 
revestita L. . . 
4-fasciata L. . 
maculata Poda 



Köslin, im Gollen. 
Nicht selten. 

Köslin, selten. 
I läufig. 
Nicht selten. 
Köslin, nicht häufig. 

., im Gollen, selten. 

„ nicht häufig. 
Von Lehrer J. Kniephof im Grumkower 
\N'alde bei Schöneichen im Kreise Stolp 
im Juni gesanunelt. 



Köslin, nicht selten. 



häufii 



Häufig. 
Köslin, selten. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 243 



Leptara aethiops Poda 

, melanura L. 

^ bifasciata Müll, 

, nigra L. . . . 
AJosterna tabacicolor Deg 
Grammoptera ruficornis F 
('acnoptera minor L. . 
( 'crambyx cerdo L. . . 

, Scopolii Füssl. . 
Criiicephahis rusticus L. 

j, polonicus Motscli 
Asemiim striatum L. . 

^ ab. agreste F. . 
Tetrophtm castaneum L. 

„ ab. luridum L. 

„ ab. fulcratum F. 
Phymatodes testaeeus L. 

„ ab. variabilis L. 

„ ab. rufipes Costa 

,, ab. fennicus F. 

„ alni L. . . . 
CaUkUum violaceum L. 

, coriaceum Payk. 
Uylotrupes bajulus L. . 

, ab. lividus Muls. 
Aronüa moschata L. . 
Plagionotiis arcuatus L. 



„ ab. Reicbei Thoms 
Xytotrechus rusticus L. . 

Clytus arietis L 

AnagJyptuf< mysticus L. . 

Lamia textor L 

Monoihamus sartor Gyllh. 

, sutor L 

Acanthodcres clavipes Schrn 
Acanthociniix aedilis L. . 
Liopus nebulosus L. . . 
E.roceiitrtts lusitanus L. . 
Pogonocliaerus liispidulus Pi 

, hispidus L. . . . 

, fasciculatus Deg. . 
AnaestJietis testacea F. 
Agapanthia villosoviridescens 

Deg 
Saperda carcharias L. . 

, populnea L. 

, scalaris L. . . 
Tetrops praeusta L. 
SteiiostoJa ferrea Schrank 
Phytoecia cylindrica L. 

, nigricornis F. . 

„ coerulescens Scop 
Oberea oculata L. . . 
linearis L. . 



Köslin, nicht selten. 
Nicht selten. 



Häufig-. 

Köslin, nicht häufig'. 

„ selten. 
Karnkewitz unweit Köslin, nicht häufis: 
Häufiger. 
Köslin, nicht selten. 

., seltener. 

nicht selten. 



, selten. 
Die .Stammform häufig; die Aberr. seltener. 

Häufig. 

Köslin, die Stammform nicht selten, die 
Aberr. seltener. 

V T\ " 

Köslin, selten. 

nicht selten. 



häufis: 



Häufig. 

Köslin, nicht häufig. 

.Saleske, auf dürren Kiefernästen. 



Köslin, auf Eichen. 

.Saleske, auf Disteln. 
Köslin. 



Häufig. 

Saleske, auf Linden. 

„ auf Doldenblüten. 

Bei .Saleske auf Blüten. 

W ?1 flu 

Köslin, auf \\'eiden. 

, auf Haselgebüsgüi. 



244 



Stettiner Entomologisclie Zeitung. 7ö. 1915. 



59. Chrysoinelidae. 



Donacia crassipes F. 



, clavipes F. . . . 

, semicuprea Panz. . 

, dentata Hoppe 

, versicolorea Brabm. 

, Malinovskyi Ahr. . 

, aquatica L. . . . 

, brevicornis Ahr. . 

, impressa Payk. 

marginata Hoppe 

y, bicolora Zscliach . 

, ab. collaris Panz. 

„ obscura Gyllh. . . 

, thalassina Germ. . 

j, vulgaris Zschach . 

^ ab. concolor Westh. 

, simplex F. . . . 

r, ab. sanguinea Westh. 

„ cinerea Herbst 
Platenmarts sericea L. 



^ ab. festucae F. 

, ab. micans Panz. . 

, ab. armata Payk. 

„ ab. nymphaeae F. 

, discolor Panz. . . 

„ braccata Scop. . . 

^ con.similis Schrank 

rustica Kunze . 
„ affinis Kunze . 
Zeagophora subspinosa F 
, Turneri Power 
„ flavicollis Marsh. 

, ab. australis Ws 
Lema puncticollis Curt. 

,, Erichsoni Suft'r. 
cyanella L. . . 

, melanopus L. . 
Criocerls lilii Scop. . . 

„ merdigera L. . 

y, 12-punctata L. 

„ asparagi L. . . 
Labidostomls longimana L 
Clytra quadripunctata L. 

, laeviuscula Ratzeb. 
Gynandrophthalma cyanea F. 
Copfocephala unifesciata Scop 



Saleske, auf Xvmphaea alba und Xuphur 

lutea. 
Überall. 



-Saleske, auf llvdrocliaris morsus ranae. 

Überall. 

Köslin, selten. 

nicht selten. 



Bei .Saleske auf Carex-Arten, nicht häufig. 

Häufig. 

Köslin, nicht häufig. 

_ ,, selten. 



.Saleske, am Rande eines mit Carex- und 
Juncus-Arten eingefaßten Tümpels im 
Mai mit den folgenden Aberrationen 
häufig. 

Saleske, mit der.Stammform zusammen häufig. 



Saleske, nicht häufig. 

Köslin und .Saleske, auf Phragmites com- 
munis in manchen Jahren im Juni häufig. 
Überall häufig. 
.Saleske, nicht selten. 

Häufig. 

.Saleske, sehr selten. 

1 )ie Stanunforni häufig; von der .\berr. bei 
.Saleske 2 .Stück gefangen. 

71 H » 

Köslin und Saleske, nicht häufig. 

y\ T f ji n 

1 läufig. 

Köslin, auf Lilium-Arten. 

n r V 

I läufig auf .Spargel. 

»71 T 

Köslin, nicht häufig. 

71 P 11 

n » 7) 

.Saleske, auf Blüten, selten. 



LüUwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 245 



Cryptocephalus coryli L. 
, 8-punctatus Scop. 
, 6-punctatus L. 
, bipunctatus L. 
, biguttatus Scop. 
, laetus F. . . . 
aureolus Suffr. 
, sericeus L. . . 



ab. pratorum Suffr. 
ab. coeruleus Ws. 
cristula Duft . . 
nitidus L. . . . 
coerulescens Sahlb. 

pini L 

10-maculatus L. . 



ab. scenicus Wp. . 
ab. bothnicus L. . 
Moraei L. . . . 
flavipes F. . . . 
vittatus F. . . . 
bilineatus L. 
ab. armeniacus Fald 
ocellatus Drap. 



^ labiatus L. . . . 
.„ ab. exilis Steph. . 
., ab. digrammus Sutfr 

ab. ocularis Heyd. 

fulvus Goeze . . 

, ab. falvicollis Suffr. 

, pusillus F. . . . 

^ ab. Marshami Ws. 

Colaphus sophiae Schall . 

Gastroidea polygoni L. . 

„ ab. ruficollis F. . 
Chrjisumela haemoptera L. 

, goettingensis L. . 

, ab. Sturmi Westh. 
limbata F. . . , 



staphylea L. . . 
gypsophilae Küst. 

sanguinolenta L. . 
marginalis Duft . 
carnifex F. . . . 
margin ata L. . . 
hyperici Forst. 

ab. privigna Ws. . 
cerealis L. . . . 



Kösliii, auf Haseln. 

, auf Weiden, nicht häufis^. 

II tl 71 1) »I 

, niclit häufig. 

•n n 71 

^ au fblühendenHieraciuin- Arten, selten. 

Die Stammform häufig, die Aberr. vereinzelt 
bei Köslin. 



Küslin 



it liäufif 



, selten. 

„ auf Kiefern. 
Saleske, im Juli auf Weideugebüsch, die 
Stammform und ab. scenicus selten, ab. 
bothnicus zahlreich. 



Häufig. 

Köslin, nicht häufig. 



Auf Weiden häufig; die Aberr. vereinzelt 
bei Saleske. 



Köslin und .Saleske, auch die Aberrationen. 



Saleske, auf Sisymbrium Sophia T.., nicht 

häufig. 
Häufig; die Aberration einzeln bei Köslin. 

Häufig. 

•n 

Saleske, selten. 

Im Kreise Lauenburg im Juli unter .Steinen, 

nicht selten. 
Häufig. 
Kreis Lauenburg, auf sandigen Ackern unter 

.Steinen, im Juli oft nicht selten. 
Köslin, selten. 
Kreis Lauenburg, im Juli unter Steinen. 

n 71 ri 

Aus dem Neustettiner Kreise erhalten. 
Kreis Lauenburg, auf Hypericum -Arten; 
die Aberration selten. 

Köslin, niclil häufig. 



246 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Häufig. 

Köslin, auf Tanaretuni ^•u]gaI■e L. 

Auf Hvjiericum-Arten häufig. 



Cliri/somela fastuosa Scop. 

, ab. speciosa L. 

, graminis L. . . . 

, ab. fulgida F. . . 

, varians Schallet- . 

, ab. centaura Herbst 

, ab. pratensis Ws. 

, polita L 

Phi/todecta viminalis L. . 

„ ab. 10-punctatus L. 

, rufipes Deg. 

Linnaeanus Schrank 



ab. decastigma Duft 
olivaceus Forst. . . 
ab. flavicans F. 
ab. liturus F. . . . 
5-punctatus F. . . . 



Häufig. 

Auf Weiden nii'ht selten. 



üstseedünen bei Köslin und Saleske, auf 
Weiden; die -Stammform selten, die 
Aberration häufig. 

H 71 T 

lläufiir. 



Köslin und Saleske; die Aberrationen ver- 
einzelt. 

„ ab. nigriventris Penecke , „ „ 

„ ab. flavicollis Duft . . „ „ „ 

PhyUodecta vulgatissimus L. . Häufig. 

, vitellinae L „ 

^ laticollis Suffr. ... „ 

Ht^drothassa ab. glabra Herbst Bei Köslin und .Saleske nicht selten, die 

Stammform habe ich hier nicht gefunden, 
marginella L Häufig. 



hannoverana F. 



, ab. potentilla Herbst 

, ab. calthae Ws. 

, germanica Ws. 
Prasocitris pbellandrii I. 

, junci Brahm. . 
Phaedon cochleariae F. 

^ armoraciae L. . 

, ab. concinnus Steph 
Plaijiodcra versicolor Laich. 
Melasoma aenea L. . . . 

^ ab. vitellinae Scop. 

„ ab. liaemorrhoidalis 

, cuprea F. . . . 
collaris L. . . . 



, ab. geniculata Duft 

, ab. daurica Motsch. 

, populi L. . . 

, tremulae F. . . 

r saliceti Ws. 
Agelastica alni L. . . 
P/ii/Uobrotica 4-maculata L. 

Luperu!< pinicola Duft 



Im Frühjahr auf Calthu palustris häufig; 
ab. potentillae und ab. germanica etwas 
s])äilicher. 



Häufig. 

Köslin, auf Wasserpflanzen, nicht selten. 

Häufig. 

Saleske, auf Triglochin maritinuim L. 

Häufig. 

Köslin und Saleske, aufWeiden, nicht selten. 



Köslin, selten. 

Saleske, Ostseedünen auf Salix rejiens nicht 
selten. 



Kös 



1 läufig. 

Köslin und Saleske, auf .Scutellaria galeri- 

culata L. meist häufig. 
Häufig. 



Lülhvitz, Verzeichnis d. im Reg erungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 247 



Lupcrus saxonicus Gmel. . 
^ longicornis F. . 
^ flavipes L. . . . 
Lochmaea capreae L. . . 
. suturalis Thoms. . 
^ crataegi Forst. 
Galerucella viburni Payk. 
nymphaeae L. . 
, grisescens Joann. . 
lineola F. . . . 
^ calmariensis L. 
ab. lythri Gyllh. . 
pusilla Duft. . . 
tenella L. . . . 
Galeruca tanaceti L. . . 
^ interrupta Oliv. . 
, pomonae Scop. 
, ? var. Gredleri Joann 
^ laticollis Sahlb. . 
Podagrica fuscicornis L. . 
Crepidodera transversa Marsb 

, ferruginea Scop. . 
EpiihrLx pubescens Koch 
Chalcoides nitidula L. . . 

^ fulvicornis F. . 

, ab. picicornis Ws. 
ab. jucunda Ws. . 

^ aurata Marsh. . . 
ab. pulchella Stej^h. 
Plutus Latr. . . 
Hippuriphila Modeeri L. . 
Mantura chrysanthemi Koch 

, rustica L. . . . 

,, ab. suturalis Ws. . 
Chaetocnema concinna Marsh 

^ aridula Gyllh. . . 

j, hortensis Geoffr. . 
Psylliodes cucullata lUig . 

fl chrysocephala L. . 

„ ab. erythrocephala L 

, var. anglica F. 

, napi Fabr. . . . 

, cuprea Koch . . 

„ affinis Payk. 

„ marcida lUig . . 

, dulcamarae Koch . 

p hyoscyaiui L. . 

, var. chalcomera Illig 

„ picina Marsh. . . 



."^aleske, auf Weiden, selten. 

, , , nicht selten, 

lläufiff. 



Köslin, nicht häufig. 
Häufig. 

.'-^aleske, nicht häufig. 

,, , nicht selten, 

lläufi"-. 



Köslin, selten. 

„ nicht selten, 
selten. 



auf Malven, nicht häufii 



1 läufig. 



Köslin, auf .Solanum dulcaniara. 

Köslin und .Saleske, auf Pappelgesträuch, 

nicht häufig, 
nie .Stammform auf Salix-Arten häufig, die 

Aberrationen vereinzelt. 



Saleske, auf Weiden, selten. 

Häufig. 

.Saleske, aufRumex acetosellaL., nicht selten. 

Köslin, auf Rumex-Arten, nicht selten. 

lläufiL;. 



Köslin, selten. 

Saleske, Ostseedünen auf ( 'akile maritima, 
selten. 

Köslin, aufCardamine amaraL., nicht selten. 

.Saleske, auf Cruciferen, selten. 

Überall häufig. 

.Saleske, am Ostseestrande auf Cakile mari- 
tima, selten. 

Köslin, auf Solanum dulcaniara L., nicht 
häufig. 

Köslin, nicht häufig. 

V v r^ 

«selten. 



248 



Stettiner Entomolosrische Zeitung'. 76. 1915. 



Haltka tamaricis Schrank . 

, palustris Ws. . . . 

T, oleracea L 

^ ab. lugubris Ws. . . 
Batophila rubi Payk. . . . 
Phyllotreta exclamationis Thunb 



,, ochripes Gurt. . . 

, tetrastigma Com. . 

, ab. dilata Thoms. 

^ flexuosa Illig . 

, ab. fenestrata Ws. 

, sinuata Steph. . . 

„ ab. discedens Ws. 

^ undulata Kutsch. . 

^ vittula Redtb. . . 

„ nemorum L. 

y, atra F 

^ nodicornis Marsh. 

, nigripes F. . . . 
Aphthona cyparissiae Koch 

, lutescens Gyllh. . 

, cyanella Redtb. . 

p Erichsoni Zett. 

y coerulea Geoft'r. . 

„ euphorbiae Schrank 
Longitarsus anchusae Payk. 

,. parvulus Payk. 

, holsaticus L. 

„ brunneus Duft 

, luridus Scop. 

,, nasturtii F. . 

^ atricillus L. 

^ suturellus Duft 
curtus All. . . 



fl melanocephalus Deg 

„ pratensis Panz. 

„ rubiginosus Foudr. 

^ tabidus Panz. . . 
DiboUa occultans Koch . 
Sphaeroderma testaceum F. 

HispeUa atra L 

Hypocassida subferruginea 

Schrank 

, ab. sobrina Ws. . . 
Cassida viridis L 

, hemisphaerica Herbst 

„ margaritacea Schall . 

^ ab. melanocephala Suffr 

„ Murraea L 

„ seladonia Gyllh. . . 

- denticollis Suffr. . . 



Köslin und Saleske, am Ostseestrande auf 

\^'eiden, häufig. 
.Saleske, auf sumpfigen Wiesen, selten. 
Häufig; die Aberration seltener. 



Saleske, auf Himbeergesträuch. 
Köslin und .Saleske, auf sumpfigen NMesen, 
nicht selten. 



Häufi« 



Köslin, selten. 

Häufig. 

Aus dem Neustettiner Kreise erhalten; hier 

bei Köslin nicht gefunden. 
Köslin, nicht selten. 

Saleske, auf Sumpfwiesen, selten. 
Auf Iris pseudacorus, überall häufig. 
Überall häufig. 
Häufig. 



I 



Köslin, nicht selten. 
Häufig. 

Köslin, nicht selten. 

■^ "^ " 

Bei Velsow, Kreis .St(i][>, von J. Kniepliof 

gesammelt. 
Häufig. 

n 

.Saleske, selten. 
Köslin, nicht häufig. 
,. selten. 

niciu selten. 



Häufie. 



Köslin, nicht selten, 
häufip'. 



.Saleske, nicht häufig. 

Köslin, auf F'ilago-Arten, selten. 

Nicht selten. 



Lüllwitz. Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 249 



Cassida sanouinolenta Müll. 
„ prasina Illig 
„ sanguinosa Suft'r. 
, rubiginosa Müll. 
„ vibex L. . . . 

nebulosa L. . 
. flaveola Thunb. 
„ ab. littoralis Ws, 
, nobilis L. . . 
„ ab. rosea Illig . 

vittata Villers . 



Nicht selten. 
Köslin, nicht häufig. 
„ nicht sehen. 
Häufig;. 



KösHn, nicht sehen. 



Sperinophagxis cisti F. . 
Bruchus atomarius L. . 

,, rufimanus Boli. 

, pisorum L. . 

, luteicornis Illig 
Bruchidius cisti Payk. . 



60. Lariidae. 

Nicht selten. 



Häufii. 



61. Anthribidae. 

Plaii/ri'hiniis resinosus Scop. . Köslin, nicht häufig-. 
Plati/stomits albinus L. . . . „ , ^ 

Ayithr/bus fasciatus Forst. . . Saleske, nicht häufig 
nebulosus Forst. ... 



62. Curculionidae. 



Otiorrhynchus atroapterus Deg, 

„ raucus F. 

„ scaber L. 

, singularis L. 

j, sulcatus F. . 

„ tristis Scop. 

, ligustici L. . 

„ ovatus L. 
Phyllohius oblongus L. 

, viridiaeris Laich 

, maculicornis Germ. 

, betulae F. . 

„ argentatus L 

„ piri L. . . 

, calcaratus F. 

, urticae Deg. 
Poh/drosus atomarius Oliv. 

, moUis Stroem. . 

, ab. rubens Stierl. 

T, sericeus Schall. 

„ cervinus L. . 

, pilosus Gredler 

, tereticollis Deg. 

„ ab. undatus F. 

„ picus F. . . . 

, pterygomalis Boh 



.Saleske, Ostseedünen, selten. 

Häufig. 

Köslin, nicht selten. 

Häufig. 

Köslin, nicht selten. 

Häufig. 



Köslin, nicht häufig. 
Häufig. 



Auf Kiefern und Fichten, meist häufig. 



Häufig. 

Velsow,Kr. .Stolp,von l.Kniephof gesammelt. 
Nicht selten. 



250 



Stettiner Entoniologische Zeitung. 76. 1915. 



JSciajtJtilus asperatus Bonsd. 
ßrachi/somus echinatus Bonsd. 
Stroj)/iosoiuus melanogrammus 
Forst 
, oapitus Deg. ... 



, curvipes Thoms. . . 

, faber Herbst . . . 
Bracliydcres incanus L. . . 
Sitona regensteinensis Herbst 
tibialis Herbst . . . 

„ lineatus L 

y, sulcifrons Thunb. 

, puncticollis Steph. . 

y, Üavescens Marsh. . . 

, ab. longicoUis Fahi-s. 

y crinitus Herbst . . 

, humeralis Steph. . . 
g-riseus F 



, hispidulus F. . . . 

, ab. tibiellus GjUh. . 
Trachtiphloeua scabriculus L. 
bifoveolatus Beck 

, aristatus Gyllh. . . 
Cneorrhinu)^ plagiatus Schall. 



„ var. paraj^leurus Mar 
Liophloeiis tessulatus Müll. 
ßari/notiis obscurus F. 

y elevatus Marsh. . 
Chloroplianiis viridis L. . 
Tanifmecus palliatus F. . 
Lepi/rus palustris Scop. . 

„ ab. 

, capucinua Schall. . 
Coiuocleo7ius glaucus F. . 

y, ab. turbatus Fahrs. 

, nebulosus L. . . 
Chromoderus fasciatus Müll 
Chonus piger Scop. . . 
Litiis paraplecticus L. 

, iridis Oliv. . 

„ sanguineus Rossi . 
Larlnus planus F. . . . 
Gronops lunatus F. . . 
Hylohius abietis L. . . . 

„ fatuus Rossi . . 
Liosonia deflexum Panz. . 
TrachodeH hispidus L. . . 
Fht/tonomus punctatus F. 

, fasciculatus Herbst 

, adspersus F. . . 

- rumicis L. . . . 



sh 



Köslin, nicht selten. 



1 läufi-. 

Bei Köslin und Saleske im Frühjahr auf 

Kiefern und Tannenzweigen häufig. 
Saleske, unter Heidekraut (Calluna vulgaris". 
Köslin, nicht selten. 
Überall nicht selten. 
Köslin auf .Sj)artiuni scopariuni. 
Häufitr. 



Köslin, nicht häufig. 
1 läufig. 

.Saleske, selten. 
Köslin, nicht selten. 

•n r T 

Köslin und Saleske, auf .Spartium scoparius, 
nicht selten; auch auf den Ostseedünen. 
I läufig. 

Köslin, nicht häufig. 
„ nicht selten. 

T 71 n 

„ seltener. 
Ostseedünen bei Köslin und Saleske, häufig; 
im Mai die Stammform, im Juli die 
\'ar. vorherrschend. 

Häufig. 

Köslin, nicht häufig. 



1 läufig. 
Köslin, selten. 



nicht häufig. 



Häufig. 
Köslin, selten. 



Nicht selten. 
Köslin, nicht häufi< 



häufig. 



LüUwitz, Verzeichnis cl. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 

Köslin, niclit häufig. 



251 



Phytonomus arundinis Payk. 

^ ab. hydrolapathi Ws 

, meles F 

y, nigrirostris F. . . 

„ arator L. ... 

„ pedestris Payk. 

, plantaginis Deg. . 

, murinus F. . . . 

, variabilis Herbst . 
Pissodes notatus F. . . . 

, pini L 

, validirostris Gyllh. 

„ piniphilus Herbst 
GrypkUns equiseti F. . . 

, briinneirostris F. . 
Erirrhinus festucae Herbst 

, Nereis Payk. . 

, scirrhosus Gyllh 
Notaris bimaculatus F. 

, scirpi F. . . . 

, acridulus L. 
Dorytonms longimanus Forst 

, ab. luacropus Redtb 

, tremulae Payk. 

r, ab. variegatas Gyllh 

^ tortrix L. . . 

„ filirostris Gyllh. 

y, Dejeani Faust . 

, majalis Payk. . 

„ salicinus Gyllh. 

, rufulus Bedel . 

„ dorsalis L. . 
Tavysphyrus lemnae Payk 
Ilydronomus alismatis Marsh 
Bagous cylindrus Payk. . 

^ brevis Gyllh. . . 

„ binodulus Herbst . 

, frit Herbst . . . 

, lutulosus Gyllh. . 

, tempestivus Herbst 

„ var. tessellatus Forst, 

y, glabrirostris Herbst . 

, var. nigi-itarsis Thoms. 
Dryophthonis corticalis Payk. 
Cossonus parallelepipedus Hbst 

„ cylindricus Sahlb. 
Eremotes sculpturatus Waltl. 



^ häufig. 

, nicht selten. 

Xiclit selten an Xadelhölzern. 
Köslin, nicht häufig. 



Köslin und .Saleske, nicht selten an Sumpf- 
pflanzen. 

Köslin und Saleske, seltener als die vorigen. 
Köslin, auf Wasserpflanzen, nicht häufig. 



Auf sumpfigen Wiesen, häufii 
Köslin. 



Ostseedünen bei Saleske, auf Salix-Arten. 
Saleske, auf \^'eiden. 

Köslin, nicht selten. 

.Saleske, auf Alisma plantagoL., nicht selten, 
auf Wasserpflanzen, selten. 

Bei Saleske auf sumpfigen Wiesen. 



Köslin, unter morscher Baumrinde. 



.Saleske, an den Wänden eines alten Fach- 
werksgebäudes, im Juli meist häufig. 
Köslin, nicht häufig. 



, porcatus Germ. . , 
Rhyncolus culinaris Germ. . 

, truncorum Germ. . 
Cryptorrhynchus lapathi L. . . Häufig. 
Mononychus punctum-album 

Herbst Saleske, auf Iris pseudacoris L., selten. 



252 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



CoeJiodes ruber Marsh. 

„ dryades Gmel. . . 

, rubicundus Herbst 
Stenocarus cardui Herbst 
Cidnorrhinus 4-maculatus L 
Ämalus haemorrhous Herbst 
Rhinoncus castor F. . . 

^ bruchoides Herbst 

„ pericarpius L. . 

, inconspectus auct. non 
Herbst 

, perpendicularis Reich. 
Phytobius canaliculatus Fahrs, 

Waltoni Boh. . . 

„ comari Herbst . . 

, 4-tuberculatus F. . 

^ 4-nodosus Gyllh. . 

„ leucogaster Marsh. 

, velatus Beck . 
Marmaropus Besseri Gyllh 
Ceutorrhi/nchidinH troglodytes F 
Micrelus ericae Gyllh. 
Ceutorr/ii/Tichus terminatus Hbst 

, nigrrinus Marsh. 

, floralis Payk. . 

, pyrrhorhynchus Marsh 

, posthunms Germ. . 

, abbreviatulus F. . 

y, ornatus Gyllh. . 

„ asperifoliarum Gyllh 

y, campestris Gyllh. 

, melanostictus Marsh 

„ denticulatus Schrnk. 

, marginatus Payk. 

, pollinarius Forst. . 

, pleurostigma Marsh. 

, rapae Gyllh. 

„ napi Gyllh. . . 

, syrites Germ. . 

y, assimilis Payk. 

, cochleariae Gyllh, 

, atomus Boh. 

„ qiierceti Gyllh. 

, qnadridens Panz. 

„ picitarsis Gyllh. 

, sulcicollis Payk. 

„ erysimi F. . 

, contractus Marsh. 

, hirtuliis Germ. 

fl chalybaens Germ. 
Poophagns sisymbrii F. 
Taphiotus sei latus V. 
Orobitis cyanens I. 
Baris arti>misia»^ Herbst 



Köslin. 



Häufig. 

Köslin, auf feuchten Wiesen. 

Nicht selten. 

Köslin, nicht selten. 

Häufig. 



Köslin, selten. 

Köslin und Saleske, auf Wasserpflanzen, 
nicht häufig. 



Köslin, auf Ampfer, selten. 

Häufig. 

Köslin, nicht selten. 

y selten. 

Häufig. 

Köslin, nicht häufig. 



.Saleske, nicht häufig. 
Köslin, nicht häufig. 



Nicht selten. 
Köslin, selten. 



Häufig. 

Köslin, nicht selten. 

, selten. 

„ nicht selten. 

„ selten. 

nicht selten. 



selten. 



LüUwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 253 



Baris laticollis Marsh. 

,, lepidii Germ. . 

„ ab. chloris F. . 
Limnobaris T-album L. 
Calondra granaria L. . 
Balaninus venosus Grav. 

, nucum L. 
Balanobivs crux F. . . 

„ salicivorus Payk. 

., pyrrhoceras Mar.sh 
Änthonomus varians Payk. 

^ ab. perforator Herbst 

„ rubi Herbst . 

„ pedicularius L. 

„ pomorum L. 

^ rectirostris L. . , 
Brachonyx pineti Payk. 
Acal'jptus carpini Herbst 
Elleschus bipunctatus L. , 
TycMus 5-punctatus L. . 

,, Schneideri Herbst 

, venustus F. . 

„ junceus Reich . 

, meliloti Steph. 

„ tomentosus Herbst 

„ piciro-tris F. . 
Sibinia viscariae L. 
Anojjlus plantari.s Naezen 
Orchestes quercus L. 

„ fagi L. . . . 

., decoratus Germ 

,, Salicis Germ. . 

„ Stigma Germ. . 

„ populi F. . . 
Rhamphns pulicarius Herbst 
Mecinus pyraster Herbst 
Gymnetron labile 'Herbst 

„ beccabungae L. 

„ veronicae Germ. 

^ asellus Grav 

, antirrhini Payk. 

, netum Germ. . 

., linariae Panz . 
Miarus graminis Gyllh. 

„ campanulae L. 
Cionus tuberculosus Scop 

, scrophulariae L. 

, hortulanus Geoffr. 

j, thapsi F. . . 
„ alauda Herbst . 
„ pulchellus Herbst 

stettiner Entomologisclie Zeitung, 



Köslin, nicht häufig. 

„ selten. 
Häufig. 

Köslin, auf Buchen. 

1 läufig. 

Köslin, auf Weiden, nicht selten. 

:i H T1 VT) 

„ auf Weißdorn, selten. 

nun n 

1 läufig. 

Köslin, auf Ulmen. 

Häufig. 

Saleske, auf blühenden Kiefern. 
„ auf Weiden. 

Köslin, nicht häufig. 

Velsow, Kreis Stolp, von J. Kniephof auf 

Klee gefunden. 
Köslin, nicht selten. 

T V n 

„ selten. 
Häufig. 

Köslin und Saleske. 

T) rt r 

Häufig. 



auf Birken. 



Köslin und .Saleske, auf Weiden, meist 
häufi"-. 



Köslin, nicht selten. 

„ ziemlich selten. 

„ nicht selten auf Veronica beccabunga. 

•n V it n n n 

Kreis Lauenburg, auf Verbascum-Arten. 
Ostseedünen bei Saleske, auf Linaria odora 

Chav. 
Köslin, auf Linaria vulgaris Mill. 



Häufig. 

Köslin, auf Scrophularia- und Verbascum- 
Arten meist nicht selten. 



17 



254 



Stettiner Entomologisclie Zeituno-. 76. 1915. 



Ciomis solani F 

N(f,nophi/es marmoratus Goeze 
Magdalis memnonia Gyllh. 

, linearis Gyllh. . . 

, phlegmatica Herbst 

,, violacea L. . . . 

, frontalis Gyllh. 

, duplicata Germ. . 

, cerasi L 

„ ruficornis L. 

Apion sulcifrons Herbst . 

^ carduorum Kirb. . 

„ onopordi Kirb. 

„ fuscirostre F. . . 

„ difficile Herbst 

„ pomonae F. . . . 

^ craccae L. . . . 

, opeticuni Bach 

„ subulatum Kirb. . 

^ aeneum F. . . . 

,. radiolus Kirb. . . 

„ ebeninum Kirb. 

„ laevigatum Payk. 

^ Hookeri Kirb. . . 

^ urticarium Herbst 
rufirostre F. . . 



pubescens Kirb. 
seniculus Kirb. 
vicinum Kirb. . 
rubens Steph. . 
sanguineum Deg. 
frumentarium Payk. 
var. cruentatum Waltl 
miniatum Germ. . 
nigritarse Kirb. 
flavipes Payk. . . 
ononicola Bach 
assimile Kirb. . 
apricans Herbst . 
curtirostre Germ, 
simum Germ. . 

affine Kirb. . . . 
marchicum Herbst 
violaceum Kirb. . 
minimum Herbst . 
Spencei Kirb. . . 
vorax Herbst . . 
viciae Payk. . . 



ab. Griesbachi Steph. 
pisi F 



Saleske, auf Solanum dulcamara, selten. 
Auf Lythrum salicaria L. , überall häufig. 
Köslin, selten. 



nicht selten. 



Häufig:- 
Köslin, selten. 

, nicht selten. 

Häufig in den Fruclithülsen von .Spartiuin 

scoparium. 
Köslin, nicht häufig. 
,, nicht selten. 

.Saleske, aufOrobus vernus undN'iciacracca. 
Köslin, auf Lathyrus pratensis, sehen. 
Im Juni auf Malven, nicht selten. 

Saleske, auf Lotus-Arten, nicht häufig. 

Köslin, nicht selten. 

Saleske, zahlreich gekätschert; vielleicht 

von Anthemis arvensis L. 
Auf Nesseln nicht selten. 
Auf Malva silvestris L. bei Köslin und 

Saleske nicht selten. 
Häufig auf Klee. 

Köslin, nicht häufig. 

und Saleske, auf Ampferarten. 



„ ri V nicht häufig. 

1 läufig. 

Saleske, auf Ononis repens L. 
Häufig. 

Köslin, nicht selten. 

.Saleske, auf Astragahis glycyphyllus L., 

selten. 
KösUn, auf Rumex acetosella, selten. 
Saleske, auf Rumex-Arten. 

V T li V 

Nicht selten. 

Köslin und Saleske, auf Vicia cracca L. 

„ nicht selten. 
Köslin und Saleske, auf \'icia-Arten, meist 
nicht selten. 



LüUwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Küslin aufgefund. Käfer. 255 



auf Lotus corniculatus. 
nicht häufig. 



Apioit punctigerum Payk. . . Köslin und Saleske, auf \'icia-Arten, meist 

nicht selten, 
aethiops Herbst ... ,, .. , 

imoiune Kirb Köslin, nicht häufig. 

^ ervi Kirb , „ ,, 

^ ononis Kirb Saleske, auf Ononis repens, häufig. 

^ astragali Payk. ... „ auf Astragalus glycyphyllus, selten. 

„ virens Herbst .... Häufig. 

„ tenue Kirl) Köslin, auf Melilotus officinalis. 

, loti Kirb 

„ columbinum Germ. . 

Rhynchltes betulae L Häufig. 

„ Mannerheimi Hum. . . Köslin, nicht häufig. 

„ nanus Payk „ „ „ 

, germanicus Herbst . . „ „ „ 

y pauxillus Germ. ... ,, ^ „ 

„ aequatus L „ 

„ cupreus L , 

„ auratus Scop ., 

Byctiscus populi L Überall. 

„ betulae L „ 

,, ab. violaceus Scop. . . „ 
Attelahus nitens Scop. ... ^ 
Apoderus coryli L „ 



Rhinomacer attelaboides F. . 
Dio(hirrhiinchus austi'iacus Oliv 



63. Nemonycliidae. 

, Saleske, auf Kiefern. 



Eccoptogaster scolytus F. . 

„ Ratzeburgi Jansen 

„ pygmaeus F. . . 

„ mali Bechst. . . 

„ var. piri Ratzeb. . 

, intricatus Ratzeb. 

„ rugulosus Ratzeb. 
Hi/lesinus fraxini Panz. . 
Myelophilus piniperda L. 

„ minor Hartig . 
Hylurgus ligniperda F. 
Hylastes ater Payk . . . 

, cunicularius Er. . 

„ angustatus Herbst 

„ palliatus Gyllh. . 
Crypturgus pusillus Gyllh. 
Cn/p/mhis abietis Ratzeb. 

'. fagiF 

Pifyophf/wrus micrographus 
Pityogenes clialcographus L. 

^ bidentatus Herbst 

Ipfi 6-dentatus Boerner . 

. laricis F 



64. Ipidae. 

Köslin. 



Bei Köslin und Saleske gefunden. 



17* 



256 



Stettiner Eutomologische Zeitung. 76. 1915. 



TajihrorycJms bicolor Herbst . Bei Köslin und Saleske gefunden. 
Dryocoetes autographus Ratzeb. ,, „ ^ , „ 

, alni Georg ^ « „ „ „ 

Xylebonts Saxeseni Ratzeb. . . ^ „ , ^ ^ 

^ dispar F ^ , „ „ „ 

Xyloterus domesticus L. . . . , „ r « r 

„ lineatus Oliv „ „ „ „ n 

, var. melanocephalus 

Eichh. „ , „ , , 

^ quercus Eichh. . . . Schroeder fand am 6. IV. i88o ein Stück 

im Buchwalde bei Köslin an Buchenholz. 

Plati/pus cylindrus F Bei Köslin und .Saleske. 



Lucanus cervus L 

„ var. capreolus Fuessl. 
Dorcus parallelepipedus L. . 
Sinodendron cylindricum L. 
Systenocerus caraboides L. . 

, ab. virescens Muls. . 

„ var. § rufipes Herbst 



65. Liicanidae. 

In Eichenwäldern überall. 



Überall nicht selten. 



66. Scarabaeidae. 



Trox sabulosus L. . . . 
„ hispidus Laichh. . . 

^ scaber L 

Psammobius sulciollis lllig 
Rhyssemus asper F. . . 
Diastictus vulneratus Sturm 
Oxyomus silvestris Scop. . 
Aphodius erraticus L. . . 

„ subterraneus L. 

„ ab. fuscipennis Muls. 

„ fossor L 

„ baemorrhoidalis L. 

, ab. humeralis Muls. 

„ foetens F. . . . 

y, fimetarius L. 

„ scybalarius F. . 

, ab. conflagratus Ol. 

„ granai'ius L. . . 

, sordidus F. . . . 

„ var. 4-punctatus Panz. 

„ nitidulus F. . . . 

, ater Deg. . . 

, niger Panz. . . . 

, rhododactylus Marsh. 

^ merdarius F. 

„ pusillus Herbst 

j porcus F. . . . 

^ sticticus Panz. . . 

^ melanostictus Schmidt 

, inquinatus Herbst 



Aus dem Neustettiner Kreise erhalten. 



Ostseedünen bei Köslin und .Saleske. 
Köslin, selten. 

Häufig. 
Köslin. 



nicht häufisf. 



Häufig. 

Köslin, selten. 

, nicht selten. 

Häufig. 



LüUwitz, Verzeichnis d. im Regiei'ungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 257 



Aphodius ab. nubilus Panz. . 

ab. centrolineatus Panz 

„ ab. confluens Schils. 

, tessulatus Payk. . 

„ ab. unibrosus Muls. 
contaminatus Herbst 

, prodromus Brahru. 

^ consputus Creutz . 

, rufipes L. . . . 

„ luridus F. . . . 

^ ab. variegatus Herbst 

, deprcssus Kugel . 

„ ab. atramentarius E 
Heptaulacus sus Herbst . 

„ testudinarius F. . 
Aegialia arenaria F. . . 



Ceratop/ii/us Tj'phoeus L. 
Geotrupcs mutator Marsh. 

„ stercorarius L. . . 

„ stercorosus Scriba 
vernalis L. . . . 
Oniticellus fulvus Goeze . 
(')nthophagus taurus Schreb. 

, ovatus L. . . . 

^ fracticornis Preyssl. 

y, coenobita Herbst . 

,. vacca L 

, nuchicornis L. . 
Caccobius Schreberi L. 
Copris lunaris L. ... 
Serica brunnea L. . . . 
Maladera holosericea Scop. 

, ab. fusca Muls. 
Amphlmallon solstitiales L. 
Melolnntha vulgaris F. 

„ ab. femoralis Kr. . 

, ab. albida Redtb. 

, ab. discicollis Mls. 

, ab. ruficoUis Mls. 
Poli/pht/lla fullo L. . . . 

,, ab. marmorata Muls 
Hoplia philanthus Fussl. . 

„ parvula Kryn. . . 

„ graminicola F. . 
Anomala aenea Desr. . . 



, ab. tricolor Torre 
, ab. marginata Schils. 
, ab. bicolor Torre . . 
j, ab. humeralis Schils. 
Phyllopertha horticola L. 

„ ab. ustulatipennis Villa 



IläufiR. 

Köslin, nicht häufig. 

1 läufig. 

KösHn, nicht selten. 

Sehr häufig. 

Köslin, selten. 

, nicht häufig. 

Im Frühjahr im Sande der Ostseedünen 

bei KösHn und Saleske meist häufig. 
Köshn, nicht häufig. 

Iläufio;. 



Im Kreise Lauenburg, in Rindermist. 

Köslin, nicht häufig. 

Häufig. 



Köslin, nicht selten. 
„ nicht häufig. 
Häufiir. 



Ostseedünen, überalL 

Köslin, nicht häufig. 

Ostseedünen bei Saleske im Juli. 

Köslin, am Ostseestrande. 

Ostseedünen bei Saleske, auf Birken- und 

Weidengebüsch im Juli in manchen Jahren 

häufig. 



I läufie-. 



258 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Ori/ctes nasicornis L Köslin, selten. 

Valgtis hemipterus L „ „ 

Osmodernia eremita Scop. . . „ 
Gnor'nmis nobilis L. . . . . „ „ 

Trichius fasciatus L Im Lauenburger Kreise auf Blüten, nicht 

häufig. 

Cetonia aurata L Nicht selten. 

f, ab. purpurata Heer . . Saleske, selten. 

„ ab. pisana Heer ... ^ , 

Liocola niarmorata F Köslin, nicht selten. 

Potosia cuprea F , „ „ 

, var. metallica Herbst . „ ^ „ 

, var. Fieberi Kr. . . . Saleske, selten. 



Lülhvitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Kilfer. 259 



Alphabetisches Verzeiehuis der Familien. 



AUeculidae 242. 
Anobiidae 240. 
Anthicidae 241. 
Anthribidae 249. 
Bostrychidae 239. 
Buprestidae 239. 
Bjrrhidae 237. 
Byturidae 231. 
Cantharidao 229. 
Carabidae 209. 
Cerambycidae 242. 
Chrysomelidae 244. 
Ciciudelidae 209. 
Cisidae 284. 
Cleridae 230. 
Cocciuellidae 235. 
Colydiidae 234. 
Corylophidae 226. 
Cryptopliagidae 282. 
Cucujidae 232. 
Curculionidae 249. 
Dascillidae 237. 



Dermestidae 237. 
Dryopidae 236. 
Dytiscidae 215. 
Elateridae 237. 
Endomychidae 234. 
Erotylidae 233. 
Eucnemidae 239. 
Georyssidae 237. 
Gyrinidae 217. 
Haliplidae 214. 
Helodidae 236. 
Heterocei-idae 237. 
Histeridae 227. 
Hydrophilidae 227. 
Hylophilidae 241. 
Ipidae 255. 
Lariidae 249. 
Lagriidae 241. 
Lathridiidae 233. 
Liodidae 226. 
Lucanidae 256. 
Lymesylidae 239. 



Lyctidae 239. 
Melandryidae 241. 
Meloidae 241. 
Mordellidae 241. 
Mycetophagidae 234. 
Nemonychidae 255. 
Nitidulidae 231. 
Oedemeridae 240. 
Ostomidae 231. 
Phalacridae 233. 
Pselaphidae 224. 
Ptinidae 239. 
Pyrochroidae 240. 
Pythidae 240. 
Scarabaeidae 256. 
Scaphidiidae 226. 
Scydmaenidae 225. 
Silphidae 225. 
Sphindidae 234. 
Staphylinidae 217. 
Tenebrionidae 242. 
Trichopterygidae 226. 



260 



Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 



Alphabetisches Terzeichnis der Gattimgsnamen. 



Abdera 241. 
Acalyptus 258. 
Acanthocinus 243. 
Acanth öderes 243. 
Acidota 218. 
Acilius 217. 
Acmaeops 242. 
Acritus 227. 
Actobius 220. 
Acupalpus 212. 
Adalia 235. 
Adonia 235. 
Adrastus 238. 
Aegialia 257. 
Agabus 216. 
Agapantliia 243. 
Agatliidium 226. 
Agelastica 246. 
Agonum 214. 
Agrilus 2o9. 
Agriotes 238. 
Aleochara 224. 
Allecula 242. 
Allosterna 243. 
Amalus 252. 
Amara 212. 
Amphicvllis 226. 
Amphimallon 257. 
Amphotis 231. 
Anacaena 228. 
Anaesthetis 243. 
Anaglyptus 243. 
Anaspis 241. 
Anatis 235. 
Anisodactylus 212. 
Anisosticta 235. 
Anisotoma 226. 
Anisoxya 241. 
Anobium 240. 
Anomala 257. 
Anoncodes 240. 
Anoplus 253. 
Anthaxia 239. 
Antherophagus 232. 
Anthicus 241. 
Anthobiura 218. 
Anthocomus 230. 
Antbonomus 253. 
Antbophagus 218. 



Antbracus 212. 
Antbrenus 237. 
Antbribus 249. 
Apbidecta 235. 
Aphodius 256. 
Apbtbona 248. 
Apion 254. 
Apoderus 255. 
Aromia 243. 
Arpediam 218. 
Asapbidion 210. 
Asemum 243. 
Aspidipborus 234. 
Astenus 219. 
Astilbus 224. 
Atemeies 224. 
Atbeta 223. 
Atbous 238. 
Atomaria 233. 
Attagenus 237. 
Attelabus 255. 
Autalia 223 
Axinotarsus 230. 

Badister 211. 
ßagous 251. 
Balaninus 253. 
Balanobius 253. 
Baptolinus 220. 
Baris 252. 
Barynotus 250. 
Batophila 248. 
Batrisodes 224. 
Bembidion 210. 
Berosus 2i!S. 
BibloplectLis 224. 
Bidessus 215. 
Blaps 242. 
Blecbrus = Microlestes 

214. 
Bledius 218. 
Bletbisa 210. 
Blitbopbaga 225. 
Bolitobius 222. 
Bostrychus 239. 
Botbrideres 237. 
Bracbonyx 253. 
Bracbyderes 250. 
Brachypterus 231. 



Bracbysomus 250. 
Bracbygluta 224. 
ßradycellus 212. 
Broscus 210. 
Bruchidius 249. 
Bruchus 249. 
Bryaxis 224. 
Bryocbaris 222. 
Bryoporus 222. 
Byctiscus 255. 
Byrrbus 237. 
Bythinus 224. 
Byturus 231. 

Caccobius 257. 
Caenocara 240. 
Caenoptera 243. 
Cafius 220. 
Calandra 253. 
Calathus 213. 
Callidium 243. 
Calodera 224. 
Calosoma 209. 
Calvia 236. 
Campylus 239. 
Cantbaris 229. 
Carabus 209. 
Carcinops 227. 
Cardiophorus 238. 
Cassida 248. 
Cateretes 231. 
Catops 225. 
Cerambyx 243. 
Ceratopbyus 257. 
Cercj'on 229. 
Cerylon 234. 
Cetönia 258. 
Ceutorrbynchidius 252. 
Ceutorrhyncbus 252. 
Cbaetartbria 228. 
Cbaetocnema 247. 
Cbalcoides 247. 
Cbalcopbora 239. 
Cbaropus 230. 
Cbilocorus 236. 
Cblaenius 211. 
Chloropbanus 250. 
Choleva 225. 
Cbromodei-us 250. 



Lüllwitz, Verzeichnis d. im Regierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 261 



Chrysantbia 240. 
ChrysomeUx 245. 
Cicindela 209. 
Cicones 234. 
Cidnorrbinus 252. 
Cionus 253. 
Cis 234. 
Cleonus 250. 
Clivina 210. 
Clytra 244. 
Clytus 243. 
Cnemidotus 215. 
Cneori'binus 250. 
Coccinella 235. 
Coccidula 236. 
Coelarubus 215. 
Coeliodes 252. 
Coelostoma 228. 
Colapbus 245. 
Colenis 226. 
Colon 225. 
Colymbetes 217. 
Coniocleonus 250. 
Conosoma 222. 
Copelatus 216. 
Copris 257. 
Copropbilus 218. 
Coptocepbala 244. 
Corticaria 233. 
Cortodera 242. 
Corylophus 226. 
Corymbites 237. 
Corynetes 230. 
Cossonus 251. 
Creophilvis 221. 
Crepidodera 247. 
Criocephalus 243. 
Crioceris 244. 
Crypbalus 255. 
Cryptarcha 232. 
Crypticus 242. 
Cryptobium 220. 
Cryptocepbalus 245. 
Cryptohypnus 238. 
Cryptophagus 232. 
Cryptopleurum 229. 
Cryptorrbyncbus 251. 
Crypturgus 255. 
Cybister 217. 
Cychramus 232. 
Cychrus 209. 
Cylloles 232. 
Cymbiodyta 228. 
Cymindis 214. 
Cyphon 236. 



Cyrtusa 226. 
Cytilus 237. 

Dacne 233. 
Danacaea 230. 
Dascillus 237. 
Dasytes 230. 
Deleaster 218. 
Demetrias 214. 
Dendrophilus 227. 
Dermestes 237. 
Diacanthus 238. 
Diachromus 212. 
Diaperis 242. 
Dibolia 248. 
Diastietus 256. 
Dictyopterus 229. 
Diodyrrhynchus 255. 
Diplocoelus 233. 
Ditoma 234. 
Dolichosoma 230. 
Dolichus 213. 
Dolopius 233. 
Donacia 244. 
Dorcatoma 240. 
Dorcus 256. 
Dorytomus 251. 
Dromiiis 214. 
Dryocoetes 256. 
Dryopbilus 240. 
Dryophthorus 251. 
Dryops 236. 
Dyscbirius 210. 
Dytiscus 217. 

Ebaeus 230. 
Eccoptogaster 255. 
Elaphi-us 210. 
Elater 2:fö. 
Eledona 242. 
Elleschus 253. 
Emus 221. 
Endomycbus 234. 
Enicmus 233. 
Ennearthron 234. 
Epaphius 211. 
Ephistemus 233. 
Epithrix 247. 
Epuraea 231. 
Eremotes 251. 
Ergates 242. 
Erirrhinus 251. 
Ernobius 240. 
Euaesthetus 219. 
Eubi-ia 236. 



P]ucinetus 236. 
Euglenes 241. 
Eustrophus 241. 
Exocentrus 243. 
Exochomus 236. 

Falagria 223. 

Galeruca 247. 
Galerucella 247. 
Gauropterus 220. 
Gastroidea 245. 
Georyssus 237. 
Geotrupes 257. 
Glischrochilus 232. 
Gnathoncus 227. 
Gnorimus 258. 
Gonodera 242. 
Grammoptera 243. 
Graphoderes 217. 
Grobbenia 2^3. 
Gronops 250. 
Grypidius 251. 
Gymnetron 253. 
Gymnusa 222. 
Gynandrophthalma 

244. 
Gj'i-inus 217. 
Gyrophaena 222. 

Habrocerus 222. 
Hadrotoma 237. 
Haliplus 214. 
Hallomenus 241. 
Haltica 248. 
Halyzia 235. 
Haplocnemus 230. 
Haploderus 218. 
Harpalus 211. 
Hedobia 240. 
Helochares 228. 
Helodes 236. 
Helophoru.s 227. 
Helops 242. 
Heptaulacus 257. 
Heterocerus 237. 
Heterostomus 231. 
Heterothops 221. 
Hippodamia 235. 
Hippuriphila 247. 
Hispella 248. 
Hister 227. 
Hoplia 257. 
Hydaticus 217. 
Hydnobiiis 226. 
Hydraena 228. 



262 



Stettiner Entomologrische Zeitung:. 7ö. 1915. 



Hydrobius 228. 
Hydrochus 228. 
Hydronomus 251. 
Hydrophilus 228. 
Hydroporus 215. 
Hydrothassa 24b'. 
Hydrous 228. 
Hygronoma 222. 
Hygrotus 215. 
Hylastes 255. 
Hylecoetus 239. 
Hylesinus 255. 
Hylobius 250. 
Hylotrupes 243. 
Hylurgus 255. 
Hyperaspis 236. 
Hyphydrus 215. 
Hypnoidus 238. 
Hypocassida 248. 
Hypocyptus 222. 

Ilybius 216. 
llyobates 224. 
Ips 255. 

Ischnomera 240. 
Isorhipis 239. 

Labidostomis 244. 
Laccophilus 216. 
Laccobius 228. 
Lacon 237. 
Laemophloeus 232. 
Laemostenus 213. 
Lagria 241. 
Lamia 243. 
Lauipyris 229. 
Larinus 250. 
Lathridius 233. 
Lathrimaeum 218. 
Lathrobium 220. 
Lebia 214. 
Le'istus 210. 
Lema 244. 
Leptacinus 220. 
Leptura 242. 
Leptusa 223. 
Lepyrus 250. 
Lesteva 218. 
Leucoparyphus 222. 
Limnebius 228. 
Limnobaris 253. 
Limnoxenus 228. 
Limonius 288. 
Liocola 258. 
Liedes 226. 



Liopbioeus 250. 
Liopus 243. 
Liosoma 250. 
Lissodema 240. 
Litargus 234. 
Lithocbaris 220. 
Lixus 250. 
Lochmaea 247. 
Longitarsus 248. 
Lorocera 210. 
Lucanus 256. 
Luperus 246. 
Lyctus 239. 
Lygistopteru.« 229. 
Lymexylon 239. 
Lytta 241. 

Magdalis 254. 
Malachius 280. 
Maladera 257. 
Maltbinus 230. 
Malthodes 230. 
Mantura 247. 
Marmaropus 252. 
Masoreus 214. 
Mecinus 253. 
Medon 220. 
Megarthrus 217. 
Megasternum 229. 
Megatoma 237. 
Melandrya 241. 
Melanimon 242. 
Melanophthalma 234. 
Melanotos 288. 
Melasis 239. 
Melasoüia 246. 
Meligethes 231. 
Meloe 241. 
Melolontha 257. 
Metabletes 214. 
Miarus 258. 
Micraspis 235. 
Micrelus 252. 
Microcara 236. 
Microglossa 224. 
Microlestes 214. 
Micropeplus 217. 
Miscodera 210. 
Monochamus 243. 
Mononj'cbus 251. 
Monotoma 232. 
Mordella 241. 
Mordellistena 241. 
Morychus 237. 
Mycetaea 284. 



Mycetocbara 242. 
Mycetophagus 234. 
Mycetoporus 221. 
Myelophilus 255. 
Myllaena 222. 
Myrmecoxenus 284. 
Myrrha 285. 
Mysia 235. 

Nanophyes 254. 
Nargus 225. 
Nebria 210. 
Necrobia 230. 
Necrodes 225. 
Neerophorus 225. 
Neobisnius 220. 
Nephus 236. 
Neurapbes 225. 
Niptns 239. 
Nitidula 281. 
Notaris 251. 
Noterus 216. 
Notiophilus 210. 
Notothecta 224. 
Notoxus 241. 
Nudobius 220. 

Oberea 243. 
Ocalea 224. 
Ochthebius 228. 
Octotemnus 234. 
Ocys 211. 
Odacantha 214. 
Oeceoptoma 225. 
Oedemera 240. 
Olibrus 233. 
Oligomerus 240. 
Oligota 222. 
Olisthopus 214. 
Olocrates 242. 
Olopbrum 218. 
Omalium 218. 
Omophlus 242. 
Omophron 210. 
Omosiphora 231. 
Omosita 281. 
Oniticellus 257. 
Ontholestes 221. 
Onthophagus 257. 
Onthophilus 227. 
Oodes 211. 
Ootypus 283. 
Opatruru 242. 
Opetiopalpus 230. 
Ojihonus 211. 



LüUwitz, Verzeichnis d. im Kegierungsbez. Köslin aufgefund. Käfer. 263 



Opilo 230. 
Orchesia 241. 
Orcheste.s 253. 
Orectoehilus 217. 
Orobitis 252. 
Orthocerus 234. 
Orthoperus 226. 
Oryctes 258. 
Osmoderma 258. 
Othius 220. 
Otiorrhynchus 249. 
Osymirus 242. 
Oxyomus 256. 
Oxypoda 224. 
Oxyporus 219. 
Oxytelus 218. 

Paederus 219. 
Panagaeus 211. 
Paramecosoma 232. 
Paromalus 227. 
Patrobus 211. 
Peltis 231. 
Phaedon 246. 
Phalacrus 233. 
Pbausis 229. 
Philontbus 221. 
Pbilydrus 228. 
Phloeocbaris 217. 
Pbloeonomus 218. 
Phloeopbilus 230. 
Phloeopora 224. 
Pbospbaenu.s 229. 
Pbosphuga 226. 
Pbvllobius 249. 
Pbyllobrotica 246. 
Pbyllodecta 246. 
Pbyllodrepa 218. 
Pbyllopertba 257. 
Pbyllotreta 248. 
Phymatodes 243. 
Pbytobius 252. 
Pbytodecta 246. 
Pbytoecia 243. 
Pbytonomus 250. 
Pissodes 251. 
Pityogenes 255. 
Pityophagus 232. 
Pityopbthorus 255. 
Plagiodera 246. 
Plagionotus 243. 
Platambus 216. 
Plateumaris 244. 
Platycis 229. 
Platynaspis 236. 



Piatypus 256. 
Platyrrbinus 249. 
Platysoma 227. 
Platystethus 218. 
Platystomus 249. 
Plegaderus 227. 
Pocadius 232. 
Podabrus 229. 
Podagrica 247. 
Pogonocbaerus 243. 
Polydrosus 249. 
Polypbylla 257. 
Poophagus 252. 
Porcinolus 237. 
Potosia 258. 
Prasocuris 246. 
Pria 231. 
Prionus 242. 
Prionycbus 242. 
Procrustes = Carabus 

209. 
Pronomaea 222. 
Propylaea 236. 
Prosternon 238. 
Prostomis 232. 
Proteinus 218. 
Psammobius 256. 
Psamnioecus 232. 
Pselaphus 225. 
Psylliodps 247. 
Ptenidium 226. 
Pterosticbus 213. 
Ptilinus 240. 
Ptinus 239. 
Ptomaphagus 225. 
Pulliis 236. 
Pyrochroa 240. 
Pyropterus 229. 
Pytbo 240. 

Quedius 221. 

Reichenbachia 224. 
Rhagium 242. 
Rhagonycha 230. 
Rhamphus 253. 
Rhantus 216. 
Rhinomacer 255. 
Rhinoncus 252. 
Rbinosimus 240. 
Rhizobius 236. 
Rbizopbagus 232. 
Rbynchites 255. 
Rhyncolus 251. 
Rhyssemus 256. 



Saperda 243. 
Saprimis 227. 
Scaphidium 226. 
Scapbosoma 226. 
Sciapbilus 250. 
Scirtes 236. 
Scopaeus 220. 
Scydmaenus 225. 
Scymuus 236. 
Serica 257. 
Sericoderus 226. 
Sericus 238. 
Sibinia 253. 
Silis 230. 
Silpba 225. 
Silvanus 232. 
Simplocaria 237. 
Sinodendron 256. 
Sipalia 224. 
Sitodrepa 240. 
Sitona 250. 
Soronia 231. 
Spercbeus 228. 
Spermophagus 249. 
Sphaeridium 229. 
Sphaeriesthes 240. 
Sphaeroderma 248. 
Sphaerosoma 234. 
Spbindus 234. 
Sphodrus 213. 
Spondylis 242. 
Staphylinus 221. 
Stenichnus 225. 
Stenocarus 252. 
Stenocboi'us 242. 
Stenolopbus 212. 
Stenostola 243. 
Stenus 219. 
Stilicus 219. 
Stilbus 238. 
Stomis 213. 
Strophosomus 250. 
Subcoccinella 235. 
Syncalypta 237. 
Synchita 234. 
Synuchus 213. 
Systenocerus 256. 

Tachinus 222. 
Tachyporus 222. 
Tachypus = Asaphi- 

dion 210. 
Tachys 211. 
Tachyta 211. 
Tachyusa 223. 



264 



Stettiner Entomoloorische Zeituncp. 76. 1915. 



Tanymecus 250. 
Tanj^sphyrus 251. 
Taphrorychus 256. 
Tapinotus 252 
Telmatophilus 232. 
Tenebrio 242. 
Tetrapiatypus 212. 
Tetratoma 241. 
Tetropium 243. 
Tetrops 243. 
Thalycra 232. 
Thanasimus 230. 
Thanatophilus 225. 
Thea 235. 
Thectura 222. 
Thiasophila 224. 
Tillus 230. 
Tiresias 237. 



Tomoxia 241. 
Trachodes 250 
Traehypliloeus 
Trachys 239. 
Trechus 211. 
Trichius 258. 
Trichocellus 212. 
Triebonyx 224. 
Tricbopteryx 226. 
Trinodes 237. 
Triplax 233. 
Tritoma 233. 
Trixagus 239. 
Trogodernia 237. 
Trogopbloeus 218 
Trogosita 231. 
Trox 256. 
Trypopitys 240. 



50. 



Tycbius 253. 
Tycbus 225. 
Typbaea 234. 

Valgus 258. 

Xantholinus 220. 
Xestobium 240. 
Xyleborus 256. 
Xyletinus 240. 
Xylita 241. 
Xylodrepa 225. 
Xylodromus 218. 
Xyloterus 256. 
Xylotrecbus 243. 

Zeugopbora 244. 
Zyras 224. 



Spaeth, Neue Cassidinen {Coleoptera). 265 

Neue Cassidinen 

(Coleoptera). 

Von Dr. Frauz Spaeth, Wien. 

Hojjlioiiofff i'oseola nov. spec. 

In meiner Bearbeitung der Gattung Hoplionota in die Gruppe b 
der afrikanischen Arten neben H. Bwjnioni zu stellen, der sie sehr 
ähnlich ist. 

Größer , vor allem viel breiter, hinten etwas höher gewölbt^ 
die Profil linie nach vorne mehr schräg abfallend ; kurz rechteckig, 
schon fast quadratisch ; da die Seiten des Halsschildes mehr ge- 
rundet sind, entsteht zwischen Halsschild und Flügeldecken eine 
bei Bugnioni fehlende Einbuchtung , die Flügeldecken sind an 
der Basis etwas breiter als die Basis des Halsschildes , und der 
Vorderrand des letzteren geht in den Seitenrand in breiterem 
Bogen, nicht, wie bei Bugnioni^ fast winklig über. Unterseite und 
Fühler gelbrötlich , Kopfschild schmal rechteckig , doppelt so 
lang als breit, die Mitte kaum vertieft mit einem am Munde ver- 
breiterten niedrigen Mittelkiel. Kopfplatte weit vor die Augen 
vorgezogen, an den Seiten vor den Augen noch schräg erweitert, 
am abgestutzten Vorderrande breiter als die Entfernung der 
äußeren Augenränder, in der Mitte vorne schmal eingeschnitten. 
Fühler den Halsschildrand nicht erreichend , mit langer , stark 
verdickter , viergliedriger Keule , deren Glieder doppelt so dick 
als laug sind; das 7. Glied außen wenig erweitert, das 2., 3. und 
6. annähernd gleich lang , nicht viel kürzer als das 4. und 5. 
Die Bildung des Kopfschildes und der Kopfplatte ist sonach von 
jener von Bugnioni, bei der die Kopfplatte vor den Augen plötz- 
lich erweitert , vorne gerundet und am Vorderrande ausgerandet 
ist, ganz abweichend, dagegen die Fühlerbildung bei beiden Arten 
Avenig verschieden. — Halsschild quer-rechteckig, dreimal so breit 
als lang, die Basis außerhalb des großen Basalzahns vorgezogen, 
die Seiten vor den schwach verrundeten Hinterecken wenig ver- 
engt, der Kopfausschnitt groß, trapezförmig, Vorder- und Seiten- 
rand grob gesägt , die leicht gewölbte Scheibe an der Basis mit 
einer schmalen, tief punktierten Querfurche, vorne beiderseits der 
Mitte gröber, zerstreut punktiert und flach eingedrückt. Seiten- 
teile grubig, nicht dicht punktiert. Die Scheibe pechbraun, vorne 
und hinten verschwommen heller , die Seitenteile hinten innen 
rötlichgelb, welche Färbung sich nach den Vorderecken zu in pechrot 
allmählich verdunkelt ; die Außensäume gelb. Von Bugnioni unter- 



266 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

scheidet sich sonach der Halsschild, abgesehen von der schon an- 
fangs erwähnten seitlichen Verrundung , durch dichtere Punktie- 
rung der Scheibe vorne, ihre dunklere Färbung, sowie die andere 
Zeichnung der Seitenteile. — ■ Schildchen pechrot, matt. — Flügel- 
decken fast quadratisch, nicht länger als breit, an den Seiten fast 
parallel , da sie gleich hinter den Schultern ihre größte Breite 
erreichen und von hier bis zur nahezu abgestutzten , wenig ver- 
rundeten Spitze kaum verengt sind ; die seitliche Aus- und Ein- 
buchtung von Buguloni fehlt. Scheibe außen gereiht, innen ver- 
worrener punktiert, die Kiele und Höcker sind viel höher als bei 
Biigmoni; der Dorsalkiel ist hinter dem ziemlich hohen und spitzen, 
vierkieligen Basalhöcker unterbrochen , beginnt wieder an dem 
näher zur Naht gerückten , schräg gestellten , kleinen Postbasal ; 
im mäßig hohen, aber scharfen Haupthöcker schneiden die Pontal- 
und die Suturalleiste sich in einem Punkte ; der Dorsalkiel setzt 
sich hinter dem Hanpthöcker — eine kurze Stelle flacher, breiter 
und heller rot — zum Apikaihöcker fort, der niedrig ist und von 
dem innen quer ein Kielchen zur Naht geht ; der Humeralkiel ist 
niedrig, halb verloschen, der Humeralhöcker klein, länglich, der 
Marginalhöcker viel höher , drei kielig , mit einer kurz unter- 
brochenen Verbindung zum Apikaihöcker. Seitendach breit, 
flach ausgebreitet , grob pnnktiert , außen durch eine punktierte 
Leiste verdickt ; die Scheibe ist pechrot, Naht und Höckerspitzen 
heller. Seitendach gelb mit 2 breiten Randästen, die innen pech- 
braun , an den Rändern heller sind. Die hellen Makeln an der 
Seitendachbrücke sind vorne fast senkrecht zum Außenrande, hinten 
nur wenig schräg begrenzt , während bei Bugnioni beide Abgren- 
zungen sehr schräg zum Außenrande verlaufen ; das Ende des 
Seitendaches ist bei Bugnioni blutrot, bei roseola gelb. Der Saum 
des Seitendaches trägt sehr feine , weit voneinander abstehende 
kleine Dornen. 6,5 X 5,8 mm. 

Französisch-Kongo : Fort Crampel. 

Herr Achard hat mir die Type freundlichst überlassen. 

Hoplionota nigropicea nov. spec. 

Kurz-rechteckig, aber an den Seiten und hinten ziemlich ge- 
rundet , so daß man sie auch als gerundet bezeichnen könnte, 
Avenig gewölbt , mäßig glänzend , oben schwarz mit nur äußerst 
schmalem, durchscheinend pechrotem Saume des Seitendaches, unten 
braunrot , der Kopfschild pechschwarz , die Fühler pechrot mit 
4 dicht goldigbehaarten, pechschwarzen Endgliedern. 

Kopfschild mit einer schmalen , hohen Mittelleiste , daneben 
mit je einem tiefen und langen, in die Mundwinkel fortgesetzten. 



Spaetb, Neue Cassidinen {Coh'optera). 267 

glatton dreieckigen Eindruck. Kopfplatte weit vorgezogen , vor 
den Augen bis zu ihrer Mitte schräg erweitert, vorne abgestutzt 
und in der Mitte seicht ausgerandet. Fühler mit langem Schaft 
und kurzer, nicht ganz halb so langer Keule ; das 3. Glied kaum 
länger als das 2., das 4. bis 7. gestreckt, um die Hälfte jedes 
länger als das 3., das 7. noch unbehaart, zur Spitze stark er- 
weitert, die Glieder 8 — 10 einzeln kaum halb so lang als das 7., 
doppelt so dick als lang, das 11. kurz, nur wenig zugespitzt. 
Halsschild mehr als doppelt so breit als lang, an der Basis kaum 
vorgezogen, mit rechtwinkligen scharfen Hinter- und verrundeten 
Vorderecken ; die Scheibe flach mit 2 dicht und ziemlich fein 
punktierten Qaereindrücken , sonst glatter , nur ober dem Kopfe 
einzeln punktierter Fläche. Seitenteile mit groben , dichteren 
Punktgruben. Flügeldecken an den Seiten mäßig erweitert, hinten 
breit gerundet, um die Hälfte länger als breit, mit ziemlich dicht, 
sehr grob punktierter Scheibe , der üorsalkiel ist nur zwischen 
dem Postbasalhöcker und dem Apikaihöcker erkennbar, auch hier 
niedrig, der Humeralkiel bildet unter der Schulter einen rudimen- 
tären Bogen, setzt sich dann kaum erkennbar auf dem 6. Zwischen- 
raum bis zur Pontalleiste fort, Avelch letztere sodann nach innen 
erlischt. Von den Höckern sind der Basal-, Postbasal-, Humeral- 
und Marginal- isoliert , niedrig , knopfförmig ; noch kleiner und 
niedriger sind die ebenfalls isolierten Schnittpunkte der fehlenden 
Apikalleiste ; der Haupthöcker und der Apikal sind nicht höher 
als die anderen , aber nicht isoliert, der erstere angedeutet drei- 
kielig. Abdomen äußerst dicht, mäßig fein punktiert. 7,5 X 
7 mm. 

Sarawak : Santubong (Februar 1900). 

Von M. Moulton. Die einzige Type in meiner Sammlung. 

Hopl. nigropicea ist der H. ohseura Wgenr. von Celebes am 
nächsten verwandt und stimmt mit ihr besonders in der Bildung 
des Kopfschildes, der Fühler und der Skulptur der Flügeldecken 
überein. H. nigropicea ist aber größer, wesentlich mehr gerundet, 
oben tiefer schwarz mit viel schmälerem hellen Saum, die Kopf- 
platte ist vorne schwächer erweitert, die Pontalleiste ist im Gegen- 
satze zu ohseura zwischen Dorsal- und Humeralkiel erloschen, der 
Dorsalkiel jedoch zwischen dem 2. und 3. Höcker schon erkennbar, 
die Punktierung auf der Scheibe der Flügeldecken ist gröber, 
jene auf dem Seitendache innen hinter der Schulter in einem 
breiten Streifen erloschen. Von der ebenfalls aus Sarawak be- 
schriebenen B. Moultoni M. ist nigropicea durch bedeutende Größe, 
schwarze Oberseite und Fühlerkeule, das Vorhandensein der Dorsal- 
rippe hinter dem Haupthöcker verschieden. 



268 Stettiner Eutomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

Hoplioiiofa fenestralis nov. spec. 

Subquadratiscli , schAvach gewölbt , mäßig glänzend , unten 
samt Beinen , Kopf und Fühlern rötlichgelb , oben pechschwarz, 
auf dem Halsschild der Rand neben dem Kopfausschnitt und der 
Basalrand von den Basalzähnchen auswärts, auf den Flügeldecken 
eine schmale Fenstermakel von der Seitendachbrücke rötlichgelb, 
das Schildchen hell rostrot. 

Der H. bioculata Wgenr. aus Sumatra sehr nahe verwandt, 
etwas größer und breiter, ohne helle Außenrandung , oben tiefer 
schwarz, die Seitenteile des Halsschildes etwas gröber, die Quer- 
furchen der Scheibe weniger dicht punktiert. Die Fenstermakel 
der Flügeldecken ist bei bioculata rundlich , nur wenig länger als 
breit und reicht nach vorne nicht bis zur Querlinie des Basal- 
höckers ; bei fenestralis dagegen ist die Fenstermakel lang, doppelt 
so lang als breit und reicht nach vorne bis unter die Schulter- 
beule ; sie ist glatt, glänzend, durchscheinend. Auch die Skulptur 
der Flügeldecken ist zwar ähnlich, aber doch etwas verschieden ; 
bei fenestralis ist die Dorsalrippe vollständig, scharf, aber nicht 
hoch, der Basal- und Postbasalhöcker sind sehr niedrig, der Haupt- 
höcker wesentlich (um mehr als das Doppelte) höher , vierkielig, 
der Apikaikiel ist langgezogen, niedrig ; die Humeralrippe ist in 
3 Stücke geteilt: an der Basis ein kurzer, querverlaufender Ast, 
dann ein S-förmig gekrümmter nächst der Schulterbeule mit einer 
kaum erkennbaren Fortsetzung bis an die Pontalleiste , endlich 
ein y-förmiges Stück hinter der letzteren , von ihr isoliert , ge- 
bildet aus dem äußeren Ende der Apikalleiste mit ihren Fort- 
sätzen zur Terminalleiste und inneren Gabel ; die Pontalleiste und 
die kurze, nicht bis zur Naht reichende Suturalleiste treffen sich 
an der Spitze des Haupthöckers ; von bioculata unterscheidet sich 
diese Skulptur dadurch, daß die Apikalleiste nicht mit der Dorsal- 
rippe verbunden ist , ihre Fortsätze viel kürzer sind , die costa 
ultima fehlt und die Humeralrippe unterbrochen ist. 

Die Fühler sind kurz , das 2. Glied ist sehr dick und ge- 
streckt, das 3. viel schlanker, kürzer, das 4. und 6. gleich dem 3., 
das 5. etwas länger, das 7. fast doppelt so lang als das 6., außen 
erweitert , das 8. bis 10. sind so lang als dick, doppelt so dick 
als die Schaftglieder. Kopfschild schmal rechteckig , mit tiefer, 
gefurchter, langer Mittelgrube, Kopfplatte vor die Augen schwach 
vorgezogen und hier erweitert, vorne im Bogen noch stärker ge- 
rundet als bei bioculata. 6X6 mm. 

Sarawak: Matang (XH. 1909), Santubong (H. 1900); von 
M. Moulton erhalten. 



Spaeth, Neue Cassidinen {Coleoptera). 269 

// pl io n ta tae n i a ta quad r a nov. subspec. 
Aus Nord-Borneo : Banguey (Waterst.), Brunei und Doeson- 
landem (Wahnes) liegt mir in Mehrzahl (Museum Dresden^), meine 
Sammlung) eine Hoplionota vor , die ich wegen der ganz gleich- 
artigen Skulptur als eine Rasse der taeniata F. betrachte ; sie ist 
wesentlich kleiner, verhältnismäßig viel breiter (5 X 4 mm gegen 
normal 6X5 mm) , daher von fast quadratischem , dabei nach 
hinten schwach verengtem Umriß ; ihre größte Breite liegt un- 
mittelbar hinter den Schultern, noch vor der Querlinie des Basal- 
höckers ; von hier an laufen die Seiten sehr schwach konvergent. 
Die Färbung der Oberseite ist gelbbraun, die Höcker und Rippen 
sind meist pechbraun bis pechschwarz ; zuweilen wird die Dunkel- 
färbung der Oberseite ausgedehnter , es bleiben nur der Vorder- 
rand des Halsschildes neben dem Kopf, das Schildchen und die 
Ränder des Seitendaches gelb. 

Hemisphaerofa flavocincta nov. spec. 

Eiförmig, um mehr als die Hälfte länger als breit, hoch ge- 
wölbt , glänzend, unterseits hell blutrot, die Fühler und Taster 
rötlichgelb, oberseits tief schwarzblau, ein breiter, die ganze Ober- 
seite umziehender Saum , welcher den Scheitel , die grob punk- 
tierten Seitenflügel des Halsschildes , dann das Seitendach mit 
Ausnahme des an der Seitendachbrücke gelegenen inneren Randes, 
endlich das Ende der Scheibe der Flügeldecken umfaßt, außen 
gelb, innen blutrot, ohne feste Grenze in die Scheibenfarbe über- 
gehend ; das Schildchen dunkel blutrot ; die Scheibe des Hals- 
schildes ist tiefer schwarz als jene der Flügeldecken, die lebhafter 
blau schimmern. Halsschild kragenförmig den Kopf umschließend, 
die Hinterecken mit den Vorderecken in einer queren Linie ge- 
legen , welche vor der Kopfspitze vorbeiführt , die Hinterecken 
etwas weniger als rechtwinklig, die Vorderecken schwach stumpf- 
winklig, der Kopfausschnitt zweimal so breit als tief, die kurzen 
Seiten mit der eben erwähnten queren Linie zusammenfallend. Die 
Scheibe jederseits vom Schildchen mit einem tiefen , schrägen, 
etwas gebogenen Eindruck , dazwischen glatt , vor den Schulter- 
beulen mit einigen groben , vorne ober dem Kopfe mit feinen, 
tiefen Punkten, die Seitenteile mit den gewöhnlichen, mäßig dichten 
Grubenpunkten. Schildchen lanzettförmig , länger als breit , an 
der Basis und den Seiten leicht ausgerandet, die Spitze verrundet, 



') Das Stück des Dresdener Museums trägt offenbar irrig die Vater- 
landsangabe Neu-Guinea; es stammt aus dem Vermächtnis des Geh. R. 
Müller und dürfte nach Prof. Hellers Vermutung von Wahnes gesammelt 
worden sein, der sowohl in Neu-Guinea wie auf Borneo gewesen war. 

stettiner Entomologisolie Zeituug, Heft II. 18 



270 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

vor derselben mit einigen Querlinien (individuelle Entwicklung?). 
Flügeldecken fast doppelt so lang als an der Basis breit , hier 
sehr tief ausgeschnitten, mit weit vorgezogenen, spitzwinkligen, 
an der äußersten Spitze in ein außen gebuchtetes Zähnchen aus- 
gezogenen Schulterecken, dahinter bis zur Mitte erweiterten, dann 
sehr wenig verengten Seiten, breit verrundeter Spitze ; die hoch- 
gewölbte Scheibe ohne Höcker , mit ganz konvexer, vorne steiler 
abfallender Profillinie ; die Punktstreifen innen und in der Mitte 
der einzelnen Decke sehr grob und tief, die zwei letzten etwas 
feiner, besonders unter der Schulterbeule ; die inneren Zwischen- 
räume von der Mitte an, der 2. und, wenn auch viel schwächer, 
der 4. in ihrer ganzen Länge gekielt, die 2 letztgenannten höher 
als die übrigen, von denen der 1., 3. und 5. in ihrem vorderen 
Teile sehr schwach und niedrig sind und durch die über sie hin- 
wegsetzenden Zwischenwände der Punkte undeutlich werden ; außer- 
dem ist ein kurzer, niedrig gekielter Skutellarstreifen vorhanden. 
Die den 2. Zwischenraum mit der Höckerstelle verbindende Quer- 
leiste ist schräg nach vorne zur Naht gerichtet, hierdurch wird 
das Basaldreieck sehr lang und erhält entgegen seinem Namen 
eine rechteckige , hinten ausgerandete Gestalt. An der Spitze 
werden die Zwischenräume breiter und flacher. Seitendach schräg, 
schwächer als die Scheibe in ihrem Außenteil geneigt, mit in die 
Quere gezogenen, nicht bis an den Außenrand reichenden Falten. 
Auf den Epipleuren ist die für die Gattung charakteristische 
Querfalte unter der Seitendachbrücke sehr niedrig und flach, im 
Vergleich zu anderen Arten kaum bemerkbar. 

In der Skulptur der Flügeldecken ist H. flavocincta am nächsten 
verwandt mit H. valida m. aus Kolumbien ; abgesehen von der 
ganz andern Zeichnung und der viel tiefer schwarzblauen Färbung 
ist sie viel schlanker und länger , die Hinterecken sind einander 
näher, weniger als rechtwinklig (bei valida eher spitzwinklig), die 
nach vorne zu denselben führenden Teile der Basis parallel (bei 
valida divergierend), die Schulterecken sind viel spitzer und schärfer 
(bei valida ohne Zähnchen) , das Basaldreieck ist viel länger , die 
alternierenden Zwischenräume und die Querleiste sind höher und 
schärfer gekielt ; die Epipleuralleiste ist bei valida viel tiefer. 
6,5 X 5,5 mm. 

Peru : Canchamajo. 

Ich verdanke das einzige Stück dieser reizenden Art der 
Freundlichkeit des Herrn Hauptmann Moser. 

Callktspis coccinea nov. spec. 
Gerundet-eiförmig, kaum doppelt so lang als breit, stark ge- 
wölbt, glänzend, lebhaft blutrot, Unterseite und die ganzen Fühler 



Spaeth, Neue Cassidinen [Coleoptera). 271 

rötlichgelb. Halsschild stark quer, fast dreimal so breit als lang, 
die Basis außerhalb des sehr breiten Basallappen kaum vorge- 
ö;ogen , die Hinterecken nur wenig vor dem Schildchen gelegen, 
rechtwinklig, die Seiten davor gerundet-verengt bis zu den Vorder- 
ecken, welche nur wenig weiter voneinander entfernt sind, als die 
Breite des Basallappen beträgt ; die Scheibe quer gewölbt , vom 
Vordache an den Seiten nicht abgesetzt , glatt , die Seiten mit 
einzelnen größeren Punkten. Flügeldecken an der Basis nicht 
breiter als der Halsschild , gut um die Hälfte länger als breit, 
an den Seiten nur sehr schwach erweitert, oben ganz gleichmäßig 
konvex gewölbt, die Scheibe mit regelmäßigen, feinen Punktreihen 
und sehr breiten, äußerst fein gereiht-punktierten Zwischenräumen ; 
das mit der äußeren Scheibe in gleicher Flucht sehr steil, fast 
senkrecht abfallende Seitendach ist glatt, ö^/,, X 4^/2 mm. 

Amazonas. 

C. coccinea ist am nächsten verwandt der C. rubra Ol., unter 
welchem Namen ich auch das oben beschriebene Stück meiner 
Sammlung in der Sammlung Baly vorfand ; C. rubra ist aber mehr 
gerundet , kleiner und kürzer , oben ungleichmäßig gewölbt mit 
einem stumpfen, niedrigen Höcker und beiderseits konkaver Profil- 
linie , das Seitendach ist flacher als die äußere Scheibe geneigt, 
die Punktreihen sind weniger fein , die flachen Eindrücke hinter 
der Schulterbeule tiefer, an den Fühlern sind die 2 letzten Glieder 
geschwärzt , der Seitenrand des Halsschildes ist flach abgesetzt 
und deutlicher punktiert. C. cinnabarina Boh. ist an dem viel brei- 
teren und kürzeren, am Vorderrande viel weiter ausgeschnittenen 
Halsschild, der ungleichmäßigen Wölbung, stärkeren Punktreihen, 
dem weniger geneigten Seitendache , sowie der Größe zu unter- 
scheiden. 

Sp ilo p h or a aequatoriensis Spaeth. 

Ich habe seinerzeit (Verh. zool. bot. Ges. Wien 1905 p. 84) 
Spüopliora aequatoriensis als eine durch die Zeichnung der Flügel- 
decken abweichende Form von peruana Er. beschrieben und später 
dieselbe, da Sp. trigemina Guer. nach der Beschreibung die gleiche 
Zeichnung hat , als identisch mit letzterer Art angegeben, welche 
Synonymie in meinen Katalog Aufnahme fand. Da ich seitdem 
tri(jemina erhielt und im königl. Museum in Berlin sowohl aequa- 
toriensis, wie auch trigemina in Mehrzahl , darunter eine Cotype 
Bohemans von letzterer Art vorfand , muß ich aequatoriensis nun- 
mehr als eigene Art erklären, welche mit jyeniana in der Körper- 
form, mit trigemina in der Zeichnung im wesentlichen Ähnlichkeit 
hat, von beiden aber sicher unterschieden ist. Die Flügeldecken 
sind bei aequatoriensis ähnlich wie bei peruana in beiden Geschlech- 
tern an der Basis ausgerandet, die Schulterecken spitzwinklig und 

18* 



272 Stettiner Entomologische Zeitimg. 76. 1915. 

bis zur Querlinie der Halsschildmitte vorgezogen, das mikroskopisch 
kleine Zähnchen an den Schulterecken , welches die Spilophora- 
Arten auszeichnet , sitzt ganz vorne an der Spitze , die Flügel- 
decken sind breiter, in der Mitte mehr erweitert als bei den Ver- 
gleichsarten ; bei peruana sind die Schulterecken zwar auch vor- 
gezogen und spitzwinklig, aber weniger als. bei aequatoriensis , nur 
bis zu ein Viertel der Halsschildlänge , und die Spitze ist mehr 
verrundet ; bei trigemiua sind die Flügeldecken an der Basis fast 
abgestutzt, die Schulterecken treten nicht vor, sind stumpfwinklig, 
außen schräg nach hinten abgestutzt und das Zähnchen liegt in 
der Mitte dieser Abschrägung. 

Die blauviolette Zeichnung der Flügeldecken besteht bei 
aequatoriensis in je einer schräg nach hinten und außen gerichteten 
ovalen Makel vorne und einer gemeinsamen größeren , runden, 
vorne sanft ausgerandeten von der Mitte bis vor die Spitze ; bei 
trigemina ist letztere Makel kürzer und breiter, daher mehr quer, 
elliptisch, dabei vorne nicht ausgerandet ; der gelbe Raum zwischen 
den beiden vor deren Makeln erweitert sich bei aequatoriensis nach 
rückwärts, bei trigemina bleibt er gleich breit, bei peimana endlich 
verengt er sich nach hinten und die beiden Makeln stoßen an der 
Naht zusammen, so daß nur ein an der Naht sich verbreiternder 
Basalsaum, eine schmale, überall gleich breite Querbinde und ein 
vorne breiterer Saum hinten um die Spitzenmakel gelb bleiben ; 
letztere ist viel breiter als bei aequatoriensis, quer, vorne abgestutzt. 
Kopf und Halsschild sind bei allen drei Arten blauschwarz , der 
erstere bei peruana und trigemina zuweilen teilweise oder bei tri- 
gemina selbst ganz rötlichgelb ; die Fühler, Beine und Unterseite 
sind gelb. 

Die Typen von aequatoriensis sind im Stettiner Museum und 
in meiner Sammlung. 

Villpia Gassneri nov. spec. 

cf Breit-gerundet, wenig gewölbt, oben mit zerstreuten, ab- 
stehenden weißgelben Haaren spärlich besetzt, ziemlich matt, tief 
schwarz , die Basis der Fühler unterseits kaum merklich heller, 
das Seitendach der Flügeldecken innen mit einer gelben Längs- 
binde , die an der Basis und Spitze nur wenig abgekürzt ist, 
außen einen breiten Saum freiläßt, von dem sie ohne Buchtungen 
begrenzt ist , innen aber vor und in der Mitte tief eingebuchtet 
ist, zwischen diesen Einbuchtungen sich aber mit 2 kurzen, am 
Ende geröteten Ästen kurz auf die Scheibe fortsetzt ; diese Zeich- 
nung erinnert an manche Formen der Pseudomesomphalia Pascoei 
Baly ; die helle Seitendachbinde ist auch auf der Unterseite er- 
kennbar. Fühler sehr lang, von halber Körperlänge, unter den 



Spaeth, Neue Cassidinen [Coleoptera). 273 

Basalgliedern das 4. und 5. Glied länger als die anderen , fast 
doppelt so lang als dick, die Endglieder etwa viermal so lang als 
dick. Halsschild annähernd subtriangulär, an der Basis jederseits 
zweimal tief gebuchtet , die Hinterecken fast in ^/.. der Längs- 
mitte gelegen, rechteckig, scharf, die Seiten vor ihnen zuerst senk- 
recht , dann sehr schräg , der Vorderrand ober dem Kopfe etwas 
vorgezogen , in der Mitte und beiderseits davon sehr wenig aus- 
gerandet , die Scheibe mäßig gewölbt , matt , glatt , mit feiner, 
nicht abgekürzter , schwach glänzender Mittellinie , das Vordach 
an den Seiten durch eine weite, dreieckige, nach vorne verschmä- 
lerte Grube abgesetzt , hier deutlicher als in der Mitte weißlich 
behaart. Flügeldecken in den wenig vorgezogenen breit verrun- 
deten Schulterecken kaum breiter als der Halsschild, dahinter bis 
zur Mitte in weitem Bogen erweitert , dann schneller und mehr 
geradlinig verengt ; die Scheibe schwach gewölbt, im Basaldreieck 
eingedrückt, kaum gehöckert mit vorne wenig geneigter , äußerst 
schwach konkaver , hinten horizontaler , gerader Profillinie ; die 
ersten 4 Punktstreifen von der Mitte ab ziemlich regelmäßig, mit 
anfangs grubenartigen, aber seichten großen Punkten, die auf dem 
Abfall immer feiner werden und allmählich erlöschen ; vorne und 
außen ist die Scheibe verworren , wenig dicht und ziemlich fein 
punktiert; der 2. und 4. Zwischenraum, letzterer erst von der 
Mitte, stärker herausgehoben , schwach gekielt und so wie der 
Querast am Höcker , die Umrandung des Basaldreiecks und die 
Schulterbeule stärker glänzend. Das Seitendach flach ausgebreitet, 
kaum punktuliert, in der rückwärtigen Hälfte mit einigen tieferen, 
aber sehr feinen Punkten außen neben der gelben Binde. Pro- 
sternum am Vorderrande seicht ausgeschnitten. Letztes Fühler- 
glied des d' lang bewimpert. 19 X 17 mm. 

Ecuador ; Canelos. Von Herrn Hauptmann Moser erhalten. 
Meinem Freunde Herrn Adolf Gaßner in Wien gewidmet. 

Von den übrigen Vulpia-kYiQw weicht V. Gassneri in der Hals- 
schildform insoweit ab, als dieser an den Seiten schräger ist und 
ohne Bildung von Vorderecken erst vor den Hinterecken senkrecht 
zur Basis verläuft, während bei den übrigen Arten mehr oder 
minder deutliche Vorderecken erkennbar sind und der parallele 
Basalteil der Seiten wesentlich länger ist ; diese Halsschildform 
von V. Gassneri kommt jener von Oxijnodera Ganglbaueri m. schon 
sehr nahe, bei welcher der Halsschild an den Seiten bis zu den 
Hinterecken schräg verläuft , am Vorderrande zwar , ähnlich wie 
bei Vulpia vorgezogen und daneben ausgerandet , aber innerhalb 
des vorgezogenen Mittelteils nicht ausgerandet ist ; es dürfte 
daher künftig Vulpia nur als Untergattung von Oxijnodera aufzu- 
fassen sein. 



274 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Agemjsa holiviana nov. spec. 

cf breit gerundet, $ länglich-rund, hinten mehr zugespitzt ; 
mäßig gewölbt, oben spangrün, selten mit einem schwachen blauen 
Schimmer , mit Ausnahme der Retikulierung nur schwach glän- 
zend , unterseits schwarz , kaum metallisch , die Epipleuren leb- 
hafter metallisch , zuweilen innen in der Mitte mit einem bräun- 
lichen , unbestimmten Fleck , die Fühler und Beine schwarz , der 
Vorderrand des Halsschildes neben dem Kopfe schmal gelb ge- 
säumt. Halsschild quer-rechteckig, mit abgerundeten Vorder- und 
Hinterecken , ober dem Kopfe seicht ausgerandet , an den Seiten 
wenig, beim $ meist stärker nach hinten verengt, die Mitte der 
Scheibe zerstreut, undeutlich verloschen punktiert. Flügeldecken 
an der Basis doppelt so breit als der Halsschild, beim $ schmäler 
und länger als beim cf , mit schwach vorgezogenen, stumpfeckigen, 
wenig scharfen Schulterecken, die Seiten sind nach der Mitte fast 
geradlinig schräg verengt und treffen an der Spitze in einem 
stumpfen Winkel zusammen, so daß diese hierdurch auch beim cf 
kurz ausgezogen ist ; die Scheibe sanft gewölbt mit Ausnahme 
ihrer äußersten Spitze mit einem glänzenden , wenig erhabenen, 
sehr dünnen , oben unpunktierten , gleichfarbigen Netze bedeckt, 
welches an den Rändern verloschene Punkte zeigt und mäßig große, 
matte, mikroskopisch punktierte Netzfelder einschließt. Der äußerste 
Rand des Seitendaches ist sehr schmal aufgebogen, im Innern ist 
es unter Freilassung eines breiten Basal- und Außensaumes sowie 
der Spitze gleichfarbig retikuliert, die Netzung ist aber breiter, 
flacher und weniger glänzend als auf der Scheibe ; der Penis ist 
walzenförmig, zur Spitze kaum merklich erweitert, dann kurz zu- 
gespitzt, die Spitze schwach abgestutzt. 

cf 12 X 11 bis 18 X 16 mm, $ 16 X 13,5 bis 18 X 16 mm. 

Museum Dresden: Bolivia: Mapiri (Schnuse). 

Museum Genua : Bolivia : Rio Beni, La Paz-Reynes. 

Meine Sammlung : Bolivia : Mapiri, Songo, Suapi. 

A. holiviana scheint in Bolivia sehr häufig zu sein , da sie 
mir von zahlreichen Fundorten zum Teil in großer Anzahl vor- 
liegt ; unreife Stücke zeigen zuweilen auf dem Seitendache Spuren 
einer rötlichen Retikulation; eine Aberration von der Sierra Cor- 
roico hat kupferrote Oberseite. Die ebenfalls aus Bolivia beschrie- 
bene A. Desmaresti Boh. , mit welcher holiviana bisher meist ver- 
wechselt worden sein dürfte , ist normal kleiner (nur von der 
Größe der kleinsten holiviana) , mehr gewölbt , nach den Seiten 
stärker abfallend, hinten, besonders das cf, weniger verengt, an 
der Spitze breiter verrundet, diese beim cf nicht ausgezogen, die 
Mitte des Halsschildes ist dichter und kräftiger punktiert , die 
Retikulierung ist höher , merklich breiter und reicht auf dem 



Sxiaeth, Neue Cassidinen {Coleoptera). 275 

Seitendache bis an den Außenrand und in die Basis und Spitze; 
die Farbe ist ebenfalls spangrün ; durch die breitere Retikulation 
scheinen die Flügeldecken stärker glänzend. A. parellina kommt 
weiter südlich (Paraguay , Rio Grande do Sul) vor , hat nur die 
Größe der Desmavesti, ist oben mehr blaugrün, oft rein blau oder 
veilchenblau, der Halsschild ist bis in die Seiten kräftig und ver- 
hältnismäßig dicht punktiert, die Flügeldecken haben eine sehr 
breite, dabei flache , stark punktierte Netzung , deren Netzfelder 
viel mehr glänzen und stärker punktiert sind. A. guianensis aus 
Surinam und Guyana unterscheidet sich von holiviana durch grö- 
beres, flacheres, oben deutlich punktiertes Netzwerk, welches auf 
dem Seitendach noch entfernter von Basis und Spitze endet. 
A.crasskovins m. aus Columbien und Ecuador hat viel dickere Fühler, 
auf dem Seitendache mehr verloschenes , weniger ausgedehntes 
Netzwerk und viel dunkler grüne , weniger glänzende Oberseite. 

AgentjMi peruviana nov. spec. 

Der A. boliviaua in Größe, Umriß und Punktierung des Hals- 
schildes , sowie Skulptur der Flügeldecken sehr ähnlich , etwas 
flacher , weniger hoch gewölbt , durchschnittlich breiter , hinten 
merklich mehr zugespitzt, das Seitendach mit gelber Längsbinde, 
die nicht erhaben , dabei dicht retikuliert ist. Die Färbung der 
Oberseite ist metallgrün mit gelblichem Stich , kann aber auch 
messing- oder bronzefarben sein und zuweilen einen schwachen 
blauen Stich bekommen ; die Binde ist weißgelb , bei bronze- 
farbenen Stücken mehr rötlichgelb ; sie läßt einen breiten Saum 
an der Basis, einen halb so breiten am Seitenrande und die Spitze 
vom vierten Fünftel an frei , ist vorne schräg nach innen abge- 
stutzt, breit, hinten sehr verschmälert, innen vom Scheibenrande 
begrenzt , auf ihr stehen viele kleine , oft nur punktförmige 
metallische Makeln, deren Zwischenräume meist viel größer, nur 
selten so breit sind als sie selbst ; der Penis ist jenem von holi- 
viana ähnlich, am Ende nicht abgestutzt. 

cf 14 X 13 mm, ? 18 X 16 mm. 

Museum Dresden und meine Sammlung : Peru : Canchamajo, 
Sierra Huanoco, Rio Toro, Madre de Dios ; Bolivia : Yungas de 
la Paz. 

A. peruviana ist von caedemadens von Cayenne und vom un- 
teren Amazonenstrom durch heller gelbe, viel längere, hinten mehr 
zugespitzte und mit kleineren Makeln besetzte Seitendachbinde, 
feinere Retikulation der Flügeldecken verschieden ; die Farbe der 
Oberseite ist bei caedemadens grünblau , die der Seitendachmakel 
gelbrot. A. connectens Baly von Pebas und vom oberen Amazonen- 
strom ist von peruviana durch tiefblaue Farbe , blutrote Binde, 



276 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

welche vom Basalsaume bis zui- Nahtspitze reicht, hier nur wenig 
verschmälert ist und teilweise auf die Scheibe übertritt , dabei 
aus einer schmalen Retikulation mit großen , doppelt so breiten, 
blaumetallischen Netzfeldern besteht , verschieden ; dann ist sie 
größer, höher gewölbt, das Seitendach fällt flacher als die äußere 
Scheibe ab ; die Netzfelder der Scheibe sind klein, matt, undeut- 
lich punktiert, das Netzwerk dünn, glatt, wenig erhaben ^). 

In West-Ecuador (Llanos) tritt A. connectens in einer dunkel- 
bronzefarbenen Lokalrasse auf, deren metallische Netzfelder auf 
der Scheibe seitlich gröber punktiert , dabei höher, schmal und 
stark glänzend sind und am Rande der Scheibe in die niedrigeren, 
breiteren , oberseits deutlich punktierten , hinten auf die Scheibe 
übergreifenden, bis zur Nahtspitze reichenden, blutroten Netze des 
Seitendaches übergehen (nov. subspec. aequatoriensis m.). 

Pseiidomesotnphalia pellicida nov. spec. 
Subtriangulär, stark gewölbt, oben matt, kurz abstehend gelb 
behaart, tief bronzegrün, unten mäßig glänzend, dunkel metall- 
grün ; Halsschild mehr als doppelt so breit als lang, an der Basis, 
abgesehen vom Mittellappen, gerade, die Hinterecken in der Basal- 
linie verrundet, die Seiten davor zuerst kurz parallel, dann doppelt 
so lang sehr schräg, der Vorderrand schwach ausgerandet ; Seiten- 
und Yorderrand mit schmalem leistenförmigen Rand, die Scheibe 
wenig gewölbt , mit Ausnahme der fast glatten Mittellinie, fein, 
aber deutlich und tief, ziemlich dicht punktiert, das Vordach 
beiderseits des Kopfes gröber punktiert , in den Hinterecken da- 
gegen glatt ; die vorne und rückwärts verkürzte Mittellinie fein 
eingegraben. — Flügeldecken an der quer abgestutzten Basis um 
^/g breiter als der Halsschild, mit abgestutzt verrundeten Schulter- 
ecken , die Seiten hinter diesen bis vor die Mitte sehr wenig 
erweitert, dann im Bogen in eine sehr stumpfe, kurze Spitze zu- 
sammenlaufend ; die Scheibe stumpf, niedrig gehöckert, das Basal- 
dreieck nicht eingedrückt , die Profillinie vorne gerade , hinten 
schwach konvex, die Scheibe mit einem dichten, ziemlich kleine, 
etwas dunklere, undeutlich punktierte Netzfelder einschließenden, 
wenig erhabenen, ganz matten Netzwerk , welches sich, wenn 
auch weniger deutlich , auf das Seitendach mit Ausnahme seiner 
Basis erstreckt ; die abstehende , kiirze , gelbliche Behaarung ist 



•) Von .4. cfmiiectens besitze ich eine Cotype aus Balys Sammlung; 
früher hielt ich A. pernviana für vonncctcnfi , weshalb meine Bemerkung 
im Archiv für Naturg., 79. Jahrg. 1913, p. 156, bezüglich des gemein- 
samen Vorkommens und der Ähnlichkeit der Zeichnung mit Psendomesom- 
p/ialia i»iitai}s nunmehr auf A. peruviana statt auf connectens zu be- 
ziehen ist. 



Spaeth, Neue Cassidinen [Coleoptera). 277 

besonders im rückwärtigen Teil der Scheibe deutlich. 12 X 
11 mm. 

Ecuador (von Buckley gesammelt). In meiner Sammlung. 

Ps. pellicula ist in Größe und Gestalt der coalifa Boh. zunächst 
verwandt , aber der Höcker ist niedriger , seine Profillinie vorne 
nicht konkav , die Retikulation ist breiter, flach, nicht glänzend, 
die Behaarung nicht weißlich , sondern gelb , die rote Binde auf 
dem Seitendache fehlt. 

Poecilaspis missionea nov. spec. 

Eiförmig, um die Hälfte länger als breit, au den Seiten nur 
schwach erweitert, hoch gewölbt, ziemlich glänzend, schwarz oder 
pechschwarz mit rötlicher Zeichnung des Halsschildes, mehr gelb- 
licher der Flügeldecken; 2. — 5. Fühlerglied rot, die folgenden 
rotbraun, von kreisförmigem Durchschnitt, das 3. fast doppelt so 
lang als das 2., das 4. wenig kürzer, die folgenden noch kürzer, 
nicht länger als dick, die ersten 5 Glieder mäßig glänzend, vom 
6. an allmählich dichter behaart und matt. Kopfschild stark 
wulstig, mit seichter Mittelrinne, mäßig grob, zerstreut punktiert. 
Halsschild fast zweimal so breit als lang, an der Basis abgestutzt, 
mit vollständig verrundeten Ecken im ersten Drittel ; hinter ihnen 
die Seiten schwach verengt , vor ihnen schräg im Bogen in den 
uicht ausgerandeten Vorderrand übergehend ; Scheibe schwach ge- 
wölbt, sehr zerstreut, äußerst fein punktuliert ; Vordach ober dem 
Kopfe wenig , gegen die Seiten zu stärker aufgebogen , ober dem 
Kopfe glatt , gegen die Seiten viel dichter und gröber punktiert 
als die Scheibe. — Flügeldecken an der Basis abgestutzt, wenig 
breiter als der Halsschild, mit rechtwinkligen, abgestutzt-verrun- 
deten Schulterecken, die Seiten fast parallel, die Spitze breit ver- 
rundet, die Oberseite hoch und gleichmäßig gewölbt, die Scheibe 
sehr fein, mäßig dicht, ohne Spur von Reihen punktuliert, das 
Seitendach viel tiefer und dichter , aber noch nicht gedrängt 
punktiert , fast senkrecht abfallend , dick aufgeworfen gerandet, 
hinten stark verschmälert. 

Die Zeichnung der Oberseite besteht aus einer breiten rötlich- 
gelben Makel am Vorderrande des Halsschildes, die in der Mitte 
tief ausgeschnitten ist , sich nach hinten beiderseits verbreitert 
und noch vor den Seitenecken quer abgestutzt ist ; letztere bleibeii 
mit der Basis und einer großen dreieckigen Makel auf der Scheibe 
schwarz; auf den Flügeldecken stehen 6 Makeln: die 1., cjuer, 
nimmt die Basis mit Ausnahme des Nahtsaumes ein und setzt 
sich (wahrscheinlich nicht immer) über die Schulterbeule schmal 
fort zur 2. Makel , die auf dem Seitendache liegt , langgestreckt 
und unregelmäßig geformt ist ; die 3. Makel steht neben der 2. 



278 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

an der Naht , quer-oval ; die 4. und 5. hinter der Mitte , die 
äußere auf dem Seitendache quer, mit einem schmäleren Ast auf 
die Scheibe übergreifend , die innere sehr klein neben der Naht ; 
die 6. nimmt die Spitze ein, ist vorne gerundet oder ausgebuchtet, 
hinten vom Rande der Scheibe begrenzt ; die rückwärtigen Makeln 
fließen zuweilen teilweise zusammen. 14,5 X 10 mm. 

Im Gouvernement Misiones (Argentinien) von J. Jörgensen 
am 21. I. und 9. IL 1910 gesammelt. Die Typen in der Samm- 
lung des Herrn Custos Carlos Bruch und in meiner. 

P. missionea ist von den meisten bekannten Arten der Gattung, 
von denen sie keiner nahe steht, durch die gestreckte Körperform 
und den aufgebogenen Seitendachrand , von der Untergattung 
Poecilaspidella durch die hohe Wölbung verschieden ; in der Zeich- 
nung erinnert sie an Zatrephina 6-lunata Klug. 

Poecilaspis guttipennis nov. spec. 

Eiförmig , wenig gewölbt , mäßig glänzend. Unterseite und 
Fühler gelbrot, letztere mit 6 schwarzen, behaarten Endgliedern, 
Oberseite rötlichgelb mit 7 kleinen, schwarzen Flecken auf jeder 
Flügeldecke. Kopfschild sehr breit , stark gewölbt , annähernd 
pentagonal, mit seichter Mittelfurche, zerstreut, grob, aber seicht 
punktiert. Halsschild mehr als doppelt so breit als lang (cf) oder 
länger und schmäler , nicht ganz doppelt so breit als lang ($), 
am Vorderrande mehr als an der Basis gerundet , mit nahe der 
letzteren gelegenen vollständig verrundeten Hinterecken ; die Seiten 
sehr wenig nach vorne erweitert, mit dem Vorderrand in eine m 
Bogen gerundet, der Hinterrand außen schmal schwarz gesäumt, 
die Scheibe vom Vordach kaum abgesetzt, nahezu glatt, das Vor- 
dach wenig kräftiger punktiert. 

Flügeldecken um ein Drittel breiter als der Halsschild, ihre 
Basis fast gerade , die Schulterecken sehr schwach ausgerandet, 
nicht vorgezogen id') oder etwas spitzwinklig, vorgezogen (?) ; 
die Scheibe plattgedrückt, samt dem Seitendache ganz reihenlos, 
verloschen und seicht, aber ziemlich grob, nicht dicht punktiert ; 
auf jeder Decke 7 kleine Punkte : 2 an der Basis, der äußere auf 
der Schulterbeule, der innere schräg, neben der Naht, 3 in der 
Mitte, der äußerste auf dem Seitendache quer, der mittlere rund, 
Aveiter nach vorne gestellt, der innerste an der Naht hinter dem 
2. quer; 2 vor dem Abfall, der äußere hinter dem 4. nahe dem 
Rande der Scheibe, strichförmig, öfters fehlend, der innere rund, 
punktförmig, hinter dem 5.; das Seitendach steil geneigt, nach 
hinten sehr verschmälert, von der Scheibe nur durch eine seichte 
Falte getrennt , die Spitze etwas vorgezogen. Klauenzahn groß, 
spitzwinklig, cf 10 X 7,5 mm, $ 10 X 7,5 bis 11X8 mm. 



Spaeth, Neue Cassidinen {Coleoptera). 279 

Salta, Tucuman. 

Die Typen sind im Stettiner Museum , sowie in der Samm- 
lung des Herrn Carlos Bruch in La Plata und in meiner. 

In der Körperform nur mit planipennis m. verwandt, von allen 
anderen Poecilaspis - kri^n durch flache Flügeldecken und den 
queren, scheibenförmigen Halsschild verschieden. 

Hadraspis nov. gen. 

Kopf unter dem Halsschild ganz verborgen, dieser vorne nicht 
ausgerandet, quer-rechteckig mit stark abgerundeten Vordereckeu, 
im Mittellappen wenig vorgezogen. Scheitel breit , Augen weit 
getrennt. Kopfschild trapezförmig, hoch herausgehoben, aber oben 
flach, ohne Stirnlinien. Fühler mäßig lang, mit 4 glatten Basal-, 
7 matten , behaarten Endgliedern und scharfer Zwischengrenze ; 
das 2. Glied fast kugelig, das 3. fast doppelt so lang, das 4. 
wenig kürzer als das 3., das 5. bis 10. von kreisförmigem Durch- 
schnitt, untereinander an Länge kaum verschieden, durchschnittlich 
doppelt so lang als dick, das 11. um die Hälfte länger, zu- 
gespitzt. Prosternum schmal , hinten mäßig stark erweitert mit 
langer, allmählich stärker vertiefter Längsrinne. Epipleuren vorne 
breit, hinten stark verschmälert, aber nicht leistenförmig, an der 
Spitze unbehaart. Flügeldecken gleichmäßig gewölbt, viel breiter 
als der Halsschild, mit verrundeten, kaum vortretenden Schulter- 
ecken ; zwischen Scheibe und Seitendach keine deutliche Funkt- 
reihe. Tarsen mäßig breit, vom Klauenglied überragt, dieses mit 
einem mäßig großen , stumpfwinkligen , mit dem Innenrande der 
Klaue nicht verwachsenen Zahn. 

Hadraspis ist den Gattungen Pseuäomesomphalia, Championaspis 
und Nehraspis zunächst verwandt ; von der ersteren ist sie durch 
die Halsschildform, dickere Fühler mit kreisförmigem Durchschnitt 
der Endglieder , von Championaspis , der sie am nächsten steht, 
durch unbehaarte breitere Epipleurenspitze, kürzeres Klauenglied, 
kreisförmigen Durchschnitt der Fühler, dichter behaartes 5. Glied, 
schärfere Abgrenzung der Basal- und Endglieder , von Nehraspis 
durch breite Körperform, wesentlich schlankere Fühler verschieden. 

Hadraspis Heller! nov. spec. 
Schwach eiförmig gerundet, mäßig gewölbt, wenig glänzend, 
unbehaart; unten schwarz, das 2. bis 4. Fühlerglied pechbraun, 
der Halsschild erzgrün , die Flügeldecken gelb , der Rand des 
Seitendaches , an der Basis etwas breiter , die Naht , eine kurze 
mit dem Basalrande des Seitendaches zusammenhängende Längs- 
linie unter der Schulterbeule bis vor die Mitte und ein Funkt in 
ihrer Fortsetzung hinter der Mitte erzgrün, die Nahtbinde an der 



280 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Höckerstelle und hinter der Mitte sehr wenig verbreitert , sonst 
durch die Nahtleiste begrenzt. Halsschild quer, gut doppelt so 
breit als lang, an der Basis fast gerade, mit rechtwinkligen, aber 
schwach abgestutzten , unter der Flügeldeckenbasis versteckten 
Hinterecken in der Basislinie, die Seiten davor zuerst fast parallel, 
dann im Bogen in den geraden Vorderrand übergehend, die Ober- 
seite matt , nur die Scheibe in der Mitte schwach glänzend und 
hier mit zerstreuten , fein eingestochenen Pünktchen besetzt , der 
Vorder- und Seitenrand schmal glänzend. Schildchen klein, drei- 
eckig mit abgerundeter Spitze , glänzend , glatt , grün. Flügel- 
decken um ^/^ breiter als der Halsschild, mit verrundeten, kaum 
vorgezogenen Schulterecken , die Seiten bis zur Mitte erweitert, 
dann zugerundet ; die Scheibe gleichmäßig, also ohne Höckerspur, 
gewölbt, dicht und fein, verworren punktiert, mit 2 heller gelben, 
hinten abgekürzten Längsadern auf jeder Decke. Das Seitendach 
von der Scheibe unter der Schulterbeule durch einen glatten 
Längsraum, weiterhin durch einen etwas spärlicher, wenig gröber 
punktierten Zwischenraum getrennt, stark geneigt, weniger dicht, 
kaum feiner als die Scheibe punktiert. 14 X 12 mm. 

Brasilien. 

Nach einem aus dem Vermächtnis des Geheimrat Müller 
stammenden Stücke des Dresdener Museums beschrieben und dem 
Custos desselben, Herrn Professor Dr. K. M. Heller freundschaft- 
lich gewidmet. 

Oinaspides Helfen' nov. spec. 
$ Breit-gerundet, wenig gewölbt, fast matt. Unterseite samt 
Kopf, Fühlern und Beinen schwarz, Oberseite dunkel-metallgrün, 
der Vorderrand des Halsschildes beiderseits schmal rötlich ge- 
säumt, das Seitendach der Flügeldecken mit sehr schmalem grünen 
Außensaum , sonst weißgelb , welche Farbe vorne schmal , hinten 
breiter auf die Scheibe übergreift und hier, besonders rückwärts 
binden- oder netzförmig in die grüne Färbung eintritt , welche 
schließlich auf das Basaldreieck , eine nach hinten verschmälerte 
Nahtbinde und eine Längsbinde hinter der Schulterbeule beschränkt 
wird. Halsschild trapezförmig, an der Basis doppelt so breit als 
lang, vorne breit abgestutzt, an den Seiten nicht gebuchtet, die 
Ecken nicht nach außen vorgezogen, sondern eher nach einwärts 
gerichtet , die Scheibe fast glatt , mit fein eingegrabener , abge- 
kürzter Mittellinie ; Flügeldecken doppelt so breit als der Hals- 
schild , mit breit verrundeten , nicht vorgezogenen Schulterecken, 
die Seiten kaum erweitert , hinten breit verrundet , die Scheibe 
wenig gewölbt, im Basaldreieck kaum eingedrückt, ohne Höcker, 
ziemlich grob , aber seicht , runzlig , hinten dichter und feiner 



Spaeth, Neue Cassidinen {ColeojHera). 281 

punktiert, das Seitendach <iicht , äußerst verloschen punktiert. 
14 X 13 bis 15 X 14 mm. 

Museum Dresden : Ecuador, Sabanilla (Dr. Ohaus legit 2 ?). 

Die Art ist durch die gröbere , runzlige Punktierung der 
Flügeldecken und die Färbung von den verwandten verschieden. 

PJiysonota sublaevigata nov. spec. 

Eiförmig, ziemlich hoch gewölbt, auf den Flügeldecken weniger, 
auf dem Halsschild und unten mehr glänzend, bräunlichgelb, die 
Fühler vom 7. Gliede an schwärzlich, vom 4. an dicht behaart. 
In Größe und Umriß der Ph. nitidicoUis Boh. sehr ähnlich , ober- 
seits ohne dunklere Zeichnung des Halsschildes und der Naht, 
mit feiner punktierter Scheibe der Flügeldecken und nur ge- 
runzeltem, nicht deutlich punktiertem Seitendach. Halsschild um 
die Hälfte breiter als lang, mit der größten Breite bald vor der 
Basis , dahinter wenig verengten Seiten und breit verrundeten 
Ecken, nach vorne schräg zusammenlaufend; Scheibe leicht ge- 
Avölbt , mit vorne und hinten abgekürzter , fein eingegrabener 
Mittellinie , wie das Vordach fast glatt ; gegen nitidicolUs ist der 
Halsschild etwas breiter und kürzer , vor den Ecken weniger ge- 
rundet, weniger glänzend. Flügeldecken nur wenig breiter als 
der Halsschild , an der Basis kaum merklich gebuchtet , bis zu 
den Schulterbeulen sehr fein schwarz krenuliert , mit in der An- 
lage rechtwinkligen , aber nicht scharfen Schulterecken , an den 
Seiten bis zur Mitte wenig erweitert, dann stärker verengt. Scheibe 
stumpf gehöckert , die Profillinie nach vorne sehr steil , deutlich 
konkav, nach hinten sehr wenig, dabei schwach konkav abfallend ; 
mit Ausnahme der Höckerspitze samt Umgebung und der heraus- 
gehobenen glatten Naht dicht und grob , aber feiner und haupt- 
sächlicher seichter als bei nitidicoUis punktiert , ohne Spuren von 
Reihen. Seitendach steil geneigt, außen dick gerandet, oben fast 
glatt, verloschen gerunzelt , dagegen bei nitidicoUis sehr grob und 
tief punktiert. 13X9 mm. 

Mexiko. Typus in meiner Sammlung. Ein zweites Stück 
mit der Fundortangabe „Canelas" (Ecuador?) im deutschen ento- 
mologischen Museum. 

Physonota mttifera nov. spec. 
Eiförmig-subtriangulär, wenig gewölbt, stark glänzend, durch- 
scheinend weißgelb, der Halsschild vor der Basis mit einer kurzen, 
schmalen , schwarzen Mittellinie und je einem eiförmigen kleinen 
Fleck schräg innen vor der Schulterbeule , das Schildchen mit 
feinen schwarzen Säumen, die Flügeldecken mit dunklerer Schulter- 
beule und einer schmalen graugrünen Längsbinde, die hinter der 



282 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

ersteren beginnt und sich neben dem Außenrand der Scheibe, an 
der Seitendachbrücke nach innen gebuchtet, bis hinter die Mitte 
zieht. Prosternum, Brust und Bauch schwarz, die Spitzen- und 
Seitenränder der Sternite, die Epimeren und Episternen gelb, die 
Beine gelb mit einer dunklen Makel in der Mitte der Schenkel 
und schwärzlichen Klauen ; die Nahtspitze und ein dreieckiger 
Fleck innen an der Basis des Seitendaches sind unten schwarz, 
wie auch die erwähnte Binde unterseits diese Färbung hat und 
nach oben nur durchscheint. Fühler vom 6. Gliede behaart und 
unten schwarz, oben ganz schwarz. Halsschild von der Gestalt 
eines sphärischen Dreieckes mehr als doppelt so breit als lang, 
seine Basis außen nur wenig vorgezogen ; die spitzwinkligen, ab- 
gerundeten Hinterecken liegen knapp vor der Basis , die Seiten 
vor ihnen sind sehr schräg gestellt und laufen so in schwachem 
Bogen ober dem Kopfe zusammen. Flügeldecken an der Basis 
nur wenig breiter als der Halsschild , zweimal so lang als breit, 
an den Seiten bis zur Mitte mäßig erweitert , dann zugespitzt, 
schwach gewölbt, ohne irgend eine Höckerspur , die Scheibe mit 
sehr zerstreuten , äußerst feinen , kaum gereihten Punkten ; die 
Basis schwach gebuchtet , die Schulterecken wenig vorgezogen, 
abgerundet , rechtwinklig ; das Seitendach ziemlich flach aus- 
gebreitet , vorne breit , an der Spitze stark verschmälert , am 
Außenrande sehr wenig aufgebogen , oben glatt , dicht durch- 
scheinend retikuliert. 14,5 X 10,5 mm. 

Guatemala. In meiner Sammlung. 

Ph. vittifera erinnert in Gestalt und Größe an Ph. stigmatilis ; 
der Halsschild ist aber breiter und viel kürzer , mit spitzigeren 
und viel weniger abgerundeten Hinterecken , weniger verrundeten 
Seiten, anderer Zeichnung; die Flügeldecken sind breiter, in der 
Mitte mehr erweitert, hinten stärker zugespitzt ; die Punktierung 
der Scheibe ist viel feiner , nicht gereiht , jene auf dem Seiten- 
dache fehlt gänzlich ; endlich sind die Fühler viel schlanker, erst 
vom 6. Gliede behaart (bei stigmatilis vom 4.) ; die Unterseite ist 
ganz anders gefärbt , die Oberseite mehr grünlichweiß , stärker 
transparent. 

üisUidinella triincaticollis nov. spec. 
(f : Breit-eiförmig , von ähnlichem Umriß wie das cf von 
C. punctipenms Boh. , aber noch etwas kürzer und breiter , die 
Flügeldecken seitlich mehr erweitert, von allen bekannten Arten 
durch den hinten abgestutzten Halsschild, nach hinten nicht vor- 
gezogene Ecken desselben, breiteres, flacher ausgebreitetes Seiten- 
dach verschieden. Mäßig gewölbt, ohne Höcker, glänzend, Unter- 
seite und Beine schwarz, das Abdomen nur schmal hell gesäumt, 



Spaetli, Neue Cassidinen {Colcoptcra). 283 

Kopf schwarz, Fühler bis auf die ersten 4 gelben Glieder schwarz, 
oben bräunlichgelb, der Halsschild an der Basis und den Seiten 
mit schmalem , schwarzem Saum , 2 kleinen , runden , schwarzen 
Flecken in der Mitte nebeneinander und je einem schrägen, 
schmalen , schwarzen Strich in den abgerundeten Vorderecken ; 
Schildchen schwarz, Flügeldecken mit schmalem schwarzen Basal- 
und Nahtsaum und je 4 kleinen pechschwarzen Punkten (1 auf 
der Schulterbeule, 2 — 4 neben der Naht in einer Reihe hinter- 
einander). Halsschild mehr als doppelt so breit als lang , mit 
rechtwinkligen Hinterecken und hinten parallelen Seiten , die 
Scheibe undeutlich punktuliert, matter als die Flügeldecken ; diese 
wesentlich breiter , an den Seiten stark gerundet-erweitert , die 
Scheibe sehr grob, mäßig dicht, wenig tief punktiert, die Punkte 
an der Naht gereiht ; das Seitendach durch eine in der übrigen 
Punktierung unauffällige dichte Punktreihe von der Scheibe ab- 
gesetzt, ebenso grob, kaum weniger dicht punktiert. 

Von C. apiata Boh. durch breiteren Umriß, nicht gehöckerte 
Flügeldecken und andere Halsschildform verschieden. 8,5 X 7 mm. 

Meine Sammlung : Ecuador, 2 cf aus der Sammlung Baly. 

Über J s chy r OS ony X n ig r o s ig n ata Boh. 

Das naturhistorische Museum in Hamburg hat mir eine größere 
Zahl fscJnjrosojij/a' übersendet , welche von Herrn W. Fritsche in 
Columbien bei La Garita im Gebirge gesammelt wurden und alle 
Übergänge zwischen /. inarginicollis, nigrosignata und discipennis ent- 
halten , so daß diese drei Formen als zu einer Art gehörig be- 
trachtet werden müssen. 

Die Flügeldecken sind entweder einfarbig gelb , oder haben 
einen schwarzen Schulterpunkt oder mehrere Punkte der Normal- 
zeichnung von marginicollis und nigrosignata , oder die 6 Flecken 
dieser Normalzeichnung, oder eine schwarze Längsbinde auf jeder 
Scheibe wie bei discipennis. 

Der Halsschild ist gelb und hat außer der vorne abgekürzten 
schwarzen Mittellinie beiderseits je 2 schwarze Makeln, oder die 
rückwärtigen dieser Makeln sind zu schrägen Linien gegen das 
Schildchen verlängert, oder die Basis ist auch noch angedunkelt, 
oder die Scheibe ist schwarz und ein weißgelber Seitenrand reicht 
bis in die Hinterecken , oder dieser Seitenrand i.st vor den letz- 
teren abgekürzt. (Normalzeichnung für marginicollis Boh.) 

Die Unterseite ist gelb , die Ränder der Sternite sind ge- 
bräunt ; allmählich werden auch die Seitenteile der Hinterbrust, 
schließlich die ganze Unterseite dunkel. 

Die Beine sind gelb, oder die Schenkel und Schienen haben 
dunkle Flecke oder sie sind ganz schwarz. 



284 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Die fortschreitende Dunkelfärbung tritt auf Flügeldecken, 
Halsschild, Unterseite und Beinen durchaus nicht gleichmäßig auf, 
sondern es finden sich liei Stücken mit einfarbig gelben Flügel- 
decken ebenso alle Übergänge in der Färbung des Halsschikies, 
der Unterseite und der Beine , wie bei Stücken mit Makeln oder 
Längsbinden auf den Flügeldecken. 

Vor einer Benennung einzelner dieser gemeinsam vorkommen- 
den Aberrationen wäre zu warnen , da in der Gesamtheit .seiner 
Merkmale fast jedes Stück anders gezeichnet ist und das gemein- 
same Vorkommen sie als individuelle Aberrationen erweist. 

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch feststellen , daß 
Ischijronota der Gattung Cistudinella Champ. zunächst verwandt ist 
und sich von ihr hauptsächlich durch die dicke aufgebogene 
Randung des Seitendaches der Flügeldecken unterscheidet ; da 
diese Randung bei /. inanis Boh. fehlt, mußte diese Art im Kata- 
loge zu Cistudinella gestellt werden. 

Batouotfi Ohatisi nov. spec. 

Subtriangulär, gewölbt, oben verhältnismäßig stark glänzend, 
oben einfarbig gelbbraun, unten etwas lichter, gelb bis bräunlich, 
an den Fühlern die 5 glänzenden Basalglieder gelb , die davon 
scharf abgegrenzten 5 matten Endglieder schwärzlich, das 9. Glied 
kürzer als das 2., die folgenden gestreckter, das 4. doppelt so 
lang als das 3., das 5. und 6. Avenig kürzer, die folgenden so 
lang als das 4., mäßig verdickt, doppelt so lang als dick. Hals- 
schild quer-trapezförmig , nur um die Hälfte breiter als lang, 
seine Basis vor dem Schildchen tief und kurz ausgerandet , die 
Hinterecken ganz verrundet , wenig mehr als rechtwinklig , die 
Seiten schmal ausgebuchtet, die Vorderecken abgestumpft , deut- 
lich gewinkelt, der Vorderrand in flachem Bogen verlaufend , die 
Scheibe sehr zerstreut und verloschen punktuliert, vorne undeut- 
lich gekielt, hinten mit einer flachen Längswölbung zwischen sehr 
.seichten Grübchen. Schildchen viereckig. Flügeldecken an der 
Basis doppelt so breit als der Halsschild , in den Schulterecken 
am breitesten , dahinter sehr schwach ausgebuchtet , sanft ver- 
engt ; die Basis sehr tief , fast rechtwinklig ausgebuchtet , dann 
weit vorgezogen, mit schwach gerundetem Vorderrande des Seiten- 
daches und ziemlich scharfen , nach außen wenig vortretenden, 
oben nicht gekielten Schulterecken ; die Scheibe mit dünnem, 
mäßig langen Dorn und ganz regelmäßigen, sehr tiefen und groben, 
grubigen Punktstreifen, deren glatte Zwischenräume schmal, kantig 
sind und von denen der 4. und 6. etwas höher heraustreten. 
Seitendach undeutlich runzlig , unter der Schulterbeule mit einer 



Spaeth, Neue Cassidinen {Coleoptera). 285 

größeren, glatten Grube , sein Außenrand schwach verdickt und 
aufgebogen. 9X8 mm. 

Ecuador. 

Von den 2 mir vorliegenden Stücken wurde das in meiner 
Sammlung von Buckley , jenes in der Sammlung des Dresdner 
Museums bei Sabanilla von Herrn Dr. Ohaus , dem ich die Art 
widme , gesammelt. In der Körperform , besonders der Bildung 
der Schulterecken, gleicht Ohausi der B. eusifer , doch sind die 
Fühler bei dieser Art ganz anders gebildet ; im übrigen ist Ohmisi, 
durch die regelmäßigen , groben Punktstreifen von allen Arten 
leicht zu unterscheiden. 

HetevonycJtocassis nov. gen. 

Körper schwach subtriangulär. Kopf vollständig vom Hals- 
schild bedeckt , horizontal. Fühler elfgliedrig , mit 4 glatten 
glänzenden Basal-, 7 behaarten, matten Endgliedern und scharfer 
Zwischengrenze, lang, die Halsschildecken weit überragend; das 
1. Glied ziemlich kurz, kaum mehr als zweimal so lang als dick, 
das 2. fast kuglig, das 3. und 4. gestreckt, doppelt so lang als 
das 2., dünner, vom 5. an verdickt, bis zum Endglied sehr 
schwach an Dicke zunehmend, mit Ausnahme des etwas kürzeren 
6. und 8. und um die Hälfte längeren Endgliedes von gleicher 
Länge, durchschnittlich doppelt so lang als dick, die letzten drei 
Glieder deutlich breiter als dick, daher von schwach elliptischem 
Durchschnitt. Kopfschild flach , an der Spitze nicht über die 
Fühlerwurzel erhoben, breit, trapezförmig, so lang als breit, mit 
dreieckigem Mittelstück und von den Augen hinten weniger, vorne 
sehr weit abgerücktem , stark konvergierenden , schmalen aber 
tiefen Stirnlinien ; Mittelstück glatt , vorne mit sehr seichtem 
Grübchen. Halsschild verkehrt trapezförmig oder (wenn man den 
ober dem Kopf schwach winklig gebrochenen Vorderrand berück- 
sichtigt) fünfeckig ; die Basis mit breitem Mittellappen , vor den 
Schulterbeulen stumpfwinklig gebrochen und sehr schräg vor- 
gezogen zu den vor dem ersten Längsdrittel gelegenen sehr 
scharfen, spitzwinkligen Ecken. Die Flügeldecken schließen mit 
den mäßig vorgezogenen Schulterecken an die Halsschildecken im 
umriß an, sind bis zur Mitte schwach erweitert, dann w^enig 
schräg verengt. Scheibe gleichmäßig gewölbt ; Seitendach mit 
schmal aufgebogenem Rand, zur Spitze stark verschmälert. Beine 
kräftig, die Schienen gegen das Ende stark erweitert, nach außen 
kantig zusammengedrückt , außen mit einer Längsrinne , welche 
sich am Ende zu einer großen weiten und tiefen Grube ausdehnt, 
in die die Tarsen in der Ruhelage eingelegt werden ; die Tarsen 
kurz und breit, ihr 3. Glied mit großen Lappen und langen 

stettiner Entomologische Zeitung, Heft II. 19 



286 Stettiner Entomologiscbe Zeitung. 76. 1915. 

Borstenkränzen , welche das Klaiiengliecl überragen ; Klauen un- 
gleich, die innere lang und sichelförmig, an der Basis dick, die 
äußere klein , verkümmert , schlanker. Prosternum kurz , sein 
Vorderrand nicht ausgerandet. Die charakteristischen Merkmale 
der Gattung Heteronyehocassis sind das Verhältnis der Zahl der 
Basal- und der Endglieder der Fühler, die Form des Halsschildes, 
sowie die Bildung der Schienen und Klauen. Systematisch ist 
sie neben Eremiomjcha m. zu stellen , von der sie sich besonders 
auch durch den kurzen, breiten Kopfschild und das Vorhandensein 
der zweiten (rudimentären) Klaue unterscheidet. Beide Gattungen 
stellen Übergangsformen zwischen den noch zum II. Tribus der Cassidini 
gezählten Batonoten und den Coptocyclen (sensu Boheman) dar. 

Heteronyehocassis acHticollis nov. spec. 

Körper schwach subtriangulär, nur wenig länger als breit 
gleichmäßig , niedrig gewölbt , mäßig glänzend , gelbbraun , die 
Mittelbrust und die Beine pechbraun , Kopf und Endglieder der 
Fühler pechschwarz , die Basalglieder pechbraun , Halsschild auf 
auf dem Vordache dunkel braungelb, auf der Scheibe pechschwarz 
mit einem unbestimmt begrenzten hellen Wisch vor dem Basal- 
lappen, die Flügeldecken pechschwarz, mit einer erhöhten, breiten, 
öfters durch kleine vertiefte schwarze Makeln unterbrochenen, 
außen und innen unregelmäßig gezackten gelben Binde , die mit 
einem schmalen Ast die Naht an der Höckerstelle erreicht , das 
Seitendach pechschwarz, an der Seitendachbrücke mit einem großen, 
bis an den Außenrand ausgedehnten und hier erweiterten gelben, 
durchscheinenden Fleck und etwas heller gesäumter Spitze. Scheibe 
des Halsschildes gewölbt, vor der Basis mit einem weiten, seichten 
Grübchen, sehr verloschen punktuliert. Flügeldecken mit mäßig 
vorgezogenen verrundeten Schulterecken ; Scheibe im Basaldreieck 
seicht eingedrückt, dazwischen die Naht herausgehoben ; die Punkt- 
streifen grob, wenig regelmäßig, undeutlich, die Punkte auf der 
gelben Reliefbinde gröber und im Grunde schwarz ; die letzten 
Punktstreifen feiner und regelmäßiger, die Randreihe sehr grob; 
das Seitendach unter der Schulterbeule mit einer Grube, davor mit 
einigen Punkten, sonst glatt, matt, der Rand aufgebogen. 8X7 mm. 

Französisch Guyana : Charvein. Die Type in meiner Sammlung. 

Hi/bosa 3Ioscvi nov. spec. 
$ : Eiförmig , sehr hoch gewölbt mit stumpfem Höcker und 
nach vorne steiler , nach hinten weniger steil , in beiden Rich- 
tungen geradlinig abfallender Profillinie , unten stark , auf den 
Flügeldecken wenig glänzend, auf dem Halsschilde matt, mit Aus- 
nahme der glänzenden Flecke am Vorderrande ; schwarz, die Basis 
der Fühler unten hellgelb , der Halsschild grünschwarz mit je 



Spaeth, Neue Cassidinen {L'oleopteva). 287 

einem gelben, durchscheinenden dreieckigen Fleck am Vorderrande 
neben dem Kopfe und einigen kleinen, sehr schlecht erkennbaren 
blutroten Fleckchen beiderseits der Längsmitte, die Flügeldecken 
braunschwarz, die Zwischenräume der Punkte an der Naht, in der 
Mitte der Scheibe stellenweise blutrot , das Seitendach mit einer 
ebensolchen unbestimmt begrenzten Binde, die von der Basis bis 
zur Spitze reicht und sich hier auch etwas auf die Scheibe 
ausdehnt. Halsschild sehr kurz , mehr als dreimal so breit als 
lang , vorne quer-abgestutzt , ober dem Kopfe leicht aufgebogen 
und daher , von vorne gesellen , ausgerandet , die kurzen Seiten 
gerundet, die Vorderecken ganz verrundet, die Hinterecken eben- 
falls abgerundet, aber mit Andeutung eines kleinen Basalzähnchens, 
die Basis zweimal gebuchtet, schwach vorgezogen , fein gerandet. 
Flügeldecken wenig breiter als der Halsschild , mit stark ge- 
buchteter Basis, rechtwinkligen, nicht vorgezogenen, abgerundeten 
Schulterecken, w^enig erweiterten Seiten, breit abgerundeter Spitze; 
die Scheibe im Basaldreieck kaum eingedrückt , sehr grob und 
tief . nur an der Naht gereiht-punktiert , die Punkte auf dem 
Abfalle viel seichter, die Zwischenräume schmal, zwischen Höcker 
und Seitendachmitte zum Teile netzförmig erhaben, die erhabenen 
Stellen häufig blutrot. Das Seitendach durch einen groben Punkt- 
streifen abgetrennt, steil, in der gleichen Flucht wie die Scheibe 
geneigt, mit tiefen, kaum gereihten Punkten. Scheibe und Seiten- 
dach mit sehr kurzen , weißen Härchen spärlich besetzt. Pro- 
sternum hinten fast abgestutzt, zwischen den Vorderhüften stark 
verengt und hier tief gefurcht. 16X13 mm. 

Bolivia : Rio Songo. 

H. Moseri ist der H. gibbera Boh. in Größe und Gestalt ähn- 
lich , aber abgesehen von der ganz anderen Färbung . durch die 
Behaarung der Flügeldecken , die viel dichtere und gleichmäßige 
Punktierung derselben, wesentlich kürzeren, breiteren Halsschild, 
stumpferen , nach vorne nicht konkav abfallenden Höcker , mehr 
abgestutztes Prosternum, grob punktiertes Seitendach verschieden. 
In der Färbung erinnert sie an Canistra cruentata Kirsch und 
Prenca var. stigmatica Wse., beide aus dem gleichen Faunengebiete. 

Herr Hauptmann Moser war so liebenswürdig, mir diese und 
die nachfolgende Art, sowie eine Reihe anderer neuer Cassidinen 
— größtenteils Unica seiner Sammlung — zu überlassen , wofür 
ich ihm auch noch an dieser Stelle danke. 

Scaeocassis uniniaculata nov. spec 

Gerundet, hoch gewölbt mit stumpfem Höcker und nach vorne 
sehr steil, nach rückwärts etwas weniger steil , nach vorne sehr 
schwach konkav , nach hinten anfangs gerade , dann konvex ab- 
abfallender Profillinie , stark glänzend , unbehaart. Unterseite, 

19* 



288 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Beine und Fülller schwarz , die Oberlippe rötlich , das Abdomen 
mit breitem , rötlichgelbem Saum , die 6 glänzenden Basalglieder 
der Fühler rotgelb , das 7. angedunkelt ; die Oberseite hochgelb, 
das Schildchen , die Basalkrenulierung der Flügeldecken und ein 
großer , an der Naht schmal nach vorne verlängerter Funkt auf 
dem Höcker schwarz. Halsschild elliptisch , doppelt so breit 
als lang , an den Seiten breit verrundet und hier kaum kürzer 
als in der Mitte, mit breit verrundeten Ecken und der größten 
Breite wenig vor der Mitte. Flügeldecken viel breiter als der 
Halsschild mit seitlich von ihm weit abstehenden Schulterecken, 
diese wenig vorgezogen, etwas spitzwinklig, mäßig scharf, nur an 
der äußersten Spitze verrundet ; die Seiten bis zur Mitte sehr 
schwach erweitert , die Spitze breit verrundet ; die Scheibe mit 
sehr groben und tiefen , weit voneinander abstehenden , an der 
Naht gereihten, in der Mitte ziemlich verworrenen Funkten; die 
Randreihe wenig deutlich. Das Seitendach steil , aber weniger 
als die äußere Scheibe geneigt, mit dicker Außenrandung , etwas 
dichter als die Scheibe, kaum feiner punktiert. Die Fühler ziem- 
lich kurz und dick, ihre 5 Endglieder wenig dicker als die Basal- 
glieder, dicht behaart, von diesen scharf abgesetzt. Prosternum 
zwischen den Vorderhüften mit seichter Furche , dann lanzett- 
förmig erweitert und hinten kurz zugespitzt , grob , verloschen, 
punktiert. 9X8 mm. 

Bolivia : Yungas de la Paz. 

Etwas größer und breiter als Sc. comhiista, ganz anders ge- 
färbt, der Halsschild an den Seiten mehr verrundet, die Schulter- 
ecken spitziger und stärker vorgezogen , der Höcker höher , die 
Punktierung der Flügeldecken viel gröber. 

Tlt/osjn'flosotna gracilicofuis nov. spec 

Gerundet, mit der größten Breite bald hinter den Schultern, 
noch vor der Mitte der Flügeldecken , nach rückwärts schnell (u* 
und mehr als nach vorne verengt , gewölbt , mit einem ziemlich 
spitzigen Höcker, glatt, stark glänzend. Gelb (im Leben grün), 
der Halsschild mit einer großen , vorne in eine Spitze ausge- 
zogenen, an den Seiten zweimal seicht ausgebuchteten schwarzen 
Basalmakel, auf welcher ein vorne offener Bogen vor dem Schild- 
chen und eine ganz kleine Makel vor der Spitze gelb sind ; 
Schildchen schwarz ; Flügeldecken mit schwarzer Scheibe und 
gelbem , durchscheinendem Seitendache ; auf der ersteren sind je 
6 glatte Reliefmakeln, die Seitendachbrücke und die Spitze gelb, 
auf das Seitendach greift die schwarze Färbung der Scheibe an 
der Basis wenig, kaum bis zu seiner Mitte, hinter der Mitte mit 
einem bis zum Außenrande reichenden Aste über , der vorne im 



Spaeth, Neue Cassidinen {Coleoplera). 289 

Bogen erweitert, daher in der (Quer-)Mitte des Seitendaches breiter 
ist als an seinen Rändern ; von den erhabenen gelben (im Leben 
metallgrünen) Makeln der Scheibe steht 1 neben dem Schildchen, 
groß, eiförmig, schräg nach außen, 2 daneben unter der Schulter- 
beule , klein , rund , 3 auf der Höckerkante , groß , unregelmäßig 
gezackt, 4 neben der Naht in der Mitte, 5 und 6 bilden mit der 
Seitendachbrücke und ihrem Gegenüber einen vorne offenen, unter- 
brochenen Bogen. An den Fühlern sind die ersten 2 Glieder 
gelb, 3 bis 6 haben die Basis fast bis zur Mitte gelb, die Spitze 
braun , 7 bis 10 sind schwarz , das letzte Glied ist ganz weiß- 
gelb (grün) ; die Fühler sind sehr dünn, fadenförmig, so lang als 
der Körper ; mit Ausnahme des verhältnismäßig kurzen 2. Gliedes, 
das nur um die Hälfte länger als dick ist, sind alle Glieder vier- 
bis sechsmal so lang als dick , das 3. und 6. sind kürzer als 
4 and 5 ; die ersten 6 sind als Basalglieder glänzend, die folgen- 
den als Endglieder fein gekörnt, rauh, etwas behaart. Kopfschild 
schmal, glatt, ohne Stirnlinien. Halsschild quer-elliptisch , mehr 
als doppelt so breit als lang , an den Seiten viel kürzer als in 
der Mitte ; die kurz verrundeten , in der Anlage ziemlich spitz- 
winkligen Ecken liegen in der Längsmitte; die Oberseite ist glatt, 
die Scheibe stark gewölbt. Flügeldecken breiter als der Hals- 
schild, über die Rundung desselben mit den mäßig vorgezogenen, 
sehr scharfen, rechtwinkligen Schulterecken vortretend, die Basis 
ausgeschnitten, die Seiten hinter den Schulterecken sehr schwach 
ausgerandet , noch kurz erweitert , dann wenig gebogen verengt ; 
die Scheibe mit einem kurzen zusammengedrückten , ziemlich 
spitzen Höcker, dessen Profillinie nach vorne gerade, nach hinten 
stark konkav abfällt ; das Basaldreieck tief eingedrückt, die Naht 
darin stark herausgehoben ; vom Höcker läuft quer fast bis an 
den Seheibenrand eine erhabene, glatte Kante; außen hinter der 
Mitte eine seichte große Grube; die Punktstreifen sind fein, durch 
die Reliefmakeln unterbrochen , ihre glatten Zwischenräume viel 
breiter ; das Seitendach ist flach ausgebreitet , glatt ; die Epi- 
pleuren sind sparsam behaart. 9X8 mm. 

Borneo: Mt. Kinabalu (4500') IX. 1913. Von M. Moulton 
erhalten. Ein zweites Stück im Sarawak-JNIuseum. 

Elpinova Moseri ni. 

Kreisrund , gewölbt , stark glänzend , rötlichgelb mit pech- 
brauner Zeichnung auf Halsschild und Flügeldecken. Stirne wie 
bei E. Müllen schmal, doppelt so lang wie breit, nach der Wurzel 
mäßig verengt, mit seichter Längsfurche. Halsschild quer-elliptisch, 
an den Seiten viel kürzer als in der Mitte , der Vorder- und 
Hinterrand in gleichem Bogen gerundet, die spitzwinkligen, nur 



290 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

wenig abgerundeten Ecken daher genau in der Längsnütte ge- 
legen ; glatt, mit 2 konvergierenden, von der Basis bis zum Ende 
der Scheibe reichenden, aber unterbrochenen Längsbinden ; Mittel- 
lappen aufgebogen. Schildchen undeutlich dunkler gerandet, gleich- 
seitig dreieckig. Flügeldecken an der Basis ohne Buchtung tief 
ausgeschnitten, mit weit vorgezogenen, seitlich über den Halsschild 
hinausspringenden , spitzwinkligen , kaum abgestutzten Schulter- 
ecken , bis zur Mitte sanft erw^eitert, dann breit verrundet : das 
Basaldreieck beiderseits der Naht eingedrückt , dahinter ein sehr 
niedriger , stumpfer Höcker , dessen Profillinie hinten sehr wenig 
konkav ist ; vom Höcker geht eine breite , oben gewölbte , ganz 
glatte Schwiele quer bis zur vorletzten Punktreihe ; im Leben ist 
sie goldglänzend ; eine zweite solche Schwiele liegt auf der vom 
Höcker zur Schulterbeule führenden Kante ; die Naht , die Basis 
der Flügeldecken , dann eine an der Schulterbeule beginnende 
Längsbinde, die hinter der früher erwähnten Querbeule quer zur 
Naht läuft, sich auf dem 3. Zwischenraum nach hinten fortsetzt, 
hier wieder einen Ast zur Naht sendet , andrerseits nach einer 
starken Einschnürung in einer großen Außenmnkel verläuft, welch 
letztere mit dem rückwärtigen Randast des Seitendaches zusammen- 
hängt, dann zwei Äste auf dem Seitendache, hiervon der vordere 
von der Basis weit abgerückt, — sind pechbraun. Diese Zeichnung 
— ebenso wie jene des Halsschildes ■ — • ist die gleiche wie bei 
E. MüUeri, nur ist sie bei dieser tiefer schwarz und etwas breiter ; 
doch dürften wohl auch bei E. Moseri gut ausgefärbte und 
kräftiger gezeichnete Stücke die Zeichnung breiter und in schwarz 
haben ; die Punktreihen der Scheibe sind fein , durch die Relief- 
schwielen neben dem Höcker und an der Seitendachbrücke unter- 
brochen, hinten fast verloschen. Das Seitendach ist glatt, außen 
aufgebogen. Prosternum Avie bei E. Müllen. 7,5 X 7,2 ^). 

Toekan, Besi Ins. Kalidupa (Westl. Molukken). 

Von E. Midleri aus Neu - Guinea hauptsächlich durch die 
Höckerbildung verschieden ; dieser ist viel niedriger , so daß er 
kaum aus der sonstigen Wölbung heraustritt , die Querkante auf 
ihm nicht scharf, dabei geradlinig, nicht gebogen , die Profillinie 
ist hinten fast gerade, vorne kaum konkav, bei Müllen dagegen 
in beiden Richtungen tief konkav und der Höcker ragt weit über 
die Wölbung hinaus. 

Von Herrn Hauptmann Moser erhalten. 



') E. Midleri ist meist größer und breiter, als ich seinerzeit bei der 
Beschreibung (Ann. Mus. Nation. Hung. I. 1903, p. 119) angegeben habe: 
8X 7,2 bis 8,7X8,2 mm. 



Bernhauer, Zur Staphyliniden-Fauna von Südamerika. 291 

Zur Staphyliniden-Fauna von Südamerika. 

(18. Beitrag.) 
Von Dr. Max Berulianer, Hörn, Nieder-Österreich. 

T r (j plilo eiis magnipennis nov. spec. 

Durch die Färbung , stark niedergedrückte Körperform und 
die außerordentlich stark entwickelten Flügeldecken sehr aus- 
gezeichnet. 

Schwarz, die Flügeldecken mit Ausnahme einer großen, dunkeln, 
dreieckigen Makel in der Umgebung des Schildchens , das erste 
Fühlerglied und die Beine rötlichgelb, die Oberseite mit kurzen 
grauen Härchen dicht bekleidet. 

Kopf so breit als die Flügeldecken mit zwei Längsfurchen, 
zwischen diesen gewölbt und glänzender , mäßig fein und dicht, 
in der Mitte weitläufiger punktiert. Schläfen deutlich entwickelt 
aber nur ein Drittel so lang als der Längsdurchmesser der Augen, 
Fühler lang, gegen die Spitze verdickt, alle Glieder länger als breit. 

Halsschild nur halb so breit als die Flügeldecken , fast so 
lang als breit , im ersten Drittel am breitesten , nach rückwärts 
verengt, vor den Hinterecken ausgeschweift, mäßig fein und dicht 
punktiert , vor dem Schildchen mit zwei stärkeren und größeren, 
vor denselben mit zwei kleineren Eindrücken, zwischen den ersteren 
gewölbt. 

Flügeldecken doppelt so lang und doppelt so breit als der 
Halsschild . rechteckig mit vorstehenden Schultern , stärker als 
der Halsschild und sehr dicht punktiert. 

Hinterleib sehr fein und sehr dicht punktiert. 

Länge : 4 mm. 

Argentinien : Chaunar-Region ( J e n s e nj. 

Ein einzelnes Stück. 

P ar e dap h US nov. gen . 

Eine zwischen Edaphus und Euaesthetus in der Mitte stehende 
Gattung, die von ersterem sowie von Edaphellus durch den Mangel 
der Stirnfurchen und der Halsschildgrübchen, von Euaesthetus durch 
Edaphus-aiUgen Habitus, den Mangel der Hinterleibsfurchen , die 
Bildung der Oberlippe sofort zu trennen ist. 

Mit Tamotus Schaufuß, welche Gattung ich nicht kenne, kann 
die neue auch nicht identisch sein, da die Angaben Fauvels (Rev. 
d'Ent. 1902, p. 38) über die Bildung der Stirnhöckerchen , des 
Halsschildes, der Flügeldecken, des Hinterleibes und der Fühler 
sich mit dem vorliegenden Tiere nicht vereinigen lassen. 



292 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Ziemlich von der Gestalt eines übergroßen Edaphus , jedoch 
matt, dicht punktiert und lang und dicht gelb behaart. 

Kopf gleichmäßig gewölbt, ohne Furchen, zwischen den Fühler- 
wurzeln unmerklich eingedrückt. 

Augen groß, vorragend, Schläfen nicht vorhanden. 

Fühler keulig verdickt, das 2. Glied sehr gestreckt, die 
folgenden länger als breit, allmählich an Länge abnehmend, das 
8. und 9. stark quer, die 2 letzten außerordentlich verdickt, eine 
deutliche Keule bildend. 

Oberlippe groß, vorn bogenförmig gerundet, nicht gezähnelt. 

Halsschild lang herzförmig, gleichmäßig gewölbt, ohne Ein- 
drücke , knapp vor dem Hinter rande mit einer Querreihe mäßig 
großer dichtstehender Punkte. 

Flügeldecken gleichmäßig gewölbt, viel länger als der Hals- 
schild, ohne Grübchen. 

Hinterleib gleichmäßig gewölbt ohne Furchen, seitlich scharf 
gerandet. 

Die Gattung ist bisher nur durch die folgende Art aus 
Brasilien vertreten. 

P a r e d a p h u s trop i c u s nov. spec. 

Einfarbig rötlichgelb mit helleren Beinen, dicht gelb behaart, 
wenig glänzend. 

Kopf um ein gutes Stück schmäler als der Halsschild, grob 
und dicht, gleichmäßig punktiert. 

Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, deutlich länger 
als breit, nach rückwärts stark ausgeschweift verengt, lang herz- 
förmig, ohne Eindrücke, ebenso kräftig als der Kopf, aber noch 
viel dichter punktiert , nahezu vollständig matt , die Punktreihe 
vor dem Hinterrande kaum vertieft. 

Flügeldecken viel länger als der Halsschild, nach rückwärts 
erweitert, fein und dicht punktiert, wenig glänzend. 

Hinterleib dick , sehr fein und dicht punktiert , wie der 
Vorderkörper dicht behaart, wenig glänzend. 

Länge : 1,5 mm. 

Ich besitze von dieser Art nur ein einziges, von Barbiel- 
lini in S. Paulo in Brasilien am 8. März 1908 aufgefundenes 
Stück. 

T a eno d e m a f l a v i c o r n e nov. spec. 

Durch die Fühlerfärbung leicht kenntlich. 

Schwarz , Kopf , Halsschild und Flügeldecken grün-erzfärbig, 
die ganzen Fühler und die ganzen Taster , sowie die Schienen 
und Tarsen an den Vorder- und Mittel-Beinen rötlichgelb. 



Bernhauer, Zur Stapliyliniden-Fauna von Südamerika. 293 

Kopf so breit als das Halsschild am Vorderrande, glänzend, 
sehr dicht mit grobrunzligen Augenpunkten besetzt , am Scheitel 
mit einem großen Spiegelfleck. Fühler gestreckt, alle Glieder 
viel länger als breit. 

Halsschild fast so breit als die Flügeldecken, deutlich länger 
als breit , an den Seiten sanft gerundet , nach rückwärts stärker 
verengt als nach vorn, längs der Mitte geglättet, mit stellenweise 
eingestreuten Punkten, seitlich kräftig und ziemlich dicht punktiert 
mit geglätteten, unregelmäßigen Stellen, im Grunde äußerst fein 
quer gestrichelt, mäßig glänzend. 

Flügeldecken so lang als der Halsschild, stärker und dichter 
als dieser, fast gleichmäßig und stark gerunzelt punktiert, längs 
dem Hinterrande jedoch mit viel weitläufiger Punktierung , im 
Grunde glatt, stark glänzend. 

Hinterleib sehr fein quer gestrichelt, mäßig glänzend, in der 
apikalen Partie der Tergite 3 bis 6 fast unpunktiert , auf dem 
übrigen Teile dieser Tergite stark und dicht, am 7. und 8. Tergit 
viel feiner und weitläufiger punktiert, mit unpunktierter Mittelzone, 
tiefschwarz, die hinteren Außenecken der vier ersten freiliegenden 
Tergite weißlichgelb. 

Länge : 14 mm. 

Ich besitze von dieser ausgezeichneten Art vorläufig nur ein 
einziges Stück aus Brasilien ohne nähere Fundortangabe, welches 
aus der ehemaligen Apelschen Sammlung stammt und mir von 
Herrn Hänel in liebenswürdigster Weise überlassen wurde. 

Ta e n d e m a hrasiliense nov. spec. 

Jedenfalls dem mir unbekannten Taenodema hella Sharp, vom 
Amazonasgebiet nahe verwandt , jedoch läßt sich die Sharp'sche 
Angabe über die Skulptur des Halsschildes und der Flügeldecken 
nicht ganz mit dem mir vorliegenden Tier vereinigen. Auch muß 
die neue Art viel längere Flügeldecken besitzen , endlich ist bei 
dieser der Kopf beiderseits ziemlich stark eingedrückt , während 
dies bei hella Sharp nicht der Fall zu sein scheint , da Sharp 
nichts darüber sagt. 

Schwarz, Kopf, Halsschild und Flügeldecken bläulichgrün, 
die Oberseite der zwei ersten Fühlerglieder und die Taster gegt-n 
die Spitze zu dunkel rötlichgelb. 

Kopf etwas schmäler als der Halsschild , quer , vorn jeder- 
seits der flach erhobenen Mittelzone grob, narbig und dicht runzlig, 
in der Mittellinie weitläufiger punktiert , rückwärts mit einem 
queren großtun Spiegelfleck. 

Halsschild fast so bn^it als die Flügeldrcken, flachgedrückt, 
so lang als breit , längs der Mitte in der hinteren Hälfte mit 



294 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

einem schmalen Spiegelfleck, sonst auf der Scheibe sehr ungleich- 
mäßig stark und ziemlich dicht, längs der Mitte weitläufiger 
punktiert. An den Seiten und namentlich gegen die Ecken zu 
ist die Oberfläche in größerer ±\usdehnung geglättet und nur 
einzeln punktiert, im Grunde tritt eine äußerst feine Chagrinierung 
deutlich hervor. 

Die Flügeldecken sind viel länger als der Halsschild , zu- 
sammen viel länger als breit , sehr weitläufig und ziemlich fein 
und ziemlich gleichmäßig punktiert, stark glänzend ohne Chagri- 
nierung. 

Der Hinterleib ist ziemlich kräftig und mäßig dicht, gegen 
die Spitze der Tergite zu, sowie rückwärts viel feiner und weit- 
läufiger, stellenweise erloschen punktiert. 

Länge: 11 mm. 

Brasilien : Minas Geraes. 

T aeno (1 e in a p a iilo en s e nov. spec. 

Mit der vorherigen Art sehr nahe verwandt und ihr so ähn- 
lich, daß es genügt, die Unterscheidungsmerkmale anzugeben. 

Die Färbung ist fast ganz gleich, nur ist die äußerste Hinter- 
leibspitze rötlichgelb, die Spitze selbst jedoch schwarz, die hinteren 
Ecken der vorderen Tergite sind weißlichgelb. 

Der Kopf ist viel dichter und gröber mit Augenpunkten be- 
setzt, der Spiegelfleck am Scheitel ist kleiner, die Eindrücke viel 
schwächer. 

Der Halsschild ist fast kürzer , die Chagrinierung stärker, 
der Glanz daher gedämpfter, die Punktierung viel gröber. 

Endlich ist als bestes Unterscheidungsmerkmal die Punk- 
tierung der Flügeldecken zu nennen ; diese sind doppelt so stark 
und viel dichter punktiert. 

Länge : 1 1 mm. 

Brasilien: S. Paulo (Saö Carlos do Pinhal , 1. — 8. Jänner 
1901, Riedel). 

Ein einzelnes Exemplar. 

T aeno d e m a p a r cnj uay a n u m nov. spec. 

Eine durch die verhältnismäßig dichte und gleichmäßige 
Punktierung des Halsschildes und der Flügeldecken, dunkle Färbung 
der Taster und der Fühlerwurzel und die außerordentlich langen 
Flügeldecken ausgezeichnete Art. 

Schwarz, Kopf, Halsschild und Flügeldecken bläulichgrün. 

Kopf außer einem queren Spiegelfleck am Scheitel sehr dicht 
und außerordentlich grob-runzlig punktiert. 



Bernhauer, Zur Stapbyliniden-Fauna von Südamerika. 295 

Halsscliild ziemlich gewölbt, sehr groh und dicht, fast gleich- 
mäßig punktiert , nur auf der hinteren Hälfte und (üne kleine 
Stelle vor den Vorderecken etwas weitläufiger punktiert, die Punkte 
wie am Kopf augenförmig. 

Flügeldecken viel länger als der Halsschild , zusammen ob- 
long . fast um die Hälfte länger als breit, sehr grob und dicht, 
gleichmäßig punktiert. 

Hinterleib in der Basalpartie der vorderen Tergite grob und 
mäßig dicht, in der Apikaipartie, sowie am 7. Tergite sehr fein 
und einzeln punktiert. 

Länge : 12,5 mm. 

Ein einziges aus Paraguay stammendes Stück ohne nähere 
Fundortangabe , das ich vor Jahren durch Herrn A. Bang-Haas 
erhielt. 

Taeno d em a me x i c a n u m nov. spec. 

Ich benütze diese Gelegenheit, um eine neue Art aus Mexiko 
zu beschreiben. 

Von den übrigen von Sharp in der Biol. centr. amer. be- 
schriebenen Arten unterscheidet sich die neue schon auf den 
ersten Blick durch die Färbung der Beine. 

Die Vorderbeine sind schwarz mit gelben Tarsen, die Mittel- 
und Hinterbeine rötlichgelb mit schwarzen Schienen und Tarsen. 
Außerdem sind die zwei ersten Fühlerglieder und die ganzen 
Taster hell rötlichgelb. 

Kopf, Halsschild grün-erzfärbig , Flügeldecken bläulichgrün, 
der übrige Körper schwarz. 

In der Körpergestalt, der gewölbten Halsschildform und der 
Punktierung ist diese Art der vorhergehenden recht ähnlich , der 
Spiegelfleck am Kopf ist kleiner , dagegen ist am Halsschild vor 
dem Schildcben ein länglicher beuliger Spiegelfleck deutlich sicht- 
bar, die Zwischenräume sind nicht bei paragiiayanum chagriniert, 
sondern glänzend glatt. Die Punktierung ist noch gröber und 
dichter und noch gleichmäßiger. 

Auch die Punktierung auf den Flügeldecken und am Hinter- 
leibe ist stärker und namentlich auf dem letzteren gleich- 
mäßiger dicht. 

Länge : 15 mm. 

Mexiko: Colima, 300 m, Mai bis Juni (Heyne). 

Ein einziges Stück. 

Seit a Uli US spectahilis nov. spec. 
Abgesehen von der Färbung noch durch die Punktierung des 
Halsschildes von den bisher bekannten Vertretern der Gattung 
sehr verschieden. 



296 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Schwarz, die Flügeldecken, die Hinterbi'ust , der Hinterleib 
bis einschließlich des 5. Tergites, bezw. des 3. Sternites, endlich 
der schmale Hinterrand des 7. Tergites und die folgenden Hinter- 
leibsringe gelbrot. 

Kopf breiter als der Halsschild, trapezförmig, glänzend, nach 
rückwärts stark erweitert , viel feiner und dichter als bei sevpen- 
thius Er. punktiert, längs der Mitte geglättet , mit eingestreuten 
Punkten, die Stirnfurchen hinten fast miteinander verbunden. 

Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken , viel kürzer 
als bei serpentinus Er. , aber immerhin noch um ein Stück länger 
als breit, nach rückwärts ausgeschweift verengt, glänzend, längs 
der Mittellinie sehr breit geglättet, spiegelglatt, vor dem Schild- 
chen beulenartig erhoben, seitlich außer dem großen Seitenpunkte 
fein und ziemlich dicht punktiert, mit einigen geglätteten Stellen. 

Flügeldecken etwas länger als der Halsschild, zusammen viel 
länger als breit, fein und wenig dicht punktiert. 

Hinterleib mäßig fein und ziemlich weitläufig , etwas rauh- 
runzlig punktiert. 

Länge: 17 mm. 

Ein einziges Stück aus Peru : Chanchamayo, 1500 m (Heyne). 

F aeder 07n imu s t r i nid (t d e u s is nov. spec. 

Mit Paederomimus aberrans Sharp nahe verwandt, von ihm nur 
in folgenden Punkten verschieden : 

Der Halsschild ist nicht wie bei aberrans rötlich mit Erz- 
schimmer , sondern schwarz-erzfarbig, die Dorsalnühen besitzen 
nur 5 oder 6 Punkte. 

Zugleich ist die Punktierung des Halsschildes deutlich stärker 
und tiefer, die der Flügeldecken um die Hälfte weitläufiger. 

Endlich ist der Kopf nach rückwärts etwas stärker und voll- 
kommen geradwinklig verengt, die Stirnfurche zwischen den Fühler- 
wurzeln etwas tiefer. 

Sonstige Unterschiede konnte ich vorläufig nicht feststellen. 

Länge : 7,5 — 8 mm. 

Trinidad : Caparo (Heyn e). 

Sei m a s tri g e II a nov. spec. 

Ich nehme keinen Anstand , das vorliegende Tier in die 
Gattung Sehia Sharp, deren bisher einzigen Vetreter ich allerdings 
noch nicht kenne, zu stellen, da die wesentlichen Merkmale dieser 
Gattung bei der neuen Art vorhanden sind. 

Von der zweiten Art modesta Sharp muß sie sich leitht 
durch die kräftige runzlige Punktierung unterscheiden lassen. 



Bernhauer, Zur Staphyliniden-Fauna von Südamnrika. 297 

Schwarz, matt , am Vorderkörper , besonders am Halsschilde 
mit äußerst schwachem Purpurschimmer, an den Fühlern die innere 
Längshälfte der letzten fünf Glieder Aveißlichgelb. 

Kopf wenig schmäler als der Halsschild , quer viereckig mit 
abgerundeten Hinterecken, sehr kräftig und sehr dicht längs- 
gestrichelt , die Stricheln sehr schmal und kielförmig erhoben, 
die Schläfen viel kürzer als der Längsdurchmesser der deutlich 
gewölbten Augen. Fühler sehr lang und dünn, gegen die Spitze 
kaum verdickt, alle Glieder viel länger als breit, seitlich zu- 
sammengedrückt. 

Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken , länger als 
breit, vorn gerade abgestutzt mit scharfen eckigen Vorderwinkeln, 
hinten gerundet, an den Seiten etwas nach hinten verengt, hinter 
der Mitte schwach ausgebuchtet, die Seitenränder schmal wulstig 
abgesetzt , längs der Mitte mit einer teilweise unterbrochenen 
Spiegellinie, sonst ähnlich wie der Kopf mit sehr schmalen, hoch 
erhobenen, unregelmäßigen Längskiellinien sehr dicht besetzt. 

Flügeldecken etwas länger als der Halsschild , sehr dicht 
und stark rauhrunzlig punktiert , matt , oben ziemlich dicht, 
stellenweise fleckig grau behaart. 

Hinterleib ziemlich gewölbt , fein und ziemlich dicht punk- 
tiert, grau behaart. 

Länge : 14,5 mm. 

Ich besitze von dieser Art nur ein einziges Stück aus Brasilien, 
ohne nähere Fundortangabe. 

Staphylinus semicijaneus nov. spec. 

Diese Art gehört mit Staphylinus Fassli Beruh, in eine eigene 
Gruppe , welche zum mindesten zu einer Untergattung erhoben 
werden muß. Dieses Subgenus , für welches ich den Namen 
EuryoJinus vorschlage, hat mit Trichoderma und Abemus die deut- 
lich als Hautlappen ausgebildeten Epimeren der Vorderbrust ge- 
mein, unterscheidet sich von ihnen und den übrigen Untergattungen 
durch das hinten breit und ziemlich flach abgerundete Mc^soster- 
num, die voneinander sehr weit gotiennten Mittelhüften, den ver- 
hältnismäßig sehr kleinen Kopf , welcher im übrigen bei Fassli 
quer viereckig, bei semkyaneus aber nach hinten erweitert ist, 
und vorn etwas abgeschnürten Halsschild. 

Außerdem ist die letztgenannte neue Art durch die prächtige 
Färbung sofort leicht zu erkennen. 

Schwarz, Kopf, Halsschild und Flügeldecken leuchtend korn- 
blumenblau, Kopf und Halsschild bisweilen mit etwas grünlichem 
Schimmer. 



298 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Kopf gut um ein Drittel schmäler als der Halsschild, glän- 
zend, nach rückwärts deutlich erweitert , breiter als lang , mit 
groben Augenpunkten wenig dicht und ungleichmäßig besetzt, in 
der hinteren Hälfte mit breiter unpunktierter Mittelzone ; Augen 
gewölbt , die Schläfen so lang als der Längsdurchmesser der 
Augen. Fühler kurz aber nicht besonders robust , das 4. Glied 
breiter als lang , die vorletzten stark quer , das Endglied etwas 
länger , aber schmäler als das vorletzte , asymmetrisch schwach 
ausgerandet. 

Halsschild glänzend , viel schmäler als die Flügeldecken, 
etwas länger als breit, an den Seiten stark gerundet , im ersten 
Viertel plötzlich abgeschnürt , daher diese Partie viel schmäler 
als der übrige Teil, müt stark aufgeworfener Seitenrandkehle, ähn- 
lich wie der Kopf, aber ungleichmäßiger und weitläufiger punktiert 
mit breiter unpunktierter Mittelzone. 

Flügeldecken um ein gutes Stück länger als der Halsschild, 
ziemlich matt, mäßig stark und ziemlich dicht, deutlich nadel- 
rissig punktiert, mit einigen breiten und flachen Eindrücken. 

Hinterleib dicht schwarz tomentiert, mit silbergrauen Toment- 
makeln an den Seiten der Tergite und in der Mitte der Basis 
des 6. und 7. Tergites. Das zweite, zum Teile noch unter den 
Flügeldecken befindliche Tergit ist glänzend glatt. Unter dem 
schwarzen Toment , welches am 6. und 7. Tergit weitläufiger 
Avird, tritt eine feine und ziemlich dichte Punktierung hervor. 

Länge: 15,5 — 19 mm. 

Peru: Chanchamayo, 1500 m. 

P ar a x eno py g iis p e r u v i a n u s nov. spec. 

Von der zweiten Art Tremolerasi Brnh. sofort durch voll- 
ständig andere Färbung zu unterscheiden. 

Dunkel rötlichgelb , der Kopf und Halsschild hell messing- 
farben, ein schmaler Gürtel am 7. Tergit schwarz, die Fühler 
und Taster mehr rostrot, die Beine gelbrot. 

Kopf schmäler als der Halsschild, nach rückwärts etwas er- 
weitert, kräftig und ziemlich weitläufig punktiert , glänzend , die 
Schläfen etwas kürzer als der Längsdurchmesser der Augen. Fühler 
kurz und stark verdickt die vorletzten Glieder sehr stark quer, 
doppelt so breit als lang. 

Halsschild ziemlich schmäler als die Flügeldecken, glänzend, 
breiter als lang, an den Seiten stark gerundet , ziemlich kräftig 
und ziemlich weitläufig , nicht ganz gleichmäßig punktiert mit 
sehr breiter unpunktierter Mittelzone. 

Flügeldecken etwas länger als der Halsschild , ziemlich fein 
und mäßig dicht punktiert und dicht lang gelb behaart. 



Bernhauer, Zur Stapbyliniden-Fauna von Südamerika. 



299 



Hinterleib ähnlich wie die Flügeldecken, gleichmäßig punktiert. 

Länge-. 12—13,5 mm. 

Beim cf ist das 6. Sternit, breit und tief, im Grunde bogig 
ausgeschnitten , das 5. Sternit vor der Basis mit einem kleinen 
rundlichen , mit einem gelben Haarbüschel versehenen Eindruck. 

Peru: Chanchamayo , 1500 m, erhalten von A. Heyne in 
Berlin. 

Ctenopeuca nov. gen. 

Ein neues, höchst merkwürdiges Genus der Tribus Aleocharini, 
in der Gestalt manchen Arten der Untergattung Ceranota (Gattung 
Aleochard) recht ähnlich, aber mit viergliedrigen Kiefer- und drei- 
gliedrigen Lippentastern, durch die Bildung der Kiefer und der 
Zunge gleich ausgezeichnet, systematisch am besten in die Nähe 
von Dasyijlossa zu stellen. 

Kopf mäßig vorragend, hinter den Augen etwas verengt, aber 
nicht halsförmig abgeschnürt. Die Augen ziemlich groß , die 
Schläfen hinter ihnen wohl entwickelt, länger als der Längsdurch- 
messer der Augen, unten scharf und vollständig gerandet. 

Die Fühler sind ziemlich kräftig , ihre drei ersten Glieder 
gestreckt , das dritte länger als das zweite , die übrigen Glieder 
viel breiter, das vierte so lang als breit, die folgenden an Länge 
allmählich abnehmend, die vorletzten und noch mehr die mittleren 
stark quer, das Endglied so lang als die zwei vorhergehenden 
zusammengenommen. 

Oberlippe stark quer , kurz , vorn der ganzen Breite nach 
sanft ausgerandet , in der Mitte schmal , aber immerhin deutlich 
ausseschnitten. Kiefer kurz und dick , die eine am Innenrande 





d 



a, b Kiefer. — c Unterlippe. — d Oberlippe. 

mit vier, die zweite mit zwei scharfen Zähnchen , an der Spitze 
sichelförmig gebogen. Die Kieferladen hornig , die innere am 
Innenrande mit langen Haaren dicht besetzt, die äußere Lade an 
der Spitze dicht und lang bewimpert. Kiefertaster viergliedrig, 



300 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 191.5. 

das dritte Glied etwas länger als das gebogene zweite, gegen die 
Spitze mäßig verdickt , das Englied pfriemenförmig , gegen die 
Spitze zu stark zugespitzt , kaum halb so lang als das vorher- 
gehende. Zunge in zwei bis zum Grunde geteilte schmale Lappen 
geteilt. Lippentaster dreigliedrig, das zweite Glied viel kürzer und 
weniger breit als das erste, das letzte sehr schmal pfriemenförmig, 
gleichbreit, länger als das vorletzte. 

Halsschild quer , die umgeschlagenen Seiten bei seitlicher 
Ansicht schwach .sichtbar. 

Flügeldecken am Hinterrande innerhalb der Hinterecken aus- 
gerandet. 

Hinterleib nach rückwärts verengt, mit breit und stark ab- 
gesetzten Seitenrändern. 

Mittelbrust dreieckig verjüngt, zwischen die Mittelhüften bis 
zu deren Hälfte eintretend. 

An den Tarsen sind überall die vier ersten Glieder einander 
ziemlich gleichgebildet, das Endglied gestreckt. 

Die Gattung ist bisher nur aus Peru bekannt. 

Ctenopeuca He // n e i nov. spec. 

Stark glänzend, rötlichgelb, Kopf, Halsschild, der Hinterleib 
mit Ausnahme der Wurzel , der Spitze und der Hinterränder der 
Segmente , die Außenecken der Flügeldecken und die Fühler mit 
Ausnahme der zwei bis drei ersten Glieder schwarz bis schwärz- 
lich. Die Färbung ist etwas veränderlich , sowohl was die In- 
tensität als auch die Ausdehnung namentlich am Hinterleib 
betrifft. 

Kopf mäßig schmäler als der Halsschild , äußerst fein und 
sehr weitläufig punktiert. 

Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken , stark quer, 
fast um die Hälfte breiter als lang, an den Seiten sanft gerundet, 
ohne Eindrücke, ebenso fein und weitläufig als der Kopf punktiert. 

Flügeldecken um ein Drittel länger als der Halsschild, stärker 
als der Halsschild , aber immerhin noch fein und wenig dicht 
punktiert. 

Hinterleib beim (f glänzend glatt , außer den Querreihen 
borstentragender Punkte vor dem Hinterrande der Tergite un- 
punktiert, an der Wurzel der vier ersten vollkommen freiliegenden 
Tergite quergefurcht , am dritten und vierten überdies in der 
Mitte der Basis ausgehöhlt, beim ? deutlich und mäßig weitläufig 
punktiert, nur an der Basis der drei ersten freiliegenden Tergite 
quergefurcht. 

Länge : 4.2 — 5,5 mm. 



j 



Beinliauer, Zur Stapbyliniden-Fauna von Südamerika. 301 

Beim cf is^t das dritte (ersie vollkommen freiliegende) Tergit 
in der Mitte des Hinterrandes in einem langen , scharfspitzigen, 
fast senkrecht abstehenden Zahn , das vierte in der Mitte der 
Scheibe in einen sehr breiten , seitwärts sehr stark zusammen- 
gedrückten, an der rückwärtigen und oberen Kante ausgerandeten 
senkrecht in die Höhe steigenden Fortsatz ausgezogen , der in 
seiner ganzen Breite nur bei seitlicher Ansicht sichtbar ist. Das 
7. Tergit besitzt vor dem Hinterrande einen ähnlichen dorn- 
förmigen Zahn wie das dritte. Das 8. Tergit ist seitwärts in 
je einen spitzigen Dorn ausgezogen. Endlich sind die Seiten des 
3. und 4. Tergites mit je einem sehr dünnen Stachel bewehrt, 
welcher am 3. Tergit viel länger, am 4. kürzer ist. 

Die Geschlechtsauszeichnung ist übrigens recht variabel, in- 
dem sowohl die verschiedenen Auswüchse kleiner als auch schmäler 
und gekrümmter werden können , bis sie schließlich nur noch 
kurz zahn- oder beulenförmig sind. In den extremsten Fällen 
besitzt das 3. und 4. Tergit auf der Scheibe gar keine Aus- 
zeichnung mehr, und die Seitenstacheln am 4. Tergit sind dann 
auch geschwunden. 

Die Art erhielt ich von Herrn A. Heyne in Berlin-Wilm. in 
einer Reihe von Exemplaren aus Chanchamayo in Peru. 



Stettiiier Entomologische Zeitung, Heft II. 20 



302 Stettiner Entomologiscbe Zeitung. 76. 1915. 

Beitrag zur Kenntnis 

der paUtarkt. Änomala-Avten (Col. lamell. Rutelin.). 

Von Dr. F. Oliau.s, Berlin-Steglitz. 

Mit 5 Textfiguren. 

I. Europäische Arten. 

Meine Bearbeitung der Ruteliden für den neuen Katalog 
Schenkling-Junk ergab einige Berichtigungen und neue Formen, 
die ich hiermit bekanntgebe. Die neuen Formen sind fast aus- 
schließlich Farbenvarietäten bekannter Arten ; nachdem die Frage, 
ob Varietäten durch einen besonderen Namen kenntlich gemacht 
werden sollen , in bejahendem Sinne entschieden ist , haben wir 
selbstverständlich die Pflicht, möglichst vollständig alle bei einer 
Art vorkommenden Varietäten festzulegen und ihre geographische 
Verbreitung zu studieren, da zweifellos viele geographische Formen 
oder Unterarten von solchen Farbenvarietäten ausgehen. 

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch zu den vielen Unter- 
gattungen Stellung nehmen, in die Herr Reitter bei der Be- 
arbeitung der Ruteliden im 51. Heft seiner Bestimmungstabellen 
(Verh. Ver. Brunn XLI , 1903j die Gattung Anomala geteilt hat, 
es sind 16 Untergattungen für 51 resp. 53 Arten. Die meisten 
von ihnen gründen sich auf Merkmale , die nur einer einzelnen 
oder einer geringen Anzahl von Arten zukommen ; wollten wir 
nach diesem Maßstabe die etwa 1000 bekannten Anomala-Xvlen 
in Untergattungen aufteilen, dann würde uns jeder Überblick über 
die Gattung verloren gehen. Die ganze Tribus der Anomalini ist 
entwicklungsgeschichtlich noch so jung, daß zwischen allen ihren 
Abteilungen noch die Übergänge vorhanden sind und selbst die 
großen Gattungen, ja Subtribus sich nicht ganz scharf atfgrenzen 
lassen. 

Von den für europäische Arten errichteten Untergattungen 
ist Amhlomala Rttr. 1903, wie schon Bedel nachgewiesen, synonym 
zu P(dom Muls. 1871. Die Untergattung wurde errichtet für 
A. junii Dft. wegen der an allen Füßen einfachen Klauen ; ich 
habe jedoch gefunden, daß von 4 5, die ich untersuchen konnte, 
nur 2 an allen Füßen einfache Klauen, 2 dagegen an den Vorder- 
füßen die innere Klaue gespalten haben. A. aurata F. gehört zu 
Mimela Kirb. Subgenus Paramimela Ohs. , weil das Prosternum an 
seiner hinteren Ecke einen deutlichen kräftigen Fortsatz trägt, 
der nur in der Form etwas abweicht ; er ist zapfeuförmig, nach 
unten und vorn vorragend, während er bei den Arten der Unter- 



Obaus, Beitrag- zur Kenntnis der paläarkt. Aiio)nala-ArtQTi. 303 

gattung Mimela im engeren Sinne gewöhnlich laniellenförmig ist 
und nach unten und hinten vorragt. 

Psammoscapheus Motsch. und Rttr. hat an den VorderfüBen die 
innere Klaue bald einfach , bald gespalten , an den Mittelfüßen 
die äußere Klaue einfach : beim $ ist diese Klaue jedoch zuweilen 
gespalten , und daß wir diesem Merkmal nicht bei allen Arten 
besonderen Wert beilegen dürfen , zeigt die der A. errans F. 
(= pratieola F.) fraglos sehr nahe verwandte A. quadripunctata (d\. 
von Spanien, die Reitter wegen der gespaltenen Klauen zur Unter- 
gattung Anomala im engeren Sinne stellt. Ich besitze von dieser 
Art aus Südspanien allein (die tiugitana Bl. aus Tanger und die 
portugiesischen Stücke zähle ich hier nicht mit) 31 Stücke; von 
den 25 cf haben 11 die äußere Klaue d(M- Mittelfüße einfach, 14 
gespalten : von 6 ? haben sie 4 einfach und nur 1 gespalten ; 
bei 1 $ ist sie links einfach , rechts gespalten. Ähnliche Ver- 
hältnisse finden sich bei afrikanischen und amerikanischen Arten und 
darum scheint mir auch diese Untergattung nicht genügend begründet. 

Die Untergattung Dichomala hat Reitter begründet wegen der 
Behaarung von Halsschild und Schildchen für A. decota Ross., die 
nach ihrem Körperbau und allen ihren anderen Merkmalen die 
nächste Verwandte von A. vitis F. und ausonia Er. ist. Nach meiner 
Kenntnis der Gattung Anomala ist das Auftreten von Haaren auf 
der Oberseite ein Artcharakter , nicht ein Gruppencharakter ; in 
einer ganzen Anzahl von Gruppen , die durch besondere Merk- 
male (Form der Klauen , Skulptur der Deckflügel usw.) gekenn- 
zeichnet sind, treten neben oben kahlen Arten auch behaarte auf, 
so in der Gruppe der undulata Mels. die eucoma H. Bts. , in der 
Gruppe der ciiwta Say die sylphis H. Bts. , in der Gruppe der 
spüoptem Burm. die liirsuta Nonfr., in der Gruppe der yunnana Fairm. 
die ijraminea Ohs. usw. Auf das eine Merkmal hin — Auftreten 
von Haaren auf der Oberseite — diese Arten in eine Untergattung 
zu vereinigen , ist nicht angängig , weil wir so ganz heterogene 
Elemente zusammenstellen würden ; anderseits können wir auch 
nicht aus natürlichen Artengruppen die behaarten Arten heraus- 
reißen und für jede eine besondere Untergattung gründen. Die 
europäischen ..4H0)?m/rt-Arten sind meiner Ansicht nach alle aus 
China eingewandert und gehören alle zu einer natürlichen Gruppe 
der großen Gattung Anomala ; ihre nahe Verwandtschaft bringen 
wir am besten zum Ausdruck, -wenn wir sie alle in einer Unter- 
gattung — Anomala sens. strict. — belassen. 

A n m al a dubia Scop. 
Daß es eine A. ohlonga Scop. nicht gibt und daß für die 
A. ohlonga F. (Manti.ssa zu Gen. Insect. 177G , p. 209) der ältere 

20* 



304 



Stettiner Entomoioorische Zeitung'. 76. 1915. 



Name A. dubia Scop. Faun. Carniol. 1763 , p. 3 einzutreten hat, 
wies Harold bereits in seinen Col. Heft. VI, 1870, p. 108 aus- 
führlich nach ; dieser Nachweis ist aber von den späteren Autoren, 
die sich mit dieser Art befaßten, zumeist nicht beachtet worden. 
Erst neuerdings hat Bedel in seiner Faun. Col. Bassin Seine IV, 1911, 
p. 136 den alten Scopolischen Namen wieder zur Geltung ge- 
bracht und dabei zu der alten Streitfrage, ob die beiden in der 
europäischen Fauna vorkommenden A)i077iala- Arien mit gelber 
Fühlergeißel und schwarzer Fühlerkeule dubia Scop. (= oblomja F.) 
und aenea Degeer (= Frischi F.) ^) als selbständige Arten oder als 
Varietäten resp. Rassen einer Art aufzufassen seien, in letzterem 
Sinne Stellung genommen. Ganglbauer , der in seiner Arbeit: 
Z.ur Kenntnis der europäischen Ano7nala-Avien (Wien. ent. Zeit. 1882, 




p. 175 und 248) die beiden Formen als selbständige Arten be- 
trachtet, bemerkt bei aenea: ^A. aenea und oblomja lassen sich nur ^) 
durch die Forcepsbildung scharf voneinander unterscheiden, wie- 
wohl sie gerade auch hierin einander äußerst nahe stehen." 
Hierzu möchte ich nun bemerken , daß die von Ganglbauer an- 
gegebenen Unterschiede nicht stichhaltig sind. Die beiden Para- 
meren des Forceps sind , von der Rückenseite aus betrachtet, 
Fig. 1 , ziemlich symmetrisch , ihre Spitzen berühren einander 
beinahe in geschlossenem Zustand und ihre Außenseiten sind in 
diesem Zustand stark konvergierend. Weicht man nun den 
Forceps stark auf oder kocht man ihn im Wasser kurz auf, dann 
kann man die beiden Parameren durch eine Pinzette so weit zum 
Klaffen bringen , Fig. 3, daß die Außenseiten parallel sind. Man 
bemerkt dann, daß die Parameren etwa an der Grenze von mitt- 
lerem und apicalem Drittel einen Vorsprung tragen, dessen Rücken- 



*) In seiner , Käferfauna von Oberösterreich'", 1879, p. 114 spricht 
Prof. V. Dalla Torre bereits die Vermutung aus, daß dubia Scop. und 
aenea Deg. artlich nicht verschieden sind. 

2) Wirklich brauchbare Unterscheidungsmerkmale für beide Formen 
hat auch kein anderer Autor anffegreben. 



Ohaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. Anoniald-Arten. 305 

Seite rinnenartig vertieft ist. Dieser Vorsprung findet sich bei 
all den verschiedenen Formen der dubia und aenea in derselben 
Form und an derselben Stelle ; solche feine kurze Zähnchen dicht 
vor der Spitze der Parameren , wie sie Ganglbauer am Forceps 
der oblonga abbildet, habe ich bei keinem einzigen der vielen von 
mir untersuchten Stücke finden können. Man bemerkt ferner, 
daß der Innenrand der Rückenseite der Parameren , von denen 
sich stets der rechte über den linken legt , im mittleren und 
basalen Drittel nicht so stark chitinisiert sind, wie der Außenteil 
und die Spitzen. Diese weicheren Teile der Parameren richten 
.sich auf, wenn man die Parameren zum Klaffen bringt, wie sich 
bei der Betrachtung des Forceps von der Seite, Fig. 4, erkennen 
läßt. Betrachten wir den Forceps bei geschlossenen Parameren 
von der Seite, Fig. 2, dann bemerken wir an der Bauchseite der 
Parameren nahe der Mitte einen zurückgebogenen spitzen Zahn, 
der bald mehr , bald weniger hervortritt. Bringt man die Para- 
meren möglichst weit zum Klaffen , Fig. 4 , und betrachtet sie 
dann von der Seite , dann sieht mau, daß die Ventralplatte des 
Mittelstückes durch eine weiche Haut mit den Seitenstücken ver- 
bunden , in ihrem Spitzenteil bis zwischen die Parameren vor- 
gezogen und an ihrer Spitze in einen ventralwärts umgebogenen 
Zahn ausgezogen ist. Was wir beim toten Tier durch starkes 
Aufweichen und mit der Pinzette von außen erreichen, das starke 
Klaft'en der Parameren, die Aufrichtung der Dorsalstücke und das 
Heraus- resp. Herabtreten der Spitze der Ventralplatte des Mittei- 
stückes, das tritt beim lebenden Tier ein, wenn bei der Paarung 
der weiche Penis durch den Druck der Bauchpresse durch den 
Forceps hindurch gepreßt wird. Untersucht man nun ein Stück, 
das bei der Paarung war und bei dem der Penis in die Forceps- 
parameren hinein gedrängt ist , dann erscheinen die Forceps- 
paramereii etwas mehr parallel, die leicht aufgerichteten Rücken- 
stücke lassen das Organ über die Mitte breiter erscheinen als 
bei einem — vielleicht noch nicht ganz geschlechtsreifen — Tier 
mit ganz geschlossenen Parameren. Das von Ganglbauer angegebene 
Unterscheidungsmerkmal, die Parameren seien, von der Seite be- 
trachtet, bei der aenea breiter als bei der oblonga, hat demnach 
wenig praktischen Wert , und auch seine fernere Angabe , die 
Parameren seien, von der Seite betrachtet, bei der oblonga schlanker 
und länger, trifft, wie auch Beffa (Rivist. Col. Italian. VHI, 1910, 
p. 109) ausführlich auseinander gesetzt hat, nach meinem Material 
nicht zu. Die Unterschiede in der Forcepsform sind zu gering- 
fügig , um daraufhin die beiden Formen als verschiedene Arten 
anzusehen , zumal andere Formen , besonders die liell erzgrünen 
aus der Südschweiz, Südfrankreich und Nordspanien den Übergang 



306 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

vermitteln ; aucli ist zu beachten , daß wir bei wirklich ver- 
schiedenen Arten in der Gattung Anomala , auch wenn sie sich 
sonst recht ähnlich sehen, wie z. B. A. vitis und ausonia, A. osmtuiUs 
und solida , doch recht kräftige Unterschiede in der Forcepsform 
finden. Vielleicht gelingt es später , durch eine mikroskopische 
Untersuchung resp. Spaltung der verschiedenen Lagen des Haut- 
skelettes Merkmale zu finden, die genügen, um die südalpine 
dubia von der nordalpinen aenea als Subspezies zu trennen ; möglich 
ist es auch , daß beide Formen auffällige Unterschiede in ihrer 
Lebensweise zeigen , in welchem Falle selbst ganz geringe mor- 
phologische Unterschiede an Gewicht gewinnen würden. 

\. Anomala dubia Scop. N o m i n a t f o r m. In seiner Faun. 
Carn. 1763, p. 3 beschreibt Scopoli an erster Stelle die gleich- 
mäßig schwarzblaue Form , die damit als die Nominatform zu 
gelten hat. Ich kenne diese aus Südtirol, wo ich sie am 12. VI. 1886 
bei Rovereto und am 16. VI. 86 l>ei Bozen in sehr großer Zahl 
sammelte , aus dem Suganatal, Taufers, ferner aus der Schweiz, 
Kanton Wallis : Siders (Sierre), und aus Traiissylvanien. 

Diese dunkelblaue Nominatform hat Beffa in seiner Be- 
arbeitung der in der Umgebung von Turin vorkommenden Anomahi- 
Arten, Riv. Col. Ital. VIII, 1910, p. 112, fleHeoDeg. genannt, offenbar 
in Unkenntnis der Degeerschen Beschreibung ; Olivier hat sie in 
seiner Entomologie I, 1789, nr. 5, p. 36, t. 9, f. 107 als coeruka 
beschrieben und abgebildet , v. Dalla Torre in seiner Käferfauna 
Ober-Österreichs , Jahresberichte des Vereins für Naturkunde in 
Österreich ob der Enns , X, 1879, p. 113 als cyanea , Schilsky 
in der Deutsch. Entom. Zeitschr. XXXII. 1888, p. 184 als 
coeruleseens nochmals beschrieben. 

2. var. uhhasica Motsch. Etud. Ent. II. 1853, p. 39 aus dem 
Kaukasus weicht von der Nominatform nur dadurch ab , daß sie 
auf dunkelblauem Grunde leichten grünen Schimmer zeigt. 

3. varians Muls. Hist. Nat. Col. France, Lamell. ed. I, 1842, 
p. 476. Neben der Nominatform erwähnt Scopoli bereits eine 
Form, ohne sie jedoch zu benennen, bei Avelcher Kopf und Hals- 
schild grün, Deckflügel und Körper dunkelblau sind ; häufig sind 
auch die Schienen grün. Dalla Torre und Schilsky haben ihr den 
Namen bicolor gegeben. Ich besitze sie aus Taufers in SüdtiroL 
aus München, 10. VI. und 17. VII. 1886 (F. Ohaus S.) und in 
besonders schönen Stücken aus Spanien: Cuenca, 27. VI. (M. Korb S.), 
ferner aus der Mark Brandenburg, Raben 6. VIL (F. Ohaus S.> 
und aus Finland : Kuopio. 

4. var. oblonga F. Diese Form , die bisher als die Nominat- 
form galt und die Fabricius in der Mantisse zu seinen Gen. 
Insect. 1776, p. 209 zuerst beschrieb, ist oben und unten rein 



Ohau8, Beitrag zur Konntnis der paliiarkt. Aiin)iial(i-Xvten. 307 

schwarz. Ich glaube, daß es dieselbe Form ist, die er später in 
seiner Entom. syst. I, 2, 1792, p. 167 nr. 52 nochmals als iii</rita 
mit der irrigen Fundortsangabe „Amerika" besehrieb ; er erwähnt 
an dieser Stelle „ein etwas größeres, sonst kaum z.u unter- 
scheidendes Stück derselben Art" aus Italien, das er von Herrn 
Allioni erhielt. Auch die A. pedemontana Tourn., Mitteilgn. Schweiz. 
Kntom. Ges. I, 1865, p. 267, stelle ich als Synoym hierher; in 
ihrer Beschreibung ist offenbar zwischen „cylindrique" und „ä" in 
der ersten Zeile das Wort „noire" ausgefallen. Beffa hat diese 
Form nochmals als nigrescens beschrieben. Ich besitze sie aus 
Südtirol: Bozen, 16. VI. , Rovereto , 12. VI. (F. Ohaus S.) und 
Trient; aus Italien: Turin und Rom; aus Steiermark: Graz, 13. VI. 
und aus Ungarn. 

5. var. nov. nigripeiviis m. bildet einen Übergang zwischen der 
Noniinatform und der ohlonga ; sie ist oben und unten schön 
dunkelblau, nur die Deckflügel sind rein schwarz. 1 cf aus Siders. 

6. var. incerta Muls. Hist. Nat. Col. France, Lamell. ed. I, 1842, 
]). 476. Oben und unten dunkelblau, oben die Seiten des Hals- 
schildes , unten gewöhnlich auch der Rand der Schenkel (oder 
der Vorderrand der Hinterschenkel allein) rotgelb. Die Form 
wurde von Beffa nochmals als mavginicoUis beschrieben 

7. var coeruleocephala Ol. Entom. I, 1789, nr. 5, p. 36, t. 6, 
f. 59. Aus Gründen der Wortbildung , die aber in der Zoologie 
keine Gültigkeit haben, hat Fabricius in Syst. Eleuth. II, 1801, 
p. 169 den Namen in cyanocephaln umgeändert. Kopf, Halsschild 
und Schildchen sind rein dunkelblau, Deckflügel rein rötlichgelb, 
Afterdecke, Unterseite und Beine schwarz mit schwachem, grünem 
und violettem Schiller, der Vorderrand der mittleren und hinteren 
Schenkel schmal rotgelb gesäumt. Als Synonym gehört zu dieser 
Form die Ä. cr/auicoUis \i\\a; V. sagt: „capite, thorace scutelloque 
cyaneo" und spricht nicht von einem gelben Seitenrand des Hals- 
schildes, nennt auch ausdrücklich die Unterseite „viridescenti-atra" . 
1 cf. Lombardei. 

8. var. janthina Leske. Kopf und Halsschild blaugrün , das 
letztere mit gelbem Seitenrand : Deckflügel gell) oder rotgelb, mit 
violettem Schiller , entweder ringsum schmal oder nur an der 
Naht schmal , an den Seiten breiter blauviolett gesäumt. 1 cf 
aus München, bei dem jedoch die Deckflügel nicht blau, sondern 
fein grün gesäumt sind 

9. var. tricolor Torre. Koi»f und Halsschild dunkelblau . die 
Seiten des lezteren rotgelb gesäumt. Schildchen rein blau oder 
gelb mit blauem Saum. Deckflügel rotgelb mit schwachem, 
violettem Schiller. Afterdecke, Unterseite und Beine dunkelblau ; 
zuweilen auch die Afterdecke, Fleckchen an den Seiten der Bauch- 



308 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

ringe und der Rand der Schenkel rotgelb. Hierher gehört uls 
synonym fallax Schils. Ich besitze diese Form aus Überitalien : 
Lombardei , Turin und Florenz ; aus der Schweiz : Luzern ; aus 
Bayern: München (Wunderlich S.) und aus dem Kaukasus (A. 
Heyne). 

10. var. nov. cincticoUis m. Kopf und Halsschild hell erzgrüu. 
die Seiten des letzteren rotgelb gerandet. Schildchen, Deckflügel 
und Afterdecke prachtvoll veilchenblau , lebhaft glänzend , das 
erstere mit einigen kurzen rotgelben Strichen , die Spitzen der 
beiden anderen rötlich durchscheinend. Unterseite und Schenkel 
dunkel erzgrün, Schienen und Füße heller grün. 1 cf . München 
17. VII. 1885 (F. Ohaus S.). 

11. var. ovata Burm. Handb. Ent. IV, 1, 1844, p. 257. — Ziegl. 
in litt. — Oben und unten rötlich scherbengelb mit schwachem, 
violettem Schiller ; oben der Scheitel und 2 Flecken auf dem 
Halsschild, unten die Mitte der Brust und des Bauches, gewöhn- 
lich auch die Schienen pechschwarz mit blauem oder dunkelgrünem 
Schiller. Hierher gehört als synonym die var. lutescens Schils. 

Ich besitze sie aus Südtirol : Rovereto, 12. VF. (F. Ohaus S/i 
und vom Suganatal ; aus Italien : Lombardei , Turin , Florenz 
— alle Stücke große $$ bis 15 mm Länge. 

12. var. comma Torre. Wie die vorhergehende, jedoch auf 
dem Spitzenbuckel der Deckflügel mit einem violetten Wisch. 
Linz (v. Dalla Torre S.). Mir unbekannt. 

13. var. sublaevhjata Motsch. Etud. Ent. II, 1853, p. 39. Oben 
und unten rötlichgelb, auf Scheitel und Vorderrücken kaum noch 
Spuren dunkler Färbung zeigend. Südl. Georgien. Ich besitze 
davon 1 ? aus dem Kaukasus. 

14. var. no\ . fidvipewiis m. Oben und unten schwarz, nicht 
dunkelblau , oben nur die Deckflügel , unten der Vorderrand der 
Mittel- und Hinterschenkel rotgelb. 1 cf. Suganatal. 

15. var. viridirijanea Beffa. Oben und unten gleichmäßig 
glänzend blaugrün. Turin. Graz 13. VI. 

16. var. m'/cfe Schilsky. Oben und unten gleichmäßig smaragd- 
grün wie die A. vitis F. Ganglbauer bemerkt , daß ihm noch 
keine grüne Varietät der oblonga F. [dubia Scop.) vorgekommen 
sei; Gredler in seinen „Käfer von Tirol" 1863, p. 201 erwähnt 
nur die Form mit smaragdgrünem Kopf und Halsschild (var. hi- 
colov Schils.), nicht die ganz smaragdgrüne Form. Um Pfingsten 
1886 machte ich als Student von München aus einen Sammel- 
ausflug nach dem Monte Baldo und Bozen , von Herrn v. Harold 
mit Empfehlungen an Prior V. Gredler und von H. Strasser an 
H. Halbherr in Rovereto versehen ; auch hatten mich Max Korb 
sowie Karl und Josef Daniel , die Südtirol wohl kannten , mit 



Ohaiis, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. Anontald-Avien. 309 

Angaben über gute Samme]i)lätze für Laniellicornier , die mich 
schon damals besonders interessierten , gehörig ausgerüstet. So 
fand ich am 12. VI. auf dem Wege von Rovereto nach jNIori an 
den Weidenbüschen längs der Etsch die dubia und oblomja zu 
Hunderten, darunter 1 ? der viridis in Paarung mit einem dubia cf . 
Am 16. VI. sammelte ich bei Bozen am Fuß der Feste Sigmunds- 
kron auf den niedrigen Weiden und Erlen an der Etsch etwa 
800 Stücke der dubia und oblonga , darunter 3 ? der viridis in 
Paarung. Ich besitze die viridis außerdem aus Italien : Rom 1 $ ; 
aus der Schweiz : Siders 1 c/, 2 $ und Sommergrien 1 cf , 1 ? ; 
aus Kärnten : Obir (Netolitzky S.) ; aus Ungarn : Somogy-Szobl) 
(V. Stiller S.) ; aus dem Kaukasus. Bei Zabern in den Vogesen 
sammelte sie Hauptmann Giebeler, 1 o^, 5 $ ; bei Bordeaux in 
Südfrankreich 80^,!$, W. Weber und bei Barcelona in Spanien 
H. Beuthin, 3 cf, 1 ?, die letzteren meist Übergänge zur rubro- 
cuprea Muls. 

17. var. viridicuprea Muls. Kopf, Halsschild, Schildchen und 
Afterdecke schön kupferrot, Deckflügel smaragdgrün mit oder ohne 
kupfrigen Schiller. Unterseite und Beine dunkler erzgrün. 2 $ 
Bordeaux (W. Weber S.). 

18. var. rubrocuprea Muls. Die ganze Oberseite kupferrot. 
Hierher gehören wohl die auralenta Torre .,ganz goldgrün", und 
die i-upreonitens Beffa als Synonyme. Ich besitze sie aus Turin, 
Siders, Bordeaux und Barcelona. 

19. var. semilutea Beffa. Kopf und Halsschild metallisch grün; 
Deckflügel goldgelb mit leichten grünen oder rosigen Lichtern ; 
Unterseite dunkel erzgrün , die Bauchringe und Beine mehr oder 
weniger gelb gesäumt. Turin. Ich kenne diese Form nicht. 

20. var. micans Muls. Wie bei der vorhergehenden ist die 
Grundfarbe der Oberseite goldgelb mit grünen oder rosigen 
Lichtern , der Kopf ist gewöhnlich ganz oder zum größeren Teil 
grün, auf dem Halsschild sind nur noch 2 größere oder kleinere 
Makeln auf der Scheibe erzgrün : Stücke , bei denen auf Kopf 
und Halsschild nur noch kleinere grüne Flecke erhalten sind, hat 
Schilsky als var. lutescens besonders benannt. Gredler erwähnt 
diese Form als selten von Südtirol (1:200), Beffa von Turin. 
Ich besitze sie aus Florenz, Rom, Transsylvanien und München (ex 
coli. Wunderlich). 

21. var. aenea Deg. Mem. Ins. IV, 1774, p. 277, t. 10, f. Ki 
(= julii Frisch). Oben und unten gleichmäßig dunkelgrün. Überall 
nördlich der Alpen zusammen mit der Frischi F. und marginata 
Schils., aber viel seltener. Bei Berlin sammelte ich diese Form 
Mitte Juli in der Dubrow und bei der Woltersdorfer Schleuse, 
bei München auf den Isarauen am 10. VIL, bei Mainz Ende Juni. 



310 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

Es ist wohl diese Form, die Stephens und Marsham als ritis 
aus England anführen. Auch die -4. aema v. virescens Schils. : 
„Halsschild einfarbig grün; Fld. bläulichgrün oder dunkel- 
grün, mehrfach in der Mark gefangen" kann sich nur auf 
aeiiea Deg. beziehen. 

22. var. Inimeralis Schils. Kopf, Halsschild und Schildchen 
einfarbig dunkelgrün ; Deckflügel grünlich oder bläulich , die 
Gegend um die Schulter in größerer oder geringerer Ausdehnung 
gelblich. Schilsky erwähnt diese seltene Form nur von der Halb- 
insel Zingst. Ich sammelte 1 cf am 5. VH. im Fläming, 1 cf 
am 17. VH. bei Cuxhaven ; 1 $ besitze ich aus Kuopio in Fin- 
land. Beffa erwähnt sie als selten von Turin. 

23. var. Frischi F. Syst. Ent. 1775, p. 37. Oben und unten 
dunkel erzgrün, nur die Deckflügel scherbengelb, bei frischen 
Stücken leicht grün schillernd, meist mit grüner Naht. In ganz 
Europa nördlich der Alpen, aber seltener als die folgende Form. 

Ich glaube, daß die A. luculenta Motsch. (nee Erichs.), Etud. 
Ent. 11, 1853, p. 39 und die A. suhluckh Motsch. 1. c. V. 1856, 
p. 81 aus dem Kaukasus als Synonyme hierher gehören. 

24. var. margbuita Schils. Wie die Frischi, jedoch das Hals- 
schild mit gelbem Seitenrand. Den Übergang zwischen beiden 
Formen bilden Stücke, die nur in den Vorderecken, oder nur in 
den Hinterecken, oder in beiden zusammen kleine gelbe Fleckchen 
haben. Ganz Europa mirdlich der Alpen , nördlich bis zum 
Bottnischen Meerbusen, östlich bis zum Ural. 

25. A'ar. marginalis Torre. Kojjf , Halsschild und Scliildchen 
nicht erzgrün, sondern kupfrig bronzefarben ; sonst wie die vorige 
und überall vereinzelt neben ihr vorkommend. 

26. var. ptjijidialis Schils. Dunkel erzgrün , Seitenrand des 
Halsschildes . Deckflügel und 2 Makeln auf der Afterdecke gelb. 
Schilsky gibt keinen genaueren Fundort für diese Form an. Ich 
besitze einen cf , der bei Neuzellc in der Mark Brandenburg am 
11. VII. gefangen wurde. 

27. var. viaadnta Schils. Kopf und Halsschild erzgrün, 
letzteres mit breitem, gelbem Seitenrand und einer zackigen Quer- 
makel am Hinterrand vor dem Schildchen. Deckflügel scherben- 
gelb mit grüner Naht. Aiterdecke gelb mit feiner grüner Um- 
randung, die in der Mitte des Vorderrandes etwas verbreitert ist ; 
jeder Hinterleibsring und die Hinterhüften mit einem gelben Fleck, 
auch die Epimeren der Mittelbrust und der Vorderrand der 
Schenkel gelb. Ich fing 1 ? dieser seltenen Form am 7. VIT. 
bei Zerbst an Weiden. 

28. var. collaris Torre. Kupfrig bronzefarben statt erzgrün. 



I 



Ohaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. Anomala-Arien. 311 

der breite Seitenrand und eine Makel vor der Mitte des Hinter- 
randes des Halsschildes, das Schildchen und die Deckflügel gelb. 
1 ?. Somogy-Szobb (V. Stiller S.). 

.1. neapolitana Rttr. Verh. Ver. Brunn XLI, 1903, p. 75. 
Fühler rein gelb ohne dunkle Keule , sonst gefärbt wie 
.1. dubia Scop. var. incerta Muls. Bedel bemerkt, daß in den Dünen 
von Cap Ferret bei Arcachon vereinzelt Stücke mit rein schwarzen 
oder rein gelben Fühlern vorkommen, die sicher nur A. dubia Scop. 
sind, und darum möchte ich glauben , daß auch die nach einem 
einzelnen cf beschriebene obengenannte Art zu dubia gehört. 
Vielleicht handelt es sich auch um einen kleinen (f von A, ausonia 
Er. ; in der Sammlung Fiori im Kgl. Zoolog. Museum in Berlin 
befinden sich solche kleine Stücke dieser Art , die bei Pompeji 
gesammelt sind. 

A. s ol id a Er. 

Wie schon Ganglbauer bemerkt , ist diese Art recht be- 
ständig in ihrer Färbung. Unter einer großen Anzahl von Stücken 
aus Rumelien und Mazedonien fand ich jedoch folgende Farben- 
varietäten : 

var. nov. testaceipeiuiis m. Kopf, Vorderrücken und Schildchen 
erzgrün, Kopfsehild, der Seitenrand des Halsschildes und die Spitze 
des Schildchens gelb. Deckflügel rein scherbengelb mit leichtem, 
grünem Schiller. Afterdecke scherbengelb mit dunklem Vorder- 
rand ; Bauch gelb oder braun mit grünem Erzschiller ; Brust erz- 
grün ; Beine gelb, nur der Hinterrand der Hinterschenkel dunkel- 
grün. 1 cf Mazedonien. 1 cf Rumelien. 

var. nov. eosiua m. Kopfschild , Kopf und Hals.schild ganz 
hell kupfrig, die Seiten des letzteren gelb durchscheinend, Schild- 
chen und Deckflügel hellgelb mit lebhaftem , gelbrotem , in 
bestimmter Beleuchtung mit grünlichem Schiller. Afterdecke, 
Unterseite und Beine hell bronzefarben, die Schenkel gelb. 1 cf 
Mazedonien. 

A. V i t i s F. var. nov. fusci p en nis m. 

Oben und unten gh'iehmäßig smaragdgrün wie die Nominat- 
form, der Bauch leicht kupfrig, die Deckflügel jedoch schwarzbraun 
statt grün, cf ?. Albanien, Dalmatien. 

Bei der Besprechung dieser Art in der Naturgesch. Ins. 
Deutschi, in, 1847, p. 021 erwähnt Erichson bereits diese Form, 
ohne sie jedoch zu benennen : ebenso Ganglbauer in seiner Re- 
vision der europäischen Ayiomala-k\iQ.n. Sie scheint selten zu 
sein, denn keiner der späteren Autoren, die die Varietäten dieser 



312 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Alt aufzählen , erwähnt sie. Im Kgl. Zoolog. Museum in Berlin 
befinden sich die von Erichson besprochenen Stücke , 4 cf aus 
Albanien ; ich besitze 2 ? aus Dalniatien. 

Anomala aus o u i a Er. 

In seiner kurzen Beschreibung dieser Art in der Naturg. 
Ins. Deutschi. Col. III , 1847 , p. 620 bemerkt Erichson bezüg- 
lich der Färbung nur, daß sie „sehr veränderlich" sei, ohne be- 
stimmte Farben anzugeben. Das typische Material, das ihm bei 
der Beschreibung vorlag und das unvermindert im Kgl. Zoolog. 
Museum in Berlin aufbewahrt wird, enthält jedoch nur an erster 
Stelle und in größerer Anzahl die braungelbe Form mit mehr 
oder weniger ausgedehnter dunkelbrauner, blauschillernder Zeich- 
nung auf Kopf, Halsschild und Unterseite ; an zweiter Stelle und 
in geringer Zahl die blauviolette Form mit gell)em Seitenrand 
des Halsschildes und gelbem Schildchen. Die erstere , die „A. 
signaticollis Parreyß i. 1." ist als die Nominatform zu betrachten: 
sie wurde später von Reitter nochmals als var. coijina beschrieben, 
nachdem Gaiiglbauer die blauviolette Form schon vorher als var. 
skida benannt hatte. Die grüne, der A. vitis F. entsprechende 
Form , die ich mit Ganglbauer und Reitter als die Stammform 
der Art ansehe, die aber Erichson nicht vorlag bei der Beschreibung 
seiner Art , muß nun besonders benannt werden ; ich nenne sie 

var. nov. pampinea m. Oberseite und Afterdecke smaragdgrün, 
Unterseite und Beine erzgrün oder kupfrig. Sicilien : Ca- 
tania (H. Kautz S.). Italien : Yiareggio (Strasser S.). Südfrank- 
reich : Bordeaux (W. J. C. Weber S.) , Marseille (F. Ancey S.). 
Spanien: Cuenca 30. VI. 87 (M. Korb S.). Algier. Tunis. 

var. nov. pygidialis m. Kopf und Halsschild smaragdgrün, 
Kopfschild , Seitenrand des Halsschildes , Schildchen und Deck- 
flügel hell scherbengelb mit leichtem grünen Schiller ; Unterseite 
und Afterdecke erzgrün , die letztere mit einer V-förmigen rot- 
gelben Makel; Schenkel gelb. Schienen und Füße erzgrün. Sicilien: 
Catania (H. Kautz S.). Neben einer großen Zahl der grünen 
Form , die Herr Kautz bei Catania sammelte und dem Wies- 
badener Museum schenkte , fand er nur 4 Stücke dieser aus- 
gezeichneten Varietät, alle 4 $. 

var. nov. spoUata m. Kopf und Scheibe des Halsschildes 
smaragdgrün, Kopfschild , die Seiten und Basis des Halsschildes, 
Schildchen und Deckflügel hell scherbengelb mit grünem Schiller. 
Propygidium und Fygidium erzgrün mit unbestimmten gelben 
Flecken. Unten nur Brust und Hinterhüften erzgrün, der Bauch 
und die ganzen Beine hellgelb mit grünem Schiller. Südfrank- 
reieh: Bordeaux fW. .J. C. Weber S.l. 1 ?. L. 14, Br. 9 mm. 



Ohaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. .-lHO)»o/<:/-Arten. 313 

var. iiov. cohaltina m. Die ganze Oberseite und Afterdecke 
schön kobaltblan ohne alle gelbe Zeichnung oder grüne Reflexe ; 
Brust und Beine ebenfalls kobaltblau , nur der Bauch blau mit 
grünem Erzschimmer. Spanien : Cuenca 27. VI. 87 (M. Korb S.). 
1 cf. L. 15, Br. 8 Vi mm. 

var. nov. fuscipeimis m. Kopfschild, Kopf, Halsschild und 
Schildchen dunkel veilchenblau , Deckflügel schwarzbraun , die 
Seiten des Halsschildes und ein kurzer Streifen außen neben den 
Schultern rotgelb. Afterdecke , Unterseite und Beine schwarz- 
braun mit ganz schwachem, grünem Erzschiller. Dalmatien. L. 14, 
Br. 9 mm. 1 cf- 

A. osmanlis Blanch. 

Vor Jahren erhielt Herr A. Speyer diese Art in großer An- 
zahl aus Tschenkenkoi , einem kleinen Orte bei Alexandrette in 
Syrien (im Mai gesammelt). Davon hatte nur ein cf die von 
Blanchard angegebene Größe 13 — 15 mm; die meisten waren 
größer, bis 19 mm Länge und 10 mm Breite. Die Stücke von 
rein grüner Färbung überwogen; seltener waren solche von gelb- 
licher Grundfarbe mit erzgrünem Schiller; nur in wenigen Stücken 
waren die beiden folgenden Farbenvarietäten vertreten. 

var. nov. fidvoviolacea m. Oberseite rotgelb mit lebhaftem, 
veilchenblauem Schiller, der Hinterkopf und die Scheibe des Hals- 
schildes etwas dunkler blau. Afterdecke und Unterseite scherben- 
gelb mit erzgrünem Schiller, Beine rötlichviolett, die hinteren 
Schienen und alle Tarsen braungrün, cf ?• 

var. nov. vialacea m. Oberseite satt veilchenblau , nur ein 
schmaler , scharf abgesetzter Seitenrand des Halsschildes rotgelb. 
Afterdecke , Unterseite und Beine gleichmäßig ziemlich dunkel 
erzgrün, cf $. 

A. quaclr i p un c tat a Oliv, subspec. nov. lu sita iii c a m . 

Ovata , postice leviter ampliata , sat convexa , fuscoaenea, 
nitida , elytra regulariter costulata discrete ocellato - punctata. 
Long. 12, lat. 7 mm. 1 $. Süd-Portugal : Serra de Monchique 
(M. Korb S.). 

Kopfschild nur wenig breiter als lang , parallelseitig mit 
ringsum aufgeworfenem Rand, die Fläche dicht und fein runzlig, 
matt, leicht erzgrün. Stirnnaht erhaben, leicht gewulstet ; Stirn 
dreiseitig eingedrückt , sehr grob zusammenfließend punktiert, 
kupfrig ; Scheitel mit groben tiefen Punkten ganz vereinzelt über- 
streut, glänzend erzgrün. Halsschild erzgrün mit kräftigen und 
tiefen Punkten dicht bedeckt, die Punkte nur an den Seiten zu- 
sammenstoßend , sonst überall einzeln ; Seitengrübchen und ver- 
kürzte mittlere Längslinie vorhanden ; basale Randfurche in der 



314 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Mitte nicht unterbrochen. Schildclien nur an der Basis mit 
einigen feinen Punkten , sonst glatt. Auf den Deckflügeln sind 
die primären Rippen deutlich höher gewölbt als die Interstitien, 
die Punkte der primären Punktreihen sind groß, ringförmig, zu- 
meist einzeln, im subsuturalen Interstitium ziemlich dicht einzelne 
grobe Ringpunkte , im II. und III. Interstitium einfache Reihen 
grober Ringpunkte ; Schultern und Spitzenbuckel gewölbt ; Farbe 
bronzegrün. Afterdecke flach, bronzegrün, mäßig dicht und fein 
einzeln punktiert. Unterseite und Beine dunkel erzgrün , dicht 
mit feinen Ringpunkten bekleidet, spärlich graugelb behaart. Die 
Klauen alle einfach , an den Vorderfüßen die innere , an den 
Mittel- und Hinterfüßen die äußere dicker und länger ; die Fühler- 
geiße] hellgelb, die Keule bräunlich. 

P s a m m o s c a p h eu s d i lutus Motsch . 
Im Kgl. Zoolog. Museum in Berlin befindet sich ein typi- 
sches Stück dieser Art , von Motschoulsky selber dem Museum 
übergeben, ein cf : von Herrn v. Bodemeyei' erwarb ich ein aus 
Sarepta stammendes § derselben Form. Beide weichen in einigen 
Punkten von der A. evrans F. ab , ihre Färbung ist ganz blaß- 
gelb, wie bei der A. oxiana Sem. lebhaft glänzend, besonders das 
Halsschild glänzend })oIiert, auf Kopf. Halsschild und am Seiten- 
rand der Deckflügel kaum noch Spuren dunkler Färbung zeigend : 
das Kopfschild ist relativ etwas länger . fast quadratisch , die 
Yorderecken kaum gerundet ; die Seiten des Halsschildes sind von 
der Erweiterung vor der Mitte nach hinten zu deutlich nach 
innen geschwungen, die Hinterecken rechtwinklig. Beim ? sind 
die Klauen an Vorder- und Mittelfüßen gleich lang und gleich 
dick, beide einfach. Ich glaube daher, daß wir auf Grund dieser 
morjdiologischen Unterschiede , denen wahrscheinlich auch solche 
in der Lebensweise entsprechen . dilutns Motsch. als besondere 
Unterart der errans F., nicht nur als Synonym betrachten müssen. 

A. j u n i i Duft. 

Zu den vielen bereits beschriebenen Varietäten dieser Ait 
kann ich noch eine hübsche neue hinzufügen. 

var. nov. cupricollis m. Kopfschild erzgrün , fein kupferrot 
gerandet ; Stirn erzgrün , Scheitel kupfrig. Halsschild leuchtend 
kupferrot Schildchen erzgrün mit kupferrotem Saum. Deck- 
flügel erzgrün. Afterdecke ku])ferrot. 1 Unterseite und Beine dunkel 
bronzebraun mit erzgrünen und kupfrigen Lichtern. 1 cf. Bor- 
deaux (ex mus. W. J. C. Weber). 

In seiner Faune des Coleoi^teres du Bassin de la Seine, IV. 
1911, p. 135 hat Herr L. Bedel bereits mitgeteilt, daß das $ 



Ohaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. ^/(0/;(ö/ö-Arten. 31ö 

dieser Art , das sich nur sehr selten in den Sammlungen findet, 
in einigen wichtigen Merkmalen vom cf abweicht. Ich besitze 
jetzt 4 ?, von denen ich eines am 17. VI. 1886 im Sarntal bei 
Bozen fand ; unter einem Weidenbusch . auf dem eine Anzahl cf 
dieser Art saßen , lag ein cactus humanus , der von Mistkäfern 
wimmelte ; beim Nachgraben in der Erde darunter beförderte ich 
dieses $ zu Tage. Das kleinste meiner 4 $ ist 127.? nim lang, 
7 breit , es stammt aus Trient ; das größte , aus dem Appenin 
(Orsini S.). ist 16 mm lang, 9^, breit. Sie gehören alle zur 
Stammform im Sinne Ganglbauers ; nur das Bozener Stück hat 
einen leichten Anflug von dunklem Erzgrün auf den Deckflügeln 
hinter dem Schildchen ; ein solcher fand sich auch bei fast 
allen cf (mit 1 Ausnahme), die ich damals bei Bozen fing. 

Bei allen 4 ? sind an allen Füßen beide Klauen gleich lang 
und auch an den Vorder- und Mittelfüßen gleich dick ; nur an 
den Hinterfüßen ist die äußere Klaue etwas dicker als die innere. 
Bei dem 5 aiis dem Appenin und bei dem aus Trient ist an 
beiden Vorderfüßen die innere Klaue an der Spitze fein ein- 
geschnitten ; bei dem $ aus Rom und dem aus Bozen ist sie 
einfach ; an den Mittelfüßen sind beide Klauen einfach. Das erste 
Glied der Vordertarsen ist beim $ so lang als die 3 folgenden 
zusammen, beim d' kaum so lang als die 2 folgenden zusammen; 
die Fühlerkeule ist etwa um ^/g kürzer als beim cf- ein wenig 
dunkler als die Geißel. 

II. Arten aus dem asiatischen Rußland und Korea. 

A. splendida Men., Cat. rais. 1832, p. 185. 

Bei der Beschreibung dieser Art nennt Menetries in der latei- 
nischen Diagnose die Färbung „flavo-cuprea" und führt darnach 
im Gegensatz zu dieser Nominatform ausdrücklich eine „Var. 
viridi-splendens" an ; in der darauf folgenden französischen Be- 
schreibung jedoch nennt er die Färbung „jaune verdätre". Ich 
betrachte die oben hellgelbe Form mit lebhaftem Kupferschiller 
als die Nominatform und behalte für die grün schillernde den 
von Menetries benutzten Namen var. viridis plewhns bei. Ein typi- 
sches Stück mit dieser letzteren Färbung hat Menetries selber dem 
Kgl. Zoolog. Museum in Berlin übergeben. 

In den Etud Ent. II, 1853, p. 29 beschreibt Motsch. eine 
An. collaris aus Turcomannien (Turkmenien ?) als beinahe doppelt 
so groß wie die A. Frischi und verhältnismäßig breiter, besonders 
das Halsschild , bei welchem die Seiten und häufig ein Fleck in 
der Mitte der Basis gelb sind: Deckflügel, Beine und Unterseite 
des Körpers scherbengelb, mehr oder weniger bräunlich. Fühler 



316 Stettiner Entomologische Zeitung. 7(5. 1915. 

rein gelb. Die Beschreibung paßt auf große ?$ von lü nun 
Länge und 8^/3 mm Breite aus Lenkoran , Enseli und Talysch, 
die gelbe Grundfarbe mit leichtem, grünem Schiller und auf dem 
Halsschild zwei große Makeln haben, die in der Mitte mehr oder 
weniger zusammenstoßen ; ich fasse daher die colhiris Motsch. als 
Var. der splemJida Men. auf. 

Bei der var. nov. scutellaris m. sind Kopf, Halsschild und 
Schildchen satt erzgrün auf braunem Grunde , das Kopfschild, 
die Seiten des Halsschildes und die Deckflügel sind bräunlichgelb, 
die letzteren mit einer dunklen erzgrünen Makel um das Schild- 
chen , wie bei der A. junii scutellaris, und leichten Trübungen in 
den Interstitien und an den Seiten. Äfterdecke , Unterseite und 
Schenkel gelb , die Schienen und Tarsen braungrün. Ich kenne 
von dieser Form nur kleine cf c/' , 12 — 12^ o mm lang, aus 
Lenkoran. 

var. nov. soUdopsis m. Oben und unten satt erzgrün , nur 
die Seiten des Halsschildes gelb durchscheinend. 1 cf aus Enseli. 
Dies ist die Form , die Ganglbauer bereits erwähnt und Reitter, 
wie er bemerkt, nicht kannte ; sie ist durch die feine Punktierung 
des Halsschildes und die Forcepsform, auch durch die rein gelben 
Fühler gut gekennzeichnet. 

var. nov. fuscocuprea m. Grundfarbe dunkelbraun mit Kupfer- 
glanz, die Seiten des Halsschildes braungelb , zuweilen auch eine 
feine Mittellinie des Halsschildes und das Kopfschild gelb. Mir 
liegen 4 cf vor, keine $, aus Enseli und Talysch (M. Korb S.). 

var. nov. flavocastanea m. Oben und unten glänzend kastanien- 
braun ohne Metallschiller , oben die Seiten des Halsschildes und 
die Deckflügel , unten die Seiten der Bauchringe und der Rand 
der Schenkel braungelb. 1 $ aus Lenkoran (M. Korb S.). 

var. nov. bisbimacidata m. Oben und unten braungelb , die 
Schenkel hellgelb , 2 kleine Fleckchen auf dem Scheitel und 2 
größere auf dem Halsschild schwarzbraun. 1 $ aus Enseli. 

An mala lucule nta Er. 

Die Beschreibung dieser Art in der Naturgesch. Ins. Deutschi. 
III , p. 620 ist laut Vorrede p. VI erschienen im Jahre 1847. 
Die A. daurka Mannerh. , zu der man die Erichsonsche Art als 
synonym gesetzt hat , ist beschrieben im Heft I , Band XXII, 
p. 236 des Bull. Moscou und dieses ist erschienen 1849. Daß 
die Mannerheimsche Art synonym zur Erichsonschen ist, hat be- 
reits Burmeister in seinem Handb. Entom. IV, 2 , 1855 , p. 501 
festgestellt ; trotzdem haben die späteren Autoren die ältere 
Erichsonsche Art als Synonym zur jüngeren Mannerheimschen 
gestellt. Einen Grund dafür haben sie nicht angegeben und so 



Ohaus!, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. Anoniala-Arten. 317 

stelle ich hier die Priorität für die Erichsonsche lumlentn wieder 
her ; die sehr gut erhaltene Type befindet sich im Kgl. Zoolog. 
Museum in Berlin. Außer der A. daurica Mannerh. gehört auch 
die A. mongolica Motsch. Etud. Ent. III, 1853, p. 28 als synonym 
zur luculenta Er. 

Die Nominatform ist smaragdgrün mit lebhaftem Glanz , die 
Deckflügel sind hellgelb mit grünem Schiller. Reitter hat als 
var. rufofemorata eine Form beschrieben , deren Schenkel rotgelb 
statt grün sind. Ich kenne außerdem noch folgende Farben- 
varietäten : 

var. nov. smaragdina m. der ganze Käfer oben (auch auf 
den Deckflügeln) und unten schön smaragdgrün. 1 cf- Korea: 
Chemulpo. 

var. nov. euprea m. Kopf, Vorderrücken, Schildchen und 
Afterdecke leuchtend hell kupferrot ; die gelben Deckflügel leicht 
kupfrig schillernd ; Unterseite und Beine bronzebraun mit Kupfer- 
schiller. 1 cf. China : Fuschan bei Tientsin. 

Die Forcepsform mit ihren sehr charakteristischen Spitzen 
der Farameren ist bei diesen auffallenden Varietäten die gleiche 
wie bei der Nominatform. 

Anomal a dubia Ball., Bull. Moscou XLIII , 4, 1870, p. 345. 
Der Artname ist bereits 1763 von Scopoli für eine südtiroler 
Anomala vergeben worden. In den Proc. Zool. Soc. London 1888, 
nr. XXVI, p. 374 deutet H. Bates die Ballionsche Beschreibung 
auf eine Art, die Reitter später in der Wien. Ent. Zeit. 1895, 
p. 209 als costifera beschrieben hat. Dieser Deutung kann ich 
mich nicht anschließen , denn die Angaben Ballions : „capite 
thoraceque subtiliter punctatis" , sowie „elytris leviter costatis, 
subtilissime transverse striolatis" passen nicht auf die Reittersche 
Art, sehr wohl aber auf die Fairmairesche A. chamaeleon, weshalb 
ich sie zu dieser als synonym stelle. 

Anomala dies c stata Burm. 
Burmeister hat, als er diese Art in seinem Handb. Entoni. 
IV, 1, 1844, p. 243 beschrieb, den Namen 8-costata, im Register 
auf Seite 576 octiescostata geschrieben, weshalb wir die Art so 
nennen müssen, nicht octocostata, wie die späteren Autoren. 

A. corpulenta Motsch., Etud. Ent. II, 1853, p. 28 und 47. 
Die Beschreibung lautet : Größer als die A. aurata F., Hals- 
schild nach vorn zu breiter. Farbe scherbengelb mit leichtem, 
grünem Schimmer auf den Deckflügeln ; Mitte des Kopfes und 
Halsschildes , drei Flecke auf der Afterdecke und die hinteren 

stettiner Entomolog-ische Zeitung-. Heft II. 21 



318 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Scliienen grün. Die ganzen Fühler hellgelb. Mongolei und Nord- 
china (Peking). 

Leicht ist es nicht, sich nach diesen dürftigen Angaben ein 
Bild von der Art zu machen ; aber da die Beschreibung nun 
einmal existiert und es keinen Zweck hat , sie ungedeutet durch 
die Kataloge zu schleppen , müssen wir versuchen , sie auf eine 
der bekannten Arten aus den genannten Gebieten zu beziehen. 
Ich glaube, daß M. eine Art vor sich hatte, die in der Mongolei 
und in Nordchina häufig ist, die später noch mehrmals beschrieben 
wurde, u. a. von Kolbe unter dem Namen A. Gottschei aus Korea. 
Hier passen alle Angaben , für ganz helle Stücke mit gelbem 
Kopfschild und breitem gelbem Seitenrand des Halsschildes 
auch die Angaben über die Färbung dieser Körperteile und die 
Angabe : „Halsschild nach vorn zu breiter" ist gerade für diese 
Art recht charakteristisch. Meine Stücke schwanken in der Länge 
von 15—21, in der Breite von 8^/2 — 11 mm; sie stammen aus 
Korea, der Mongolei, dem nördlichen und mittleren China südlich 
bis Shanghai (Frau Dr. Knappe S.) und Yinfa (B. Greiser S.). 
Bei dunklen Stücken bleibt oben nur ein schmaler Seitenrand 
des Halsschildes gelb und die Deckflügel werden so dunkel wie das 
Halsschild; bei ganz hellen Stücken ist das Kopfschild, ein Teil 
der Stirn, der breite Seitenrand des Halsschildes, die Deckflügel 
und die Afterdecke bis auf ein kleines grünes Fleckchen in der 
Mitte des Vorderrandes gelb, ebenso die Unterseite und Beine bis 
auf die Schienen, die allein kupfrig oder erzgrün sind. 

Die Art wurde von Gautier in den Mitt. Schweiz. Ent. Ges. 
HI, 1872, p. 522 als pallidiventns aus Kiachta und von Fair- 
maire in den Compt. Rend. der Soc. Ent. Belg. 1891, ser. IV, nr. 18, 
p. 205 als planerae aus Kiukiang am Yangtse beschrieben. Von 
der Fairmaireschen Art besitze ich selber typische Stücke aus 
dem Tring-Museura ; ihre Übereinstimmung mit der Gautierschen 
Art konnte ich durch Vergleich mit der Type feststellen, die mir 
deren Besitzer, Herr Lajoye in Reims, in liebenswürdigster Weise 
zur Ansicht geschickt hat. Die Type der Kolbeschen Gottschei 
befindet sich hier im Kgl. Zoologischen Museum. Ich besitze 
auch mehrere Stücke mit der Fundortsangabe „Japan", doch 
möchte ich die Richtigkeit dieser Angabe vorläufig noch be- 
zweifeln. 

Ä. m on g lica Fald. 

Als Synonym gehört zu dieser Art die als Mimela be- 
schriebene anomnla Krtz. Kraatz scheint die Faldormannsche Art 
nicht gekannt zu haben , trotzdem er sie in derselben Arbeit 
aufführt, in der er seine anomala beschreibt und obschon sie auch 
nach der ausführlichen Beschreibung , die Burmeister in seinem 



i 



Oliaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. Anoniala-Arten. 319 

Handb. Ent. IV, 1 , 1844 , p. 528 wiedergibt , recht gut zu er- 
kennen ist. Ich besitze sie außer aus der Mongolei (Ordos , G. 
Potanin S.) u.nd vom Amur aus Samarkand und in größerer Zahl 
von Kiaiitschou, wo neben der Stammform einige auffällige Farben- 
varietäten vorkommen. 

var. nov. exigua m. Kleiner als die Nominatform und oben 
dunkler grün , auch weniger glänzend , unten nur auf der Mitte 
des Bauches und der Brust noch mit Spuren von Kupferschimmer, 
sonst erzgrün oder bronzebraun. Ich kenne von dieser Form nur 
3 cf, die alle 3 je 16 mm in der Länge, 8^/2 — B^/o mm in der 
Breite messen, während das mit ihnen zusammen gefangene einzige 
$ oben hell erzgrün, unten kupfrig wie die Nominatform ist und 
17^/., resp. 10 mm mißt. 

var. nov. pyrocypria m. Die ganze Oberseite und die Schienen 
leuchtend hell kupferrot , Unterseite und Schenkel bronzebraun, 
Tarsen erzgrün. L. 18—19, Br. IOV2 n"^^- tf' ?• 

var. nov. palaeocypria m. Oben dunkel bronzefarben , wie 
die A. cuprea Hope von Japan, Unterseite und Beine heller kupfrig, 
die Tarsen mit Ausnahme des ersten Gliedes erzgrün, die Scheibe 
der Deckflügel schwarzbraun. L. 19 — 21, Br. 10 — 11 mm. cf ?. 

Diese Farbenvarietät ist der erwähnten A. cuprea Hope von 
Japan recht ähnlich , unterscheidet sich aber u. a. durch die 
dichtere und gröbere Punktierung der Oberseite , besonders der 
Deckflügel auf der Scheibe, den geringeren Glanz und die dichtere 
Behaarung ; auch ist sie schlanker und höher gewölbt. 

Auch die A. subaurata Ballion , Bull. Moscou XXXXIII , 4, 
1870, p. 345 halte ich für synonym mit der A. mongolica Fald. ; 
die ziemlich kurze Beschreibung paßt genau auf diese Art und 
nur auf diese, auf keine andere der aus dem Amurgebiet bekann- 
ten Arten. 

A. cuprea Hope var. v i r i d a n a Kolbe. 
In seinen Beiträgen zur Coleopterenfauna Koreas, Archiv f. 
Naturgesch. 1886, p. 192 hat Kolbe diese Form als grüne Varietät 
der japanischen bronzebraunen E. cuprea Hope beschrieben. Sie ist 
jedoch von dieser spezifisch verschieden und eine selbständige 
Art. Als synonym gehört zu ihr die A. japonica Arrow , Ann. 
Mag. Nat. Hist. (8) XII, 1913, p. 401, von der Arrow bemerkt, 
daß sie außer in Japan auch in Korea vorkommt. Ich möchte 
glauben, daß sie auch H. Bates bei seiner Aufzählung der Käfer 
von Korea in den Proc. Zool Soc. London XXVI , 1888 vorlag, 
und daß er sie mit der p. 374 aufgeführten A. mongolica Fald. 
vermischte, weil er ausdrücklich unter den Fundorten dieser Art 
auch Japan aufführt. 

21* 



320 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

S p inanomala ob s cur a f a Rtti". 

Reitter hat die Art in den Verh. Ver. Brunn XLI , 1903, 
p. 65 beschrieben und in die Untergattung Idiocnema der Gattung 
Anomala gestellt. Sie gehört jedoch in die von mir in den Ann. 
See. Ent. Belg. LIV, 1910, p. 213 begründete Gattung Spinano- 
mala, weil alle die gewöhnlich in Querreihen auf den Bauchringen 
stehenden Borstenhaare geschwunden sind und an ihrer Stelle 
nur noch auf jeder Seite eine dicke kurze Borste resp. ein Stachel 
übrig geblieben ist, der in einem Grübchen in dem ersten hinter 
den Hinterhüften sichtbaren Bauchring; sitzt. 



III. Arten aus Japan. 

In den Ann. Mag. Nat. Hist. (8) XII, 1913, p. 39(5 hat 
Herr Arrow eine Aufzählung der japanischen Ruteliden gegeben ; 
dabei ist versehentlich bei Anomala triangularis und gracüis Schauf. 
statt Schönf. als Autor angegeben ; difficilis Wat. gehört zu Ano- 
mala, nicht zu Mimela ; costata Hope , testaceipes Motsch. und holo- 
sericea F. gehören zu Mimela, subgen. Paramimela , nicht zu Ano- 
mala. Es fehlt die Parastnsia Ferrieri Nonfr. von den Liu-kiu- 
Inseln. 

A. r uf c u p r e a Motsch. 

Bei der Nominatform ist Ober- und Unterseite leuchtend 
kupferrot und nur bei ganz bestimmter Beleuchtung zeigt die 
Oberseite einen leichten erzgrünen Schiller. Bei der 

var. nov. viriclicuprea m. ist die Gn;ndfarbe ein helles Erz- 
grün mit leichtem Kupferschiller. Bei der 

var. nov. vmdiaenea m. ist der Käfer rein erzgrün, das Hals- 
schild gewöhnlich mattschwarz von der wachsartigen Absonderung 
der im Chitinskelett liegenden Drüsen , die diese Art und ihre 
nächsten Verwandten auszeichnet. Bei der 

var. nov. violacea m. ist Ober- und Unterseite gleichmäßig 
veilchenblau. Die mir vorliegenden 5 cf schwanken in der Länge 
nur von 12^/., — 14 mm, während 5 ? 16 — 17 mm lang sind. 
Motschoulsky hat diese Form für die südalpine An. oblonga F. 
(dubia Scop.) gehalten, da er sie unter diesem Namen in seinem 
ersten Verzeichnis der japanischen Käfer , Bull. Moscou XXXIX, 
1866, p. 171 aufführt. Die 

var. nov. castanipennis m. ist oben und unten dunkelblau, die 
Deckflügel kastanienbraun mit schwarzbraunem Seitenrand. Bei 
dem einzigen mir vorliegenden Stück , einem (f aus Jokohama, 
sind Halsschild und Propygidium matt , mit einer feinen Sekret- 
schicht überzogen. 



Ohaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. ^4?; owa/ö- Arten. 321 

A. M ts c ho7i Is k >j i Har. 

Die Form , nach welcher Harold diese Art beschrieben hat, 
ist oben und unten rein erzgrün auf gelbbraunem Grunde ; neben 
diesen mehr dunkelgrünen Stücken finden sich vereinzelt solche, 
die etwas heller grün sind mit leicht messinggelbem Schiller des 
Vorderkörpers , die wir aber immerhin noch zur Nominatform 
rechnen können. Vereinzelte Stücke haben auf den Deckflügeln 
leicht kupfrigen Schiller und bilden so den Übergang zur 

var. nov. viridicupvea m , die lebhaft kupferrot ist auf erz- 
grünem Grunde. 

var. nov. aptena m. Erzgrün mit hellgelben oder bi'aun- 
gelben Deckflügeln, die leichten erzgrünen Schiller zeigen. 

var. nov. violacea m. Oben und unten schön veilchenblau. 

var. nov. nifoviolacea m. Oben auf Kopf, Vorderrücken und 
Schildchen dunkel veilchenblau, die Deekflügel braunrot mit feinem, 
blauem Schiller, Unterseite, Afterdecke und Beine blau mit leich- 
tem, grünem Schiller. 

A n 771 a l a d iff i c i lis Waterh. var. nov. e u p r e at a m. 

Oberseite überall gleichmäßig kupferrot, bei bestimmter Be- 
leuchtung mit erzgrünen Lichtern ; Unterseite , Afterdecke und 
Beine bronzebraun; Fühler rostfarben. Die eigentümliche Forceps- 
form wie bei der Stammart. 

Japan : Yesso, Yokohama. 2 cf. 

Anoi7iala luce7is Ball., Mem. Moscou XLIV, 1871, p. 155. 
In der Deutung dieser Art folge ich Harold, der bei seiner 
ausführlichen Besprechung Deutsche Ent. Zeitschr. XXI, 1877, 
p. 353 erkennen läßt, daß er die echte A. lucidula Motsch. = 
luceiis Ball, gekannt hat. Sie ist , wie die meisten japanischen 
Anomalen, in der Färbung veränderlich. M. beschrieb ein Stück, 
dessen Kopf , Halsschild und Schildchen erzgrün , dessen Deck- 
flügel gelb mit grünem Schiller , und dessen Unterseite dunkel- 
grün mit rotgelben Beinen und Fühlern waren. Es kommen 
jedoch auch Stücke vor , die oben und unten hell scherbengelb 
sind mit leichtem, grünem Erzschiller, sowie solche , die auf der 
ganzen Oberseite gleichmäßig satt erzgrün sind. Charakteristisch 
für die Art ist der große Kopf , dessen Kopfschild etwas mehr 
als doppelt so breit wie lang ist und dessen Seiten nur ganz 
wenig nach vorn konvergieren mit kaum oder gar nicht gerundeten 
Vorderecken und nur ganz schwach verdicktem , glattem Rande. 
Auf den Deckflügeln sind die primären Rippen schmäler als die 
Interstitien und höher gewölbt als diese : besonders gewölbt ist 
der Spitzenbuckel , wa^ M. in seiner Beschreibung ausdrücklich 



322 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

hervorhebt. Die größere Klaue an den Vorder- und MittelfüLien 
ist nur ganz schwach eingeschnitten , so daß man sie bei flüch- 
tiger Betrachtung leicht für einfach halten kann ; in der all- 
gemeinen Körperform und in der Kopfform steht die Art der 
Mimela ßavüabris Waterh. nahe , doch ist ihre Vorderbrust ohne 
jede Spur eines Vorsprunges am Hinterrand. Meine Stücke 
schwanken: cf L. 13—16^2, Br. TV^— 8^2; ? L- l^V.— 
18^/2, Br. 8^/3 — 9'/., mm; sie stammen von Nagasaki, Yokohama, 
Kobe und Amakusa. 

Wie mir Herr Reitter mitteilt, steht in seiner Bestimmungs- 
tabelle , Verh. Ver. Brunn XLI , 1903 , auf Seite 72 unten ver- 
sehentlich rufocuprea Motsch. statt liicens Ball, nnd die mir von 
Herrn R. zur Ansicht geschickten Stücke sind sicher letztgenannte 
Art. Die var. i7npressibasis Rttr. stelle ich als synonym zur luceiis 
Ball., da ein Eindruck an der Basis des Halsschildes allen Stücken 
dieser Art zukommt, die ich bisher gesehen habe. 

A 11 m ala S c h ö nf e l d t i n. sp. 

A. pleiirhnari/o Rttr. affinis. Oblongo - ovalis , sat convexa, 
flavotestacea , nitida , capite , thoracis macula discali et scutello 
fuscoviridi-aeneis, elytra vitta suturali et humerali, interdum con- 
fluentibus , fuscobrunnea ornata ; subtus fuscoaenea pedibus flavi- 
dis ; supra glabra , subtus sparsim pilosa ; tibiae anticae dente 
laterali obsoleto. 

Long. 8^/2 — 12, lat. 4'/.2 — 6 mm. cf $• Japan: Yokohama, 
Nagasaki. Die typischen Stücke befinden sich im Kgl. Zoolog. 
Museum in Berlin und in meiner Sammlung. 

Gestreckt oval, ziemlich gewölbt. Grundfarbe hell scherben- 
gelb, Kopf, Halsschild und Schildchen mehr oder weniger hell 
erzgrün , die Deckflügel mit einer braunen Längsbinde , die zu- 
Aveilen die ganze Fläche einnimmt. Kopfschild trapezförmig mit 
gerundeten Ecken und leicht aufgebogenem Rand , die Fläche 
dicht runzlig punktiert , die Farbe entweder gelb bis vor die 
Stirnnaht, oder erzgrün mit gelbem Randsaum, oder rein erzgrün, 
oder erzgrün mit schmalem, kupferrotem Saum ; die Stirn ist dicht 
mit ziemlich großen zusammenstoßenden Punkten, der Scheitel 
weitläufiger mit kleineren Punkten liedeckt. Halsschild etwa 
doppelt so breit als lang, die basale Randfurche nur in der Mitte 
unterbrochen , die Seiten in der Mitte schwach erweitert , nach 
hinten etwas mehr als nach vorn konvergierend , die rechtwink- 
ligen Vorderecken nur wenig , die stumpfwinkligen Hinterecken 
nicht vorgezogen noch gerundet ; die Oberfläche ist mit feinen, 
seichten Punkten ziemlich dicht bedeckt , die Scheibe trägt eine 
bald größere , nur die Seitenränder freilassende , bald kleinere 



Ohau.s, Beiti'ag zur Kenntnis der paläarkt. Auoiiiahi-Arien. 323 

erzgrüne Makel, die im letzteren Falle zuweilen durch eine gelbe 
Längslinie geteilt und vor dem Schildchen verkürzt ist. Schild- 
chen wie das Halsschild punktiert , entweder rein erzgrün oder 
gelb mit schmäleren oder breiteren grünen Rändern. Auf den 
Deckflügeln sind die primären Punktreihen fein gefurcht , die 
Rippen leicht gewölbt, die Interstitien flach, das subsuturale un- 
regelmäßig dicht punktiert, das II. und III. mit einfachen Punkt- 
reihen ; die ganze Fläche ist mit sehr feinen Pünktchen außerdem 
überstreut und auf der Scheibe stehen zuweilen feine Querrunzeln; 
der Seitenrand ist leicht verdickt, zumal da, wo er zum Hinter- 
rand umbiegt ; die hellsten Stücke tragen eine braune Längsbinde 
bei der Naht und von der Schulter zum Spitzenbuckel , bei den 
dunkelsten scheint nur der Seitenrand gelb durch. Afterdecke 
stets gelb, glänzend, fein querrissig, rings am Rande mit längeren 
und nahe dem Vorderrand mit einigen kürzeren Borsten. Bauch 
und Brust gewöhnlich bronzebraun , spärlich und fein gerunzelt, 
der erstere mit der gewöhnlichen Querreihe von Borsten , die 
letztere mäßig dicht behaart. Beine einschließlich der Hüften 
gelb , die Vorderschienen mit kräftigem Spitzenzahn und ver- 
loschenem, kaum noch sichtbarem Seitenzahn ; die mittleren und 
hinteren Schienen sind leicht verdickt , die basale quere Stachel- 
kante verkürzt und undeutlich. Fühlerkeule auch beim cf kürzer 
als die Geißel. 

Ich widme diese interessante kleine Art Herrn Oberst 
von Schönfeld, dem Verfasser des Katalogs japanischer Käfei-. 

An mala Lenzi n. sp. 

A. tviangulari Schönf. proxime affinis, minor, angustior, supra 
flavotestacea viridiaeneo splendore suffusa, nitidissima , vertice et 
thoracis disco indistincte infuscata , subtus abdomine et pectoris 
medio fuscoaenea, coxis pedibusque flavotestaceis aeneo-splendenti- 
bus , tibiae posteriores cuprascentes , tarsi infuscati, antennae 
fulvae ; thorax medio linea abbreviata impressa et in disco foveo- 
lis 2 sat profundis instructus ; pygidium angulis anterioribiis 
foveolatum, pilis longis flavogriseis sat dense vestitum. 

Long. 14, lat. 7 mm. $. Japan : Yakoyama bei Tokio. 

Kopf groß ; Kopfschild doppelt so breit als lang mit nahezu 
parallelen Seiten und fein aufgebogenem Rand , die Fläche mit 
feinen, aber dicht aneinanderstoßenden Punkten liekleidet ; Stirn- 
naht deutlich , in der Mitte etwas nach hinten gebogen ; Stirn 
und Scheitel ziemlich weitläufig mit großen Punkten überstreut, 
die erstere zwischen diesen mit feinen Pünktchen und Runzeln. 
Halsschild doppelt so breit als lang , die Randfurche ringsum 
vollständig , die Seiten in der Mitte kräftig erweitert , von da 



324 Stettinor Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

nach hinten einwärts gebogen , die rechtwinkligen Hinter- und 
Vorderecken deutlich vorgezogen , die Fläche mit feinen Pünkt- 
chen weitläufig überstreut , im Grunde sehr glatt , außer dem 
kleinen Seitengrübchen ein kurzer schiefer Eindruck in den Hinter- 
ecken und ein tiefes Grübchen beiderseits neben der verkürzten 
Mittelfurche. Schildchen fast halbrund , parallel zum Rande mit 
feinem Eindruck, zerstreut fein punktiert. Auf den Deckflügeln sind 
die primären Punktreihen fein gefurcht, die Punkte darin kräftig, 
die primären Rippen etwas stärker gewölbt als die Interstitien, im 
subsuturalen Interstitium eine vorn unregelmäßig verdoppelte 
Punkt reihe, die anderen ohne Punkt reihen, Schultern und Spitzen- 
buckel vorspringend , die ganze Oberfläche mit mikroskopisch 
feinen Pünktchen. Afterdecke gut gewölbt, mit zusammenstoßen- 
den Ringpunkten, aus denen dünne, lange, abstehende Haare ent- 
springen ; Bauch und Brust ebenso punktiert und behaart. Beine 
kräftig ; Vorderschienen mit kurzem, kräftigem Seitenzahn. Pro- 
sternum mit einem leicht gewölbten Zapfen hinter den Vorder- 
hüften , der jedoch diese weder nach unten noch nach hinten 
überragt, 

A. cl a i m i a n a Har. 

Die typischen Stücke dieser Art befinden sich im Kgl. Zoolog. 
Museum in Berlin ; auch besitze ich selber ein solches , das ich 
nach dem Ableben des Herrn v. H. von dem Naturalienhändler 
M. Korb in München erwarb. Die Art ist in der Färbung ver- 
änderlich ; die hellsten Stücke sind hellgelb mit lebhaftem, grünem 
Erzschiller, oben nur der Kopf und die Scheibe des Halsschildcs 
im Ganzen etwas stärker grünglänzend ohne dunklere Grund- 
färbung ; Afterdecke und Unterseite ohne alle dunklere Färbung, 
nur die Hinterschienen kupfrig braun ($ aus Yokohama). Dann 
treten auf der Scheibe des Halsschildes 2 dreieckige dunkelgrüne 
Flecke und an der Basis der Afterdecke ein dunkelgrüner Quer- 
strich auf. Darnach wird auch der Kopf, vom Scheitel beginnend, 
dunkelgrün , die Flecke auf dem Halsschild werden größer und 
fließen zusammen , auf den Deckflügeln tritt , hinter dem Schild- 
chen beginnend , dunkelgrüne Färbung auf und die Afterdecke 
wird dunkelgrün bis auf eine gelbe Makel in Form eines V, 
dessen Spitze nach hinten gerichtet ist. Bei den dunkelsten 
Stücken ist die ganze Oberseite gleichmäßig satt erzgrün , Kopf, 
Halsschild und Schildchen mit messinggellien Reflexen, aber ohne 
gelb durchscheinende Ränder , Afterdecke mit kleinem , gelbem 
Fleck an der Spitze ; Unterseite dunkel bronzebraun mit Kupfer- 
schiller, die Schenkel und kleine Flecke an den Seiten der Bauch- 
ringe gelb , die Schienen Tind Tarsen erzgrün. Solche Stücke 



Ohaus, Beitrag zui- Kenntnis der paläarkt. Anoma/a-Arten. 325 

besitze ich aus Simonoseki , VIT. 1886 (Leech S.) und aus Na- 
gasaki. 

Meine Stücke schwanken in der Länge von 16 — 19^/.,, in 
der Breite von 8'/2 — 11 mm. 

Die Art findet sich außer in Japan auch sicher auf dem 
Festland. Ich besitze Stücke aus der Provinz Tschili , aus 
Schanghai und 1 cf angeblich aus Yünnan (Donckier) ; wahr- 
scheinlich sind die chinesischen Stücke im Larvenstadium mit 
lebenden Pflanzen eingeschleppt worden. 

Der Ansicht von Lewis und Reitter M, die die Haroldsche Art 
als Synonym zur Motschoulskyschen A. genkulata stellen , kann 
ich mich nicht anschließen. M. gibt die Maße seiner Art mit 
6 zu 3^/2 Pariser Linien, das sind IS^/, zu ca. 7 mm an, also 
kleiner als die bekannten Stücke der daiiniana. Er sagt ferner 
von der Unterseite : corpore subtus nigrocupreo , pedibus nigro- 
aeneis, geniculis testaceis. Bei der daimiana haben aber selbst 
die dunkelsten Stücke gelbe Schenkel und stets, wenn die Schienen 
dunkel sind , auch dunkle Knie , abgesehen natürlich von der 
Aveichen Bindehaut , die die Schiene im Knie mit dem Schenkel 
verbindet und die stets braungelb gefärbt ist. 

Pli y II p e r tha d i v e r s a Waterh . 

Herr Arrow hat in seiner Arbeit über die japanischen Lamelli- 
cornier, Ann. Mag. Nat. Hist. (8) XII, 1913, p. 396 die von 
Reitter Verh. Ver. Brunn XLI , 1903, p. 84 beschriebene Phi/Jl. 
maculkollis als Synonym zur obengenannten Art gestellt. Ich be- 
sitze nur ein einziges 5 der Reitterschen Art , das ich mit der 
Type , ebenfalls einem einzelnen $ im Wiener Hofmuseum ver- 
glichen habe ; dieses $ weicht aber in der Färbung derart von 
allen ? 5 der diversa, die ich bisher gesehen habe , ab , daß ich 
die Form wohl als ausgezeichnete und benennenswerte Varietät 
dieser Art betrachten möchte , um so mehr , als sie in Färbung 
und Zeichnung der Ph. sexoculata Fairm. von Thibet zum Ver- 
wechseln ähnlich ist. 

Ph. diversa Waterh. subspec. nov. koreaaa m. 

Halsschild höher gewölbt , lebhaft glänzend , fast überall 
einzeln mit großen tiefen Punkten überstreut, die Seiten von der 
Mitte nach hinten weniger nach innen geschwungen und daher 
die Hinterecken auch weniger vorgezogen. Auf den Deckflügeln 
sind die primären Punktreihen bis nahe an den Hinterrand regel- 



') Wie ich durch Untersuchung der Reitterschen Stücke feststellen 
konnte, ist seine gtniculata == d aimiana Har. 



326 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

mäßig, die Punkte kräftig eingedrückt. Afterdecke mit gelbem 
Fleck in der Mitte des Vorderrandes , weniger dicht und grob 
skulptiert und daher glänzender. Forcepsparameren etwas kürzer. 
Sonst wie die Nominatform aus Japan. 

Korea : Chemulpo, 1 cf (ex mus. Hauser). 

IV. Arten aus Formosa. 

In den Proc. Zool. Soc. London 1866, IT, p. 339 — 355 gibt 
H. W. Bates eine kleine Zusammenstellung von Coleopteren, die 
er aus Formosa erhalten ; von Anomala-Arten beschreibt er darin 
als neu die A. corrugata und inconcinna, Euchlora expansa, castaneo- 
ventris und trachypyga ; Arten , die die Insel mit dem Festland 
gemein hat und die bereits von dort beschrieben sind , führt er 
nicht an. Unter den Ruteliden des Tring-Museums befand sich 
auch eine Anzahl von Arten , die H. Jonas im Juli und August 
im Norden von Formosa , besonders bei Taipeh gesammelt und 
die jetzt in meinem Besitze sind ; außerdem erhielten die Zoo- 
logischen Museen von Berlin und Hamburg die Sammelausbeuten 
des Herrn Hans Sauter , aus denen ich die Ruteliden bearbeiten 
konnte ; auch von Herrn A. Heyne erhielt ich einige Stücke aus 
Formosa. Die genannten Batesschen Arten habe ich mit Ausnahme 
der castaneoveutris unter den Ruteliden von Jonas und Sauter fest- 
gestellt und außerdem einige neue Arten , von denen die Mehr- 
zahl zu der Gruppe gehört , die den Übergang zur Untergattung 
EiiMora bildet. 

A. Jonas) n. sp. 

A. Orientalis Wat. proxime affinis. Oblongo - ovata , postice 
ampliata , parum convexa , supra flavotestacea , nitida , capitis 
maculis 2 minoribus et thoracis maculis 2 majoribus fuscoviridi- 
aeneis ; subtus cum pygidio fusca leviter cuprascens , metasterni 
medio , antennis pedibusque flavotestaceis ; supra glabra , subtus 
sparsim flavopilosa. 

Long. 12, lat. 6^/2 mm. cf. Formosa: Taipeh, VII. 96. 
Von H. Jonas gesammelt und nach ihm benannt. 

Länglich eiförmig, hinten ziemlich verbreitert, flach gewölbt ; 
Oberseite hell scherbengelb , lebhaft glänzend , auf dem Kopf 
2 kleinere und auf dem Halsschild 2 größere braungrüne erz- 
schimmernde Flecke ; Afterdecke , Bauch und Brustseiten bronze- 
braun, die Mitte der Brust, die Fühler und Beine hell scherben- 
gelb, die Sehienenspitzen und Tarsen bräunlich. Kopfschild gut 
doppelt so breit als lang , trapezförmig mit gerundeten Ecken, 
der fein aufgebogene Rand schwarzbraun , die Fläche wie die 
Stirn dicht und zusammenfließend , der Scheitel dicht einzeln 



I 




Ohaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. Anomale-Avten. ;-J-27 

ziemlich tief und grob punktiert ; Stirnnalit deutlich , gerade. 
Halsschild an den Seiten kräftig und fast rechtwinklig erweitert, 
die rechtwinkligen Vorderecken ein wenig , die stumpfwinkligen 
Hinterecken nicht vorgezogen,* die basale Randfurche nur an den 
Seiten kurz erhalten , die Mitte der Scheibe mit einer Längs- 
furche, die Oberfläche wie das Schildchen dicht und kräftig einzeln 
punktiert. Die Deckflügel sind tief gefurcht und in den Furchen 
tief und grob punktiert , Rippen i > 

und Interstitien gleich hoch ge- '^ 

wölbt , die drei diskalen Inter- 
stitien mit je 2 sekundären Rippen, 
deren trennende Punktreihe nur 
im subsuturalen an der Basis 
kurz verdoppelt ist. Afterdecke 
mit seitlich zusammenstoßenden 
Halbringpunkten ziemlich w^eit- 
läufig überdeckt , glänzend mit 
grünen und kupfrigen Lichtern , mit 2 Grübchen am Yorderrand 
und einigen Borsten an der Spitze. Bauch und Brust in der Mitte 
weitläufig , an den Seiten dicht und runzlig punktiert , spärlich 
gelb behaart. Vorderschienen mit einem kräftigen Seitenzahn 
hinter dem Spitzenzahn. Fühlerkeule fast so lang wie die Geißel. 
Am Forceps, Fig. 5, sind die Parameren an der Spitze verbreitert, 
an den Seiten mit einer Längsfurche versehen; die Ventralplatte 
des Mittelstückes trägt eine zurückgekrümmte Spitze. 

A. aula c / des n . sp. 

A. aulax Wied. proxime affinis. Oblongo-ovalis, sat convexa, 
supra capite , thorace et scutello viridiaeneis nitidis , clipeo et 
thoracis lateribus fulvis, elytra versicolorea certo visu prasina, 
altero visu rufoviolacea , subtus cum pygidio et femoribus flavo- 
testacea viridiaeneo splendore suffusa , tibiae cum tarsis fusco- 
viridi-aeneae , antennae fulvae ; supra glabra , subtus sparsim 
flavopilosa. 

Long. 15, lat. 8 mm. $. Formosn, ohne nähere Fundorts- 
angabe. 

Gestreckt oval , gut gewölbt. Kopfschild fast doppelt so 
breit als lang , trapezförmig mit kaum gerundeten Ecken , der 
Rand schwarzbraun , vorn etwas höher aufgebogen als an den 
Seiten, die bräunlichgelbe Fläche dicht runzlig punktiert. Stirn- 
naht deutlich, gerade ; Kopf hell erzgrün, Stirn dicht zusammen- 
stoßend, Scheitel mehr einzeln tief und kräftig punktiert. Hals- 
schild nicht ganz doppelt so breit als lang , die Seiten in der 
Mitte stark erweitert, nach vorn und hinten gleichmäßig gerundet. 



328 Stettiner Entomologiscbe Zeitung. 76. 1915. 

die rechtwinkligen Vorderecken kräftig vorspringend, die stumpfen 
Hinterecken nicht gerundet , basale Randfurche ganz verloschen, 
Seitengrübchen und mittlere Längsfurche angedeutet , die Ober- 
fläche mit kräftigen , tiefen Punkten dicht bedeckt , die auf der 
Scheibe — wie auf dem Schildchen — einzeln stehen , hinten 
und an den Seiten in die Quere gezogen sind und vielfach zu- 
sammenfließen. Die Deckflügel sind tief und breit gefurcht, 
Rippen und Interstitien gleich hoch gewölbt , im subsuturalen 
stehen 2, in den anderen nur je 1 sekundäre Rippe, die Furchen 
sind dicht quergestrichelt, matt schimmernd, die Rippen an ihren 
Seiten einzeln punktiert, auf dem Kamm nahezu glatt und glän- 
zend : die Farbe ist , von oben betrachtet , ein sattes Grasgrün, 
ganz von hinten betrachtet dagegen ein leuchtendes Rotviolett. 
Afterdecke, Unterseite und Schenkel hell scherbengelb, hell erz- 
grün schillernd, die Schienen und Tarsen dunkler erzgrün ; After- 
decke und Unterseite querrissig und netzartig gerunzelt, die erstere 
an der Spitze , die letztere an den Seiten spärlich gelb behaart. 
Vorderschienen mit 1 Seitenzahn. 

^4. poeciloclialcea n. sp. 

Praecedenti proxime affinis , major , differt colore . thoracis 
sulco basali medio solum interrupto , elytrorum costis toto dense 
punctatis. Oblongo-ovalis, sat convexa, capite, thorace , scutello 
et pygidio laete viridiaeneis, nitidis , clipeo et thoracis lateribus 
flavo-pellucentibus , elytra flavograminea , sericea ; subtus auri- 
chalcea nitidissima , marginibus , suturis et tibiarum apicibus 
cupreis ; supra glabra, subtus sparsim flavohirsuta. 

Long. 18, lat. 9 mm. $. Formosa : Taiwan. 

Gestreckt oval . ziemlich gewölbt. Kopfschild mehr als 
doppelt so breit wie lang , trapezförmig mit leicht gerundeten 
Ecken, die Fläche dicht runzlig punktiert, erzgrün mit kupfrigem 
Saum , der aufgel^ogene Rand fein schwarzbraun gesäumt ; Stirn- 
naht gerade, Kopf hell erzgrün, die Stirn dicht zusammenfließend, 
der Scheitel mehr einzeln mit kräftigen tiefen Punkten. Hals- 
schild doppelt so breit als lang , die Seiten vor der Mitte er- 
weitert. Vorderecken spitz vorgezogen, die stumpfen Hinterecken 
nicht gerundet , die basale Randfurche an den Seiten erhalten, 
Seitengrübchen fehlend, die mittlere Längsfurche glatt, die Fläche 
sehr dicht und kräftig punktiert, seidenartig, hell erzgrün mit 
gelb durchscheinenden Seitenrändern. Schildchen dicht punktiert, 
hell erzgrün mit glattem , messinggelbem und kupfrigem Rand. 
Die Deckflügel sind gleichmäßig gelblich grasgrün bei jeder Be- 
leuchtung, breit und tief gefurcht, die Furchen dicht gestrichelt, 
die Rippen an ihren Seiten und oben dicht punktiert, fein seiden- 



Ohaus, Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. ^»o/«a/ö-Arten. 329 

artig schimmernd. Afterdecke lang und etwas abgeflacht , mit 
Grübchen an den Seiten und in den Vorderecken , die Spitze 
etwas stärker abgeflacht mit schwacher Längsfurche, dicht nadel- 
rissig, hell erzgrün, die Spitze mehr messinggelb, spärlich be- 
haart. Unterseite und Beine lebhaft messinggelb, alle Nähte und 
Ränder , sowie die Spitzen der Schienen kupferrot , dicht fein 
punktiert, ganz spärlich behaart. Vorderschienen mit scharfem 
Seitenzahn neben dem breit gerundeten Spitzenzahn, beide schwarz. 

A. streptopyga n. sp. 

Ovalis , sat convexa , supra saturate gramineoviridis polita, 
elytris solum flavo-pellucentibus , pygidium viridiaeneum macula 
rufoflava moniliformi ornatum ; subtus cum pedibus viridiaenea 
nitida , cum pygidio pilis raris longis albogriseis ornata , supra 
glabra. 

Long. 16, lat. O'/g mm. $. Formosa. 

Oval , ziemlich gewölbt , oben glänzend grasgrün , nur die 
Deckflügel etwas gelblich durchscheinend , Unterseite , Beine und 
Afterdecke lebhaft glänzend erzgrün , die letztere mit einer rot- 
gelben schmalen Binde , die sich wie eine Halskette halbkreis- 
förmig von der einen Vorderecke zur anderen zieht. Kopfschild 
doppelt so breit als lang , parallelseitig mit leicht gerundeten 
Ecken und fein aufgebogenem , dunklem Rand , die Fläche dicht 
und zusammenfließend, der Scheitel mehr einzeln punktiert. Hals- 
schild nicht ganz doppelt so breit als lang , mit feiner Mittel- 
furche, die basale Randfurche nur vor dem Schildchen unterbrochen, 
die Seiten in der Mitte stark erweitert, die rechtwinkligen Vorder- 
ecken kaum vorgezogen , die stumpfwinkligen Hinterecken nicht 
gerundet , die Fläche sehr dicht und fast überall einzeln mit 
scharf eingestochenen Punkten bedeckt. Schildchen wie die Scheibe 
des Halsschildes punktiert. Die Deckflügel sind dicht punktiert, 
die Punkte der primären Punktreihen etwas größer als die anderen 
und fast überall deutliche Reihen bildend , die beim Hinterrand 
und auf dem hinteren Teil der Scheibe sogar ganz fein gefurcht 
sind ; Schultern und Spitzenbuckel etwas gew^ölbt. Afterdecke 
lebhaft glänzend , mit einzelnen Ringpunkten überstreut , deren 
jeder ein abstehendes grauweißes Haar trägt. Bauch- und Brust- 
seiten mäßig dicht mit Ringpunkten und kürzeren grauweißen 
abstehenden Haaren. Vorderschienen mit ziemlich kurzem etwas 
gerundetem Seiten- und Spitzenzahn. Fühler hellbraun. 

A. Sauteri n. sp. 
Praecedenti affinis differt praecipue pygidio pilis brevibus 
albis appressis vestitum. Oblongo - ovalis , sat convexa , supra 
prasina polita, clipei parte anteriore, thoracis margine laterali et 



330 Stettiner Kiitomologische Zeitung. 76. 1915. 

elytrorum lateribus plus minusve flavidis ; pygidium viridiaeneum 
parte posteriore rufoflavum ; subtus aut fuscoviridis aenea, nitida, 
femoribus flavomarginatis, aut fulvocuprea ; supra glabra, pygidio 
pilis albis brevioribus appressis , abdominis lateribus et pectore 
longioribus et rarioribus vestita. 

Long. IG^'g — 17, lat. 8^/3 — 9 mm. c/ $. Formosa (Donckier). 

Gestreckt oval , ziemlich gewölbt , oben glänzend grasgrün, 
die vordere Hälfte des Kopfschildes , der Seitenrand des Hals- 
schildes und die Seiten der Deckflügel mehr oder weniger breit 
gelb ; Afterdecke erzgrün mit kleinerer oder größerer gelber Makel 
an der Spitze ; die Unterseite entweder glänzend erzgrün , die 
Ränder der Schenkel gelb durchscheinend , oder Unterseite und 
Beine gleichmäßig rötlichgelb mit lebhaftem Kupferschiller. Kopf- 
schild trapezförmig mit kaum gerundeten Ecken , dicht und fein 
runzlig punktiert ; Stirnnaht gerade, Stirn dicht zusammenfließend, 
Scheitel einzeln fein punktiert. Halsschild doppelt so breit als 
lang, an den Seiten in der Mitte leicht erweitert, die recht- 
winkligen Vorderecken kaum vorgezogen , die nahezu rechtwink- 
ligen Hinterecken nicht gerundet , die basale Randfurche nur in 
Schildchenbreite unterbrochen, die Oberfläche sehr dicht und fein, 
au den Seiten zusammenfließend punktiert. Deckflügel ziemlich 
dicht mit feinen Punkten überstreut, von denen sich die größeren 
Punkte der regelmäßigen , hier und da ganz leicht gefurchten 
primären Punktreihen überall deutlich abheben. Hinterer Teil 
des Propygidiums und Pygidium dicht und fein höckerig und 
nadelrissig, mit anliegenden weißen Haaren , die über der Spitze 
etwas länger sind, dicht bekleidet. Bauchseiten und Brust spär- 
licher und länger, auch mehr abstehend behaart. Vorderschienen 
mit kleinerem, spitzem Seitenzahn. Fühler rostfarben. 

A. limbifera n. sp. 

Ovata, postice ampliata, modice convexa, supra prasina nitida, 
clipeo rufo cuprascente , thoracis et elytrorum lateribus flavo- 
limbatis ; pygidium viridiaeneum apice flavum ; subtus cum tibiis 
et tarsis rufofusca cuprascens , femoribus flavis ; antennae ferru- 
gineae. Supra glabra, subtus cum pygidio longe flavopilosa. 

Long. 13^/2, lat. 8 mm. cf. Formosa: Lamleh. Von Herrn 
Hauptmann Moser erhalten. 

Auf den ersten Blick einer kleinen Miniela marginalis Arr. 
täuschend ähnlich , doch hat das Prosternum keinerlei Fortsatz. 
Eiförmig, hinten ziemlich verbreitert, flach gewölbt, oben gras- 
grün mit rötlich kupfrigem Kopfschild, Halsschild und Deckflügel 
mit gelbem Seitenrand ; Afterdecke erzgrün mit gelber Spitze ; 
Bauch , Brust , Schienen und Tarsen sind rotbraun mit Kupfer- 



Ohaus, Beitrag zur Kenntnis; der paläarkt. Anomala-Avten. 331 

Schiller , die Schenkel gelb. Die Oberseite ist kahl , Afterdecke 
und Bauch ziemlich spärlich , die Brust dicht mit langen gelben 
Haaren bekleidet. Kopfschild und Stirn sind dicht und fein 
runzlig , Scheitel , Halsschild und Schildchen dicht einzeln und 
etwas gröber punktiert. Die Deckflügel sind mit ganz feinen 
Pünktchen überstreut , von denen sich die gröberen Punkte der 
regelmäßigen primären Punktreihen scharf abheben. Afterdecke 
sehr dicht und fein nadelrissig, glänzend; Bauch spärlich, Brust 
dicht punktiert. Vorderschienen mit kurzem, spitzem Seitenzahn. 
Am Forceps ist die Ventralplatte des Mittelstückes am Vorder- 
rand auffallend verbreitert und beiderseits in einen spitzen Zahn 
ausgezogen, der über die Parameren seitlich hinausragt. 

A. (Euchlora) c u p r ip e s Hope. 

Von dieser in China, Hinterindien, Malakka, Sumatra, Java 
und Borneo häufigen Art liegen mir 4 cf , 2 $ aus Taipeh, VH. 96 
(Jonas S.), 1 (f aus Hainan, IV. 1910 und 1 cf, 1 ? aus dem 
Nanto-Distrikt, von A. Heyne erhalten, vor. Nur 2 Stücke haben 
den schönen kupferroten Streifen an den Seiten des Halsschildes 
und die kupfrig goldroten Bauchringe ; die anderen sind oben 
einfarbig grasgrün, unten erzgrün. 

A. (Euchlora) cupripes Hope var. nov. coerulescens m. 

Entweder dunkel grasgrün mit blauem Schiller , oder blau- 
grün oder intensiv blau, nur auf dem Bauch mit einigen grünen 
Lichtern ; der kupferrote Seitenstreifen auf dem Halsschild fehlt 
immer ; an seiner Stelle findet sich ein erzgrüner Streifen. 

Formosa : 2 cf , 3 $ Nanto-Distrikt ( A. Heyne) ; 1 cf Taipeh, 
VH. 96 (Jonas S.j. 

Die sehr charakteristische Forcepsform ist die gleiche wie 
bei der Nominatform aus China. 

(Fortsetzung folgt.) 



332 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Einige neue afrikanische Cetoniden. (Col.) 

Von J. Moser, Berlin. 

D D m US ia i m ma culata n. sp. 

Statura D. cyaneae Ol. Viridis:, nitida, paulo testaceo-micans. 
Capite . lateribus strigillatis , frontis medio laevi , clypei medio 
parce punetato, clypeo latitudine longiore, apice anguste nigro, 
profunde exciso ; antennis piceis ; prothorace postice latiore quam 
longiore, antrorsum angustato, lateribus post medium paulo sinu- 
atis , basi trisinuata , angulis posticis rotundatis , dorso medio 
laxe subtiliter , ad latera versus fortius et densius punetato ; 
scutello fere impunctato ; clytris sat remote punctatis , punctis 
semicircularibus, elytrorum apice lateribusque strigillatis, margine 
postico rufo-micante , costa suturali et utrinque costis duabus 
laevibus, costa externa indistineta. sutura postice elevata. obtuse 
acuminata ; pygidio nigro , opaco , strigillato , interdum maculis 
duabus albis ornato. Subtus medio fere impunctato , lateribus 
parce punctatis, processu mesosternali eadem statura ut in cyama; 
abdomine maris longitudinaliter sulcato, segmentis singnlis macula 
media magna et utrinque maculis duabus parvis albis ornatis ; 
abdominis segmentis feminae macula alba laterali instructis ; 
femoribus viridibus, tibiis viridibus aut nigris, tibiis anticis maris 
bidentatis , feminae tridentatis , tibiis posticis extus uno dente 
armatis; tarsis nigris. — Long. 18 mm. 

Hab. : Kamerun (Joko). 

Fabricius hat Ent. Syst. I. 2, p. 146, eine Cetonia nitidida be- 
schrieben, welche von Schaum für eine Art der Gattung Dymusia 
und wahrscheinlich für eine ungefleckte Varietät der D. cyanea Ol. 
gehalten wird. Daß die hier beschriebene Art mit der Art von 
Fabricius zusammenfällt, erscheint mir unwahrscheinlich. Fabricius 
erwähnt in seiner Beschreibung eine schwarze Spitze des Clypeus 
und würde daher sicher auch das schwarze Pygidium und die 
schwarzen Tarsen angeführt haben. Die Art ist von derselben 
Gestalt wie cyanea. Sie ist heller gefärbt mit gelblichem Schimmer, 
die Punktierung der Oberseite ist schwächer , die Flügeldecken 
sind nicht weiß gefleckt. Das Pygidium ist im Gegensatz zu 
cyanea schwarz , entweder ungefleckt oder jederseits mit einem 
kleinen weißen Makel versehen. Die Unterseite ist bei den männ- 
lichen Exemplaren beider Arten gleich gefleckt, während die vor- 
liegenden weiblichen Exemplare von immaculata auf den einzelnen 
Bauchsegmenten jederseits nur einen weißen Fleck in den Hinter- 
ecken zeigen. Die Forcipes beider Arten sind verschieden. 



Moser, Einige neue afrikanische Cetoniden. 333 

Djjmusia variabilis n. sp. 

Viridis, aut cyanea, aut rnfa, aut fuliginosa, nitida. Capite 
sat crebre punctato , clypei apice nigrescente , profunde exciso ; 
antennis piceis; prothorace fere eadem statura ut in D. cyanea OL, 
antrorsum minus angustato , dorso laxe subtiliter , juxta latera 
densius et fortius punctato ; scutello impunctato ; elytris albo- 
niaculatis. sat remote punctatis, punctis semicircularibus, margine 
postico strigillato, costis indistinctis, sutura postice elevata, an- 
gulis suturalibus rotundatis, parum productis; pygidio nigro, dense 
strigillato , interdum albo-bimaeulato. Subtus medio laevi , la- 
teribus parce punctatis , abdominis segmentis singulis utrinque 
maculis duabus parvis albis ornatis. abdoniine maris medio lon- 
gitudinaliter sulcato. sulco maculis magnis flavido-setosis instructo; 
processu mesosternali angusto, elongato, paulo inclinato ; tibiis 
anticis maris bidentatis, feminae tridentatis, tibiis posticis extus 
uno dente armatis, dente in mare indistincto. — Long. 16 — 17 mm. 

Hab. : Kamerun (Duala). 

Die Art liegt mir in großer Anzahl in allen möglichen Fär- 
bungen vor. Sie ist durchschnittlich ein wenig kürzer und breiter 
als D. cijanen Ol. Der Kopf ist ziemlich dicht punktiert, an den 
Seiten nicht längsnadelrissig wie bei cyanea. Die Stirn ist meisten- 
teils in der Mitte unpunktiert, der Clypeüs ist am Ende tief aus- 
geschnitten. Das Halsschild ist von ähnlicher Gestalt wie bei 
cyanea, jedoch nach vorn etwas weniger verjüngt. Es ist in der 
Mitte weitläufig und fein, nach den Seiten zu gröber und enger 
punktiert. Das Schildchen ist glatt. Die Flügeldecken sind ähn- 
lich gefleckt wie bei cyanea , die Punktierung ist schwächer und 
weitläufiger, die glatten Rippen fehlen oder sind nur schwach an- 
gedeutet. Die Naht ist hinten etwas weniger erhaben, die Naht- 
winkel treten zwar nach hinten schwach vor, sind aber abgerundet. 
Das Pygidium ist schwarz , sehr dicht strigilliert und entweder 
ungefleckt oder mit zwei kleinen weißen Makeln versehen. Die 
Unterseite ist in der Mitte glatt, an den Seiten weitläufig punktiert, 
der Brustfortsatz ist von derselben Gestalt wie bei cyanea. Das 
Abdomen des cf zeigt gleichfalls eine tiefe Längsfurche , welche 
auf jedem Bauchsegment einen großen, aus dicht gestellten schuppen- 
förmigen Borsten gebildeten , gelblichen Fleck trägt. Seitlich 
befinden sich in beiden Geschlechtern auf jedem Bauchsegment 
jederseits zwei kleine weiße Flecke , der äußere in den Hinter- 
ecken, der innere am Vorderrande. Die Vorderschienen sind beim 
cf zweizähnig, beim $ dreizähnig. Der Zahn am Außenrande der 
Hinterschienen ist im Gegensatz zu cyanea und immaculata h^xm d' 
nur ganz schwach angedeutet , während er beim $ ziemlich 
kräftig ist. 

Stettiiier Entomologische Zeitung, Heft II. 22 



334 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915, 

r a c hno d a d i m i d i a ticollis n. sp. 

cf . Ex affinitate P. mbrocinctae Hopo. Viridis, supra opaca, 
subtus nitida. Capite sat crebre punctato, clypeo subquadrato, 
medio convexo, margine antico leviter sinuato; prothorace eadem 
statura ut in ruhrocincta, lirabo laterali et antico vittaque media 
longitudinali flavis ; scutello flavo-vittato ; elytris seriatim punc- 
tatis , marginibus laterali bus margineque apicali flavis ; pygidio 
vitta me'dia flava et utrinque macula alba ornato. Subtus medio 
laevi, lateribus sparsissime punrtatis, punctis setas minutas feren- 
tibus ; processu mesosternali dilatato, antice late rotundato ; pec- 
toris lateribus macula magna alba ornatis; abdomine maris medio 
longitudinaliter sulcato et utrinque maculis 8 albis instructo ; 
tibiis antici.s bidentatis, tibiis posticis intus flavo-ciliatis. — Long. 
20 mm. 

Hab. : Kamerun (Joko). 

Aus der Verwandtschaft der P. ridirochicta Hope, von derselben 
Gestalt, aber anders gefärbt, die beiden inneren Forcepsparameren 
nur rudimentär. Die Färbung ist grün, oben matt, unten glänzend 
und etwas dunkler. Der Kopf ist ziemlich dicht punktiert. Der 
Clypeus ist fast quadratisch, in der Mitte gewölbt, sein Vorder- 
rand ist leicht ausgebuchtet. Das Halsschild ist ebenso gestaltet 
wie bei rubrocincta, eine mittlere Längsbinde, sowie die Seitenränder 
und der Vorderrand , mit Ausnahme des schmalen Saumes , sind 
gelb gefärbt. Der Vorderrand des Halsschildes ist in der Mitte 
ganz leicht gehöckert. Die gelbe Mittelbinde setzt sich auf dem 
Schildchen fort. Die Flügeldecken lassen Punktreihen erkennen, 
die Seitenränder imd der Hinterrand sind gelb, die Naht ist in 
der hinteren Hälfte erhaben, am Ende abgestutzt. Das Pygidium 
ist schwarzgrün mit gelber mittlerer Längsbinde und jederseits 
einem weißen runden Fleck. Die Unterseite ist in der Mitte glatt, 
an den Seiten sehr weitläufig mit kurz beborsteten Punkten besetzt. 
Der Brustfortsatz ist verbreitert und vorn ganz flach abgerundet. 
Die Seiten der Brust tragen einen grolien weißen Makel und findet 
sieh auch ein kleiner Fleck jederseits am Hinterrande. Das Abdomen 
des (^ zeigt eine Ventralfurche und jederseits 8 weiße Flecke, die 
äußeren am Hinterrande, die inneren am Vorderrande der Segmente. 
Die Vorderschienen sind beim cf zweizähnig, die innen gelb be- 
wimperten Hinterschienen sind am Außenrande nur stumpf gezähnt. 

P a c h n d a j o k o e u s i s n. sp. 

P. viridanae Bkh. similis et affinis. Supra nigro - viridis. 
opaca, clypeo nigro aut rufo, prothoracis limbo laterali anticoque, 
elytrorum limbo laterali , fascia transversa postmedia limboque 



Moser, Einige neue afrikanische Cetoniden. 335 

apicali flavis ; pygidio iiigro aut rufo, imniaculato aut albo-quadh- 
punctato. Subtus nigra aut nifa , nitida , abdominis segmentis 
singulis nlbo-quadrimaculatis aut immac-ulatis , abdomine maris 
longitudinaliter sulcato ; pedibus nigris aut rufis , tibiis anticis 
maris bidentatis, feminae tridentatis. — Long. 18 — 20 mm. 
Hab. : Kamerun (Joko). 

Größer und kräftiger gebaut als P. viHda/ia Blch. , jedoch 
in der Bildung des Forceps mit dieser Art übereinstimmend , so 
daß ich sie nur für eine Lokal form derselben halte. Die Ober- 
seite ist sehwarzgrün. matt, der glänzende Clypeus ist rot oder 
schwarz. Das Halsschild ist ebenso gestaltet und gefärbt wie 
bei virklana. Auf den Flügeldecken ist die gelbe Seitenrandbinde 
hinten breiter und der Fleck hinter der gelben Querbinde daher 
kleiner. Auch ist dieser Fleck bei den meisten Exemplaren rot 
gefärbt. Die Querbinde hinter der Mitte ist breiter wie bei viii- 
daua, die schwarzen Flecke in derselben sind kleiner oder fehlen 
ganz. Das Pygidium ist schwarz oder rot oder in der hinteren 
Hälfte rot, in der vorderen Hälfte schwarz gefärbt. Es trägt 2 
oder 4 weiße Flecke oder ist auch ungefleckt. Die Unterseite ist 
schwarz, glänzend, häufig auch mehr oder weniger rot. Die Mitte 
ist fast unpunktiert , die Seiten der Brust sind nadelrissig und 
dünn behaart. Der Brustfortsatz ist ebenso gestaltet wie bei 
viridana. Die einzelnen Bauchsegmente tragen 4 weiße Flecke, die 
äußeren am Hinterrande, die inneren am Vorderrande, doch sind 
die Segmente auch häufig ungefleckt. Der cf ist mit einer tiefen 
Yentralfurche versehen. Die Beine sind schwarz oder rot , die 
Vorderschienen sind beim cf zweizähnig, beim $ dreizähnig. Die 
Hintersehienen tragen am Außenrando einen stumpfen Zahn. 

Po d p h l i s n. gen. 

Corpus ubique aciculatum. Clypeus subquadratu."-, antrorsum 
parum attennatus, margine antico in mare elevato, sinuato. Thorax 
supra scutellum leviter sinuatus, ante medium angustatus, late- 
ribus post medium parallelis ; scutellum trianguläre, oblongum. 
Elytra oblonga, planiuscula. Mesosterni processus brevis, rotun- 
datus. Tibiae anticae in utroque sexu bidentatae. 

Die Art. auf der ich diese Gattung errichte, ist in keiner 
der bisher bekannten Gattungen unterzubringen. Sie ist dadurch 
ausgezeichnet , daß die Ober- und Unterseite überall nadelrissig 
sind. Die Schenkel und Schienen tragen gelbliche Schuppen, 
ähnlich wie die Arten der Gattung Pobjstalactim Krtz. , in deren 
Nähe ich diese Gattung stellen möchte. 

22* 



336 Stettinei- Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Podopholis aciculata n. sp. 

Nigra, opaca. Capite scrobiculato-punetato , clypei margine 
antico in mare reflexo, sat profunde sinuato in femina perparum 
modo elevato ; antennis piceis, stipitis articulis brevibus, validis, 
flabello maris stipiti longitudine aequali, feminae paulo breviore ; 
prothorace ante medium angustato, lateribus post medium paral- 
lelis , ante medium leviter sinuatis, basi ante scutellum sinuato, 
angulis posticis rotundatis, dorso transversim rugoso, sparsissime 
setoso , juxta latera scjuamis raris obtecto ; scutello aciculato ; 
elytris planis, singulis indistincte bicostatis , aciculatis , postice 
juxta latera interdum maculis parvis albis instructis, angulis sutu- 
ralibus rotundatis ; pygidio fere semicirculari, aciculato. Corpore 
infra ubique aciculato - punctato , processu mesosternali brevi, 
margine antico rotundato ; abdomine maris paulo concavo , haud 
sulcato ; femoribus mediis et posticis margine postico ante api- 
cem sinuato , flavido-squamosis ; tibiis tarsisque gracilibus , illis 
squamas flavidas ferentibus ; tibiis anticis in utruque sexu l)iden- 
tatis, tibiis posticis extus haud dentatis. — Long. 12 — 14 mm. 

Hab. : Franz. Congo (Fort Champel i. 

Schwarz, matt. Der Kopf ist grubig punktiert, der Clypeus 
ist ungefähr so lang wie breit, sein Vorderrand ist beim cf auf- 
gebogen und ausgebuchtet , beim $ dagegen ist der Vorderrand 
kaum ein wenig erhaben. Das Halsschild ist hinten so breit 
wie lang, die Seitenränder sind bis zur Mitte parallel, nach vorn 
ist das Halsschild vor der Mitte stark verjüngt. Die Seiten- 
ränder sind vor der Mitte ausgebuchtet und auch hinter der Mitte 
ist eine sehr leichte Buchtung zu erkennen. Vor dem Schild- 
chen ist die Basis flach ausgebogen , die Hinterecken sind ab- 
gerundet. Die Oberfläche ist quergerunzelt und mit zerstreuten 
Borstchen besetzt. Neben den Seitenrändern stehen vereinzelte 
Schuppen. Das Schildchen ist dreieckig und ziemlich lang, nadel- 
rissig. Auf den Flügeldecken markieren sich zwei undeutliche 
Flippen. Die Flügeldecken sind dicht und grob nadelrissig und 
lassen einige Längsnadelrisse erkennen. Die Nahtwinkel sind kurz 
abgerundet. Im hinteren Teile der Flügeldecken zeigen sich zu- 
weilen an den Seiten einige kleine helle Sprenkel. Das nadel- 
rissige Pygidium ist fast halbkreisförmig. Auch die Unterseite 
ist überall nadelrissig punktiert. Der Brustfortsatz ist kurz, 
gleich breit , die Mittelhüften nicht überragend , der Vorderrand 
ist abgerundet , die Mitte des Metasternums zeigt einen tiefen 
Längsriß. Das Abdomen des cf ist leicht konkav , ohne Längs- 
furche. Die Schenkel der Mittel- und Hinterbeine sind am Hinter- 
rande vor dem Ende ausgebuchtet. Die Schenkel sind ebenso 



Moser, Einige neue afrikanische Cetoniden. 337 

wie die Schienen mit gelblichen Schuppen bekleidet. Die Schienen 
und Tarsen sind ziemlich schlank , die Vorderschienen sind in 
beiden Geschlechtern zweizähnig , die Hinterschienen sind am 
Außenrande nicht gezähnt. 

C eno cliil u s p i' op 1/ g i d i a l i s n. sp. 

Niger, nitidus, planatus. Capite sat crebre punctato, clypeo 
medio convexo , margine antico sinuato ; prothorace vix latiore 
quam longiore, mediocriter dense punctato , punctis inaequalibus, 
lateribus rotundatis , ante angulos posticos parum obtusos paulo 
sinuatis , margine antico medio leviter produeto ; scutello parce 
subtiliter punctato ; elytris sat remote punctatis, singulis duabus 
seriebus punctorum instructis ; propygidio densissime flavido- 
squamoso ; pygidio maris convexo, parte apicali nitida impunctata 
excepta , opaco , aciculato , flavo-setoso ; pygidio feminae opaco, 
concavo , antice flavo-setoso. Subtus pectore medio parce punc- 
tato, lateribus aciculatis et flavo-pilosis, abdomine lateribus flavo- 
.squamoso-setosis , medio in femina parce punctato, in mare seg- 
mentis quatuor primis postice flavo-setosis, abdomine maris haud 
sulcato ; tibiis anticis bidentatis, tibiis posticis extus uno dente 
obstuso instructis. — Long. 15 — 18 mm. 

Hab. : Kamerun (Joko). 

Der Vorderrand des Mentums ist l)ei dieser Art ausgehöhlt, 
ähnlich wie bei den Arten der Untergattung Xenogenius. Ob 
letztere sich aufrecht erhalten läßt, erscheint mir fraglich. Jeden- 
falls kann diese Art nicht zu Xenogenius gestellt werden wegen 
der flachen Gestalt und des Fehlens einer Ventralfurche beim cf. 

Die Art ist schwarz , sehr flach, stark glänzend. Der Kopf 
ist ziemlich dicht punktiert, beim 5 dichter als beim cf. Hinter 
dem Scheitel ist der Kopf mehr oder weniger eingeschnürt. Der 
Clypeus ist in der Mitte gewölbt, sein Vorderrand ist flach aus- 
gebuchtet. Die Fühler sind dunkelbraun. Das Halsschild ist 
hinter der Mitte am breitesten und hier kaum breiter wie lang. 
Vor den Hinterecken sind die Seiten schwach ausgebuchtet , die 
Hinterecken sind ein wenig stumpfwinklig. Der Vorderrand ist 
in der Mitte etwas vorgezogen. Die Oberfläche ist mäßig dicht 
mit Punkten von ungleicher Stärke besetzt. Die beiden Ver- 
tiefungen an der Basis sind nur schwach und nadelrissig. Das 
Schildchen ist weitläufig und fein punktiert. Die Flügeldecken 
sind ziemlich zerstreut mit Punkten bedeckt , die Rippen mar- 
kieren sich nur undeutlich. Jede Flügeldecke trägt zwei Punkt- 
reihen, von denen die innere die Nahtrippe, die andere die innere 
Seite der ersten Dorsalrippe begrenzt. Vor dem Hinterrande sind 
die Flügeldecken nadelrissig. Das Propygidium ist sehr dicht 



338 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

mit gelblichen Schuppen hecleckt. Das Pygidium ist beim cf 
gewölbt, im hinteren Teile glatt und glänzend, sonst matt, nadel- 
i'issig und abstehend gelb beborstet. Beim $ ist das Pygidium, 
mit Ausnahme des glänzenden Hinterrandes, gleichfalls matt und 
nadelrissig und mit einer großen flachen Aushöhlung versehen. 
Der nicht ausgehöhlte Raum an der Basis ist gelb beborstet. 
Die Brust ist in der Mitte weitläufig punktiert , an den Seiten 
nadelrissig und gelb behaart. Das Abdomen trägt an den Seiten 
gelbe schuppenartige Borsten. Beim $ ist die Mitte des Ab- 
domens weitläufig punktiert und nur das erste Bauchsegment 
trägt ebenso wie beim d' eine gelbe Beborstung. Beim cf zeigen 
aber auch die drei folgenden Bauchsegmente in der hinteren 
Hälfte eine Borstenreihe. Die Vorderschienen sind am Ende zwei- 
zähnig, die Hinterschienen tragen in der Mitte der Außenseite 
einen stumpfen, schwach angedeuteten Zahn. 



Ohaus, III. Nachtrag zur Kenntnis der Philippin. Ruteliden. 339 

111. Nachtrag zur Kenntnis der Philippin. Ruteliden. 
(Col. lamell.) 

Von Dr. F. Oliaus, Berlin-Steglitz. 
Mit 3 Textfioruren. 



A II m a l n <J a p i t a 11 a 



51). 



A. sulcatidae Eschsch. proxirne aftinis. Minor, oblongo-ovalis, 
parum convexa, fusca, obscure viridi-aenea, nitida, supra glabra, 
snbtus cum pygidio sat dense flavopilosa. 

Long. 11 — 11^/0, lat. 5^/.2 — 6 mm. cf ?. Mindanao : Dapi- 
tan (Baker S.). 

Länglieh oval, schwach ge\völl)t , dunkel erzgrün, glänzend. 
Kopfschild knapp doppelt so breit als lang , rechtwinklig vier- 
eckig mit kaum gerundeten Ecken und leicht verdicktem , um- 
gebogenem Rand, dicht und fein gerunzelt, beim cf erzgrtin, beim 
? bronzebraun. Stirnnaht ein kaum sichtbarer gerader Strich ; 
Stirn dicht runzlig und zusammenfließend punktiert, Scheitel mit 
einzelnen , mäßig großen Ringpunkten. Halsschild etwa doppelt 
so breit als lang, die Seiten in der Mitte verbreitert , die recht- 
winkligen Vorderecken und stumpfwinkligen Hinterecken weder 
vorgezogen noch gerundet , die basale Randfurche in der Mitte 
nicht unterbrochen , die Oberfläche mit kräftigen , tiefen Ring- 
punkten überall dicht , an den Seiten hier und da zusammen- 
stoßend punktiert; Seitengrübchen scharf eingestochen. Schildchen 
zerstreut kräftig punktiert. Die Deckflügel sind nicht gefurcht, 
sondern nur mit Reihen kräftiger Ringpunkte bedeckt , die da- 
durch in ihrem Verlauf unregelmäßig werden, daß sich das Gewebe 
zwischen ihnen zu kurzen Querrunzeln erhebt ; Schultern und 
Spitzenbuckel sind gut gewölbt. 
Afterdecke dicht nadelrissig, beim 
(f ziemlich lang und dicht anliegend, 
beim ? kürzer und spärlicher gelb 
behaart. Bauch und Brust bei beiden 
in der Mitte spärlich, an den Seiten 
dichter gelb behaart. Vorderschienen 
mit kurzem , spitzem Seitenzahn, 
Hinterschienen beim cf ohne Aus- 
zeichnung. Fühler rotbraun. Die Forcepsform zeigt Fig. 1 ; 
die Parameren tragen unten an ihrer Bauchseite eine nach oben 
gekrümmte Spange, die mit einer wellig gekrümmten Haut oben 
belegt ist. 




340 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Änomala xestnpytja n. sp. 

.4. rorriiscanti proxime affinis , differt praecipue pygidio gla- 
berrimo, vix pevspicue punetulato. Oblongo-ovata, postice levitor 
anipliata, aut viridi-metallica aut aenea leviter cuprascens , poli- 
tissima ; capite et thoracis lateribus dense et fortiter, elytris et 
praecipue pygidio evanescenti-punctatis ; supra glabra, subtus sat 
dense et longe flavogriseo-pilosa. 

Long. 15 — 17, lat. SVo— l^V-2 ""»m- cf?- Philippinen: 
Benguet, Baguio (Baker S.). 

Eiförmig, der cf nur wenig, das $ stärker nacli hinten ver- 
breitert, ziemlich hoch gewölbt, metallisch grün oder messinggelb 
oder kupfrig bronzefarben, glänzend poliert. Kopfschild schwach 
trapezförmig mit leicht gerundeten Ecken und fein umgebogenem 
Rand, Stirnnaht verloschen , die Fläche wie die Stirn dicht und 
grob, zusammenfließend, der Scheitel grob einzeln punktiert. Hals- 
scliild dicht und grob , aber einzeln punktiert , nur vor dem 
Schildchen sind die Punkte feiner und zerstreuter, basale Rand- 
furche an den Seiten noch stärker verloschen als bei der corruscaiis, 
die Seiten in der Mitte winklig erweitert und der Seitenraud zu 
den Hinterwinkeln nach innen geschwungen. Schildchen ganz 
verloschen punktiert. Auf den Deckflügeln sind die primären 
Punktreihen ganz regelmäßig, die Punkte fein und ziemlich klein, 
das I. Interstitium von vorn bis hinten unregelmäßig fein punk- 
tiert , das IL und IIL mit je 1 einfachen Punktreihe ; innen 
neben der Schulter einige kurze Querrunzeln. 
Afterdecke glänzend poliert , zerstreut mit 
sehr feinen flachen Pünktchen ; nur am 
Vorderrand einige kurze Querstriche. Bauch- 
ringe in der Mitte zerstreut, an den Seiten 
dichter ziendich kräftig punktiert, die Mitte 
kahl , die Seiten mit zu Büscheln zu- 
sammengedrängten ziendich langen graugell)en Haaren ; Brust und 
Hüften dicht und kräftig punktiert, graugell) behaart. 

Die Forcepsparameren sind ähnlich denen der A. corruscaus, 
aber länger und schlanker. Fig. 2 zeigt die der A. xestopii>ja 
von der linken Seite, Fig. 3 zum A'^ergleich die der corruscaus. 

A. (EuchloiYi) triehopijija n. sp. 
E. (lasi/pi/ijae Burm. affinis, nuilto major, oblongo-ovalis , sat 
convexa, supra prasina , polita , subtus cum pedibus , pygidio et 
propygidio sat laete viridi-aenea , cuprascens , nitida , pygidium 
cum propygidio sericeum , pilis albis brevibus appressis dense 
vestitum , subtus nitida pectore et abdominis medio .sparsissime, 
hujiis lateribus densius fasciculatim pilosa. 




Ohaus, HI. Beitrag zur Kenntnis der l'hilippin. Ruteliden. 341 

Long. 20, lat. 10^/., — 11 mm. cf. Ins. Philippin. : Montalban 
(G. Böttcher' S.). 

Gestreckt oval , gewölbt , oben schön grasgrün , glänzend 
poliert , Unterseite und Beine , Afterdecke und vorletztes Tergit 
hell erzgrün mit Kupfersehiller. Kopf, Vorderrücken und Schild- 
chen sind ziemlich dicht und fein punktiert, die basale Randfurche 
des Halsschildes ist in der Mitte breit und beiderseits neben den 
Hinterwinkeln kurz unterbrochen. Schildchen mit glatten, hellen 
grün durchscheinenden und fein kupfrig gesäumten Seiten. Auf den 
gleichmäßig sehr fein punktierten Deckflügeln sind die primären 
Punktreihen ganz verloschen, der leicht verdickte Seitenrand ist 
hell erzgrün, die ihn begrenzende Randfurche geht bis zum Hinter- 
rand, innen im Verlauf der HI. primären Rippe stehen 5 — 6 kurze 
Querrunzeln. Vorletztes und letztes Tergit sind sehr dicht und 
fein (]uerrissig , seidenartig schimmernd , mit kurzen weißen an- 
liegenden Härchen bekleidet , zwischen denen sich um den After 
herum und an den Seiten einige längere gelbe Borsten erheben. 
Bauchringe und Brust sehr fein , aber weniger dicht nadelrissig, 
ziemlich lebhaft glänzend , spärlich und kurz behaart , nur die 
Seiten der Bauchringe mit Büscheln weißer Haare. Schenkel 
dicht und sehr fein punktiert. Am Forceps sind die Parameren 
ganz einfach . symmetrisch , die Ventralplatte des Mittelstückes 
vorn nicht verlängert. 

A. (Euchlo)xi) an guttata Burm. 
Burmeister gibt die Länge dieser Art mit G — 7 Pariser 
Linien, d.i. IS^.i — 15^/^ mm an: meine Stücke von den Philip- 
pinen schwanken sogar von 12 — 19 mm. Außer in der Länge 
ist die Art veränderlich auch in der Färbung der Afterdecke. 
Diese ist gewöhnlich erzgrün mit 2 gelben oder rotgelben läng- 
lichen Flecken, die in der Form eines lateinischen V angeordnet 
sind , die Spitze über der Afteröffnung. Diese gelben Flecken 
können sich vergrößern , so daß nur ein schmaler grüner Mittel- 
streifen und Seitenrand übrig bleibt ; in seltenen Fällen wird die 
ganze Afterdecke bis auf einen feinen, in den Vorderecken etwas 
verbreiterten grünen Saum gelb. Der umgekehrte Fall , daß die 
grüne Färbung sich ausbreitet auf Kosten der gelben und sie 
ganz verdrängt, ist mir noch nicht vorgekommen ; wo die After- 
decke scheinbar gleichmäßig erzgrün ist, handelt es sich um ölige 
Stücke. Die gut charakterisierte F r m des Forceps ist bei 
allen Stücken im wesentlichen die gleiche ; die Länge und 
Breite der Parameren ist bei den größten (f cf jedoch deutlich 
größer als bei den kleinsten , so daß es aus diesem Grunde zu 
einer Teilunw der Art in zwei Rassen — eine kleine und eine 



342 Stettiner Entomologische Zeitung-. 76. 1915. 

große — kommen dürfte. Leider ist über die Lebensweise , die 
Erscheinungszeit und das genaue Vorkommen dieses Käfers gar 
nichts bekannt , so daß wir die Frage , ob die kleinen Stücke 
vielleicht andere Futterpflanzen oder anderes Vorkommen (in der 
Ebene oder in den Bergen) haben als die großen Stücke, zur 
Zeit noch nicht beantworten können. 

Als Synonym gehört zur E. ano yntt ata Burm. die E. 
(li ehr opus Blanch. Blanchard hatte ein kleines Stück der erst- 
genannten Art von den Philippinen mit relativ dunkler Afterdecke 
vor sich, das ihn bewog, seine größere Form mit hellerer After- 
decke von Makassar als davon verschiedene Art zu betrachten. 
Ich habe die Blanchardsche Type im Pariser Museum untersucht 
imd sonst keine Unterschiede von der anoguttata Burm. gefunden. 
Auf Celebes ist die Art noch ein wenig schwankender in der 
Größe; mein kleinstes Stück mißt 12\'., , das größte 21 mm. 
Auffälligerweise zeigen nur die kleinen Stücke, 12^/., — 14 mm, 
Schwankungen in der Färbung der Afterdecke mit Neigung zum 
völligen Verschwinden der grünen Grundfarbe auch auf den Bauch- 
ringen ; die mir vorliegenden 5 großen Tiere haben alle gleich- 
mäßig grüne Afterdecke mit den 2 gelben Makeln. 

Die Art verbreitet sich östlich über Neu-Guinea hinau« bis 
zu den Salomonen und Luisiaden. Ich liesitze sie von S a 1 e y e r , 
Nov. 95, A. Everett S. WhV.—Vl^Umxn)] von Ternate, 
A. R. Wallace S. (12 — 19 mm); von Djilolo (18^2 "H") ; '^on 
Amboina (19^/., mm). Von Bat j an erhielt ich sie in großer 
Zahl, Doherty S.,"Waterstradt S. und Koller, VII. 1906. S. ; diese 
Stücke schwanken nur von 15 — 20 mm, während dagegen einige 
Stücke von den A r u - Inseln nur 14 — 15 mm messen. Auf Neu- 
Guinea ist sie überall verbreitet; aus dem holländischen Teil 
der Insel besitze ich sie vom Nordrivier , IX. 1909, Lorentz S. 
und von Merauke (15 — 17 mm); aus dem deutschen Teil haupt- 
sächlich vom Sattelberg, Wahnes S., und von Bongu (15^., bis 
19 mm). Das Kgl. Zool. Museum in Berlin besitzt Stücke von 
der Küste, Huon Golf, Kela Samoa-Hafen, I. — II. 1910, Neu- 
hauß S. , aus der Astrolabe Bai , Stephansort , Rhode S. , und 
Friedrich Wilhelmhafen, Neuhauß S., wie auch aus dem Innern, 
von der Kaiserin-Augustafluß-Expedition , Standlager am April- 
fluß 3—9. X. 1912, Hauptlager l)ei Malu 27. III. 1913 und 
Lager am Lehmfluß IV. ^ — V. 1913, Bürgers S. ; die Stücke von der 
Küste messen 12^/^ — 16, die aus dem Innern 16^, — ISVo nun. 
Vom britischen Teil der Insel besitze ich die Art aus der Redscar 
Bay, Lix S., von Mailu VII. 1895, von Moroka, 3500 F., X. 1895, 
von Mt. Alexandre to Mt. Nislw't, I. und IL 1896, und vom IMt. 
Cameron , VIII. — IX. 1896 , die letzteren alle von Anthony ge- 



0hau8, III. Beitrag zur Kenntnis der Philippin. Kuteliden. 343 

sammelt, 15 — 17 mm lang. Von der F e rgu s s n - Insel besitze 
ich 3 Stücke , vom IX. — XII. 1894 von A. S. Meek gesammelt, 
die nur (f 14^/., — $ 16 mm messen; ebenso sind 3 Stücke von 
der Trobriand-Insel, Kiriwini III.— V. 1895, A. S. Meek S., 
14^/2 cf bis 17 mm $ lang, und 2 Stücke von St. Aignan, 
Luisiaden, VIII. — XI. 97, A. S. Meek S., messen 15\., — 17 mm. 
Stücke von der S u d - E s t- Insel , im April 1898 vom Meek ge- 
sammelt, messen 16 — 17, ein ? von den Salomou-Inseln, Baining 
Berge, 18 mm. 

In einer alten Sammlung fand ich 1 cf , 2 $ dieser Art mit 
dem Fundortszettel : Java, Bantam. Wenn diese Fundorts- 
angabe richtig ist , dann handelt es sich wohl um Stücke , die 
als Larven an Wurzeln von Nutz- oder Zierpflanzen eingeschleppt 
wurden. 

Riitel a r c h a B a k e r i n . sp . 

R. quadrmamlatae proxime affinis , differt praecipue elytris 
glaberrimis haud punctato - striatis. Elliptica , convexa , supra 
rul)ra politissima, nigromaculata, subtus nigra flavomaculata ; supra 
glabra , subtus sparsissime in femoribus et tarsis solum flavo- 
hirsuta. 

Long. 14^/2, lat. 9 nun. $. Philippinen: Baguio auf Ben- 
guet ; von Herrn Prof. Baker gesammelt und ihm gewidmet. 

Elliptisch, ziemlich stark gewölbt, oben hell rot mit schwarzen 
Flecken wie die zunächst verwandte R. quadvirnaculata von Borneo 
und Sumatra , unten schwarz mit hellgelber Zeichnung. Kopf- 
schild mehr als doppelt so breit wie lang, mit fein aufgebogenem 
Rand und 2 kurzen stumpfen Zacken vorn, die Oberfläche glän- 
zend, mit einzelnen tiefen Nadelrissen , in der Mitte vor der 
Stirnnaht mit einem schwachen glänzend glatten Höckerchen. 
Stirnnaht an den Seiten als kurze , scharf eingerissene Furche 
erkennbar , in der Mitte unterbrochen und hier die Stirn drei- 
seitig eingedrückt , hier mit einigen wenigen , an den Seiten bei 
den Augen mit zahlreichen tiefen Nadelrissen, die Mitte von Stirn 
und Scheitel ganz glatt poliert, der ganze Kopf schwarz. Hals- 
schild gleichmäßig gewölbt , die Mitte nicht höckerartig wie bei 
der quadrimamlata, mit drei kräftigen schwarzen Längsbinden, die 
hinten durch einen breiten , vorn durch einen feinen Querstrich 
nüteinander verbunden sind ; die beiden äußeren Längsbinden sind 
nach außen bis zum Seitengrübchen erweitert und umschließen 
2 satt rote Längsmakeln , die durch den mittleren schwarzen 
Längsstrich getrennt nirgends den Rand berühren ; die breiten 
Seitenstreifen sind mehr gelbrot ; die Seiten tragen von den 
Vorderwinkeln beginnend bis über das Seitengrübchen hinaus eine 
Zone tiefer Nadelrisse und vor den Hinterwinkeln einzelne Punkte : 



344 



Stettiner Entomologische Zeitung-. 76. 1915. 



.sonst ist das Halsschüd ganz glatt. Das Schildchen ist ebenso 
breit , aber relativ kürzer als bei der quadrimaculata , schwarz, 
glatt. Die Deckflügel sind satt rot , nur die Naht mit feinem, 
rotgelbem Streifen , die Schultern mit einer großen schwarzen 
Makel , die den Vorderrand erreicht , die Seiten mit einem ziem- 
lich breiten Querstreifen , der vom Seitenrand bis fast zur Mitte 
der Scheibe reicht ; sie sind glatt poliert, punktfrei bis auf einige 
kurze Reste der primären Punktreihen in dem Eindruck außen 
neben den Schultern. Afterdecke und Bauchringe hellgelb mit 
schwarzer Umrandung, in der Mitte glatt , nur in der schwarzen 
Umrandung fein runzlig. Hinterhüften und Brust schwarz , der 
kräftige, aber kurze und gerade nach vorn gerichtete Mesosternal- 
fortsatz mit hellgelben Flecken. Schenkel hellgelb, Schienen rot- 
gelb, mit schwarzem Saum und schwarzen Längsflecken. Tarsen 
schwarz. Fühler rotgelb mit dunklem Außenblatt der Keule. 
Vorderschienen dreizähnig , der mittlere Zahn dem Spitzeuzahn 
genähert ; Sporen der Hinterschienen kurz , gerundet : an allen 
Füßen die größere Klaue gegabelt. 

Durch Körperform, Färbung und die glatten Deckflügel wird 
diese Art der Rutela sanguinolenta von Centralamerika sehr ähnlich, 
unterscheidet sich aber leicht durch die Schildchenform und die 
gegabelten Klauen. 



Sclimidt, Die Dictyopliarinen des Stettiner Museums. 345 

Die Dictyopharinen des Stettiner Museums. 
{Hemiptera Homoptera) 

Von Edmund Sclimidt, Stettin. 

Familie Fulgoridae. 
Siibfamilie Vtcfyoplifn'inae. 

L. Melichar, Monograpliie der Dictyophorinen. Abli. zool.- 
bot. Ges. Wien, YII. 1 (1912). 

Zu dem Material , welches Dr. Melichar bei seiner Arbeit 
vorgelegen hat , gehörte auch das des Stettiner naturhistorischen 
Museums. 

Anfang Dezember 1915 gelangte ich in den Besitz der Arbeit 
Dr. Melichars und machte mich sogleich daran, das Material des 
liiesigen Museums an der Hand der Monographie in die Samm- 
lung einzuordnen. Bei dieser Arbeit mußte ich die unerfreu- 
liche Entdeckung machen , daß die Arten in den meisten Fällen 
falsche Bestimmungszettel trugen, und auf den Bestimmungszetteln 
sich auch Namen fanden, die in der Monographie nicht vorhanden 
waren. Ferner fanden sich unter einer Art nicht allein andere 
Arten derselben Gattung, sondern auch solche anderer Gattungen. 
Die Folge war , daß ich das von Dr. L. Melichar bearbeitete 
Museumsmaterial gänzlich nachprüfen mußte, ehe ich daran gehen 
konnte, es in die Sammlung zu bringen. 

Sei es nun Verwechslung der Etiketten oder spätere üm- 
benennung der Arten, die zu diesen falschen Bestimmungen führte. 
— jedenfalls ist es eine Nachlässigkeit, das Material eines Museums 
ohne vorherige Durchsicht und richtige Bezettelung zurückzusenden. 

Auch die Angabe des Stettiner Materials bei den einzelnen 
Arten ist in der Monographie ungenügend und oberflächlich , ich 
erlaube mir daher, an verschiedenen Stellen dieser kleinen Arbeit 
darauf hinzuweisen und Fehler richtig zu stellen. 

Auf Seite 6 und 175 in der Monographie nennt Melichar 
die IV. Gruppe ^^Bursini"' . Die Gattung Bursinia beflndet sich 
jedoch in der V. Gruppe ,^ Orgerini"' ^ demnach kann die IV. Gruppe 
(Tribus) den Namen nicht führen, ich schlage den Namen „Li/n- 
cidiui Schmidt'* vor. 

Gelegentlich der Bearbeitung des Genus Dichoptera Spinola 
(1839) , welche ich im Jahre 1910 durchführte, und deren Er- 
gebnis ich in der „Stett. Ent. Zeit., LXXII . Seite 248—255 
(1911)" veröffentlichte, hatte ich mich schon davon überzeugt, 
daß Germar seine Gattung nicht Dictyophoi'fi , sondern Dicty- 
oyhara genannt hatte (Germ., Silb. Rev. ent. I, p. 175, 1833). 



346 Stettiner Entomologische Zeitung-. 76. 1915. 

Damals war zu erwarten, daß Dr. Melichar seine Monographie 
über die Subfamilie der Dictyopharinae in nicht allzulanger Zeit 
Avürde erscheinen lassen und dann feststellen, wie es gekommen 
ist, daß der Name Dktyophora bei den meisten Autoren Aufnahme 
gefunden hat, da Dr. Melichar in seinen Veröffentlichungen stets 
Dictfiophuva beibehalten hatte. 

Ich bin nun im Besitz der Monographie und erstaunt ül)er 
die Benennung der Subfamilie (D i c t y o p h o r i n e n) und der 
Gattung [Bkfyophorci) und der Begründung , die Dr. Melichar auf 
Seite 115 seiner Arbeit gibt: „Viele Autoren haben die 
von G e r m a r g e s c h a f f e n e B e z e i c h n u n g Z» i c f ?/ o p /« o rrr 
in Dictijophara abgeändert usw. Obzwar ich selbst 
in meinen früheren Arbeiten diese Abänderung 
angenommen habe, muß ich jetzt die G e r m a r s c h e 
Bezeichnung aufrecht erhalten". 

Aus dieser Äußerung ist ersichtlich , daß Dr. Melichar ohne 
die Arbeit von Germar zur Hand zu nehmen , ohne sich von der 
Richtigkeit der Schreibweise des Namens zu überzeugen, späteren 
Autoren gefolgt ist und somit gerade geschaffen hat, was er ver- 
meiden wollte. 

Meine Nachforschungen au der Hand der mir zugänglichen 
Literatur haben ergeben, daß Burmeister es war, der die Schreib- 
weise Dicti/opJtom als erster gebraucht hat. 

Biirmeister, Handbuch der Entomologie, Band II, Seite 159 
(1835). An dieser Stelle stellt Burmeister für die Gattung 
Diefi/ophora Germ, den Namen Pseudophana auf und erklärt in 
einer Fußnote: „Der Name Dicfyophora konnte nicht bleiben, da 
schon eine Pilzgattung diesen Namen führt." 

Alle späteren Autoren ])is zum Jahre 1866 haben allem 
Anscheine nach nur von Burmeister abgesclirieben , denn einige 
haben den Namen Burmeisters, Pseudophana, angenommen, während 
andere den von Burmeister als Dktyopliora Germ, wiedergegebenen 
weiterführen. 

[Spin. Ann. Soc. Ent. Fr., VIH , p. 290 (1839); Am. et 
Serv., Hist. Nat. Hern., p. 506 (1843) ; Walk., List of Hom., II, 
p. 307 (1851); Stäl, Öfv. Vet. Ak. Förh., p. 91 (1855) usw.J 

Im Jahre 1866 scheint Still Nachforschungen, ob Dicfyophora 
oder Dictyophara richtig ist, angestellt zu haben, denn er schreibt 
Dicfyopham Germ., läßt Pseudophana Burm. fallen und erklärt in 
einer Fußnote den Namen Dictyophara Germ. Stäl, Hem. Afr. IV, 
p. 151 und 154 (1866). Trotz der Richtigstellung der Schreib- 
weise des Namens durch Stäl tritt die Schreibweise von Bur- 
meister in den späteren Jahren (Fieber 1875, Puton 1899) wieder 
auf und erhält durch Kirkaldy im Jahre 1907 eine falsche Berech- 



Schmidt, Die Dictyopharinen des Stettiner Musevirns. 347 

tigung, indem er die Schreibweise Dictijophora nimmt und Distant 
die Schreibweise DkUjophara als unrichtig vorhält. Kirk., Report 
of the work of the Experiment Station of the Hawaian Sugar 
Planter's Association. Division of Entoniology. Bulletin No. III, 
p. 95, 121, 122 1907). Prof. Dr. A. Jacobi hat in seinen 
Arbeiten die Burmeistersche Schweibweise Birtyophom gewählt, 
während Oshanin und Melichar bis zur Monographie 1912 die 
richtige Schreibweise, Avahrscheinlich nach Stäl 1866, Dictyophara 
verwendeten. 

Alle Autoren nach Burmeister (1835) haben demnach von 
Burmeister abgeschrieben mit Ausnahme derer , die Stal (1866) 
gefolgt sind, was seinen Grund darin zu haben scheint, daß die 
Arbeit Germars schwer zu haben war (Sib. Rev. ent. I, 1833). 

In dem mir vorliegenden Exemplar steht ganz klar und 
deutlich DicftjopJtarfi , und deshalb muß die Schreibweise Dicfi/- 
ophom Burm. endgültig fallen und dafür die richtige Schreibweise 
Dictyophafa Germ, treten. Es heißt also richtig : 

D i c f // p Ii a r a , D i c f // o p li a r i i/i , D i c f // o p h a r i n a e. 

Tribus CUHlyphinL 

Genus Diaeira Walker. 

Mel. Monogr. S. 12. 

Typus : Dincira diaphana Fabr. 

Diacira ohiiquafa Westw. 
Mel. Monogr. S. 14. 
1 $. Brasilien: Matto Grosso, Cayabti. 

Diacira JxiJiciana Dist. 

Mel. Monogr. S. 15. 

1 cf, 1 ?. Bolivien: Prov. Sara (Steinbach S.). 

Tribus J>icliopterini. 

Genus Dichoptera Spinola. 

Mel. Monogr. S. 16. 

Typus : Pichopteva hjalinata Fabr. 

Diclwpiera liyalinata Fabr. 
Mel. Monogr. S. 17. 

1 cf. Bengalen. 

Dichoptera conapersa Schmidt. 
Mel. Monogr. S. 22. 

2 cf c/ (Typen). Bankok. 



348 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

Tribiis IHctfjopliaHnL 

Gemis IkJKtpltiopJioffi Schaum. 

Mel. Monogr. S. 34. 

Typus : Rhaphiophom vitrea Schaum. 

Bhapliiopliora citrea Schaum. 
Mel. Monogr. S. 36. 

1 $. Kamerun: Kribi, 1908 Lamey (Rhode S.). 

Bhaphiopliora zepliyi'us Gerst. 
Mel. Monogr. S. 36. 

2 $ $. Loango. 

lihapJtiopliora 'nürtcata Mel. 
Mel. Monogr. S. 37. 
1 ?. Ostafrika : Pangwe. 

(Teims Miffsff Distaiit. 

Mel. Monogr. S. 37. 

Typus : Miasa smaragdilinea Walk. 

Jliasa smarcKidU'niea AValk. 
Mel. Monogr. S. 38. 

Viele cf cf und ? $. Sumatra: Soekaranda . Januar 1894 
(Dr. H. Dohrn). 

1 ?. Java (H. Fruhstorfer S.). 

1 cf , 1 ?. Borneo : Matang Mt., Dezember 1909. 

Jliasa i'iihrocittata Schmidt. 
Mel. Monogr. S. 39. 

Mehrere cf o^ und $? und 2 Larven (Typen). Sumatra: 
Soekaranda, Januar 1894 (Dr. H. Dohrn). 
1 ?. Java (H. Fruhstorfer S.). 

Geuus CeiifrotneHa Stäl. 

Mel. Monogr. S. 41. 

Typus : Centromeria loinjipeiinis Walk. 

Centromeria longipennis Walk. 
Mel. :\Ionogr. S. 43. 
1 cf, 4 ??. Sumatra : Soekaranda, Januar 1894 (Dr. H. Dohrn». 

1 ?. Nord-Borneo (Waterstradt S.). 

Cenfronierla spe'dinea AValk. 
Mel. Monogr. S. 42. 

cf cf, $ § und Larven. Sumatra: Soekaranda, Januar 1894 
(Dr. H. Dohrn). 

2 ?$. Borneo: Matang Mt., Dezember 1909. 



Schmidt, Die Dietyopharincn des Stettiner Museums. 349 

Genus Ceiifronierifuifi Meliehar, 

Mel. Monogr. S. 45. 

Typus : Centromeriana jocosk Gerst. 

Cenfroineriana jocoxa Gerst. 
Mel. Monogr. S. 45. 
1 ?. Beni ä Lesse, fin VII. 1911. 

Genus Fvi'itandea Meliehar. 

Mel. Monogr. S. 53. 

Typus : Fernandea Goiiradti Mel. 

Fernandea Conradü Mel. 

Mel. Monogr. S. 53. 

1 ? (Typus). Westafrika: Fernando Po (L. Conraclt S.). 

Dr. Meliehar hat es unterlassen , in der Monographie am 
Schluß der Artbeschreibung das Stück des Stettiner Museums zu 
nennen, was ich hiermit tue und berichtige. 

Genus forffuof/nia Meliehar. 

Mel. Monogr. S. 54. 

Typus : Paranagnia afra Stäl. 

Paranagnia afra Stal. 

Mel. Monogr. S. 56. 

1 $. D. 0.- Afrika: Nyembe - Bulungwa , 1914 (Hammer- 
stein S.). 

1 ?. Sankishya, 7. IV. 1911. 

In der Gattungsbeschreibung auf Seite 54 am Schluß des 
1 . Absatzes muß es heißen : Die Vorderschenkel unten blattartig 
erweitert usw. und nicht die Vorderschienen. 

Paranagnia aethiopica Mel. 

Mel. Monogr. S. 57. 

1 $. Scioa : Ambocarra, V. 1885 (Ragazzi). 

Genus OHhopagns Uhler, 

Mel. Monogr. S. 57. 

Typus : Orthopagus splendens Germ. 

Orthopagus splendens Germ. 

Mel. Monogr. S. 59. 

1 cf , 1 ?. Sumatra: Soekaranda, Januar 1894 (Dr. H. Dohrn). 

Ortliopagus helios Mel. 
Mel. Monogr. S. 60. 
1 cf , 1 ?. Formosa : Taihanroku, VII. (H. Sauter S.). 

Stettiner Entomologische Zeitung, Heft II. 23 



350 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Genus Alnutki Stäl. 

Stäl, Hemipt. Afiic, IV. p. 160 (1866). 

Mel., Monogr. der Dictyophariiien, p. Gl (1912). 

Typus : Aluutia Schimperii Guer. 

Älnntia borneen.sis n. sp. 

$. Kopf mit Kopffortsatz (5 mm) kaum merklich länger als 
Pronotum und Schildchen (4^/.2 mm) zusammen, ungefähr dreimal 
so lang als das Pronotum. Der Scheitel ist zwischen den Augen 
mit einer Längsfurche versehen , und die Eindrücke der oberen 
Scheitelseitenränder sind kurz vor der Mitte des Kopffortsatzes. 
Die Färbung des Tieres ist grün. Der Kopf und Kopffortsatz, 
die oberen Pronotum-Seitenkiele und der Costalrand der Deck- 
flügel, sovpie einige Nerven der Hinterflügel und Teile des Hinter- 
leibes sind bräunlich gelb. 

Länge 18^/.2 mm, Spannweite der Deckflügel 33 mm. 

Borneo: Baram, 17. X. 1910. 

Genus Aself/eio Walker. 

Mel. Monogr. S. 63. 

Typus : Asehjeia ramiilifem Walk. 

Äselgeia rainulifera Walk. 

Mel. Monogr. S. 63. 

1 ?. Sankishya, 5. IV. 1911. 

Genus Plegniatoptera Spinohu 

Spin., Ann. Soc. Ent. Fr., VÜI, p. 283 (1839). ' 
Mel., Monographie S. 65 (1912). 
Typus : Plegmntoptera prasina Spin. 

Plegm (dopte ra fJai-fscufelhtfa ii. sp. 

§. Das mir vorliegende $ ist entschieden eine neue Art 
und steht der PI. prasina Spin. nahe. Der Vergleich dieses Tieres 
mit der Beschreibung und Abbildung , Avelche Spinola von PL 
prasina gibt, hat ergeben , daß die Scheidenpolster (f. Spin.) am 
Ende nicht spitz, sondern breit abgerundet, ferner die Scheiden- 
polster breiter und die Innenränder mehr abgerundet vorgezogen 
und kaum l^/oUial so lang als an der breitesten Stelle breit sind. 
Deckflügelform wie bei PL prasina, die Gabelung der Hauptadern 
ist anders. 

Der Radius gabelt sich hinter der Mitte , vor Beginn der 
Quernerven am Ende der Costalzelle ; Media und Cubitus gabeln 
sich in gleicher Entfernung von der Basalzelle , im Basaldrittel 
der Deckflügel ; die beiden Gabeläste der Media gabeln sich un- 



Schmidt, Die Dictyopharinen des Stettiner Museums. 351 

gefähv in der gleichen Entfernung ihrer Ursprungsstelle , ihre 
Gabelschäfte sind etwas kürzer als der Schaft der Media. Die 
Fcärbung ist im großen ganzen grün ; das Schildchen, der Co.stal- 
rand und die beiden ersten Rückensegmente sind sehwach ocker- 
gelb, die Brust , die Schenkel und die ersten Bauchsegmente in 
der Mitte blaßgelb oder blaß grünlichgelb, die oberen Randkiele 
des Pronotum und die Höcker hinter den Augen schwach grün- 
lich weißgelb ; zwei Flec-ke am Scheitelvorderrand und die Mitte 
des Bogenkieles unterhalb des braungelben , glatten Dreiecks, 
welches zwischen dem Bogenkiel und dem Scheitelrand sich be- 
findet, sind pechbraun gefärbt ; einige Nerven der glashellen Deck- 
flügel in der Mitte des Coriums sind rostgelb. 

Länge 15 mm, Spannweite 42 mm; Vorderflügellänge 18 ^/g mm, 
größte Breite 7^/., mm. 

Bolivien : Prov. Sara (Steinbach S.). 

Genus Pleroplegtnd Melicliar. 

Mel. Monogr. S. 66. 

Typus : Pteropleipna mulüretieulata Jac. 

Pteroplegrna iiinltireticidata Jac. 
Mel. Monogr. S. 67. 

1 ?. Brasilien : St. Catharina (Lüderwaldt S.). 
Die Angabe Melichars , daß ihm Stücke dieser Art aus dem 
Stettiner Museum vorgelegen haben , ist nicht richtig ; Tiere mit 
Fundortsangabe „Espirito Santo" besitzt das hiesige Museum 
nicht , es ist nur das eine erwähnte $ in der Sammlung vor- 
handen. 

Pteroplegiiia hraclujceps Mel. 

Mel. Monogr. S. 67. 

1 cf (Typus). Bolivien : Prov. Sara (Steinbach S.). 

Geuus Xei'sia Stäl. 

Mel. Monogr. S. 68. 

Typus : Nersia haedina Stäl. 

Nersia dlsttnguenda Spin. 

Mel. Monogr. S. 71. 

1 $. Brasilien : St. Catharina (Lüderwaldt S.). 

Dieses Exemplar hat Melichar vorgelegen , ist jedoch un- 
erwähnt geblieben. 

Xersia fforens Stäl. 
Mel. Monogr. S. 72. 

2 d"cf, 1 ?. Columbien (E. Pehlke S.). 

23* 



352 Stettiner Entomologif'ohe Zeitung. 76. 1915. 

1 cf. Demerara, II— III. 1904 (R. Haensch S.)- 

1 cf. Bolivien : Prov. Sara (Steinbach S.j. 

1 cf. Surinam (Thorey). 

1 ?. Brasilien : Obidos. 

1 ?. Mexico: Cliiapas, 20. IX. 07 (L. Conradt S.). 

Nersia .sertata Jac. 
Mel. Monogr. S. 76. 
1 ? (Cotypus). Brasilien : R. Grande d. Sul (Staudinger v.), 

Xei'sia orhata Mel. 
Mel. Monogr. S. 138. 

1 2- D. -Ost-Afrika : Nyembe, Mai 1913 (Hammerstein S.). 
1 $. D. -Ost- Afrika: Nyembe-Bulungwa, 1914 (Hammerstein S.). 

Nersia serena Stäl. 
Mel. Monogr. S. 137. 
1 ?. Usambara. 

Dieses Exemplar hat Dr. Melichar vorgelegen , wurde in der 
Arbeit aber nicht genannt. 

1 (f. D.-Ost-Afrika : Nyembe, Mai 1913 (Hammerstein S.). 

2 $ ?. Transvaal, Zoutpansberg. 
1 ?. Bukama, 1. VI. 1911. 

Xersla pau^em Mel. 
Mel. Monogr. S. 138. 

3 cf cf , 3 ? $. D.-Ost-Afrika : Nyembe-Bulungwa (Hammer- 
stein S.). 

(Jeuns Bictyoptei'a Melichar. 
Mel. Monogr. S. 77. 
Typus : DicUjoptera pohjneura Berg. 

Dkfijoptera poli/new'a Berg. 
Mel. Monogr. S. 78. 
1 $. Brasilien : Bahia (Fruhstorfer). 

Dicti/opfei'a i'ostmfa Mel. 
Mel. Monogr. S. 78. 

1 cf (Typus). Brasilien : St. Catharina (Lüderwaldt S.). 
1 ?. Brasilien. 

Genus LappUhi Aui. et Serv. 

Mel. Monogr. S. 81. 

Typus : Lappida prohoscidea Spin. 

Lappida instabiJis Mel. 
Mel. Monogr. S. 85. 
1 5. Chiriqui. 



Schmidt, Die Dictyopbarinen des Stettiner Museums. 353 

Genus T'firalfiinthhi Melicliar. 

M.^1. MonogT. S. 89. 

Ty^ius : Paralappida Umhatwervis Stal. 

Paralapp'ida Jimhatinervis Stal. 
Mel. Monogr. S. 89. 
2 c/c/, 1 ?. Brasilien: S. Catharina (Lüdenvaldt S.). 

Genus Leprofa 3Ielichar. 

Mel. Monogr. S. 91. 

Typus : Leprota fulgoroides Walk. 

Leprota fulgomides Walk. 

Mel. Monogr. S. 91. 

1 $. Sumatra: Soekaranda , Januar 1894 (Dr. H. Dohrn\ 

1 ?. Borneo: Busan ? , Juni 1909. 

Genus Diel yophoroHles Fowler. 

Mel. Monogr. S. 93. 
Typus : DkUjopharoides tenuirostris Fowl. 

Dr. Melichar nennt Distant als Autor der Gattung und des 
Typus, dies ist nicht richtig, der Autor ist Fowler. 

Dictyopliaroides ferocula Dist. 

Mel. Monogr. S. 95. 

Der Autor ist nicht Fowler, wie Dr. Melichar anführt, son- 
dern Distant. 

In der Sammlung befindet sich ein $ , das Dr. Melichar für 
diese Art ansieht (es trägt den Determinantenzettel von Dr. Meli- 
char) und den Fundortszettel: „Ecuador: Loja, Sept. 1905 
(Dr. Fr. Ohaus S.)", und ich vermute, daß dieses Stück das ist, 
welches Dr. Melichar in seiner Arbeit nennt. 

Dieses Tier ist nun auf keinen Fall I>. ferocula Dist. und 
nicht nur eine andere Art dieser Gattung , sondern überhaupt 
eine andere Gattung. (Die Richtigstellung dieses Stückes, sowie 
einer kleinen Zahl anderer, die von Dr. Melichar falsch bestimmt 
.sind , muß ich für später in Aussicht nehmen , da mir die Zeit 
infolge der Kriegsjahre für wissenschaftliche Arbeiten sehr knapp 
bemessen ist.) 

Dagegen besitzt die Sammlung ein $ aus Kolumbien , das 
sehr gut diese Art sein kann und in der Größe und dem Geäder 
mit D. ferocula Dist. übereinstimmt. (Columbien : Hac. Pehlke, 
IV— VI. 1908 (E. Pehlke S.). Es i.st aber auch leicht möglich, 
hierin eine noch unbekannte Art zu haben, da die Kopffortsatz- 
kiele und die Seitenrandkiele des Pronotum schwarz sefärbt sind. 



354 Sttttinei- Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

Dictijopliaro'ides inficifa Melichar. 

Mel. Monogr. S. 97. 

1 $ (Typus). Ecuador: Bafios (R. Haensch S.). 

Dr. Melichar gibt als Fundort „Ecuador: Sabanillia (Museum 
Stettin)" an, dies ist unrichtig, ein Stück mit diesem Fundorts- 
zettel besitzt die Sammlung nicht. In der Beschreibung heißt 
es , daß das Stigma vierzellig sein soll — das Stigma ist nur 
dreizellig. 

Geuus Dori/p/iortno 3Ielichar, 

Mel. Monogr. S. 99. 

Typus : DonjpJiorina Stäli Mel. 

Do]'t/phoj'}))(i SfdJi Mel. 

Mel. Monogr. S. 100. 

1 ? (Typus). Sumatra: Liangagas (Dr. H. Dohrn). 

1 cf, 1 ? (Typen). Sumatra: Soekaranda , Januar 1894 
(Dr. H. Dohrn). 

1 cf, 2 ??, 1 Larve. Sumatra: Soekaranda, Januar 1894 , 

(Dr. H. Dohrn). 

Dr. Melichar hat es unterlassen zu sagen , daß die Typen 
sich im Stettiner Museum befinden. 

Genus Thamif<nUctft<i Kirkaldy. ' 

Mel. Monogr. S. 105. 
Typus : Thanntodictya Mfasciata Dist. 

Thanatodictya Uneata Don. 

Mel. Monogr. S. 106. 

1 ?. Ceylon (Nietner S.). 

Thauatodicfi/a fuscoviftata Stäl. 

Mel. Monogr. S. 107. I 

1 cf- Sumatra: Soekaranda (Dr. H. Dohrn). i 

1 Exemplar ohne Hinterleib. Java (H. Fruhstorfer S.). ' , 

Dr. Melichar hat versehentlich bei der Aufzählung der Museen I 

das Stettiner Museum vergessen. ^ 

Tlianatodicttja praefernda Dist. 

Mel. Monogr. S. 107. 

1 Stück ohne Hinterleib. Australien : Queensland. 

Thanatodictiia insignis Dist. 

Mel. Monogr. S. 107. 
1 $. Nord-Australien. 

Dieses Exemplar hat Dr. Melichai' vorgelegen , ist jedoch in 
der Arbeit unerAvähnt geblieben. 



Schmidt, Die Dictyopliarinen des Stettiner Museums. 355 

Genus Ha.sfa Kirkaldy. 
Mel. Monogr. S. 109. 
Typus : Hastet hastata Kirk. 

Hasta hasfafa Kirk. 
Mel. Monogv. S. 110. 

2 § ?. Australien und Nord-Australien. 

Ifüsta ogadensis Mel. 
Mel. Monogr. S. 111. 
1 cf. U.-Ost- Afrika : Kilwa, VI.— VIII. 1899 (Reimer S.). 

(remis Endlcfyff 3Ielichar. 

Mel. Monogr. 8. 113. 
Typus : Eudicti/a (/rata Mel. 

Kudicft/a iji-nta Mel. 
Mel. Monogr. S. 113. 

1 ? (Typus). Argentinien : Mendoza, 5. XII. 1906 (Jensen- 
Haarup S.). 

Dr. Melichar verschweigt , daß der Typus sich im Stettiner 
Museum befindet. 

fireuus Dictijophafa Germar. 
Mel. Monogr. S. 114. 
Typus : Dictyophara enropaea L. 

Dktiiopham enropaea L. 
Mel. Monogr. S. 120. 
1 $. Paris, 17. VIII. 

1 $. Neapel, 6. X. 13 (E. Schmidt S.). 

Dictijophara pannouica Germ. 
Mel. Monogr. S. 118. 

3 cf cf, 2 ?$. Sarepta (Becker S.). 

Dicttjophara -seladonka Mel. 
Mel. Monogr. S. 122. 

2 ??. Sarepta (Becker S.). 

Dicfi/ophara Jaraiui Leth. 
Mel. Monogr. S. 123. 

Viele cfcf und $ §. Sumatra: Soekaranda , Januar 1894 
(Dr. H. Dohrn). 

Dlctyophai'a pallida Don. 
Mel. Monogr. S. 124. 

Mehrere cf cf und ?$. Sumatra: Soekaranda, Januar 1894 
(Dr. H. Dohrn). 



356 Stettiner Entouiologische Zeitung-. 76. 1915. 

Dklyophara concolor Walk. 
Mel. Monogr. S. 126. 
1 ?. Australien : Queensland. 

Dicft/ophara Etigeniae Stal. 

Mel. Monogr. S. 131. 

1 ?. Malakka. 

1 cf. Java (H. Fruhstorfer S.). 

Dktyophani raTidirofitr'is Stal. 
Mel. Monogr. S. 133. 
1 ?. D. -Ost-Afrika : Nyembe , Mai 1913 (Hammerstein S.). 

Dk-tijophitiu r'inuJa Stal. 
Mel. Monogr. S. 135 

6 cf cf, 2 ??. D.- Ost -Afrika: Nyembe - Bulungwa , 1914 
(Hammer stein S). 

Dkfi/02)har(i elliptk-a "Walk. 
Mel. Monogr. S. 136. 

3 cf cf , 1 $. Kamerun: Barombi (L. Conradt S.). 
1 ?. West-Afrika: Old Calabar (Stal). 

Dktyophara casfa Stal. 
Mel. Monogr. S. 139. 

1 $. Eritrea : Gumer, Dezember 1907 (Kristensen S.). 

D/cfi/ophara nnicolor Sign. 
Mel. Monogr. S. 140. 

Viele cfcf und $$. Madagaskar: Ambodimanga , Januar 
1906 (Hammerstein S.). 

Dicfi/ojjhara htihaJa Stal. 

Mel. Monogr. S. 143. 

2 ??. Bolivien: Prov. Sara (Steinbach S.). 

Dkttiophdvit nodireud Walk. 
Mel. Monogr. S. 144. 

Mehrere cf cf und $ ?. Brasilien , Peru , Ec-uador und De- 
merara. 

Dkitjopliara hrocJii/j'lüna Walk. 

Mel. Monogr. S. 146. 
1 $. Ecuador : Coca (R. Haensch S.^. 

Dieses Exemplar hat Dr. Melichar vorgelegen, ist in seiner 
Arbeit jedoch nicht erwähnt. 



Schmidt, Die Dictyopharineu des Stettiner Museums. 357 

Dicfi/ophara ohftfsifron.s Walk. 

Mel. Monogr. S. 147. 

1 cf, 2 ?$. Bolivien: Prov. Sara (Steinbach S.). 

Dktyophara fns'if'ovmis Walk. 
Mel. Monogr. S. 147. 

Viele d' d' und $ ?. Brasilien, Bolivien, Columbien , Costa- 
ßica, Mexico. 

DictyophcD'a nigronofafa Stäl. 

Mel. Monogr. S. 150. 

Mehrere (f d und ??. Mexico: Chiapas , VI.— IX. 1907 
(L. Conradt S.). 

Dlciyophava herJ)'nh( Walk. 
Mel. Monogr. S. 151. 

1 cf, 2 ??. Columbien: Hac. Pehlke (E. Pehlke S.). 
1 ?. Argentinien, 21. VII. 1897 (F. Wiengreen). 

Genus Vafdilictfßn Molicliar. 

Mel. Monogr. S. 152. 

Typus : Paraäictya hicoro)iata Mel. 

Paradlcti/a hicoronata Mel. 
Mel. Monogr. S. 152. 

1 $ (Cotypus). D.-O.st- Afrika: Mikindani , 25. V. 1899 
(P. Lipp). 

Ist in der Monographie nicht genannt. 

2 cfcf , 4 $$. D.- Ost -Afrika: Nyembe - Bnlungwa 1914 
(Hammerstein S.). 

Gemis Dictijophorina Melichar. 

Mel. Monogr. S. 156. 

Typus : Dictyopharina viridissima Mel. 

Dkifjophar'nui rindissinui Mel. 
Mel. Monogr. S. 156. 
1 c/-, 1 ?. Ceylon (Nietner S.). 

Genus Sicorfs Släl. 

Mel. Monogr. S. 159. 
Typus : Sicoris Grayi Spin. 

Sicorh (ji'at/i Spin. 
Mel. Monogr. S. 160. 
1 cf. Chile. 
Bei der Aufzählung von Dr. Melichar nicht angegeben. 



358 



Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 



Genus Xt^tiroftnefa Guöriii. 

Mal. Moiiügr. S. 174. 

Typus : Xeurotmeta Spiiiolae Guer. 

Xeni'ofntefa Spinolae Cluer. 
Mel. Monogr. S. 174. 
1 cf. Cuba (Riedel S.). 

Tribus LyncMlnL 

Genus Lyitchh's Stäl. 

Mel. Monogr. S. 176. 

Typus : Lynckles Coquerelii Sign. 

Lyncides Coquei-eJii »Sign. 

Mel. Monogr. S. 176. 

1 cf , 2 $$. Madagascar : Amber-Geb. 

Tribus Ot'iiet'hiL 
Genus ^Umand Stäl. 

Mel. Monogr. S. 182. 
Typus : Almana loiußpes Daf. 

AI tu ((})(( loiHjipe.s Duf. 

Mel. Monogr. S. 183. 

1 cf. Madeira (Signoret). 



Schmidt, Zui-Kemitn. d. Gen. Saceseurua Br. u. Cylindro.'itethusYieh. 359 

Zur Kenntnis der Genera 

Saceseurus Ereddin und Cijlindrostethus Fieber. 

(Henilptera Hetempfcra.) 

Von Ediinmd Schmidt, Stettin. 

Das Genus Saceseurus Breddin. 
Familie Peniatomidae. 

Subfamilie l'eutafoiitinne. 
Tribus Kur >j a s p i s i n i. 

In seiner Arbeit .,Hemiptera Insnlaruni Philippinarum" Öfv. 
Vet.-Ak. Förh., p. 633 (1870) beschreibt Stäl ein neues Genus 
unter dem Namen Brachjcoris mit der neuen Art Semiflaims p. 634. 

Bis zum Jahre 1900 blieb Semiflavus die einzige Art des 
Genus. In diesem Jahre beschreibt Distant in ,.A. M. N. H., 
p. 420 (1900)" eine zweite Art unter dem Namen Insiijnis von 
Ceylon und Pegu und im Jahre 1901 .,Trans. Ent. Soc. Lond., 
p. 586" eine dritte Thoracicus von Borneo. Im folgenden Jahre 
„The fauna of British India , Ceylon and Burma. Rhynchota. 
Vol. I, p. 241, Fig. 154 (1902)" bildet Distant seinen Insignis ab, 
beschreibt zwei neue Varietäten und erweitert das Verbreitungs- 
gebiet bis Borneo. 

Im Jahre 1900 beschreibt Breddin „Stett. Ent. Zeit., p. 320 
u. 321" das Genus Saceseurus mit dem Typus Bicolor von Sumatra, 
Borneo und Banguey und erklärt im Jahre 1905 , „Mitt. Mus. 
Hamburg, XXII, p. 210", daß der von Distant beschriebene und 
abgebildete Brachjcoris insignis ein echter Saceseurus Breddin und 
wahrscheinlich nur eine Varietät des X bicolor Bredd. sei. 

Da nun Distant in dem Nachtrage zu den Pentatomiden der 
Fauna von Indien, Ceylon und Burma, im Bande IV (1907) des 
genannten Werkes eine Richtigstellung seines Insignis unterläßt, 
(wahrscheinlich ist ihm die Breddinsche Bemerkung aus dem Jahre 
1905 entgangen), so findet sich auch l)ei Kirkaldy (Catalog der 
Hemipteren, Bd. I, p. 135, 1909) Insignis Dist. wie auch Thoracicus 
Dist. von Borneo unter der Gattung Brachycoris Stäl. 

Nach den von mir angestellten Untersuchungen finde ich, 
daß Insignis Dist. und Thoracicus Dist. echte Saceseurus Breddin 
sind und fälschlich in das Genus Brachjcoris Stäl gestellt wurden. 
Das Genus Brachjcoris Stäl mit dem Typus und der einzigen Art 
Semiflavus Stäl dürfte eine nur auf den Philippinen beheimatete 
Gattung sein. Als festliegend für Insignis Dist. ist die Beschreibung 
von 1900 und die Abbildung von 1902 von Ceylon anzusehen, 



360 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 76. 1915. 

die von Distant beschriebenen und von Kirkaldy benannten Varie- 
täten dürften andere Arten sein. Die Namen von Kirkaldy sind 
wertlos und können keine Berücksichtigung erfahren, da aus der 
Mischart Insignis Dist. absolut nicht ersichtlich ist , für welche 
Tiere (Fundort) die Varietäts-Beschreibungen gelten sollen. Ferner 
habe ich gefunden , daß Thoracicus Dist. dasselbe ist wie Bicolor 
Bredd. Unter dem Material des städtischen Museums in Stettin 
befindet sich noch eine dritte und unbeschriebene Art des Genus 
Sacpseunis Bredd. von Borneo , deren Beschreibung nachstehend 
gegeben ist. Gleichzeitig gebe ich eine Übersicht der Literatur 
und der Synonymie der drei Arten. 

Genus Sacesettriis Breddiu. 

Bredd., Stett. Ent. Zeit., 61, p. 320 (1900). 

Mitt. Mus. Hamburg, 22. p. 209 (1905). 
Kirk., Catal. Hemipt., 1, p^ 135 et 372 (1909). 
Typus : Saceseurus bicolor Bredd. 

1. Saceseuviis bicolor Bredd. 
S. bicolor Bredd., Stett. Ent. Zeit., 61, p. 321 (1900). 

„ „ Kirk., Catalog. Hemipt., 1, p. 135 (1909). 

B. thoracicus Dist., Tr. Ent. Soc. Lond., p. 586 (1901). 

Die Type von Breddin befindet sich im Stettiner Museum 
und ist ein cf. 

Sumatra : Soekaranda, Januar 1894 (Dr. H. Dohrn\ 
Ferner besitzt die Sammlung des Stettiner Museums noch 
nachstehendes Material : 

1 $. Sumatra: Soekaranda, Januar 1894 (Dr. H. Dohrn). 

2 cfcf, 1 ?. Nord-Borneo (Waterstradt). 

2. Sa c e s erini s bilobatns n. sp. 

cf , $. Diese Art ist dem S. bicolor Bredd. in der Form und 
der Gestalt sehr ähnlich , ist aber in der Färbung und bei dem 
cf in der Bildung des letzten Hinterleibssegmentes ganz auffallend 
verschieden. 

Kopf , Pronotum , Basal-Dreifünftel des Schildchens und die 
Basalhälfte des Coriura der Deckflügel sind schwarz; Apical-Zwei- 
fünftel des Schildchens gelb , braun punktiert ; Apicalhälfte des 
Corium der Deckflügel Aveißlich , Membran weißlich und hyalin. 
Kopf und Pronotum, Basal-Dreifünftel des Schildchens, die Seiten 
von Vorder- und INIittelbrust , sowie die Basalhälfte des Corium 
der Deckflügel sind schwarz oder schwarzbraun, mit olivengrünem 
Schimmer. Auf dem Scheitel stehen vereinzelt , zwischen den 
Augen einzelne Flecke oder Punkte von blaßgelber Farbe. Pro- 



Schmidt, Zur Kenntn. d. Gen. Sacesetirus Br. u. ('ulindrostethus Fieb. 361 

notum mit fünf rundlichen,' blaßgelben Flecken , drei hinter dem 
Vorderrande und je einem hinter jedem Seitenfleck. Schildchen 
gleichfalls mit fünf blaßgelben Flecken, von denen drei am Vorder- 
rande und je einer hinter jedem Seitenfleck stehen, diese zwei Flecke 
sind etwas kleiner. Die Brustmitte , die Bauchsegmeute und die 
Beine sind blaßgelb ; das letzte Hinterleibssegment bei cf und $, 
die Schienenenden und die Tarsen sind gebräunt. Rostrum und 
Fühler dunkelbraun. Form , Gestalt und Größe wie bei Bicolor 
Bredd. Der Hinterrand des letzten Segmentes ist beim cf in 
der Mitte und an den Seiten , also dreimal eingeschnitten , bei 
Bkvlor Bredd. nur einmal, und zAvar in der Mitte. 

Länge ö-^/., mm, Breite 4 mm. 

Nord-Borneo (Waterstradt). 

Typen im Stettiner Museum. 

3. Sa c e s e u r u s i n s i (j ii i s Dist. 

Brachijcoris insignis Dist., A. M. N. H. (5j , 7 , p. 420 (1900). 

„ „ „ The Fauna of British India, Ceylon and 

Burma. 1, p. 241, Fig. 154 (1902). 

„ ,, „ Kirk.,Cat.Hemipt. Vol. I,p. 135(1909). 

Saceseums ,, „ Bredd., Mitt. Mus. Hamburg, 22, p. 209 

(1905). 
Diese Art liegt mir nicht vor. 

Das Genus Cylindrostethiis Fieber. 

Familie Hydromeiridae. 

Subfamilie dernnae. 
Tribus G e r >• i n L 

(remis Cfflindt'ostetlms Fieber, 

Fieb., Europ. Hemipt., p. 33 (1861). 

Kirk., Entomologist, p. 258 (1897). 

Dist-, The Fauna of British India, Ceylon and Burma. Rhyn- 

chota. Vol. H, p. 184 (1903). 
Typus : CijUndrostethus linearis Erichs. 

Von dieser Gattung sind bis jetzt 7 Arten bekannt, voraus- 
gesetzt , daß Fieheri Mayr dasselbe ist wie Productus Spin, (ich 
verlasse mich auf Distant , der die Einziehung von Fieheri Mayr 
vorgenommen, da mir die Beschreibung von Productus Spinola nicht 
zugänglich ist) und Vitiipes Kirkaldy zu Vittipes Stäl gehört. Die Be- 
schreibung von Kirkaldy liegt mir nicht vor, ich kann sie mit der Be- 
schreibung von Stäl daher nicht vergleichen. Sollten die beiden Arten 
verschieden sein, so müßte Vittipes Kivk. einen neuen Namen erhalten. 



362 Stettiner Eiitomologische Zeitung. 76. 1915. 

1. C y lindr st ethus linearis Ericlis. 
Hydrobates linearis Erichs., Schoniburgk , Fauna von Brit. -Guiana, 

p. 614 (1848). 
, „ „ „ Leth. Sev., Catalogue des Hemipt., III, 

p. 63 (1896). 
Cylindrostethus „ „ Dist., The Fauna of British India, Cej-- 

lon and Burma. Rhynchota. Vol. II, 
p. 184 (1903). 
Diese Art liegt mir nicht vor. 

2. Cylindrostethus erytJiropus H. Seh. 
Hydrometra erythropus H. Seh., H. Seh., Wanzen Ins., IX, p. 68, 

Fig. 923 (1853). 
Hydrohates ,. ,. Leth. Sev., Catalogue des Hemipt., 

III, p. 63 (1896). 
1 cf. Brasilien: Iquitos, Februar 1906 (Dr. Ohaus S.). 

3. Cylindrostethus reyalus White. 
Hydrohates regulus White, Journ. Linn. Soc. London, XIV, p. 488 

(1879). 
„ „ „ Leth. Sev., Catalogue des Hemipt , III, 

p. 64 (1896). 
Mir liegt diese Art nicht vor. 

4. Cy lindr s t etlius vittipes Stäl. 
Stal, Öfv. Vet.-Ak. Förh. 1870, p. 705. 
Leth. Sev., Catalogue des Hemipt., III, p. 64 (1896). 
Kirk., Canad. Ent. 41, p. 389 (1909). 
Mir ist diese Art unbekannt. 

5 . Cy l i n d rostet h n s p e r s e p hone jvirk. 
Cylindrostethus persephone Kirk., Ann. Soc. Ent. Belg., p. 508 

(1899). 
„ ,, „ Bredd. , Hemipt. von Celebes 

p. 20 (1901). 
1 cf, 2 $$. Süd-Celebes : Samanga , November 1895 (H. 
Fruhstorfer). 

6. C y l in d r s t e thus s c rutato r Kirk. 
Gerris scrutator Kirk., Rev. d'Ent. XVIII, p. 98 (1899). 
Cylindrostethus scrutator Kirk., Dist., The Fauna of British India, 

Ceylon and Burma. Rhynchota. 
Vol. II, p. 184 (1903). 
Ich kenne diese Art nicht. 



Schmidt, Zur Kenntn. d. Gen. Saceseui-us Br. u. (J///l)irlrostet/nis Fieb. 363 

7. C II linü r st etlius i^r (lue tu s S]iin. 
Gerrit producta Spin., Ess. Hein., p. 64 (1840). 

Leth. Sev., III, p. 62 (1896). 
Cylindvostetlim pvoductus Spin., Dist., Tho Fauna of British India, 

Ceylon and Burma. Rhynchota. 
Vol. II, p. 184 (1903). 
Fiebcri Mayr. , Verh. Zool. Bot. Ges. Wien, XV, 
p. 444 (1865). 

Leth. Sev., 1. c, p. 63 (1896). 
Dist., 1. c, p. 184 (1903). 
^lir liegt diese Art nicht vor. 

8. Cy lind r s t e t h u s f l a r i v e nt e /■ n. sp. 

cf . $. Die Tiere sind ungeflügelt. Etwas kleiner und 
schlanker als C. persephone Kirk., pechbraun mit grünlich metalli- 
schem Schimmer. Auf jeder Seite über Pronotum , Schildchen 
und Hinterleib zieht ein aus weißen , silberglänzenden Haaren 
gebildeter Streifen, und silberglänzende, feine Behaarung bedeckt 
die Körperunterseite, wie bei der zum Vergleich genommenen Art. 
Ockergelb gefärbt sind : die Bauchmitte , die beiden Enddrittel 
der Brust in der Mitte und ein Fleck am Vorderrande und eine 
feine Mittellinie durch das Schildchenvorderdrittel, das Pronotum 
zwischen den Vorderkoxen und deren Innenseiten, ein Fleck an 
der Basis der Schenkel auf der Innenseite . ein lanzettlicher 
Keilfleck auf der Oberseite der Vorderschenkel bis zur Mitte, 
die Seitenränder des Hinterleibes und ein rundlicher Fleck auf 
dem Scheitel zwischen den Augen. Die pfriemförmigen Connexiv- 
dorne des 7. Segments sind länger als bei C. persephone und reichen 
bis zur Mitte des 9. Segments. 

Länge des Körpers: cf 11 mm, $ 14^/2 mm. 

Sumatra : Sinabong (Dr. H. Dohrn). 

Typen im Stettiner ^Museum. 

9. C !i l i n d r s teth u s N i e t n e r i n. sp. 

cf. Diese und die beiden nachfolgenden Arten gehören zur 
Gruppe Productus Spin. 

Ungefiügelt. Mittel- und Hinterbeine bräunlich rostrot ; Basal- 
hälfte der Mittel- und Hinterschenkel hauptsächlich auf der Ober- 
seite, Spitzen der Mittelsehienen und die Schienen und Tarsen 
der Hinterbeine schwärzlich ; Vorderschenkel schmutzig ockergelb 
mit schwarzem Längsstreifen auf der Oberseite , der die Basis 
nicht erreicht , der Streifen der Unterseite erreicht die Basis ; 
Vorderschienen und Tarsen schwarz. Die Haarstreifen längs 
des Körpers sind rostgelb gefärbt. Die Unterseite von Kopf und 
Pronotum , der Mittel- und Hinterkoxen , sowie die zwischen 



364 ."Stettinei- Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

den Koxen liegenden Segmente und die Ränder des Connexivums 
sind schmutziggelb. Ein Längsfleck auf dem Scheitel zwischen 
den Augen und eine Mittellinie des Pronotum sind bräunlich rost- 
rot gefärbt. Die schwarzgefärbten pfriemförmigen Connexivdorne 
des 7. Segments sind nach hinten leicht aufgehoben , sehr lang 
und überragen das 9. Segment um die Segmentslänge. 

Länge des Körpers 25 mm. 

Ceylon (Nietner S.). 

Typus im Stettiner Museums. 

10. C >j li n d r s t e t h u s hituh e r c ulat u s n . sp. 

5. Ungeflügelt. Diese Art ist der vorhergehenden in der 
Färbung sehr ähnlich und nur dadurch verschieden , daß die 
ganze Unterseite schmutziggelb gefärbt ist. Die langen, schwärz- 
lich gefärbten Connexivdorne des 7. Segments sind nach hinten 
leicht gehoben , liegen vor dem Enddrittel aneinander und über- 
ragen das 9. Segment um die Länge des 9. Segments. Auf 
dem Rücken des Schildchens befinden sich am Ende des Basal- 
drittels zwei rundliche, am Grunde geriefte, oben abgerundete 
warzenähnliche Erhöhungen, die voneinander soweit getrennt stehen 
wie vom Hinterrande ; das erste Rückensegment des Hinterleibes 
trägt eine ähnliche, warzenähnliche Erhöhung. 

Länge des Körpers 27 mm. 

Ceylon (Nietner S.). 

Typus im Stettiner Museum. 

1 1 . Cy li n (1 r s t e t h n s r s t a l i s n. sp. 

cf- Geflügelt. Flügel In-aun. Nerven schwärzlich. Der Kopf 
und die beiden Basalglieder des Rostrum sind bräunlich ockergelb, 
die Fühler, der Scheitel vor den Augen und die beiden Endglieder 
des Rostrum schwarz. Augen braun. Oberseite pechbraun, Unter- 
seite blaß ockergelb. Unterhalb des Connexivums zieht ein schmaler, 
brauner Streifen von den Hinterkoxen nach hinten ohne den Hinter- 
rand des 7. Segments zu erreichen. Vorderschenkel ockergelb, 
ein verkürzter Streifen auf der Oberseite und ein Streifen auf der 
Unterseite , sowie Vorderschienen und Tarsen braun. Pronotum- 
hinterrand und Seitenränder fast bis zur Abschnürungsfurche, 
sowie ein Mittelstreif des abgeschnürten Pronotum- Vorderteils sind 
ockergelb gefärbt. Mittel- und Hinterbeine bräunlich, die Schenkel 
auf der Unterseite bräunlich ockerfarbig. Die an der Basis mehr 
gelblich , am Ende braunen Connexivdorne sind lang, horizontal 
und überragen das 9. Segment um eine Wenigkeit. 

Länge des Körpers 20\'o nim. 

Cambodja. 

Typus im Stettiner Museum. 



Vereinsiiachrichten 

für 1915. 

Wir verweisen zunächst auf die Vereinsnachrichten, die 
im I. Heft dieses Jahrganges Seite 203 — 204 abgedruckt sind. 

Seitdem wurde in geschäftliclier Sitzung' beschlossen, 
das im II. Heft dieses Jahrganges abgedruckte 
Verzeichnis der im Regierungsbezirk Köslin (Pommern) auf- 
gefundenen Käfer von Albert Lüllwitz, Köslin , 
als Sonderausgabe erscheinen zu lassen. Das Stück soll im 
Buchhandel mit 1 Mk. berechnet werden. 

Als Mitglieder wurden neu aufgenommen : 
Herr Buchhändler Paul Saunier, Stettin, 
Herr Telegraphenassistent Paul Noack, Stettin. 

Die für den Sommer in Aussicht genommenen entomo- 
logischen Ausflüge konnten leider nicht gemeinschaftlich 
unternommen werden , da stets die größere Zahl der Teil- 
nehmer infolge des Krieges amtlich zu sehr beschäftigt war. 
Es wurde aber die Sammeltätigkeit für mehrere Gruppen 
von Insekten fortgeführt, um auch für diese ein faunistisches 
Verzeichnis von Pommern zu gewinnen, das z. B. für Dipteren 
von Herrn Rektor Schröder, für Hemipteren von Herrn 
Konservator Schmidt in früheren .] ahrgängen unserer 
Zeitung angefangen wurde. 

Die wissenschaftlichen Sitzungen fanden außer im 
Sommer monatlich unter reger Beteiligung und Teilnahme 
statt. 

ötettiner Entomologische Zeitung, Heft II. 24 



366 Vereinsnachrichten. 

Es wurden folgende Vorträge gehalten , die zum Teil 
mehrere Sitzungen ausfüllten : 

Herr Schröder: Schmarotzende Fliegen. 
Herr Kleine: Unsere Forstinsekten: 1. Borkenkäfer. 
Herr Holzfuß: Schutzfärl)ung und schlitzende Ähn- 
lichkeit. 2 Vorträge. 
Herr Krüger, Das System der Insekten von Aristo- 
teles bis Linne. Unsere einheimischen Libellen, Ver- 
wandlung und Arten. 2 Vorträge. Die Neuropteren 
in ihrer systematischen Aufstellung von Linne bis 
Erichson. 2 Vorträge. 
Im Anschluß an die Vorträge fanden Besprechung des; 
Themas und eingehende Besichtigung des vorgeführten An- 
schauungsstolfes statt. 

In jeder Sitzung wurden die reichen Schätze des Stettiner 
Entomologischen Museums in ausgewählten Gruppen von 
den Herren Schröder, Schmidt, H o 1 z f u ß , Krüger 
gezeigt und erklärt. 

Mehrfach wurden mikroskopische Präparate teils im 
Anschluß an die Vorträge, teils als besondere Gabe geboten. 
Endlich war die eingehende Literatur des Vereins von 
dem Bücherwart, Herrn Schmidt, ausgelegt, ebenso be- 
sondere Werke der reichen Bücherei des Vereins. 

AVir sehen mit Befriedigung auf dies erste Jahr unseres 
neu aufblühenden Vereinslebens zurück , wir danken auch 
den auswärtigen Mitgliedern für ihre eifrige Teilnahme und 
selbstlose Betätigung bei der Neuordnung des Vereins und 
seinen Veröifentlichungen und hoffen auf eine weitere ge- 
deihliche Entwicklung des Vereins. 

Stettin, den 1. März 1916. 

Der Vorstand. 



Inhalt des 76. Jahrgcanges 

der 
Stettiner Eiitomologisclien Zeitung 1915. 

(Alphabetisch geordnet.) 



Seite 

Alphabetisches Register 368 

Dr. Max Bernhauer: Zur Staphyliniden-Fauna von Südamerika. 

(13. Beitrag) 291 

Prof. Dr. K. M. Heller: Neue O.rycoryninae der Gattung Metri- 

oxena Pasc. {Curculionidae) ..•.., .52 

R. Kleine: Kurze Bemerkung zur Brenthidengattung Elytra- 

cantha Kl . .59 

Prof. L. Krüger: Neuroptera. Eine historisch-systematische Über- 
sicht. I. Neuro])tera L. bis Neuroptera Erichs 3 

Derselbe: Osmijlidae. Beiträge zu einer Monographie der Neu- 

ropterenfamilie der Osmyliden. VIII. Anhang II ... . 60 
Albert Lüllwitz: Verzeichnis der im Regierungsbezirk Köslin 

aufgefundenen Käfer 205 

J. Moser: Weitere neue Serica-Arten (Col.) 144 

Derselbe: Einige neue afrikanische Cetoniden 332 

Dr. F. Oh aus: XVII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden (Col. 

lamell.) 88 

Derselbe: Beitrag zur Kenntnis der paläarkt. ^?!0»m/«-Arten (Col. 

lamell. Rutelin.) 302 

Derselbe: III. Nachtrag zur Kenntnis der Philippin. Ruteliden (Col. 

lamell.) 339 

Edm. Schmidt: Die Diotyopharinen des Stettiner Museums. (He- 

mipiera Honwj)te7'a) 345 

Derselbe: Zur Kenntnis der Genera Saceseurus Breddin und Cy- 

Vtndrostetlms Fieber. (Hemiptera Ileteroptera) 359 

Dr. Franz Hpaeth: Neue Cassidinen (Coleoptera) 265 



368 



Alphabetisches Register. 



Alphabetisches Register. 

Das alphabetische Verzeichnis des Käferkatalogs von Lüllwitz, umfassend 
die Familien und Gattungen, befindet sich am Schluß dieser Arbeit. 

connectens 275. 
conradti 349. 
conspersa 347. 
conspurcata 196. 
constatipennis 199. 
constricta 128. 
coquerelii 358. 
corpulenta 317. 
costalis 364. 
costata 88, 90. 
costulata 148. 
coxalis 149. 
crassicornis 275. 
cribriceps 183. 
Ctenopeuca 299. 
cuprascens 109. 
cuprea 90, 319. 
cuprifulgens 91, 110. 
cupripennis 92. 
cupripes 331. 
Curculionidae 52. 
curtipes 165. 
cyanicollis 96. 
Cylindrostethus 359, 

361. 
cyprioptera 92. 

daimiana 324. 
dapitana 339. 
darjeelingia 182. 
Dasyglossa 299. 
decemmaculatus 59. 
decisa 52, 53. 
decolorata 89. 
decorata 110, 137. 
decoratus 75, 76. 
delecta 186. 
Deroserica 175. 
derugata 89. 
desmaresti 274. 
despumata 95. 
Diacira 347. 
diaphana 347. 
Dichoptera 347. 
Dichopterini 347. 
Dictyophara 355. 
Dictyopharina 357. 



abdominalis 102. 
Abemus 297. 
aciculata 336. 
acuticollis 286. 
adspersa 197. 
aeneiventris 108. 
aequatorialis 98. 
aequatoriensis 271. 
aerea 107, 133. 
aericollis 119. 
aethiopica 349. 
afra 349. 
Agenysa 274. 
Aleochara 299. 
alluaudi 194. 
Almana 358. 
Aluntia 350. 
anacantha 122. 
angulicoUis 99. 
angulipennis 108. 
annamensis 157. 
anocypria 92. 
anogutta 341. 
Anomala 88, 103, 302, 

339. 
Anomalophylla 175. 
alternans 200. 
apicata 283. 
Aselgeia 350. 
assamica 160. 
aulacoides 327. 
aurata 88, 90. 
aurichalcea 109. 
ausonia 312. 
Autoserica 149. 

bakeri 159, 343. 
basalis 102, 151. 
Batonota 284. 
bella 293. 
Berotha 60. 
bicolor 120, 360. 
bicoronata 357. 
bifasciata 354. 
bilobatus 360. 
bimarginata 123. 
bioculata 268. 



biplagiata 97. 
bituberculatus 364. 
blanchardi 188. 
boliviana 274, 347. 
borneensis 350. 
bouvieri 193. 
brachycaula 131. 
brachyceps 351. 
bi-achyrhina 356. 
brasiliense 293. 
brunneipes 188. 
bryani 104. 
bubala 356. 
bugnioni 265. 
burmeisteri 52, 115. 

caduca 107, 142. 
caedemadens 275. 
Calliaspis 270. 
Callioserica 175. 
carbonaria 92. 
casta 356. 
castanipes 190. 
castelnaui 103. 
castamaya 100. 
catochlora 139. 
celebensis 158. 
Centromeria 348. 
Centromeriana 349. 
Ceranota 299. 
Championaspis 279. 
chelifera 102. 
chinensis 88, 94, 144. 
Chrysopidae 60. 
cinnabarina 271. 
circumcincta 88. 
Cistudinella 282. 
Cladyphini 347. 
coalita 277. 
coccinea 270. 
Coenochilus 337. 
coerulea 90. 
Comaserica 193. 
combusta 288. 
compressicrus 177. 
concolor 356. 
conflata 121. 



stettiner Entomoloffisclie Zeitunsf. 76. 1915. 



369 



Dictyopharinae 345. 
Dictvopharini 348. 
Dictyopharoides 353. 
Dictyoptera 352. 
Dictjo-smylus 76. 
difficilis 88, 321. 
Dilarinae 60. 
dilutus 314. 
dimidiaticollis 334. 
discalis 97. 
discoidalis 52, 53, 55. 
discoidea 141. 
discipennis 283. 
discrepans 164. 
disticta 117. 
distincta 153. 
distinguenda 351. 
diversa 325. 
diversipennis 168. 
djampeana 133. 
Doryphorina 354. 
dreschei'i 113. 
dubia 303. 
dulcissima 96. 
Dymusia 332, 333. 

ecbolima 106. 
Eetocemus 59. 
Edaphellus 291. 
Edaphus 291. 
elegans 98. 
elliptica 356. 
Elpinora 289. 
Elytracantha 59. 
endeiieini 53, 54. 
ensifer 285. 
Eososmylus 73. 
Epliemera 4. 
Epictinaspis 102. 
Ei-iomela 88, 97. 
erythropus 362. 
Euaestlietus 291. 
Euchlora 104, 117, 331, 

340. 
Eudictya 355. 
eugeniae 356. 
europaea 355. 
Euryaspisini 359. 
Euryolinus 397. 
exarata 109. 
excellens 109. 

faurinus 76, So. 
Fernandea 349. 
fenerivensis 187. 



fenestralis 268. 
fei-ocula 353. 
flavicorne 292. 
flavicornis 84. 
flavilabris 88, 91. 
flavipennis 90. 
flaviscutellata 350. 
flaviventer 363. 
flavocincta 269. 
flavomarginata 97. 
flavorufa 174. 
florens 351. 
floresina 159. 
floricola 100. 
floridana 99. 
Fulgoridae 345. 
fulgoroides 353. 
fulva 54, 56. 
fulvofusca 140. 
fusania 95. 
fuscipennis 108. 
fuscovittata 354. 
fu.sifovniis 357. 

gaugelbaueri 273. 
gassneri 272. 
Gastroserica 175. 
Gerrinae 361. 
Gerrini 361. 
gibbera 287. 
Glenosmylus 86. 
globula 178. 
globulosa 179. 
gracilicornis 288. 
gracilipes 145. 
gracilis 201. 
granulipennis 195. 
grata 355. 
grayi 357. 
Gumilla 60. 
guttipennis 278. 

Hadraspis 279. 
haedina 351. 
hamigera 127. 
Harmandinus 74. 
Hasta 355. 
hastata 355. 
hauseri 165. 
hebescens 121. 
helios 349. 
Heliosmvlus 80, 82, 
helleri 279, 280. 
Hemerobiidae 60. 
Hemerobiinae 60. 



I Hemerobius 4. 
Hemisphaerota 269. 
heraldica 99. 
herbida 357. 
Heteronj'chocassis 285. 
heterostigma 119. 
heynei 300. 
hildebrandti 194. 
Homaloplia 175. 
hondurae 102. 
Hoplionota 265. 
holocypria 92. 
holosericea 88, 92. 
humeralis 107, 131. 
hyalinata 347. 
hyalinatus 75. 
Hybosa 286. 
hydnorae 52. 
Hydrometridae 361. 
Hyposerica 186. 
Hyposmylus 76. 

immaculatus 75, 332. 
imperfecta 142. 
implicata 149. 
inermis 155. 
inficita 354. 
infuscata 107. 
inguinalis 134. 
insignis 354, 361. 
instabilis 352. 
intricata 348. 
irrorella 115. 
Ischyrosouyx 283. 

japonicus 76. 
javana 103, 355. 
jocosa 349. 
jokoensis 334. 
jonasi 326. 
junii 314. 

keiana 110. 
krügeri 81, 86. 
kiu-seongana 182. 

laetabilis 105. 
laminipes 147. 
Lappida 352. 
latefemorata 180. 
lateritia 146. 
lenzi 323. 
Leprota 353. 
Libellula 4. 
limbatinervis 353. 
limbifera 330. 



370 



Alijhabetiscbes Registei-. 



lineata o54. 
lineatus 361, 362. 
lombokiana 154. 
longipennis 848. 
longipes 358. 
lubrica 114. 
lucens 321. 
lucidula 108. 
luculenta 316. 
lugens 179, 181. 
luridipennis 191. 
luzonica 170. 
Lyncides 358. 
Lyncidini 345, 358. 
Lysmus 74. 

macropbthalina 198. 
maculata 111. 
madurana 167. 
madurensis 150. 
magnipennis 291. 
major 3. 
makilingica 169. 
Mantispa 43. 
marginata 99. 
marginella 54, 55. 
raarginicollis 283. 
Megaloptera 37. 
metallescens 199. 
Meti'ioxena 52, 54. 
mexicanum 295. 
Miasa 348. 
Microserica 166, 178. 
Mimela 88. 
miniatula 171. 
missionea 277. 
modesta 296. 
mongolica 318. 
moreletiana 102. 
morio 54, 57. 
moseri 286, 289. 
motscboulskyi 321. 
moultoni 113, 267. 
multimaculata 166. 
multireticulata 351. 
Myiodactylus 60. 
Myrmeleonoidae 60. 

neapolitana 311. 
Nebraspis 279. 
Neoserica 166. 
Nersia 351. 
Neuroptera 3. 
Neurotmeta 358. 
nietneri 363. 



nigricornis 72, 73. 
nigronotata 357. 
nigropicea 266. 
nigrosignata 283. 
nikkoensis 76, 79. 
nippoiiensis 76, 79, 83. 
nitidicoUis 281. 
nitidipes 163. 
nodivena 356. 
Nymphes 60. 
Nymphini 62. 

obliquata 347. 
obtusifrons 357. 
ochrochalcea 91. 
ocbroptera 91. 
octiescostata 317. 
ohausi 284. 
ogadensis 355. 
Omaspides 280. 
orbata 352. 
Orgerini 358. 
ornatipenni.s 161. 
Orthopagiis 349. 
Orychodes 59. 
osmanlis 313. 
Osmylidae 60. 
Osmylinae 75. 
Osmylini 62. 
Osmylus 60. 
ovalis 117. 
ovatula 105, 142. 
Oxycoryninae 52. 
Oxycorynus 52. 
Oxynodera 273. 

Pacbyserica 175. 
Paederomimus 296. 
pagana 119. 
pallescens 102. 
pallida 116, 120, 355. 
pallidipennis 108. 
pannonica 355. 
Panorpa 4. 
Panorpina 37. 
Paradictya 357. 
paraguayanum 234. 
Paralappida 353. 
Paramimela 88. 
Paranagnia 349. 
Paraxenopygus 298. 
Paradaphus 291. 
parellina 275. 
Passerinii 88. 
pauloense 294. 



paupera 352. 
pekinensis 88, 92. 
pellicula 276. 
Pentatomidae 359. 
Pentatominae 359. 
persepbone 302. 
peruana 271. 
peruviana 275. 
peruvianus 298. 
phalaena 103. 
phlyctenopyga 126. 
Phryganea 4. 
Phyllopertha 325. 
Physonota 281. 
piceonigra 192. 
picticollis 200. 
pictipennis 102. 
picturata 112. 
pilicollis 98. 
pilosipennis 102. 
planipennis 279. 
Plegmatoptera 350. 
Plethosmylus 76. 
pleuritica 131. 
Pocbnoda 334. 
Podopholis 335. 
Poecilaspis 277. 
poecilochaecea 328. 
pogonocervis 59. 
polyneura 352. 
Polystoechotes 60. 
ponticula 125. 
porovatula 142. 
praeferrata 354. 
pi-aematura 104. 
prasina 350. 
preyevi 75. 
prisca 141. 
l^roboscidea 352. 
productus 362. 
propygidialis 337. 
Prosopancbe 52. 
Protosmylinae 72. 
pruinosa 151. 
Psammoscapbeus 314. 
Pseudomesopbalia 276. 
Psycbopsinae 60. 
Pteroplegma 351. 
pulchra 176. 
pygmaea 99. 

quadra 269. 
quadrimaculata 343. 
quadripimctata 313. 
quinquefoliata 184. 



Stettiner Entomolocfisclie Zeitunof. 76. 1915. 



371 



ramulifera 350. 
Raphidia 4. 
Raphidiodea 37. 
raphiocaula 129. 
recondita 184. 
regulus 362. 
repsimoides 96. 
Rhaphiophora 348. 
roseola 265. 
rosti'ata 352. 
lubida 155. 
rubra 271. 
rubrovittata 348. 
rufina 191. 

rufobrunnea 117, 174. 
rufocuprea 320. 
rufolutea 185. 
ruricola 176. 
Rutelarcha 343. 

Saceseurus 359, 360. 
saleyeriana 134. 
sangü-aiia 132. 
sanguinolenta 344. 
saopyga 117. 
.'^auteri 329. 
Scaeocassis 287. 
schimperii 350. 
schön feldti 322. 
Scitalinus 295. 
scrutator 362. 
sculpticollis 91. 
selandonica 355. 
Selma 296. 
semicyaneus 297. 
semiviridis 92. 
serena 352. 
Serica 144. 
sericeomicans 189. 
serricollis 52, 54. 
serripes 144. 
sertata 352. 
setiventris 170. 
sexfoliata 166. 
Sialidae 37. 
Sicoris 357. 
significans 153. 
silvicola 186. 
simlana 183. 
Sisyra 60. 



smaragdilinea 348. 
solita 311. 
sparsa 193. 
sparsepilosa 93. 
spectabilis 295. 
specularis 94. 
speilinea 348. 
splendens 96, 349. 
splendida 315. 
Spilophora 271. 
Spilosmylinae 76. 
Spilosmylus 72. 
Spilota 111. 
Spinanomala 320. 
spinifera 112. 
spinolae 358. 
spinosa 157. 
squamuligera 173. 
stall 354. 
Staphylinus 297. 
stictopyga 118. 
Stigmatosmylus 81, 82. 
stilbophora 94. 
stolidopyga 111. 
straminea 156. 
streptopyga 329. 
stridula 160. 
strigella 296. 
Strigoderma 98. 
subcoerulea 117. 
sublaevigata 281. 
subvittata 52, 53. 
sulcatula 92. 
sumatrana 52, 54, 58. 
sumatrensis 166. 
sumbana 162. 
sumptuosa 115. 

taeniata 269. 
Taenodema 292. 
talautana 133. 
Tamotus 291. 
teinzoana 161. 
tenuirostris 353. 
tesselata 197. 
tesseilatus 75. 
testaceipes 88, 91. 
Tetraptera 3. 
Thanatodictya 354. 
Thlaspidosoma 288. 



Thyridosmylus 82. 
tigrina 115. 
trichaspis 101. 
Tricboderma 297. 
trichopyga 93, 340. 
tricolorea 137. 
tristicula 89, 157. 
tristis 102. 
trifasciata 102. 
trigemina 271. 
trinidadensis 296. 
tropicus 292. 
Tropophloeus 291. 
truncaticollis 282. 
truncatipennis 190. 
tuberculatus 76, 77. 

ulcerata 136. 
undulata 141. 
unicata 169. 
unicolor 356. 
unicolori 168. 
unimaculata 287. 

valida 270. 
validirostris 356. 
variabilis 333. 
variegata 196. 
vellicata 128. 
vinula 356. 
viridana 184. 
viridis 116, 120. 
viridissima 357. 
viriditincta 95. 
vitis 311. 
vitrea 348. 
vittifera 281. 
vittipes 362. 
Vulpia 272. 

wallandi 112. 
whicheadiana 108. 
windrathi 121. 

xanthopyga 138. 
xestopyga 340. 

ypsilon 121. 

zephyrus 348. 



Ausgeseben am 31. März 1916. 



KiifoiiioIoj»'ij<»«*li«'j<» «lalirl»SK*li. 25. Jalirgaiig'. Kalender 
für alle Insektensaniinler auf das Jahr 1916. Herausgegeben 
unter gütiger Mitwirkung hervorragender Entomologen von 
Dr. Oskar Krauclier , Lei])zig. Mit vielen Erst -Abbildungen, 
1 Bunt-Titeltafel und einem Anzeigenanhange. Leipzig 191(3, 
Frankenstein & Wagner. Preis: M. 1,60. 

Die 25. Ausgabe des Entomolog-ischen Jahrbuchs ist erreicht, sie 
liegt in stattlichem Gewände fertig vor uns. Fast möchte man sagen, 
daß dieser Jubeljahrgang als Kriegsausgabe des allbeliebten Jahrbuchs 
zu betrachten ist, denn verschiedene Beiträge nehmen auf den noch 
immer andauernden Weltkrieg Bezug, so besonders die „Kriegsarbeit" 
von R. Loquay. Einige sind sogar direkt im Schützengraben gegenüber 
dem Feinde geschaffen worden, wie die K. Dornschen Aufsätze: „Kole- 
opterologisches vom flandrischen Kriegsschauplätze" und „Sammelbericht 
aus der Rhön". Die 12 Monatsartikel über entomologische Tätigkeit im 
Kreislaufe des Jahres sind vorzüglich bearbeitet und bieten viele treff- 
liche Winke für den Sammler. Von hohem Interesse ist auch der Bei- 
trag von Dr. A. Meixner: „25 Jahre Entomologie", den Zeitraum des 
bisherigen Erscheinens des Jahrbuchs überblickend. Nicht minder inter- 
essant sind die „Entomologischen Sprachdummheiten " von Dr. 0. Meder. 
Dazu kommen 18 weitere recht wertvolle Beiträge aus den Gebieten der 
Schmetterlinge, Käfer, Fliegen, Bienen u. a. Eine Titeltafel, die einen 
dem Herausgeber zu Ehren benannten Wolfsmilchschwärmer „Krancheri" 
wiedergibt, ist in vorzüglichem Dreifarbendruck hergestellt und gereicht 
dem Jubeljahrgange zu besonderer Zierde. Überall finden sich ferner 
kleinere Beiträge und Notizen, wie auch die wichtigsten Erscheinungen 
des entomologischen Büchermarktes eingehend bes^irochen sind. Natür- 
lich fehlt dem Werkchen weder Brieftasche noch Bleistiftnut, so daß 
auch dieser 25. Jahrgang in allen seinen Teilen als wohlgelungen be- 
zeichnet werden muß. Wir empfehlen ihn darum allen Interessenten 
aufs wärmste. 



Jubiläimis-Ausi;abe 

Eiitoiuologisclies Jahrbuch 191(>. 

Kalender für alle Insekten-Sammler 

35. Jahrgang. 

Herausgegeben von Dr. 0. Krancher. 

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Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder bei Voreinsen- 
dung des Betrages postfrei durch den Verlag: 
Frankenstein & Wagner, Leipzig. 

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ilicsciii Uuchc ciiKMi (laiiornden Platz in der cntniiioloirischen Literatur. 



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ALBERT [.ÜLLWITZ, 

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H e r a u s g e g e b e n 

A^oiii Entomologisclien Verein zu Stettin. 



Preis aeiieftet 1 31. 



Zu beziehen vom Verein durcli den Bücherwait Herrn Konservator 
E. Schiüidt , Stettin, Naturhistorisehes Museum, Hakenterrasse, 



Benachrichtigung. 

Briefe , Mitteilungen und Anfragen an den Entomolo- 
gischen Verein oder die Redaktion der Entomologischen 
Zeitung sind zu richten an den Vorsitzenden des Vereins 

Herrn Prof. L. Krüger, 
Stettin, Naturhistorisches Museum. Hakenterrasse. 



t Alle Geldsendungen sind zu richten an den Kassenwart 

? des Vereins 

Herrn Rektor Gustav Schroeder, 

Stettin, Birkenallee 15. 



Bücher und Zeitschriften sind zu senden an den Bücher- 
wart des Vereins 

Herrn Konservator E. Schmidt, 
Stettin, Naturhistorisches Museum. Hakenterrasse. 



Bücher zur Besprechung und Inserate sind an den Vor- 
sitzenden zu richten; Adresse wie oben. 



Preis dieses Jahrganges 15 M. 
Altere Jahrgänge werden für 12 M. abgegeben. 



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Regierungsbezirk Kösliii aufgefundenen 



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E. Schmidt, Stettin, Naturhistorisches Museum, Hakenterrasse. 



stettiner 

Bntoiiiologische Zeitung. 



Herausgegeben 



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Entomoloaischeu Verein zu Stettin. 



77. Jahrgang. 



Stettin 1916. 
Druck von Oskar Bonde, Altenburg, S.-A. 



stettiner 

Entomologische Zeitung. 



Herausgegeben 



vom 



Entomologischen Verein zu Stettin. 



77. Jahrgang. Heft I. 

(Preis für Nichtmitglieder 7,50 M.) 



Im Selbstverlag des Vereins. 




^,.un.a.. 'n.r,^^ 



>..,> , w r^iA H 9 1922 ^ 



•-^nilJÜÄS^ 



Stettin 1916. 
Druck von Oskar Bonde, Altenburg, S.-A. 



Inhaltsverzeichnis. 

77. Jahrgang. Heft I. 



Seite 

J. Moser, Berliu. Neue Trochalinen. (Col.) 3 

Dr. F. h a u s , Berlin-Steglitz. XVIII. Beitrag zur Kenntnis 

der Ruteliden. (Col. lamell.) 39 

M. G a e d e , Charlottenburg'. Neue und wenig bekannte 

Lepidoptera Heterocera des Berliner Zoologischen 

Museums 114 

M. G a e d e , Charlottenburg. Pyralididae , gesammelt von 

Herrn E. Hintz 1910 in Kamerun. (Microlepidoptera) 127 
J. M s e r , Berlin. Beitrag zur Kenntnis der Cetoniden. (Col.) 139 

Professor Leopold Krüger, Stettin. Myrmeleonidae. 
Beiträge zur Kenntnis der Neuropterenfamilie der 

Myrmeleoniden 158 

H. F r i e s e , Neue Bienenarten aus Chile und Südamerika 163 
R. Kleine, Die Gattung Gyalostoma Kleine und ihr Ver- 

wändtschaftskreis 175 



Stettiiier 

Entomologisclie Zeitung. 

Herausgegeben vom 

Entomologischen Terein zu Stettin. 

Redaktion: Prof. Leopold Krüger, Vorsitzender. 

1916. 77. Jahrgang. Heft 1. 

Neue Trochalinen. (Col.) 

Von J. Moser, Berlin. 

Phyllotrochalus C olini n. sp. 

er'. Brunneus , subnitidus , sericeus. Capite , fronte fortiter 
punctata, clypeo rugoso , labro elevato , truncato ; antennis rufo- 
flavis , 10 - articulatis , flabello maris 6 - articulato , longitudine 
stipiti aequali, stipitis articulo tertio paulo elongato ; prothorace 
longitudine latiore, antror.sum angustato, dense punctato, lateribus 
leviter curvatis , angulis posticis obtusis , breviter rotundatis, 
angulis anticis porrectis , margine antico medio paulo producto ; 
scutello parce punctato ; elytris seriatim punctatis , interstitiis 
planis , sat remote punctis obtectis ; pygidio mediocriter crebre 
punctato. Pectoris medio linea longitudinali impressa instructo 
et subtiliter punctato, coxis posticis urabilicato - punctatis , juxta 
latera setas ferentibus ; abdominis segmentis singulis una serie 
laterali setarum obtectis, segmentis duobus ultimis etiam in parte 
media setosis ; femoribus posticis sat fortiter dilatatis , tibiis 
posticis latis et brevibus, tibiis anticis bidentatis. — Long. 
5,5 — 6,5 mm. 

Kamerun (Joko), L. Colin leg. 

Kleiner als P. montanus Brsk. , braun , die Oberfläche nicht 
voll glänzend , sondern seidenartig schimmernd , das Halsschild 
bedeutend länger als bei montanus. Die Stirn ist kräftig punk- 
tiert, der Clypeus zeigt eine runzlige Punktierung, die Oberlippe 
ist seitlich nicht abgesetzt , am oberen Rande abgestutzt. Die 
gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig , der sechsgliedrige Fächer 
des cf ist so lang wie der Stiel , das dritte Glied des letzteren 
ist etwas verlängert. Das Halsschild ist ziemlich dicht punktiert, 
die stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet, die Vorder- 
ecken sind vorgestreckt , der Vorderrand ist in der Mitte leicht 
vorgezogen. Das Schildchen ist ziemlich weitläufig punktiert. 

1* 



4 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

Die Flügeldecken tragen Punktreihen , die Zwischenräume sind 
flach und zerstreut mit Punkten bedeckt. Das Pygidium ist mäßig 
dicht punktiert. Die Mitte der Brust zeigt eine eingerissene 
Längslinie und eine feine Punktierung. Die Hinterhüften tragen 
Nabelpunkte und neben dem Seitenrande Borsten. Die Bauch- 
segmente sind seitlich mit einer kurzen Borstenreihe besetzt, die 
beiden letzten Bauchsegmente sind auch in der Mitte beborstet. 
Die Hinterschenkel sind ziemlich stark verbreitert, aber nicht so 
stark wie bei montanus. Am Ende derselben stehen zwei Borsten. Die 
Hinterschienen sind breit und ziemlich kurz , die Vorderschienen 
sind zweizähnig. 

C y r totr ochalus mag uns n. sp. 

Robustus, convexus, brunneus, sericeus. Capite, fronte parce 
punctata, plerumque viridi, clypeo dense rugoso-punctato, antror- 
sum fortiter angustato , labro truncato ; antennis rufo - flavis, 
10-articulatis, flabello maris 4-articulato, stipite parum breviore, 
flabello feminae 3-articulato, stipite raulto breviore, stipitis arti- 
culo septimo in femina intus paulo spinoso ; prothorace longi- 
tudine duplo latiore, sat crebre subtiliter punctato , basi leviter 
biimpresso, lateribus setosis, angulis posticis obtusis , rotundatis, 
angulis anticis porrectis , margine antico medio paulo producto ; 
scutello subtiliter punctato ; elytris seriatim punetatis, interstitiis 
planis , sat remote punctis obtectis ; pygidio mediocriter dense 
punctato. Subtus pectoris medio linea impressa longitudinali 
instructo et subtiliter punctato , coxis posticis laxe umbilicato- 
punctatis , ante angulos posticos setas validas ferentibus ; ab- 
domine , medio sparsim subtiliter punctato , juxta latera trans- 
versim setoso ; femoribus posticis fortissime dilatatis , tibiis 
posticis latis et brevibus , tibiis anticis bidentatis. — Long. 
10—12 mm. 

Kamerun : Joko, L.Colin leg., Joh. Albrechtshöhe, L.Conradt leg. 

Bedeutend größer und robuster als C. opacus Brsk. , braun, 
seidenartig schimmernd , bei zwei der vorliegenden Exemplare 
auch mit schwarzer Oberseite. Die Stirn , welche gewöhnlich 
grün gefärbt ist , ist weitläufig punktiert , während der Clypeus 
eine dichte runzlige Punktierung trägt. Die Oberlippe ist seit- 
lich nicht abgesetzt , vom Clypeus durch eine Borstenreihe ge- 
trennt , oben abgestutzt. Die gelben Fühler sind zehngliedrig, 
der viergliedrige Fächer des cf ist ein wenig kürzer als der Stiel, 
der dreigliedrige Fächer des § ist so lang wie die sechs vorher- 
gehenden Glieder des Stieles zusammen , das letzte Glied des 
Stieles ist beim $ innen ein wenig ausgezogen. Das Halsschild 
ist doppelt so breit wie lang , ziemlich dicht und fein punktiert. 



Moser, Neue Trochalinen. 5 

die Basis zeigt jederseits neben dem Schildchen einen ganz leichten 
Eindruck. Die Seitenränder sind beborstet , die stumpfwinkligen 
Hinterecken sind abgerundet , die Vorderecken sind vorgestreckt, 
der Vorderrand ist in der Mitte schwach vorgezogen. Das Schildchen 
ist fein punktiert. Die Flügeldecken tragen Punktreihen , die 
Zwischenräume sind flach und ziemlich weitläufig mit Punkten 
bedeckt. Die Punktierung des Pygidiums ist mäßig dicht. Die 
Mitte der Brust zeigt eine eingerissene Längslinie und eine 
schwache Punktierung, die Hinterhüften sind weitläufig mit Nabel- 
punkten besetzt , vor den Hinterecken kräftig beborstet. Das 
Abdomen ist in der Mitte sehr zerstreut und fein punktiert, 
neben den Seiten trägt jedes Bauchsegment eine Borstenreihe. 
Die Hinterschenkel sind äußerst stark verbreitert , die Hinter- 
schienen sind breit und kurz. Die Vorderschienen sind zweizähnig. 

P s eudotr chalus g ah onus n. sp. 

(f . Subopacus, supra nigro - fuscus , subtus fuscus. Capite, 
fronte sat crebre punctata , postice setis raris instructa , clypeo 
rufo, subrugoso - punctato , labro truncato ; antennis rufo - flavis, 
flabello maris stipiti longitudine aequali ; prothorace sat dense 
subtiliter punctato , lateribus leviter curvatis , angulis posticis 
obtusis , breviter rotundatis , angulis anticis margineque antico 
productis, illis fere rectangulis ; scutello punctato ; elytris seriatim 
punctatis, interstitiis planis, sat remote punctis obtectis ; pygidio 
mediocriter crebre fortiter punctato. Subtus pectoris medio leviter 
sulcato et subtiliter punctato ; coxis posticis umbilicato-punctatis, 
postice juxta latera setosis ; abdominis segmentis singulis una 
serie transversa laterali setarum instructis ; femoribus posticis 
nitidis , sat fortiter dilatatis , tibiis posticis latis et abbreviatis, 
tibiis anticis bidentatis. — Long. 8 mm. 

Gabon. 

Durch die nur sehr schwach abgesetzte Oberlippe steht diese 
Art dem P. nigroiiridis Klb. nahe. Abgesehen von der Färbung, 
die bei den meisten Arten variabel ist , unterscheidet sich diese 
Art durch den männlichen Fühlerfächer , welcher mindestens so 
lang wie der Stiel ist. Die Färbung ist oben schwarzbraun und 
wohl infolge der abgeriebenen dünnen Tomentbekleidung etwas 
seidenartig schimmernd. Die Unterseite ist rotbraun , glänzend. 
Die Stirn ist ziemlich dicht und ziemlich kräftig punktiert und 
trägt hinten einige Borsten. Der Clypeus zeigt eine schwach 
runzlige Punktierung , die Oberlippe ist fast gerade abgestutzt. 
Das Halsschild ist mit einer ziemlich dichten und feinen Punk- 
tierung bedeckt. Es ist nach vorn stark verjüngt , die Seiten- 
ränder sind leicht gebogen, die stumpfwinkligen Hinterecken sind 



ß stettiner Entomologische Zeitung, 77. 1916. 

kurz abgerundet , die Yorderecken und der Vorderrand sind vor- 
gezogen, erstere sind fast rechtwinklig. Die Flügeldecken tragen 
Punktreihen , die Zwischenräume zwischen diesen sind flach und 
weitläufig mit feinen Punkten besetzt. Das Pygidium zeigt eine 
mäßig dichte und ziemlich kräftige Punktierung. Die Mitte der 
Brust ist leicht längsgefurcht und fein punktiert, die Hinterhüften 
tragen Nabelpunkte und hinten neben den Seitenrändern Borsten. 
Die Bauchsegmente sind nur seitlich mit einer kurzen Reihe 
schwacher Borsten besetzt. Die Hinterschenkel sind glänzend, 
ziemlich stark verbreitert , am Ende mit einer Borste versehen. 
Die Hinterschienen sind breit und kurz , die Vorderschienen sind 
zweizähnig. 

Pseudotrochalus in f ans n. sp. 

P. sulcipenni Gerst. similis. Niger, supra opacus, paulo sericeus, 
subtus nitidus, pedibus fuscis. Capite, fronte sat crebre fortiter 
punctata, clypeo rugoso-punctato, labro subsinuato ; antennis rufo- 
flavis, 10-articulatis , flabello in utroque sexu parvo ; prothorace 
sat dense punctato, antrorsum angustato, lateribus leviter curvatis, 
angulis posticis rotundatis, angulis anticis paulo porrectis, rect- 
angulis , margine antico medio producto ; scutello subtiliter parce 
punctato ; elytris seriatim punctatis , interstitiis paulo convexis, 
sparsim punctis obtectis ; pygidio mediocriter crebre punctato. 
Subtus pectoris medio levissime longitudinaliter sulcato et sub- 
tiliter punctato, coxis posticis umbilicato-punctatis, ante angulos 
posticos setosis ; abdomine , medio sparsim , juxta latera paulo 
densius punctato ; femoribus posticis fortiter dilatatis , tibiis 
posticis latis et brevibus , tibiis anticis bidentatis. — Long. 
6 — 6,5 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Die Art ist dem P. sulcipennis Gerst. sehr ähnlich , unter- 
scheidet sich aber durch die länger abgesetzte Oberlippe. Sie ist 
schwarz , oben matt mit sehr schwachem Seidenschimmer , Kopf 
und Halsschild sind schwarzgrün , letzteres schimmert an den 
Rändern bräunlich. Die Unterseite ist glänzend , die Beine sind 
rotbraun. Die Stirn ist ziemlich dicht und kräftig punktiert, 
der Clypeus trägt eine runzlige Punktierung , die Oberlippe ist 
ziemlich lang winklig abgesetzt, fast glatt, sehr leicht gebuchtet. 
Die Fühler sind gelbbraun, zehngliedrig, der Fächer ist in beiden 
Geschlechtern nur klein. Das nach vorn verschmälerte Halsschild 
ist ziemlich dicht mit Punkten besetzt , die Seitenränder sind 
leicht gebogen, die stumpfwinkligen Hinterecken sind abgerundet, 
die Vorderecken sind nur wenig vorgestreckt und fast recht- 
winklig, der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen. Die Flügel- 
decken zeigen Punktreihen, die schwach gewölbten Zwischenräume 



Moser, Neue Trochalinen. 7 

sind ziemlich weitläufig mit feinen Punkten bedeckt. Die Punk- 
tierung des Pygidiums ist mäßig dicht. Die Mitte der Brust 
trägt eine sehr schwache Längsfurche und feine Punkte. Die 
Hinterhüften zeigen Nabelpunkte und vor den Hinterecken einige 
Borsten. Das Abdomen ist in der Mitte weitläufig, an den Seiten 
etwas enger punktiert , ohne Borstenreihen. Die Hinterschenkel 
sind glänzend und kräftig verbreitert , die Hinterschienen sind 
breit und kurz. Die Vorderschienen sind zweizähnig. 

P seudotr ch alus dahomey anus n. sp. 

P. concolori Klb. simillimus. Rufo-brunneus, opacus , fronte 
plerumque viridi, prothorace interdum viridi-nigro-maculato, elytris 
concoloribus aut nigro-striatis, corpore infra nigro-viridi aut nigro- 
fusco, pedibus nitidis. Capite, fronte mediocriter dense punctata, 
clypeo subrugoso-punctato, labro levissime sinuato ; antennis rufo- 
flavis, 10-articulatis , flabello in utroque sexu parvo ; prothorace 
sat dense punctato , lateribus leviter curvatis , angulis posticis 
obtusis, sat breviter rotundatis, angulis anticis porrectis, margine 
antico medio parum producto ; scutello subtiliter punctato ; elytris 
seriatim punctatis , interstitiis paulo convexis , remote punctis 
obtectis ; pygidio mediocriter crebre punctato. Subtus pectoris 
medio leviter longitudinaliter sulcato et subtiliter punctato, coxis 
posticis sparsim punctatis , ante angulos posticos setosis ; ab- 
dominis segmentis tribus primis juxta latera una serie brevi 
setarum instructis ; femoribus posticis fortiter dilatatis , tibiis 
posticis latis et brevibus, tibiis anticis bidentatis. — Long. 8 mm. 

Dahomey. 

Die Art ist derjenigen sehr ähnlich, welche von Brenske für 
P. concolor Klb. gehalten und ihm auch vom Autor so bestimmt 
wurde. Ob die Bestimmung richtig ist , kann ich nicht ent- 
scheiden, da für die Bestimmung schwieriger Sericiden die Unter- 
suchung der Forcipes unbedingt notwendig ist, Herrn Prof. Kolbe 
aber angeblich die Zeit fehlt , die Forcipes herauszupräparieren. 
Die Färbung der Oberseite ist rotbraun, matt, die Stirn ist ge- 
wöhnlich grün , je ein Quermakel an der Basis und am Vorder- 
rande des Halsschildes sind häufig schwarzgrün. Das Schildchen 
ist braun oder grün , die Flügeldecken sind entweder einfarbig 
rotbraun , oder die Seitenränder und zuweilen auch die Punkt- 
streifen sind schwärzlich. Die Stirn ist mäßig dicht, der Clypeus 
ist schwach runzlig punktiert. Die Oberlippe ist winklig ab- 
gesetzt und vom Clypeus durch eine Borstenreihe getrennt , ihr 
oberer Rand ist ganz leicht gebuchtet. Die gelbbraunen Fühler 
sind zehngliedrig , der Fächer ist in beiden Geschlechtern nur 
klein. Das Halsschild ist ziemlich dicht und fein punktiert, die 



g stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

Seitenränder sind leicht gebogen , die Hinterecken sind stumpf- 
winklig und ziemlich kurz abgerundet, viel kürzer wie bei concolor. 
Die Vorderecken des Halsschildes sind vorgestreckt , der Vorder- 
rand ist in der Mitte ganz schwach vorgezogen. Das Schildchen 
trägt eine feine Punktierung. Die Flügeldecken zeigen Punkt- 
reihen, die Zwischenräume sind schwach gewölbt und weitläufig 
mit Punkten besetzt. Das Pygidium ist mäßig dicht punktiert. 
Die Unterseite ist gewöhnlich schwarzgrün oder schwarzbraun, 
selten braun. Die Mitte der Brust zeigt eine leichte Längsfurche 
und eine feine Punktierung. Auf den Hinterhüften stehen die 
Punkte ziemlich weitläufig , vor den Hinterecken befinden sich 
einige Borsten. Die ersten drei Bauchsegmente sind neben den 
Seiten mit einer kurzen Borstenreihe besetzt. Die Hinterschenkel 
sind glänzend, stark verbreitert , am Ende mit einer Borste ver- 
sehen. Die Hinterschienen sind breit und kurz , die Vorder- 
schienen sind zweizähnig. 

Pseudotrochalus angolensis n. sp. 

Nigro-viridis, sericeus, elytris rufo-brunneis aut nigris. Capite 
fortiter subrugoso-punctato , lateribus elevatis , labro rectangula- 
riter producto , margine antico profunde sinuato ; antennis rufo- 
brunneis, 10-articulatis, flabello in utroque sexu stipite breviore ; 
prothorace sat dense punctato , postice longitudine duplo latiore, 
antrorsum angustato , lateribus parce setosis , curvatis , angulis 
posticis rotundatis, angulis anticis porrectis, margine antico medio 
paruni producto ; scutello punctato , linea media interdum im- 
punctata ; elytris seriatim punctatis , interstitiis paulo convexis, 
sat remote punctis obtectis ; pygidii punctis mediocriter dense 
positis. Subtus pectoris medio linea impressa longitudinali in- 
structo et parce punctato, antice setoso ; coxis posticis umbilicato- 
punctatis , punctis setas minimas , juxta coxarum latera setas 
validas ferentibus ; abdomine parce punctato, lateraliter setis 
nonnullis instructo ; femoribus posticis nitidis , fortiter dilatatis, 
postice setis raris obtectis ; tibiis posticis modice dilatatis et 
abbreviatis, tibiis anticis bidentatis. — Long. 9 mm. 

Angola (Bailundo). 

Von länglich eiförmiger Gestalt , schwarzgrün , seidenartig 
schimmernd , die Flügeldecken rotbraun mit schwarzen Seiten- 
rändern oder schwarz. Der Kopf ist kräftig , etwas runzlig 
punktiert , die Seitenränder des Clypeus sind erhaben , die Ober- 
lippe ist seitlich rechtwinklig abgesetzt, vom Clypeus durch eine 
Borstenreihe getrennt. Der Rand der Oberlippe ist tief bogen- 
förmig ausgeschnitten, wodurch die Art von allen übrigen bisher 
bekannten Arten der Gattung abweicht. Die zehngliedrigen Fühler 



Moser, Neue Trochalinen. 9 

sind rotbraun, der Fächer ist in beiden Geschlechtern kürzer als 
der Stiel. Das Halsschild ist hinten doppelt so breit wie lang, 
nach vorn verschmälert. Die gebogenen Seitenränder sind weit- 
läufig beborstet, die Hinterecken sind abgerundet, die Vorderecken 
sind vorgestreckt, der Vorderrand ist in der Mitte schwach vor- 
gezogen. Die Oberfläche ist ziemlich dicht mit Punkten besetzt. 
Das Schildchen ist gleichmäßig punktiert, zuweilen mit schmaler 
unpunktierter Mittellinie. Die Flügeldecken tragen Punktreihen, 
die sehr schwach gewölbten Zwischenräume sind ziemlich weit- 
läufig punktiert. Auf dem Pygidium stehen die Punkte mäßig 
dicht. Die Mitte des Metasternums zeigt eine eingerissene Längs- 
linie und eine zerstreute Punktierung , am Vorderrande befinden 
sich abstehende Borsten. Die Nabelpunkte der Hinterhüften tragen 
winzige ßörstchen , neben den Seitenrändern der Hüften stehen 
einige kräftige Borsten. Das Abdomen ist weitläufig mit Punkten 
besetzt , an den Seiten mit einigen kurzen Borsten versehen. 
Die Hinterschenkel sind glänzend und kräftig verbreitert , in der 
hinteren Hälfte befindet sich eine Reihe weitläufig gestellter 
Börstchen. Die Hinterschienen sind mäßig verbreitert und mäßig 
verkürzt, die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Pseudotrochalus p r a e c e 1 1 p- n s n. sp. 

P. Schubotzi Klb. similis. Nitidus, supra nigro-fuscus, subtus 
fuscus. Capite fortiter punctato , clypeo leviter rugoso , antice 
setis raris instructo, labro truncato ; antennis rufo-flavis, 10-arti- 
fculatis , flabello maris stipiti longitudine fere aequali , flabello 
feminae stipite breviore ; prothorace postice longitudine duplo 
latiore , antrorsum angustato , lateribus leviter curvatis , angulis 
posticis rotundatis , angulis anticis porrectis , margine antico 
medio producto, dorso mediocriter dense punctato ; elytris seriatim 
punctatis, interstitiis perparum modo convexis, sat remote punctis 
obtectis ; pygidio parce punctato, medio plus minusve laevi. Pec- 
toris medio linea impressa longitudinali instructo et subtiliter 
punctato, coxis posticis fortiter umbilicato- punctatis, ante angulos 
posticos setosis ; abdominis medio sparsissime punctato , punctis 
juxta abdominis latera paulo densius positis , punctis nonnullis 
setas breves ferentibus ; femoribus posticis perparum dilatatis. 
tibiis posticis paulo dilatatis et paulo abbreviatis , tibiis anticis 
bidentatis. — Long. 11,5 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Die Art ist dem als Autoserica beschriebenen P. SclmhoUi Klb. 
sehr ähnlich. Leider kann ich die Forcipes beider Arten nicht 
vergleichen , doch halte ich diese Art von Schubotzi deshalb für 
verschieden , weil das Halsschild enger punktiert ist und die 



IQ Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

Hinterecken desselben kürzer abgerundet sind. Sie ist glänzend, 
oben schwarzbraun, unten rotbraun. Der Kopf ist kräftig punk- 
tiert, der Clypeus leicht gerunzelt. Die Seitenränder sind erhaben, 
die Oberlippe ist seitlich nur schwach abgesetzt, ihr oberer Rand 
ist abgestutzt. Oberlippe und Clypeus werden durch eine Borsten- 
reihe voneinander getrennt. Der hintere Augenkiel ist nur kurz 
aber deutlich. Die rotbraunen Fühler sind zehngliedrig , der 
Fächer ist beim cf fast so lang wie der Stiel, beim ? ein wenig 
länger als die sechs vorhergehenden Glieder des Stieles zusammen. 
Das Halsschild ist hinten doppelt so breit wie lang , die Seiten- 
ränder sind leicht gebogen , die Hinterecken sind ziemlich kurz 
abgerundet , die Vorderecken sind vorgestreckt , der Vorderrand 
ist in der Mitte vorgezogen. Die Oberfläche ist mäßig dicht 
punktiert. Das Schildchen trägt eine weitläufige Punktierung. 
Die Flügeldecken zeigen Punktreihen , die nur sehr schwach ge- 
wölbten Zwischenräume sind ziemlich zerstreut punktiert. Die 
Punktierung des Pygidiums ist sehr weitläufig, in der Mitte ist 
es mehr oder weniger unpunktiert. Die Mitte der Brust trägt 
eine eingerissene Längslinie und eine feine Punktierung. Die 
Nabelpunkte auf den Hinterhüften sind kräftig , vor den Hinter- 
ecken der Hüften stehen Borsten. Das Abdomen zei^t in der 
Mitte eine sehr weitläufige Punktierung , auf den Seiten des Ab- 
domens stehen die Punkte ein wenig enger , vereinzelte Punkte 
tragen Börstchen. Die Hinterschenkel sind nur sehr wenig ver- 
breitert, am Ende mit zwei Borsten besetzt. Die Hinterschienen 
sind schwach verbreitert und etwas verkürzt. Die Vorderschienen 
sind zweizähnig. 

P s etid otr chalus nigritus n. sp. 

cf . P. nigro Brsk. similis. Nitidus , supra niger , subtus 
nigro-fuscus. Capite fortiter punctato, labro subsinuato ; antennis 
rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris stipite breviore ; protho- 
race longitudine duplo latiore , laxe punctato , lateribus leviter 
curvatis , angulis posticis rotundatis , angulis anticis margineque 
antico productis ; scutello sparsim punctato ; elytris seriatim 
punctatis , interstitiis planis , remote punctis obtectis ; pygidio 
sparsissime punctato. Subtus pectoris medio fere laevi , linea 
impressa indistincta instructo, pectoris lateribus coxisque posticis 
parce umbilicato - punctatis, coxis ante angulos posticos setosis ; 
abdomine valde remote punctato ; femoribus posticis parum modo 
dilatatis, margine postico in parte apicali leviter sinuato ; tibiis 
posticis parum dilatatis et paulo abbreviatis, tibiis anticis biden- 
tatis. — Long. 9 mm. 

Süd-Uganda. 



Moser, Neue Trochalinen. l\ 

Die Art ist dem P. niger Brsk. ähnlich. Sie ist etwas 
schmäler wie diese Art , die Hinterbeine sind schlanker. Sie ist 
glänzend, oben schwarz, unten schwarzbraun. Der Kopf ist kräftig 
punktiert , die Oberlippe ist seitlich nur schwach abgesetzt , ihr 
oberer Rand ist sehr leicht gebuchtet. Die rotbraunen Fühler 
sind zehngliedrig , der Fächer des (f ist etwas kürzer als der 
Stiel. Das Halsschild ist doppelt so breit wie lang , die Ober- 
fläche ist weitläufig punktiert , die Seitenränder sind leicht ge- 
bogen, die Hinterecken sind abgerundet, die Vorderecken und die 
Mitte des Vorderrandes sind vorgezogen. Das Schildchen ist 
weitläufig mit Punkten besetzt. Die Flügeldecken tragen Punkt- 
reihen , die Zwischenräume sind flach und zerstreut punktiert. 
Die Punktierung des Pygidiums ist sehr weitläufig. Die Mitte 
der Brust ist fast glatt , die eingerissene Mittellinie ist undeut- 
lich. Die Seiten der Brust und die Hinterhüften tragen weit- 
läufig gestellte Nabelpunkte, vor den Hinterecken der Hüften stehen 
Borsten. Das Abdomen ist sehr weitläufig punktiert. Die Hinter- 
schenkel sind nur wenig verbreitert , der Hinterrand ist in der 
Endhälfte schwach gebuchtet, am Ende der Hinterschenkel stehen 
zwei Borsten. Die Hinterschienen sind gleichfalls wenig verbreitert 
und etwas verkürzt, die Vorderschienen sind zweizähnig. 

P s endo tr ch alus aigroaeneus n. sp. 

(f. P. nigro Brsk. similis. Nididus , supra nigro - aeneus, 
subtus fuscus. Capite sat remote punctato , clypeo levissime 
rugoso, labro leviter sinuato ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, 
flabello maris stipite paulo breviore ; prothorace postice plus duplo 
latiore quam longiore , antrorsum angustato , lateribus setosis, 
leviter curvatis , angulis posticis obtusis , brevissime rotundatis, 
angulis anticis porrectis , margine antico leviter producto , dorso 
mediocriter crebre punctato ; scutello , apice excepto , punctato ; 
elytris seriatim punctatis, interstitiis planis, sat sparsim punctis 
obtectis ; pygidio sat remote punctato. Subtus pectoris medio 
linea impressa instructo , subtiliter punctato ; coxis posticis laxe 
umbilicato - punctatis , ante angulos posticos setosis ; abdominis 
segmentis transversim setosis ; femoribus posticis fortiter dila- 
tatis, tibiis posticis latis et brevibus ; tibiis anticis bidentatis. — 
Long. 9,5 mm. 

Kongostaat. Von Staudinger und Bang-Haas erhalten. 

Die Art ist dem P. niger Brsk. sehr ähnlich, doch zeigt die 
Oberseite Erzschimmer und der männliche Fühlerfächer ist kürzer. 
Der Kopf ist ziemlich weitläufig punktiert, der Clypeus ist leicht 
gerunzelt , die Oberlippe ist seitlich nicht abgesetzt , ihr Rand 
ist schwach gebuchtet. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, 



12 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

der Fächer ist ein wenig kürzer als der Stiel. Das nach vorn 
verschmälerte Halsschild ist hinten über doppelt so breit wie 
lang. Die Oberfläche ist mäßig dicht punktiert , die leicht ge- 
bogenen Seitenränder sind beborstet, die Hinterecken sind stumpf- 
winklig, ganz kurz abgerundet, die Vorderecken sind vorgestreckt, 
der Yorderrand ist in der Mitte leicht vorgezogen. Das Schildchen 
ist mit Ausnahme der Spitze punktiert. Die Flügeldecken tragen 
Punktreihen, die Zwischenräume sind flach und ziemlich zerstreut 
punktiert. Auf dem Pygidium stehen die groben Punkte gleich- 
falls ziemlich weitläufig. Die Unterseite ist rotbraun. Die Mitte 
der Brust zeigt eine eingerissene Längslinie und eine feine Punk- 
tierung. Die Hinterhüften sind zerstreut mit Nabelpunkten besetzt, 
vor den Hinterecken beborstet. Die Hinterschenkel sind stark 
verbreitert , am Ende mit einigen Borstenpunkten versehen. Die 
Hinterschienen sind breit und kurz , die Vorderschienen sind 
zweizähnig. 

P send otr c h aliis fus c nlu s n. sp. 

cf. Nitidus, rufo-fuscus, sat convexus. Capite, fronte sparsim, 
clypeo paulo densius punctato et leviter rugoso , labro truncato ; 
antennis rufo - flavis , 10-articulatis , flabello maris stipiti longi- 
tudine aequali ; prothorace postice plus duplo latiore quam 
longiore, antrorsum angustato, dorso mediocriter crebre punctato, 
levissime rugoso, lateribus curvatis, angulis posticis obtusis, bre- 
viter rotundatis , angulis anticis porrectis , margine antico medio 
parum producto ; scutello, linea media excepta, punctato ; elytris 
leviter coriaceis, seriatim punctatis, interstitiis planis, sat remote 
punetis obtectis ; pygidio sat laxe , juxta latera paulo densius 
punctato. Subtus pectoris medio linea longitudinali impressa 
indistincta instructo et subtiliter punctato, coxis posticis umbili- 
cato - punctatis ante angulos posticos setosis ; abdominis punetis 
valde remote positis ; femoribus posticis modice latis, ante apicem 
setis duabus instructis ; tibiis posticis modice dilatatis et paulo 
abbreviatis ; tibiis anticis bidentatis. — Long. 7 mm. 

Kamerun (Johann Albrechtshöhe). L. Conradt leg. 

Eine kleinere ziemlich gewölbte Art , glänzend , oben dunkel 
rotbraun , unten heller gefärbt. Die Stirn ist weitläufig punk- 
tiert, auf dem leicht gerunzelten Clypeus stehen die Punkte ein 
wenig enger , die Mitte des Clypeus ist schwach gewölbt. Die 
Oberlippe ist seitlich nur ganz schwach abgesetzt , ihr oberer 
Rand ist abgestutzt. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, 
der Fächer des cf ist so lang wie der Stiel. Das Halsschild ist 
mehr als doppelt so breit wie lang , nach vorn verschmälert. 
Die Oberfläche ist leicht gerunzelt uiyi mäßig dicht punktiert. 



Moser, Neue Trochalinen. 13 

Die Seitenränder sind gebogen, die stumpfwinkligen Hinterecken 
sind kurz abgerundet , die Vorderecken sind vorgestreckt , der 
Vorderrand ist in der Mitte ganz leicht vorgezogen. Das Schildchen 
ist mit Ausnahme einer Mittellinie punktiert. Die Flügeldecken 
zeigen unter der Lupe eine feine lederartige Skulptur. Sie tragen 
Punktreihen , die Zwischenräume sind flach und ziemlich weit- 
läufig mit Punkten bedeckt. Auch auf dem Pygidium stehen die 
Punkte ziemlich zerstreut, an den Seiten etwas enger als in der 
Mitte. Die Mitte der Brust zeigt eine sehr schwache Längslinie 
und eine ziemlich feine Punktierung. Die Hinterhüften tragen 
Nabelpunkte und vor den Hinterecken Borsten. Das Abdomen 
ist sehr weitläufig punktiert. Die Hinterschenkel sind mäßig 
breit , am Ende mit zwei Borstenpunkten besetzt. Die Hinter- 
schienen sind gleichfalls mäßig verbreitert und etwas verkürzt. 
Die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Trochalus francevillensis n. sp. 

T. rugifronti Thoms. similis. Opacus , supra niger , subtus 
nigro - fuscus , pedibus rufis , nitidis. Capite fortiter punctato, 
clypeo ante apicem fere laevi, clypei medio plus minusve distinete 
carinato , labro tridentato ; antennis rufo - flavis , 10 - articulatis, 
flabello maris stipite paulo breviore ; prothorace dense subtiliter 
punctato , margine antico et juxta latera setoso , postice longi- 
tudine duplo latiore , antrorsum angustato , lateribus curvatis, 
angulis posticis obtusis , breviter rotundatis , angulis anticis 
acutis, porrectis, margine antico medio paulo producto ; scutello 
crebre punctis obtecto ; elytris seriatim punctatis , interstitiis 
planis, dense punctatis, punctis minutissime setosis ; pygidio sat 
remote punctato. Subtus pectoris medio nitido , linea impressa 
longitudinali indistincta instructo, parce subtiliter punctato ; coxis 
posticis laxe punctatis , ante angulos posticos setosis ; abdomine 
valde remote punctis obtecto, abdominis segmentis singulis juxta 
latera seriatim setosis ; femoribus posticis modice dilatatis , post 
marginem anticum in parte apicali setis nonnullis instructis ; 
tibiis posticis paulo abbreviatis, ad apicem versus dilatatis ; tibiis 
anticis tridentatis. — Long. 6,5 — 7 mm. 

Congo fran9ais (Franceville). 

Die Art ist dem T. rugifrons Thoms. täuschend ähnlich. Sie 
unterscheidet sich durch einen kürzeren männlichen Fühlerfächer 
und durch etwas weniger verbreiterte Hinterschenkel. Sie ist 
matt, oben schwarz , unten schwarzbraun , die glänzenden Beine 
sind rotbraun. Der Kopf ist kräftig punktiert, die Punkte stehen 
mehr oder weniger weitläufig , der Clypeus ist am Ende fast un- 
punktiert. Der Stirnkiel ist kräftig erhaben , die Mitte des 



14 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

Clypeus trägt einen Längskiel , welcher zuweilen undeutlich ist. 
Der Rand der Oberlippe ist dreizähnig. Die gelbbraunen Fühler 
sind zehngliedrig, der Fächer ist in beiden Geschlechtern kürzer 
als der Stiel , wenn auch beim cf nur wenig. Das Halsschild 
ist dicht punktiert und trägt am Vorderrande und neben den 
Seitenrändern , sowie auch hinter den Vorderecken Börstchen. 
Die Hinter ecken sind stumpfwinklig und kurz abgerundet , die 
Vorderecken sind spitzwinklig und vorgestreckt , die Mitte des 
Vorderrandes ist schwach vorgezogen. Das Schildchen ist ziem- 
lich eng mit Punkten besetzt. Die Flügeldecken tragen Punkt- 
reihen , die Zwischenräume sind flach und dicht punktiert , die 
Punkte zeigen unter der Lupe äufserst winzige Börstchen. Das 
Pygidium ist ziemlich weitläufig mit Punkten bedeckt. Die 
glänzende Mitte der Brust zeigt eine schwache eingerissene Längs- 
linie und eine feine Punktierung. Die Hinterhüften sind zerstreut 
mit Punkten besetzt und vor den Hinterecken beborstet. Das 
Abdomen ist nur sehr weitläufig punktiert, an den Seiten tragen 
die Segmente kurze Borstenreihen. Die Hinterschenkel sind mäßig 
verbreitert , am Vorderrande stehen in der Endhälfte einige 
Börstchen. Die Hinterschienen sind etwas verkürzt und nach 
dem Ende zu verbreitert. Die Vorderschienen sind dreizähnig. 

Trochalus ang olanus n. sp. 

(f. T. rugifronti Thoms. similis , paulo angustior. Rufus, 
opacus, pedibus nitidis. Capite parce punctato , clypei medio 
longitudinaliter subcarinato , labro tridentato ; antennis flavis, 
10-articulatis , flabello maris stipite longiore ; prothorace postice 
longitudine duplo latiore, antrorsum angustato, dorso dense sub- 
tiliter punctato, juxta latera margineque antico setoso , lateribus 
ante angulos posticos obtusos leviter sinuatis , angulis anticis 
acutis, porrectis, margine antico medio paulo producto; scutello 
subtiliter punctato ; elytris seriatim punctatis, interstitiis planis, 
mediocriter dense punctis obtectis ; pygidio laxe punctato. Subtus 
pectoris medio nitido , linea impressa longitudinali instructo, 
sparsim subtiliter punctato ; pectoris lateribus coxisque posticis 
remote umbilicato-punctatis , coxis ante angulos posticos setosis ; 
abdomine parce punctato ; femoribus posticis modice dilatatis, 
tibiis posticis paulo abbreviatis et paulo dilatatis ; tibiis anticis 
tridentatis. — Long. 5,5 mm. 

Angola. 

Die Art ist ein wenig schmäler als T. rugifrons Thoms., der 
männliche Fühlerfächer ist länger , die Hinterbeine sind weniger 
verbreitert. Der Kopf ist weitläufig punktiert, der Clypeus zeigt 
einen undeutlichen mittleren Längskiel, die Oberlippe ist stumpf 



Moser, Neue Trochalineu. 15 

dreizähnig. Die gelben Fühler sind zehngliedrig , der Fächer ist 
beim cf etwas länger als der Stiel. Das Halsschild ist hinten 
doppelt so breit wie lang, nach vorn verschmälert. Die Oberseite 
ist dicht und fein punktiert , neben den Seitenrändern und am 
Vorderrande stehen feine Börstchen. Die Seitenränder sind vor 
den stumpfwinkligen Hinterecken leicht gebuchtet, die vorgestreckten 
Vorderecken sind spitzwinklig , der Vorderrand ist in der Mitte 
schwach vorgezogen. Das Schildchen trägt eine feine Punk- 
tierung. Die Flügeldecken zeigen undeutliche Punktreihen , die 
Zwischenräume sind flach und mäßig dicht mit Punkten bedeckt. 
Das Pygidium ist , soweit nach seiner Lage beim vorliegenden 
Exemplar erkenntlich, weitläufig punktiert. Die Mitte der Brust 
ist glänzend, zeigt eine schwache eingerissene Längslinie und sehr 
feine, zerstreut stehende Punkte. Auch auf den Seiten der Brust 
und auf den Hinterhüften sind die Nabelpunkte weitläufig gestellt, 
vor den Hinterecken der Hüften stehen Borsten. Das Abdomen 
ist sehr zerstreut punktiert. Die glänzenden Hinterschenkel sind 
mäßig verbreitert , am Vorderrande stehen in der Endhälfte 
Börstchen. Die Hinterschienen sind ein wenig verkürzt und etwas 
verbreitert, die Vorderschienen sind deutlich dreizähnig. 

Trochaliis opacipennis n. sp. 

T. rugifronti Thoms. similis , minor. Nigro - fuscus , opacus, 
capite , prothoracis parte anteriore pedibusque nitidis , pedibus 
fuscis. Capite mediocriter crebre punctato , clypei medio longi- 
tudinaliter carinato , labro obtuse tridentato ; antennis flavis, 
10-articulatis , flabello maris stipiti longitudine aequali , flabello 
feminae stipite paulo breviore ; prothorace dense punctato, margine 
antico setoso, juxta latere setis nonnullis instructo, angulis posticis 
obtusis , breviter rotundatis , lateribus antice sinuatis , angulis 
anticis acutis , porrectis , margine antico medio paulo producto ; 
elytris levissime striatis , interstitiis planis , mediocriter crebre 
punctis obtectis ; pygidio sat fortiter punctato. Subtus remote 
punctatus , pectoris medio linea impressa longitudinali instructo, 
coxis posticis ante angulos posticos setas nonnullas ferentibus ; 
abdominis segmentis singulis juxta latera una serie setarum ob- 
tectis , setis brevibus ; femoribus posticis sat fortiter dilatatis, 
post marginem anticum setis instructis ; tibiis posticis latis et 
abbreviatis, tibiis anticis tridentatis. — Long. 6 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Die Art ist dem T. rugifrons Thoms. ähnlich , aber kleiner. 
Sie ist leicht dadurch zu unterscheiden , daß das Halsschild mit 
Ausnahme des Basalteiles glänzend ist. Der Kopf ist mäßig dicht 
punktiert, der Clypeus trägt einen mittleren Längskiel, die Ober- 



16 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

lippe ist stumpf dreizähnig. Die gelben Fühler sind zehngliedrig, 
der Fächer des cf ist so lang wie der Stiel, der des $ ist etwas 
kürzer. Das Halsschild ist ziemlich dicht punktiert, am Vorder- 
rande und neben den Seitenrändern befinden sich feine Börstchen. 
Die stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet , hinter 
den spitzwinkligen , vorgestreckten Vorderecken sind die Seiten- 
ränder leicht gebuchtet. Der Vorderrand ist in der Mitte schwach 
vorgezogen. Das Schildchen ist fein punktiert. Die Flügeldecken 
lassen schwache Streifen erkennen, die Zwischenräume sind flach 
und mäßig dicht mit Punkten bedeckt. Das Pygidium zeigt eine 
kräftige Punktierung. Die Unterseite ist überall weitläufig punk- 
tiert, die Mitte der Brust trägt eine eingerissene Längslinie, vor 
den Hinterecken der Hinterhüften stehen einige Borsten. Neben 
den Seitenrändern der Bauchsegmente befindet sich je eine Quer- 
reihe kurzer Börstchen. Die Beine sind rotbraun und glänzend. 
Die Hinterschenkel sind ziemlich verbreitert , hinter dem Vorder- 
rande befindet sich eine Borstenreihe. Die Hinterschienen sind 
verkürzt und nach dem Ende zu verbreitert. Die Vorderschienen 
sind deutlich dreizähnig. 

Ti'ochalus tenuivestis n. sp. 

T. ej'cellenti Mos. similis et affinis. Fuscus , sericeus , iridi- 
color. Capite remote punctato, fronte juxta oculos setosa, clypeo 
levissime rugoso, medio longitudinaliter carinato, labro tridentato ; 
antennis rufo-flavis, 10 - articulatis , flabello maris stipite paulo 
breviore ; prothorace mediocriter dense punctato , postice longi- 
tudine duplo latiore, antrorsum angustato , lateribus setosis , an- 
gulis posticis obtusis, rotundatis , angulis anticis porrectis, mar- 
gine antico medio producto ; scutello medio parce , ad latera 
versus paulo densius punctato ; elytris seriatim punctatis , inter- 
stitiis planis , remote punctis obtectis ; pygidio laxe punctato. 
Subtus parce punctatus , pectoris medio leviter sulcato , coxis 
posticis ante marginem posticum setosis , abdominis segmentis 
singulis juxta latera una serie transversa setarum instructis ; 
femoribus posticis modice dilatatis, post marginem anticum setas 
nonnullas ferentibus ; tibiis posticis latis et brevibus ; tibiis an- 
ticis bidentatis, dente tertio obsoleto. — Long. 10 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Die Art ist dem T. excellens Mos. sehr ähnlich und nahe ver- 
w^andt. Der Längskiel auf dem Clypeus ist etwas länger , die 
Hinterecken des Halsschildes sind ein wenig stärker abgerundet, 
die Vorderecken desselben sind nicht ganz so spitz , der männ- 
liche Fühlerfächer erreicht nicht die Länge des Stieles , während 
er bei e,ccellens ein wenig länger als der Stiel ist. 



Moser, Neue Trochalinen. 17 

Die Art ist ebenso gefärbt wie crcellens, gleichfalls oben mit 
einer sehr dünnen Tomentbekleidung versehen, so daß sie seiden- 
artig schimmert und irisiert. Der Kopf ist weitläufig punktiert, 
die Stirn ist neben den Augen beborstet. Der Clypeus ist sehr 
leicht gerunzelt und in der Mitte mit einem Längskiel versehen. 
Die Oberlippe ist ziemlich kräftig dreizähnig. Das Halsschild ist 
hinten doppelt so breit wie lang , nach vorn verschmälert. Die 
Oberfläche ist mäßig dicht mit Punkten besetzt. Die Seitenränder 
sind beborstet, die stumpfwinkligen Hinterecken sind abgerundet, 
die Vorderecken sind vorgestreckt , der Vorderrand ist in der 
Mitte vorgezogen. Auf dem Schildchen stehen die Punkte in der 
Mitte weitläufig, nach den Seiten zu ein wenig enger. Die Flügel- 
decken zeigen Punkt reihen , die Zwischenräume sind flach und 
zerstreut punktiert. Das Pygidium trägt eine weitläufige Punk- 
tierung. Die Unterseite ist überall weitläufig mit Punkten be- 
deckt, die Mitte der Brust ist mit einer leichten Längsfurche 
versehen. Vor den Hinterecken der Hinter hüften stehen Borsten 
und zeigt jedes Bauchsegment seitlich eine kurze Querreihe von 
Borstenpunkten. Die Hinterschenkel sind mäßig verbreitert, vorn 
mit einigen Borsten besetzt. Die Hinterschienen sind ziemlich 
breit und verkürzt. Die Vorderschienen sind zweizähnig , ein 
dritter Zahn ist kaum merklich angedeutet. 

Trochaluspera7nilioanus n. sp. 

T. corinthiae Gerst. similis, sed labro tridentato. Nigro-fuscus, 
nitidus, prothoracis basi , scutello elytrisque opacis. Capite sat 
fortiter reraote punctato , clypei medio longitudinaliter carinato ; 
antennis rufo - flavis , 10 - articulatis , flabello maris stipiti longi- 
tudine fere aequali , flabello feminae stipite breviore ; prothorace 
mediocriter dense punctato , postice longitudine duplo latiore, 
lateribus parce setosis , angulis posticis obtusis , rotundatis , an- 
gulis anticis acutis , porrectis , margine antico medio paulo pro- 
ducto ; scutello, linea media indistincta excepta, punctato ; elytris 
seriatim punctatis, interstitiis fere planis, sat remote punctis ob- 
tectis ; pygidio sparsim punctato. Subtus parce punctatus , pec- 
toris medio linea impressa longitudinali instructo , coxis posticis 
ante marginem posticum setosis, abdominis segmentis juxta latera 
una Serie transversa setarum obtectis , setis brevibus ; femoribus 
posticis fortiter dilatatis, post marginem anticum setas nonnullas 
ferentibus ; tibiis posticis latis et brevibus , tibiis anticis biden- 
tatis. — Long. 8 — 9 mm. 

Deutsch-Ost-Afrika (Peramiho). 

Die Art ist dem T. corinthia Gerst. ähnlich, von dem sie sich 
durch die dreizähnige Oberlippe unterscheidet. Sie ist schwarz- 

Stettiner Entomologische Zeitung, Heft I. 2 



IQ Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

braun, glänzend, die Basis des Halsschildes , das Schildchen und 
die Flügeldecken sind matt. Letztere irisieren ein wenig. Der 
Kopf ist weitläufig mit kräftigen Punkten bedeckt , der Clypeus 
trägt einen mittleren Längskiel, die Oberlippe drei stumpfe Zähne. 
Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig , der Fächer des cf ist 
fast so lang wie der Stiel, der des $ ist kürzer. Das Halsschild 
ist hinten doppelt so breit wie lang , nach vorn verjüngt. Die 
Oberfläche ist mäßig dicht punktiert , die Seitenränder tragen 
einige Borsten. Die stumpfwinkligen Hinterecken sind abgerundet, 
die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt, der Vorderrand 
ist in der Mitte etwas vorgezogen. Das Schildchen ist mit Aus- 
nahme einer undeutlichen Mittellinie punktiert. Die Flügeldecken 
tragen Punktreihen, die Zwischenräume sind fast flach und ziem- 
lich weitläufig mit Punkten bedeckt. Das Pygidium ist zerstreut 
punktiert. Auch auf der Unterseite ist die Punktierung überall 
weitläufig. Die Mitte der Brust zeigt eine eingerissene Längs- 
linie, die Hinterhüften sind vor dem Hinterrande beborstet , die 
einzelnen Bauchsegmente tragen seitlich eine Querreihe kurzer 
Borsten. Die Hinterschenkel sind ziemlich stark verbreitert, am 
Vorderrande mit einigen Börstchen besetzt. Die Hinterschienen 
sind breit und kurz, die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Tro c h al HS us a vi b a r i c ti s n. sp. 

Statura T. corinthiae Gerst. Brunneus, supra opacus, subtus 
nitidus. Capite parce punctato , clypeo medio leviter convexo, 
haud carinato , labro medio paulo producto ; antennis rufo-flavis, 
10 - articulatis , flabello maris stipiti longitudine aequali, flabello 
feminae stipite breviore ; prothorace mediocriter crebre punctato, 
parte anteriore interdum nitido, lateribus breviter setosis, antice 
leviter sinuatis , angulis posticis obtusis , rotundatis, angulis an- 
ticis acutis , porrectis , margine antico medio producto ; scutello, 
linea media longitudinali excepta, parce punctato ; elytris seriatim 
punctatis , interstitiis perparum modo convexis , remote punctis 
obtectis ; pygidio sparsim punctato. Pectoris medio linea impressa 
longitudinali instructo et subtiliter punctato, coxis posticis remote 
punctatis, ante angulos posticos setosis, abdominis punctis spar- 
sissime positis, segmentis singulis juxta latera transversim setosis, 
setis brevibus ; femoribus posticis modice latis , margine antico 
setis nonnullis instructo ; tibiis posticis modice dilatatis et abbre- 
viatis ; tibiis anticis bidentatis. — Long. 8 mm. 

Usambara (Hohenfriedberg). 

Die Art ist braunen Exemplaren des vom gleichen Fundort 
vorliegenden T. corinthia Gerst. ähnlich , unterscheidet sich aber 
durch weniger verbreiterte Hinterbeine und dadurch , daß die 



Moser, Neue Trochalinen. 19 

Oberlippe in der Mitte leicht vorgezogen ist. Der Kopf ist weit- 
läufig punktiert , die Mitte des Clypeus ist etwas gewölbt , ohne 
Längskiel. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, der Fächer 
des c/ ist so lang wie der Stiel, der des ? ist ein wenig länger 
als die sechs vorhergehenden Glieder des Stieles zusammen. Das 
Halsschild ist mäßig dicht punktiert , der vordere Teil ist ge- 
wöhnlich in größerer oder geringerer Ausdehnung glänzend. Die 
Seitenränder tragen kurze Borsten und sind hinter den Vorder- 
ecken leicht gebuchtet. Die stumpfwinkligen Hinterecken sind 
abgerundet, die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt, der 
Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen. Das Schildchen ist mit 
Ausnahme der Mitte weitläufig punktiert. Die Flügeldecken tragen 
Punktreihen , die ganz schwach gewölbten Zwischenräume sind 
ziemlich weitläufig mit Punkten bedeckt. Auch das Pygidium ist 
zerstreut punktiert. Die Brust zeigt eine eingerissene Längslinie 
und eine feine Punktierung. Auf den Hinterhüften stehen die 
Punkte weitläufig , vor den Hinterecken befinden sich einige 
Borsten. Das Abdomen ist sehr zerstreut punktiert , an den 
Seiten der Segmente stehen Querreihen kurzer Borsten. Die 
Hinterschenkel sind mäßig verbreitert , am Vorderrande befinden 
sich einige Börstchen. Die Hinterschienen sind ein wenig stärker 
verbreitert und etwas verkürzt. Die Vorderschienen sind zwei- 
zähnig. 

Tr chalus ma er o cerus n. sp, 

cf . T. usamharico similis. Rufus , nitidus , prothoracis basi, 
scutello elytrisque opacis. Capite parce punctato , clypei medio 
leviter longitudinaliter carinato, labro obtuse tridentato ; antennis 
rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris stipite distincte longiore ; 
prothorace mediocriter dense punctato , duplo latiore quam lon- 
giore, antrorsum angustato , angulis posticis rotundatis , angulis 
anticis margineque antico productis ; elytris seriatim punctatis, 
interstitiis fere planis , sat remote punctis obtectis ; pygidio 
sparsim punctato. Subtus sparsissime punctatus , coxis posticis 
ante angulos posticos setis nonnullis instructis , abdominis seg- 
mentis singulis una serie transversa setarum obtectis , setis bre- 
vibus ; fenioribus posticis modice dilatatis, post marginem anticum 
setas nonnullas ferentibus ; tibiis posticis latis et abbreviatis ; 
tibiis anticis bidentatis. — Long. 7,5 mm. 

Zanguebar. 

Die Art ist etwas kürzer als der vorhergehend beschriebene 
T. usamharicus und durch den langen männlichen Fühlerfächer 
ausgezeichnet. Sie ist von rotbrauner Färbung , glänzend , die 
Basis des Halsschildes, das Schildchen und die Flügeldecken sind 
matt. Der Kopf ist weitläufig punktiert , der Clypeus ist im 



20 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

vorderen Teile fast glatt und trägt einen schwachen mittleren 
Längskiel. Die Oberlippe ist mit drei stumpfen Zähnen versehen, 
der gebogene Stirnkiel ist nur wenig erhaben. Die rotgelben 
Fühler sind zehngliedrig, der Fächer ist beim d^ bedeutend länger 
als der Stiel und am Ende ganz leicht gebogen. Das Halsschild 
ist doppelt so breit wie lang , etwas hinter der Mitte bogen- 
förmig erweitert , die Hinterecken sind abgerundet , die Vorder- 
ecken und die Mitte des Vorderrandes sind vorgezogen. Die Ober- 
fläche ist ebenso wie die des Schildchens mäßig dicht und fein 
punktiert. Die Flügeldecken zeigen regelmäßige Punktreihen, die 
Zwischenräume sind fast flach und weitläufig mit Punkten bedeckt. 
Das Pygidium ist zerstreut punktiert. Auf der Unterseite ist die 
Punktierung überall sehr weitläufig. Die Mitte der Brust zeigt 
keine Längsfurche , vor den Hinterecken der Hinterhüften stehen 
einige Borsten. Die Bauchsegmente tragen Querreihen kurzer 
Börstchen. Die Hinterschenkel sind mäßig verbreitert, am Vorder- 
rande mit einigen Börstchen besetzt. Die Hinterschienen sind 
breit und verkürzt, die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Tr chalus scutellaris n. sp. 

Statura T. camerunensis Brsk. Nigro-fuscus aut rufo-brunneus, 
nitidus, prothoracis parte basali, scutello elytrisque opacis. Capite, 
fronte sat remote punctis obtecta , clypeo subrugoso - punctato, 
clypei medio longitudinaliter carinato , labro subtridentato ; an- 
tennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris stipiti longitudine 
fere aequali , flabello feminae stipite breviore ; prothorace medio- 
eriter dense punctato , longitudine plus duplo latiore , antrorsum 
angustato , lateribus setosis , angulis posticis obtusis , breviter 
rotundatis, angulis anticis acutis, porrectis, margine antico medio 
producto ; scutello mediocriter crebre punctato, linea media longi- 
tudinali plerumque impunctata, punctis in scutelli parte posteriore 
setosis ; elytris seriatim punctatis , interstitiis planis , sparsim 
punctis obtectis ; pygidii punctis remote positis. Subtus laxe 
punctatus , metasterni medio postice levissime sulcato , antice 
longitudinaliter carinato , coxis posticis ante marginem posticum 
setas ferentibus ; abdominis segmentis transversim setosis , setis 
brevibus ; femoribus posticis fortiter dilatatis , post marginem 
anticum setis nonnullis instructis ; tibiis posticis latis et brevibus, 
tibiis anticis bidentatis. — Long. 10 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Die Art ist in Färbung und Gestalt dem T. camerunensis Brsk. 
ähnlich , unterscheidet sich aber durch die Bildung des Clypeus 
und den Kiel auf dem Metasternum. Eigentümlich ist die Art 
dadurch , daß bei reinen Stücken die Punkte auf der hinteren 



Moser, Neue Trochalinen. 21 

Hälfte des Schildchens gelb beborstet sind. Die Stirn ist ziem- 
lich weitläufig, der Clypeus etwas runzlig punktiert. In der 
Mitte des letzteren befindet sich ein Längskiel. Die Oberlippe 
ist ganz schwach dreizähnig. Die gelbbraunen Fühler sind zehn- 
gliedrig, der Fächer des cf ist fast so lang wie der Stiel , der 
des $ ist ein wenig länger als die sechs vorhergehenden Glieder 
des Stieles zusammen. Das Halsschild ist mäßig dicht mit 
Punkten besetzt , die Seitenränder tragen einige Borsten , die 
stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet. Die vor- 
gestreckten Vorderecken sind spitzwinklig, der Vorderrand ist in 
der Mitte vorgezogen. Die Flügeldecken zeigen Punktreihen, die 
Zwischenräume sind flach und ziemlich weitläufig mit Punkten 
besetzt. Das Pygidium ist zerstreut punktiert. Die Punktierung 
der Unterseite ist überall weitläufig , die Mitte der Brust ist 
hinten sehr leicht längsgefurcht , vorn gekielt. Die Hinterhüften 
sind vor den Hinterecken beborstet , jedes Bauchsegment trägt 
eine Querreihe weitläufig stehender kurzer Borsten. Die Hinter- 
schenkel sind stark verbreitert und am Vorderrande mit einigen 
Borsten besetzt. Die Hinterschienen sind breit und kurz , die 
Vorderschienen sind zweizähnig. 

Trochalus carinu latus n. sp. 

cf. T. camerunensi Brsk. similis, minor. Rufo-brunneus, supra, 
capite prothoracisque parte anteriore nitidis exceptis , opacus, 
subtus nitidus. Capite sat remote punctato, clypei medio longi- 
tudinaliter leviter carinato, labro apice late rotundato ; antennis 
flavis, 10-articulatis, flabello maris stipite paulo longiore ; protho- 
race mediocriter crebre subtiliter punctato, basi leviter biimpresso, 
angulis posticis obtusis, rotundatis, angulis anticis acutis, porrectis, 
lateribus post angulos anticos leviter sinuatis , margine antico 
medio producto ; scutello subtiliter punctato ; elytris seriatim 
punctatis , interstitiis paulo convexis , sparsim punctis obtectis ; 
pygidio parce punctato. Subtus remote punctatus, pectoris medio 
linea impressa longitudinali instructo , coxis posticis ante mar- 
ginem posticum setosis, abdominis segmentis singulis juxta latera 
una Serie transversa setarum obtectis , setis brevibus ; femoribus 
posticis fortiter dilatatis , margine antico in parte apicali setis 
nonnullis instructo ; tibiis posticis latis et brevibus, tibiis anticis 
bidentatis. — Long. 8 mm. 

Dahomey. 

Die Art ist braunen Exemplaren von T. camerunensis Brsk. 
ähnlich, aber etwas kleiner, der männliche Fühlerfächer ist länger, 
der Clypeus trägt einen Längskiel. Die Oberseite ist mit Aus- 
nahme des Kopfes und des vorderen Teiles des Halsschildes matt. 



22 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

die Unterseite ist glänzend. Der Kopf ist ziemlich weitläufig 
punktiert , der Rand der Oberlippe ist flach abgerundet. Die 
gelben Fühler sind zehngliedrig, der Fächer des cf ist ein Avenig 
länger als der Stiel. Das Halsschild ist mäßig dicht und fein 
punktiert, die stumpfwinkligen Hinterecken sind abgerundet , die 
spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt , hinter denselben 
befinden sich einige feine Börstchen. Die Seitenränder sind hinter 
den Vorderecken leicht gebuchtet, der Vorderrand ist in der Mitte 
vorgezogen. Das Schildchen zeigt eine feine Punktierung. Die 
Flügeldecken tragen Punktreihen, die leicht gewölbten Zwischen- 
räume sind weitläufig mit Punkten besetzt. Das Pygidium ist 
zerstreut punktiert. Die Unterseite zeigt überall eine weitläufige 
Punktierung , die Mitte der Brust ist mit einer eingerissenen 
Längslinie versehen, vor dem Hinterrande der Hinterhüften steht 
eine Borstenreihe. Auch die einzelnen Bauchsegmente sind seit- 
lich mit einer Reihe kurzer Borsten besetzt. Die Hinterschenkel 
sind stark verbreitert , der Vorderrand trägt in der Endhälfte 
einige Borsten. Die Hinterschienen sind breit und verkürzt, die 
Vorderschienen sind zweizähnig. 

Tr chalus aenes cens n. sp. 

T. pilulae Klg. similis. Nitidus, supra nigro-aeneus , subtus 
fuscus. Capite sat reniote fortiter punctato, fronte post carinam 
transversim impressa, clypei medio longitudinaliter carinato, labro 
subtridentato ; antennis rufo-flavis, 10 - articulatis , flabello maris 
stipiti longitudine fere aequali , flabello feminae stipite breviore ; 
prothorace dense punctato , lateribus margineque antico setosis, 
angulis posticis obtusis , rotundatis , angulis anticis -porrectis, 
lateribus antice leviter sinuatis, margine antico medio producto ; 
scutello crebre punctato ; elytris sat sparsim punctatis , lineis 
indistinctis laevibus ; pygidio remote punctis obtecto. Subtus 
parce punctatus , lateribus anguste opacis , pectoris medio linea 
impressa longitudinali instructo , coxis posticis ante angulos 
posticos setas nonnullas ferentibus , abdominis segmentis juxta 
latera transversim setosis , setis brevibus ; femoribus posticis 
modice dilatatis, ante apicem setis raris instructis, tibiis posticis 
abbreviatis, ad apicem versus dilatatis ; tibiis anticis tridentatis. — 
Long. 6 — 7 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Dem T. pilula Klg. ähnlich, unterscheidet sich die Art durch 
die dreizähnigen Vorderschienen und das dichter punktierte Hals- 
schild. Sie ist oben schwarz mit Erzschimmer , unten braun. 
Der Kopf ist ziemlich weitläufig mit kräftigen Punkten besetzt, 
die Stirn zeigt hinter dem Kiele einen leichten Quereindruck. 



Moser, Neue Troclialinen. 23 

Der Clypeus trägt in der Mitte einen mehr oder weniger deut- 
lichen Längskiel , die Oberlippe ist dreizähnig , doch sind die 
beiden äußeren Zähne nur sehr schwach. Die gelbbraunen Fühler 
sind zehngliedrig , der Fächer ist beim cf fast so lang wie der 
Stiel, länger wie beim cf von pilula, der Fächer des ? ist kürzer 
als der Stiel. Das Halsschild ist dicht punktiert , am Vorder- 
rande , sowie neben den Seitenrändern stehen Börstchen. Die 
Hinterecken sind stumpfwinklig und abgerundet, die Vorderecken 
sind vorgestreckt , hinter den Vorderecken sind die Seitenränder 
sehr schwach gebuchtet. Der Vorderrand des Halsschildes ist in 
der Mitte etwas vorgezogen. Das Schildchen trägt eine dichte 
Punktierung. Die Flügeldecken sind ziemlich weitläufig mit 
Punkten besetzt , glatte Längslinien markieren sich undeutlich. 
Das Pygidium ist zerstreut punktiert. Auch die Unterseite trägt 
überall eine weitläufige Punktierung, die Seiten von Brust, Hinter- 
hüften und Abdomen sind schmal matt, die Mitte der Brust zeigt 
eine eingerissene Längslinie , vor den Hinterecken der Hinter- 
hüften stehen einige Borsten. Die Bauchsegmente tragen seitlich 
eine Querreihe kurz beborsteter Punkte. Die Hinterschenkel sind 
mäßig breit und am Ende mit einigen Borsten besetzt. Die 
Hinterschienen sind verkürzt und nach dem Ende zu verbreitert. 
Die Vorderschienen sind dreizähnig , der oberste Zahn ist zwar 
nur schwach aber deutlich. 

Trochalus sud anensis n. sp. 

cf. T. pilulae Klug, similis. Nitidus, fuscus aut nigro-fuscus, 
pedibus fuscis. Capite mediocriter crebre fortiter punctato, clypei 
medio longitudinaliter carinato , labro tridentato , fronte post 
carinam transversim impressa ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, 
flabello niaris stipite parum breviore ; prothorace sat crebre 
punctato , angulis posticis obtusis , breviter rotundatis , angulis 
anticis porrectis, margine antico medio leviter producto ; scutello 
ubique punctis obtecto ; elytris indistincte seriatim punctatis, 
interstitiis planis , sparsim punctatis ; pygidii punctis remote 
positis. Subtus pectoris medio subtiliter punctato, haud sulcato ; 
pectoris lateribus , coxis posticis abdomineque parce punctatis ; 
femoribus posticis modice latis, post marginem anticum in parte 
apicali setis nonnullis instructis ; tibiis posticis abbreviatis et 
dilatatis, tibiis anticis tridentatls, dente primo minuto. — Long. 
5,5 mm. 

Sudan (Wau). 

Von T. pilula Klg. gleichfalls durch den dreizähnigen Clypeus 
unterschieden. Von dem vorhergehend beschriebenen T. aenescens 
unterscheidet sich die Art durch das etwas weniger dicht punk- 



24 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

tierte Halsschild und kürzer abgerundete Hinterecken desselben. 
Die Färbung ist braun oder schwarzbraun , glänzend. Der Kopf 
ist mäßig dicht mit kräftigen Punkten besetzt , die Stirn zeigt 
hinter dem Kiele einen leichten Quereindruck. Der Clypeus trägt 
in der Mitte einen Längskiel , die Oberlippe ist dreizähnig. Die 
gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, der Fächer ist beim cf ein 
wenig kürzer als der Stiel. Das Halsschild ist ziemlich dicht 
punktiert, die stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet, 
die Vorderecken sind vorgestreckt, neben den Seitenrändern stehen 
vorn einige Borsten , der Vorderrand ist in der Mitte schwach 
vorgezogen. Das Schildchen ist punktiert. Die Flügeldecken 
tragen undeutliche Punktreihen , die flachen Zwischenräume sind 
weitläufig mit feinen Punkten besetzt. Das Pygidium ist zer- 
streut punktiert. Auf der Unterseite zeigt die Mitte der Brust 
eine sehr schwache Punktierung und keine Längsfurche. Die 
Seiten der Brust , die Hinterhüften und das Abdomen sind weit- 
läufig mit gröberen Punkten besetzt. Die Hinterschenkel sind 
mäßig verbreitert, am Vorderrande stehen in der Endhälfte einige 
Börstchen. Die Hinterschienen sind verkürzt und verbreitert, 
die Vorderschienen sind dreizähnig , doch ist der oberste Zahn 
nur sehr klein. 

Trochalus sibutanus n. sp. 

cf. T. pilulae Klg. similis. Niger, nitidus, paiilo aenescens, 
pedibus rufis. Capite fortiter subrugoso - punctato , labro sub- 
tridentato ; antennis flavis , 10 - articulatis , flabello maris stipite 
breviore ; prothorace mediocriter dense punctato , angulis posticis 
obtusis , breviter rotundatis , angulis anticis paulo porrectis, 
rotundatis, margine antico medio producto ; scutello , marginibus 
exceptis , punctato ; elytris indistincte seriatim punctatis , inter- 
stitiis planis, sparsim punctis obtectis ; pygidio sat remote punc- 
tato. Subtus parce punctatus, pectoris medio haud sulcato, coxis 
posticis ante angulos posticos setosis ; femoribus posticis modice 
dilatatis, ante apicem setis duabus instruetis ; tibiis posticis paulo 
abbreviatis, ad apicem versus sat fortiter dilatatis ; tibiis anticis 
bidentatis. — Long. 5,5 mm. 

Franz. Kongo (Fort Sibut). 
' Die Art ist dem T. pilula Klg. ähnlich. Sie ist schwarz mit 
leichtem Erzschimmer, die Beine sind rotbraun. Der Kopf ist 
kräftig und ein wenig runzlig punktiert , der Clypeus ist nach 
vorn weniger verjüngt als bei pilula, der Stirnkiel ist wenig er- 
haben , die Oberlippe ist dreizähnig , doch ist der mittlere Zahn 
nur sehr schwach. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, der 
männliche Fächer ist kürzer als der Stiel. Das Halsschild ist 



Moser, Neue Trochalinen. 25 

mäßig dicht mit Punkten besetzt, die stumpfwinkligen Hinterecken 
sind ganz kurz abgerundet, die nur wenig vorgestreckten Vorder- 
ecken sind stärker abgerundet als die hinteren Ecken, der Vorder- 
rand ist in der Mitte vorgezogen. Das Schildchen ist mit Aus- 
nahme der Seitenränder punktiert. Die Punktreihen der Flügel- 
decken sind nur sehr undeutlich, die Zwischenräume sind flach und 
weitläufig mit Punkten besetzt. Die Punktierung des Pygidiums 
ist ziemlich zerstreut. Die Unterseite ist überall weitläufig punk- 
tiert , auf der Mitte der Brust sind die Punkte sehr fein und 
zeigt die Brustmitte weder eine Längsfurche noch eine eingerissene 
Linie. Die Hinterhüften tragen hinten einige Borsten. Die 
Hinterschenkel sind mäßig verbreitert und am Ende mit zwei 
Borsten besetzt. Die Hinterschienen sind etwas verkürzt und 
nach dem Ende zu ziemlich kräftig verbreitert. Die Vorder- 
schienen sind zweizähnig. 

Trochalus umbug w en s is n. sp. 

cf . T. pilidae Klg. similis. Rufo - fuscus , nitidus. Capite 
remote punctato , clypeo carina media brevi longitudinali in- 
structo , labro medio paulo producto aut subtridentato ; antennis 
flavis, lO-articulatis, flabello maris stipite parum breviore, flabello 
feminae parvo ; prothorace sat dense punctato , angulis posticis 
obtusis , breviter rotundatis , angulis anticis acutis , porrectis, 
lateribus post angulos anticos leviter sinuatis , margine antico 
medio producto ; scutello mediocriter crebre punctato ; elytris 
indistincte seriatim punctatis , interstitiis planis , sat sparsim 
punctis obtectis ; pygidio parce punctato. Subtus remote punc- 
tatus, pectoris medio haud sulcato ; femoribus posticis sat latis, 
tibiis posticis abbreviatis , ad apicem versus dilatatis , tibiis an- 
ticis bidentatis. — Long. 6 — 6,5 mm. 

Deutsch-Ost- Afrika (Umbugwe). 

Die Art ist rotbraunen Exemplaren von T. pilula Klug, sehr ähn- 
lich, doch ist die Punktierung der Oberseite nicht ganz so dicht. 
Der Kopf ist zerstreut punktiert , die Mitte des Clypeus trägt 
einen kurzen Längskiel. Die Oberlippe ist bei dem vorliegenden 
cf in der Mitte schwach vorgezogen , bei den beiden weiblichen 
Exemplaren ist sie schwach dreizähnig. Dennoch glaube ich, 
daß beide Geschlechter zusammengehören. Die zehngliedrigen 
Fühler sind gelb , der Fächer des cf ist etwas kürzer als der 
Stiel , der des ? ist nur so lang wie die sechs vorhergehenden 
Glieder des Stieles zusammen. Das Halsschild ist ziemlich dicht 
punktiert, die stumpfwinkligen Hinterecken sind kurz abgerundet, 
die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt , die Seiten- 
ränder sind hinter den Vorderecken leicht gebuchtet , die Mitte 



26 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

des Vorderrandes ist vorgezogen. Das Schildchen ist mäßig dicht 
mit Punkten bedeckt. Die Flügeldecken lassen undeutliche Punkt- 
reihen erkennen , die flachen Zwischenräume sind ziemlich weit- 
läufig punktiert. Das Pygidium trägt eine zerstreute Punk- 
tierung. Auf der Unterseite stehen die Punkte weitläufig , die 
Mitte der Brust zeigt keine Längsfurche. Die Hinterschenkel 
sind ziemlich breit , am Ende mit einigen Borsten besetzt. Die 
Hinterschienen sind verkürzt und nach dem Ende zu verbreitert, 
die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Trochalus ruficolor n. sp. 

T. umbiigwensi similis. Rufus , nitidus. Capite sat fortiter 
laxe punctato , fronte post carinam leviter transversim impressa, 
clypei medio paulo convexo, haud carinato , labro subtridentato ; 
antennis rufo - flavis , flabello in utroque sexu stipite breviore ; 
prothorace sat crebre punctato , angulis posticis obtusis , rotun- 
datis , angulis anticis acutis , porrectis , lateribus post angulos 
anticos sinuatis , margine antico medio producto ; scutello punc- 
tato , levissime rugoso ; elytris indistincte seriatim punctatis, 
interstitiis planis, sat remote punctis obtectis ; pygidio laxe irre- 
gulariter punctato. Subtus sparsim punctatus , pectoris medio 
levissime sulcato, coxis posticis ante angulos posticos setas non- 
nullas breves ferentibus, abdominis segmentis singulis juxta latera 
una serie transversa setarum instructis, setis minutis ; femoribus 
posticis sat latis, post marginem anticum in parte apicali setosis ; 
tibiis posticis abbreviatis , ad apicem versus fortiter dilatatis ; 
tibiis anticis bidentatis. — Long. 6 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Die Art ist dem vorhergehend beschriebenen 7\ umhiKjwensis 
sehr ähnlich , unterscheidet sich jedoch durch das Fehlen des 
Längskieles auf dem Clypeus. Der Kopf ist weitläufig mit ziem- 
lich kräftigen Punkten besetzt, die Stirn zeigt vorn einen leichten 
Quereindruck. Die Oberlippe ist zwar dreizähnig , doch sind die 
beiden äußeren Zähnchen nur sehr schwach. Die gelbbraunen 
Fühler sind zehngliedrig, der Fächer des d' ist etwas kürzer als 
der Stiel , der des $ ist ein wenig länger als die sechs vorher- 
gehenden Glieder des Stieles zusammen. Das Halsschild ist 
ziemlich dicht punktiert , die stumpfwinkligen Hinterecken sind 
abgerundet , die vorgestreckten Vorderecken sind spitzwinklig, 
hinter den Vorderecken sind die Seitenränder deutlich gebuchtet. 
Der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen , seitlich beborstet. 
Das Schildchen ist sehr leicht gerunzelt, mit Ausnahme eines mehr 
oder weniger deutlichen kleinen Basalfleckes punktiert. Die 
Flügeldecken tragen undeutliche Punktreihen, die flachen Zwischen- 



Moser, Neue Trochalinen. 27 

räume sind ziemlich weitläufig mit Punkten bedeckt. Auf dem 
Pygidium sind die Punkte zerstreut , aber ungleichmäßig gestellt. 
Die Unterseite ist überall weitläufig punktiert , die Mitte der 
Brust trägt eine sehr schwache Längsfurche. Vor den Hinter- 
ecken der Hinterhüften stehen einige Borsten und jedes Bauch- 
segment zeigt seitlich eine Reihe kurzer Börstchen. Die Hinter- 
schenkel sind ziemlich breit , hinter dem Vorderrande befinden 
sich in der Endhälfte einige feine Börstchen. Die Hinterschienen 
sind verkürzt und nach dem Ende zu ziemlich stark verbreitert. 
Die Vorderschienen sind zweizähnig, ein dritter Zahn ist kaum 
durch Winkelung angedeutet. 

T r chalus fus c oruf u s n. sp . 

T. pilulae Klug, similis. Rufo-fuscus, nitidus. Capite haud 
dense fortiter punctato , fronte post carinam leviter transversim 
impressa, clypei medio paulo convexo, labro tridentato ; antennis 
rufo - flavis, 10- articulatis, flabello maris stipiti longitudine fere 
aequali, flabello feminae stipite breviore ; prothorace crebre punc- 
tato, postice longitudine plus duplo latiore, antrorsum angustato, 
lateribus setosis, antice leviter sinuatis, angulis posticis obtusis, 
rotundatis, angulis anticis acutis, porrectis, margine antico medio 
paulo producto ; scutello sat dense punctato ; elytris seriatim 
punctatis, interstitiis planis , mediocriter crebre punctis obtectis ; 
pygidio sat remote, parte basali paulo densius punctato. Subtus 
sparsim punctatus, pectoris medio levissime longitudinaliter sul- 
cato , coxis posticis ante angulos posticos setosis , abdominis 
segmentis singulis juxta latera una serie transversa setarum in- 
structis , setis brevibus ; femoribus posticis modice dilatatis, 
post marginem anticum setas nonnullas ferentibus ; tibiis posticis 
fortiter dilatatis et abbreviatis, tibiis anticis bidentatis. — Long. 
6 — 6,5 mm. 

Deutsch-Ost-Afrika (Iringa). R. Böer leg. 

Die Art ist von T. pilula Klug, durch die kräftig drei- 
zähnige Oberlippe unterschieden. Sie ist rot oder rotbraun, 
glänzend. Der Kopf trägt ziemlich kräftige , nicht eng stehende 
Punkte , die Stirn zeigt hinter dem Kiele einen leichten Quer- 
eindruck , der Clypeus ist in der Mitte gewölbt , ohne deutlichen 
Kiel. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig , der Fächer ist 
beim cf fast so lang wie der Stiel , beim $ kürzer. Das Hals- 
schild ist dicht punktiert , die stumpfwinkligen Hinterecken sind 
abgerundet, die vorgestreckten Vorderecken sind spitzwinklig, die 
Seitenränder sind beborstet und hinter den Vorderecken leicht 
gebuchtet , der Vorderrand ist in der Mitte etwas vorgezogen. 
Das Schildchen ist ziemlich dicht mit Punkten bedeckt. Die. 



28 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

Flügeldecken lassen Punktreihen erkennen , die Zwischenräume 
sind flach und mäßig dicht punktiert. Die Punktierung auf dem 
Pygidium ist im Basalteile enger wie hinten. Die Unterseite ist 
überall zerstreut punktiert. Die Mitte der Brust zeigt eine sehr 
schwache Längsfurche , die Hinterhüften tragen vor den Hinter- 
ecken einige Borsten. Jedes Bauchsegment ist seitlich mit einer 
kurzen Querreihe kleiner Börstchen besetzt. Die Hinterschenkel 
sind mäßig breit, hinter dem Vorderrande stehen einige Borsten. 
Die Hinterschienen sind ziemlich stark verbreitert und verkürzt, 
die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Trochalus sternalis n. sp. 

cf . T. pilulae Klug, similis. Brunnens, nitidus. Capite medio- 
criter crebre punctato , clypei medio longitudinaliter carinato, 
labro tridentato ; antennis flavis , 10 - articulatis , flabello maris 
stipiti longitudine fere aequali ; prothorace sat dense punctato, 
juxta latera setis nonnullis instructo , angulis posticis obtusis, 
breviter rotundatis , angulis anticis acutis , porrectis , margine 
antico medio producto ; scutello sat crebre punctato ; elytris 
levissime rugosis , seriatim punctatis , interstitiis perparum modo 
convexis, mediocriter dense punctis obtectis ; pygidio remote aut 
mediocriter crebre punctato. Subtus ubique laxe punctatus, meta- 
sterno in parte anteriore setoso ; coxis posticis ante angulos 
posticos setas ferentibus ; femoribus posticis sat latis, ante apicem 
setis raris instructis ; tibiis posticis abbreviatis et dilatatis ; tibiis 
anticis tridentatis. — Long. 5,5 — 6 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

Die Art ist etwas kleiner als T. piliila Klug, und daran 
leicht erkenntlich, daß das Metasternum im vorderen Teile einige 
abstehende Borsten trägt. Sie ist braun , glänzend. Der Kopf 
ist mäßig dicht punktiert , der Clypeus zeigt einen mittleren 
Längskiel, die Oberlippe ist dreizähnig, die Stirn ist hinter dem 
Kiele quer eingedrückt. Die gelben Fühler sind zehngliedrig, der 
Fächer des cf ist ungefähr so lang wie der Stiel. Halsschild und 
Schildchen sind ziemlich dicht mit Punkten besetzt. Ersteres 
trägt neben den Seitenrändern einige Börstchen. Die Hinterecken 
des Halsschildes sind stumpfwinklig und ganz kurz abgerundet, 
die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt, der Vorderrand 
ist in der Mitte vorgezogen. Die Flügeldecken sind ganz leicht 
gerunzelt und tragen Punktreihen, die nur sehr schwach ge- 
wölbten Zwischenräume sind mäßig dicht mit Punkten besetzt. 
Das Pygidium zeigt eine weitläufige oder mäßig dichte Punk- 
tierung. Die Unterseite ist überall weitläufig punktiert. Außer 
auf dem Metasternum stehen auch vor den Hinterecken der 



Moser, Neue Trochalinen. 29 

Hinterhüftec einige Börstchen. Die Hinterschenkel sind ziemlich 
breit und am Ende mit einzelnen Börstchen besetzt. Die Hinter- 
schienen sind verkürzt und nach dem Ende zu verbreitert , die 
Vorderschienen sind dreizähnig. 

Tr c h alu s m i n iaticollis n. sp. 

Parvus , rufus , nitidus , elytris nigris. Capite sat remote 
punctato , clypei medio carina brevi instructo , carina interdum 
indistincta, labro tridentato ; antennis flavis, 10-articulatis, flabello 
in utroque sexu stipite breviore ; prothorace mediocriter dense 
punctato, postice longitudine duplo latiore, antrorsum angustato, 
lateribus antice leviter sinuatis, angulis posticis obtusis, breviter 
rotundatis, angulis anticis acutis, porrectis, margine antico medio 
parum producto ; scutello punctato ; elytris mediocriter crebre 
punctis obtectis ; pygidio sparsim punctato. Subtus parce punc- 
tatus , pectoris medio linea impressa longitudinali instructo, 
coxis posticis ante angulos posticos setosis ; femoribus posticis 
sat latis, post marginem anticum setas ferentibus ; tibiis posticis 
dilatatis et abbreviatis , tibiis anticis bidentatis. — Long. 
4 — 4,5 mm. 

Congo. Von Staudinger und Bang-Haas erhalten. 

Der kleinste mir bekannte Trochalus, glänzend, rotbraun, die 
Flügeldecken schwarz. Der Kopf ist ziemlich zerstreut punk- 
tiert, der Clypeus trägt in der Mitte einen sehr kleinen, oft un- 
deutlichen Längskiel , die Oberlippe ist dreizähnig. Die gelben 
Fühler sind zehngliedrig, der Fächer ist in beiden Geschlechtern 
kürzer als der Stiel. Das Halsschild ist hinten doppelt so breit 
wie lang, nach vorn verjüngt , die Seitenränder sind vorn leicht 
gebuchtet , die Hinterecken sind stumpfwinklig und kurz ab- 
gerundet , die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt , der 
Vorderrand ist in der Mitte nur ganz schwach vorgezogen , die 
Oberfläche ist mäßig eng mit Punkten besetzt. Die gleichfalls 
mäßig dicht punktierten Flügeldecken lassen keine deutliche 
Punktreihen erkennen. Auf dem Pygidium stehen die Punkte 
zerstreut und auch die Unterseite ist weitläufig punktiert. Die 
Mitte der Brust zeigt eine eingerissene Längslinie , vor den 
Hinterecken der Hinterhüften stehen Borsten. Die Hinterschenkel 
sind ziemlich breit und hinter dem Vorderrande mit einigen 
Börstchen besetzt. Die Hinterschienen sind verkürzt und ver- 
breitert, die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Trochalus aethiopicus n. sp. 
Oblongo - ovalis , nigro - fuscus , nitidus. Capite mediocriter 
crebre fortiter punctato , clypei medio convexo , haud carinato, 
labro truncato ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello maris 



30 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

stipiti longitudine fere aequali , flabello feminae stipite breviore ; 
prothorace sat dense punctato , juxta latera setis nonnullis in- 
structo , postice longitudine duplo latiore , antrorsum angustato, 
lateribus bisinuatis, angulis posticis obtusis , breviter rotundatis, 
angulis anticis acutis, porrectis, margine antico medio producto ; 
scutello, linea media exeepta, punctato ; elytris indistincte seriatim 
punctatis, interstitiis planis, sat remote punctis obtectis ; pygidio 
sparsim punctato. Subtus parce punctatus, metasterno linea im- 
pressa longitudinali instructo, coxis posticis ante angulos posticos 
setosis ; femoribus posticis sat fortiter dilatatis , post marginem 
anticum in parte apicali setas nonnullas ferentibus; tibiis posticis 
abbreviatis et dilatatis , tibiis anticis tridentatis , dente primo 
minuto. - — Long. 8,5 mm. 

Abessinien (Harrar). G. Kristensen leg. V. 1911. 

Von länglich ovaler Gestalt , schwarzbraun , glänzend. Der 
Kopf ist mäßig dicht mit kräftigen Punkten besetzt , die Mitte 
des Clypeus ist gewölbt ohne Längskiel , die Oberlippe ist drei- 
zähnig. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig , der Fächer 
ist beim cf fast so lang wie der Stiel , beim $ kürzer als der- 
selbe. Das Halsschild ist ziemlich dicht punktiert, neben den 
Seitenrändern stehen einige Borsten. Die Seitenränder sind so- 
"wohl vor den Hinterecken wie hinter den Vorderecken leicht ge- 
leuchtet. Die Hinterecken sind stumpfwinklig und kurz abgerundet, 
■die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt, der Vorderrand 
ist in der Mitte vorgezogen. Das Schildchen ist mit Ausnahme 
•einer mehr oder weniger deutlichen mittleren Längslinie punk- 
tiert. Die Flügeldecken zeigen undeutliche Punktreihen , die 
flachen Zwischenräume sind mäßig dicht mit Punkten besetzt. 
Das Pygidium trägt eine zerstreute Punktierung. Die Unterseite 
ist weitläufig punktiert , die Mitte der Brust trägt eine ein- 
gerissene Längslinie, vor den Hinterecken der Hinterhüften stehen 
einige Borsten. Auf den Hinterhüften sind die Punkte bogen- 
förmig, vor dem Hinterrande quernadelrissig. Die Hinterschenkel 
«ind ziemlich breit, hinter dem Vorderrande befinden sich in der 
Endhälfte einige Borsten. Die Hinterschienen sind verbreitert 
und verkürzt , die Vorderschienen sind dreizähnig , doch ist der 
oberste Zahn nur sehr klein. 

Trochalus iringicus n. sp. 
T. fuscoaeneo Mos. similis. Rufo - flavus , nitidus. Capite, 
fronte parce , clypeo paulo densius punctato , clypei medio haud 
•carinato , labro tridentato ; antennis rufo - flavis , 10 - articulatis, 
flabello maris stipite parum breviore ; prothorace sat dense punc- 
tato, linea media longitudinali indistincta interdum laevi , lateri- 



4 



Moser, Neue Trochalinen. 31 

bus in parte anteriore setosis, angulis posticis rotundatis, angulis 
anticis porrectis , margine antico medio producto ; scutello punc- 
tato ; elytris seriatim punctatis, interstitiis fere planis , levissime 
rugosis , sat crebre punctis obtectis ; pygidio mediocriter dense 
punctato. Subtus pectoris medio subtilissime punctato , linea 
impressa longitudinali instructo, coxis posticis abdomineque parce 
punctatis, illis ante angulos posticos setas ferentibus ; abdominis 
segmentis juxta latera transversim setosis, setis brevibus ; femori- 
biis posticis modice dilatatis , in parte apicali setis nonnullis 
instructis ; tibiis posticis paulo dilatatis et paulo abbreviatis ; 
tibiis anticis tridentatis, dente primo obsoleto. — Long. 9 — 10 mm. 

Deutsch-Ost- Afrika (Iringa). R. Böer leg. 

Die Art ist dem T. fuscoaeneus Mos. sehr ähnlich , unter- 
scheidet sich aber durch das Fehlen eines Längskieles auf dem 
Clypeus , durch kürzeren männlichen Fühlerfächer und durch 
schlankere Hinterbeine. Die Färbung ist gelbrot, glänzend. Die 
Stirn ist weitläufig , der Clypeus ein wenig enger punktiert , die 
Oberlippe ist dreizähnig. Die gelbbraunen Fühler sind zehn- 
gliedrig, der Fächer des cf ist nicht ganz so lang wie der Stiel, 
der des $ ist etwas kürzer. Das Halsschild ist ziemlich dicht 
mit Punkten besetzt, zuweilen zeigt sich eine mehr oder weniger 
deutliche punktfreie Mittellinie. Die Seitenränder sind im vor- 
deren Teile beborstet, die Hinterecken sind abgerundet, die Vorder- 
eckeu und die Mitte des Vorderrandes sind vorgezogen. Das 
Schildchen ist überall punktiert. Die sehr leicht gerunzelten 
Flügeldecken tragen Punktreihen, die fast flachen Zwischenräume 
sind mit einer ziemlich engen Punktierung versehen. Das Py- 
gidium ist mäßig dicht punktiert. Auf der Mitte der Brust sind 
die Punkte äußerst fein und zeigt sich eine eingerissene mittlere 
Längslinie. Die Hinterhüften und das Abdomen sind gröber weit- 
läufig punktiert. Vor den Hinterecken der Hinterhüften stehen 
Borsten und trägt jedes Bauchsegment seitlich eine Querreihe 
sehr kleiner Börstchen. Die Hinterschenkel sind nur mäßig ver- 
breitert , hinter dem Vorderrande stehen in der Endhälfte einige 
Borsten , der Hinterrand ist in der Endhälfte ganz leicht ge- 
buchtet. Die Hinterschienen sind ein wenig verbreitert und etwas 
verkürzt , die Vorderschienen sind zwar dreizähnig , doch ist der 
oberste Zahn nur schwach durch Winkelung angedeutet. 

Trochalus denticeps n. sp. 
T. fiiscoaeneo Mos. similis. Fuscus , nitidus. Capite medio- 
criter crebre fortiter punctato, clypei medio longitudinaliter cari- 
nato, labro tridentato ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, flabello 
maris stipite parum longiore , flabello feminae stipite breviore ; 



32 Stettiner Entomologische Zeitung. 76. 1915. 

prothorace levissime rugoso , sat dense punctato , postice longi- 
tudine duplo latiore , antrorsum angustato , lateribus bisinuatis, 
angulis posticis obtusis, brevitcr rotundatis, angulis anticis acutis, 
pori-ectis , margine antico medio producto ; scutello crebre punc- 
tato ; elytris subrugosis , seriatim punctatis , interstitiis parum 
convexis , sat dense punctis obtectis ; pygidio mediocriter crebre 
punctato. Subtus laxe punctatus , pectoris medio levissime im- 
presso , coxis posticis ante angulos posticos setis instructis , ab- 
dominis segmentis juxta latera transversim setosis, setis brevibus; 
femoribus posticis modice dilatatis , in parte apicali setas non- 
nullas ferentibus; tibiis posticis dilatatis et abbreviatis ; tibiis 
anticis bidentatis. — Long. 9 — 10,5 mm. 

Deutsch-Ost- Afrika (Iringa). R. Böer leg. 

Die Art unterscheidet sich von dem ähnlichen T. fuscoaeneus 
Mos. durch kräftigere Punktierung der Oberseite und schwache 
Wölbung der Zwischenräume auf den Flügeldecken. Von dem 
vorhergehend beschriebenen irimjicus ist sie durch den Kiel auf 
dem Clypeus und dem längeren Fühlerfächer des cf unterschieden. 
Sie ist rotbraun, glänzend. Der Kopf ist mäßig dicht mit kräf- 
tigen Punkten besetzt, die Mitte des Clypeus trägt einen Längs- 
kiel , die Oberlippe ist dreizähnig. Die rotgelben Fühler sind 
zehngliedrig, der Fächer des cf ist ein wenig länger als der Stiel, 
der des 5 ist etwas länger als die sechs vorhergehenden Glieder 
des Stieles zusammen. Halsschild und Flügeldecken sind leicht 
gerunzelt. Auf dem Halsschilde stehen die Punkte ziemlich dicht, 
die Seitenränder sind vor den Hinterecken und hinter den 
Vorderecken leicht gebuchtet. Die stumpfwinkligen Hinterecken 
sind kurz abgerundet , die spitzwinkligen Vorderecken sind vor- 
gestreckt , der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen. Das 
Schildchen zeigt eine dichte Punktierung. Auf den Flügeldecken 
stehen Punktreihen , die Zwischenräume sind schwach gew^ölbt 
und ziemlich dicht mit kräftigen Punkten besetzt. Das Pygidium 
ist mäßig dicht punktiert. Auf der Unterseite ist die Punk- 
tierung überall weitläufig , die Mitte der Brust zeigt eine sehr 
leichte Längsfurche. Vor den Hinterecken der Hinterhüften stehen 
Borsten und trägt jedes Bauchsegment seitlich eine Querreihe 
kurzer Börstchen. Die Hinterschenkel sind mäßig verbreitert, 
in der Endhälfte mit einigen Borsten besetzt. Die Hinterschienen 
sind verkürzt und nach dem Ende zu verbreitert , die Vorder- 
schienen sind zweizähnig , ein dritter Zahn ist zuweilen ganz 
schwach durch Winkelung angedeutet. =: 

I 



A 



Moser, Neue Trochalinen. 33 

T r ochalus Kristensen i n. sp. 

T. fuscoaeneo Mos. similis. Fuscus , nitidus. Capite medio- 
criter dense fortiter punctato, clypei medio carina brevi instructo, 
labro subtridentato ; antennis rufo - flavis, 10 - articulatis, flabello 
maris stipiti longitudine aequali, flabello feminae stipite breviore; 
protliorace dense punctato, lateril)us setosis, angulis posticis ob- 
tusis, rotundatis, angulis anticis acutis, porrectis, margine antico 
medio producto , juxta angulos anticos setis instructo ; scutello 
crebre punctato ; elytris seriatini punctatis , interstitiis perparum 
convexis, mediocriter dense punctis obtectis ; pygidio fortiter haud 
crebre punctato. Subtus parce punctatus , pectoris medio longi- 
tudinaliter impresso , coxis posticis ante angulos posticos setas 
ferentibus , abdominis segmentis transversim setosis , setis brevi- 
bus ; femoribus posticis sat latis, post marginem anticum in parte 
apicali setis nonnullis instructis ; tibiis posticis abbreviatis et 
dilatatis ; tibiis anticis bidentatis. — Long. 8,5 — 9 mm. 

Abessinien (Harrar). G. Kristensen leg. V. 1911. 

Die Art ist von T. piscoaeneus Mos. und den vorhergehend 
beschriebenen Arten dadurch unterschieden , daß die Oberlippe 
nur ganz schwach dreizähnig ist. Der Kopf ist mäßig dicht und 
kräftig punktiert , die Mitte des Clypeus trägt einen kurzen 
Längskiel. Die rotgelben Fühler sind zehngliedrig, der männliche 
Fächer ist so lang wie der Stiel , der weibliche ist etwas länger 
als die sechs vorhergehenden Glieder des Stieles zusammen. Das 
Halsschild ist dicht punktiert , die stumpfwinkligen Hinterecken 
sind abgerundet, die spitzwinkligen Vorderecken sind vorgestreckt, 
die Seitenränder sind beborstet , vor den Vorderecken leicht ge- 
buchtet, der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen und seitlich 
mit einigen Borsten besetzt. Das Schildchen ist dicht punktiert. 
Die Flügeldecken tragen Punktreihen , die Zwischenräume sind 
sehr wenig gewölbt , schwach gerunzelt und mäßig dicht mit 
Punkten besetzt. Auf dem Pygidium stehen kräftige Punkte. Die 
Unterseite ist überall weitläufig punktiert , die Mitte der Brust 
zeigt eine Längsfurche. Vor den Hinterecken der Hinterhüften 
stehen Borsten und trägt jedes Bauchsegment eine Querreihe 
kurzer Börstchen. Die Hinterschenkel sind ziemlich breit, in der 
Endhälfte, namentlich hinter dem Vorderrande, mit einigen Borsten 
besetzt. Die Hinterschienen sind verkürzt und nach dem Ende 
zu verbreitert, die Vorderschienen sind zweizähnig. 

T r c h a lus f ul üus n. sp . 
cf. T. Kristenseni similis. Fulvus , nitidus. Capite, fronte 
parce, clypeo paulo densius punctato , clypei medio plus minusve 
distincte longitudinaliter carinato , labro tridentato ; antennis 

Stettiaer Entomologisclie Zeitung, Heft I. 3 



34 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

rufo - flavis, 10 - articulatis, flabello maris stipite paulo breviore ; 
prothorace mecliocriter dense punctato, lateribus in parte anteriore 
setosis, angulis posticis obtusis, rotundatis, angnlis anticis porrec- 
tis, paulo acutis , margine antico medio producto ; scutello , nia- 
cula media basali excepta , punctato ; elytris levissime rugosis, 
seriatim punctatis , interstitiis perparum modo convexis, medio- 
criter crebre punctis obtectis; pygidio laxe punctato. Subtus 
parce punctatus , pectoris medio leviter sulcato , coxis posticis 
ante angulos posticos setosis ; femoribus posticis modice dilatatis, 
post marginem anticum in parte apicali setis nonnullis in- 
structis ; tibiis posticis abbreviatis et dilatatis , tibiis anticis 
bidentatis. — Long. 9 mm. 

Abessinien (Harrar). G. Kristensen leg. III. 1910. 

Die in einigen männlichen Exemplaren an demselben Orte 
wie der vorhergehend beschriebene T. Kristenseni gesammelte Art 
unterscheidet sich von diesem durch das etwas weitläufiger punk- 
tierte Halsschild und den kürzeren männlichen Fühlerfächer. Sie 
ist gelbbraun , glänzend. Die Stirn ist weitläufig , der Clypeus 
etwas enger punktiert. In der Mitte des letzteren befindet sich 
ein mehr oder weniger deutlicher Längskiel. Die Überlippe ist 
dreizähnig. Der Fühlerfächer des cf ist ein wenig kürzer als der 
Stiel. Das Halsschild ist mäßig dicht punktiert, die Seitenränder 
sind im vorderen Teile beborstet, die stumpfwinkligen Hinterecken 
sind abgerundet , die etwas spitzwinkligen Vorderecken sind vor- 
gestreckt , der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen. Das 
Schildchen ist mit Ausnahme eines kleinen mittleren Basalfleckes 
oder einer Mittellinie punktiert. Die schwach gerunzelten Flügel- 
decken tragen Punktreihen , die Zwischenräume sind nur ganz 
leicht gewölbt und mäßig dicht mit Punkten besetzt. Auf dem 
Pygidium stehen die kräftigen Punkte zerstreut. Die Unterseite 
ist überall weitläufig punktiert , die Mitte der Brust zeigt eine 
leichte Längsfurche, vor den Hinterecken der Hinterhüften stehen 
Borsten. Die Hinterschenkel sind mäßig breit, hinter dem Vorder- 
rande befinden sich in der Endhälfte einige Börstchen. Die 
Hinterschienen sind mäßig verbreitert und verkürzt , die Vorder- 
schienen sind zweizähnig. 

Trochälus rufoflavus n. sp. 
cf . T. fnlvo similis , minor. Rufo - flavus , nitidus. Capite 
remote punctato , clypei medio longitudinaliter carinato , labro 
tridentato, fronte juxta oculos setis raris instructa, post carinam 
leviter transversim impressa ; antennis rufo-flavis, 10-articulatis, 
flabello maris stipite breviore ; prothorace crebre punctato, lateri- 
bus setosis, levissime bisinuatis, angulis posticis obtusis, breviter 



d 



Moser, Neue Trochalinen. 35 

rotundatis, angulis anticis acutis, porrectis, margine antico niedio 
paulo producto ; scutello punctato ; elytris seriatim punctatis, 
interstitiis planis , mediocriter dense punctis obtectis ; pygidio 
sat crebre punctato. Subtiis laxe punctatus , pectoris medio 
longitudinaliter leviter sulcato, coxis posticis ante angulos posti- 
cos setosis ; femoribus posticis sat latis, post marginem anticum 
in parte apicali setas ferentibus ; tibiis posticis dilatatis et abbre- 
viatis, tibiis anticis bidentatis. — Long. 7,5 mm. 

Deutsch-Ost-Afrika (Umbugwe). 

Die Art ist von gleicher Färbung und Gestalt wie T. ftdvus, 
jedoch etwas kürzer. Der Kopf ist weitläufig punktiert , der 
Clypeus ist mit einem Längskiel versehen. Neben den Augen 
stehen einige Borsten , die Stirn ist hinter dem Stirnkiele quer 
eingedrückt. Die Oberlippe ist dreizähnig. Die gelbbraunen 
Fühler sind zehngliedrig , der Fächer ist beim cf etwas kürzer 
als der Stiel. Das Halsschild ist ziemlich dicht punktiert, dichter 
als bei fulvus, die beborsteten Seitenränder sind vor den Hinter- 
ecken und hinter den Vorderecken leicht gebuchtet. Die Hinter- 
ecken sind stumpfwinklig und kurz abgerundet , kürzer als bei 
fulviis , die Vorderecken sind spitzwinklig und vorgestreckt, die 
Mitte des Vorderrandes ist schwach vorgezogen. Die Flügeldecken 
zeigen Punktreihen , die Zwischenräume sind flach und mäßig 
dicht mit Punkten besetzt. Das Pygidium trägt eine ziemlich 
dichte Punktierung. Die Unterseite ist weitläufig punktiert , die 
Mitte der Brust ist mit einer leichten Längsfurche versehen. Vor 
den Hinterecken der Hinterhüften stehen Borsten. Die Hinter- 
schenkel sind ziemlich breit , breiter als bei fulvus , die Hinter- 
schienen sind verkürzt und verbreitert , die Vorderschienen sind 
zweizähnig, ein dritter Zahn ist kaum durch Winkelung angedeutet. 

Trochalus rufo fulvus n. sp. 

T. rufoflavo similis. Rufo-flavus, nitidus. Capite laxe punc- 
tato , clypei medio longitudinaliter carinato , labro tridentato ; 
antennis rufo-flavis, 10 - articulatis , flabello maris stipiti longi- 
tudine aequali, flabello feminae stipite breviore ; prothorace medio- 
criter dense punctato , angulis posticis obtusis , breviter rotun- 
datis, angulis anticis porrectis, lateribus antice sinuatis, margine 
antico medio producto ; scutello juxta latera punctato ; elytris 
indistincte seriatim punctatis, interstitiis planis, mediocriter crebre 
punctis obtectis ; pygidio sat remote punctato. Subtus sparsim 
punctatus , pectoris medio leviter impresso , coxis posticis ante 
angulos posticos setosis ; femoribus posticis latis , tibiis posticis 
abbreviatis et dilatatis, tibiis anticis bidentatis. — Long. 8 mm. 

Kamerun (Joko). L. Colin leg. 

3* 



36 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 77. lUlÖ. 

Die Art ist in Färbung und Gestalt dem vorhergehend be- ' 
schriebenen rufoflaims ähnlich. Der Kopf ist weitläufig punktiert, 
die Mitte des Clypeus trägt einen Längskiel , die Oberlippe ist 
dreizähnig. Die zehngliedrigen Fühler sind gelbbraun, der Fächer 
ist beim cf so lang wie der Stiel, bei rufoflavus dagegen deutlich 
kürzer. Der Fächer des $ ist etwas länger als die sechs vorher- 
gehenden Glieder des Stieles zusammen. Das Halsschild ist mäßig 
dicht punktiert , weitläufiger als bei rufoflavus. Die Vorderecken 
sind vorgestreckt und spitzwinklig, die Hinterecken sind stumpf- 
winklig und kurz abgerundet , jedoch nicht so kurz wie bei 
rufoflavus. Die Seitenränder sind hinter den Vorderecken leicht 
gebuchtet , der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen. Das 
Schildchen ist in der Mitte punktfrei. Die Flügeldecken zeigen 
undeutliche Punktreihen , die flachen Zwischenräume sind mäßig 
dicht mit Punkten besetzt. Auf dem Pygidium stehen die Punkte 
wenig dicht. Die Unterseite ist weitläufig punktiert , die Mitte 
der Brust ist scliAvach eingedrückt. Vor den Hinterecken der 
Hinterhüften .stehen Borsten. Die Hinterschenkel sind breit und 
am Ende mit einigen Borstenpunkten versehen. Die Hinterschienen 
sind verbreitert und verkürzt. Die Vorderschienen sind zwei- 
zähnig, ein dritter Zahn ist kaum angedeutet. 

Troclialus lindianus n. sp. 

T. rufofulvo similis. Rufo-brunneus, nitidus. Capite protho- 
raceque mediocriter dense punctatis, clypei medio longitudinaliter 
subcarinato, labro truncato ; antennis rufo-flavis, 10- articulatis, 
flabello maris stipiti longitudine aequali , flabello feminae stipite 
breviore ; prothorace postice longitudine duplo latiore, antrorsum 
angustato , lateribus breviter setosis , antice levissime sinuatis, 
angulis posticis obtusis, rotundatis, angulis anticis acutis, porrec- 
tis, margine antico medio producto ; scutello , linea media indi- 
stincta excepta, punetato ; elytris seriatim punctatis , interstitiis 
planis , mediocriter crebre punctis obtectis ; pygidio corporeque 
infra laxe punctatis , pectoris medio haud sulcato , coxis posticis 
ante angulos posticos setosis ; femoribus posticis modice dilatatis, 
ante apicem setas nonnullas ferentibus ; tibiis posticis paulo abbre- 
viatis et dilatatis, tibiis anticis bidentatis. — Long. 8 mm. 

Deutsch-Ost-Afrika (Lindi). 

Li Färbung und Gestalt den vorhergehend beschriebenen 
Arten ähnlich , unterscheidet sie sich sofort dadurch , daß die 
Oberlippe nicht dreizähnig ist. Kopf und Halsschild sind mäßig 
dicht punktiert, der Clypeus läßt in der Mitte einen sehr schwachen 
Längskiel erkennen. Die gelbbraunen Fühler sind zehngliedrig, 
der Fächer ist beim cf ziemlich so lang wie der Stiel , beim $ 



Moser, Neue Trochalinen. 37 

deutlich kürzer. Das Halsschild ist hinten doppelt so breit wie 
lang, die Hinterecken sind stumpfwinklig und abgerundet, an den 
Seitenrändern stehen kurze Borsten und sind die Seitenränder 
vor den vorgestreckten und spitzwinkligen Vorderecken sehr leicht 
gebuchtet. Der Vorderrand ist in der Mitte vorgezogen. Das 
Schildchen ist mit Ausnahme einer undeutlichen Mittellinie punk- 
tiert. Die Flügeldecken zeigen Punktreihen , die Zwischenräume 
sind flach und mäi5ig dicht mit Punkten besetzt. Pygidium und 
Unterseite tragen eine weitläufige Punktierung. Die Punkte auf 
der Mitte der Brust sind fein und ist eine Mittelfurche nicht 
vorhanden. Vor den Hinterecken der Hinterhüften stehen einige 
Borsten. Die Hinterschenkel sind mäßig verbreitert , am Ende 
mit vereinzelten Börstchen besetzt. Die Hinterschienen sind etwas 
verkürzt und verbreitert, die Vorderschienen sind zweizähnig. 

Tr chalus testaceipenn i s n. sp. 

Nitidus, rufo-flavus, elytris testaceis. Capite laxe punctato, 
fronte post carinam leviter transversim impressa , clypei medio 
carina brevi longitudinali instructo , labro tridentato ; antennis 
flavis, 10-articulatis, flabello maris stipite paulo longiore, flabello 
feminae stipite breviore ; prothorace mediocriter dense punctato, 
lateribus antice levissime sinuatis, angulis posticis obtusis, rotun- 
datis , angulis anticis acutis , porrectis , margine antico medio 
paulo producto ; scutello punctato ; elytris seriatim punctatis, 
interstitiis planis, mediocriter crebre punctis obtectis ; pygidio sat 
remote , parte basali paulo densius punctato. Subtvts medio fere 
laevi, juxta latera parce punctatus, pectoris medio linea impressa 
longitudinali instructo, coxis posticis ante angulos posticos setas 
ferentibus , abdominis segmentis juxta latera transversim setosis, 
setis brevibus ; femoribus posticis latis , post marginem anticum 
in parte apicali setis nonnullis instructis ; tibiis posticis fortiter 
dilatatis et abbreviatis, tibiis anticis bidentatis. — Long. 6,5 mm. 

Senegal. 

Etwas kleiner als die vorhergehend beschriebenen Arten, 
rotgelb , die Flügeldecken gelb. Der Kopf ist weitläufig punk- 
tiert, die Stirn zeigt hinter dem Kiele einen leichten Quereindruck. 
Der Clypeus trägt in der Mitte einen kurzen Längskiel , die 
Oberlippe ist dreizähnig. Die gelben Fühler sind zehngliedrig, 
der Fächer des cf ist ein wenig länger als der Stiel , der des ? 
ist bedeutend kürzer als derselbe. Das Halsschild ist mäßig dicht 
punktiert , die Seitenränder sind hinter den Vorderecken sehr 
leicht gebuchtet, die stumpfwinkligen Hinterecken sind abgerundet, 
die vorgestreckten Vorderecken sind spitzwinklig, der Vorderrand 
ist in der Mitte schwach vorgezogen. Das Schildcheu ist punk- 



38' Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

tiert. Die Flügeldecken lassen Punktreihen erkennen, die flachen 
Zwischenräume sind mäßig dicht mit Punkten besetzt. Die Punk- 
tierung des Pygidiums ist hinten weitläufig , vorn etwas enger. 
Auf der Unterseite ist die Mitte fast unpunktiert, auf den Seiten 
stehen die Punkte zerstreut. Die Mitte der Brust zeigt eine ein- 
gerissene Längslinie, vor den Hinterecken der Hinterhüften stehen 
Borsten. Die Bauchsegmente tragen seitlich eine Querreihe kurzer 
Börstchen. Die Hinterschenkel sind breit und am Vorderrande 
in der Endhälfte mit einigen Börstchen versehen. Die Hinter- 
schienen sind verkürzt und stark verbreitert , die Vorderschienen 
sind zweizähnitj. 



I 



Ohaus, XVIII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 39 

XVIII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 

Von Dr. F. Ohaus, Berlin-Steglitz. 

Mit 60 Textfiguren. 

Im folgenden gebe ich , als Fortsetzung meines XVII. Bei- 
trages in der Stettiner Ent. Zeitg. LXXVI , 1915, p. 88—143, 
die Beschreibung weiterer neuer Arten der Gattung Anomala aus 
dem asiatischen und australischen Inselgebiet von Sumatra im 
Westen bis Duke of York und Neu-Hebriden im Osten. In der 
Hauptsache habe ich hierbei das Material meiner eigenen Samm- 
lung berücksichtigt , für die ich seit Jahren alles erwarb , was 
mir an Ruteliden angeboten wurde. Aiißerdem lagen mir die 
asiatischen Anomalen vor aus dem Kgl. Zoologischen Museum in 
Berlin , dem Stettiner Zoologischen Museum , dem K. K. Wiener 
Hofmuseum , aus den Sammlungen der Herren Dr. Veth im Haag 
und F. C. Drescher in Tjilatjap , sowie aus dem Reichsmuseum 
in Leiden. Aus den reichen Schätzen des letzteren habe ich 
bisher nur die auf Nias gefundenen Arten durchgearbeitet, unter 
denen sich allein 7 nov. spec. befanden ; eine spätere Bearbeitung 
der von Sumatra , Java , Borneo usw. stammenden Arten dieses 
Museums dürfte voraussichtlich noch eine ganze Reihe neuer Arten 
ergeben. Von den vielen Untergattungen, die man für die Arten 
der Gattung Anomala aufgestellt hat, habe ich in dieser Arbeit 
nur vier berücksichtigt: 1. Apr oster na Hope für die Arten, die 
entweder in beiden oder wenigstens in einem Geschlecht drei- 
zähnige Vorderschienen haben , hinter dem Spitzenzahn noch 
2 Seitenzähne. 2. Etichlora Mc Leay, wozu ich alle die ovalen, 
oben einfarbig laub- oder grasgrünen Arten mit dicht punktierten 
glänzenden , weder gerippten noch gefurchten oder gestreiften 
Deckliügeln stelle ; wenn unter ihnen vereinzelt auch rotbraune, 
schwarze oder blaue Formen vorkommen, ihr allgemeiner Habitus 
ist den Coleopterologen so vertraut , daß auch ohne eine allen 
wissenschaftliehen Anforderungen genügende Umgrenzung der Unter- 
gattung allein die Bezeichnung als EiicJdora schon eine Bestimmung 
wesentlich erleichtern wird. 3. Spilota Burm. für alle die 
Arten , deren Mesosternalfortsatz , von der Seite gesehen , die 
Mittelhüften überragt. Alle anderen Arten stelle ich vorläufig 
in die Untergattung Anomala Sam. im engeren Sinne und ordne 
sie in dieser — hauptsächlich nach der Skulptur der Deck- 
flügel — zu Artengruppen, als deren Typen ich charakteristische, 
möglichst bekannte Arten wähle. 



40 Stettiner Entomologiscbe Zeitimg. 77. 1916. 

Apr oster na acromialis n. sp. 
A. hreviceps Sharp proxime affinis. Oblongo-ovalis, flavo-seu 
fulvo-testacea, nitida, supra glabra, subtus sparsim pilosa. Thoracic 
anguli anteriores fortiter producti, leviter excavati, reflexi. 

Long. 10 — 11^/2, lat. ö^/g — 6 mm. cf ?. Borneo : Kina-Balu 
(Waterstraat S.). Djilolo. Neu-Guinea. 

Zur Gruppe der A. pallida F. (= ypsilon Wied.) gehörig und 
in dieser der hreviceps Sharp zunächst verwandt. Gestreckt oval, 
ziemlich gewölbt, entweder rein blaßgelb oder oben mehr rötlich 
scherbengelb, glänzend, oben kahl, unten spärlich behaart. Kopf- 
schild breit und kurz trapezförmig mit kaum gerundeten Ecken, 
der Rand vorn leicht aufgebogen , die Oberfläche fein und zer- 
streut punktiert. Stirnnaht an den Seiten leicht erhaben, in der 
Mitte fast verloschen. Stirn dicht und kräftig, Scheitel weitläufig 
und fein punktiert. Halsschild in der Mitte doppelt so breit 
als lang, hier an den Seiten mäßig erweitert, die stumpfen Hinter- 
ecken leicht gerundet, die spitzen Vorderecken stark vorgezogen, 
muldenartig vertieft und nach oben zurückgebogen, die Randfurche 
ringsum vollständig , Vorder- und Hinterrand fast gerade , die 
Oberfläche ziemlich dicht und kräftig punktiert , Seitenrand und 
Vorderecken mit einigen abstehenden braunen Borsten. Schildchen 
mit einigen Punkten. Auf den Deckflügeln sind die primären 
Punktreihen gefurcht, prim. Rippen und Interstitien gew^ölbt , im 
Int. subsuturale 2 sek. Rippen , die durch eine nur an der Basis 
kurz unregelmäßig verdoppelte, sonst einfache und tief eingedrückte 
Punktreihe geschieden sind ; im II. und III. Int. steht je 1 ein- 
fache Punktreihe, die beiden seitlichen Int. sind punktfrei. After- 
decke einzeln grob punktiert, an der Spitze mit abstehenden rot- 
braunen Borstenhaaren. Bauchringe mit einer Querreihe von 
Borstenpunkten , Brust und Schenkel spärlich behaart. Vorder- 
schienen in beiden Geschlechtern mit 2 kräftigen Seitenzähnen 
hinter dem Spitzenzahn, die verbreiterten mittlei'en und hinteren 
Schienen mit 2 kräftigen queren Stachelkanten und der Andeutung 
einer (basalen) dritten. Die Klauen sind in beiden Geschlechtern 

stark ungleich an Länge und beim cf 
besonders an Dicke; beim cf und $ ist 
an den Vorderfüßen die innere Klaue 
tief gegabelt, an Mittel- und Hinter- 
füßen beide Klauen einfach. Die Fühler- 
^ I \ // keule ist beim cf etwas kürzer als die 

Geißel. Am Forceps , Fig. 1 , sind 
beide Parameren miteinander ver- 
y\ "^^V wachsen und in eine nach oben um- 

gebogene Spitze ausgezogen. 




Ohaus, XVIir. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 41 

A. (Aprosterna) chal co p hy s a n. sp. 

A. hreviceps Sharp proxime affinis. Oblonge ovalis, flavotestacea, 
capite et thorace levi viridiaeneo splendore suffusa , elytrorum 
basi post scutellum infuscata; supra glabra, sparsira et subtiliter 
punctulata, subtus sparsissime flavopilosa. 

Long. 10, lat. 5 mm. cf. Borneo : Kina Balu (Waterstraat S.). 

Gestreckt oval , flach gewölbt , hell scherbengelb , auf Kopf 
und Halsschild mit leichtem, grünem Erzschiller , die Deckflügel 
an ihrer Wurzel hinter dem Schildcheu und die Füße schwarzbraun. 
Kopfschild etwa doppelt so breit als lang, trapezförmig mit stark 
konvergierenden Seiten, die Ecken kaum gerundet, der Rand hoch 
aufgebogen, die Fläche ganz verloschen punktiert, glänzend poliert. 
Stirnnaht ein feiner gerader Strich ; Stirn und Scheitel einzeln 
ziemlich kräftig punktiert. Halsschild doppelt so breit als lang, 
Vorderrand in der Mitte nach vorn , Hinterrand nach hinten ge- 
schwungen, die Seiten vor der Mitte erweitert, die rechtwinkligen 
Vorderecken vorgezogen , die stumpfwinkligen Hinterecken nicht 
gerundet, basale Randfurche in der Mitte nicht unterbrochen, die 
Oberfläche einzeln ziemlich kräftig und dicht [)unktiert. Schildchen 
fein und dicht punktiert. Deckflügel gefurcht und in den Furchen 
einzeln kräftig punktiert , die 3 dis- 
kalen Interstitien mit je 1 einfachen 
Punktreihe, von denen die im sub- 
suturalen Interstitium nur bis zum 
letzten Drittel reicht. Afterdecke ziem- 
lich dicht einzeln punktiert. Vorder- 
schienen mit 2 kräftigen schwarzen 
Seitenzähnen , Mittel- und Hinter- 
schienen mit 2 schiefen Stachelkanten. 
Fühler braungelb, die Keule länger als die Geißel. Am Forceps, 
Fig. 2, sind die Parameren bis nahe zur Spitze verwachsen, die 
abgestutzte Kante nach oben und unten umgebogen , die Basis 
seitlich mit einem zahnartigen Vorsprung. 

A 110 mala (Aprosterna) niasiana n. sp. 

A. hreviceps Sharp proxime affinis. Eadem fere magnitudine, 
statura et coloratione , differt praecipue clipeo paullo longiore, 
elytrorum sculptura et forcipis forma. Oblongo-ovata, sat convexa, 
fulvotestacea nitida marginibus omnibus angustis obscurioribus ; 
supra glabra, subtus .sparsissime pilosa. 

Long. (^ 8^2—10, ? 11 -11^'., mm. Nias (E. E. W. G. 
Schroeder S.). 

Gestreckt oval, ziemlich stark gewölbt, rötlich scherbengelb 
mit ganz sehmalen bräunlichen Rändern ; Oberseite kahl, nur die 




42 



Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 



Seiten von Halsschild und Deckflügeln mit abstehenden Borsten, 
Unterseite und Beine ganz spärlich behaart. Kopfschild etwa 
doppelt so breit als lang mit parallelen Seiten und gleichmäßig 
aufgebogenem Rand , die Fläche in der Mitte schwach gewölbt, 
fein und zerstreut einzeln punktiert. Stirnnaht sehr fein, gerade ; 
Stirn dreiseitig abgeflacht, dichter und gröber punktiert ; Scheitel 
gewölbt, ganz einzeln punktiert. Halsschild doppelt so breit als 
lang , der Hinterrand in der Mitte schwach nach hinten , der 
Vorderrand stärker nach vorn geschwungen , die Seiten in der 
Mitte kräftig erweitert , die rechtwinkligen Vorderecken weniger 
vorspringend als bei hreviceps , die stumpfwinkligen Hinterecken 
leicht gerundet , die basale Randfurche nicht unterbrochen , die 
Oberfläche dicht und kräftig, an den Seiten hie und da zusammen- 
fließend punktiert. Schildchen einzeln punktiert mit glatter Spitze. 
Die Deckflügel sind regelmäßig gefurcht und in den Furchen mit 
Reihen kräftiger Punkte , jedoch ist im subsuturalen Interstitium 
die nahe der Basis verdoppelte Punktreihe kürzer, und im H. Inter- 
stitium die Punktreihe ebenfalls kürzer und vor allem seichter, 
nicht so tief gefurcht , als bei der hreviceps. Afterdecke wie die 
Mitte des Halsschildes punktiert. Vorderschienen mit 2 spitzen 
kräftigen Seitenzähnen, Mittel- und Hinterschienen mit je 2 schiefen 
Stachelkanten. An den Vorderfüßen ist bei cf und $ die größere 
Klaue gespalten, an den Mittel- und Hinterfüßen einfach. 

Am Forceps , Fig. 3 , sind die miteinander verwachsenen 
Parameren gerundet ; die Ventralplatte des Mittelstückes hat an 
der Spitze nur einen kurzen , leicht nach unten gebogenen Fort- 




satz. Bei der hreviceps dagegen, Fig. 4, sind die Parameren 
mit scharfen Ecken versehen ; die Ventralplatte des Mittelstücke.s 
trägt an der Spitze einen längeren und schmalen , am Ende ver- 
dickten Fortsatz. 



An m a I a m i n is tr a n s n. sp. 
A. anchoralis Lansb. affinis. Oblongo - ovalis , sat convexa, 
testacea capite rufobrunneo, thorax aut vittis duabus castaneis 
aut totus rufocastaneus , elytra aut flavotestacea anguste fulvo- 



Ohau.s, XVIII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 43 

marginata , aut vitta suturali lata ornata ; subtus cum pedibus 
aut flavotestacea tarsis posticis rufis, aut fulva femoribus flavidis. 
Supra glabra, subtus sparsim flavopilosa. 

Long. 10 — 11, lat. 5 — ö^/g mm. cf $. Deutsch-Neu-Guinea : 
Bongu. 

Gestreckt oval, ziemlich gewölbt. Färbung veränderlich ; die 
hellsten Stücke sind hell scherbengelb mit rötlichem Kopf, 2 rot- 
braunen Längsbinden auf dem Halsschild, die Deckflügel fein rot- 
braun gesäumt , unten nur die hinteren Tarsen bräunlich ; bei 
den dunkelsten Stücken ist oben Kopf, Halsschild und Schildchen 
rotbraun , die hell scherbengelben Deckflügel haben eine breite 
Nahtbinde und eine kurze Binde außen neben den Schultern rot- 
braun, Afterdecke, Unterseite und Beine sind gleichmäßig rötlich- 
braun mit helleren Schenkeln. Kopfschild gut doppelt so breit 
als lang, parallelseitig mit schwach gerundeten Ecken und leicht 
aufgebogenem Vorderrand , die Fläche fein runzlig punktiert ; 
Stirnnaht gerade , deutlich ; Stirn dicht , Scheitel weitläufiger 
ziemlich kräftig punktiert. Halsschild wie der Scheitel punktiert, 
mit vertiefter Mittellinie, kräftigem Seitengrübchen und ununter- 
brochener Basalfurche. Schildchen beim cf glatt , beim ? zer- 
streut fein punktiert. Auf den Deckflügeln sind die primären 
Punktreihen fein gefurcht , die primären Rippen leicht gewölbt, 
das subsuturale Interstitium ist bis zum apikalen Drittel mit 
einer unregelmäßig verdoppelten, von da bis zum Hinterrand mit 
einer einfachen Punktreihe ausgestattet , das H. und HL Liter- 
stitium tragen eine einfache , zuweilen etwas abgekürzte Punkt- 
reihe. Afterdecke fein querrunzlig, am Rand und auf der Spitze 
mit einigen gelben Borsten. Bauchringe und Brustseiten ver- 
loschen nadelrissig , spärlich gelb behaart. Vorderschienen mit 
kräftigem , spitzem Seitenzahn ; Mittel- und besonders Hinter- 
schienen verdickt , vor der Spitze etwas eingeschnürt. Fühler 
rötlichgelb, die Keule beim cf kaum länger als beim $. 

A. tim id a n. sp. 

A. cahjmmoplioraOYi^. ^xoy.m\& affinis. Minor, postice vix ampliata, 
fulvotestacea nitida capite rufo ; thorax disco rufus lateribus sat 
late flavus ; scutellum et elytrorum vitta triangularis communis 
rufocastanea ; pygidium fascia transversa basali fusca ornatum ; 
subtus tibiae cum tarsis castaneae ; supra glabra, subtus densius 
ac longius flavopilosa. 

Long. 13, lat. 7 — 7^/2 mm. cf. Timor. 

Der A. mhjmmophora Ohs. von Moa zunächst verwandt, aber 
etwas kleiner und schlanker, nach hinten kaum verbreitert. Grund- 
farbe mehr rötlichgelb, lebhaft glänzend. Kopf rotbraun, nur der 



44 Stettiner Entomologisclie Zeitung. 77. 1916. 

Scheitel ganz schwach grün schimmernd ; Kopfschild länger, nicht 
ganz doppelt so breit als lang, parallelseitig mit leicht gerundeten 
Vorderecken und aufgebogenem, schwarzbraunem Rand , wie die 
Stirn grob runzlig punktiert ; Stirnnaht verloschen, Scheitel einzeln 
ziemlich grob punktiert, lialsschild mit rötlicher Scheibe und 
breitem, gelbem Seitenrand, mehr als doppelt so breit wie lang, 
die Seiten in der Mitte stark erweitert, die Vorderecken stumpf- 
winklig, nicht vorgezogen, die stark stumpfwinkligen Hinterecken 
leicht gerundet , der Hinterrand in der Mitte nur ganz schwach 
nach hinten geschwungen , die basale Randfurche in Schildchen- 
breite unterbrochen , die Oberfläche dicht und fein punktiert, 
Seitengrübchen vorhanden, mittlere Längsfurche angedeutet. Schild- 
chen dicht und kräftig überall punktiert, bei 1 cf mit kräftiger 
Längsfurche. Deckflügel lebhaft glänzend und nur mit wenigen 
feinen Pünktchen auf der Scheibe, an den Seiten dagegen ziemlich 
dicht fein punktiert , die primären Punktreihen sind regelmäßig 
gefurcht, das subsuturale Interstitium dicht mit kräftigen Punkten, 
das n. und HI. mit einfachen Reihen kräftiger Punkte ; die ge- 
meinsame dreieckige Binde ist rötlich, an der Basis von Schulter 
zu Schulter, hinten bis etwas über die Mitte reichend ; bei 1 cf 
ist der braune Seitenrand etwas verbreitert. Afterdecke lebhaft 
glänzend mit wenigen , ganz verloschenen Querpunkten , rötlich 
mit einer schwarzbraunen Querbinde an der Basis , die bei 1 cf 
in der Mitte nach hinten zu etwas verlängert ist. Unterseite 
gröber punktiert, länger und dichter gelb behaart. 

Die nahe verwandte A. dorsoshinata Ühs. von Neu-Guinea ist 
— abgesehen von der Färbung — auf den Deckflügeln tiefer ge- 
furcht, die Punkte der primären Punktreihen sind kräftiger, quer 
eingedrückt, die Oberfläche ohne die mikroskopisch feinen Pünktchen. 

A n m a l a call/ in m opli o r a n. sp. 

Oblongo-ovata, postice leviter ampliata, flavotestacea nitida, 
supra capite , thorace — lateribus flavis exceptis — et scutello 
rufocastanea leviter aenescens , elytra anguste marginata vitta 
fusconigra basi lata postice acuminata longiore aut breviore 
ornata, subtus tibiis tarsisque rufis ; supra glabra , subtus spar- 
sim fiavopilosa. 

Long. 14 — 15, lat. 7\/.2 — 9 mm. cf ?. Moa bei Timor. 

Länglich eiförmig , zumal das ? nach hinten ziemlich ver- 
breitert , hell scherbengelb , mäßig glänzend ; oben sind Kopf, 
Halsschild — mit Ausnahme des ziemlich breiten Seitenrandes — 
und Schildchen rcitlich kastanienbraun mit grünlichem Erzschimmer; 
die Deckflügel tragen eine gemeinsame schwarzbraune Binde in 
Form einer Kapuze , die an der Basis von Schulter zu Schulter 



Ohaus, XVllI. Beitrag zur Ke nntnis iler Kuteliden. (Col. lamell.) 45 

und nach hinten scharf zugespitzt bis zur Mitte oder nahe an 
die Spitze der Naht reicht ; unten sind die Schienen und Füße 
sowie die Fühh-r hell rötlichbraun. Kopfschild trapezförmig mit 
kaum gerundeten Ecken , mehr als doppelt so breit wie lang, 
dicht runzlig punktiert ; Stirnnaht gerade ; Stirn dicht zusammen- 
fließend , Scheitel dicht einzeln punktiert. Halsschild wie der 
Scheitel punktiert , nicht ganz doppelt so breit als lang , der 
Hinterrand in der Mitte kräftig nach hinten geschwungen und 
die Randfurche nicht ganz in Schildchenbreite unterbrochen , die 
Seiten in der Mitte etwas erweitert , die rechtwinkligen Vorder- 
ecken kräftig vorgezogen , die stumpfwinkligen Hinterecken ganz 
schwach gerundet ; Seitengrübchen fehlend , mittlere Längsfurche 
nur bei 1 ? angedeutet. Schildchon mit glattem Rand , an der 
Basis sehr fein punktiert. Auf den Deckflügeln sind die primären 
Rippen leicht gewölbt, die ganze Oberfläche ist mit feinen Pünktchen 
dicht überstreut , aus denen sich die etwas größeren Punkte der 
primären Punktreihen und ebensolche im subsuturalen Interstitium 
deutlich abheben. Afterdecke einfarbig gelb, sehr dicht und fein 
runzlig , schwach glänzend , mit gelben Borsten an der Spitze 
und am Rande. Unterseite dicht und fein punktiert , spärlich 
gelb behaart. Vorderschienen mit kräftigem, spitzem Seitenzahn, 
Mittel- und Hinterschienen mit 2 deutlichen und 1 undeutlichen 
(basalen) schiefen Stachelkante. 

A. clor s sig nata n. sp. 

Oblongo - ovata, postice leviter ampliata, sat convexa, flavo- 
testacea nitida , thoracis disco et vitta suturali basi ampliata 
fuscis ; supra glabra, subtus sparsim flavopilosa. 

Long. 11 — 13, lat. 6^/2 — 7 mm. cf' $• Deutsch-Neu-Guinea : 
Sattelberg (Wahnes S.). Im Kgl. Zoolog. Museum befinden sich 
Stücke von Dallmannhafen, XI. 08 und vom Huongolf, I. — II. 1910 
(Prof. Neuhauss S.) , sowie von der Kais. Augustafluß-Expedition, 
Lager 29 Kilom. unterhalb des Mäandergebirges am Sepik, 
11.— 16. VIL 1913 (Bürgers S.). 

Auch diese Art gehört nach der Forcepsform in die Ver- 
wandtschaftsgruppe der A. anchoralis Lansb. , ist aber gestreckter 
eiförmig, hinten nur leicht verbreitert , höher gewölbt , oben und 
unten hell scherbengelb, der Kopf rötlich , die Scheibe des Hals- 
schildes mit einer großen schwarzbraunen Makel, die in der Mitte 
einen feinen gelben Längsstrich trägt , beim $ aber zuweilen 
fehlt ; auf den Deckflügeln ist die Nahtrippe schwarzbraun , zu- 
weilen hinter dem Schildchen bis zur zweiten Rippe verbreitert. 
Kopfschild doppelt so breit als lang, parallelseitig, der Rand fein 
aufgebogen , die Vorderecken nur wenig gerundet , die Oberfläche 



46 Stettiner Entomologische Zeitung. 77. 1916. 

wie die Stirn kräftig und dicht , hie und da zusammenfließend, 
der Scheitel zerstreuter punktiert. Halsschild gut doppelt so 
breit als lang , die Seiten in der Mitte kräftig erweitert , die 
rechtwinkligen Vorderecken kaum vorgezogen, die stumpfwinkligen 
Hinterecken nicht gerundet , die basale Randfurche in der Mitte 
nicht unterbrochen , die Fläche dicht und ziemlich kräftig punk- 
tiert mit glatter Mittellinie. Schildchen sehr fein und zerstreut 
punktiert. Auf den Deckflügeln sind die primären Punktreihen 
gefurcht , die Punkte kräftig quer , das I. Interstitium bis zum 
hinteren Drittel unregelmäßig punktiert , das H. und HI. mit je 
1 einfachen Funktreihe , die beiden lateralen sind punktfrei. 
Afterdecke mit ziemlich verloschener Skulptur , entstanden aus 
zusammenfließenden Ringpunkten, nur am Rand und an der Spitze 
mit gelben Borstenhaaren. Bauchringe in der Mitte ganz spär- 
lich , an den Seiten dichter mit Ringpunkten besetzt, nur mit 
einer einfachen Querreihe von Borsten, ohne Haarbüschel an den 
Seiten. Brust dicht punktiert und gelb behaart. Vorderschienen 
mit kräftigem Seitenzahn neben dem langen Spitzenzahn ; Mittel- 
und Hinterschienen über die Mitte verbreitert , mit einer deut- 
lichen apikalen und einer undeutlichen basalen schiefen Stachel- 
kante. Fühler gleichmäßig rotgelb , die Keule beim cf kaum 
länger als beim $• 

A. diver sicolor n. sp. 

Ex affinibus A. catocMorae Ohs. Ovalis , modice convexa, 
flavotestacea laeto viridiaeneo splendore suffusa , nitida , supra 
capite et thoracis vitta discali fuscoviridi-aeneis, elytra cf fusco- 
nigra, ? rufa , macula basali et fascia transversa irregulari flava 
ornata, subtus tarsis et tibiarum apicibus fuscis. 

Long. 8^/2 — 9, lat. 4^/0 — 5 mm. cf ?■ Borneo : Kina Balu 
(Water straat). 

Oval , flach gewölbt , hellgelb , lebhaft glänzend mit hellem, ■ 
erzgrünem Schiller , Stirn und Scheitel , sowie eine scharf ab- 
gegrenzte Längsbinde auf der Scheibe des Halsschildes , die vorn 
etwas breiter ist als hinten , sind satt erzgrün. Die Deckflügel 
sind beim cf schwarzbraun, beim ? hell rotbraun und tragen bei 
cf und ? ein kleines Fleckchen innen neben der Schulter und 
eine zackige Querbinde , die außen neben der Schulter beginnt 
und bis zur Mitte der Naht zieht, beide hellgelb; beim $.sind 
sie an ihrem Hinterrand fein schwarzbraun gesäumt. Unten sind 
die Spitzen der Schienen und die Tarsen schwarzbraun. After- 
decke an der Spitze und Unterseite ganz spärlich gelb behaart. 
Kopfschild etwa doppelt so breit als lang mit fast parallelen 
Seiten und gerundeten Ecken , der schwarzbraun gesäumte Rand 




Ohaus, XVIII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 47 

fein aufgebogen, die Oberfläche dicht zusammenfließend punktiert ; 
Stirnnaht gerade , deutlich. Stirn dicht , Scheitel zerstreuter 
punktiert- Halsschild glänzend poliert, zerstreut ziemlich kräftig 
punktiert. Schildchen fein und zerstreut punktiert. Auf den 
Deckflügeln sind die primären Punktreihen fein gefurcht , im 
subsuturalen Interstitium steht eine Punktreihe , die bis zum 
hinteren Drittel unregelmäßig verdoppelt ist , im II. und III. je 
1 einfache Punktreihe, die letztere vor dem glatten, aufgetriebenen 
Spitzenbuckel verkürzt ; ebenso ist die 
IV. prim. Rippe außen neben der auf- 
getriebenen Schulter verkürzt. After- 
decke mit einzelnen großen und tiefen 
Punkten. Vorderschienen mit 1 spitzen 
Seitenzahn. Fühlergeißel gelb mit 
schwarzbrauner Keule , die beim cf 
kaum länger ist, als beim $. 

Die eigentümliche Forcepsform zeigt Fig. 5. 

Anomala edeviato s a n. sp. 

A. heterocostata Hell, affinis. Sat late ovalis, modice convexa, 
castanea aut fusca, viridiaenea, polita, hie illic cuprascens , supra 
glabra, subtus sparsim flavopilosa ; cf pedes posteriores et tarsi 
unguales fortiter incrassati. 

Long. 12 — 14, lat. 7 — 8 mm. (f $. Sumbawa. 

Ziemlich breit oval , mäßig gewölbt , rötlich kastanienbraun 
bis dunkelbraun, erzgrün glänzend mit einigen kupfrigen Lichtern, 
glänzend poliert ; Oberseite kahl, Afterdecke und Unterseite spär- 
lich gelb behaart. Kopfschild doppelt so breit als lang, parallel- 
seitig mit deutlich aufgebogenen Rändern und kaum gerundeten 
Ecken , die Fläche dicht runzlig punktiert. Stirnnaht an den 
Seiten schwach erhalten , in der Mitte verloschen. Stirn dicht 
und zusammenfließend , Scheitel weitläufiger einzeln punktiert. 
Halsschild weniger als doppelt so breit wie lang, der Hinterrand 
in der Mitte leicht nach hinten geschwungen , die basale Rand- 
furche in der Mitte nur ganz kurz unterbrochen , die Seiten vor 
der Mitte leicht erweitert und hier mit einem schwachen Seiten- 
grübchen , die rechtwinkligen Vorderecken kaum vorgezogen , die 
stumpfen Hinterecken nicht gerundet , die Fläche ziemlich dicht, 
aber sehr fein punktiert. Ebenso ist das Schildchen punktiert, 
mit glatten Seiten. Auf den Deckflügeln sind die primären Punkt- 
reihen scharf eingerissen und gefurcht , Rippen und Interstitien 
gleich hoch gewölbt , das subsuturale Interstitium mit 2 sekund. 
Rippen , deren trennende Punktreihe nur an der Basis kurz ver- 
doppelt ist, die sekundäre Rippe im II. Interstitium mit einer in 




48 Stettiner Entomologi.scbe Zeitung. 77. 1916. 

der Mitte breit unterbrochenen Punktreihe , die im III. mit einer 

kurzen Punktreihe hinter der stark vorspringenden Schulter ; alle 
Punkte klein , aber scharf eingestochen. 
Afterdecke fein und dicht nadelrissig, 
seidenartig schimmernd. Unterseite d'u-hi 
und fein runzlig , spärlich gelb behaart. 
Vorderschienen mit kurzem Seitenzahn, 
der beim cf fast verloschen, beim $ spitz 
ist. Die Hinterbeine im ganzen beim cf 
stark verdickt, ebenso das Klauenglied der 
Vorderfüße und deren innere Klaue. Fühler 

rotbraun. Die Forcepsparameren, Fig. 6, sind an der Seite scharf 

gekielt, die linke etwas breiter als die rechte. 

A. Waterstraati n. sp. 

^. //o/7e? Kirsch proxime affinis, major, differt praecipue thoracis 
anguHs posticis rectis, acute productis. Fuscocastanea leviter 
cuprascens, nitida, polita, supra glabra subtus sparsim flavopilosa. 

Long. 19, lat. 9^/2 mm. $. Borneo : Kina-Balu (Waterstraat S.). 

Gestreckt oval , flach gewölbt , dunkel kastanienbraun mit 
ganz schwachem Kupferschiller zumal auf den Deckflügeln, Ober- 
seite und Afterdecke kahl, Unterseite leicht gelb behaart. Kopf- 
schild etwa doppelt so breit als lang , parallelseitig mit leicht 
gerundeten Ecken und deutlich aufgebogenem Rand , die Fläche 
nahezu glatt ; Stirnnaht sehr fein ; Stirn und Scheitel fein und 
verloschen punktiert. Halsschild 5 mm lang, an der Basis 7 breit, 
die Seiten vor der Mitte leicht erweitert und hier gewölbt , die 
stumpfwinkligen Vorderecken nicht vorgezogen, die nahezu recht- 
winkligen Hinterecken scharfwinklig , deutlich vorspringend , die 
basale Randfurche in der Mitte in Schildchenbreite unterbrochen, 
der Hinterrand in der Mitte nach hinten geschwungen, der Vorder- 
rand gerade, die Oberfläche auf der Scheibe sehr fein und einzeln, 
an den Seiten gröber und dichter punktiert. Schildchen ganz 
einzeln und fein punktiert. Auf den Deckflügeln sind die pri- 
mären Punktreihen fein und scharf eingerissen , nur am Hinter- 
rand und neben dem gewölbten Spitzenbuckel gefurcht, die Punkte 
der prim. Punktreihen klein , aber scharf eingestochen , im sub- 
suturalen Interstitium eine Doppelreihe, im II. und III. eine ein- 
fache Reihe feiner flacher Punkte ; die vierte prim. Punktreihe 
trägt im ganzen Verlauf kurze Querfältchen , die Schultern sind 
stark gewölbt, der Seitenrand scharf abgesetzt. Afterdecke ziem- 
lich lang , dicht nadelrissig und fein höckrig , nur an der Spitze 
mit einigen gelben Borstenhaaren. Unterseite dicht mit Ring- 
und Hufeisenpunkten bedeckt. Vorder- und Mittelbeine schlank, 



Ohaus, XVIII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 49 

Hinterbeine viel kräftiger , an den Vorderschienen hinter dem 
langen schlanken Spitzenzahn nur 1 kurzer scharfer Seitenzahn ; 
an den Mittel- und Hinterschienen 2 schiefe Stachelkanten. Fühler 
schwarz1)raun mit kurzer Keule. 

Ä )i m a la st i <j m i p ennis n. sp. 

Oblongo-ovalis , sat convexa , sordide testacea nitida , supra 
capite , thorace — lateribus exceptis — et scutello , elytrorum 
stigmatibus et maculis 3 pygidii , subtus abdomine , pectore et 
tibiis posticis cum tarsis fuscoviridis ; supra glabra, subtus spar- 
sim flavopilosa. 

Long. 14, lat. 7 mm. (f. Sumatra (A. Koller S.). 

Aus der nächsten Verwandtschaft der zentralamerikanischen 
A. sticticoptera Blanch. Gestreckt oval , ziemlich gewölbt. Kopf- 
schild nicht ganz doppelt so breit als lang , parallelseitig mit 
schwach gerundeten Ecken und kaum aufgebogenem Rande , die 
vordere Hälfte gelb , die hintere dunkel erzgrün , wie die Stirn 
dicht zusammenfließend punktiert, Scheitel wie die Stirn erzgrün, 
zerstreut punktiert. Halsschild wohl um die Hälfte breiter als 
lang, der Hinterrand in der Mitte kräftig nach hinten geschwungen, 
die basale Randfurche ganz fehlend , die Seiten in der Mitte 
schwach erweitert, die rechtwinkligen Vorderecken und die schwach 
stumpfwinkligen Hinterecken weder gerundet noch vorgezogen, 
die Oberfläche dicht , an den Seiten vielfach zusammenfließend 
punktiert, erzgrün mit scharf abgesetztem, gelbem Seitenrand, der 
äußerste Rand fein erzgrün. Schildchen erzgrün, dicht punktiert 
mit glatten Seiten. Auf den Deckflügeln ist nur noch die erste 
primäre Punktreihe neben der Naht regelmäßig, alle anderen wie 
auch die in den Interstitien sind aufgelöst in Gruppen von 2 — 5 
aneinander gereihten Punkten , unterbrochen durch kürzere oder 
längere punktfreie Zwischenräume; die Grundfarbe ist ein schmutziges 
Scherbengelb , alle Punkte im Grunde schwarzgrün , die ganze 
Oberfläche überstreut mit sehr feinen farblosen Pünktchen. After- 
decke ziemlich dicht mit seitlich zusammenstoßenden Halbring- 
punkten, schwach glänzend, scherbengelb mit einer größeren mitt- 
leren und 2 kleineren seitlichen braungrünen Makeln, mit gelben 
Borsten an Seiten vind Spitze. Bauchringe wie die Afterdecke 
skulptiert, braungrttn mit gelben Seitenfleckchen, mit der gewöhn- 
lichen Querreihe gelber Borsten. Brust und Hinterhüften dicht 
nadelrissig und gelb behaart. Beine gelb , nur die hinteren 
Schienen und alle Tarsen braungrün ; Vorderschienen mit kurzem, 
spitzem Seitenzahn hinter dem langen Spitzenzahn , Mittel- und 
Hinterschienen schlank. Fühlerkeule braun , so lang wie die 
gelbe Geißel. 

Stettiner Entomologische Zeitung', Heft I. 4 



50 Stettiner Entoraologische Zeitung. 77. 1916. 

A)iomala un ein ata n. sp. 
Ex affinibus An. hiimeralis Burm. Ovata , parum convexa, 
fusca, supra politissima, thorace certo visu viridi — seu cupreo — 
aenescenti ; supra glabra, subtus sparsim flavopilosa. 

Long. 11—12, lat. 6—7 mm. c/ ?• Insel Fergusson, IX.— XII. 
1894 (A. S. Meeck S.). 

Eiförmig , nach hinten leicht verbreitert , flach gewölbt, 
schwarzbraun mit glänzend polierter Überseite , das Halsschild 
mit schwachen kupfrigen oder erzgrünen Lichtern ; bei einem un- 
ausgefärbten Stück scheinen die Deckflügel kastanienbraun durch. 
Kopfschild um die Hälfte breiter als lang, parallelseitig mit kaum 
gerundeten Ecken und ganz schwach umgebogenem Rand , die 
Oberfläche mit kräftigen, zusammenstoßenden Ringpunkten bedeckt, 
wenig glänzend ; Stirnnaht fein erhaben, gerade ; Stirn dreiseitig 
abgeflacht, wie das Kopfschild })unktiert ; Scheitel weitläufig ein- 
zeln punktiert, glänzend poliert. Halsschild etwa um die Hälfte 
breiter als lang , die Mitte des Hinterrandes etwas nach hinten 
geschwungen, die basale Randfurche nicht unterbrochen, die Seiten 
in der Mitte erweitert, Seiten nach vorn stark konvergierend, die 
spitzen Vorderecken vorgezogen , Vorderrand mit breitem Haut- 
saum, Seitengrübchen vorhanden, die spiegelnd polierte Oberfläche 
sehr fein und zerstreut punktiert. Schildchen in der Mitte leicht 
vertieft, nur mit wenigen feinen Pünktchen. Auf den Deckflügeln 
sind die primären Punktreihen fein gefurcht , das subsuturale 
Interstitium mit einer an der Basis verdoppelten Punktreihe, das 
II. und III. mit einfachen Punktreihen, das II. mit einigen kurzen 
Querfältchen. Afterdecke sehr dicht und 
'/"-^_==-1 f^in nadelrissig , matt seidenartig schim- 
mernd. Bauch glänzend , zerstreut grob 
punktiert , Brust und Hinterhüften dicht 
rj w und fein runzlig, die letztere ziemlich dicht, 
der erstere spärlich gelb behaart. Vorder- 
schienen mit kräftigem, spitzem Seitenzahn. Fühler dunkelbraun. 
Am Forceps, Fig. 7 , sind die Parameren mit einer nach unten 
gekrümmten Spitze und die Ventralplatte des Mittelstückes mit 
einem Widerhaken versehen. 

An mala sublustris n. sp. 

.4». lucidula Guer. proxime affinis. Elliptica, modice convexa, 
fuscobrunnea parum nitida , capite — clipeo excepto — thorace 
et scutello leviter viridiaeneis ; supra glabra , subtus sparsim 
flavo-pilosa. 

Long. 11, lat. 6^/., mm. cf. Süd-Neu-Guinea : Biwak Eiland 
X. 1909 (Lorentz S.). 




Ohaus, XVIII. Beitrag zur Kenntnis der Ruteliden. (Col. lamell.) 51 

Elliptisch, flach gewölbt, dunkelbraun auf Kopf, llalsschild 
und Schildchen mit leichtem, grünem Erzschimmer , schwach 
glänzend. Kopfschild hell rotbraun , doppelt so breit als lang, 
parallelseitig, die Seiten kaum, der Vorderrand leicht aufgebogen, 
die Fläche dicht zusammenfließend punktiert. Stirnnaht gerade, 
an beiden Ecken leicht eingedrückt. Stirn dicht und grob , der 
Scheitel weitläufiger und feiner punktiert. Halsschild fast doppelt 
so breit wie lang, der Hinterrand nur ganz schwach in der Mitte 
nach hinten geschwungen , die basale Randfurche in der Mitte 
nicht unterbrochen, die Seiten vor der Mitte erweitert, die leicht 
stumpfwinkligen Vorderecken kaum vorgezogen, die etwas stärker 
stumpfwinkligen Hinterecken nicht gerundet ; etwas hinter und 
nach innen von den scharf eingestochenen Seitengrübchen steht 
ein schwacher , schiefer Eindruck ; die Oberfläche ziemlich dicht 
mit mäßig großen Ringpunkten überdeckt. Schildchen ebenso 
punktiert mit glatter Spitze. Auf den Deckflügeln sind die pri- 
mären Punktreihen gefurcht , im subsuturalen Interstitimn steht 
eine bis zum Hinterrand verdoppelte, im H. und HI. je eine ein- 
fache Punktreihe, alle Punkte kräftig, fein umwallt und das Ge- 
webe zwischen ihnen vielfach zu feinen kurzen Querrunzeln er- 
hoben. Afterdecke dicht nadelrissig, fein seidenartig schimmernd, 
die Spitze und Seiten mit gelben Borsten. Bauchringe an den 
Seiten, Hinterhüften und